Samstag, 14. Apri! 1928
<78. Jahrgang
Nr. 88 Erstes Blatt
Unterkunft auf
Professor Junkers an die,/Bremen"-Flieger Die Bedeutung dev Ozeanflugcü.
schlecht Behandelten doppelt start daS Bedür,nS nach Licht, Wärme und Sonne. Die Reiselust erwacht, Pläne werden gemacht, die Koster gepackt. Leute mit schmälerem Geldbeutel und wenig Zelt eilen, um wenigsten» in Wiesbaden, Heidelberg oder Baden-Baden sich von erster Zrühlingssonne durchwärmen zu lassen und von der Auferstehungsfeier der Ratur an den Quellen etwas abAubctommcn. Glücklichere Zeitgeiw'sen mit Scheckbuch und Mäblerkoster ziehen an di« Riviera oder hinüber nach Italien, um über der
6 L John (Neufundland), 13. April. (WTD. " ic große Handelsfirma 3ab tation in Grcenly Island
Oie Kandidaten der Dolkspartei in Heffen-Aaffau.
Kassel. 13. April. Die Listen der Kandidaten der Deutschen Volkspartei für die Reichs- und Landtagswahlen im Wahlkreis Hesfen-Rassau sind. 1. Reichstag' 1. Dr. Kalle. Frankfurt a. 2E.; 2. Landwirt Günther. Wüßwillen- roch: 3. Qberstudiendirektvr 93 e der, Kassel: 4. Frau General Röder. Wiesbaden: 5. Lokomotivführer Seibert, Frankfurt a. TEL; 6. Landwirt Dinges. Bad Soden. 2. Landtag: 1. Stadtschulrat Schwarzhaupt. Frankfurt a. M.: 2. Schornsteinfegermeister und Stadtrat Meyer, Wiesbaden: 3. Dr. Wolff, Regierungsrat a. D.. Kassel: 4. Landwirt Kaiser, Wolfshausen: 5. Fräulein Dr. Rocholl. Fritzlar, 6. Regierungsrevisor Karl Bee res. Frankfurt a. M.
Oie Auöspermngen in Sachsen.
üena^Bt eoe le)<tflci für dl« lagfsnumm« vi» ;um ’Jlad)müiag vorher.
Preis tur 1 em hthc fir ‘Jlnjtiqcn von 27 mm Drecte örtlich 8, auemärt» 10 Reichspsennig. für R— dlamean.cecgen oon 70 mm Breite *35 Becchrpsenmg, Platzvorschnst 20* mehr.
Eheftedatztenr
Dr. Friedr. öiü). Lange. Verantwortlich für Vohtili Dr. Fr. Will) Lange, für Feuilleton Dr H.Tyyrwt, für den übrigen Teil Ernst Dlumschcin: für den Anzeigenteil Kurt tzillmann, sämtlich in Gießen.
Römischer Frühling.
Zur Osterzcit empfinden wir Rordstämnnaen. von Klima und Ratur in so vielfacher Hinsicht
Gingang der Blanc der westlichen Einfahrt der Isle, 10 Meilen von Point
Reihe von Firmen wird erst die übliche Kündigungsfrist verstreichen lassen, so daß hier die Aussperrung praktisch er st in acht bis vierzehn Tagen vollzogen werden wird. Aus einigen Orten wird mitgeteilt, daß mehrere Firmen vor der Durchführung der AuS- erst den Schiedsspruch der terlammcr abwarten wollen. Andere
teil werden mußten. Vie Tteusuudländischen Behörden erklärten, daß von SL Johns ein Dampfet nach (Bretnig Island geschickt werden müffe. fall» die „Bremen" ju stark beschädigt sei, um weiterfliegen ju können. Einstweilen liegt die „Bremen" anf einem Felsen der kleinen Insel. Die drei Flieger sind die Gäste de» Ceudjllarmeroärter». Rach (Eintreffen der Landungsmeldnng an den Norddeutschen Lloyd erklärte der Derfreler der Junkersgesellschaft, Fred Melcher, daß möglicherweise heute da» in INitchellsield bereistehende Schwesterflug; eng der „Bremen“ nach (Bretnig Island abfllegen werde, um die Bremenflleger abzuho 1 eu.
Greenly Island.
Oer Ozeanflug der „Bremen" gelungen.
Rotlandung auf Greenly Island zwischen Kanada und Neufundland. - Oie Flieger wohlauf. — Abholung der „Bremen".
Erscheint täglich,anbei Sonntag» anb feiertags.
Beilagen;
Gietzearr Famtliendlätter Heim al im Btld Die Scholle meiati-Btineipieii;
2 Reichsmark und 20 Retchspfennig für Träger, lohn, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112.
Snschrstt für Drahtnach- richten »»zeiget Oietze». petldfefloito:
gtauffurt am Mai» 11686.
Island liegt a m Sablon Bah an Meerenge von Belle Arrow entfernt
sperrung
Schlich_______ ______
Firmen lassen vorläufig weiterarbeiten und haben die Ankündigung der Aussperrung bisher in ihren Betrieben nicht einmal anschlagen Ixrifen.
Funkspruch.) Die hiesig' Drohters, die eine St beseht, erklärte, die deutschen Flieger würden reichlich Lebensrnittel und bequeme der Insel finden. Greenly
Rach Angaben eine- Regierungsbeamten, der Greenly Island jährlich besucht, werde eS für die „Bremen" infolge der felsigen Dodenforma- tion unmöglich gewesen, auf der Insel zu landen, und das Flugzeug sei möglicherweise aus daS benachbarte Sis nicbetgegangen. Der Beamte sagt, das Sis sei zu dieser Jahreszeit sehr st a r k und trage sogar Lastautos, die reget- müßig Touren nach der Post- und Telegraphen- ftation unternehmen, die zwei Meilen entfernt an der Küste liegt Wenn da» Flugzeug nicht beschädigt fei, sollte eS möglich fein, dies vom Eise an Land zu bringen. Die Insel, die ein Vogelschutzgebiet der kanadischen Regierung ist, ist u n b e w a l d e t, etwa 800 Meter lang, sehr schmal und steigt biS zu einer Höhe von etwa 80 Fuß über den Meeresspiegel.
Abholung der ^Bremens-Flieger.
0 Ilana. 14. April (IDIB. Funkspruch.) Die kanadische Regierung Hal den Palroulllen- dumpfer „RI o n t c a l m“ nach Greenly Island beordert, um die deutschen Flieger abzuholen.
Oie Beschädigungen der Bremen*.
Neuyork, 10. April. (DTB. Funkspruch.) Freiherr von Hünefeld sandte an den Norddeutschen Lloyd eine Meldung, daß die „Bremen" P r o p eile r b r u ch erlitten habe, und die Landungsvorrichtung zerstört sei. Der Benzinvorrot sei erschöpft Der Generalbevollmächtigte des Norddeutschen Lloyd in Neuyork und Herta Junkers teilten daraufhin mit, daß das Schwesterflug- zeug der „Bremen" heute früh über Ottawa nach Greenly Island fliegen werde.
Oie Empfangsvorbereiiungeu in Miichellfield.
Mitchc llf ield. 13. April. (WB.) Kürnach 8 Uhr traf unter Führung des Vorsitzenden d.s städtischen Empfangslomiiees ein großer offizieller Smpf angsqusschuh aus dem Flugplatz ein, dem u. a. Viktor Ridder und Julius Meyer alS Vertreter der Hapag und Schüngel als Vertreter des Norddeutschen Lloyd angehören. Die deutsche Botschaft war durch Botschaftsrat Dr. Kiep vertreten, dem Konsul Heuser den stellvertretenden Kommandanten des Flugfeldes, Kapitän Bender, vorstellte. Vom benachbarten Flugplatz Curtihfield traf das Schwesterflugzeug der „Bremen" „Junckers C 3 8“ ein, das nach Ausführung mehrerer tunftootter Schleifen unter dem Beifall der Menge landete. Viele dachten zuerst, es sei die „Bremen". In dem Flugzeug befanden sich Hertha und Ehrhardt Junckers als Passagier und Melchior als Pilot.
Später trafen zwei Klemm-Flugzeuge ein, die die Aufschrift trugen: ..Willkommen Bremen!" Der Sicherheitsdienst wird von 500 Soldaten. Polizisten und 24 Motorradfahrern verrichtet. Unter den Anwesenden befinden sich drei Verwandte Köhls, nämlich fein Onkel Professor Köhl und zwei Kinder. In Reuyork wie auch an der gesamten Ostiüste der Vereinigten Staaten herrscht schönes Wetter. Die verschiedenen Meldungen unb Gerüchte über die Sichtung der „Bremen" riefen unter den 5000 Wartenden, unter denen sich auch Bürger- mciftcr Walker besand. großen Jubel hervor. Die Begeisterung wich aber Pessimismus, als alle Meldungen sich als unbegründet erwiesen. Selbst Optimisten rechneten aus, daß der von der „Bremen" mitgesührte Brennstoff nur bis 7.30 ausreiche. Die Flugteldleitung ordnete jedoch an, die Landungslichter die ganze Rächt brennen zu lassen und die Wann-
gesponnen wurden, und hoffen, zu schwarz zu sehen, wenn wir fürchten, daß man im Lager unserer Gläubiger drauf und Br an ist, uns mit fertigen Plänen zu überrumpeln. Die verschiedenen Veriuchsballons, die in den letzten Wochen in Paris oder Reuyork ausgelassen wurden, sahen nicht grabe sehr vertrauenerweckend aus. Wenn auch der amtliche Dementicrapparat der
i Regierungen wie des Reparationsagenten prompt alles abstritt, so liegt die Bedeutung dieser Presseerörterungen doch in der systematischen Bearbeitung der öffentlichen Weltmeinung im Sinne unterer Gläubiger. Wir Deutschen haben unS | nzwischen nühlicherweise damit beschäftigt, eine
Regierungskoalition zu zerschlagen, die ihrer Zusammensetzung nach allein die Gewähr geboten hätte, den deutschen Unterhändlern in einer Debatte über die endgültige Lösung des Repara- rivnsprvblems den notwendigen Rückhalt zu geben. Run steht Deutschland im Wahllampf zersplittert. ohne innere Geschlossenheit zu einer energischen außenpolitischen Offensive da, und Herr Dr. Köhler tritt Parker Gilbert in Rom fast nur noch als sachkundiger Privatmann. jedenfalls nicht mehr mit bet Autorität des leitenden deutschen Finanzmanns entgegen. Wir wollen diese vertraulichen Besprechungen zwischen dem deutschen Minister und dem Reparattonsagen- ten jedoch nicht unterschätzen, sie sind wichtig a!S Glied ta der Kette von Besuchen, die Park«
zugefügt.
Oie Notlandung.
Reuyork, 14. April. (I. U. Drahtmeldung.) Nachdem bereits gegen 3 Uhr mitteleuropäischer 5eil von verschiedenen Seiten in Reuyork Funkmeldungen eingetroffen waren, nach denen die „Bremen" südlich von Labrador zwischen Lanada und Reusundland gesichtet worden Ist, gab kur; nach 14 Uhr mittel- europäischer Zeit die Radio-Toporation die Bestätigung, daß die deutschen Transozeanflieger aus Greenly Island in der St. Lawrencebay notgelanbet sind. Das Flugzeug wurde bei der Landung leicht beschädigt. Die Flieger sind wohlauf. Die erste Rachricht, daß die „Bremen" etwa 400 Meilen nördlich des vorgesehenen Kurses zur Landung gezwungen war, erfolgte durch die Radioangestellten In Point Arrow, ein Platz, der etwa zehn Meilen von Greenly Island entfernt Ist. Dieser Meldung folgte rasch eine zweite durch die Kanadische Regierungs-Funkstation in Louisburg. Diese 7 Uhr abends (amerikanische Zeit) bekanntgewordenen Rachrichten, wurden durch aufgefangene Funkmeldungen über die Bremen- flieger, die an die Londoner „Times" gerichtet waren, weiter bestätigt. Endlich erhielt auch der Rorddcutfche Lloyd spät abends eine Junt- nachricht von hünefeld. in der die gelungene Landung bestätigt wurde und avherdem bemerkt wurde, daß die Erschöpfung der Flieger, der verbrauch des Benzinoorrats, sowie widrige winde die Landung notwendig machten. Diese letztere Rachricht ist anscheinend von einem Amateurfunker aufgefangen worden und wurde von bleiern an die Zeitung „Manchester Union" in Reu Hampshire roeitergege- ben. Der Zeitunterschied zwischen der gestern mittag erfolgten Landung der „Bremen“ und der Absendung der ersten Funkmeldungen über die Landung gegen 1 Uhr abends nach amerikanischer Zell erklärt sich aus der großen (Entfernung, zwischen Greenly Island und der nächsten Funkstation und daraus, daß die Nachrichten mit Hundeschlitten ober Boten dorchin überroll-
Am Ziel.
WaS schier unausführbar schien. Haupt- mannKöhl hat es mit seiner ..Bremen' geschafft. et f>at in fast 40ftünbigem Dauerflug daS amerikanische Festland erretcht. Ungeheuer ist der Jubel hüben tote drüben ob dieser Großtat der deutschen Fliegerei. Die Freude über den gelungenen Flug darf uns aber nicht abhalten, einen Blick rückwärts zu werfen und der vielen Toten zu gedenken, die der Ozean ifn vorigen Jahr bei den zahlreichen sruchtlosen Versuchen amerikamscher, eng- lischer und französischer Flieger gefordert hat. Immer wieder ist verfucht worden, es dem Amerikaner Lindbergh gleichzutun, ihn aber noch durch eine Ueberquerung des Meeres von Osten nach Westen zu überbieten. Schon der Zeppelin-Flug zeigte, wie schwer es ist, vom europäischen Festland her den amerikanischen Kontinent zu erreichen. Z.R. Ul muhte mit erheblichen Gegenwinden lämpfen, die aber von dem Zeppelin mit Hilfe feiner zahlreichen tcäftigen Motoren überwunden werden konnten. Das Flugzeug dagegen stellte sich sehr bald als viel zu schwach heraus: in Deutschland lehnte man eS infolgedessen auch ab. einen Dauerflug zu wagen. Man versuchte es im Herbst vorigen Jahres mit einem Gtappenflug, der von Lissabon über die Azoren nach Reufundland und von dort nach Reuyork führen sollte.
Auch Hauptmann Köhl befand sich unter den Piloten, er mußte jedoch ebenso wie seine Kameraden das Unternehmen, das unter keinem glücklichen Stern stand, vorzeitig abbrechen. Jetzt hat er eS noch einmal gewagt, er ist am 26. März nach Irland aufgestiegen, hat aber auf dem Flugplatz von Daldonnel bei Dublin fast drei Wochen warten müssen, bis einigermaßen günstige Wetterberichte einliefen, die es ihm gestatteten, in den Morgenstunden teS 12. April auszusteigen. Wir wollen eS uns nicht verheimlichen, daß es sich hier um ein Wag - n iS handelte, bei dem es um Leben und Tod ging. Aber Hauptmann Köhl gab noch kurz bevor er die „Bremen" bestieg, teurer Zuversicht beredten Ausdruck und wie sich jetzt zeigt, ist ihm das große Werk gelungen. Gr hat unzweifelhaft mit heftigen Gegenwiirden zu kämpfen gehabt, die aber der gute Motor und der ausgezeichnete Apparat zu überwinden in bet Lage waren. Das gesamte deutsche Volk jubelt ihm ebenso wie die amerilanische Ration zu, ist er doch der erste Flieger, der den Ozean von Osten nach Westen zu überqueren vermochte. Gr hat der ehrenvollen Geschichte der deutschen Fliegerei ein neues Ruhmesblatt hin
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Vrv« wnb »erlog: BrfltjIW UwtoeiüWs-Bed). nö Stetetriderei «. lange hi Siegen. Schristieitnng und «eschästrNele: Schnl»ra»e 7.
Berkin. 13. April. Die feit gestern abend eingdeitete Aussperrung in der sächsischen Me- talllndustrie hat sich biS heute noch nicht über alle davon betroffenen Betriebe ausgedehnt. Eine
1t 9fnri( rmxT« stunffnru* 1 Bros Riviera oder ymuver na<D stauen, um uoer in nlÜFat i n Mo" lichen Aprilschauer schneit und gründlich zu vcr- •JiAHES >T li ?;TS. ftÄStfÄ» : «s sllR.eS”.“s susää
welche Fülle von ^chw,engkeiten zu überwinden v Geboten politischer Zweck-
Kn'C h*2TC; n b (4 n e“r o‘™°Sertragen Diese gMlKhc Terbinbung * ’XÄZMM SÄX« £5
S SSÄS -ssss
des amerikamschen Volkes und Kanadas di e t ra . ^ers. vor strapaziösen Paraden. Galaopern I Vr°tn !i!2n erfahren bat Aber usw. oft nicht zu einem ruhigen Plauderstündchen
f0 br t Ewen neuen De^v erfahren hat. Uder ^ie französische Metropole war von
weit darüber hmaus erfüllt « "ns mit freudiger bevorzuates Ziel solcher ..halben Geschäfts-
Gemiatuung. daß d°s Flugzeug i "Dienst e be r Tomaten aus aller Welt, und die
? H.IÜfi h?« her%aitcr nach den Schick- Pariser Staatsmänner haben mit großem G?- keltvgefuhls der Bolter nach oen voym , . . h* stets angelegen fein
alsschlaaen der ^ngmenÄ^re wieder bei• (<f)mj■ politischen Stipvifiten sorgsam zu
sten Aufgabe der Menschheit gebient IHal. Daß Sie Eullivierm, mochten nun sri.her gekrönte Häupter.
u n f • rba^l< i i a nV ' Uri« Eduard von England oder der Sparri« dafür gebührt Ihnen unser aller Dank. 2llfonS in Paris inkognito ihren sehr verschicden- des ÄotsckatterS von Dnttwitz. artigen „Geschäften" nachgehen, oder heute Sir (Orupe oee -O na? n J* Austen Chamberlain wie Diplomaten der ost-
Washington. 13. April. (WB.) lichen Trabantenmächte den nicht immer grade
deutsche Botschafter Dr. v. Prittwitz und i direkten Weg zu einem Genfer Völlerbui'dS- ®aff ton übermittelte der amerckanrschcn Presse ^^ver oder in ein Modebad der Riviera über folgende Erklärung: .^ch höre mit großer F«mbe Avis nti)xntxv
bah das deutsche Fluozeug ..Bremen dceSseitS Um Wc Osterzett deS Jahres 19-28 scheint des Atlantiks glücklich 3 e l a n d e t ist. Ich jom Frankreichs Hauptstadt als Wallsahrtsort grüße die tapfere Besayuna. bte Wmd unD europäischer Diplomatie wenn auch nicht ablösen, Wetter meisterte und durch ihren TranSallanttt- . bettächtlich in den Schatten stellen zu flug von Osten nach Westen die Luftschissahri too[Ien 3^ Palazzo Ehigi. dem römischen Haupt- ihrem Ziele, eine Verbindung betber ÄDnhncntc auartier Mussolinis, gibt ein europäischer Staats- herzu stellen, einen Schritt näher. ge" I mamx ^cm anderen die Tür in die Hand. Be- bracht hat." — An Hauptmann a. D. Kohl in i „arzugt werden dabei in auffallendem Maße Greenwy Island hat der deutiche Botschafter Herren vom Ballan. die ja im allgemeinen nicht folgende Drahtung gerichtet: ..Ihnen allen ein bic H^hnfucht nach dem römifchen Früh-
he rzliches Willkommen diesfeits ^nd nach dem wärmefpendenden Himmel desAtlantik.' Italiens als Sntschuldigungsgrund für ihren De-
Eine Glückwnnschbotschast Kanadas.
Ottawa. 14. April. (WTB. Funkspruch) Minister Dr. Köhler, der noch außerdem
Als die Rachricht von der Landung der .Bre- als Kacholit und Zentrumsführer dem Heiligen
men“ auf Greenly Island eintraf, unterbrach -Jäter im Vatikan feine Reverenz erweist, sich
das Kanadische Unterhaus seine De- gteichzettig aber auch mit dem ReparationS-
ratungen, um die Meldung dem Hause bekannt- agenten Parker Gilbert trifft, um „fern
zugeben. Das Haus nahm bie, Mitteilung mit von Madrid" über daS für Deutschland bren*
großem Beifall auf. Ministerpräsident Dr. Mak- nenbfte Problem der Revision deS DawesplanS
kenzie King sandte an die Flieger Köhl, Frei- dU plaudern. So hossen wir wenigstens, denn die
Herrn von Hünfeld und Fitzmauriee namens große Geschäftigkeit, mit der unsere VertragS-
der kanadischen Regierung eine Botschaft, konttahenten. sei es zu Zwecken der Wahl-
in der er den Fliegern die Glückwünsche Propaganda, fei eS zur Reuauftollung der Kriegs-
deS kanadischen Volkes und der Regie« schuldenfrage, unvermittelt das Dawesprobtem
rung anläßlich ihres wohlbehaltenen Eintreffens in Mittelpunkt des polittschen Interesses auf kanadischem Gebiete und zur Vollendung rücken, überrascht angesichts der Intransigenz, des ersten Ost-West-Atlantiksluges ausspricht, der ^e grade von ihrer Seite Jahre hindurch einer einen hervorragenden Fortschritt in der Ent- Aevifton des DaweSplanes entgegen gestellt wurde. Wicklung des Flugwesens bedeutet und durch die überrascht mehr noch wegen bä für diese er» Ueberbrückung des - Ozeans eine engere Freund- stgünliche Lllttvität gewählten Zeitpunkts vor schäft zwischen den Völkern herbeiführe. ben deutschen und französischen Wahlerr. vor
---------- der Entscheidung über bte amerikanische Präsidentschaft. Man muß unS nicht Übelnehmen, wenn wir diese plötzliche Geschäftigkeit einigermaßen verdächtig finben, aber man bad unS auch nicht verargen, wenn wir eS lieber gesehcn hätten, daß die Initiative zu einer Revision des DaweSplaneS von der deutschen Regierung ausgegangen wäre. Wir wissen Tuttürlich nicht, welche Fäden hinter den Kulissen


