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Quellen namentlich auch unter Anführung vieler Driefstellen, bringen uns den Menschen Schubert nahe. Mit den vielen sorgfältig ausgewählten und gut reproduzierten Abbildungen ist das Buch ein rechtes Geschrnk zum Schubertjubiläum. 35 HeimaikAndeun-Geographie.

Sn der BücherreiheDeutsche Stadt- Deutsches Land" (Deutsche Verlags-A.G., Berlin-Schöneberg, Hauptstr. 139) ist soeben der 15. BandFranken Seine Entwicklung und seine Zukunft" erschienen. Das Sammelwerk enthält ein Geleitwort des ehemaligen Minister­präsidenten und jetzigen Reichsgesandtcn in Wien, Grafen Hugo von Lerchenfeld, und weist in jedem der folgenden interessanten Aufsätze auf die kulturellen und wirtschaftlichen Eigenheiten Fran­kens hin. ließet die Beziehungen zwischen Franken und Bayern" schreibt Anton Chroust, über dieFränkischen Kulturstätten" Professor Hanftmann-Dünau, über dieHochschulen in Franken" Sebastian Merkle, über dasGerma­nische Museum" Direktor Dr. Zimmermann, über dieKirchen in Franken" Felix Mader, über Franken-Land und Volkstum" Dr. Leo Weis­mantel. Heber die ThemenBurgen und Schlösser in Franken", sowieForstwirtschaft und Sagd in Franken" schreiben die. hervorragenden Fachleute: Prof. Bodo Ebhardt und Ministerialdirektor a. D. Dr. L. Wappes. Die Kultur- und Wirtschafts- zcntren Nürnberg, Aschaffenburg, Bamberg, Bay­reuth, Koburg. Eichstätt, Erlangen, Fürth. Hof a. d. Saale, Rothenburg o. d. T., Schweinfurt und Würzburg werden von berufenen Kennern geschildert. Sn dem überaus zahlreich illustrierten Werk werden auch die wirtschaftlichen Faktoren Frankens entsprechend berücksichtigt, insbesondere dieFränkische Landwirtschaft" von Direktor H. Weißlein, dieFränkische Sndustrie von Geh. Regierungsrat Dr. Alfred Kuhlo, derWeinbau Frankens" von Weingutsdirektor Mattern, sowie Die Heilbäder Nordbaherns" von Direktor von Heilingbrunner. Sn einem separaten Artikel Verträumte Winkel im Lande" von Dr. Sosef Friedrich Abert finden noch eine Reihe kleinerer, ober besonders schöner Städte ihre Würdigung. Auch dieses Buch liefert wieder einen wertvollen Beweis dafür, mit welcher Sorgfalt die Bücher­reihe und der Verlag bemüht sind, führende Persönlichkeiten der einzelnen deutschen Länder zur Schilderung der für die Entwicklung der Reichseinheit mitbestimmenden Landeseigenarten zusammenzusühren. Heber 160 Bilder, zum Teil ganzseitige, und zwei Kunstbeilagen verstärken den Eindruck der ausgezeichnet geschriebenen und gehaltvollen Aufsätze. 78

Hans ßeitmeier: D i e österreichi­schen Alpen. (Mit 102 Abbildungen im Text und 38 Tafeln auf Kunstdruckpapier im Verlag von Franz Deuticke in Wien. Preis 24 Mk.) Das vorliegende Werk nennt sich einezusammen­fassende Darstellung", ohne damit jedoch den Anspruch zu erheben, erschöpfend zu sein. Es ist entstanden aus einer Reihe von Vorträgen der Volkstümlichen llniversitätskurse in der Wiener Universität. Ein Stab hervorragend sachverstän­diger Mitarbeiter hat sich zusammengesunden, um namentlich die naturwissenschaftliche, geologisch­geographische und historische Seite der Alpen und der Alpenländer zu behandeln. Prähistorie, Mineral- und Gesteinskunde, Klima, Tier- und Pflanzenwelt nicht minder, als die geschichtliche Entwicklung, Devölkerungs- und Siedlungspolitik, Kultur und Kunst in allen ihren Zweigen wer­den in einzelnen Abschnitten in durchweg klarer und auch dem Laien leichtverständlicher Form behandelt. Die außerordentlich zahlreichen und gut wiedergegebenen Abbildungen tragen in hohem Maße zum Verständnis bei. Das schöne Buch wird für jeden Freund der Alpen eine Quelle der Belehrung fein. 46

Kirche und Schule.

6. Schotten, 13. März. Unter der Leitung von Dekan V o l p - Laubach fand gestern hier die zweite diesjährige Konferenz derGeist- lichen des Evangelischen Dekanats Schotten statt. Rach Bekanntgabe und Bespre­chung der kirchenbehördlichen neuesten Verfü­gungen wurde beschlossen, im laufenden Sahre vier kirchliche Feste zu veranstalten, und zwar Missionsfeste in Laubach und Wingers­hausen, Gustav-Adolf-Feste in Burk- Hards und Einartshausen. Pfarrer C r u l l - Alfa hielt sodann ein Referat überKirchliche Ord­nungen, Sitten und Gebräuche". Die nächste Konferenz soll zwischen Ostern und Pfingsten ge­halten werden.

Wirtschaft.

Oie Reichsbank im Zahre 1927.

Der Rohgewinn der Reichsbank im Jahre 1 9 2 7 beziffert sich auf 149 Millionen Mk., gegenüber 112,9 Mill. Mk. im Vorjahre. Das An­wachsen des Gewinpes erklärt sich in der Hauptsache aus der gesteigerten Kreditbeanspruchung bei der Reichsbank, die sich besonders Im Wechselankauf­geschäft, aber auch im Lombardgeschäft auswirkte. Eine erhöhte Geschäftstätigkeit drückt sich auch in der Zunahme der erhobenen Gebühren aus. Im einzel­nen trugen zum Rohgewinn die Erträgnisse aus dem Wechsel- und Lombardgeschäst mit 134 Mill. Mark (100,7) und die Gebühren mit 4,2 Mill. Mk. (3) bei. Die Ausgaben beliefen sich auf 123 Mill. Mk. (90,1), und zwar entfallen auf die Berwaltungskosten 75,1 Mill. Mk. (83,3) und auf Rückstellungen für den Delcrederefonds, für Notenneudruck und. für Neubauten insgesamt 47,9 Mill. Mk. (6,8). Es er­gibt sich demnach ein Reingewinn von 26 Millionen Mark (22,8). 5,2 Mill. Mk. (4,6) fließen in den gesetzlichen Reservefonds: dem Reich fallen 5,5 Mill. Mk. (4,2) zu, die zur Tilgung um­laufender Rentenbankscheine zu dienen haben. Die Anteilseigner erhalten eine Dividende von 12 Prozent (10 Pzt.) mit 15,3 Mill. Mk. Der Rest von 0,6 Mill. Mk. (1,7) wird dem Spezial­reservefonds für künftige Dividendenzahlungen zu­geführt.

Die Gesamtumsätze haben im Jahre 1927 729 930 Mill. Mk. (626 924) betragen. Der u n b e = lastete Goldbestand der Reichsbank betrug 'am 31. Dezember 1927 1 864 643 108 Mk., gegen 1831 383 722 Mk. am 31. Dezember 1926. Die zur Golddeckung des Notenumlaufs herangezogenen Devisenbestände bezifferten sich am 31. De­zember 1927 auf 281 986 000 Mk., gegen 519 168 000 Mark am 31. Dezember 1926. Der Bestand der Reichsbank an Rentenbankscheinen belief sich am Jahresschluß auf 23,6 Mill. Mk. (7,4), der Umlauf auf 716,2 Mill. Mk. (1164), ohne die Be­stände der Reichsbank. Die W e ch s e l a n l a g e be­lief sich am Jahresschluß auf 3 128 656 000 Mark (1828 587 000), an Golddiskontbankwech- seln waren 17,9 Mill. Mk. vorhanden, an Wech­seln und Schecks auf das Ausland 155,2 Mill. Mk. (424,6). Die Gesamtsumme aller angekauften Wech­sel und Schecks stellte sich im Berichtsjahre - auf 22 631 796 263 Mk. (15 909 132 282). An Reichs­banknoten waren am 31. Dezember 1927 4 564 047 000 Mk. gegen 3 735 526 000 Mk. am 31. Dezember 1926 im Umlauf. Die höchste Umlauss­ziffer war die am Jahresschluß.

Die Zahl der Beamten, Angestellten und Arbeiter hat sich von 10 236 am Ende des Jahres 1926 auf 9938 am Schluß des Berichtsjahres vermindert.

In dem allgemeinen Teil des Verwaltungsberich­tes wird u. a. ausgeführt: Die allmähliche Besserung der d e u t s ch e n W i r t s cha f t s- läge im Jahre 1927 trug im wesentlichen den Charakter einer Jnlandskonjunktur und vollzog sich in allen ihren Phasen unter weit­gehender Verwendung ausländischen Leihkapitals. Leider wird die erreichte Besserung nicht gesichert sein, solange die außenpolitischen Hem­mungen jene Empfindlichkeit des deutschen Wirt­schaftskörpers bedingen, der wir noch überall begeg­nen. Deutschland braucht, um leben zu können, nicht nur die Befreiung von außenpolitischen Fesseln, sondern mit Rücksicht auf seine Repa­rationsoerpflichtungen zugleich eine Entgegen­nahme seiner Erzeugnisse und Lei­stungen durch das Ausland in einem entsprechend böheren Maße, als es seinerseits Erzeugnisse des Auslandes aufnimmt.

Die Konjunkturbesserung war eine der Ursachen für den Ende Februar 1927 eingetretenen Umschwung amGeldmarkt. Bei der Herab­setzung des Diskonts auf 5 v. H. am 11. Januar 1927 betonte die Reichsbank, daß erst die praktische Ent­wicklung lehren könne, ob der neue <5afo bereits als ein für längere Zeit gesicherter angesehen werden könne. Bon da an zeigte sich jedoch eine Steige­rung der Zinssätze des offenen Marktes, und die für Börsengeld gezahlten Sätze erreichten eine solche Höhe, daß, bei gleichzeitig wesenllich niedrigeren Sätzen am Wechselmarkt, ausländische Gelder in großem Umfang kurzfristig in das deutsche Bank- und Börsengeschäft Hineinflossen. Diese Entwicklung zeigt, daß die Höhe des Reichsbanksatzes, der ja nur einen Teil, nämlich die wechselmäßigen Geschäfte des Geldmarktes, trifft, nicht immer zur wirksamen Beeinflussung des Zu- oder Abfließens von Aus­landgeldern ausreicht. Die Reichsbant nahm des­halb wiederholt Veranlassung, auf die Notwendig­keit einer ausreichenden Liquidität des privaten Bankgeschäftes hinzuweisen.

Der größte Teil der Wechseleinreichungen entfiel im Jahre 1927 auf die Banken und sonstigen Geld­institute, während die direkten Einreichungen der übrigen Diskontanten (Industrie, Handwerk, Han­

del, Landwirtschaft usw.) trotz gleichfalls steigender Tendenz demgegenüber an Bedeutung zurücktraten. Die durchschnittlichen Laufzeiten der diskontierten Wechsel vom Einreichungstage ab erhöhten sich ge­genüber dem Vorjahre.

Das Wechseldiskontgeschäft derGold- d i s k o n t b a n k wurde im ganzen weiter verklei­nert entsprechend der Tendenz, es allmählich seinem natürlichen Ende entgegenzuführen. Es wird damit zu rechnen sein, daß die Mitwirkung der Golddis- kontbank bei der Verwaltung der öffentlichen Gel­der in absehbarer Zeit aufhören wird, nachdem die Bemühungen der Reichsbank, diese Gelder für Rech­nung der Beteiligten zu verwalten, bei den meisten in Frage kommenden Stellen Anerkennung gefun­den haben.

Die Höhe der öffentlichen Fonds ist im Berichtsjahre stark zurückgegangen und damit auch ihre Bedeutung für den Geldmarkt und die Diskont­politik der Reichsbank. Dennoch bleibt eine einheit­liche. den Interessen der Allgemeinheit dienende Be­wirtschaftung aller dieser Mittel unerläßlich. Nur ein zentraler Geldmarkt ist in der Lage, seine verfügbaren Mittel nach allen Teilen des Reiches zu disponieren. Aust diese Weise werden alle entbehrlichen Beträge innerhalb der gesamten deutschen Wirtschaft weitgehend erfaßt, die gesamte öffentliche Geldhandhabung wird rationeller gestaltet und übermäßige Reservebildung und Zersplitterung verhindert.

Soweit mit Hilfe von Ausländsanleihen eine befriedigende Produktionssteigerung zu erzielen ist, sind Bedenken nicht zu erheben. Diese Voraussetzung kann bei der privaten W i ri­sch a f t in der Regel angenommen werden, weil bei ihr der Zwang zu genauer Rentabilitätsberechnung vorliegt. Natürlich bestehen auch bei den privaten Auslandanleihen mannigfache Bedenken, wenn sie im Uebermaß ausgenommen werden. Bei der öffent­lichen Hand liegen infolge des Monopolcharakters ihrer meisten Betriebe und infolge des Hineinfpie- lens politischer Faktoren die gleichen Voraussetzun­gen nicht immer vor. Sparsamste Finanz- gebahrung im allgemeinen und größte Wirtschaftlichkeit der öffentlichen Unternehmungen im besonderen müssen des­halb immer wieder gefordert werden, um so mehr, nachdem der Reparationsagent in seinem letzten Be­richt die Frage einer zahlenmäßigen Begrenzung der deutschen Reparationsverpflichtungen angeschnit­ten hat. Die enge Verbindung, die die Lösung die­ses Problems zur Währungsfrage hat, stellt die Reichsbank vor neue und verantwortungsvolle Auf­gaben.

* Von der Frankfurter Börse. Am Samstag vor Ostern, 7. April, bleiben die Dorsenräume für jeden Verkehr geschlossen.

* Von der Internationalen Roh­stahlgemeinschaft. Die Rohstahlgemeinschaft hat den deutschen Vorstellungen wegen der Ein­schränkung der Exportmärkte nachgegeben und gestattet den deutschen Verbänden, für das zweite Vierteljahr insgesamt 150 000 Tonnen mehr aus- zusühren, als dies auf Grund der bisherigen Vereinbarung möglich war.

' MitteldeutscheCreditb an k, Frank­furt a. M. Sn der gestrigen Generalversamm­lung der Mitteldeutschen Creditbank wurden sämtliche Anträge der Verwaltung genehmigt und die Verteilung einer Dividende von 9 Pro­zent beschlossen. Die turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates wurden wieder­gewählt. Ein Vertreter des Deutschen Dank­beamtenvereins forderte angesichts des günstigen Geschäftsergebnisses von der Verwaltung die Aufgabe ihrer ablehnenden Stellungnahme gegen eine Erhöhung der Deamtengehälter. Ferner ver­langte er eine Zergliederung des hohen Ankosten-- kontos und dabei namentlich die Bekanntgabe der Tantiemen des Vorstandes und der Direk­toren, was die Verwaltung ablehnte und darauf hinwies, daß der Gewinn des Snstituts relativ hinter dem anderer Banken zurückbleibe. Auf Anfrage wurde erklärt, daß im neuen Sahre im Kontokorventgeschäst mit einem höheren Erträgnis gerechnet werde, während im EffÄtengeschäft er­hebliche Ausfälle gegen das Vorjahr zu ver­zeichnen seien.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 14. März. Tendenz freund­lich- Sm Anschluß an die feste Tlbendbörfe blieb die Stimmung zur Beginn der heutigem Börse freundlich. Eine Stühe bot vor allem die weiterhin lebhafte Rachfrage nach verschiede­nen Spezialwerten. Sm allgemeinen blieb das Geschäft außerordentlich still, und der andauernde Ordersmangel machte sich stärker fühlbar, ferner drückte die A n g e w i ß h e i t über die weitere Entwicklung des Geldmarktes auf die Stimmung, wenn auch heute die Ent­spannung Fortschritte machte. Günstig ausge­nommen wurde der Reichsbankabschluß

und der Geschäftsbericht der H a p a g. Ein stär­kerer Einfluß konnte jedoch nicht von ihnen aus­gehen. Gegen die Abendbörse war die Kursent­wickelung nicht einheitlich, da verschiedentlich kleine Abgaben vorgenommen wurden. Die Kurse blieben jedoch meist gut behauptet, während Spezial­werte weiter anzogen. Für Rheinbraun erhielt sich größeres Snteresse (plus 5,75 Prozent). Am Schiffahrtsmarkte gewonnen Hapag auf die günstigen Abschlußziffern 1,75 Prozent, Rordlloyd plus 1 Prozent. Von Elektrowerten waren Gessürel weiter gefragt und 3 Prozent höher, auch Siemens stärker beachtet. Für Waldhof zeigte sich weiter einiges Snteresfe, doch blieb der Kurs nur gut behauptet. S.°T.°Farben waren wenig verändert, auch Scheideanstalt nur behauptet. Rutgerswerke plus 2 Prozent, Deutsche Erdöl plus 1,25 Prozent. Au to aktien säst unverändert. Von Banken gaben Commerzbank 1,25 Prozent nach. Montanwerte still. Deutsche und ausländische Renten weiter fast vollkommen geschäftslos.-.Zolltürlen leicht befestigt, Bagdad dagegen etwas schwächer. Sm weiteren Verlaufe hielt die Rachfrag-r nach Spezialwerten an. Siemens plus 1 Prozent, Ges- fürel 1,25 Prozent. S.-G.-F arben wurden leb­hafter gehandelt und 1,25 im Kurse erhöht. Bezugsrechte 9,05 Prozent. Waldhof lagen da­gegen auf Realisationen eher angeboten und minus 2 Prozent. Sm übrigen blieb das Ge­schäft still. Am Geldmarkt stellte sich Lages­geld auf 6 Prozent. Sm Devis en verkehr behauptete die Reichsmark ihren hohen Stand. Reichsmark gegen Kabel 4,1828. gegen London 20,414. Paris gegen London 124,025, Mailand 92,37, Madrid 29,11. London gegen Kabel 4,8790.

Berlinc Börse.

Berlin, 14.März. Die ergebnislosen Verhandlungen im Ruhrbergbau wurden als Grund angegeben für eine zu Beginn der Börse eingetretene Erschlaffung. Vor­mittags waren Glanzstoff mit 715 Prozent ge­handelt worden, an der Vorbörse stellte sich aber der Kurs um 700 Prozent. Sn Wirklichkeit hatte wohl die Börse von gestern Material übrig und neue Käufe traten nicht in Erscheinung. Die Kurse^ntwicklung war recht unein­heitlich, nur Spezialwerte lagen weiterhin verhältnismäßig fest. Bemberg plus 25 Prozent, Glanzstoff plus 15 Prozent, Waldhof plus 6 Pro­zent und Rheinbraun 7,13 Prozent. Von Reben - werten waren Bergmann, Deutsche Maschinen, Rorddeutsche Wolle und Svenska um 2 bis 4 Prozent befestigt. Auch einige Elektro- papiere blieben gefragt. Heimische An­leihen wenig verändert, Ausländer ruhig. Mazedonier plus 0,5 Prozent. P fandbriefe still. Liquidationspfandbriefe und Anteile an­scheinend wieder eher angeboten. Lebhafteres Geschäft entwickelte sich in Farbenbonds, die mit 134 Prozent gehandelt wurden. Bezüge 8,9 bis 9 Prozent. Der Geldmarkt blieb un­verändert. Lagesgeld dagegen etwas leichter. Tagesgeld 6 bis 8 Prozent, Monatsgeld 7,5 bis 8,5 Prozent, Warenwechsel 6,9 bis 7 Prozent. Rach den ersten Kursen wurde die Tendenz all­gemein fester und lebhafter. Bevorzugt wurden weiter Glanzstvfs. Bemberg, Rheinbraun und Elektrowerte: besonders in letzteren wollte man wieder gute Käufe beobachtet haben. Die Kurse zogen bis 3 Prozent an.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 14. Marz. Die Stimmung ist fest. Das Angebot in Weizen ist Verhältnis- mäßig klein bei steigenden Preisen. Roggen wird nur wenig offeriert, die Preise ziehen ebenfalls weiter an. Braugerste in guten Qualitäten, die bis zu 32 QKarf bezahlt wird, ist nur wenig vorhanden. Hafer ist lebhaft gefragt und steigt im Preise. Das Mehlgeschäft ist immer noch schleppend bei erhöhten Preisen. Weizen- und Roggenkleie zieht im Preise gleichfalls an. Auch Futter- und Rachmehle sind besser gefragt. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 26,50 bis 26,75, Roggen 26,25 bis 26,50, Sommergerste für Brau- zwecke 29 bis 31,50, Haser, inländ. 26 bis 26,75, Mais (gelb) für Futterzwecke 23.50, Mais (gelb) für andere Zwecke 24,50, Weizenmehl, süd­deutsches Spezial 0 38 bis 38,25, Roggenmehl 36 bis 37,75, Weizenkleie 14,50 bis 14,60, Rog­genkleie 15,50 bis 16. Tendenz fest.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Mittwoch, den 14. März.

Iohanneskirche. 6 Uhr: Passionsandacht, Pfarrer Ausfeld.

Freitag, den 16. März.

Kapelle des Allen Friedhofs. 6 Uhr: Passions­andacht, Pfarrer Lenz.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

Frankfurt a.M

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Schlich. Äurs

l.Uhr. fiurs

Schluß- Kurs

Anfang

Kurs

Schlrch. Kurv

1-Uhr- Kurs

Schlichs Anfang

Kurs fiurt

Datum

13. 3.

14.3.

13.3.

14. 3.

Datum:

13 3.

14. 3.

13.3.

j 14.3.

*1« Dt Reichsanleihe v. 1927 Dt. Hnl Ablös Schuld mit SluSlos -Rechten . . .

Desjll. ohne Auslos.-Rechten

87,5

51,8

11,8

51,85

87,5

52

14,13

52

14,3

«-ES..........7

Bergmann ...... .8

Elektr. Lieferungen . . . lo

Licht und Kraft......io

153

164

211

116

269

153

210,6

272

152,25

168.25

163

210

115

267.25

161,9

150.25

186

166.5

152

172,5

7°/o Franks Hnp.-Bk. (Sotbpf unkündbar big 1932 ...

i/./o Rheinische Ovv -Bank Liou -Goidps . . .

8 E G obg BorkrtegS-Ob-

-

Helten & Guilleaume ... .6

Ses f- Elektr Untern. . . 10

Hamb- Elektr. Werte . . . lo

Rhein. Elektr.......8

Echles. Elektr. ......io

271

150,5

185,5

166.25

(igahonen, rucfjablbar isn

-

-

Schlicken . ...... .7

Siemens & HalSke .... 16

-

167.5

47» Schweiz. Bundesb.-Anl.

_

262.5

263

259.26

263

le Oesteretchtsche Goldrte

33,5

_

Tranoradio..... 8

_

127

127,75

4,20°/. Deficrr ich. Silberne *blo Oesterreich, einbeitl. Rte <°/o Ungarische Goldrte . . 4°/o Ungarische StaaiSr. v. 1910 dcsgl. von 1913

<% Ungarische Kronenrte . . 4°/0 Türk. Zollanleihe v 1911 <°/e Türk Bagdadbahn-Anl.

Serie 1.

4°/o deSgl. Serie II.

4e/o Rumänen convert. Rte.

4Vt°/o Rumänen Goldanl.

3,5

3,8

_

Labmever & So.........

153,5

152

24,9

24.7

25

25,2

Buderus ...... . o

Deutsche Erdöl ...... .6

Essener Sieinkohle.....8

90

119,5

122

90.4

120,5

134,5

91,25

134,5

12,5

12,85

1.65

12,9

1,65

(Gelsenkirchener . f. % g. 4

Harvener .......8

hoesch Nserr ........ .5

Ilse Bergbau..... . .8

129.75

160.5

236

130

129.13

161,5

136.25

236

129,5

162

135

238,75

5.4

12,4

12,7

12,5

123

Älöcknerwerke - ....... 5

Köln-Neuesseu ......5»/,

Mannesmann . .f. V» 3- 4

ManS'eldcr.........7

113

140.5

112

140,65

113,13

136,5

139,75

112,25

113.25

135.75

140,5

von 1913 , .

15,45

15,6

Oberschles Essend. Bedarf 0

-

96,5

_

Sag Deutsche Eisenbahn .47,

Oberschles. KokSwerk« . . 0

90.9

92.65

Hamburg-Amerika Palet. .6

148

149,75

148,25

149,5

Phon ft Bergbau f/ 3 3

99

256

98.5

261 75

98.75

98.7

fcümb -eübam Damvssch d

vtyeumche Braunkohlen 10

252.9

260

Hansa Dampfschiff . -6

Norddeutscher Lloyd - - 6

222,5

147,9

Rheinssabl .....0

Rrebeck Montan.......6

152,75

152,75

15(1

152

152,75

149,4

149

.42

Allg. Deutsche Eredttanss.. 10

142.5

142,5

Bereinigte Stahlw. f. V» 3 3

98,5

98,65

Barm, r Bankverein 10

142,5

142,75

143,25

Otavi Minen......1 eh

Soli Aschersleben.....10

SaliWeslereael« .... 10

43.9

43.13

Berliner Handelsaesellsch. 12

Commerz- und Privat-Bk. 11

171,75

250

170,5

247.75

170,5

247,5

171

166,5

176.5

166

175,5

Darmst. u- Nanonalbauk. iz

224

-

Z23

222,25

Kaliwerk Salzdetfurth . - 12

248,5

Deutsche Bank 10

Diskonto-Gesellschaft Lnt. 10

159,5

154

154

159,25

153.5

159,13

153,5

9 ® ^arden-gndugrir 10

Dynamit Nobel.....0

252,75

252

251

251,25

Dresdner Bank . .10

156

156.5

155

155

Scheibcauftalt ........8

197.75

_

Mitteldeutsche Creditbank 9

210

Goldschmidt..... .5

105.5

_

105,5

104,25

Metallbau!..........8

122,25

123

--

Rütgeröwerkr........0

97

99

96 75

97 76

«ctchSbank.....kl)

197.5

197

197

196.25

Metall gesell'chatt.....10

172,5

Banfnolett

Frankfurt a.M

Berlin

Schlich Kur»

1 1-Uhr-

1 Kur,

i Schlich

I Kurs

Anfang

Kur

Datum:

13. 3.

| 14. 3.

| 13. 3.

1 14.3,

Plnlwv Holzmaun . ... 12

142

142

_

Heidelberger Lernen! . . s Lemenr Karlstadt . .... . z

139.5

180

140

-

Wayß <k SrehtiQ - . . .

127,5

-

SchultbetS Payeuhsfrr. . 15

320

321

Oftwerke .......12

253.5

254,75

Ber. ©Imufloff ...... 15

*

-

686

701

Bemberg..........8

Zellssoft Daldhof.... 12

473

505

268

268,5

262

268

Zellstoff Sschaftenborg . 10

Charlottenburger Wasser. 7

174

115.25

116

.' essauer Gas ... 8

168

169 25

Daimler Motoren..... 0

90.75

90

91,25

90.5

Demag ...... . 0

Adlerwerke Kleve». .... 0

54,75

57

79

79

78,65

78

Lodw- 8«in . .... lo

-

232

236

Rat. Automobil......6

Orenftrt» L Kovpek .... 4

130

131

Linke Homwnn . .... 0

Lcouhard ließ ... 6

207,5

23

207

1' c(inm - .»«.». 0

Franks Maschine« .... 0

Gritzner . . ...... 7

Hedliaeussoedt ....... 0

ymmdanS ...... 6 öech Werke . ...... 8

Matnkraftwerke ...... 8

75

141.5

25.5

85

125

75,5

74.75

140

86

115

114.75

Miag ....... 10

138.5

138,25

Rekariulmer ........ 8

PeterS Union ....... 8

66

66

65,25

-

98.5

99

(Sehr. Roeder . ...... 10

Voigt A Hoessna.....6

174

178 5

Sübb Zocker.......0

130

130.5

131

Berlin. 13. Marz

I Geld

'-Öner

Ämerikamfche Roten.....

4,164

4,184

Belgische Noten ... ...

68,13

58,37

Dänische Roten ......

111,65

112,09

Englische Roten . ......

20.362

20.442

Devifemnorkt BerlinFrankfurt a. M.

Berlin. 13 Mär«

(Selb

BriTs

16.47a

16,536

polländische Roten......

167,83

168.51

Italienische Roten......

22.155

22.235

Norwegische Noten......

111,03

111,47

Deutsch-Ocsterr-, 5100 Kronen

58,81

59,05

Rumänische Noten......

2,585

2,605

Schwedische Noten......

111,88

112,32

Schweizer Noten.......

80,29

80,61

Spanische Noten.......

70,20

70,48

Tschechoslowakische Noten . .

12,362

12,422

Ungarische Noten . . -

72.85

73,15

Telegraphische Auszahlung.

13. März

14. März

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

(Selb

ibner

(Selb i Brief

ämft» Ron-

168,09

168,43

168,15

168,49

Buen.-Aires

1,788

1,792

1.788

1,792

Brss^Antw

58,25

58,37

58,24

58,36

Christi ania

111,30

111,52

111,29

111,51

Kovenhagen

111,93

112,15

111,93

112,15

Stockdolm .

112,14

112,36

112,14

112,36

Helstngrors.

10,522

10,542

10,523

10,542

Italien. . .

22,075

22,115

22,075

22,115

London. . .

20,389

20,429

20,392

20,432

Reovork . .

4,1790

4,1870

4,1795

4,1875

Paris....

16,44

16,.8

16,44

16,48

Schweiz . .

80,42

80,58

80,46

80,62

Spanien . .

70 23

70.37

70,08

70.22

Jovan . . .

1,963

1,967

1,963

1,967

Rio de Ian.

0.503

0.505

0.5025

0.5045

Gien in

CtfL obgeft

58,84

58.90

08,85

68,97

Prag ...

12.383

12,403

12,385

12,405

Belgrad . -

7,353

7,367

7,358

7,372

Budapest . -

73,07

73,21

73,08

73,22

Bulgarien

3,017

3.023

3,017

3,023

Lissabon

18,68

18,72

16,98

17,03

Danzig...

81,50

81,66

81,52

81,68

ftonft..nflu.

Athen. . .

6,494

5,506

6,494

5,506

Lana da

4,174

4,183

4,177

4,185

Ura uan .

4,276

4,284

4,276

4,284

titn . .

20.913

20,953

20.915

20.955