Höhe von 9,23 Mill. Mark und sirr Abschreibungen einschl. Sanierung verfügbar 54,77 Mill. Mark. Dieser Betrag verteilt sich wie folgt: Beteiligungen an Konzerngesellschasten im In- und Ausland 17,57 Mill. Marl, Grundstücke und Gebäude 0,34 Mill. Mark, Einrichtungen der eigenen Produktionsstätten und Theater 1,80 Mill. Mark, Bureaueinrichtungen 0.03 Mill. Mark, fertige und halbsertige Filme 33,23 Mill. Mark, Materialien (Manuskripte) 0,40 Mill. Mark, Schuldner 1,40 Mill. Mark. Die Sanie- rungsbilanz schließt ab mit 76,13 Mill. Mark gegen 118,26 Mill. Mark der Bilanz von 1525 26. Die Sanierung und die damit in Verbindung stehende vollkommene Reorganisation des Unternehmens ist seit Ende April v. 3. in vollem Gange. Diese Arbeit kann, was sich aus der Gröhe und Kompliziertheit des Unternehmens ergibt, das aus 130 Betrieben mit über 5000 Angestellten und Arbeitern besteht, noch nicht als abgeschlossen angesehen werden. Das endgültige Schicksal der Ufa dürfte im wesentlichen von dem Erfolg der Bestrebungen abhängen, die für die Existenz der gesamten deutschen Filmindustrie verhängnisvolle Lustbar.eits^teuer vollkommen zu beseitigen und durch Herstellung von Weltmarktfilmen größere Exporteinnahmen zu erzielen. Die Voraussetzung für die Erzielung größerer Exporteinnahmen sind eigene Ausland- und Llcberseeorganisationen, deren Aufbau befriedigende Fortschritte zeigt.
Rindermarki in Gießen.
Zum heusigen Rindermarkt waren 826 Stück Großvieh und 247 Kälber ausgetrieben. Es waren zahlreiche auswärtige Käufer erschienen. Der Handel war flott. Bezahlt wurden für ftüfje 1 Qual. 500 bis 600 Ml., Kühe 2. Qual. 300 bis 450 Wk., Kühe 3. Qual. 150 bis 250 Mk.. Rinder ein- bis zweijährig 160 bis 250 Mk.. Kälber 55 bis 60 Pf. je Pfund Lebendgewicht. Bessere Tiere wurden über Rotiz bezahlt.
Krannurter Börse.
Frankfurt a. M., 14. Febr. Tendenz: unsicher. — Die Börse eröffnet« in etwas freundlicherer Haltung, ohne daß jedoch im Vergleich zu den Vortagen ein etwas regeres Geschäft in Gang kommen konnte. Etwas Anregung bot die lebhaftere Nachfrage nach einigen Elektromer- t e n. Bei Festsetzung der ersten Kurse macht sich jedoch eine wachsende Unsicherheit bemerkbar, da der Aussperrungsboschluß des Metallindustriellen - )8er- bandes die Stimmung stark beeinträchtigte. Dann wirkte die Verzögerung in der Freigabeangelegen- hcit enttäuschend und schließlich schenkte man auch der unsicheren innerpolitischen Lage weiterhin starke Beachtung. Den Deckungskäufen der Spekulation standen daher kleine Abgaben gegenüber, so daß die Kursgestaltung nicht einheitlich war. Im allgemeinen blieben die Kurse behauptet, wobei nur selten über 1 o. H. hinausgchende Veränderungen eintraten. Gesfürel, AEG., unb Licht & Kraft lagen geringfügig höher, dagegen Siemens vernachlässigt und unverändert. 3. - G. - F a r b e n knapp behauptet. Don Freigabewerten gaben Nord- lloyd und Scheideanstalt je 1 v. H. nach. Von Mon- t a n w e r t e n lagen Rheinbraun 1 o. H. schwächer, sonst ergaben sich hier nur geringe Veränderungen. Zellstoff-Waldhof büßten den Gewinn der gestrigen Abendoörse von 2 o. H. wieder ein. Der Verlauf brachte kleine Kursschwankungen, die Umsätze blieben gering. Die Rentenmärkte lagen fast geschästs- 105. Einiges Interesse zeigte sich für Goldrumänen. Später wurde die Haltung etwas fester, und die Kurse zogen durchschnittlich 1 v. H. an. Am Geldmarkt hat sich die Nachfrage verstärkt. Taaesgeld stellte sich auf 6 v. H. 3m Devisenverkeyr notiert« Paris gegen London 124,02, Mailand 92,05, Madrid 28,65. Reichsmark gegen Kabel 4,1932, gegen London 4,1932. London gegen Kabel 4,87425.
BerilNc. Börse.
Berlin, 14. Febr. Die herrschende Unsicherheit in der innerpolisischen Lage, die zur Vorsicht mahnende Bewegung in der Metallindustrie und das weiterhin fast völlige Fehlen des Publikums machten sich auch heute vormittag in einer sehr starken Zurückhaltung der Spekulation bemerkbar. Auch zum offiziellen Beginn war das Geschäft fast umsatzlos. Ein erheblicher Teil der ersten Rotierungen, besonders der variablen Werte, mußte ausgesetzt werden. Trotzdem muß aber immer wieder betont werden, daß die Tendenz an sich recht widerstandsfähig ist und größere Veränderungen gegen gestern nur ganz vereinzelt eintraten. Höher lagen Berger plus 4,5 Prozent und Kunstseide plus 3 Prozent. Dagegen Spritwerte schwächer, besonders Schultheis minus 3,5 Prozent. Heimische Anleihen unverändert. Ausländer still, aber behauptet. Pfandbriefe umsatzlos. Am Geldmarkt macht die Erleichterung Fortschritte. Tagesgeld 5 bis 7 Prozent, Monats-
Verkehrsordnung erfordert Mchis gehen!
geld, 7 bis 8,5 Prozent, Warenwechsel 6,5 Prozent. Rach den ersten Kursen war dir Tendenz uneinheitlich bei zunehmender Lustlosigkeit, da eine Verzögerung der Freigabeangeleg:nheit be- iannt wurde. Spritwerte lagen 2 bis 3 Prozent schwächer. Später wurde die Stimmung wieder etwas lebhafter, doch änderte sich an den Kursen nur wenig.
FrlNtkfurtLr Getreidebörse.
Frankfurt a. M.. 14. Febr. Tendenz: Die allgemeine (Stimmung ist etwas freundlicher. Die Preise sind unverändert, mit Ausnahme vom Mais, der etwas anziehen konnte. Es scheint, daß für spätere Termine etwas mehr Kauflust vorhanden ist. Es wurden notiert: Weizen 1. gut. gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 24.50; Weizen 2. gut. gesund, trocken, bis zu 3 Prozent Auswuchs 23,25 bis 23,50; Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit 22.75 bis 23,25; Roggen 2A.50; Sommergerste für Brauzwecke 27.50 bis 30; Hafer, inländischer 23.50 bis 24.25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,50; Mais (gelb) für andere Zwecke 23,20; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 36 bis 36,75; Roggenmehl 33 bis 35
Letzte Nachrichten.
Die neue hessische Regierung.
Landtagspräsident Adelung
zum Staatspräsidenten gewählt.
Darmstadt, 14. Febr. (111. Eigener Dcahi- 1 bericht.) 3n der heutigen Sitzung des hessischen Land- \ tags wurde vom Adg. Ruß (Zentrum) der seitherige | Landiagspräsident Adelun (Main;) zum hessi- ■ schen Staatspräsidenten vorgeschlagen, von den ftom- 1 muniften wurde Abg. Gatm vorgeschlagen. Die ; Slimm;elielwahl ergab von 78 Stimmen 42 für I Adelung, 5 für den Kommunisten Gatm. Ferner wurden 19 weiße Zettel abgegeben. Zwei Stimmen waren zersplittert. Es wurde festgestellt, daß somit Adelung mit großer Mehrheit zum Staatspräsidenten gewählt worden ist. Adelung nahm die Mahl mit Dank an. Der Staatspräsident schlug darauf als neue Minister vor: den bisherigen Iuslizminister Kirn- berger (Zentrum) zum Minisle" der Finanzen und der Justiz, den Sozialdemokraten L e u s ch n e r zum Minister des Innern und den Reichs- und Landtngs- abgeordneten K o r e l l (Demokrat) zum Minister für Arbeit und Wirtschaft. Staatspräsident Adelung wird auch dem Landesbildungsamt vorstehen, fiirnberger, ftoreU und Lcuschner wurden bestätigt, folgenschwerer Felssturz im Taunus.
3 d st e i n i. Taunus, 14. Febr. (WSR. Drahtmeldung.) heute vormittag 6.45 Uhr wurden die Bewohner in den Gebäuden in der Rähe des Rathauses durch ein heftiges Getöse aus dem Schlafe geweckt. Der hinter dem Rathause sich erhebende hohe Fels, auf dem das Torbogengebände und mehrere alte Gebäude der Domänenverwaltung stehen, war herabgestürzt, und zwar in den Hof des Rathauses. Gewaltige Felsblöcke stürzten nach, insbesondere die Fachwerkmauern der fiskalischen Gebäude übten einen derartigen Druck auf die Hintere Wand des Rathauses aus, daß das ganze Gebäude etwa 20 Zentimeter nach der Oberen Gaffe vorgeschoben wurde. 3m Innern des Rathauses sind sämtliche Decken und Fußböden stark beschädigt, und der noch andauernde starke Felsdruck läßt befürchten, daß namentlich das u n t e r e S t o ck- werk des Rathauses vollkommen eingedrückt wird. Das Rathaus steht bekanntlich auf einem Bogen, unter dem die Straße Wiesbaden— Esch—Frankfurt a. M. hindurchführt. Die Fundamente dieses Bogens haben ebenfalls gelitten. Man versucht augenblicklich, mit umfangreichen Absprie- hungen das Gebäude zu erhalten. Ob dies bei dem gewaltigen Felsdruck.möglich ist, ist zu bezweifeln. Die Benutzung des Gebäudes in dem jetzigen Zustande ist ausgeschlossen.
Schach-Ecke.
•Bearbeitet von W Otba4).
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schach- redaktion des „Gießener Anzeigers".
Problem Nr. 148.
Don E. Ferber.
Weiß zieht und seht in zwei Zügen matt.
Weiß: 8 Steine. KcS: Ddl; Te7;La3, d7; Seh ,d6; Bc2.
Schwarz: 7 Steine. Kd5: Dd3; Tg5; Sei, d8; Ba6, d4.
b
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Schwarz, d e
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Endspiel Nr. 51.
Don E. Wiirscher, Wien.
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Schwarz, b c d e
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Weih.
Weih am Zuge erzwingt daS Remis.
Weih: 3 Steine. Ke8; Ld3; Sh3.
Schwarz: 3 Steine. Kd5; Le3; Bh2.
Lösung d:s Problems Nr. 145. Don K. Laue.
1. Ddl -d4, c5xd4. 2. Le5-g7 matt.
1....., I.e3>-d4 2. Le5 - f4 matt.
1....., Db2xd4 2 Ta2xh2 matt.
1......Sc4xe5 2. Dd4xe3 matt.
Richtige Lösungen zum Problem Rr. 144: Sy Ranz, Lletzhausen; zu Rr. 145: L. Herbert und Fr. Koch (Schüler), hier: zu den Rummern 143, 144 und 145; Sy Kappes, Langsdorf.
Aus der Schachwelt.
Internationales Turnier zu Berlin.
Am 4. Februar hat in Berlin, anläßlich des hundertjährigen Zubiläums der „Berliner Schach, gesellschaff" ein internationales Meisterturnier begonnen, das als Teilnehmer folgende Ramen ausweist: Ahnes. Bogoljubow, Drinckmann, P. 2ohn«r, Leonhardt, Rimzowitsch, Reti, Sämisch. L. Steiner, ®. Stoltz, Tartalower; hierzu kommen noch drei Vertreter der „Berliner Schachgesell. schaff": Helling, D. Koch, Schlage.
Nie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedaktionStisch.
Zwei Gelegenheiten.
„Lieber Mann", schüttelte der Arzt den Kopf. „Sie trinken zuviel Alkohol!"
„Aber Herr Doktor", entgegnete entrüstet der Patient, „ich schwöre, ich trinke nur bei zwei Gelegenheiten mal etwas!"
„So, wann denn?"
„Run, einmal wenn ich Käse esse!"
„Ra, und das andre Mal —"
„Wenn ich keinen esse!" (Lust. Bl.)
Literarische».
Gelegentlich eines kurzen Aufenthalts in Agne- tendorf, dem Wohnsitz Gerhart Hauptmanns, konsultierte ich einen Barbier, der eine furchtbare Klinge schlug. Er hatte mir einen gehörigen Durchzieher auf der rechten Backe angebracht und tuplte daran mit einem Wattebausch herum. Dabei fiel mein Blick auf ein ganz kleines blutiges Fleisch- llümpchen, das vor mir auf einer weihen Unter» lasse lag.
„Was ist denn das?" fragte ich den Bader.
„O, das ist ein Stück von Gerhart Hauptmann," erwiderte der Wackere stolz. (Lust. Bl.)
Dec Verbrecher.
Als Max Halbe zur Premiere seines Drama- „Der Strom" in Berlin weilte, passierte ihm ein Mißgeschick: feine Stiefel waren ihm im Hotel gestohlen worden. Zu einem Einkauf war e8 zu spät, da die Geschäfte bereits geschlossen waren. Paul Schlenther übernahm es. Frau Halbe von der Verzögerung zu verständigen. Er telegraphierte nach München: Max an Abreise verhindert, da Stiesel gestohlen.
Frau Halbe erregt aus München zurück: Bin tief erschrocken. Rehmt auf meine Kosten sofort Berlins besten Anwalt zu Maxens Verteidigung.
Kinderspiele.
Piepe schlug einst im Beisein seines dreijährigen Söhnchens einen Bildernagel in die Wand. Mit wohlgezieltem Hammerschwung traf er seinen linken Daumen, fluchte wie ein ungarischer Pferdeknecht, sprang vom Stuhl, fuchtelte mit der getroffenen Hand, hüpfte von einem Dein auf« andere und schnitt wütende Grimassen, als das Söhnchen sich vor Vergnügen auf dem Teppich kugelte.
Seither -- wenn Piepe das Söhnchen fragt, was er mit ihm spielen solle — kommt prompt die Antwort:
„Nägel einschlagen, Pappi!!!"
(Lust. Bl.)
Buntes Allerlei.
Line sechsköpfige Familie verbrannt.
Bei dem Brande eines Wohnhauses in Wcst- Philadelphia kamen in den Flammen sechs Personen, ein Ehepaar und vier Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren, die im Schlafe von dem Brande überrascht wurden, um. Ein fünftes Kind konnte gerettet werden. Es hat Brandwunden davongetragen. Das Haus wurde durch das Feuer vollständig zerstört. Man nimmt an, daß der Brand durch Explosion eines Petro- leumof« ns verursacht worden ist.
Zwei Arbeiter von der Grubenbahn überfahren.
In Spremberg gingen zwei Arbeiter der Grube „Brigitta" auf dem zur Grube führenden Schienenstrang der Grubenbahn. Hin einem ihnen entgegenkommenden Leerzug auszuweichen, betraten sie das leere Gleis. Der Leerzug war kaum vorüber, als sich ihnen von hinten
ein Vollzug auf dem gleichen Gleise näherte, auf dem sie gingen. Der Lokomotivführer, der dauernd Signale gab, konnte den Zug auf dem starken Gefälle nicht zum Halten bringen. Auch von anderen Stellen aus wurden die beiden Arbeiter durch Signale auf die gefährliche Lage, in der sie sich befanden, aufmerksam gemacht, ohne daß sie diese Signale hörten. Der Zug crsaßte die beiden Arbeiter, überfuhr sie und richtete sie furchtbar zu.
\ Gegen spröde Haut:
4 NIVEA-CREME
X \ 11 X) wirkt sofort und gibt
sammetweichen Teint
Sdiadiidn zu 20. JO. 60. IW PI
Tuben zu 60 und 100 Pt
KurszetteS der Berliner und Frankfurter Börse.
_________ Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdislont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent. __x__
Frankfurt a. M
Berlin
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Berlin
Frankfurt a. M
Berlin
Berlin. 13. ftebr 1 Kcld
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Holländische Roten .
Italienische Noten.....
Norwegische Noten......
Deutsch-Ocsterr., 5100 Kronen
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22,22
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12,39
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Datum:
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Datum:
13. 2. | 14 2.
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I 14. 2
Vie Dt R-ichsanleihe o. 1927 Di Anl ilblöf Schuld mit
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Desgl. ohne Auslcs.«Rechten Vie Franks Hnv.-Bl. Go.dvl
unkündbar bis 1932
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LEG abg Borkriegs-Ob ltgationen. rudioblbar 1932
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