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Itr. 8 Drittes Blatt

Das Problem

-er unterdrückten Völker.

Die Gießener Studentenschaft hatte ftr Freitagabend zu einem öffentlichen Vortrag «ingeladen. in dem Alfons Paquet über tbiges Thema sprach. Der Vortragende führte i. a. aus: Ich stehe hier aus akademischem ?oben und will versuchen, in eine akademische. . h. leidenschaftslose Erörterung des Problems er unterdrückten Völler einzutreten. Wie jeder llensch nach ungebundener Betätigung und mög- chst großem Bewegungsraum strebt, so sucht i ch jedes Volt sich auszudehnen und vor allem cn Weg nach der See, jenem großen AuSgangs- unkt nach den übrigen Weltteilen, zu gewinnen. ?'on dem Idealzustand der vollen Bcwegungs- ceiheit. wo die Völker srei von allen Schranken cs Zolls und nationalen Grenzen miteinander in Berührung treten können, sind wir noch weit ntfernt. Wie die Geschichte zeigt, sind es immer ie großen Imperien gewesen, die eine rege Berührung unter den Völkern herstellten. Die Kroßen Reiche des Altertums, insbesondere das tcrsische, das griechische und das römische Reich fi'.L hier zu nennen. Zur Zeit Karls des Großen tnL im mittelalterlichen Kaisertum wurde der tzersuch gemacht, ein einheitliches Europa unter Bea Macht des Kaisers zu bilden. Zur Zeit der Kreuzzüge bestand daneben schon eine andere Macht, die dasselbe versuchte das Papsttum. Der Versuch, ein europäisches Imperium zu grün­den, mißlang. Mehr Erfolg hatten die später rinsehenden Kolonisationsbestrcbungen. Im Zeit­alter der Entdeckungen ergriff ein Rausch die europäischen Menschen: sie zogen hinaus, weil sie das Heil außerhalb der Grenzen Europas zu linden hofften. Auswanderungen nach allen Teilen der Erde setzten damals ein; es erfolgte eine tatsächliche Besitzergreifung der ganzen Welt durch ein Minimum von Gewalt. Meist war es die bucht nach mühelosem Gewinn, die die Men­schen hinaustrieb. Es kam die Zeit der indischen Sroberungen, es lam der Aufstieg Englands und der Riedergang Portugals; die Kämpfe um die koloniale Macht setzten ein. In erster Linie toaten es die Volker, die den Seerand Europas bewohnten, die Kolonien gründeten: nicht be­tätigt waren daran die Deutschen und die slawi­schen Völker. Das kleine Belgien entwickelte sich unter Leopold II. zu einem gewaltigen Kolonial­ist. In Afrika entstand das System der Slla- fc-rct. Eine gewaltige Unterdrückung der schwar­ze-.. Volker, die man als Sklaven zur Bearbeitung der großen Ländereien benutzte, setzte ein. In Europa kam es schließlich zum Zusammenstoß der großen Imperien, die in ihrem Ausdeh­nungsdrang sich gegenseitig behindert fühlten. 2n diesen Weltkrieg wurden auch die unter« dorsenen Völker, die man in den europäischen Heeren als Soldaten verwandte, hineingezogen. Äach dem Kriege brachten die heimkehrenden Farbigen die Idee von dem Selbstbestimmungs- -rccht der Volker mit nach Hause. Seitdem ist überall in den Kolonien ein starker Drang nach Befreiung von der europäischen Bevormundung zu verspüren. Als Rückwirkung des Weltkrieges stellt sich heute als Gesamtbild eine rückwärts gewandte Linie der kolonialen Entwicklung dar. Den Anfang, sich vom europäischen Joch zu be­freien, machte China, ihm schloß sich die Türkei an Ihren sichtbaren Ausdruck fand die De- sickrmgsbewegung der unterworfenen Volker in im un Februar vorigen Jahres in Brüssel I qcnden Kongreß der kolonialen Länder. Zu ihn kamen die Schwarzen aus dem Norden und im Süden Afrikas, die Chinesen, die Mexi- lmer u. v. a. Die Verhandlungen zeigten den anwesenden Europäern, daß die kolonialen Völ- fcr schwer unter der Bedrückung zu leiden haben.

Wie soll sich nun der Europäer dem Pro- K.ni gegenüber stellen? Es ist klar, daß das imperialistische System nicht weiterbestehen kann. Ein.cn Fortschritt bedeutet das Mandatssystem, Auf Grund dessen einem Staat vom Völkerbund bc Verwaltung eines Kolonialgebiets übertragen frerben kann. Ein anderes System ist das der nationalen Selbstverwaltung, das russische Sow- jclsystem. Das ganze System der Berührung der Beißen mit den Farbigen befindet sich in einer frtoaltigcn Krisis. Die übrige Welt erkennt die cerrissenheit der europäischen Völker: sie weih, trie fadenscheinig oft die Gründe sind, die ange- fihit werden, um die Kolonisation zu recht- ftrtigen. Jahrzehntelange Kämpfe werden statt­finden: vielleicht wird der Weiße zu einer Wie- -:^utmachung gegenüber den farbigen Völkern foinmen müssen. Deutschland ist zur Zeit aus- gächaltet bei der Mitbestimmung dieser Welt- züsmmenhänge Es wäre falsch, wollte Deutsch- ki b heute nach Kolonialmandaten trachten. Wohl filCcn wir unsere Augen über die Welt richten; bic sollen aber danach trachten, in friedliche Schiebungen zu allen Völkern zu treten. Wir toben keinen Grund, den jetzigen Beherrschern m Welt ihre Herrschaft zu stützen: wir sollten vielmehr Sympathie mit den unterdrückten Völ- km haben.

M her KmssbesÄädigten-Dttsorslmg.

Ser Reichsbund der Kriegsbeschädigten, 03e- zbMeitung Oberhessen, schreibt uns:

In der Versorgung der abgefunde- Itc n Kriegsbeschädigten von 20 Pro - jriit ist durch die fünfte Novelle zum Reichs- Nr orgungsgesetz bezüglich der Wiedergewährung Um Versorgungsgebührnissen für abgesundene Jrregsbeschädigte eine Milderung getroffen wor- 3tt. Es tauchen nun vielfach irrtümliche Mei­nungen auf dergestalt, daß sämtliche Abgesun- fieiun glauben, wieder in den Genuß von Rente W kommen. Dies trifft nicht zu. Wir lassen daher ausstehend eine genaue Aufklärung folgen für äcienigcn Beschädigten, die abgefunden sind und

Mrsd AZmsMhswerr hsMM?

Ja und nein! Wenn ein Hämorrhoidenkranker Des cs wirklich ernste Leiden vernachlässigt, wird «es ihm immer größere Qual 62reiten. Die an- In gs unbedeutenden Knoten am Darm wachsen, fit wandern in den Darm hinein und platzen ffylicßlich aus. Dann besteht die Gefahr, daß 'Dillgerinnsel in die Blutbahn kommt und dort zzc sehr gefährlichen Verstopfungen führt. Es Sti:mt hinzu, daß die Schmerzen, das Brennen nud das Jucken der erkrankten Teile immer

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Glerhesfen) Dienstag, 14 Zebruar (928

nach Lage ihrer Verletzung wieder Antrag auf Versorgung stellen können.

Rach dem Reichsversorgungsgeseh können Per­sonen, die in ihrer körperlichen plnversehrtheit schwer beeinträchtigt sind, ohne Rücksicht auf den Grad der tatsächlichen Minderung ihrer Er­werbsfähigkeit eine Mindestrente nach festge­legten Sätzen erhalten. Auf Grund des 5. 016- änderungsge etzes zum Reichsversorgungsgeseh vom 21. Dezember 1927 sind die Sähe von Schä­digungen^ der kör erlichen ilnocr ehrtyeit in fol­genden Fällen erhöht worden, und zwar derart, daß eine Zahlung von Dersorqungs- gebührnissen wieder stattfinden kann bei: 1. Verlust von drei oder mehr Fingern, ein­schließlich des Daumens an der Gebrauchshand: 2. Verlust von drei oder mehr Fingern, aus­

schließlich des Daumens an der Gebrauchshand: 3. Verlust des Daumens allein an der Ge­brauchshand; 4. Verlust der ganzen Kopfhaut (Skalpierung); 5. Verlust oder vollständige Er­blindung eines Oluges; 6. Verlust des Gaumens: 7. Verlust aller Zähne; 8. Verlust beider Ohr­muscheln; 9. Verlust der Milz oder einer Riere; 10. Widernatürlicher After; 11. Urin- oder Darmfistel.

Rur für die vorstehend genannten Körpcrfchä- den kann eine Wiederzahlbar machung der Versorgung sgebührnisie bean­tragt werden. Dies gilt besonders für diejenigen Personen, die seinerzeit mit einer Erwerbsminde­rung von 20 v. H. abgefunden worden sind. Olcu- seftsetzungen nach dem geänderten Gesetz erfolgen ab 1. Oktober 1927, wenn der Antrag aus

Wiederzahlbarmachung der Gebührnisse b i s 31. März 1 82 8 ge ft eilt wird. Bei später gestellten Anträgen beginnt die Zahlung vom Antragsmonat ab.

Dertreterversammlung des Niddatal-Sängerbundes.

-h Ober-Schmitten, 13. Febr. In dem Kirchhoffchen Saale zu O b e r - S d) m i 11 e n, wo vor sechs Jahren der Niddatal-Sänger­bund gegründet wurde, tagte am gestrig n Sonn­tag die Delegiertenversammlung des Bundes. Elf Vereine mit insgesamt 467 Säugern hatten 46 Vertreter entsandt. Der Bundesverein Eichelsdorf war vollzählig, die Vereine von Schotten, älnter-Schmitten und Nidda in starken Abordnungen erschienen. In Vertretung des erkrankten 1. Bundesvorsihenden Schäfer (Eichelsdorf) leitete Lehrer Linck (Rudingshain) die Versammlung und entbot ihr in herzlichen Worten den Willkommgruß. Die Rechnungs­ablage zeitigte das erfreuliche Ergebnis, daß der Bund mit einem Kassenbestand von 212 Mk. das neue Geschäftsjahr beginnt. Der seitherige Bun­desvorstand. der seit der Bundesgründung die Geschäfte leitet, wurde einstimmig wiedergewählt unter besonderer Hervorhebung seines zielbe­wußten Wirkens. Das Wertungssingen findet in diesem Jahre am 6. Mai in S ch 0 11 c n statt. Auf einstimmigen Beschluß soll als Sach­verständiger Lehrer Blaß (Großen-Linden) zu­gezogen werden, dessen Verdienste um den ge­sanglichen Aufstieg des Bundes allgemein an­erkannt und gewürdigt werden. Die Massenchöre sollen wieder auf dem freien Platze vor der Schottener Kirche zum Vortrag gebracht werden. Es werden gesungenDer Lenz zieht ein von Baumann undFreiheit und Vaterland" von Stanz. Die Auswahl des Pflichtchors wurde dem Bundesdirigenten Diehl (Ober-Schmitten) über­lassen. Otts Vertreter des Hess. Sänger­bundes war dessen Geschäftsführer Roth (Darmstadt) als Gast anwesend. Er referierte über Zweck und Ziel des Deutschen Sängerbun­des. Seitens des Niddatal - Sängerbundes wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, dem vorgenannten Bunde beizutre­ten, um für die Folgezeit dem Gau Vogelsberg- Süd anzugehören. Für eine Rheinfahrt konnte ein Teil der Delegierten keine bindende Erklärung abgeben, fo daß diese Frage, nochmals in den einzelnen Vereinen erörtert werden soll. Weiter, wurde angeregt und beschlossen, die Dele­giertenversammlungen für die Zukunft in der ersten Hälfte des Januar abzuhalten, um den Vereinen Gelegenheit zu geben, frühzeitig mit dem Einüben des Pflichtchors beginnen zu können. Nach 31'Jtüntrtger Tagung schloß der 2. Vor­sitzende mit Dankworten die Versammlung. Ein­geleitet und umrahmt wurde sie von Gesangs­vorträgen des Männer gesangvereins Ober- Schmitten, die äußerst beifällig ausgenommen wurden. AuchEintracht" E i ch e l s d 0 r f und Mannerchor Schotten bereicherten die Tagung in dankenswerter Weise durch exakte und hübsche gesangliche Darbietungen.

Wirtschaft.

Frankreich auf der Frankfurter Frühjahrsmesse. Olm Sonntag weilte ein Referent des französischen Ministeriums für Handel und Industrie tn Frankfurt a. W., um im Auftrage des Präsidenten des Organisations- komitees für die Beteiligung der französischen Regierung an der Frankfurter Frühjahrsmesse die Baulichkeiten und das Gelände der Messe zu besichtigen. Wie wir hören, wird die Be­teiligung insbesondere der französischen Nah­rungsmittel- und Genußmittelindustrie außer­ordentlich umfangreich sein. Die Messe findet vom 22. bis 25. April statt.

* Ferngasversorgung für diePfalz. In der Pfalz steht die Gründung einer Gesell­schaft zur Vorbereitung der Gasfernversorgung für die Pfalz nahe bevor, nachdem bereits von Seiten des Ruhrgebietes diesbezügliche Ver­handlungen mit der Stadtverwaltung von Lud­wigshafen vor sich gegangen waren. Man neigt jedoch mehr zum Saargebiet als Kohlen- und Gasproduzent.

* Zusammenschluß im Schrotthan­del. Die gestrige Besprechung der bei der Dort­munder Schrotteinkaufsgemeinschaft zum Verkauf zugelassenen Echrottgroßhandler nahm einen gün­stigen Verlauf. Es kam zu einer Abmachung zwischen Firmen mit zusammen über 80 Prozent Beteiligung. Mit einigen nicht zum Abschluß bereiten Firmen soll weiter verhandelt werden.

* Deutsche Werft- A.-G. Wie WTB- Handelsdienst erfährt, hat die Deutsche Werst A.-G. vom jugoslavischen Verkehrsministerium ein über Reparationskonto zu lieferndes Schwimmdock von 6000 ts Hebefähigkeit und von der Oldenburgisch-Portugiesischen Dampf­schiffs-Reederei einen Fracht- und Fahr­gastdampfer von zirka 3000 ts Tragfähigkeit in Auftrag erhalten.

D i e Äniversum Film A. G. teilt in ihrem Geschäftsbericht für das am 31. Mai 1927 abgelaufene Geschäftsjahr u. a. mit: Die Durch­führung der in der Generalversammlung vom 21. April v. I. beschlossenen Sanierung ergab einen Barzufluß von 57,9 Millionen Mark, der aus dem Sanierungsertrag von 51,7 Mill. Mark und 6,2 Mill. Mark aus der Häusertransaktion entsteht. Das Bankguthaben per 31. Mai 1927 betrug 10,32 Mill. Mark. Der Sanierungsertrag von 51,7 Mill. Mark ist nach Vornahme ver­schiedener Verrechnungen mit 48,71 Mill. Mark ausgewiescn. Hierzu kommt noch ein Brut to- überschuß des Berichtsjahres in Höhe von 15.28 Mill. Mark. Von der Gesamtsumme von 64 Mill. Mark verbleiben nach Abrechnung der Aufwen­dungen für älnkvsten. Zinsen und Steuern in erfolgreich zu bekämpfen geeinigt sind. Die Hu- midon-Gesellschaft will überzeugen und nicht überreden. Sie schickt deshalb jedem umsonst eine ausreichende Probe Humidon nebst ärztlicher Aufklärungsschrift über Härnorchoidenlei e:i. Die­sen kostenlosen Versuch ist jeder s.iner Gesundheit schuldig, und die Humidon-Ge'el.schäft ist über­zeugt davon, daß jeder Versuch ein voller Er­folg wird. Ollso schreiben Sie sofort, ehe Sie es vergessen, nach Probe und Bro chüre an die Humidon-Gesellschaft m. b. Sy, Berlin W 8, Block 331. Versand erfolgt durch die Apotheke Zum weißen Kreuz" undEngel - Olpo- t&ele" Berlin.

Tume«, Spori und Spiel.

Das Fußball-EntscheiSungsspiel in Hessen-Hannover.

Kassel erlebte am Sonntag in der Hessen- kamp'sbahn einen Rekordbesuch von 10 000 Zu­schauern (!) als der Schiedsrichter Guyenz (Essen) das Spiel anpfiff, das sofort mit einer äleberraschung begann. Kurhessen ging näm­lich sofort in der 1. Minute in Führung, während 0 3 Kassel erst fünf Minuten vor der Pause durch Jordan ausglich, um gleich darauf durch einen verwandelten Elfmeter in Führung und damit mit 2: 1 in die Halbzeit zu geheit. War vor dem Wechsel das Spiel noch verteilt und die Torchancen auf beiden Seiten gleich groß, so gelang es nach der Halbzeit den Kurhessen, ihren Gegner in Grund und Boden zu spielen. Die 03er kamen kaum noch aus ihrer Hälfte heraus. Kurhessen war dauernd voll­kommen überlegen und erzielte den mehr als verdienten Ausgleich. Als beim Stande 2:2 die reguläre Spielzeit zu Ende war, wurde eine Verlängerung von zweimal 15 Minuten angesetzt, in der die beiderseitigen Verteidigungen aber keinen Erfolg mehr zuließen. Zu einer weiteren Verlängerung tonnte sich der Schiedsrichter wegen der einbrechende:: Dunkelheit nicht mehr ent­schließen, so daß ein neuerliches Ent­scheidungsspiel angeseht werden muß. Zu erwähnen ist noch, daß vor der Verlängerung 07 ö ch e l 03 und P f a n n k u ch, Kurhessen, wegen unfairen Spiels herausgestellt wurden. Die äleberraschung war bas OluftretcnP s a n n k u ch s als Mittelläufer, der seiner Elf die beste Stütze war. Schiedsrichter Guyenz konnte bis auf einige krasse Fehlentscheidungen gefallen. Das Spiel war selten spannend. Kurhessen zeigte mehr als erwartet, während 03 stark enttäuschte. Die besten Leute auf dem Platz warm der Kurhessen- verteidiger Weber und der 03 Mittelläufer Engelhardt. Kurhessen hätte als bessere Mannschaft den Sieg verdient. m. w.

2. Olympische Winterspiele.

Olm gestrigen Montag begannen im Eisstadion von St. Moritz die

Eis lau «Wettbewerbe,

Im 500-Meter-Lausen erzielten Thunberg (Finnland) und Evensen (Nor­wegen) mit 43,4 Sekunden die beste Zeit. Zweiter wurden Friman (Finnland) und Larsen (Norwegen) mit je 43,6. 3. Pedersen (Nor­wegen) 43,8: 4. G 0 rrna n (Kanada) 43,9; 5. Backman (Finr.la.id) und Farrell (Nor­wegen) je 44.4 Sekunden. Von den deutschen Läufern wurde der Wiener Jungbluth 20. mit 47,2 und Matzke mit 49,1 Sekund eit 24.

Das 5000-Meter-Laufen gewann Ballangrud (Norwegen) mit 8:50,5; 2. Skuttabb (Finnland) 8:59,1; 3. Evensen (Norwegen) 9:01,1; 4. Jaffee (Amerika) 9:01,3; 5. Carlsen iNorwegen) 9:01,5; 'Welt­meister Thunberg (Finnland) war indisponiert und wurde nur 12. Deutschland belegte durch Jungbluth mit 9:26.7 den 16. und durch V0llstaedt mit 9: 58,8 den 28. Platz. Matzke gab auf. Die schlechten Zeiten sind auf Den reichen Schneefall und den starken Wind zurückzuführen.

Im einzigen Eishockeyspiel des Tages siegte Tschechoslowakei überraschend mit 3:2 über Polen. Schweden ist damit Sieger in der zweiten Runde und kommt in die Vor- schlußrunde.

Fußball in Heuchelheim.

5p. 23.1920 I 23. f. 25. Gießen II 3:1.

Im Gesellschaftsspiel trafen sich am Sonntag obige Mannschaften auf dem Sportplatz Geiers­berg. Gießen war durch einige Spieler der Liga­mannschaft verstärkt. Der Sieg der Heuchelheimer ist um so höher einzuschähen, als sie auch noch gezwungen waren, fast die gesamte zweite Halb­zeit mit nur 10 Mann zu spielen, da der Rechts­außen gleich zu Anfang wegen einer schweren Verletzung ausscheiden muhte. Bei Halbzeit stand das Spiel bereits 3:1.

Arbeiter-Tum- und Spsrtbund.

Gießen Ib Hungen I 0:1.

Beide Mannschaften standen sich auf dem Trieb gegenüber, Gießen mit Ersah, Hungen komplett. Nach Anstoß folgte ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Schlußmänner beider Par­teien manche kritische Sache klären mußten. Mit 0:0 ging es in die Pause. Nach Wiederanstoh war Hungen leicht überlegen, doch wurden alle sicheren Gelegenheiten ausgelassen. Erst in der letzten Minute gelang es dem Rechtsaußen Hun­gens, mit einer scharfen Flanke das siegbringende Tor zu erzielen.

Vorher spielten Gießen Jugend Klein-Linden Jugend. Hier gelang es

unerträglicher werden und den Kranken körper­lich und seelisch zugrunde richten. Schließlich bleibt dem verzweifelten Patienten nur noch übrig, sich auf dem Wege der Operation unsichere Heilung zu verschassem 1530 D

Muh das sein? In den meisten Fällen: Nein! Denn Hämorrhoiden, rechtzeitig als solche er­kannt und sachgemäß behandelt, können mit großer Aussicht auf Erfolg auch ohne Operation beseitigt werden. Neben peinlicher Sauberkeit muh eine geeignete Salbe zur Anwendung kom­men. die die Knoten zur Schrumpfung bringt, die Schmerzen lindert, die Entzünden-en be­seitigt. Die bewährte Humidon-Salbe verbindet

den Vorstädtern, die Plahbefiher mit 2:0 ab­zufertigen.

Duhbach I Heuchelheim I 1:2.

Butzbach hatte Heuchelheim zu Gast. Heuchel­heim, das im Feldspiel überlegen war konnte bis Halbzeit zweimal ein enden. Rach dem Seiten­wechsel tarn auch Butzbach merklich auf, doch reichte es zu keinem Erfolg. Auch den Gästen gelang es nicht mehr, den Schlußmann der Platz- bescher zu überwinden. Einmal nur gelang es Butzbach, den Batt zwischen die Pfosten zu bringen. Mit dem knappen l:2'Resultat trennten sich die Gegner.

Vorher spielten die Iugendmannschas- t e n beider Vereine. Hier konnte die spielerisch bessere Jugend der Gäste ihren Gegner mit 4:0 abfertigen.

Hungen I Burkhardsfelden I 2:1.

In flottem Spiel, in dem besonders die körper­lich stärkere Mannschaft des Platzbesihers ihren schwächeren, aber technisch besseren Gegner hart anging, siegten die Plahbesiher mit dem knappen Resultat von 2:1.

Handball.

Sportfreuube Siegen gegen Polizei Remscheid 8:2.

Remscheid ist westdeutscher Meister und muhte sich diese hohe Niederlage von dem einmalig durch Paulus (Wetzlar) verstärkten Siegener gefallen lassen. Paulus führte den Siegener Sturm und schoh allein vier Tore. m. w.

Hauptversammlung

des Hessischen Turnlehrervereins.

Olm Samstag sprach in einer Versammlung des Hessischen Turnleh' erverems im Festsaale des Ludwig-Georg-Gymnasiums in Darmstadt der Vorsitzende des Deutschen Turnlehrervereins, Professor Dr. Altrock, Leipzig, überDie Turnlehrerausbildung im Rahmen der gesamten Lehrerausbildung". Der Vorsitzende, Oberrealschullehrer L u l e tz, Darmstadt, konnte Gäste aus Preußen, Bayern und den anderen süddeutschen Staaten begrüßen. Hessische Behörden und Verbände hatten 03er- Ireier entsandt. Besonders begrüßt wurde: > OHini- sterialrat Glückert, Professor Dr. A l t r 0 ck und Direktor Vogt von der bayrischen Landes- turnanstalt.

Dr. A l t r o ck führte u. a. anS: Der Turnlehrer muß eine lebensvolle Persönlichkeit sein. Früher schadete die Vernachlässigung des Körpers weni­ger, weil die Militärzeit diesen Fehler voll aufwog. Die öleberfchähung des geistigen Wißens muh verschwinden, die Gröhen des Geistes müssen auch körperlich Vollinenschen sein. Der heutige Turnunterricht erfordert nicht Uebepmitte- lung von Stoss, sondern Heranbildung von leistungsfähigen Menschen, von Persönlichkeiten, die zu handeln wissen, llntertoertigfeiten müssen beseitigt und Leistungen auf körperlichem Gebiet verlangt werden. Dem Schüler muß innerliches Feuer beigebracht und sein Innenleben bereichert werden. Dies geschieht durch Gymnastik, Sport und Spiele. Der Lehrer muh die Wirkung an sich selber erproben. Durch die Körperschule sollen Untertocrtigleitcn beseitigt und die ver­schiedenen Körper angeglichen werden. Der Turn­lehrer muß den Körper kennen, um ihn in be­stimmtem Sinne beeinflussen zu können. Die Kin­der verlangen nach Leistung. Die Verschieden­artigkeit der einzelnen Spvrtzweige stellt hohe Anforderungen an den Turnlehrer, denn er muh auf einem Ocbieie die körperliche Ausbildung zu voller Leistungsfähigkeit durchführen können. Da die Turnspiele weit verbreitet sind, wird auch hierin beherrschende Kenntnis verlangt, ebenso ist es mit dem Wandern zur Pflege des deutschen Volkstums. Der Turnunterricht soll an­spruchslosere und leistungsfähigere Jungens heranziehen. Dazu ist wissenschaft­liche Vertiefung, medizinische Ausbildung, Kennt­nis der Hygiene und Aesthettk notwendig, hinzu kommt noch das pädagogische Moment. Der Turnlehrer muh die leitenden Wege und die 3been kennen. Damit ist die Notwendigkeit der Ausbildung gegeben, der Turnlehrer soll die gleiche Ausbildung haben, wie seine Kollegen an den höheren und Volksschulen. Da die Schule des Heeres fehlt, hat er allein den Schah an Gesundheit zu übermitteln. Zum Existenzkampf gehört in erster Linie körperliche Ausbildung. Die Jugend soll im Vollbewuhtsein ihrer Kräfte den Kampf aufnehmen. Deswegen sollten die Länder sofort die Regelung in Angriff nehmen.

Die AusKhrungen sanden allgemein Anerken­nung und Zustimmung.

Am Sonntag wurden Dereinsangekegenheiten erledigt. Die Aussprache über Turniehrerprü- fung, Besoldung und Anstellung in Hessen gab dem Vorstand wertvolle Anregungen. H.

alle diese Eigenschaften in hervorragendem Mähe. Schon nach ganz kurzer Anwendung läßt das Jucken und Brennen nach. Damit ist schon viel gewonnen: denn fällt der Juckreiz fort, so ver­ringert sich auch die Gefahr weitergetragener Insektioneir. Run erst kann der Heilung-Prozeh beginnen. Die Humidon-Salbe wird seit Jahren auch in verzweifelten Fällen gebraucht, und un­zählige Kranke bezeugen, dah sie fast Wunder­dienste geleistet hat.

Olbct die Humidon-Kur ist keine Wunderkur, sondern das Resultat einer toi enschaftlich woh^- durchdachten Arbeit. In dieser Salbe sind alle Stoffe verMngt, die diese tückische Krankheit