Einzelbild herunterladen

Viertel. Die Zunahme war bei den Männern und bei den Frauen verhältnismäßig ungefähr gleich. Die Zunahme ist nach wie vor in der Hauptsache aus die Entlassungen aus den Detongewerben zurückzuführen.

Deutscher Reichstag.

Ausdehnung der Unfallversicherung.

Berlin. 12. Dez. (DDZ.) 3m Reichstag wurde heute die zweite Beratung deS Gesetzes über die weitere Ausdehnung bet Un* fallversicherun g abgeschlossen. Bei den vielen Abstimmungen, die sich besonders um die Ausdehnung der Versicherung auf kaufmännische und BerwaltungSanaeste'lte in versicherungs­pflichtigen Betrieben orchten. gab es in verschie­denen Parteien Absplitterungen der Ange­stelltenvertreter »Ol dem Gros der Fraktion. Keiner der vielen Aenderungsanträge fand aber die erforderliche Mehrheit, und so wurde die ganze Vorlage im wesentlichen nach den Ausschußbe chlüssen mit unwe entlichen. mehr ve- daktionellen Aenderungen angenommen. An­genommen wurden auch die Ausschuhentschlie- hungen. in denen eine Erhöhung bet fiel' stungen der Unsa'lver icherung und ihre A u 8- dehnung auf weitere Berufe für die Zukunft angeregt wird. . _

ES folgte dann die erste Beratung eine« Ge­setzes. durch daS der Zoll fürDerbrouchs- z ucker von 15 auf 25 Mark je Doppelzentner erhöht werden soll unter der Voraussetzung, daß der an der Magdeburger Börse amtlich notierte Zuckerpreis nicht 21 Mark für 50 K lo­gramm übersteigt. Die Sozialdemokratin Frau Sender kündigte für die Ausschuhberatung An­träge auf Ermäßigung deS Zuckerhöchstpreises und aus Sicherheitsmaßnahmen gegen eine Um­gehung dieses Höchstprei es an und erklärte sich siir den Fall einer Erfüllung der sozialdemokraii- scheu Wünsche mit der Vorlage einverstan- den. Schließlich wurden noch ohne Debatte verschiedene Anträge auf Hilfsmaßnahmen für die Sturmgeschädigten, be chleunigte Auszahlung der örtlichen Sonderzuschläge an die Beamten und auf Weihnachtsbeihilfen für Erwerbslose. Sozial- und K einrentner, den zuständigen Aus­schüssen überwiesen.

Hessischer Landtag.

Die Lage der altere« Angestellten.

Darmstadt, 12.Dez. Vizepräsident Blank eröffnet die 31. Sitzung um 10 20 Uhr.

Ava. Widmann (Soz.) begründet die vorn Ausschuß auf sozialdemokratischen Antrag vorge« schlagenen Maßnahmen zum Schutze und zur Sicherung der Existenz der älteren Arbeiter und Arbeiterinnen. Der Red- ner bringt einige Einzelfälle zur Sprache und kriti­siert den ungenügenden Schutz dieser Arbeitnehmer- schichten durch den letzten Reichstag. Es gehe nicht an, daß ein Teil der Bevölkerung im Lichte lebe, während weite Kreise de» Bolle» in b i t t e r st e r Not ihr Dasein fristeten Er verlangt umgehende Abhilfe in Fällen, wo Leute beschäftigt würden, die Schon eine Existenz besitzen oder Doppelverdiener ind. Faulenzer und Arbeitsscheue fänden daaegen »ei ihm keine Unterstützung. Er wünscht Deröfsent- lichung de» Ergebnisses der vom Ministerium an- gestellten Erhebungen in dieser Angelegenheit, ba­nnt das Volk und namentlich die betreffenden Volksschichten sähen, das etwas geschehe.

M i n i st e r K o r e l l erklärt seine entschiedene Mitarbeit. Der hessische Gesandte habe die Vorlage eines entsprechenden Reichsgesetzes verlangt und sich in Berlin für die Gewährung der Beihilfen an ältere Angestellte stets eingesetzt. Den Mißständen auf Außenstellen sei nachgegangen worden. Von allen Ressorts sei bereits ein Fragebogen an die Außen­stellen gegangen. Außerdem werde er Stichproben vornehmen, um zu sehen, ob bei der Anstellung soziale Gesichtspunkte beobachtet seien. Ein Schema könne er jedoch lischt anwenden. Doppelverdiener werde er nicht dulden.

Die Abgeordneten Wolf (VRP.) und Hain- st a d t (Zentr.) unterstützen die Tendenz des Antrags Widmann.

Frau Heraeus (Dn.) stimmt ebenfalls grundsatz- sich dem Antrag zu. Sie finde allerdings in der Tätigkeit einer Prinzessin im hessischen Staats- dienst an sich nichts. (Es handelt sich um eine Prin­zessin Isenburg, deren Beschäftigung am Kreisamt Büdingen von der Linken beanstandet roirb}

Äbg. Dr. Müller (Vbd.) vermißt daS soziale Derantwortungsbewußtsein auf Arbeit­geber- wie auf Arbeitnehmerseite angesichts der großen Rot. Der Antrag wirb darauf ein­stimmig angenommen.

2'u^ eine Kleine Anfrage des Abg. von der Schmidt (Komm.) bezüglich der Ein'ührung eine- Sonderdienstes bei der Polizei er­klärt Innenminister Leuschner. daß die Regierung nicht bereit fei, den Sonderdienst bei der Polizei abzuschaffen, da dieser notwendig sei, um die Polizei in dienstlicher Hinsicht auf einem höchst möglichen Stande zu erhalten. Es sei keinerlei Grund zur Beunruhigung gegeben, da die Interessen der Beamten In jeder Be­ziehung gewahrt würden. Auch in allen anderen deutschen Ländern sei dieser Sonderdienst ein-' ge'ührt.

Es folgt der Antrag aus Genehmigung de« Disziplinarverfahrens gegen den kommunisti­schen Abgeordneten Lehrer Ham­man n. Abg. von der Schmidt (Komm.) begründet den ablehnenden Standpunkt seiner Partei unter Heranziehung der Bestimmungen der Reichsverfassung.

Staatspräsident Adelung stellt fest, daß der Abg. Hcnnmann zwar seinen Dienst nicht verweigere, aber auch nicht ausübe. ES dreh« sich hier um keine grundsätzliche Frage, sondern um den Spezialfall Hammann. Wie jeder Ar­beiterabgeordnete müsse auch ein Deamtenabge- ordneter seine übrigen Pflichten erfüllen.

Abg. Glaser (Bbd.) stimmt der Vorlage au- rein sachlichen Gründen zu, er lehnt e- aber ab. für jeden Abgeordneten, der Beamter sei, einen Stellvertreter zu bezahlen.

Abg. Keller (D. Dp.) erblictt in dem Ver­halten des Abg. Hammann eine grobe P flicht - Verlegung und stimmt der Aufhebung der Immunität zu.

Di« Abgeordneten Dr. Werner, Dr. B e st (Volksr.-P.) unb Kaul (Soz.) stimmen der Vor­lage zu. .

Das Haus genehmlgt das Disziplinarverfahren gegen die Stimme de- Abg. Hammann und seiner drei Genossen und lehnt ein Mißtrauensvotum gegen den Kultusminister ab.

SenMlmgsvrchche inisiidammkanischen Konflikt

Boliviens

Antwort an den Völkerbund.

Seine andere Vermittlung ald die Argentiniens.

Lugano, 12. Dez. (WB.) Soeben wird um Mitternacht ein Telegramm des bolivianischen Ge­sandten in Paris an den Generalsekretär des Völ- kerbundes veröffentlicht, in dem In längeren Aus­führungen eine historische Darstellung des jahrzehntelangen Konflikts zwi­schen Bolivien unb Paraguay gegeben wird. In dem Telegramm wird Paraguay als An- greiser bezeichnet unb darauf hingewiesen, daß die bolivianische Regierung auf Grund des 1907 abgeschlossenen Vertrages keine andere Vermittlung annehmen könne, da Bolt- Dien bereits durch bie schiedsrichterliche Vermittlung Argentiniens diplomatisch unb juristisch gebunden sei. Diese Aktion könne die bolivianische Regierung nicht stören. Nach einer soeben aus Buenos Aires in Lugano einge­troffenen Depesche hat die argentinische Regierung in einer gemeinsamen Besprechung mit den Vertre­tern von Uruguay, Paraguay und Bolivien b i e Möglichkeit einer argentinischen Vermittlung zur Lösung des Konfliktes zwi- fchen Paraguay unb Bolivien gefunden.

Lokalisierung des Konflikts.

Eine Aktion der A-B.C-Staaten.

Reuhvrk, 12. Dez. (XU) Der Vertreter Bolivien- auf der panamerikanischen Konferenz soll dieser mitgeteilt haben, daß Bolivien wieder an Ben Sitzungen teilnehmen werde. Man

hofft in den Kreisen der Konferenz, daß Boli­vien sich auch einem unpa rteiifchen Schiedsgericht unterwirft, das auS Bra­silien, Argentinien und Chile bestehen soll. Chile und Argentinien erklärten, daß sie im Falle des Krieges zwischen Bolivien und Para­guay neutral bleiben wollten. Diese Rach- richt hat in. Washington sehr beruhigend gewirkt, man hofft, daß die Krise dadurch total bleibt. Die beiden Länder würden im Kriegsfälle ohne Hilfe von außen die Kampfhandlungen nicht lange weiterführen können, da das Ge­lände ein unwegsames sei. Aus La Paz wird ge­meldet, daß Bolivien bereits mobilisiert habe und das bolivianische Kabinett zurück- getreten sei. Man erwartet, daß eine neue Regierung gebildet wird, in der sämtliche po­litischen Parteien vertreten sein werden.

Hoover in Zuenvs Aires erwartet

Buenos Aires, 12. Dez. (XH.) Wie die Prensa" meldet, hat Hoover bei der Eisen­bahnstation Las Cuevas, die über 3003 Meier hoch in den Anden liegt. Bie amerikanische Grenze überschritten und wird morgen in Buenos AireS eintreffen. Die Presse widmet ihm herzliche Degrühungsartikel und erörtert, inwieweit seine Reise zur friedlichen Bei­legung des Konfliktes zwischen Bo­livien und Paraguay beitragen könne. Ein Krieg, so heißt es, fei weniz wahrscheinlich, sofern gewisse mächtige Konzerne, die sich für die im Chaco angeblich vorhandenen Pe­troleumläger interessieren, die Völker nicht gegeneinanderhetzen. 3nParaguay fet die Stimmung bisher sehr ruhig.

Die welipoWchen Hintergründe des Streits.

der letzten Zeit, ' aiyet im Ehaco Petroleum­quellen vermutet werden, an Ausmaßen zu und führten zu einem bewaffneten Zusammenstoß in der Nähe der bolioienischen Militärstützpunkte Bahia Negro (Puerto Pacheco). Bolivien wird außenpolitisch von den Vereinigten Stoa-

Die sübamerikanischen Staaten Bolivien unb Paraguay, die gegenwärtig miteinander in einen schweren Konflikt geraten finb, stellen an Flächen- große unb Einwohnerzahl sehr ungleiche Gegner bar: Bolivien umfaßt 1333 000 Qua­dratkilometer (also zweieinhalbfache von Deutsch­

BOLIVIEN

r r m

FATL.

OZEAN

N m > z

UND

PARAGUAY

Sucre

£

land» Gedieh, während Paraguay 253 000 Qua- bratfHometcr einnimmt, bie Einwohnerzahl Boli­viens beträgt 2 200 000 Menschen, bie von Para- guay nur 850 000. Auf diese vielfache Uebedegen- heit Boliviens ist wohl bie brohende Haltung des letzteren zurückzuführen. Den Konfliktsstoff bildet die riesige, fruchtbare, jedoch äußerst schwach be­siedelte Steppenlandschaft Chaco Boreal (der nördliche Teil ber großen sübamerikanischen Steppe Gran Chaco) auf deren Besitz beide Staaten An- . spruch erheben. Die Grenzstreitigkeiten nahmen in |

t e n von Amerika, welche da» ganze Wirtschaft»- leben des Londe» beherrschen, unterstützt, während hinter Paraguay Argentinien, bas nicht ohne Englands Wohlwollen einen Kampf gegen die Wirtschaftsübermacht ber Vereinigten Staaten von Amerika auf dem amerikanischen Fest­lande führt, steht. So bedeutet ber Konflikt zwischen Bolivien und Paraguay nur eine Episode in dem großen Weltmachtkamof Englands unb den Ver­einigten Staaten von Amerika.

Die Krankheit König Georgs.

Vornahme einer Punktion.

London, 12. Dez. (X11.) Zum erstenmal seit ber Erkrankung des K rnigS ist am Mittwoch auch nachmittags ein Krankheitsbericht ausge- grben worden, der lautet:

»Die leichte Besserung im Befinden deS Königs, die heute morgen feftgestellt wurde, hält an. Ein gevis eS Quantum eitriger Flüs­sigkeit rund um die BasiS der rechten Lunge wurde durch Punktierung entfernt. Wei ere FIÜI iigleitsentziehungen werden not­wendig fein.

Die Punktierung ist völlig überraschend unb se'.bst für die Umgebung deS K >nigS im Palast unerwartet vorgenommen worden. Während des Eingriffs, der etwa eine Stunde dauerte, be­fanden sich fünf Aerzte tm Krankenzimmer. Die Aeußerungen über die Punktierung sind sehr zurückhaltend, doch wird eine leichte Besse­rung tm Al'gemcinbe.inden b?8 Kranken a 1S ein gute- Zeichen angesehen. Der Pri nz von Wales hat heute vormittag zusammen mit dem Herzog von Bork im Palast einen Be­such abgeftatteL Er war auch während der Punk­tion des KänigS im Palast anwesend unb kehrte erst am Abend in sein Palais zurück. Wie nun­mehr bekannt wird, ist der Verzicht auf die Be­nutzung eines Flugzeuges auf der letzten Strecke der Reise des Prinzen von Wa'es auf den starken Druck des Premierministers Baldwin zurückzuführen.

Die Wahlen in Rumänien.

Großer Wahlsieg

der Baucrnregierung Maniu,

Bukarest, 12. Dez. (WB.) Auf Bem ganzen Gebiet Rumäniens begannen heute die W a h 1 e n zur Deputiertenkammer, an Benen sich folgende bedeutende Parteien beteiligen: 1. Ra­tio n a 1 e Bauernpartei, die sich in einem Wahlkartett mit Ben Deutschen Minder­heiten. den Siebenbürg.schen und Dukotrini chen Zionisten unb Ben Ukrainern befindet. Diese Par­teien geben ihre Stimme auf eine gemeinsame Liste ab. 2. Liberale Partei. Bie mit dem Jubenverband Alt-Rumäniens in ein Wahlkartell getreten ist, 3. das Wahlkartell Iva rscun. Rationale VvlkSPartei unb die unter Führung Jorgas stehende nationaldemo- kratische Par ei. 4. BiLlngaiischeP r tei, 5. Block der Werktätigen in den Städten unb auf dem flachen Lande, eine extreme Gruppe mit kommunistischem Einschlag, 6. Christ­lich-nationale Schutzliga und Antisemitische

Partei GuzaS. Außer diesen Hauptgruppen gibt es noch zehn unbedeutende Gruppen. Die Verteilung Ber Mandate ist an ein kompliziertes System gebunden. Die Zahl sämt­licher zur Verteilung gelangender Mandate be­trägt 397. Davon erhält die Hälfte eine Par­tei, der eS gelingt, 40 Prozent Ber im ganzen Lande abgegebenen Stimmen auf sich zu vereini­gen Der Rest wird prozentual unter sämtliche Parteien verteilt. Eine Partei, dir weniger als zwei Prozent sämtlicher abgegebener Stimmen aufweist, erhält überhaupt kein Mandat.

Aus den bisher der TäT vorliegenden Berichten geht hervor, daß der Regierungsblock auf Bem slacken Lande 95 v. H. aller Stim­men auf sich vereinigt hat. 3n Siebenbürgen ist In den Tistrittrn mit rumün scher Bevölkerung Ber Regierungsblock s a st e i n st i m m i g gewählt worden. Die Liberalen und bie Pa.-tei Averescus erzielten nur drei bis vier vom Hundert der Stim­men. Der Regierungsblock hat insgesamt330 Mandate er Bai ton. Davon entfallen auf Bie Deutschen 12 Mandate, auf die So ia'lsten 10, auf die Zionisten 4 Mandate, die übrigen auf die Rationale Bauernpartei. Außerdem er,leiten d e Ungarn 12 Mandate, die Liberalen 10, die Anti- femtten 8, die Lupu ->artei 2, die Averescu- Iorga-Gruppe 5, dir Kommunisten kein Mandat. Die Wahlen sind im ganzen Lande ruhig verlausen. 3m Innenministerium ist keine An­zeige über Zwischensälle eingelrofsen.

Aus aller Wett.

Die Ursachen des Flugzeugunglücks bei Letzlingen.

Wie wir von der Leitung der Deutschen Lufthansa erfahren, hat die Kommission, die zur An.ersuchung dr- Flugzeugunglückes nach Letzlingen entsandt worden ist, Ijren ersten Be­richt erstattet. Danach hat sich ergeben, d. die Ursache brs Unglücks nichts mit d icm Fehler an ber Maschine zu tun ha'. Die Plomben an Bem Vergaserbrandlöscher sind unve rseh rt ge­sunden worden: dis bebeulet, daß ein Schaden dieser AN in der Luft nicht ausgetreten fein kann. Wenn behauptet worden ist. die Maschie habe schon in der Luft gebrannt, fo beruht diese Aussage offenbar auf einem Irrtum. Es wird angenommen, daß bie Maschine bie fian» düng« st euer gefetzt hatte, aber nicht mit ber Absicht zu Lntoen, sondern um bet dem außer- orden.lich schiech en Wetter eine bessere Sicht au haben. Die Amsterdamer Maschi'e der Lufthansa. die bie Unglücksstelle acht Minu­ten vorher passierte, berichtet nämlich über einen

ungewöhnlich schweren Schneesturm, der die Sicht zur Erde oollitän'ig fort nahm. lin­ier diesen Hmftänben wollte dec Führer wahr­scheinlich ziemlich niedrig geben, unb bte Maschine ist Babci bann wo')! In voller Fahrt a uf die Erde aufgeschlagen. Daß eine Ro lanbung nicht beat>sicht war, ergibt sich daraus, daß bas kurze S.ichwort, das vor Ro.landungen stets an oie Lufthansa gefunkt wird, nicht ct.gegangen ist.

Vie Betrügereien eine» französischen Senators.

Senator Klotz hat dem Senatspräsidenten Douii'.er schrritlich davon Kenntnis gegeben, daß er sein Mandat als Senator nieder­lege. .Paris Midi" berichtet übrigens, daß Klotz bereits seit Monaten sich Unrcgel- mähigkei.en habe zuschulden kommen lassen. 11. a. habe er den Direktor eines großen Pariser Waren­hauses um 100 000 Franken gebeten unb hierfür einen ungedeckten Scheck Überreicht. Bei einem Pariser Juwelier habe er ein kostbares Hals­band im Werte von 60 000 Franken gekauft und einen ungedeckt en Scheck von 100000 Fran- ken hierfür in Zahlung gegeben Den Unterschied habe er sich in bar auszahlen lassen. Es sei Klotz gelunaen, diese Fälle mit Hilfe von Freunden zu regeln. Aber schließlich habe man es für geraten gehalten, ihn in das Sanatorium nach Malmaison zu schaffen. Der3ntranfigcant" berichtet, daß noch etwa 15 weitere Strafanträge kommen dürsten, von Personen, die ähnlichen Machenschaften zum Opfer gefallen seien. Andere Personen würden sich noch melden, ungerechnet die Wettbureaus, deren Forderungen zwar gesetzlich nicht anerkannt feien, die ober Klotz ziemlich hohe Kredite eingeräumt hätten, die nicht gedeckt gewesen seien. Das Blatt bemerkt, daß bie z ü g e l l o s e Spielleiden­schaf t in jeder Form Senator Klotz zu seinen fttaf- baren Handlungen veranlaßt haben.

furchtbare Bluttat eine» polnischen Arbeiter­in Metz.

3n Metz tötete tn einem Anfall von Geistesstörung ein dort wohnender pol» nischer Arbeiter seine Frau unb feine beiden kleinen Kinder. Dann begab et sich in das Erdgeschoß des Hause- und ermor­dete den Gesch^llSmann Meyer unb dessen Frau, schlief l h richtete er die Waffe ge­gen sich selbst unb machte lenem Leben ein Ende.

Die Wetterlage.

765.

77»

MiUVOCh, V

bezt).1928,7? abdsj

f>*Dfteniei>e a«iio <1 ntf» eteetxL ® otdtm

Scüncc * IrMPti» e»rot« X @)umdMiU<. «O~ **

eicht#, Oi« y Mjutc» Ivdsvowcii 6 vurmucaer *ar<wtti tot Pfette fliege* *« dem vmoe 0« oc et* iiitioet* «tuende* U* Mn geoen d* Temperet«« «n Die time* -era>*4« Orw ea gKKM* e»t n«/es*ve«* »utraMit»

Wettervoraussage.

Durch bas weitere Eindringen polarer Lustmasien. bie aus dem skandinavischen Hoch aubströmen, ist der Luftdruck allgemein kräftig angestiegen. Das Tiefdruckgebiet hat sich dadurch erheblich abge­flacht. Da die polare Luftzufuhr anlM, so werden die Temperaturen immer noch niedrige Werte be­halten. Auch werden vereinzette Schneeschauer auftreten.

Voraussage für Freita g: Wolkig, auch zeitweise aulheiternd, Temperaturen weitcv- hin um AM, stellenweise darunter, noch t*r- ernzelt Schneeschauer.

Aussichten für HamLtag: Keine wesent­liche Aenderung.

Lufttemperaturen am 12. Dezember: mittags 0,7 Grad Celsius, abends 0,2 Grad Celsius, am 13. Dez.: morgens 0,3 Grad Celsius Maximum 0,7 Grad Cel­sius, Minimum 0 Grad Celsius. Erdtemperaturen am 12. Dezember: abends 1,5 Grad Celsius: am 13. Dezember: morgens 1,2 Grad Celsius. Nieder­schlag 0,1 Millimeter.

LlmMcher Wintersport.

Rachrichlendiensl der Hessischen VellerdienststeVe.

Vogelsberg (Hohcrodskopst.

Leichter Schneefall, Temperatur 4 Grab. Schneehöhe 15 Zentime er, Reufchnee keiner, Do fchaff«rhcit gekörnt, Sportmöglichleit für Ski gut

Sanerland (Dinierberg).

Rebel, 5 Grab, geringe Schneedecke. Schnee verharscht, Ski unb Rodel nur stellenweise mög­lich

Rhön (Dasserkuppe).

Rebel 6 Grad, 27 Zen Imeter Schnee, 1 bis 2 Zen imeter Reuschnee, Beschaffenheit: gekörnt, Ski unb Robel mäßig.

Schwarzwald (Feldberg).

Bewölkt,3®.ab. 77 Zentimeter Schnee, Reu- schnee 3 bis 5 Zentimeter, pulverig, Ski- und Rodel-Sportmöglichkeit sehr gut.

Alpen: Hirschberg.

5 Grad, nebelig, 177 Zentimeter Schnee, 1 btt 2 Zentimeter Neuschnee, pulverig, nur Ski möglich

Thüringer Walb: Oberhof.

Leichter Schneefall. 5 Grad, 40 Zentimeter Schnee, 6 bis 10 Zentimeter Neuschnee, pulverig, Ski unb Rodel sehr gut

4 »

DU ®elj

Jer IJJg ; finb

. fie al firnen ^3 tlvrS

* ift 5

S, Äber - & 8V 6u Die vor -

inet

Nett E

S-e

Teil ®er^

MS W sie» sie ouÄ VScheiß. 3a, 3üin liegt 1 «»4 !»ran rv t kam -

n M n geheimes ober Bxi *

dich all» ich eil Uiib b

spät an ichtt mehr A etvaS ' t wohl ai mr SwM t wird i>:>

'Veld fchi Palen gibt zehn

Mack alles ein ®' sät nichts

Öüie dich blende als o! lieft, z. teichen, n lasst» a leid) und ü lunben.

Bin »uch an der ir nl('

xf linnen llsten Sac

Deber Pfer mu& inne Reichnmi < li»rtn oder »u netn ganz

Liebe ist alle 3« chcnk. S 'itn nur l

An die fl

Tta 'chiti an uni lc4hbot fiinbti hier Wir Also ffudj 0on( Äom habt -WnltDunf J.r f ft; jy*l~3n