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auch feinen Schönheit-Wert sichert. Ja, das mo­derne Kissen verrät feine Ambition, künstlerisch zu wirken, sich bie Beachtung der Gäste zu er* ringen. Cs steht in sichtlicher Opposition zu der einstigen Schlummerrolle und dem kreuzstich-ge- ftidtenNur ein Viertelstündchen", mehr und mehr verrät es die Tendenz, als dekorative Ku­lisse zu dienen.

Das Kissen wird heute zu einer farbigen, be* Ärt Kulisse, die überhaupt deS Menschen einrahmt, begonnen mit dem Steckkissen des Säuglings, beendet mit dem Kissen, auf dem man den letzten Atemzug tut. Doch die Kissen teilen unsere schwersten und schönsten und diskretesten Stunden, in ihnen wird die Fülle des Lebens verschwiegen und dennoch bekannt. In ihnen ruhen alle Träume und Pläne des Menschen und reifen die Ideen zu Taten und Werten.

Fast scheint eS, als würfe unsere Zeit, die überhaupt die älebertreiburrg liebt, allzuviele Kissen auf die Szene, sie türmen sich wie ein verschwenderisches Warenlager aus manchen brei­ten Ottomanen, man sieht sie in allen Variatio­nen und Dimensionen, in allen Formen und Farben und in jedem Material. Sie nehmen den verschiedensten Charakter an, sie lieben die sportliche, lederne Umkleidung, zum Teil ge­mahnen sie noch an die Prunkkissen von einst, in Samt und Brokat, wo aus güldener, kostbarer Stickerei Szepter und Krone ober bie Reliquien der Kirche bei zeremoniellen Festlichkeiten ruhten. Doch auch zierliche kleine Kissen sind dabei, aus die man seltene, chinesische Schohhündlein sehen möchte, die selbst wie aus lauter Seide wirken. Kissen, die an ein Spielzeug gemahnen, bie zarter Luxus sink), bie weibliche Atmosphäre verwöhnter, gepflegter, kapriziöser Frauen atmen. Kissen, auf denen die Phantasie des Künstlers, bet sie entwarf, bizarre rätselhafte Ornamente in Datll zauberte, bie das Parfüm festhalten, tote eine Erinnerung, iytb in deren Daunen wir versinken wie in schaukelnden Wellen.

Immer wieder ist eS bie Sehnsucht bes Kultur­menschen, die>rauchsgegenstände vom Zweck zum LuxuS zu erheben, ihnen bie Strenge dec Sachlichkeit zu rauben, sie burch ein künstlerisches Gepräge zu ebeln, sie dem Stil des Menschen airzupassen, dem sie bienen.

Wir haben heute, in ber Zeit äußerer Härte, verstärkt die Sehnsucht, uns bie Harmonie un­seres Heims zu sichern. So sehen wir überall den allergrößten Wert auf bie Innenbekoration gelegt, wir erleben eine Blüte bes Kunstgewerbes unb erkennen allenthalben den Willen zur Der- edelung des Details.

Unb je rascher uns bas Tempo voranpeitscht, je lauter die Maschinen uns umtoben, um so be­quemer werben die Gegenstände gestaltet, die uns täglich umgeben, um so breiter und prak­tischer werden bie Sessel, bie uns tragen, um so weicher unb schmiegsamer werben bie Kissen, die uns wie zarte Nebenbe Hänbe stützen.

Wirtschaft.

Oie Entwicklung

der deutschen Braunkohlenindustne.

Der Deutsche Draunkohlen-Inbustrle-Derein legt jetzt für bas Geschäftsjahr vom 1. April 1927 bis 31. März 192L einen Rechenschaftsbericht vor, ber interessantes statistisches Material bringt und bie Entwicklung des Vereins im abgelaufenen Geschäftsjahre schildert. In dem allgemeinen Tell wird über den Arbeitskampf in der In­dustrie gesagt, daß er eine Folge ber nicht über- einftimmenben Politik des Reichsarbeits- unb Aelchswirtschaftsministers war. Der Reichswirt- l schaftsminister lieh sich von dem Bestreben leiten, durch Festhalten der Preise in den Schlüssel- * inbufttlen die Konjunktur möglichst lange durch- zuhalten. Ohne Rücksicht auf diese Preispolitik kam es durch die Schlichtungspraxis des Reichs­arbeitsministers zu ganz außerordentlichen Lohn­erhöhungen bei gleichzeitiger Verkürzung ber Ar­beitszeit. Wie die Frühjahrslohnkämpfe mit aller Deutlichkeit erkennen liehen, war diese verhäng­nisvolle Politik des Reichsarbeitsministers wohl durch politische Rücksichten bestimmt. Wenn des­halb auch bie ProduktionSergebnisse im gesam­ten deutschen Kohlenbergbau im Berichtsjahre mengenmäßig ein äußerst befriedi­gendes Bild aufweisen, so ist bas wirt­schaftliche Ergebnis doch leider nur als unzureichend zu bezeichnen, da die Mengen­konjunktur kein entsprechendes finanzielles Er­gebnis zeisigte. In dem Jahresbericht sind Braun­kohlenförderung und Brikettherstellung im Deut­schen Reich unb geordnet nach den einzelnen Ländern enthalten. Der Anstieg ber För­derung deS Braunkohlenbergbaus von 139,1 Mill. To. im Vorjahr auf 150,8

war mit 8.4 Proz noch größer, als der des Steinkohlenbergbaus mit 5.7 Proz. Bei der Braunkohlenbrikettherstellung er­gibt sich eine Zunahme von 6,4 Proz. An ber Steigerung ist Preuhen mit 7.0 Proz., Sachsen mit 5,7 Proz. beteiligt, während das Land Thü­ringen einen geringfügigen von 0.8 Pro;, zu verzeichnen hat. An ber Gesamtförberung war der Tagbau mit 87 Prr^. unb ber Tiefbau mit 13 Proz. beteiligt. Es hat mithin der Tagbau den Tiefbau weiterhin beträchtlich zurückgedrängt. Die Gesamtbelegschaft betrug am Schluß des Be­richtsjahres 84 085 Mann gegen 83 117 im April 1927.

Kurseinbruch an der Reuh or ker Fondsbörse. An der Reuyorker Fondsbörse kam es gestern zu einem Kurseinbruch im Aus­maße von 1 bis 20 Dollar, wofür in der Haupt­sache neben ber Künbigung von 15 Millionen Dollar Tagesgeld durch bie Großbanken bie lln- aewihheit über den Ausgang ber fommenben Präsidentenwahlen maßgebend war. Die Abgabe* bewcgung hatte einen derartigen Umfang, daß der Kursticker am Schluß des Verkehrs mit dem Melden ber Kurse über eine Stunde im Rückstände war.

* Preußische Landes-Pfandbrief- onftalt. Der preußische Staat hat seine Stamm cinlage bei der Preußischen Landespfandbriefanstalt um sieben Millionen Mark erhöht. Das Grund­kapital der Anstatt beträgt nunmehr 24 954 000 Mk, wovon die C ammcinlage des preußischen Staates 24,1 Millionen Mark beträgt.

* Adlerwerke norm. Heinrich Kleyer A.-G. An der Frankfurter Börse erfuhren gestern die Aktien der Adlerwerke vormals Heinrich Kleyer A.-G. im Zusammenhang mit den bekannten Fu- sionsgerüchten in der Autoindustrie eine stärkere Kurserhöhung (Abendbörsenkurs 108,5 v. H). Wie WTB.'Handelsdienst erfährt, sind von der Verwal­tung der Adlerwerke Verhandlungen in irgend­welcher Richtung nicht geführt worden. Ebenso habe man den Gedanken einer Kapitalerhöhung nicht neu erörtert. Beschäftigung und Absatz seien zur Zeit zu­friedenstellend.

I.-G.-F arbeninbustrie A.-G. Auf Grund eines ordnungsmäßigen Prospektes sind an der Berliner Börse 107,32 Mill. Mk. Stamm­aktien, sowie die im Jahre 1928 ausgegebenen 250 Mill. Mk Teil-Schuldverschreibungen der I.-G -Farbenindustrie in Frankfurt a. M. zum Handel unb zur Rotiz an der Berliner Börse zugelassen. Bei den Stammaktien handelt es sich um 47,32 Mill. Mk. Vorratsaktien, die der Gesellschaft aus ber Kapitalerhöhung vom 1. Sep­tember 1926 zur Verfügung ftanben unb um bie in der Generalversammlung vom 14. Januar 1928 in Stammaktien umgewandelten 60 Mill. Ult Vorzugsaktien Serie A. Die neu zugelassenen Aktien dienen für den Umtausch der 250 Mill. Mark Teil-Schuldverschreibungen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 13. Juni. Tendenz schwächer. Der flaue Verlaus der gestrigen Reuyorker Börse, der hauptsächlich aus eine größere Geldknappheit zurück- zusühren sein soll, löste auf der heutigen Börse eine größere Unsicherheit aus. Die Spekulation übte große Zurückhaltung, und das herauskommende Material wurde nur unter Kursverlusten ausgenom­men. Die Umsatztätigkeit beschränkte sich im wesent­lichen auf einzelne Werte. Die Baissespekulation suchte durch Blankoabgaben die Abwärtsbewegung zu beschleunigen. Auch verstimmte, daß vom Aus­lande größere Verkaufsorders eingetroffen fein sol­len. Der weitere Rückgang der Arbeitslosigkeit blieb dagegen vollkommen unbeachtet. Gegenüber der gestrigen Abendbörse betrugen die K u r s v e r l u st e bis zu 7 v. H. Start vernachlässigt unb angeboten waren am Elektromarkt Siemens mit minus 7 v. H.. Schlickert verloren 5, Licht und Kraft 3,75, Elek­trische Lieferung 4,5 v. H. Lechwerke blieben dagegen gut behauptet. Am Chemiemarkt eröffneten J.-G.- Farben mit minus 3,75 v. H., Scheideanstalt büßten 3 v. H. ein, Holzverkohlung gaben 5 v. H. nach. Montanwerte hallen kaum Geschäft. Rheinische Braunkohlen waren auf Abgaben der Spekulation 4,5 v. H. und Rheinstahl 4 v. H. schwächer. Von Kali­werten verloren 2öcftere$eln 6 v. H. Der Banken­markt schloß sich der Abwärtsbewegung nur zögernd an. Metallbank blieben allgemein gut behauptet. Reichsbank konnten sogar 1 v. H. anziehen, während nur Commerzbank 2 v. H. niedriger eröffneten. Schiffahrtswerte lagen bis 2,5 v. H. schwächer Trotz des Dementis einer Automobilfusion waren Adler­werke gut behauptet. Rur Daimler verloren 2,5 o. H. Süddeutsche Zucker konnten ihren Kursstand von gestern abend gut behaupten. Am Rentenmarkt war das Geschäft in deutschen Anleihen bei behaupteten Kursen klein. Ausländer konnten dagegen durchweg etwas anziehen. Im Verlaufe nahm die Kulisse auf dem ermäßigten Kursnioeau vereinzelt Deckungen vor, so daß die allgemeine Stimmung freund­

licher wurde und zumeist Aursbesserungen bis zu 2,5 v. H. festzustellen waren. Äbhafter ge­handelt waren Siemens mit plus 5 o. H. gegen den schwachen Anfangskurs. Der Geldmarkt bleibt weiter flüssig. Tagesgeld 5,5 o.H. Am Devisenmarkt lag Paris wieder schwächer. Die Mark konnte sich da- gegen etwas erholen. Man nannte Reichsmark gegen Dollar 4,8850, gegen Pfund 20,9250, London gegen Kabel 4,8813, Paris 124,20, Malland 92,85, Spanien 29,38, Holland 12,0990.

Berliner Börse.

Berlin, 13. Juni. In der ersten halben Stunde des heutigen Dormittagsverkehrs war die Stimmung äußerst still gewesen. Niemand wagte nach den gestrigen Einbußen an der Reuyorker Börse irgend ei' Taxe zu nennen. Dann griff aber eine beruhig­tere Auffassung Platz. Man verwies auf den neuen Rekordumsatz von etwa 5,25 Millionen Stück an der Reuyorker Börse und war der Ansicht, daß die schwachen Eleytente jetzt dort noch stärker heraus- gedrückt sind und die Ware kapitalkräftigere Käufer gefunden hat. Trotzdem blieb eine Unsicherheit bestehen. Die Regierungsoerhandlungen gehen lang­samer vor sich, als man erwartet hatte. Die Börse wurde als undurchsichtig angesehen. Die Presseftim- men des Auslandes zu den Ausführungen Parker Gilberts boten ebenfalls keine besondere Anre­gung. Auch über die Frankenstabilisierung war nichts Neues bekannt. Hier häll man die technische Position roeüer für gesund. Das Gesumst ist wieder sehr klein. Neue Orders, besonders aus dem Auslande, fehlten. Im allgemeinen 1 bis 3 o. H. schwächer als die gestrigen Schlußkurse waren Spe- zialwerte, bis zu 6 v. H. gedrückt. Polyphon minus 7,5 v. H., Bemberg minus 9 v. H., Glanzstoff minus 12,5 v. H. Als fest fielen auf: Adlerwerke, Laura- hütte und Chadeaktien. Deutsche Anleihen nach­gebend. Ausländer ruhig. Anatolier schwach. Ru- mänen fester. Der Pfandbriefmarkt war still. Far- ben-Bonds 146,50 bis 147,50 v. H. Geld. Der Geld­markt war unverändert leicht. Im Verlaufe noch eher weiter schwach, wurde es später auf Deckungen ziemlich lebhaft. Spezialwerte, wie Dessauer Gas, Kunftseideakllen, Schlesische Zement, einige Elektro- papiere, Farben, Salzdetfurth und Adlerwerke er­zielten 1- bis 5-v.-H.-Gewinne. Bemberg lagen 16 v. H. über Anfang.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 13. Juni. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte heute in ruhiger Haltung. Die Geschäftstätigkeit hatte sich geringfügig gehoben, jedoch die Preise wurden unverändert notiert. Es kosteten: Weizen 26,75 bis 27 Mark; Roggen 28,50; Hafer, inländischer, 27,75 bis 28,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 25; Mais (gelb) für andere Zwecke 25; Weizenmehl, süddeutsches (Spezial 0) 37,50 bis 38,25; Roggenmehl 39,50 bis 40; Weizenkleie 14,25 bis 14,40; Roggenkleie 16,75 bis 17 Mark. Tendenz: ruhig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 12. Juni. Heute fehlte es am Pro- buftenmartt faft gänzlich an Unternehmungslust. Das Mehlgeschast ist sowohl für Weizen- als auch für Roggenmehle unbefriedigend, die Saatenftandsnach- richten lauten vom In- und Auslände allgemein günstig, vor allem ist aber weiter ausreichendes An­gebot von beiden Brotgetreidearten vom Inlande vorhanden und täglich kommen in beträchtlichem Um­fange Partien von Auslandgetreide herein, Die von der zweiten Hand zum Tell recht dringlich angeboten werden. Auch die erfthändigen Offerten für Auslandweizen und -roggen waren heute ent- geyenkommender, Umsätze konnten sich auch auf er- mähiatem Niveau nur in geringstem Ausmaße ent­wickeln; Inlandweizen blieb gleichfalls faft geschäfts­los, obgleich sich die Abgeber zu Konzessionen bereit zeigten; Roggen ist in Waggon- unb Kahnware knapp offeriert; die Konkurrenz ausländischen Mate­rials macht sich stärker bemerkbar, so daß die Offer­ten um etwa 2 Mark ermäßigt wurden.

55. Serkxuidstag der Kriegerkameradschafi %<x\W In Wimpfen.

Schon am vergangenen Samstag trafen in in der herrlich gelegenen Neckarstadt Wimpfen aus allen Teilen des Hessenlandes Hunderte von Mitgliedern der hessischen Kriegervereine ein. Die Stadt Wimpfen im Verein mit dem Kriegerverein und den Gesangvereinen veranstaltete im Kurhotel Mathlldenbad einen schonen Begrüßungs- abend Kreisdirektor Pfeiffer (Heppenheim) und Bürgermeister Sailer (Wimpfen) hießen die Gäste willkommen; im Namen derHassia" sprach der zweite Präsident, Medizinalrat Dr. Bogt, für den Kyfshäuserbund Generalleutnant Reuter, zu­gleich Vorsitzender des Bayrischen Kriegerbundes.

Dem Derbandstage, der am Sonntagvor- mittag im Kurhotel Mathlldenbad begann, stand eine so reiche Tagesordnung zur Beratung, daß die Verhandlungen bis in den Nachmittag dauerten.

Medizinalrat Dr. Vogt (Butzbach) eröffnete mit herzlichen Begrüßungsworten die Tagung, daran schloßen sich die Aufgaben der Vertreter der Behör­den und Verbände. Im Namen des Ministers des Innern und im Namen der Kreisdirektion Heppen­heim wünschte Kreisdirektor Pfeiffer den Ver­handlungen besten Berlaui

Oberregierungsrat L i n d e n st r u t h (Darmstadt) stellte fest, daß sämtliche Hassiabezirke trotz des ab­gelegenen Tagungsortes erschienen waren, selbst das am weitesten entfernte Schlitz hatte seinen Vertreter entsandt. Aus dem Geschäftsbericht des Oberregierungsrates Lindenstruth ging hervor, daß der Verband eine günstige Entwicklung zeigt und dauernd an Mitgliedern zunimmt; dies gilt auch ganz besonders vom besetzten Gebiet. Der Offenbacher Landeskriegertag biete am 15. Juli Gele- genhcit, mit Bestrebungen des Verbandes an die Oeffentlichkeit zu treten und solle deshalb stark be- sucht werden. Auch der Kassenbericht zeigt ein erfreuliches Bild; er wurde einstimmig genehmigt.

Eine Anregung des Kameraden Heß geht dahin, daß künftig Geld für Wohnungszwecke bereitgefteUt werden möge. Die Verträge mit den Versicherung-- gesellschaften brachten wieder eine beträchtliche Ein- nähme. Aus den Verbandsstistunge« J&nnten 337 Waisenkinder unterstützt werden. Eine lebhafte Aus- sirrache entspann sich über das Derbandsorgan .Hes­sischer Kamerad". Die Anträge auf Aushebung des Pflichtbe^ugs wurden abgelehnt. Die Beilage soll eine bessere Ausgestaltung erfahren, lieber Klein­kaliberschießen und yugenpflegc referierte Oberregie­rungsrat Linden st ruth; über das Sammel« wesen Dörr (Worms). Don großem Interesse war der Vortrag Ihrig (Darmstadt) über .Kriegs- beschädigten-Fürsorge". Es wurden 1050 Fälle im Jahre 1927 behandelt, dazu kamen am l.Mai 348 Rekursfälle. Die Kriegsbeschädigten und Hinterbliebe- nen werden vom 'Verband kostenlos vertreten. In der Hassia sind jetzt rund 15 000 Kriegsopfer und Sozialrentner organisiert, die Zahl der Beisitzer in den Ausschüssen ist von 10 auf 17 gestiegen. Auch in der Wohnungsfürsorge wurden Erfolge erzielt und 180 Wohnungen bereitgefteUt

Unter den 21 nträgen verdient besonders der Antrag des Vereins Ober-Rosbach bei Friedberg hervorgehoben zu werden, der die Errichtung eines Krieger - Erholungsheims zur Unterbringung erholungsbedürftiger Kriegsbeschä­digter und Veteranen fordert. Die Anregung wird dem Präsidium auf weiteren Bearbeitung übergeben, und auf dem Verbandstag 1929 soll darüber Be­schluß gefaßt werden. Bürgermeister Sailer (Wimpfen) empfiehlt Wimpfen als passenden Ort für ein Erholungsheim und stellt das (Entgegen- kommen der Stabt in Aussicht. Für den Hassia- tag 1929 meldeten sich Worms, Alzey und Oppen­heim, bei der Abstimmung erhielt Wonns bie Mehr­heit. Da 1930 ber Hassiatag in Oberhessen ftattfinben muß, so meldeten sich schon jetzt die Vereine 'Als­feld, Schotten, Nidda und Büdingen zur Uebernahme des Verbandstages 1930. Der Antrag des Präsidi­ums, betreffend Stiftung eines Hasfia-Großkreuzes, wurde zurückgezogen. Auf Antrag des Dezirksvor- stehers Prof. Dr. Krämer (Gießen) wurde be­schlossen, von jedem Haksia-Mitglied jährlich einen Mehrbeitrag von fünf Pfennigen zu erheben; davon sollen die Kosten für bie Kriegsbeschädigten-Fürsorge bestritten werden.

Beim Punkt Vorstandswahl wurden die ausscheibenden Mitglieder des Präsidiums wieder- gewählt. An Stelle des erkrankten Kameraden Mohr (Ober-Efchbach) trat Kamerad Hock (Vilbel). Die Neuwahl eines ersten Präsidenten ber Hassia wurde zurückgestellt.

Letzte Nachrichten.

Neue Versuche mit dem Aaleienwagen.

Rüsselsheim, 13. Juni (WIB. Eigener Drahtbericht.) wie wir von Opel erfahren, entspricht eine Pressenotiz, daß bereits ein Raketenflugzeug gestartet sei, nicht den Tatsachen, jedoch sollen die Weltrekordoersuche schon In der kommenden Woche und zwar im Eisenbahnbezirk Hannover ftattfinben. Fritz von Opel und In­genieur Sander find bereits zur Besichtigung ber Strecke nach Hannover abgereist. Der wagen ist nahezu fertiggeftellt, er enthält ähnlich wie der aus ber Aousbahn vorgeführte wagen Tragflächen zur Anpresfnng an ben Boben. versuche mit Trag­flächen würben in ber Rhön oorgenommen und haben da» Ergebnis gebracht, daß sich alle bisher erzielten Geschwinbigkeiten überbieten lasten werden. Die Vellrekordoersuche in Hannover bilden den Abschluß der zweiten Etappe, in denen hauptsächlich die Leistungsstärke erprobt worden ist.. Bei zufriedenem Ausgang der versuche soll das­selbe im Laufe des Sommers mit Flugzeugen fortgesetzt werden.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die binler den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. ReichSbankdiskont 7 Prozent, LombardziaSfuh 8 Prozent.

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153

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112.5

108.5

I

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318

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645

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124.65

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104

247

86.5

123.25

315

72.6

189

90

151.75

115,75

IM

158,75

852

315

700

636

303,75

ISO

216.75

112

59.25

109

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Devisenmarkt BerlarFrankfurt a. ZR. Telegraphische 2u«h«HI»ng.

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16,14

16.50

Holländische Noten......

168,41

169,09

Italienische Noten......

22 00

22.08

Norwegische Noten......

111.83

112.27

?)eutf®Cefterr-, 5100 Kronen

58.7.'

58.9*

Rumänische Noten......

2.575

2,595

Schwedische Noten......

Echwener Noten ......

111.93

80.4'

112.17

HO, 78

Evanische Noten.......

69,21

Tschechoslowakische Noten . .

13,15

12,41

Ungarische Roten . ...

72,70

73.00

12. Juni

11- Juni

Lintliche

Wori-rnna

Amtliche Notierung

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168,70

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1.782

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58.40

58.52

48,41

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112,01

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Lovendaoen

112,1»

112,11

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112. 11

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112,20

112,42

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10,511

10,521

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Sahen. . .

41,96.5

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30. 451

20,407

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Ncovort ..

4,1820

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Baris....

16,44

16,46

16,425

16.465

Schweiz ..

80,56

SU, 72

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Spanten . .

69 40 1.964

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1.958

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1,948

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5.405

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4,171

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