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Großdeutschland und Paneuropa.

Hellpach über ben Anschlutz

Bien. 12. Son (8fr®.) Su einem Gespräch rrul einem Bertreter der Colfswitung äußerte sich der Stoatipräsrbeni a. D.. Professor Hellpach auch über di« Anichlußfrage und fogtr. Nachdem der An- schtutz Oesterreich» an das De-i ch« Reich tan Sinter 1918.18 o« r p a 6 t wurde. nntb er nach meiner Ueberjeugung al» staatsrechtlicher 21 f t in abseH barer Zeit nicht vollzogen wer« den Es scheint mir viel wichtiger, ibn a l e g e - schichtIichen Prozeß aufjufaflcr als em Zufammenwachsen auf ollen Tiebengebieten, so bah schließlich otaafeetnßeil eme Frage zweiter Ordnung and eine Formalität fft die ruhig solange offen Meiben kann, bi, sie unter der ge­änderten außenpohtifd>en stonftellasion einmal ohne wefentlichen Widerstand vollzogen werden kann.

Was für mich aber u ndtskuto bel ist, ist feder Schritt in der Richtung zu einem Anfchl itz Oesterreich» noch einer anderen Seite hin. ;. B bet Donauioeberotion, und derokeichen Pläne mehr. Hierin gehe ich soweit, daß ich jede gesamteuropäische (Einbette tbee ohne prak­tische Verwirklichung der orotzbeutschen Einheit für eine Chimäre halte. Taneuropa lehne ich ab, weil e, nicht in der Ansicht, ober in der Dir- funa auf eine Verwirklichung der fron- fischen Hegemonie hinauslaufen würde Ich erblicke dos europäische chouptproblem der Zu­kunft in der Erringung der praktischen Schick- salsoerbundenhelt Großbeutfchland» mit R u ß I a n d und ben slawischen Reustaaten, weiche zwi'chen beiden entstanden sind, denn iu» diesem Frapenkomptex werden mit Sicherheit einmal notwendig neue europäische Verwicklungen oder wird eine europäische Zukunft entstehen.

Der Luiherbund in Bayern.

Der Bauernfithrer Heim sagt seine Unttrstsivung zu.

München, 13. Dan. (JJrio.-Ict) Der Vorsitzende de» Bande» znr Erneuerung de» Reiche», Reichs­kanzler a. D. Dr. Cutter hol während seine» Münchener 2lusenlhall» auch eine Unterredung mit Geheimrat Dr. heim gehabt. Dr. heim soll sich Im Gegensatz zu dem bayerischen Mlnislerprösiden- len Dr. Held der ReugrÜndung gegenüber nicht ablehnend verholten haben. Die »Voss. Zlg." sogl. dafz die Unter st ühung des Runde» durch den Rauemsührer gesichert sei, und zwar des­halb. weil Helm darin ein Zugeslöndni» dafür stehl, daß die Weimarer Verfassung allgemein al» verbesserungsbedürftig betrachtet werde Roch derD.A.Z." Hobe Dr. heim In der Lutherschen Gründung eine Art Sammelruf erblickt, den die bayerische Volkspartei nicht überhören dürfe. Er fordere deshalb die par- lei znr M Itar bel l auf.

Pachterstreik in Pommern.

Die Notlage der Landwirtschaft.

Stell in, 11 Jan. (iprtD.-Tel.) Di« vor- Poinmerschen Gutspächter, die unter ben 11 n - wetterschäben imb ben schlechten ®rn teer geb» nisten Ihrer Landesteile ganz besonder- 8 u leiben hoben. Koben jetzt ben Streik pro­klamiert. OnJPutlbufl und in Sagarb auf Augen würbe In stark besuchten Versammlungen ber ein­mütige Beschluß gefotzt, am 15. Januar alle freien ficht in Deputatlohn stehenben Arbeiter zu ent­lassen imb ble 'Betriebe stillzulegen. Diese Maßnahme würbe sich Insofern stark fühl­bar machen, als auch die Milchbeliese- rung der Städte eingestellt werden soll. Die Domänenpächter, sowie die Pächter des Stadtbesitzes von Stralsund und der Greifswalder Univertttätsgüter scheinen einstweüen weniger be­teiligt 3m ganzen haben sich bisher 20 Guts» Pächter dem Streik angeschlossen.

Soweit es sich nach ben bisher in 'Berlin vor­liegenden Informationen überleben lätzt, ist ber vorpommcrsche Pachterstreit ein recht ernst zu nehmendes Problem. Abgesehen von der lokalen Aot besteht schlietzlich auch die Gefahr, dosz auf längere Sicht die allgemeine Wirtschaft seine Wirkungen verspüren wird. Die Drohung ber Pächter, in bieler Form bisher unbekannt, aber in Versammlungen hie und ba gelegentlich früher schon einmal aufgetaucht. besagt schlief,'.ich nicht- anderes, al- datz die betreffenden Güter zu einer rtenflolerung ihre- Bereiches über­geben werben, wenn sie ihre angebrobien Maß- nabmen wahr machen. Bei ben pommerschen Pächtern bandelt es sich soft durchweg um Be­im. ber vom Großgrundbesitz abge­zweigt wurde, toäbrenb staatliche Domä­ne n nur in geringem Umfange In Frage kommen. 4)on bereite im Sommer v. 3- tarnen anläft- 114) ber grotzen Hochwasserschäden bcbroblitbe Meldungen au- Borpoinmem. bi- bann eine » i IfS aktton der Provinz. Preutzens und ke» Reiche- einletzte. Diele Maßnahmen scheinen aber nicht genügt zu haben. die immer stärker anjchwv llenbe Berschuldung der vor» ponnncrschen Pächter auljubaltcn. SS besteht kein Zweifel. waS mit ihrer Drohung gemeint ist. die Bereitstellung gröberer Ärebl- le zu billigem Zinsfuß.

bid) unseren Informationen hat sich der preu« Jimlx Minister für Landwirtschaft. Domänen und tynlen erneut über die Notlage in ber Provinz Pommern 'Bericht erstatten lasten, hierbei stellte fkl) derau*. bah die Lage der VunbaurtidMft eine brrartigr ist. baß weitere staatliche Matz, nahmen erforderlich erscheinen, ßür die Provinz Pommern bebenet die Verpflichtung der tstuckzab- hing ber Rentenbankabancklungokredite sowie die 2ldbeckung der au» dem trüberen Düngemittel- bezug au'genommenen Wechlelorrpttichtungen eine ch w e i e B e I a st u n a. Luch stehen btr Landwirt- lwast ""bi die i'otwendlzen Mittet zur Fortführung bfv Betriebe» zur Beringung. Der Landwirtschast». Minister h.tt sich lofort mit ben in Betracht (emmen- ben übrigen Staat». und Reichcstellen in Serbin- bung gesetzt. um weitere Erleichterungen für die schwer geschädigte Landwirtschaft der Pro­vinz Pommern und htebdonbere der oorpommer- 1<hrn Pächter in die «ege zu leiten

fitere Zunahme der Arbeitslosigkeit.

Berlin. 12. Ian tTDIBa 3n der Arbetts tof.nr-erllcherung flieg d e Zahl d r männllchen Hauptunterstützungsemr'änaer nom 15. Dezember d'S -um 31 Do-mbcr iuj; pen --ttr-i ;n??' auf 1M7CW. o'.p um 46 3 v. Ä während die Zahl ber teclbltcbcn Hauvtunterstützunasemv-

I fanget nur um 24,4 o. Ä. zunahm (nee ttl 800 auf 151 500). 3n ber xri enuntcdtübrmg stieg fre Zahl der männlichen Hauotunterstützungsemp- länger von 141 000 auf HZ 003 oder um 25.4 vH.. die Zahl ber weiblich« Haupttmterstützungs- cmpfänger von 30 400 auf 34 403 oder um rund 13 v. H.

(Setränkesteuer und Städtetag.

Berlin, 12. Ian. (ZU.) Der Deutsche 6 t ä b t e t a g hat an die C bertm rgermet st er, Kämmerer und Wohtt ahrtSbyernenten der ihm cngtWoflenen Städte ein Rundschreiben ver­sandt. in dem er dafür ein tritt, bah zur Be­seitigung b z w. Linderung der F i - nanzndte der Gemeinden die Ge­tränkesteuer erhöht werden müsse. 31 der Denkschrift he ht et u. a.. datz im Interesse einer gerechten und gleichmähigen Heranziehung aller oreucr quellen und zur Unterstützung der in ihrer Leistungsfähigkeit insbesondere in der Wohlfahrtspflege schwer benachteiligten Gemeinden die Wied:reinlührung der -Erinf- branntwein- und Weinsteuer und eine ganz er­hebliche Steigerung Ihrer bis zum 3!. März 1927 in Geltung gewesenen Sätzr zu fordern sei. Die Beseitigung der Drinkbranntweinfteuer und die Senkung der Bierfteuer sei ganz belonder- unbillig deshalb, weil gerade die steigenden Schaden-Wirkungen bet Alkohvlmiß« brauch- die Öffentlichen Finanzen mit Aus­gaben belasteten, zu denen der Betrag, ber auS den Getränkesteuern zur Abwürgung ber öffentlichen Lasten geleistet werde, in gar keinem Verhältnis stehe.

Die panamerikanische Konferenz.

Präsident Eoolibge fährt nach Havanna

Washington, 13. 3an. (DDB. Funkspruch.) Fre tag mitlag fährt Präsident Toolidge mit seiner Gattin zum 6. panamerikanischen Kdw- gretz in Havanna ab. wo Präsident M a ch a b o am Sonntagabend zu feiner Begrüßung ein Fest­essen veranstaltet. Am Montag wird Präsident Toolidge eine Ansprache an den panamerika­nischen Kongreß halten, die jedoch, wie hier versichert wird, keine aktuellen politi­schen Fragen berühren, sondern ledig­lich die Zusammengehörigkeit der Re­publiken ber westlichen Halbkugel betonen wirb. Toolibge wirb von Staat-senetär Kellogg unb dem Marinesekretär Wilbur, sowie ben Delegationsrnitgliebern HugheS und Flet­cher begleitet. Gin aroße- (Befolge amerikanischer unb auS ändischer Zci.un^S orre p n^enten wird sich ihm anschließen. Man hofft, daß diese erste AuSlandreise Too'lbgeS, die die Freund­schaft ber Bereinigten Staaten zu den Schwester­republiken bezeugen sott. In Latein-Amerika ein sympathische- Scho finbet.

Kellogg antwortet Brianb.

Amerika wünscht keinen Londervertrag mit Kraukreich.

Washington, 12. Ian. In bet von Kal­ls g a nach längerer Besprechung mit Borah verfaßten An twort an Brland wird auS- geführt, baß baS Staatsdepartement Briand- Degenvorschläge über einen Kriegsverzichtvertiag In zwei Punkten nicht -ustlmmen könne. Ersten- halte e- den gleichzeitigen Abschluß eine- solchen BertraaeS mit Deutsch­land, England, Italien und Japan für eine wesentliche Bedingung. Da- Staatsdepartement verspreche sich keinen Bortetl davon, wenn zunächst nur Amerika und Frankreich diesen Bertrag unterzeichneten und erst bann den anderen Staaten ben Beitritt nahe legen wür­den, da dieser Weg die Gefahr In sich berge, baß die anberen Staaten mit bem Wortlaut nicht einverstanden sein könnten. Da- burch würde baS BertragSwerk erschwert ober ganz unmöglich gemacht.

Zweiten- stelle BriandS Beschränkung auf einen Angriffskrieg eine so starke Einengung beS urfprüngfießen Plan- bar, baß dessen Zweck Illusorisch werkte. Amerika schlage daher vor. man solle auf der Basis öeü ursprünglichen BorschlageS BriandS gleich­zeitig mit ben genannten Staaten in Berhanblungen eintreten. Der Inhalt ber Antwort ist eine weitere Bestätigung für die hier immer wieder dar gestellte Politik, daß die Regierung der Bereinigten Staaten unb ber Senat keinen Sonbervertrag mit Frankreich abschliehen unb ihm keine Sonder­stellung vor den anderen europäischen Groß­mächten. unter ble auch Deutschland zähle, ein­räumen wolle. Man nimmt in politischen Kreisen an, baß die Berhanblungen über einen Krieg-» Verzichtvertrag keine sehr schnellen Fortschritte machen sondern an Bedeutung hinter ben kürz- lid) geschilderten Schied-vertrag zurück­treten werden.

Oie amerikanische Korruptionsaffäre.

W a s h I n g t o n . 11. Ion. (DTD.) Der Sonder, ausfehuß de» Senat», der mit der Prüfung der letz- ten durch die Hearstpresse veröffentlichten Doku- mente über Bestechungen amerikanischer Senatoren beauftragt worden war, hat heute dem Senat mitgddlt. die Unters -chung habe er­geben. daß e» sich bei den fraglichen Dokumenten um aueaesvrochene Fälsch ungen Han- bele. Der Porsipende betonte die Behauptung, datz amerikanische Senatoren au» einem mesikanifchen Geheimfondo Geld erhalten ober baß man in dieser Angelegenheit an amerikanische Senatoren auch nur heranpetreten fei. entbehre jeglicher D e - grünbung.

Erneute Verhaftung der tommuntsttschen Deputierten.

Pari-, 12. Jan. (XU.) Die Kammerbebattc übet die Frage bet Aufhebung ber 3m- mumtät für die fünf kommunisti- 14) en Deputierten hat mit einem S.eg PoincarSS geendet. M t 310 gegen 227 Sttmmen lehnte baS den Antrag Uhrv ab. ber ttch argen d e Berhaftung auSlprach. Gin werterer Antrag Uhry u. Gen. wonach die Kammer delchlietzenoflre. baß die früher von ihr be­freien Dkpuferten. eöeno txre bk von ber 8'llv^h e bedroh »n T«. .ame--Umirghe rr wäh- ccnb ber DagungSdauer nlch- ver- d tftet werden könnten, wurde gleichfalls noch Srfi'teLjng der Bertraue*«frage mit 2»8 geger 2® ^Urnmen ab gelehnt Aach Schluß ber Kammer.fnmg wurden die kvmmumsttschen De-

patiersen Cachin unb Baillant-Jon» tarier beim Verfallen deS Kannnergebäubrt von Polizeibeamten feftgenommen unb ün Kraftwagen nach ber Santt überführt Die Heb er rung geschah ohne Zwischenfälle.

Kaszistenausschreiiungen in Brüssel.

Tcmolicruufl

«wer fowjelrujstichen OunstaucTeilung.

Brüssel, 13. Jan. (DTV.) Die in Brüstet er­öffnete russische Kunftoueftellung, die an Hand von Reklamen. Photograph«en, Buchern unb anderen Runitnxrten den Luijchwung der lowset- russischen 9Upubhr barfteUen icü. fiel der Zerstö­rungswut einer hunbertfopfigen Menge | maer faf, istiIcher Studenten zum Opfer. Die Ausstellung, die sich über sechs Säle ausdehnte und von drei Ängeftefllen bewacht war. wurde durch den sich in einer sehr belebten Strotze befindenden Eingang gelärmt. Ein Teil der Faszisten be­wachte den Eingang, ein anderer hielt die drei Wächter in Schach, während ber Rcst sich der D er­nt ch t u n g der rlussiellungsgegenstönde hingab. Sie rissen die Bilder von den Wänden, zer­trümmerten Spiegel und Äunftgcgenftänbc. unter denen sich auch die Büste Lenin» befand. Selbst die elektrische Leitung wurde zerstört. Als sie ihr ^erslörungswerk vollendet halten, zogen sich die Studenten gefchlosten zurück, wobei sie Flugschriften zurückließen, die die Unterschrift trugen .JD i e nationalebe falsche Jugend". Auch auf der Straße verteilten sie derartige Flugschriften, die die Forderung enthalten, die Belgier möchten sich gegen die Sowjet» vereinigen. Die Räume, in denen die sowjelrulsifche 2Banberau»fteQung untergebracht war, bieten ein Bild trostloser Zerstörung. Papier, Bücher, Glasscherben, stoffetzen bebecken den Boden meterbod) in wüstem Durcheinander. Rur ein Schrank, In dem sich hauptsächlich Kunst­werke befanben. blieb verschont. Da» Zerstörungs­werk vollzog sich, wie Augenzeugen berichten, i n wenigen Augenblicken. Zuerst ging eine Büste Lenin» in Trümmer. Unter ohrenbetäuben­dem Lärm wurde hierauf von ben 50 Studenten da» gesamte übrige Mobiliar, Plakate. Bücher. Ta­feln, Schaukästen und Borhänge demoliert. Aehnklche Szenen spielten sich gleichzeitig In dem oberen Stockwerk, wo sich gleichfalls Ausstellungsräume be­fanden, ab. Zwei Teilnehmer an den Ausschrei­tungen erklärten derRation Beige*: ..Wir haben so gehandelt, um gegen ble Schaustellung von Lügen zu protestieren. Wir haben uns feder Gewalttat gegen Personen enthalten.-

Der König von Asghnniflan Hm Papst.

Born, 12. Jan (WB.) Der Papst empfing heute nachmittag den König von Afgha­nistan und unterhielt sich mit ihm eine Blertel- stuntze. Der König stattete hierauf dem Kardinal G a s p a r r i einen Betuch ab. der den Besuch im Grand Hotel erwiderte Der Papst verlieh dem König die Kette de- Orden- vorn Goldenen Sporn, während der König dem Kardinal eine hohe afghanische Orden-au-^eichnung verlieh Am Bachmittag besuchten der König und die Köni­gin von Afghanistan die St. PeterS-Kirche und die vatikanischen Museen.

OaS neue lettische Kabinett.

Riga, 12. Jan. (®IB.) Die Verhandlungen über die Beilegung ber Regierungskrise haben heute um 1.45 Uhr nachmittag» ju einem Ergebnis ge­führt, auf (Brunb dessen ber Staatspräsident den Adgeorbnetrn be» demokratischen Zentrums, I u ra­sch e w s k i, mit ber Ministerpräsidentschaft offiziell betraut hat. Der neuen Regierung gehören an vier TIitglieber ber Rechtsparteien, darunter der Deutsch- Balte Magnus als Iuftizminisker, zwei Zen­trumsleute und ein Lettgaller. Drei Posten, unb zwar Auswärtige», Verteidigung unb Finanzen, werben von parteilosen Sachoerstänvi- gen besetzt. Der Außenminister ist porläufig noch nicht ernannt worben Diesen Posten er­hält voraussichtlich ber jetzige lettische Wcfanbte in Äorono, DaIobi ».

Aus aller Wett.

Graf Curfner bei Henry Ford.

Henry Ford hat Graf Luckner unb seine Gattin empfangen und ihm einen Wagen seine» neue ft en Modells zum Geschenk gemacht. Graf Luckner überreichte al» Gegengabe ein Bild de»Seeadler", fienrg Ford erklärte u. a.: Deutschland kann stolz auf Sie als Botschafter de» Friedens sein", und hob in dein anschließenden (Be­lgrad) über sein Unternehmen hervor, daß unter leinen Mitarbeitern sich viele Deutsche befin­den. Er fügte hinzu: ,Lch bin ja selbst ein halber Deutscher, weil meine Mutter eine Deutsche war." Er gab Graf Luckner die Dersikhe- rung, baß. das Bild be»Seeadler" den Ehrenplatz über seinem Schreibtisch einnehmen werde.

Da» Defizit im Ädlner SlablhaueßalL

Aach einer Erklärung der Stadtverwaltung ist der Fehlbetrag von 1927 In Höhe von 8.1 Mil­lionen durch beschleunigte Beitreibung rückstän­diger Steuern auf 6 Millionen vermindert wor­den. Weitere 2 Millionen sollen u. a. durch Mehrablie'erringen der Werke g deckt werben. Derr Aestlehlbetrag von etwa 3.5 Millionen glaubt die Mehrheit der S'adrvervrbneten nun lleichzeitig mit der Berablchiedung de- nächst- läßrigen Hau-HaIt-plane- decken zu können.

Die Erplosionskalastrophe ün Hamburger Hasen.

Aach amtlicher Mitteilung hat die Unter­suchung über die Grplosion auf der Motor- barfafle ergeben, daß Benzin In b i e Bilge gelangt sein muß und durch äußere noch ni<bt geflärte Ursachen zur Entzündung kam. Bei der eeplofion-artigen Berbrennung Ist die Brennstoffleitung am vorderen Benzintank abgerissen worden, wodurch Benzin aus« lief und die Brandwirkung erhöhte An dem Motor waren Schäden nicht sestzustetten. Aach einer erstatteten Anzeige soll bei dem Hafen- unglück ein Mann ertrunken fein. Gin Zeuge erklärte, daß zwei auf der fraglichen Motorbarkaflc gewesene Männer ins Waster sprangen, von denen einer durch die Besatzung eines Dampfers aecettet fein soll, während der andere versank. Gute Bermitztcnanzeige ist bis jetzt nicht erftafet worden.

Böttcher tzinyrrichfei.

Berlin, 13. 3an. tWIB Funkspruch i Da» To beeurtetl gegen B a 11 ch e r. ö«n Werber Der Gra'in Lamdsborft und ber neunjährigen Senta Eckert, rst nachdem da» preutzckche ctaafiminrftrrium beschlossen

hatte, von bem ihm uiftebenbeu Begnadigungsrecht keinenGebrauchzu machen, heute morgen 7.40 Uhr. tm Hofe des Strafgefängnisses Ptotzensee »oll- streckt worden. Zwei 3nttag< der Berteibtacr de» Börrchcr um Wiederaufnahme de» Verfahren» und A u » s e tz u ng ber Strafvollstreckung, bie ge­stern beim Gericht eingingen, sind durch Gericht»- defchlutz abgelehnt worben. Die von den Ber- teibioem dagegen eingelegte Beschwerde rst in ben frühen »orgenfhinben von bem Bef dimer befenat be» Kannnergericht» ; u r ü ck g e w i e f e o worben vollstrecknug

be» lodenurleil» Im Falle Zonber-Sray.

Aeuhork. 13. Jan. (DTB Funk'pruch.) Im Sing-Sing-Gefängni- ist gestern abend 1! Uhr Frau Auth Snyder wegen der Ermordung ihre- Manne- h i n g e r r ch k e t worden. Aach ihr wurde ihr Komvllre. Gray, h^ngerichtet. Der Mordprozeß bat. wie erinnerlich in der amerikanischen Oes cntlichke.t großes Au sehen er­regt. Die Hinrichtung der .Frau Snyder machte einen Hefen Eindruck ba feit der JitnHibnmg de- elektrischen Stuhles im Staate Aeuyvrr gegenüber 270 Männern bisher nur 2 Frauen hingerichtet worden sind. Seit 25 Jahren wurden wegen Mordes verurtettte Frnuen stets begnadigt. Die Brutalität unb Bered)nueg d eses Gattenmordes, der nach Leben-verflche- rungsablchlüNen von annäbemb 100 000 Dollar begangen wurde ließ jedoch wenig Sym­pathien aus'ommen. Die Senfationsp-esse nahm die Gelegenheit zum Anlaß, um die bevor­stehende Hinrichtung einer Frau In allen Eintel- beiten auszumalen. wobei auch die Beröffent- Hebung vcrzwei eiter Weltbetrachtungen ber ver­urteilten Frau Snyder eine Bolle spielten, die aus Sing-Sing herau-gefchmuggelt sein sotten Die ernsteren Blatter nahmen hiergegen energisch Stellung.

Schwere Zuchthau»strafen für Zttllichkeitsoerbrecher.

Das Schöffengericht Hagen Derart edle 7 wegen Sittlichkettsoerbrecheu Angeklagte, bie sich al» Kriminalbeamte au»gegeben unb eine Reihe junger Mädchen in schamlosester Weise miß­braucht hatten. )u Zuchthausstrafen von 4 bi» 9 Jahren.

Frnel dänische Flieger löblich verunqtückt.

Ein k)eere»ftugzeua, ba» von einem Sergeanten geführt lyurde und In dem sich ein Sergeant al» Beobachter befand, sturste in einen Graden an ber alten inneren Befeftigungeanlage Kopen­hagen», der sich in unmittelbarer Nahe einer Haupt« vcrkehrsstraße befindet. Die Maschine ,ertrummerte die Eisdecke und ging unter. Beide Flieger fan­den den Tod.

Siebzig Tobe»opfer eine» Schneesturme».

In der Rahe ber russischen Stabt AImaata normal» Wernyi sind bei einem heftigen Schnee sturm siebzig Menschen umgekommen.

Drei Opfer eine» Schadenfeuer».

Ein Feuer, dem drei Menschenleben zum Opfer fielen, wütete in einem Acht Familien-Hau, in Stan- nowitz ^Schlesien). In der ausgebrannten Wohnung des Arbeiter» Bänsch fanden die Löschmannschaften die drei verkohlten Leichen der noch nicht schulpflich- tfgen Kinder der betroffenen Familie

Ein wahnsinniger In bet Kirche.

Gin auf regender Bor lall spielte sich am Diens­tag in ber Tßriliuskirche m Wanbsb« ck ab. Gin von rellgiilem Wahnsinn befallener Mann drang in di« Kirche ein, umklammerte ein dort aufgostelldes Kruzifit unb verlangte schreiend, gekreuzigt zu werben. Zwei Pollzeibeamte mutzten ein schreiten, um den Mann aus bet Kirche zu entfernen. Das Kruzlsiff stürzte nm unb wurde beschädigt.

Die Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Das ozeanische Def bewegt «ich ostwärts tn der Aichtung seiner Borläufer weiter. Das Kern­gebiet lag heute mit einem Tempera turstantz unter 730 Millimeter über bem Borbmett. Zen­traleuropa lag ün Storu.gsbereich unb ver­breitete Aiederfchläge sind berests aufgetrete« unb bauern noch an. Auch morgen wirb unter ^m Sinttutz des Tiefs die Wetterlage feine Beständigkeit annehmen. Die Temperaturen änbern sich wenig nur ist mit einem Aachlaslen ber Aieberfchläge zu rechnen.

Wettervoraussage für Samstag Bcr^nber'ichcs. mildes Bktt.*r, zeitwrite etwas Äonen.

Wiiterungsaussichten für Sonn- t a g Weiterhin veränderliches Wetter öiiftiemperaturen am 12 Januar: mittag» 5 Grad ttelßu», abend» 0,6 Grad ttelfiu»; am 13. Januar: morgen $ 4.1 Grob Telsiu». Mar mum Grad Cd- siu». Minimum0.1 Grad Celsius Erbtempern- turen in 10 Ar.hnutcr Xtrfe am 12. Januar abend» 0,1 Grad aeiflu». am 1A Januar: morgen»0,1 ^reb Eestiu» Sonnenschein bauer 4l( ehmbee.