Einzelbild herunterladen

Deutschlands, die bereits in unserem vor- wöchentlichen Geldmarltbericht erwähnt worden ist und die eine starke Verflüssigung wenn nicht hindert, so doch aufschiebt. Je mehr die Der- llüssigung In den nächsten Wochen fortschreitet, um so mehr werden die Danken Gelegenheit nehmen, ihre kurzfristigen Auslandskredite mög­lichst zurückzuzahlen. Der Konjunkturrückgang selbst vollzieht sich in langsamem Tempo und in engem Ausmaße, so daß die Inanspruchnahme des Kredits immer noch eine ziemliche Höhe aufzuweisen hat. Die Reichsbanlleitung hat dem­zufolge keine Veranlassung, durch eine DiskonL- senkung, d. h. Verbilligung des Geldes ein allzu rasches Absinken der Konjunktur zu verhindern.

Was die Lage an den ausländischen Geldmärkten anbelangt, die ja für die Dis­kontpolitik der Reichsbank maßgeblich ist. so liegen auch hier keine besonderen Anzeichen gro­ßer Gelderleichterung vor, weder in London noch in Reuyork. Ileberhaupt sollte man hinsichtlich der Diskontpolitik der Reichsbank, die in der Vorkriegszeit durch saisonmäßige Vorgänge be­stimmt wurde, beachten, daß eine gewisse Aende- rung in dieser Politik eingetreten ist, indem die Reichsbank bestrebt ist, eine Einflußnahme saison- mäßiger Vorgänge aus ihre Entschließungen zu unterbinden. Die Frage einer Diskontsenkung kann nach unseren Informationen erst zu Veginn des neuen Jahres akut werden.

D ie amtliche Grohhandelsindex- z iss er. Die auf den Stichtag des 7. Rovember berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Aeichsamtes hat mit 140,2 gegenüber der Vor­woche (140,0) leicht angezogen. Von den Haupt- grupben ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 0,4 Prozent auf 135,2 (134,6) gestiegen und die­jenige für Kolonialwaren um 0,9 Prozent auf 128,8 (130,0) zurückgegangen. Die Indexziffern für industrielle Rohstoffe und Halbwaren und für industrielle Fertigwaren weisen mit 133,1 und 160,0 gegenüber der Vorwoche keine Veränderung auf.

* Kabelauftrag der Reichspost für Siemens & Halske. 21.»®. Das Reichs- postministerlum hat der Siemens & Halske-A.-G. den Dau und die Auslegung eines neuen dritten Oftpreußen-Seekabels übertragen. Das neue, 186 Kilometer lange Seekabel wird als Pupinseekabel ausgeführt und wird 22 Adervierer für 22 gleich­zeitige Gespräche und ein Rundfunkpaar für die Hebermittlung der Rundfunkdarbietungen erhal­ten. Mit einer Gesamtadevlänge von mehr als 16 000 Kilometer wird es das größte bisher verlegte Pupinseekabel der Welt sein. Die Auslegung des Kabels wird im Sommer 1929 er­folgen.

Konferenz europäischer Kabel- fabriken. Wielljine berichtet, hat in der vorigen Woche in Paris eine Konferenz der Vertreter der Elektco-Kabelfabriken dec haupt­sächlichsten Länder Europas stattgesunden. Zweck der Konferenz sei gewesen, zu einer Standardisie­rung der für die verschiedenen Rationen und industriellen Dedürfnisse in Frage kommenden Kabelthpen zu gelangen und ihre Produktion so­weit wie möglich zu rationalisieren. Reue De- sprechungen würden in einigen Monaten statt- finöen.

' Lieberzeichnung des schwedischen Teils der Ruhraas-Anleihe. Der für Schweden reservierie Anteil von 1 Million Dollar der insgesamt 12 Millionen Dollar betragenden 2lnleihe der Ruhrgas-A.-G. wurde überzeichnet.

* D ie Vereinigte Königs- und Laurahütte-A.-G. für Bergbau und Hüttenbetrieb legt nunmehr den Abschluß für das Geschäftsjahr 1927/28 vor. Rach der Ge­winn- und Derlustrechnung betrugen die Ein­nahmen aus Effekten, Zinsen und Beteiligungen 369 595 (382 292) Mk., die sich hauptsächlich aus 'den Erträgen der beiden Tochtergesellschaften, der Schlesischen Montairgesellschaft m. b. H. in Breslau und der Sächsischen Montangesellschaft m. b. H. in Chemnitz zusammensetzen; ihnen stehen Verwaltungs- und Geschäftsunkosten von 187 422 (178 375) Mk. und Albschreibungen von 13 825 (7261) Wk. gegenüber, so daß ein äleberschuß von 196 402 (208 179) Mk. verbleibt, der mit dem ®e- winnvortrag von 196 402 (208 179) Mk. verbleibt, der mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahre in der Gesamchöhe von 443 078 Mk. vorgetragen werden soll.

* Zur Kapitalerhöhung des Rord- deutschen Lloyd. Zur Begebung der 35 Millionen Mark neuen 2Iklien des Rorddeutschen Lloyd, die bekanntlich in Reuyork begeben werden, äußert sich jetzt die Verwaltung dahingehend, daß der älebernahmekurs 130 Prozent beträgt. Von dem Erlös, der über 140 Prozent geht, soll der Rorddeutsche Lloyd 70 Prozent bekommen. Wer­d', n über 140 Prozent erzielt, so sind damit sämt-

Buntes

I Gefängnis für einen gemeingefährlichen Betrüget. ! In dem BetrugSProzeß gegen denBelriebs- | anwalt" Gustav Winter, der durch seine An­griffe gegen den Reichsbankpräsidenten und eine lärmende 2lktion für die Aufwertung der Vorkriegsbanknoten von sich reden ge- inacht hat, wurde der Angeklagte wegen fort­gesetzten Betruges zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis und 20 000 Mk. Geld­strafe verurteilt. An Stelle der Geldstrafe treten bei Richtbeibringung 200 Tage Gefängnis. Auf Antrag des Staatsanwaltes wurde Winter wegen bestehender Fluchtgefahr sofort verhaftet. Die Begründung des Urteils nahm über eine Stunde in Anspruch. Sie führt u. a. aus, daß Winter seine zahlreichen Anhänger jahrelang aufs schwerste betrogen hat, indem er ihnen vorspiegelte, dank seiner Verbindungen mit der Reichsbank die Aufwertung der Voririegs- banknoten erreichen zu können. Eine große An- zahl Leute sei durch ihn auf das Schwer st e geschädigt worden. In den Versammlungen des von ihm begründeten Verbandes sei Winter mit Kriegsauszeichnungen aufge­treten, obwohl er niemals den Schütze n- grab en gesehen habe. Die Dreistigkeit und Skrupellosigkeit, mit der er vorge langen sei. um sich und feiner Familie eine sorgenfreie Existenz zu schaffen, müsse als straf verschärf end angesehen werden.

Schwere Strafen für Seidenschmuggler.

Rach mehrtägiger Verhandlung fällte das Duisbu.ger Schöffengericht das Urteil in einem Prozeß gegen die drei Kaufleu.e Zellermeier, Sommer und Gertjes und den Eisenbahnober- sekretär Schornstein, die in der Zeit der Ruhrbesehung unter Mithilfe fran­zösischer Besatzungsangehöriger mehrere Tausend Kilogramm fran­zösischer Seide nach Deutschland ein­geschmuggelt hatten. Es wurden folgende Strafen verhängt; Wegen Zollhinterziehung wurde Zellermeier zu 384 000 Mk., Sommer zu 200 550 Mk., Gertjes zu 86 500 Mk., und Schorn»

liche Emissions- und Einsührungsspesen abge­golten.

'Preußische Elektcizitäts - 21.-®. Die Preußische Elektrizitäts-A.-G. hat eine Ausland­anleihe in Höhe von 1,2 Millionen Pfund Ster­ling abgeschlossen, die demnächst durch die Firmen Higginsen & Co., London; Drown Shipley & Co., London; Harris Forbes & Co. Ltd.. London, und Mendelssohn & Co., Amsterdam. in London und tn Amsterdam zur öifentlichen Zeichnung auf­gelegt werden soll. Die Anleihe ist mit 6 Prozent verzinslich und hat eine Laufzeit von 25 Jahren.

Frankfurter Börse

Frankfurt a. M., 12. Nov. Tendenz: überwie­gend schwächer. Das Geschäft kam in der neuen Woche wieder nur langsam und zögernd in Gang, da man die Besprechungen in der Angelegenheit des Eisenkonfliktes abwarten wollte. Im Zusammenhang hiermit herrschte wieder eine merkliche Un> sicherheit, und bei anhaltendem Auftragsmangel war die Spekulation auf den meisten Marktgebieten zu Abgaben geneigt. Die Beendigung der französi­schen Kabinettskrise und die Hausse an der Neuyorker Samtagsbörse konnten dem Markte keine stärkere An­regung bieten. Auch der relativ flüssige Geldmarkt vermochte nicht, dem Geschäfte neue Impulse zu geben. Die Kursgestaltung war nicht einheitlich. Ueberwiegend traten jedoch Kursrückgänge von etwa 1 bis 1,75 v. H. gegen die Schlußkurse vom Samstag ein. Am Chemiemarkt eröffneten I.-G.-Farben 1,75 v. S). und Scheideanstalt 1,25 v. H. niedriger. Am Elektromarkt gaben AEG., Licht & Kraft und Sie­mens je 1,5 v. S). nach, während Schuckert und Lah- meyer je 1 v. H. anzogen und Bergmann behauptet blieben. Banken waren etwa 1 v. H. schwächer. Zell­stoff Waldhof verloren 1,5 v. H. Bon den Autowerten blieben Kleyer behauptet, Daimler und NSU. wieder etwas nachgebend. Montanwerte lagen auf weitere Deckungskäufe überwiegend etwas fester. Klöckner, Mannesmann, Oberbedarf und Phönix konnten 1,5 bis 2,5 v. $) anziehen, auch für Otaoi erhielt sich bei weiter steigendem Kurse Interesse. Ferner eröffneten Schiffahrrswerte auf die Bekanntgabe des Bege­bungskurses der neuen Lloydaktie etwas höher. Ha- nnq plus 1 v fj., Norddents'^er Lloyd plus 1,9 v. f) Etwas fester lagen noch Karstadt mit plus 1,5 v. H. Stärker angeboten waren dagegen Deutsche Lino­leum, die 4 v. S). nachgaben. Deutsche Anleihen waren behauptet. Am Auslandrentenmarkt Rumänen auf das Abkommen lebhafter verlangt, ferner Türken und Bosnier etwas gefragt. Im Berlaufe trat lebhaftere Nachfrage nach Elektrowerten hervor, von denen

Merlei.

ft em zu 115 650 Mk. Geldstrafe verurteilt. Ein 2D er t er f at) wurde den vier Angeklagten in einer Gesamchöhe von 396 800 Mk. auferlegt. Wegen Bestechung und gewinnsüchtiger Ur­kundenfälschung erhielten Zellermeier 10 Monate, Sommer 6, Gertjes 4 Monate Ge­fängnis, uni> Schornstein unter Berücksichti­gung seiner Deamteneigenschaft 1 Jahr 3 Mo­nate Zuchthaus.

(Eine Gedächtnisfeier für Amundsen.

Die norwegische Geographische Ge­sellschaft hielt in der bis zum letzten Platz ge­füllten Aula der Universität in Oslo eine dem Gedächtnis Amundfens gewidmete Sitzung ab. Un­ter den Erschienenen bemerkte man Mitglieder der Regierung, ferner die Flieger Rifser Larsen, Lützow Holm, Lambrechtsen und Otto Sverdrup, die Verwandten Amundsens und viele andere her­vorragende Persönlichkeiten. Der Präsident der Geographischen Gesellschaft, Dr. S k a 11 u m , hielt einen Vortrag über die vielen Entdeckungen Amundsens, angefangen von der Fahrt der Gjoa" bis zur Fahrt mit dem Luftschiff über dem Polarbassin. Nach dem Vortrag wurden Licht - ! bilder mit Amundsens Porträt gezeigt, ; wobei sich die Versammelten von den Plätzen er­hoben und eine Minute stehend und schweigend verharrten. Darauf bestieg Professor F r i t h j o f Nansen die Rednertribüne und führte u,a. aus: Für alle Zeiten wird Roald Amundsen als be­sonderer Typ in der Geschichte der Forschung da- stehen, als Typ geraden Weges aus dem Herzen des norwegischen Volkes entsprungen. Er kam als ein leuchtender Stern an dem bewölkten Himmel des norwegischen Volkes auf, ein Stern, der plötz­lich erlosch. Hoch oben im Norden fand er sein Grab; sein Name aber wird von dort leuchten." Frithjof Nansen war sichtlich bewegt, und die Rede, die einen außerordentlich starken Eindruck machte, erntete langanhaltenden Beifall. Zum Schluß wurde das letzte Bild gezeigt, das von Amundsen ausgenommen worden ist und das den Forscher unmittelbar vor dem Start in T r o m s o e, auf derLatham" stehend, darstellt.

Schuckert mit plus 3,25 v. H. bevorzugt waren. Berg­mann und Siemens gewannen je 1 v. H. Die Hal­tung wurde allgemein etwas fester. I.-G.-Farben waren nur geringfügig gebessert. Der Geldmarkt blieb unverändert flüssig. Tagesgeld 6 v. H. Am De­visenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1995, gegen Pfund 20,358, London gegen Kabel 4,8485, gegen Paris 124,11, gegen Mailand 92,59, gegen Ma­drid 30,06, gegen Holland 12,08.

Bc.jiner Börse.

Berlin, 12. Nov. Im Anschluß an den sehr ruhigen und zurückhaltenden VormiUagsoerkehr zeigte der Börsenbeginn eine unsichere Ten­denz. Das Geschäft hielt sich wieder in sehr engen Grenzen, nur in einigen Spezialwerten, wie das in letzter Zeit immer der Fall war, waren die Um­sätze etwas lebhafter. Die auf heute nachmittag an- gesetzte Verhandlung über die Aussperrung vor dem Arbeitsgericht in Düsseldorf wurde besprochen. Man war zum Teil der Ansicht, daß man durch das Hin­zutreten des Reichsgerichtspräsidenten vielleicht einer Einigung näherkäme. Die ersten Kurse zeigten ein sehr uneinheitliches Aussehen. Während die Mehrzahl der Papiere 1° bis 2-v. H.-Verluste aufzuweisen hat­ten, konnten sich einige Werte bis zu 5 und 7 v. H. erholen. In I.-G.-Farben beobachtete man stärkere Abgaben, anscheinend nahm die Spekulation hier Blankoabgaben vor. Am Montanmarkt konnten Laurahütte und Esiener Steinkohle sich stärker be­festigen. Auch BMW., Glanzstoff, Polyphon, Deutsche Atlanten zogen 2 bis 5 v. H. an. Bernderg befestigten sich um 7 v. H. Stöhr gewannen bei lebhafteren Um­sätzen 6 v. H. Es verlautet hier, daß etwa 4 Millionen Freigabegelder ausgezahll fein sollen. Von Banken waren Berliner Handelsgesellschaft, am Elektromarkt Gcsfürel, ferner noch Spritwerte zu erwähnen, die bis 2,5 ü. H. und Deutsche Linoleum, die bis 3,5 v. H. verloren. Deutsche Anleihen lagen schwächer. Von Ausländern waren Türken und Bosnier befestigt. Rumänen waren trotz des Abschlußes des Abkom­mens nicht verändert. Der Geldmarkt lag unver­ändert. Tagesgeld 5 bis 7 v. H., Monatsgeld 7,75 bis 8,75 v. H. und Warenwechsel 6,75 bis 6,90 v. H. Nach den ersten Kursen wurde cs überwiegend schwächer, bei jedoch nicht bedeutendem Geschäft. Die Rückgänge betrugen bis 2 v. H. Später konnte sich das Kursniveau wieder leicht erholen. Stöhr zogen um 9 v. H. an, Schuckert gewannen 2 v. H.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 12. Rov. Zum Wochen- beginn war die Haltung des Fraickfurter Pro­

duktenmarktes flau. Die Umsätze waren Kein, da die vorliegenden etwas niedrigeren Ausland- Notierungen eher verstimmten. Im Einklang mit Brotgetreide war auch am Futtermittelmarkt Weizen- und Roggenkleie stärker angeboten und vernachlässigt. Sommergerste, Hafer, Mais für Futterzwecke und Mehl blieben dagegen gut be­hauptet. Es wurden notiert: Weizen 23,10 bis 25; Roggen 22 bis 22,75; Sommergerste für Drau- Zwecke 24 bis 24,25; inL Hafer 23 bis 23,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 33,50 bis 34,25; Roggen - mehl 29,50 bis 30.25; Weizenkleie 13,50 bis 13,60; Roggenkleie 13,75 bis 14; Erbsen 35 bis 62; Linsen 70 bis 115; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken, 13 bis 13,50; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht, 5; Weizen- und Roggenstrvh, ge­bündelt, 3,50; Treber, getrocknet, 20,25 bis 20,50. Tendenz: flau.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a.M., 12. Nov. Auftrieb: Rinder 1746 Stück; darunter 351 Ochsen, 96 Bullen, 744 Kühe, 501 Färsen; Kälber 644; Schafe 208; Schweine 5431. Rinder. Ochsen: vollfleischiae, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 54 bis 57, ältere 50 bis 53, sonstige vollfleischige jün­gere 45 bis 49; Bullen: jüngere, vollfleischige, höch­sten Schlachtwerts 48 bis 52; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 44 bis 47; Kühe: jüngere, voll­fleischige, höchsten Schlachtwerts 43 bis. 46, sonstige vollfleischige ober ausgemästete 36 bis 42; fleischige 30 bis 35, gering genährte 22 bis 29; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, ausge­mästete, höchsten Schlachtwerts 54 bis 58 vollflei­schige 49 bis 53, fleischige 43 bis 48. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 70 bis 74, mittlere Mast- und Saugkälber 64 bis 69, geringe Kälber 55 bis 63. Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthämmel: Weidemast 45 bis 50; mittlere Mast­lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 38 bis 44. Schweine. Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80, vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebend­gewicht 78 bis 80; von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 76 bis 79; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 76 bis 79, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 70 bis 76, Sauen 64 bis 68. Marktverlauf: Rinder ruhig, Ueberftanb. Schweine ruhig, gerin­ger Ueberftanb; Kälber und Schafe ruhig, aus­verkauft.

Kunst und Wissenschaft.

Hans von wolzogen 80 Jahre all.

Der Kulturhistoriker, Aesthetiker, Sprachwissen­schaftler und Musikschriftstcller Hans Paul Frei­herr von Wolzogen in Dayreuth feiert am 13. Rovember seinen 80. Geburtstag. Ge­boren 1848 zu Potsdam, als Sohn des 1883 in San Remo verstorbenen Hoftheaterintendanten in Schwerin Karl August Alfred Freiherrn von Wolzogen, studierte er in Derlin vergleichende Sprachforschung und Mythologie und lebte dann in Potsdam, von wo er durch Richard Wag­ner nach Dayreuth berufen wurde. Dort re­digiert er dieDayreuther Blätter" und ist ait der Zentralleitung des Allgemeinen Richard- Wagner-Bereins beteiligt. Seine zahlreichen Schriften betreffen deutsche Kultur, Kunst, Re­ligion, Sprache, Sage, Dayreuth. Er veröffent­lichte u. a. Leitfäden durch R Wagners Werke (Wagneriana",Dayreuth" .Wagners Geistes­welt"), Schriften über Musik (Großmeister deut­scher Musik"': Dach, Mozart, Beethoven, Weber, Wagner,Musikalisch-dramatische Parallelen"), über Sprache (Sprachverrottung",LautftzDbo- lik"), über Literatur (Kleist, G. T. A. Hoffmann, Ferd. Raimund, Wilhllm Raabe), über Theater (Idealisierung des Theaters"; Volksschauspiel Von deutscher Kunst"), über deutsche Kultur und christliche Religion.

Letzte Nachrichten.

Zum Lohnkampf in der Eisenindustrie.

Duisburg, 12Jtoo. (DTB.) 3n der heutigen Verhandlung über die Feststellungsklage des Arbeitgeberverbandes der nordwest­lichen Gruppe der Eisen- und Stahlindu­strie gab das Arbeitsgericht Duisburg dem Klage­begehren in materieller, wie in formaler Be­ziehung statt und verkündete folgenden Spruch. Ls wird feftgeflelll, daß ein Tarifvertrag auf Grund des gefällten Schiedsspruches vom 26. Oktober nicht bestehl. Die Kosten des Verfahrens, die 500 Mark betragen, nachdem als Merlobjekt eine Mil­lion eingesetzt worden war, haben die Beklagten zu tragen."

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

Frankfurt a. M

Berlin

Sdiluh-i 1-Uhr-

Scbiuf; I 21 mang

nur» ,

MUT»

Aura

Kur»

Datum

10 11 |

13. 11

| 10 11.

| 12 11.

6% Pt. Relcheauleibe o 1927

Dt. AiU.-Mloi.-Schulv mh tiufr

87

87,25

iBl.-Ötedjten

Detal ohne Lu-ws.-Rechte

7% ßrant|. Hyp.-Bt Soldos. UN-

51

51

51

51

14.5

14,3

14.5

kündbar bl» 1932

90

IH% Rbemiiche Loo.-B-mk 8lau.- »olDPl.

77

Ü.S.S abg LortrlegS»Obligation., dhttablbar 1932

-

-

-

4% Schweiz iöunbrtb.«StaL.

96,25

4% Oelterreichilche Golorte.. . .

32,3

4,20% Deften Silberne. .

T"

4% Leite neich einhettl. Rle. .

4% Ungarische Qolbttc. . -

20,45

26,4

26,4

4% Ungarische Staat»!. o. 1910

bc#gl. von 1913

4% Ungarische Kronen««.. . l% Tüll. ZoUonlcihe v. 1911 . .

4% Türkische Bagüadbadn-Hni.,

-

-

1,0

1.9

13.13

13,25

13,13

Serie 1 . .

12,75

12,9

13

4% bcsgl. Serie l l

13.75

13,1

l% Rumänen conve ri. ER le. . . .

9,0

-

4%% Rumänen (Soloanl von 1918

23,25

23,5

-

ällg. Deunche iLileo'xcha 4S

Sambura-ülmerika Cafe: ... 8

Vomb.-Süvam. Damvilch- . . 8

146,5

147,5

147,25

148.25

184.2.5

Paulo DampssLisf ... 10

181

Norddeutscher Lloyd.....8

LNg. Deutsche ürcDlianft. . . 10

142.65

44,5

I44.2o

145,25

136,5

1-7

137,2.)

Barmer Bankverein .10

140

141,4

140.2.>

Berliner Handeiogelcllsch. . . 12

285

284

286.25

283,0

iommeq* uno Prioal-Bank . 11

1'8,5

187,5

188,2b

187.5

Darmst. u. Rationalbank 12

290.5

290

290,25

2«9.2o

Deutsche Bank . . 10

168

io7.75

lo7.25

Dtrkonlo.HcicMchafl Slnt.. . 10

162,5

1-2

I62,o

Dretbner Bank ... 10

168,75

1-8.2j

lb8.5

Ibß

vriileidculsche Kreditbank ... 9

213

214

DUiaLbanl ........

187,5

13-5.5

135.5

v-ÄtSxrak ....... 18

"04.25

MM

304

Frankfurt a. M

Derlin

Schlutz-I flurs

bUbr- flurs

Sch.utz flurs

An,ong flurs

Datum:

10 11 |

12 11.

10. 11.

| 12 11.

L.S.«. 8

Bergmann ..... 9

(Beltr. Lieserunge«.....10

Acht und Kraji ..... 10

®ei. f. Izlettt. Untern.. ... 10 Hamb. Eikttr. Werke .... 10 Rhein. Sieht. . ...... 9 Schlei. Oeht. ......10

ItanStoblo . ....... 8 Sabmeoet 4 8».. . . . 10

Buderu» ....... 5

Deutiche 6tbll ....... 6

Cfienet SiernkolK ...... 8 Geiienttrchenet ... (^9 <

Hatpener ........ 6

Hoelck Sisea- ....... 8 Ilse Bergbau ........ 8

KSIn-Reueisen. ....... 8

Manneömann ....... 8

Maneselder ........1

Oberschles- Sisenb. vebatk . . 5 Oberschies. ftotimede ... 6

PhSnit Bergbau . 6'4

Rheinische Braunkohlen . . 10 Rheinltabl f. % 9<*

Riebetk Montan .....

Bereinigte Htahlw......6

Otaoi Minen leh

Sali Aschertieben.....10

Kaki Sekieregein......10

Kaliwerk ©cübethnti 15

3. L. öurben-InvaM» .12 Dynamit Robe! ....... 6 Scheide an Kalt .. 8 Hoidjchmidt .eeeee.6

Rutgers merke . ,»<< M-toNaeieMch«n. . - 11

184.75 218

169.1

234 149

269 5

155

235 410

165

86 139,«

122.75 132

250 106

124,65 116

114,5

89.5 274 132 140

90,73

59 285 289 492

150.25

206,5 97,5

106.75

183

218

168,5

232.5

z

235.75

408,5

166.5

85,75

108.75

126

116.5

91.75

273

133,5

-

-

59,6

'48

205,25

105.5

-

184

218.1

169

233 149,25 268.75

155,5 228.75

235.5

409,65

151

86.25 139.65

120,5

124

134

132

251

108.5

128,9

126 115,5 115,5

111,9

91.25

274.75 131,4

92,6 .9.4

286.5 289.7a

192,5

250

98,25 105.75

183,5 219.1.

169

233 148,75 266,13

147,5

156 229.2o

235,5 408.75

152.5

167

139.1:

123.75

124

135

132 249,9

129.5 127,25 115,75

115.75

112

92

275 132,6

93,75

285.5

290

:48,5

97.6 105,75

FrmtKfuN a. M

Berlin

Schlutz., flurs ,

l-Uhf flurs

Sch-uh flurs

Anfang fiur»

Datum:

10. 11. |

12. 11

10. 11.

| 12. 11.

iJtjütpi) ^oymann . ..... 7

l.>4,5

134

134

Heidelberger Cemenk .... 10

Tement Karlstad!......8

175

137.5

Wavß 4 Freitag .....10

131

130,25

131

Schuktdeir Barenhofa ... 15

.29

26.75

OMoetie .......12

-84.i5

283.2.i

8er. Glanziiosl......18

592

59.i

492

504

Zellstoff Walbhos.....12

278

276,5

276.5

277

Zellstofs Aschasscnbura ... 12

201

Shariottenburger Wasser ... 7

124.75

125

Dessauer ......8

-

193

192.6

Daimler Moimen . ..... 0

86,5

55,75

85.7.

85,5

48.5

Skdlerwerte flleaer ...... S

112

112

112.5

111.5

244,5

244.5

Rat. Automobll ....... 0

<1.1

61

105.5

10.5.5

Leonhard Tied ...... 6

-

289.75

289

Bamag-Mcguin . ...... 0

19,v

20

Franks. MaschineN ...... 6

71,5

71.75

Grltzner ...... 11

122,5

121

-

Heyligenstaedi ....... 0

>

x

Junghan? . .......4

Lcchnxtk-: ........ 8

87

85.75

Mainhaitweike ....... 8

117

117.5

Miag ...... 10

135

136

136,5

Nekarsulmer ........ 8

23

22.5

23

Betete Union . ....... 8

106.25

105,25

Hebt. Roeder ...... 10

124

*

Bvigt 4 Haeffnet ...... 8

210

Eüdd Zucker ....... 8

150

150

119,75

Banknoten.

itierlm, 10. November

(jJeLb

tönet

Lmcrikamlcht Note» .....

4,176

17196

Sclgisck» Norm .......

58,18

58,42

Däniiche Nokco ........

111,56

112,00

tnalffdx . .......

20.307

20 . 387

Berlin. 10 November

i^eld

Franzonichc Noten pollänbtsche Noten......

Stnlicnifcfie Noten ...... Norwegische Noten - ...

Deutsch-Vesterr, äioOÄrontn Rumänische Noten......

Schwedische Noten ...... Schweizer Noten.......

Svanilche Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten

Devifenmarkl Berlin Telegraphische

168,01 21,93

111,.50

58.87

2,525

111,88

80,62

67.46

12.402

72.90

Frankfurt Auszahl

1055 168,69

22.01

111,94

59.11 2,545

112,32 80,»4 67,74

12,462

73.20

a.rn.

ung.

10. November

12 Novcmb r

Amtliche Noki.rung (Selb 1 Briet

Amtliche Notierung

Geld Brici

Lm ft-. Rott Buen-AtreS Brfs.-Äntw Lbrisiicuria Kopenhagen Stockholm . ßelfingforS. Italien. . . London. . . Neuvork . . Paris.... Schweiz . . Spanien . . Japan . . . Nio be Jan. Wien tn *$).. CcfL abgest «rag . . . Belgrad . . vndavesi. . Bulgarien t'ifsabon Dancig. . . Qonftuiitia Athen . . Lanada .

Urn rray . fciro . . .

168,32 1,769

58.285 111,7b 111,81

112,12 10,556 21,965

20,34 4,1955 16,375 80,735

07,59 1,954 1.500

58,965 12,434

7,37V i3.ll j,027

18.88

81,34

2,103 5,425

4,191 4,266

20.855

168,66

1,773

58,405 111,98 112,13 112,34

10,576

22,005 20,38

4,2035

16,415 80,895

67,73 1,958 u.502

59,185 12,454

7.384

73,25 o,033 18,92

61,50 3,107

5,485

4,199 4,274

20,895

168,39 1,768 58,28

111,77 111,83 112,14 10,557 21,975 20,338 4,1960 16,385

80,74 67,59 1,953 0.501

58,-55 12,434

7,370 73,11 >,027 18,91 81,30 2,103 5,425

4,191 4,280 20.86

168,73 1,772 58,40

111.99 112,05 112,36 10.577 22.015 20,378 4,2040 16,425

10,90 67,73 1,967 0,503

59,075 12,454

7,3M 73,25 3,023 18,95 81,46 3,107 5,435 4,199 4.294 20,90