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Nr. 215 Erster Blaff

178. Zahrgang

Mtfwsch, 12. September 1928

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

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St. M wnb 112.

Lu schritt fir Drohknach' schien: iRjeiger Metze«.

sm lajrura fir bie Tagesnemmrr dis <mh Nachmittag oorfret. Preis fit 1 mm höbe ftr 3lnj«iqes von 27 mm »rette örtlich 8, aesmirts 10 Reich »Pfennig; fit Rs» Maieean.feigen vos 70 mm ®rette 35 Reichspfennig, VlatzVorschrift 3D*. mehr.

(Tbefrebaktewr: Dr. Fnedr. 1DiU>. Lange, verantwortlich für Vr-iihk Dr. Fr öilb Lange fir FeRilleton Dr H THyriot, für den übrigen Ted Ernst Dlumschrin; fir den Sn» lelgentetl flurt ßifimann, sämtlich in Viehen

Die Aülkwarts-Aevision.

Die Fraetzofen haben das TDort vom .malaise", twt jenem allgemeinen Gefühl des 11 n- beha genS ausgebracht, das auf der politischen nttrHcftunfl deS letzten wahres lastet. Aber sie »ermnben es sorgfältig, den wirklichen ilr» sachen dieses Gefühls nachzuspüren. weil sich habet ern beträchtliches eigenes Schuldkonto er­gäbe. Xhvb fte gehen in der Preise in Minister- reben. in DertragsverHandlungen unb m Den vorsichtig um den Äern der Sache herum, wöbet tönen die englische Politik treulich Gesolg- schafl leistet. Das sehen wrr bei den augenblick­lichen Räumungsbespoechungen, bet dem Scho, das die Kanzlerrede mit ihrer Forderung nach entfdbloffencr Abrüstung frerbor gerufen hat und bet den Bernebchniq tmam>t>em in bezug aus das brittfch-französifche ^lottenablommen

3m Äem liegt die Sache autzerordenllich ein­fach. Sr beruht zunächst aus einer Verfäl­schung des Deg rif fes .Sicherheit^. Dean wenn man schon zugeben wollte, datz daS SicherheitSbebürfm» Frankreichs überhaupt noch vorhanden sei Driand hat es dieser Tage einem Pressevertreter mit der Möglichkeit marok­kanischer Unruhen oder einer Verwirklichung der bolschewistischen Vürgerlrieg-These zu recht- fertigen gesucht fo kann man unmöglich bei objektiver Betrachtung der Dinge darunter bie Garantie für bie Verewigung der Pari­ser Friedenstaktik verstehen.'Gerade das aber Ift es. was mehr oder tremger uneingestan­den unter jenem Sicherfr.nl sbedürsni- gemeint wird, das eine tatsächliche Abrüstung vorläufig verhindere. Unb dabei hat nun England neuer­dings der französischen Politik feine Hille zur Verfügung gestellt 3n den ersten RachkriegS- iafrrcn. in der Zeit, wo der britische Botschafter Lord d'Abernon eine wichtige Rolle zugleich in London und in Berlin spielte, war die bn- kische Politik darauf bedacht, eine Hegemonie Frankreichs auf dem Kontinent durch eine gewisse Stärckung der deutschen Stellung zu verhindern. Das hat vor allem zu dem Abkommen von Lo­carno geführt, in dem England seine Ga­rantenrolle in gleicher Weise gegenüber Frankreich und gegenüber Deutschland auf sich nahm; parallel damit war eine Unterstützung der italienischen Politik gegangen, die sich fett den Friedensschlüssen in einem griffen 3n- tevessengegensah zu Frankreich befand. 3n btrfer Tendenz ist jetzt ein offensichtlicher Wandel ein» actrcten, gleichviel, ob das Nottenabkommen zwi­schen Paris und London durchgeführt wird, oder angesichts der Widerstände, vor allem von Ame­rika, der Form nach preiSgegeben werden sollte. Denn das Wichtigere an dem Abkommen ist der von der französischen Presse vorzeitig und gegen die englischen Wünfäte verratene ungeschriebene Teil: die Verpflichtung zur gegensei­tigen Waffen Hilfe de gegebenenfalls auf eine Verstärkung der britllch.'n Flotte um die französische hruauSIäust. gleichzeitig aber ein Desin teref fernen t Englands in der Landabrüstungsfrage bedingt. Auch bie Entente von 1905 war ein solches ungeschriebenes Abkommen, und Sir Austen Chamberlain, dessen Liebe ui Frankreich ein unbestrittenes Assiom ist. ist damit durchaus in btt Fuhtaplen Edward Greys getreten, trotzdem die Spuren eigentlich Schrecken mühten

Den inneren Anlah zu dieser Wandlung haben vermutlich die Zwistigreiien amerbatb der eng­lischen Konservativen Partei und ihres Kabinetts gebildet, dir Ernennung des maßgebenden Mannes in Downing Street. Sir William Tyr­rell zum Botschafter in Paris, hat den Ver­zicht England- auf eine Politik deS kontinentalen Gleichgewichts zugun­sten einer Bindung an Frankreich, also an den vermeintlich gefährlichsten künftigen Gegner im Falle von Konflikten, vorläufig besiegelt, llnö hier wurzeln alle Schwierigkeiten, denen wir in Der Abrüstungs- und RäumunaSsrege begegnen. Es ist eine Rückwärtsrevision, die aus der 4)or- aussetzung emer militärischen Vormachtstellung Frankreichs beruht.

Die Sozialdemokratie gegen das Volksbegehren.

Berlin. 11. Sept. (DDZ.1 3n der heutigen Sitzung des sozialdemokratischen Par- teiausfchuffeS wurde folgender Beschluh gefaht:

Der von den Kommunisten erngvleitete Volksentscheid ist nicht geeignet, die Streitfrage des Panzerschiffbaues zur Smschei- bung zu bringen Die Kommunisten erstreben mit ihrem Volke verehren cingestandenrrmatzen auch gar nicht die Verhinderung des Panzcr- schissbaues. sie erblicken in ihm nur et ne Gelegen­heit. dieSozialdemokratie zu verleum­den und zu beschimpfen. Für die Partei­genossen ergibt sich daraus von selber die Pflicht, dieser gegen die Sozialdemokrarifche Par­tei gerichtete Aktion aus daSentschiedenste entgegenzutreten.

Die Lage des Arbeitsmarktes.

Berlin, 11. Sept. (WTD.) 3n der Zeit vom 16. bis 31. August ist die Zahl der Ha up t- Unterstützungsempfänger in der Ar­beitslosenversicherung wiederum m geringem 11m- fange gestiegen (von rund 567 700 auf 574500 oder um 1,2 Prozent). Wie in den vorher-

Die Rheinland-Konferenzen im Gange.

Reichskanzler Müller antwortet Briand vor der Weltpresse.

Senf. 11. Sept (D3IB.) Die heute nachmittag abgebaltene gemeinsame Besprechung der f>auptbelegierlea Deutschland«, England». Frank- reich», Jtalleu«. Belgien» und Japans am Sitze der englischen Delegation dauerte zweieinhalb Stunde. Das gemeinsam vereinbarte Commanlqu* be- fogt:

heute nachmittag fand In der in Aussicht ge­nommenen gemeinsamen Besprechung über die Rheinlandräumung elnlHelnungeaae- tausch statt, der am nächsten Donnerstag vormit­tag 10 Uhr feine Fortsetzung findet."

wie weiter verlautet, wird der belgische Außen- minifier Hymans, der heute abend nach Brüssel reist, und Ende der Woche in Gens zurück fein will, bei der zweiten Besprechung durch den früheren bel­gischen Botschafter In London, Baron TNoncheur. vertreten. Der französische Lutzenminister B r l a n b, der am Freitag an einem IHinifterraf teilzu­nehmen beabsichtigt, wird auch an der zweiten ge­meinsamen Besprechung persönlich teil- nehmen.

Zunächst die grundsätzlichen Fragen.

Genf. 12. Sept (111.) Zu der heutigen ersten Zusammenkunft der Mächte der Botschafter- kouferenz mit dem deutschen Reich», k a o ; l e r wird dem Vertreter der 111. von best­unterrichteter Seite folgende» milgeteilt: 3n der heu­tigen Sitzung ist zunächst beschlossen worden, dah In den Verhandlungen In Gens alle technischen Fragen, d. h. die technstche Durchführung der Bäamang, sowie auch der Zusammenhang zwischen der Reparatlonsfragc und der Rheinlandräumung, beiseite gelassen werden sollen. Dagegen sollen die Verhandlungen ausschliehlich den grundsätz­lichen Fragen der Rheinlandräumvng gelten, d. h. den Fragen, inwieweit Deutschland zu der Forderung auf völlige Räumung de» Rheinlan­ds» in rechtlicher Hinsicht berechtigt sei, inwieweit die Räumung bedingungslos erfolgen könne, und fall» von alliierter Seite Bedingungen gestellt würden, welches diese Bedingungen seien. Ebenso soll auch die grundsätzliche Frage einer etwaigen Kon­trolle des Rheinlandes In Genf erörtert werden. Falls in den weiteren Verhandlungen In Gens über diese grundsätzlichen Fragen eine Einigung erzielt wird, sollen dann die einzelnen Fragengebiete militärischen und techni­schen Sachverständigen zur Ausarbeitung einer allgemeinen Vereinbarung überwiesen werden.

Zurück zu Thoiry?

Paris. 12. Sept. (WTB. Funksbruch) Lieber die gestrige Unterredung der Delegier­ten der an der R h e l n l a n d f r a g e inter­essierten Mächte bei Lord Lushendun glaubt der Genfer Berichterstatter des .Petit P a r s i en" nähere Einzelheiten melden zu können. Rachdem der Reichskanzler und Driand, so erklärt er. sich über die Bedeutung ihrer Reden vor der Völkerbundsversamm­lung geäußert hätten, habe man die These Berlins ang.-frört, nach der die sofortige Räu­mung für e^utschland ein unbestreitbares Recht sein würde, daS sich erg:bc aus der loyalen und vollständigen Ausführung der Klauseln des Vertrages entsprechend Arti'el 431. Ebenso habe man die entgegengesetzte These ent­wickelt. die von dem politischen, militärischen und finanziellen Pfand und den Gcgmleistungen an die Alliierten sowohl vom Standpunkt der Sicher­freit. wie vom Standpunkt der Reparationen aus noch zu fordern berechtigt seien.

Man habe wieder von Thoiry und den Vor­schlägen gesprochen, die Strefenuran damals skizziert habe. Im vergleich zu denen die ur­sprünglich von Reichskanzler Müller einge­

nommene Haltung einen Rückschritt bedeuten würde.

Es sei vevrinbarr worden, dah eine neue 11 n - terredung am Dvnnerstagvvrmittag um 10 llfrr ftattfindc Der Genfer Berichterstatter des .Matkn" weist daraus frm, dah Driand an dieser neuen Zusammenkunft s icher tellncfr- men und daß seine Reife nach Paris viel­leicht nicht ftatlfrnbcn werde, wenn die Unter- re düngen eine wirklich ermutigende Wen­dung nehmen sollten. Der Sonderberichterstatter des .Oeuvre" glaubt, dah Deutschland viel- leicht am kommenden Dienstag mehr oder weniger prärise Angebote machen werde. Die Der- franbluno werde lang und schwierig sein.

3m großen und ganzen günstig."

London, 12. Sept. (WTB. Funkspruch.) Perti- na; meldet demDaily Telegraph" aus Gens, die Aussichten für ein schließliches Einver­nehmen zwischen den fünf Derhändlcrn, die gestern in Lord Tushenduns Zimmer über das Rheinlandproblem berieten, seien im großen und ganzen günstig. Briand habe die Oe- legenheit ergriffen, um seine vorgestrige Rede zu erklären und olle Ursachen für eine Acrstim- m u n g auf feiten der Deutschen zu beseitigen.

Reichskanzler Müller habe erneut aus da» moralische Recht Deutschlands auf Grund des Artikels 431 auf eine vorzeitige Räumung des . Rheinlande» hingewiesen. E» schien allgemein

Ueberelnfllmmung darüber zu herrschen, datz die Räumung, wie sie von Deutschland gewünscht werde, durchgeführt werden könne, vorausgesetzt, datz es weitere Garantien für die künftige

Durchführung de» Damesplanes gebe.

E» sei nicht recht zu sehen, welche Gestalt diese (Ba­ran tien annebmen konnten, da Amerika an der Regelung nicyt teilnehmen könne. Es werde ange­nommen, dah trotzdem die fünf Mächte eine ge­meinsame Aktionslinie für die schließliche Lösung de» Problems der Kriegsschulden, sobald Amerika ge­neigt lei, e» wohl au erwägen, beschlietzen werden. Briand werde wahrscheinlich unter dem Einfluß Paul-Boncours auf die Errichtung irgend­einer Form

internationaler Kontrolle des entmilitarisierten Rheinlaude»

bestehen. Es sei aber zweifelhaft, ob Fortschritte in dieser Richtung erzielt werden könnten. Es werde gemeldet, daß der deutsche Reichskanzler gestern erklärt habe, daß, als er den Ausdruckun­aufrichtige Politik" letzten Freitag gebraucht habe, er damit nicht auf Briand Bezug nehmen wollte. Trotz des Optimismus der Unterhändler erklärten zuständige Personen, sie seien nicht in der Lage zu sehen, welche Art von finanziellen Konven­tionen von den Deutschen im Austausch für das, was sie verlangten, angeboten werden könne.

Gme Znierpellation angemeldet.

Paris, 11. Sept. (WD.) Der radikale Abge­ordnete Montigny hat Außenminister Driaud davon in Kenntnis gesetzt, daß er ihn nach W.ederzusammenlritt deS Parlamentes über fehle Unterredungen in Genf, die Frage der Rheinlandräumung und das getarnte Problem der deutsch-französischen Drehungen interpellieren werde. Zur Begründung führt Montigny in seinem Schreiben an: Be­sprechungen von höchster Bedeutung für die Re­gierung sind in Genf zwischen 3frnen und Reichs­kanzler Hermann Muller einerieits. sowie den Delegierten der alliierten Mächte anderersrits ausgenommen worden. Das Parlament mutz, mei­ner Ansicht nach, sobald es wieder zusammentritt, über diese Unterredungen unterrichtet wer­den und zu den dadurch aufgetoorienen Pro­blemen Stellung nehmen 3ch füge hinzu, datz ich persönlich, wenn ich auch das vollste Ver­trauen zu 3hrer bereits durch so frerttortogenbe und fruchtbringende Ereignisse gekennzeichneten Friedenspolitik habe, doch wünsche, bte Hal­

tung kennenzulernen, die die Regierung vn diesen Fragen einzunehmen beschlossen hat Ser Reichskanzler vor der Weltpresse.

Dens. 11. Sept. IWD) Reichskanzler Mül­ler empfing heute abend die Weltpresse. T..vb- rcre hundert 3ournal:ften hatten (ich zu tarn Dmpsang eingefunden Rach Worten des Be­dauerns über das Fernbleiben des Reick ^utzen- ministers Dr. v t r e f e m a n n . der die Ar­beiten m Gens sehr aufmerksam beobacht.- be­tonte der Re.chskairzler. dah er im Völkerbund die g le iche P o li ti k vertrüge wie der R v i d> S- auhenmintfter. Er besprach dann sehr e n- gehend den deutschen Standpunkt in der ,'!b- rüstungssrage und wies insbesondere darauf hin, datz

die deutsche Abrüstung auch in den jetzigen De­batten der völkerbundsoerfainmlung als voll­zogen festgestcllt

wurde. Sr unterstrich die mit der Oübrüftung vollbrachte ungefreute Leistung Deutschlands Als Beispiel führt« er an, dah allein von 40000 Offizieren 36 000 entlassen werden mutzten. Des wetteren führte der Reichskanzler aus. datz im jefrigcn militärischen Leben die Kriegsmittel. in 5- besondere schwere Arttllerie, Tanks usw. aus­schlaggebend sind, über die aber Deutschland nicht verfüge, und datz andererseits die Erfah­rung gezeigt habe, datz die Herstellung lolcher Kriegsmittet lange Zeit in Anspruch nehme. Der Reichskanzler sprach ferner von evr Jude, wonach ein Berufsheer, das Deutschland übrigens aufgegtounaen worden lei. den Kern für ein Volksheer abgebe, toobei er dar -if frmwieS. datz im modernen Äricg die Angr.sls- fraft ausschlaggebend :ft. und an das Beispiel Englands unb Anrercka» erinnerte, die lange Z«i t gebraucht hätten, bevor sie im letzten Kr eg bie entsprechende Umstellung vollzogen hatten. Das gleiche Argument gelte auch für die immer Wiederkefrrende Behauptung von der schnellen Ilmstellungsmöglichleit der Fri^enstndustrie auf KriegSrndustrie. Bezüglich der Rheinland­räumung erinnerte schliesslich der Kanzler an seine Regierungsertlärung. in der er bereits an- gefünfrigt hatte, dah

die Rddjsrrglerung Besprechungen über die Rheinlandräumung anstrebe, für die sie sich so­wohl auf juristische, als moralische Gesichtspunkte berufen könne

3n diesem Sinne sei freute eine erste gemein­same Besprechung eröffnet worden, über die ein Commun qu6 ausgegeben würde, ban er schon auS dem Grunde nichts hinzuzufügen knauche, well der deutsche Standpunkt hinreichend be­kannt sei.

Sin englischer Spiegel stirdriand.

London, 11.Sept. (WTD.)Daily He­ra l d" schreibt zur Rede Briand« in einem ßritartifel: Rach unendlicher Verzögerung knmmt man zu dem Punkt, wo der Autzenminister einer Großmacht anbeutet, datz überhaupt feine Abrüstungskonferenz statlfinden und datz der Völkerbund an dieser seiner Hauptprü'ung scheitern wird. Roch schlimmer ist j.'doch die Art der Mitteilungen, in denen andere Mächte be­schuldigt werden, das AbrüstungLwerk zum Scheitern gebracht zu haben. Rutzland. Deui'ch- land und bte Vereiniglen Staaten, Io bemerkt das Blatt ironisch, smd demnach Dösewick e. England und Frankreich jedoch die unbescholtene Helden. Dies ift ein gefährlicher 11 n f i n n.

(£s besteht nicht der Schallen eine» Zweifels, daß Großbritannien und Frankreich die IDIrf- famkeit ihrer Waffen erhöhen, um die ihnen Zur Verfügung stehenden Offenfiofräfle zu vergrößern.

Während Driand sprach, führte fein Kollege P ainlev^ den Vorsitz in einer Mili r- konferenz, die die Pläne für ein gro>S neues System von Detest'.gungen von der R:rd- fee bis zam Wittelmeer ausarbeitet. Erft vor einem Monat prahlte sein Kollege L e y g u e S

gehenden 14 Tagen ist die Steigerung nut auf die Zunahme der männlichen Hauptunterstützungs- emplänger zurückzuführen, deren Zahl um rund Ü200 oder 2,3 Prozent gestiegen ift. Die Zahl der weiblÄhcn Hauptunterstützungsempfänger ift im De«mlay hierzu um 2500 oder 15 Prozent zu- cf gegen gen.

3n der Krisenunterstützung ist in der Der^chtszeit die Zahl der Hauptunterstützungs- empsänger sowohl bei den Wannern alÄ auch bei den Frauen weiter gurüdgegangen, und zwar bei den Männern um 0.6 Prozent, bei den Frauen um 2 Prtyen: Insgesamt fiel die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger von 80 900 auf 80 200 oder um 0,8 Prozent.

Die Trauerfeier

für Vrockdorff-Ranhau.

De r I i n, 11. Sept (WTD ) Heute mittag sand in der Dveilaltigkeitskirche eine Trauer- feier für den verstorbenen deutschen Dott'chafter

m Moskau, Grafen Drockdorfs-Rantzau statt, der auf seinem Gute Annettenhifre bei Schleswig bestattet werden wird Reben den Arigeh rigen und zahlreichen Freurrden war in Derlr.tung deS RrichSprälid?n en Staatssekretär Dr. Meißner. alS Vertreter b:r Reichsreg e- nm,i Reichsminister Dr. EurtiuS. ferner de Rei^sninister Wissell und Dietrich Vaden erschi^Twrr. sodann die Vertreter deS Auswärtigen Amtes als Vertreter der preußischen Regierung Staatssekretär Dr. Weismann, vom diplo­matischen KorpS der türttfche und der spani'che Dotschafter. von der russischen Dockchatt Frau Krestinski und Dot^chaftSrat Dratman- Drodowski in Vertretung des von Berlin abwesenden rullilchen DosickatterS K cfti s.i der Leiter der russischen Handelsvertretung. D c g g e, die Gattin deS russischen Volkskommissars Lu­natscharski und fast fämlliche inBerlin akkre- tKtierten Gesandten außerdem Vertreter deS Reichstages des RcichSraies, der WinschastS- kreife. deS Reichs Heeres und der Marine sowie anderer Dehörden mit ihren Damen.

Der König von Spanien in Kiel.

Kiel. 12. Sept. lDTV Funkspruch.) Auf der Reile nach Stockholm traf der König von Spanien an Bord deS KreuzerL »Principe Alkon'o" heute früh 2 Uhr. durch den Rordoftlee- kanal tommenb. in Kiel ein. Der Äreuwr machte im Hafen fest. 3n DrunSbüttel tourte der K ig durch eine Ehrenkompagnie der RcichSwehr. d c dem König die üblichen @frrenbeytugungen er­wies. begrübt. Ter spani'che Dotichafter in Derlin, Espinosa de loS Monteros, be- aab sich an Dord, um den König bis Kiel zu begleiten. Als Vertreter der Reichsmarine neh­men an der Fahrt teil Konteradmiral Wül­fing v. Sitten und Korvettenlapitän (Sa­na r i A. 3m Laufe deS Vormittag- werden der Stattonschef und der Flottenchef dem König an Dord des Kreuzers einen De'uch abftatten. Der Kreuzer tmrd feine Vorräte an Betriebs- ftosf ergänzen und am Mittwvchnachmittag die Wetterrcise nach Stockholm anircten. Heute vor­mittag wird der König eine Rundfahrt durch Kiel unternehmen.