lammen 2000 Mk.. zur allgemeinen Liebesgabe 1000 Mk., an außechesllsche Dia porugemeinden 8000 Mk. Bei der Vergebung der Äomirmanben- gäbe 1928/29 fiel die Wahl aus Amöneburg. Weiter wurde beschlossen, für 1932 (100-Jahrfeier des Gustav-Adolf-Dereins- eine Iubiläumsgabe zu sammeln und diese schon jetzt vorzubereiten. Pfarrer Heinz- Maivz-Kaftei referierte sodann über die Fragen „Empfiehlt sich für unsere Diasporagemeinden Beitritt zu einer Baugemein- schäft?", und Pfarrer S t o r ct - Heppenheim be- handelte das Thema: „Die Feier eines Gustav» Adolf-Tags in unseren Gemeinden". Aach Wahl der Abgeordneten zur Taguirg des GesamlVereins in Freiburg und Bestimmung von Worms als Festort für 1929 wurden die besonderen diesjährigen Festgaben (1590 Mk.) verteilt, wonach erhalten sollen: Innsbruck und St. Egidh je 500 Mk., unterstützungsbedürftige deutsch-russische Pfarrerskinder 300 Mk., Burgenland 100 Mk. und Argentinien 190 Mk.
Aach dem gemeinsamen Essen im Gasthaus „Aheingold" tagten am Aachmittag die Gustav- Adolf-Frauenvereine, wobei zunächst der Tätigkeitsbericht für 1927 28 erstattet und dann der Anschluß des Landesverbandes der hessischen Gustav-Adolf-Frauenvereine an den Verband der cvangelisch-lirchlichen Frauenvereine in Hessen beschlossen wurde. Sehr fesselnd und anschaulich war der Vortrag von Pfarrer Bürbach- Mühlheim (Ruhr, über „Unsere Gustav-Adolf-Frauenvereine und ihre Mitarbeit an dem Wert evangelischer Bruderliebe". Allgemeine Freude riefen eine Aufführung „Ich habe ben Schweden mit Augen gesehen" durch Langener Schulkinder und die Musikvorträge eines kleinen Orchesters hervor. Am Abend begann der Lehrgang für Diasporaarbeit, der durch eine äußerst stark besuchte Vorführung des Films „Glaube und Heimat"eröfsnet wurde und wobei Pfarrer May- Cilli die einleitenden Worte sprach.
Der dritte Tag brachte die Fortsetzung des Lehrgangs. Es hielten dabei Vorträge: Pfarrer B a b i ck - Berlin (von 1909 bis 1920 in Argentinien) über die deutsch-evangelische Kirche in Argentinien, Pfarrer May- Cilli über deutschevangelisches Leben in Slovenien, Privatdozent Dr. Fritzler-Duchschlag über das kirchliche und religiöse Leben in dein deutschen Wolgastaat.
Damit fand die Jahresversammlung ihren Abschluß, und voll Dankbarkeit gegen die freundlichen Gastgeber verliehen die auswärtigen Teilnehmer den Festort.
Wirischafi.
Normale Entlastung der Reichsbant.
Der Ausweis der Aeichsbank vom 7. Juli zeigt mit einer Abnahme des Wechselbestandes um 173 Mill. Mk. und einerFAbnahme des Lombardkontos um den vollen Betrag der Ultimoerhöhung von 111 Mill. Mk. eine unter Berücksichtigung der Passiva durchaus normale Entlastung. Der Iahlungsmittelum- lauf beläuft sich am 7. Juli auf 6,05 Milliarden Mark und ist damit noch nicht unter die 6 Milli- arden-Grenze heruntergegangen. Trotz dieser normalen Entlastung weisen die Giroguthaben eine über das übliche Maß hinausgehende Beanspruchung aus, indem sie eine Abnahme von nicht weniger als rund 101 Mill. Mark er- sahrey haben. Die Danken, die höchstwahrscheinlich ncnh dem Halbjahresultimo kurzfristiger und knapper disponieren, haben einen Teil der Giro- gelder zur Abdeckung ihrer Lombardengagements benutzt. Wenn auch der Reichsbankaus- kveis somit eine nicht ungünstige Lage des inneren Geldmarktes in Deutschland widerspiegelt, w zeigen doch die Girogelder, die mit der ausge- {piefenen Summe von 424 Mill. Mk. einen noch nie dagewesenen Tiefstand des Jahres 1928 erreicht haben, daß eine gewisse! Anspannung vorhanden ist.
Trotz der normalen Entlastung haben sich somit die Hoffnungen auf eine Ermäßigung der offiziellen Diskontrate nicht erfüllen können. Gerade der erste Monatsaus- wets bei der Aeichsbank hat für jede Diskontmaßnahme eine besondere ausschlaggebende Bedeutung. Was die Diskontsrage anbelangt — im Zusammenhang mit der internationalen Lage des Geldmarktes —, so scheint hier die in Amerika herrschende Geldversteifung den Stempel aufzudrücken. Die Erhöhung der Diskontrate seitens der Chikagoer Federal Reserve Bank hat ihren Eindruck auf den deutschen Geldmarkt nicht verfehlt insb. da damit zu rechnen ist, tah die übrigen Reservebanken dem Vorgehen des Chikagoer offiziellen Bankinstituts sich anschließen werden. Die internationale Geldmarktlage weist starke Störungsfaktoren auf, der Londoner Platz wird durch die Maßnahme der
amerikanischen Banken im'ofern beeinflußt werden, als Abzüge von Geldern amerikanischer Her- funft eintreten werden. Eine Diskontermäßigung der Bank von England kommt daher auf keinen Fall in Frage. Bei der Verbundenheit der internationalen Geldmärkte muß in der Frage einet Ermäßigung der deutschen Diskontrate äußerste Zurückhaltung geübt werden, die auch bestehen bleiben wird, wenn die Entlastung der Reichsbank in den nächsten Wochen weitere Fortschritte normalen Ausmaßes machen sollte.
Die Goldbestände der Reichsbank haben eine weitere Ausfüllung von 20 Mill. Mk. durch Käufe der Reichsbant in Rußland erfahren, und weisen mit 2 105 878 000 Mk. einen Rekordstand aus.
" Veränderung des Berliner Privat d i s k o n t s. Der Sah deii Vrivatdiskonts ist für lange Sichten an der gestrigen Berliner Börse um ’s auf 63/i Proz. erhöht worden, so daß der Sah für beide Sichten jetzt 6-u Proz. beträgt.
• Bamag - Meguin - Aktiengesellschaft. Bei der Bamag-Meguin-Aktiengesell- schaft, Berlin, hat, wie WTB.-Handelsdienst aus Verwaltungskreisen erfährt, dcr 9IuftrageEingang in den letzten Monaten etwas nachgelassen, jedoch ist die Beschäftigung vorläufig noch eine ausreichende.
Frankfurter Börse.
F r a n k f u r t a. M.. 12. Juli. Tendenz: schwach. Die gestrige flaue Aeuyorker Börse hatte am hiesigen Markt große plnsicherheit zur Folge. Die Tendenz erfuhr eine weitere A b- I ch w ä cf) u n g, doch konnten die niedrigen Kurse, die im vorbörslichen Freiverkehr genannt wurden. etwas überschritten werden. Die Banken standen weiter unter dem Eindruck der durch die Chikagoer Diskonterhöhung und des wieder sehr versteiften Aeuyorker Geldmarktes geschaffenen internationalen Situation, doch ist die Marktlage durch die Verkleinerung der Engagements bereits bereinigt. Das Angebot war trotz der heutigen Medioliguidation nur klein, wie man es auch erwartet hatte. Da die Aufnahmelust aber nach wie vor außerordentlich gering war und älmfahmöglichkeit bei der herrschenden Lustlosigkeit nur in beschränktem Umfange Vestand, traten im allgemeinen nur kleine Rückgänge von 1 bis 2 Prozent ein. Am Elektromarkt waren Polyphon minus 3,50 und Gesfürel minus 3 Prozent, AEG. gaben 1 Prozent. Siemens 1,25 Prozent und Licht & Kraft 1,50 Prozent nach. Von den 3ellftofftoerten verloren Waidhof 23/< Prozent. Aschaffenburg etwa 1 Prozent. Am Chemiemarkt hörte man Farben knapp behauptet. Banken lagen durchschnittlich IV2 Prozent schwächer. Montanaktien lagen fast umsatzlos und wenig verändert. Ausländer konnten weiter geringfügig anziehen. Deutsche Anleihen leicht abgeichwächt. Auslandrenten ohne LlmAtz. Im Verlauf blieb das Geschäft still. Vcrschie- deutlich führten Deckungskäufe der Spekulation zu kleinen Kursanregungen, dazu trug die Befriedigung darüber bei. daß die Dank von England ihren Diskontsatz unverändert lieft. Am Geldmarkt war Tagesgeld trotz des Medios 6’/2 Prozent leichter, da die Aachfrage nachgelassen hatte. Am Devisenmarkt erfuhr der Dollar eine weitere Erhöhung. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1960, Pfund 20,410, London gegen Kabel 4,8632’/., Paris 124,24, Mailand 92.90, Madrid 29,51, Holland 12,08'/«.
Berliner Börse.
Berlin. 12. Juli. Obwohl der Berliner Platz bereits gestern die Chikagoer Diskonterhöhung diskontiert hatte, liegt das Kursniveau im Anschluß an die gestrige flaue Aeuyorker Börse noch einmal, wenn auch nicht in so starkem Umfange, zurück. Die Baisse-Spekulanten versuchten die Tendenz in iftrem Sinne zu beeinflussen, was ihnen aber nicht immer gelang; es verblieb zwar bei ganz stillem Geschäft und nur ganz geringer Aufnahme, trotzdem war aber die Tendenz verhältnismäftig widerstandsfähig, zumal die befürchteten Ver'aufsorders nicht in dem erwarteten Umfange eingetroffen sind und im Gegenteil für S^:ezialwerte bei der Kundschaft eher Kausneigung bestanden haben soll. Man wollte auch von Interventionsabsichten der Großbanken wissen. doch war zuverlässiges hierüber nicht zu erfahren. Die ersten Kurse boten kein einheitliches Bild, lagen aber überwiegend etwas schwächer, bei einzelnen Werten bis 5 Prozent niedriger. Reichsbank minus 6 Prozent, Svenska minus 6 Mark, und Glanzstoff minus 9 Prozent. Polyphon plus 5 Prozent, Harburg Gummi plus 4’/< Prozent. Anleihen erholt. Ausländer gc- schäftslos. Anatolier und Türken zur Schwäche
neigend. Geld ist weiter gesucht. Tagesgeld wurde mit 6 bis 8 Prozent gelassen, war aber mit 6 Prozent nur ausnahmsweise erhältlich. Monatsgeld 7,75 bis 8,75 Prozent. Im Verlause konnten sich die Kurse leicht e r h 01 en . Cs handelte sich aber nur um kleinere Deckungen Eine gewisse Beruhigung ging von der Meldung aus. daft London seinen Dislontsatz heute noch nicht erhöht hat. Sehr lebhaft blieben Oberkots, bei denen einerseits die Gcschältsentwicllung eine günstige fein soll, andererseits durch das evtl. Zustandekommen des deutsch-polnischen Handelsvertrages neue Hoffnungen geweckt werden. Sonst hatten nur Polyphon und Siemens einiges Geschäft, doch liefen die Umsätze bereite schon per Ultimo.
Frankfurter ^etrerdebörsc.
Frankfurt a. M., 12. Juli. Der Frankfurter Produktenmarkt verlief infolge schwacher Ausland- noherungen in flauer Haltung. Die Händler üblen große Zurückhaltung, so daß das Geschäft sehr klein blieb und sich nur auf einige Getreidesorten beschränkte. Einiges Interesse bestand nur für Mais- Futterzwecke. Sonst überwog das Angebot bei zunächst nachgebenden Preisen. Es notierten: Weizen 26 Mark; Roggen 28; Hafer, inländischer, 27,75 bis 28,50; Mais (gelb) für Futter ■ jerfe 24,50 bis 24,75; Mais (gelb) für andere Zwecke Mbis 36,50; Roggen mehl 37,25 bis 38,25; Weizcnkleie 13,50; Roggenkleie 15,25 Mark. — Tendenz: flau.
Frankfurter Schlachtviehmartt.
Frankfurt a. M.. 12. Iuli. Auftrieb: 51 Rinder. 803 Kälber. 82 Schafe. Cs wurden bezahlt für 100 Pfund Lebendgewicht: Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 74 bis 78. mittlere Mast» und Saugkälber 68 bis 73. geringe Kälber 60 bis 67; Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- dämmel, Weidemast 50 bis 54, mittlere Mast- lämmer. ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 42 bis 48. Marktverlauf: Schweine schleppend. geräumt, wegen des geringen Auftriebs nicht notiert. Schafe und Kälber ruhig, ausverkauft.
Büchertisch.
K u ni T r eme l °E gg e r t: D i e S 1 raß e des Lebens. Roman. 269 Seiten 8". Umschlag» und Einbandzeichnung von R. Schiestt. Preis 'gehestet 5 Mk.. in Leinen geb. 7 Mk. Verlag von Albert Langen in München. - Kuni Stemel- Eggert ist eine Kennerin der deutschen Kleinstadt wie kaum eine andere. In diesem neuen Buche zeigt sie die Straße des Lebens, die die schöne Torbeckn-Rosl gehen muft, zeigt, wie aus kleinen Irrtümern, Regungen der Sekunde, gutem Willen, aber mangelnder Erkenntnis ein Schicksal gewoben wird. Sie zeigt, wie alles schlimm ward und doch alles gut und notwendig zum Wachstum der Persönlichkeit, sie zeigt, welch ein unerbittlicher Richter aus dem eigenen Blute, dem Kinde, ersteht, bis das. durch harte Schule, zum groften Verstehen reif wird. In diesem Kleinstadtroman ist kein kleiner, kleinbürgerlicher Zug. auch der Schuldige noch hat die Wurzeln seiner Schuld im Allmenschlichen. 272
— Hanns I0hst: Ich glaube! Bekenntnisse. 1.—5. Tausend. Umschlag- und Einbandzeichnung von Prof. Dr. W. Tiemann. Preis geheftet 3 Mark, Leinen 5 Mark. Albert Langen, München. — Iohst, der Dramatiker, spricht hier ein gewaltiges „Credo!" aus für feine künstlerischen Ansichten. Das ganze Buch ist ein mut- volles Bekennen zu einer solchen Macht, ein demutvolles Sich-Beugen vor ihr. Unter diesem Zeichen steht alles, was er zu sagen hat. Vom Kulttheater der Alten aus über das Mysterienspiel des Mittelalters scheint ihm der Weg zu gehen zu dem Theater der Zukuüft, das sich wieder unter die Regie ewiger Ideen stellen soll. Ihm sind Bühne und Zwischenraum eine Einheit im Dienste des Ewigen, das Publikum Stellvertreter des Chores der Alten. Der letzte Akt des neuen Dramas, meint er. müsse im Inneren des Zuhörers spielen, wenn auch vielleicht erst, nachdem er den Theaterraum verließ. — Aber nicht nur zum Drama der Zukunft spricht er sein „Ich glaube!" Wenn er im „Ethos der Begrenzungen" einem verwaschenen „Weltbürgertum der Kunst" entgegenhält, daß die Mission deutscher Kunst nur unter deutschem Himmel zu erfüllen sei, wenn er über „Religiöse Kunst" spricht (jede Kunst ist ihm im Grunde Religion), wenn er seltsam neu und lebendig Kleist vor uns hinstellt, immer ist er der Seher einer reineren Zukunft. 224
— Martha Oftenfo: Die tollen (Torems. Roman 308 Seiten. F. G. Speidelsche Verlagsbuchhandlung, Wien und Leipzig. 1928. Brosch. 4 Mk., Ganzleinen 6 Mk., Halbleder 8 Mk. — Eindringlich wird uns das Leben der Bewohner von
Minnesota vor Augen geführt: ihr Ringen nach Befreiung von der Knechtschaft dieser kargen Erde, Befreiung aus dem einsamen Sumpfland des Eiders- grabens, ihrer Heimat, lieber diesem „Graben" erhebt sich das stolze Haus der reichen, vom Glück begünstigten Gareros. Die Gegensätze zwischen dem von keinerlei Hemniungen beschwerten Geschlecht sorgloser Genießer und ihren durch Armut und Plage bedrückten '.riad)barn sind in der kraftvollen Art der Ostenso dargestellt. Wie ein Carew ein Mädchen aus dem „Graben" zur Frau nimmt und wie dieses Mädchen, stark genug, über der Liebe zu ihm ihren Stolz nicht vergessen, dem Verwohnten als erste Widerstand leistet und ihn zu einer ernsteren, verantwortungsvolleren Lebensauffassung bekehrt, das /ist die packend erzählte Handlung des Buches 292
— $)eien Gosewisch: Quer straften. Roman. Mit einem Vorwort von Arthur £10 - litscher. 197 Seiten 8°. Ganzleinen 4 Mark. Wcllbücher-Derlag. Berlin-Friedenau - 6ju höchst überflüssiges Buch. Voll uninteressanter. verstiegener und bertoorrener Schilderungen vom „Leben" einer modernen, reichen, modistisch angehauchten Frau, die nichts mit sich, ihrem Mann, ihrer Ehe und ihrem biftchen ’fafein anzufangen weift und sich durch „Wohltätigkeit" und allerlei mehr und minder erotische Aden- teuerchen zu entschädigen sucht. Iedes gesunde Gefühl sträubt sich dagegen, derartig zerfahrenes, undiszipliniertes Gewäsch, das von Stilblüten strotzt, als Roman anzuerkennen; die Verfasserin hätte sich zum mindesten die Mühe machen sollen, das, was sie zu sagen wünscht, in einem leidlich anständigen Deutsch vorzubringen. Das Buch zu Ende zu lesen, ist schon seines verlotterten Stils wegen eine glatte Zumutung. Derartige Produkte können gerade in unserer Zeit einer gefährlichen literarischen und verlegerischen Heber- Produktion — nicht nachdrücklich genug abgelehnt werdest^ 215
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Ausgestaltung des Freibades.
Die freie Männer- und Frauenbadeanstall ist eine schöne Einrichtung der Stadt Gieften und sollte noch mehr von der Bevölkerung in Anspruch genommen werden. Das jüngste Ibitoettcr hat in der Frauenbadeanstalt das Dach abgedeckt und die Bretterwand weggerissen. Der Wunsch wurde laut, die Bretterwand durch Latten au ersetzen, weil die Sicherheit verbessert und die Kosten beträchtlich verringert werden Auftei- dem wäre es leicht, eine Brause und Sprungbrett mit wenig Kosten anzubringen. Weiter wäre e» noch gut, die Badeanstalt um einige Liegebänke für Luft- und Sonnenbad zu bereichern. Schließlich wäre noch zu wünschen, daß das Männerbad als Familienbad gelten darf Bisher wurden Mitglieder her Familie zurückgehalten, besonders Richtschwimmer. Auch tonnte der Rcttungs- kahn durch einen viel leichteren ersetzt werden.
Letzte Nachrichten.
Maffenverhastungen in Spanien.
Paris, 12. Juli. (MTB. Funkspruch.) Dem „Journal" wird gemeldet, daß seit einigen lagen beständig Gerüchte im Umlauf gewesen seien über öle Vorbereitung einer über ganz Spanien verbreiteten Bewegung, die den SturzderMonarchie zum Ziele habe. Die Polizei habe bereits zahlreiche Verhaftungen oorgenommen. Die Nachricht von der Entdeckung des Komplotts habe in allen Kreisen große Sensation hervorgerufen. Die Zahl der verhafteten belaufe sich auf etwa 100. Die Festnahmen seien vor allem durchgeführt worden in g e - werkschaftlichen und kommunistischen Kreisen der Provinzen Madrid, Barcelona, Saragossa, Biscaya ufro. Jn einer der presse zugestellten halbamtlichen Erklärung wird ausgeführt, ebenso wie in den vergangenen Sommern werde gegenwärtig versucht, dieAbwesenheitdesKonigsund d e s M i n i st e r p r ä s i d e n t e n , die sich zur Einweihung der neuen Eisenbahnlinien nach Lonfronc (Pyrenäen) begeben müssen, dazu zu benutzen, um Unruhen hervorzurusen. Die Behörden seien den an der Bewegung Beteiligten bereits auf der Spur, aber das wirksamste Mittel, so heißt es in der halbamtlichen Erklärung, um eine solche Verschwörung zum Scheitern zu bringen, sei die Unterstützung der Regierung durch olle loyal Gesinnten und für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Buhe Verantwortlichen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe bet zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankbiskont 7 Prozent, Lombarbzinsfuß 8 Prozen!.
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