Nr. 291 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Dienstag, V. Dezember 1928
Turnen, Sport und Spiel.
Stihülleu-Zauber.
3$pn Carl J. Luther, München
2lm morgigen Mittwoch spricht der Q^raf er. ein geborener Gießener, auf Einladung tes Slillubs Gieße.1 hiec in der Aula der Hniberfität über „u.Lauf unö Paddeln". 3m Hinblick auf diesen Dor ragSa end Dur ten die nach^.ehenDen fcs elnden Zei'en bei allen S.ireun^en besonderem 3n.ere.se begegnen. D. Red.
Das ech'.e schöne Skiläuserleben, das „zünftige" wie die Schwaben sich ausdrücken, spielt sich vor allem im Bereich der Slihütte ab. Drinnen am Kaminfeuer, im Skistall und im Wald um die Hütte. Bor etwa 40 3ahen erhielten wir aus Äordland den Ski. Doch all seine Köstlichkeit wurde unL erst mit der Slihütte gegeben, die um 1906 anfing, ihre ersten Ableger von Norwegen her bei und zu pflanzen.
Was wäre der Skilauf ohne die Skchütte? Die Zeiten ohne Skchütte habe ich noch milerlebt. Kümmerlich gegen Wind, Kälte und Schneefall geschützt, sahen wir damals an die Außenwände verichlossener Almhütlen gelehnt, mußten gar ein- brechrn, wenn das Wetler zu toll wurde, oder aber mit wenigen ungemütlichen Räumen überfüllter Derggasthäuser vorliebnehmen. Lind ©'.unten zu früh, zu früh für den noch sonnig gewordenen Rachenittag, muhten wir aufbrechen zur Talfahrt. _ .
Run ist alle- anders geworden. Die köstlichen Stimmungen des nordischen Hüttenlebens im verschneiten Wald und hoch über den Tälern sind auch uns Ereignis geworden, das nicht mehr wie ein unerfüllbares Märchen in unserem Leben steht. Zwischen Rordmarken und gewissen Gehre.en im bayerischen Hochland und im Schwarzwald ist im Bereiche des Skihüttenlebens kaum noch ein Llnterschied. Rur etwas weniger ver- alloholisiert bürsten unsere Hütten sein. Was den Alltag betrifft Wenn besonderes zu feiern ist, Weihnachten, Reujahr, oder ein aus die Hütte verlegtes Festchen, gehen wir auch dort oben einem guten Tropfen nicht ganz aus dem Wege. 3a. Ball und Lanz habe ich erlebt in klobigen Balkenräumen, zwischen Pfosten, an denen kurz zuvor noch das Almvieh gebunden war, und das war der schlechteste Fasching nicht, der uns zur Kurzweil wurde.
Doch das sind Ausnahmen für hohe Zeiten. Sonst ist die Skihütte eine stille Burg gewollter Zurückgezogenheit, fern vom Alltag, meist viele Bahnstunden entfernt und auch noch Stunden über der letzten Bahnstation. Etwas Mühsal muh immer vorausgesetzt sein und überwunden werden. 3ch ferme Skihütten, die der Bequemlichkeit halber in nächster Rähe der Alltäglichkeit gerückt wurden, und Die taugen alle nichts. Wohl kann eS In solchen Hütten hoch hergehen in Qualm und Lärm, aber Skiläuferleben unD Waldhuttenstimmung kommt schwerlich auf. Wenn aber rin stundenlanger Anstieg Durch unwegsame SchneewildniS unD Durch Den Winterwald und dazu daS Gewicht eines .pfundigen" Rucksackes wie ein Ausscheidungsrennen wirkt und sorgt, daß die Leichtfertigen doch lieber zum Gasthaus abwairdern, wenn man mit einem berech igten Seufzer der Erleichterung den Schnerfer in den Schnee wirft, um nach dem Hüttenschlüssel zu nesteln, bestimmt zuerst in den Taschen, in Denen er sich nicht befindet, und wenn es Rächt schon geworden ist vor Dem Ziel, wenn wir andere fern von und und auch fern noch von ihrem Ziel im Scheine ter Laterne wandern sehen, indes unser Hüttlein schon warm wird durch Die ersten knisternden Flammen im He.d, dann baten wir uns alle Anrechte auf einen gemü'llchen, netten Hüttenabend auch erworben, und dann wird uns alles, was Die Hütte zu bieten vermag, auch zum innigen Erlebnis.
Ter frühe Sonnenaufgang auf Beraeshöh' — wer sieht ihn sonst zur Winterszeit? — ist unser, auch der unberührte Reuschnee, ter über Rocht gekommen ist. wir sind frisch und munter nach Dem Gipfel-Morgenbummel, wenn andere mit ter Müdigkeit des Morgenroton' i-ges aus dem Tal so well sind, die warnte Mittagssonne zu genießen, und müssen sie zur Abfahrt sich wieder rüsten, dürfen wir uns noch lange dem Skilauf widmen, auf der Llebungswiese, am Heinen Sprunghügel oder während ter Abendfahrt zum Hüt'engipfel, ter und auch den Sonnenuntergang noch erleben läßt
Fern überm Wald, wo sonst an Hellen Lagen ein lichter Schein am tiefen Horizont die Lage ter Stadt verrät, schläft ganz dunkel heute die Erde, da hat sich breit und schmierig das Rebelmeer gelagert und hält Die Talmenschen gefangen; doch über und glimmen und funkeln die Sterne, es leuchten nab“ unD fern rote Fensteraugen anderer Skihütten Durch die Rächt, und es knirscht im eisigen Schnee Der Ski. Der und all diese schoren und absonderlichen Erlebnisse aus Dem Aorten gebracht hat unD ter und nun Der nächsten Hütte zuträgt.
Teutel, nein, wir gehen doch vorbei! Die Kerle haben sich ja einen Lautsprecher eingebaut! Da ist es doch besser, wenn wir den weiteren Weg zu jener Heinen Hütte am Sattel einschlagen. Der Maler, ter Dort den ganzen Winter über haust, ter hat nur eine Klampf'n an der Wand. Ter tarnt uns was erzählen von seinen Fahrten in." Die welle Well und von Der Zell, da der Ski noch jung war in diesen Bergen unD alles so viel ursprünglicher und sportlicher.
Es gibt Menschen, Die Wochen- und monatelang die Einsamkeit ter Skihütte freiwillig ertragen. 3ch kenne einen, Der saß in jungen 3ahren weit weg vom Münchner Bier in einem Saeter in Telemarlen. Als er mir Damals seine Eindrücke schrieb und seine Fahrten schilderte, von der Hütte aus mit Ski unD Schlitten durchs nordische Fjord, da hatte er sein Deutsch schon ein wenig verlernt, unD weil er sich überdies Hüller einem nordischen P eudonhm verbarg, glaubte ich, es mit einem Telemarker zu tun zu haben. Heule Übersetzt Der Mann Knut Ham'un und die LIn'et und dankt kongeniales Einfühlen jenen Winter- tagen in der Slihütte. Lind Maler gibt es. die nur den Skihütten Den Farbenreichtum ihrer Palette verdanken, und die leben, hoch über den Tälern, wie Seganlini am Schafberg oben über Poillresina im Engadin.
Lind noch etwas gibt es, eine Skihütte, die eine Frau — eine gebildete nette Skiläuferin, nicht etwa eine verbitt.rte alte 3ungsrau — höchst eigenhändig aus einem alt.n Stall zu einem wahren Schmuckkästchen audgebaut hat. darin sie nun wochenlang in selbstgewollter Ein amf.it lebt — eine muntere Frau aus Der fernen Großstadt in einer einsamen S.ihütte am hohen Berg. Das Llnlegreisliche kann nur der verstehen, der das Wunder des Ski, die Romantik der Slihütte unD Den Zauber ted Winterwalded erlebt hat.
4. Bezirk Gau Hessen O. T.
Am Sonntag fand in Burg-Gemünden eine Vorturner stunde des 4. Bezirkes des Gaues Hessen der D. T. stall, die von 45 Vorturnern besuclst war. Geturnt wurden Ordnungsübungen, Vor-, Neben- und Hintereihen, die für 1929 vorgeschriebenen Freiübungen; geleitet von Bezirksturnwart Bastian (Alsfeld), ebenso die Pflichtübungen an den Geräten für das am 10. Februar 1929 in Grebenhain ftattfinbente Winter-Geräte-Wellurnen. Ein Spiel bildete den Schluß.
5. Bezirk im Turngau Hessen. (O T )
bpw. Friedberg, 9. Dez. Die zwei le De- zirksvorturn er stunde im neuen Turnjahre fand gestern unter ter Leitung des Bezirks tumwarts Lang (Lang-Göns) im Heime ter hiesigen Tumgemeinde bei sehr gutem Besuche statt. Aus 23 Bezirksvereinen waren 48 Turnwarte und Vorturner angeLretcn. Es wurden zunächst Die vo^geschrietenen O r D * nungs - und Freiübungen Durchgeturnt, dann Die Geräleüoungen für das Dezi.lsgeräte- toettumen 1929; das letztere tourte Dem Turn- unD Sportverein Butzbach für den 3. März zur Durchführung übertragen. Hm das volkstümliche Bezirks'umen, das sog. Bezirksfest, das um Die Psingstzeit abgehoben wird, hatten sich Rieder-Mörlen und Lang-Göns beworben. Bei ter Wahl entschied man sich mit knapper Meh.heit für Rieder-Mörlen, dessen Turnverein mll Der Veranstaltung die Feier seines 25jährigen Bestehens begehen will. Eingehend und anregend besprochen wurde ter durchgeturnte Llebungsstoff und anschließend be- schlvsseir, für die Q3orturnerftunten in Zukunft immer einen ganzen Tag zur Verfügung zu fteHcn, damit dem Turnen des Dormlltags am Rachmittag eine Aussprache folgen kann. Die Turnstunde war erfüllt von beftem Arbeitswillen. Bezirksturnwart Lang nahm Deshalb am Schluß gern Gelegenheit, für die geleistete turnerische Arbeit Den besonderen Dank Der Bezirksleitung an alle Teilnehmer zu übermitteln.
Zechten im T. V. 1846 Gießen.
Im heutigen Anzeigenteil wird zur Besprechung über die Gründung einer Damen-Fechtabtei- lung des To. 1846 Gießen auf nächsten Freitagabend ringelnden. Auf die Anzeige sei besonders hingewiesen.
Handball-Derbandssplele im Männerturnverein (D. T.) mio.I — Tv. Großen-Suseck I 3:4 (0:2).
Mlv. II — Tv. Wetzlar-Nieder^Sinnes 1 1:0 (0:0).
Eine große Lleberraschung gab es am Sonntag bei Dem Spiel der 1. Mannschaft gegen Den Tv. Großen-Duseck. Die Qüännerturner mußten sich auf eigenem Platze von Den Gästen eine Rieder- läge gefallen lassen. Es war allerdings nicht Die seitherige kampferprobte Mannschaft des Mtv. Durch Weggang und Krankheit muhten fünf Ersatzleute eingereiht werten, die sich Wohl gut anpaßten, aber immerhin fehlte Der Mannschaft Die altgewohnte Durchschlagskraft. Weiterhin fehlte am Sonntag Der nötige Zusammenhang: sell>st gute Spieler waren diesmal glatte Versager. Trotzdem Ware das Spiel für Die Mtver nicht verloren gewesen, wenn sie sich enDlich an das Flügelspiel gewöhnen könnten. Der Tv. Großen-Duseck stellte eine Mannschaft ins Feld, Die den Männerturnern im Können nicht voraus war: auch hier konnte die Spielweise nicht gefallen. Wenn Die Mannschaft trotzdem gewinnen tonnte, so lag es an ihrem massiven Spiel und letzten Endes an groben Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, der Dem Spiel in ferner Weife gewachsen war. Ohne dem Tv. Grohen-Buseck den Sieg zu schmälern, muh anerkannt werten, daß er sich dem Spiel mit großem Eifer hbngab. Die Männerturner find durch diese Riederlage um zwei wertvolle Punkte gekommen. Gelingt cd ihnen nicht. Die weiteren Spiele um die Entscheidung zu ihren Gunsten zu gestalten, so Dürfte Die Meisterschaft ernstlich in Frage gestellt fein.
Die II. Mannschaft spielte gegen Die l. Mannschaft des Tv. Wetzlar-RieDer-Givmes und konnte nach schönem Spiel gewinnen. Dem Spielverlauf nach hätten Die Männerturner höher gewinnen müssen. Es gilt aiuf> hier, bessere DallbehanDlung und bessert Zuspiel.
Handball im Turnverein 1846 Gießen.
Tv. Vad-Nauheim I — Tv. 1846 I 0:1 (0:1).
Die 1. Handballmannschaft fpielle nm Sonntag geaen Bad-Nauheim. Das Resultat 1:0 ist ein glückliches zu nennen. Beide Mannschaften waren ziemlich gleichwertig. Das Spiel war non Anfang bis zu Ende verteilt. Hervorragend arbeitete die Gießener Hintermannschaft, die den geanerischen Sturm zu keinem Erfolge kommen ließ. Läuferreihe, Verteidigung und Tormann verdienen ein Gesamtlob. Der Hintermannschaft nicht ebenbürtig war der Sturm. Zwar sah man gute Einzelleistungen, doch fehlte jegliches Zusammenspiel. Gute Vorlagen waren kaum zu sehen. Jeder Stürmer, ter Mittelstürmer ausgenommen, überbot sich im schlechten und ungenauen Zuspiel. Daß nicht mehr Tore er- ziell wurden, war die Folge. Die besten Mannschaftsteile der Nauheimer waren Tormann und Läuferreihe. Besonders ersterer zeigte prächtige Leistungen.
Handball in Grohen-Linden.
Tv. Großen-Llnden Jugend — Tv. Wetzlar Jugend 10:2 (5:2).
Wetzlar trat nur mit 9 Mann an unD mußte sich diese hohe Rieterlage gefallen lassen. Großen- Linden hatte Anstoß: es entwickelle sich sofort ein flottes Tempo, bei hem es zuerst Wetzlar
D. f. B. Handball.
Auch im Rückspiel konnte Die erste Handball- mannschaft der Spielvereinigung 1900 nur einen ganz knappen 3:2-Sieg über Die V. f. Ber landen. Die Platzelf hatte infolge dienstlicher Verhinderung einiger Spieler Ersatz eingestellt, leistete aber dem im Zuspiel besseren Gegner starken Widerstand und vermochte das Spiel offenzuhalten. Die Spielvereinigung hatte die größere Zahl von Torchancen, ließ diese jedoch infolge unplacierten Werfens zum größten Teil aus. Das Treffen war alles andere als schön, Da beiderseits oft die Gre.rzen des Erlaubten überschritten wurden. Einen großen Teil Schuld hieran trug Der Schiedsrichter, der Dem Spiel nicht gewachsen war. Es war ein Spiel, wie eS nicht sein soll.
Handball der Sp.-Bg. 1900.
1900 2. Mannsch. — V. f. L. Wetzlar 1. Mannsch. 1:6.
1900 2. 3gD. — D. f. L. Wetzlar 2.3gd. 4:3.
o 1900's zweite Mannschaft stand in Wetzlar den Leuten um Paulus gegenüber. Da die Elf 6 neue Spieler in ihren Reihen hatte, die sich jedoch gut ein führten, war das gegenseitige Verständnis noch zu vermis cn, und die Wetzlarer erzielten kurz nach Spielbeginn zwei Tore. Danach fanden sich die Spielrerci ngungsleute jedoch bcf.cr zusammen unD ließen Den Gegner bis zur Halbzeit nicht mehr zu Erfolgen kommen. Rach dem Wechsel kam Der V. f. L. zu vier weiteren Toren. Don den Drei Bällen, Die 1900 s Mittelstürmer Dem Wehlarri: Hüter ins Reh setzte, wurde jedoch nur einer als Tor gewertet.
Das Spiel ter zweiten 3ugend:nannschasten sah Die 1900er lange Zeit klar im Vorteil. Der EnDspurt Der Wetzlarer lieh ihnen jedoch nur einen knappen Sieg.
Spielvereinrgnng 1900 Gießen.
1900-Siefcen (Liga)—Burg (Liga) 5:1 (1.-0).
ö. Das Resullat ist für Die Gießener recht günstig, gibt jedoch keineswegs den Spielverlauf wieder: ein Sieg mit zweistelliger Zahl hätte eher dem Kräftevergleich unö den Leistungen entsprochen. Burg zeigte ein äüßerst schwaches Spiel und kam nur selten über die Mittelfeldlinie hinaus. Die meisten Spielhandlungen wurden im Burger Strafraum und ganz in dessen Rahe audgetragen. Trotz mehrerer Ersatzleute zeigten die Blautoeitzen am Sonntag wieder eine recht ansprechende Leistung, bis auf die Stürmerreihe. Lieberragend dirigierte die einheimische Läuferreihe, in ter befonterd Der Mittelläufer Durch seinen großen Eifer auffiel, das Spiel. Schade daß der Sturm, bedingt durch Llmstellun- gen, so wenig Verständnis untereinander zeigte, und teiltocife recht zerfahren spielte. Die Gäste leisteten im Feldspiä gar nidjtd. Lediglich Dem überragenden Können ihres Torwarts und Der aufmerksamen, allerdings auch immer recht zahlreichen Verteidigung hatte Burg es zu verdanken, daß die Riederlage nicht katastrophal wurde. Außer zahlreichen Eckbällen erzielte 1900 kurz vor dem Wechsel ten Führungstreffer. Gleich nach Der Pause spielte sich Der Gießener Halb
gelang, Den gegnerischen Tormann zu schlagen. Die Platzmannschaft erzielte aber bald den Ausgleich und konnte, toährcnd Wetzlar noch einmal erfolgreich war, iwch viermal bis zur Halbzell etnsenden. Rach der Pause wurde Grohen-Linden immer überlegener, was Die 5 weiteren Tore beweisen.
Handball im Lahn-Oünsberg-Gau.
Varbenfe'.ch I — QTL'enborf I 9: 2 (4:0).
Durch die am vorletzten Sonntag in Kinzenbach unverdiente 2:1 ^Niederlage etwas entmu.igt, trat Garben^ich mit sehr gemischten Gefühlen am vergangenen Sonntag ter als sehr spielstark bekannten Allendorser Mannschaft auf dem ®ar- bentelcher Platz gegenüber. Rach dem Anstoß durch Allendor, üvecnahm Garbenteich sofort die Führung und es konnte kurze Zeit Darauf ten ersten Treffer erzielen. Bis zur Halbzeit war Garbenteich Allendors überlegen unD sandte noch dreimal den Ball ins Retz. Rach Seitenwechsel kam Allendors sichtlich auf und schoß in ter 40. Minute das Ehrentor, um kurz danach noch mit einem weiteren Tor auszuwarten. Garbenteich konnte aber das Leder noch fünfmal placieren. Die Stärke Allendorfs liegt im Sturm, ter aber von ter Läuferreihe nicht genügend unterstützt wird: Die VerteiDigung konnte nicht genügen, währenD ter Tormann anscheinend seinen schwarzen Tag hatte. Der Garbenteicher Mannschaft, die wieder eine schönes und geschlossenes Spiel vorsührte, gebührt ein Gesamtlob.
Tv. Kinzenbach I — Tv. Londorf I 2:3 (0:0).
Mit Ersatz für feinen Mi telftürmer und linken Läufer spielend, muhte Kinzenbach am Sonntag eine dem Spielverlauf nach unverdiente Riederlage einstecken. Wäh.end Die erste Hälfte bei ausgeglichmen Leistungen torlos verlief, spielte Kinzenbach in Der zweiten Halbzeit bis zum Schlüsse ted Spieles DauemD leicht überlegen. Bei Dem Sieger waren Der Sturm unD Torwart gut, toährcnd Die Läufe.reihe und Verteidigung Durch ihr unfaires Spill unangenehm au,fielen. Bei Kinzenbach trat Die linke S.urmseile heiwor, Die im Verein mit Dem Mittelstürmer manchen schönen Angriff vortrug, Der aber wieder Durch Das unfaire Spiel ter Londorfer Hintermannschaft scheiterte. Die Läuferreihe, sowie Die Verteidigung taten ihre Schuldigkeit, Dagegen war Der Torwart Durch eine Fußvellchnng nicht auf Der Höhe.
Tv. wieseck I — Tv. Kesselbach I 1:1 (0:1).
Kesselbach lieferte in Wieseck sein erstes Spiel und konnte cd gleich zu einem Erfolg gestalten, Da sie gegen Die Wissecker Mannschaft ein Lln- entschieten heraus holen konnte, welches Dem Spielverlauf nach wohl nicht ganz verdient ist, denn Wieseck war in Der zweiten Halbzeit Durchweg leicht überlegen. Kesselbach hatte in Dem Torhüter Den besten Mann, Der ihnen Durch gute Leistungen ein Llnentschieten rettete. Wieseck, welches nur mit 10 Mann spielte, gefiel durch utes Zusammenspiel und äußerst faire Spiel- cise, welche von Kesselbach auch zu erwähnen ist.
finlc gut durch. Seme Vorlage nach rechts ber* toanbritc ter einlaufende Rechtsaußen. Cm Durchspiel zum Linksaußen vertoandelle dieser zum dritten Tor, Dem erneut Der kleine Mittelstürmer ein viertes folgen ließ Als Burg bei einem seiner DuvU>rüche einmal in Den Gießener Strafraum tarn, hielt ein Gießener einen Gegner fest. Der SchieDsrichter entschied (Slfmetcr für Burg, ter verwandelt wurde und somit Das Ehrentor für Die Gäste ergab. 1900 bekam kurz vor Schluß einen Elfmeter wegen Handspiels eines Burgers im Strafraum zu- gesprochen, Den ter Halblinke haftbar zum fünften Erfolg einschoß. Der Platzvercin erzielte bis zum Schluß mehr als zehn Ecken, denen Burg zwei oder Drei entgegensetzte.
Die Reserven 1900s Durften kampflos zü den Punllen kommen, da Burgs zweite Mannschaft zu spät antrat
1900s dritte verlor in Leihgestern mit 2: 7 Toren. Bei ter Pause stand das Treffen 2:2.
stugendspielc.
1900 III b 3ugcnD — Garbenteich I. 3ugend 2: L 1900 II. Schüler — Garbenteich I. Schüler 2:3.
1900 Illa 3ugenD — Steinberg I. 3ugenD 1:1.
1900 I. Schüler — Grohen-Buseck 3ugend und Schüler kombiniert 2:1.
V. f. B.
Die Ligareserve hatte auf eigenem Platz die erste Mannschaft von Grohen-Buseck im Gesellschaftsspiel zum Gegner und gewann nach wechsclvollem Kampf mit 4:2. Die Gäste waren sehr eifrig und schnell und konnten auch technisch recht gut gefallen. D. f. B. zeigte sich in ansprechender Form und war Dufeck vor allem tm Zuspiel überlegen. Sein Sieg war verdient
Der Spielabschluß ter ersten 3 u gen Dclf mit ^Germania"-Marburg kam nicht zustande. 3n letzter Stunde wurde beim noch ein Epiek mit Sportverein Alsfel d vereinbart Trotz des fremden, ungewohnt kleinen Platzes errang die V. f. B.-EI, gegen die sehr spielstarken! Gastgeber einen knappen, aber verdienten 2:1- Sieg.
G>. V. 1920 Heuchelheim —
$. <5. Grünberg 12:0.
5m letzten Spiel der Vorrunde trat Grimberg in Zwuchelheim an und mußte sich mit diesem Resultat geschlagen bekennen. Lobenswert war die echt sportliche Auffassung der Gäste, die trotz der hohen Niederlage fair bis zum Schluß weiter spieften. Unter diesen Umständen hatte der Schiri Beck. D- f. B. Gießen, ein leichtes Amt. Erwähnt sei noch, daß Grünberg den größten Teil des Spieles mit zehn Mann spielen mußte, da ein Spieler in der ersten Halbzeit wegen einer alten Verletzung ausscheidcn mußte.
Arbeiter«Turn- und Sporibund.
Gießen I — Daubriagen I 8:0,
Trotz des doppelten Klassenunterschiedes roagte es Saubringen, ein Freundschaftsspiel gegen die Kreis« klasienmannschaft Gießen auszutragen. Das Resultat entspricht dem Unterschiede: es stand bei Halbzeit bereits 4:0.
Gießen Ib — Butzbach I 5:4.
Zu einem Freundschaftsspiele trafen sich beide Mannschaften auf dem Trieb. Gießen mit reichlichem Ersatz konnte trotzdem das Spiel für sich entscheiden. Butzbach zeigte wohl großen Eifer, doch fehlle das Zusammenspiel.
Raunheim ll — Grohen-Linden I 0:2.
Zum Entscheidungsspiel der 2. Bezirksklasic trafen sich am Sonntag diese Mannschaften in Naunheim. 3m Vorspiel teilten sich beide Gegner die Punkte. Großen-Linden spielle diesmal mit viel Glück, es konnte zweimal erfolgreich sein und sich so die Meisterschaft der 2. Bezirksklasse sichern.
Naunheim I — £eun I 7.2.
Zu einem Freundschaftsspiel trafen sich diese Mannschaften in Naunheim. Durch einen Elfmeter ging Naunheim in Führung, dem Leun aber schnell den Ausgleich entgegensetzte. Unerhofft kam Naunheim dann abermals zur Führung. Kurz vor Halbzeit glich Leun erneut aus. Nach dem Seitenwechsel stellte Leun um und hatte damit sich selbst vergeben. 3n regelmäßigen Abständen konnte Naunheim noch fünfmal erfolgreich sein und so auch im Resultat den Klassenunterschied vorstellen.
Gießener Schwimmverein.
Der im hiesigen Hallenbad ausgetragene K l u b k a m p f gegen ten Schwirnnrklub Wetzlar enbete mit einem überlegenen Sieg des G. S. V. Man hatte sich bessere Leistungen von den Gästen versprochen und war deshalb teil- toetfe enttäuscht, daß die Wettkampfe nicht so spannend verliefen, wie man erwartet hatte. Lediglich im 3ugendwasserballfpiel, das die Wetzlarer kürzlich in ihrem eigenen Bad mit 6:4 goto innen konnten, gab es diesmal ein Llnentschieten, nachdem Wetzlar bis Halbzeit mit 3:1 geführt hatte. Die Ergebnisse lauten:
Herrenbru st staffel 4X4 Dahnen: 1. Gießen 3 Mm. 23 Sek. (W. Zinuner, Kraft I, Rokh- mann, Dr. Eck). 2. Wetzlar 3: 35.
Herren staffel 3X4 Bahnen: 1. Gießen, 1. Mannschaft (Rothmann, Schaum, Herbert) 2: 25 2. Gießen, 2. Mannschaft (Zimmer I, Dr. Eck, Bickel) 2:30,8. 3. Wetzlar 2:35.
Damenbrust staffel 4x4 Dahnen. 1. Gießen (Drill, Hublitz, Mandler, Schüler) 4:9. 2. Wetzlar 4:20.
Herrenwasserball Gießen — Wetzlar 7: (51:0) (Mannschaft: Kraft I, Krämer, Dr. Eck, Dickel, Schaum).
3ugendwasferball Gießen — Wetzlar 3:3 (1:3) (Mlannschaft: Schüler, Herbert, Hartmann, Hechler, Zimmer II).
Daten für Mittwoch, 12. Dezember.
Sonnenaufgang 7.55 Uhr, Sonnenuntergang 15J52 Uhr. — Mondaufgang 8.21 Uhr, Mondunlergang 15.45 Uhr (Neumond).
1821: der französische Dichter Gustave Flaubert in Rouen geboren: — 1868: der Journalist Gustav Manz in Karlsruhe geboren; — 1872: der Maler und Schriftsteller Heinrich Vogeler in Bremen geboren.


