Aus 6er provinziakbaupfstaN
® 1 ctew, ben 11. 6«»teinfvr 192» Der Zel-fchüh.
z3*en un'ctr Jungen» den Gemr.nd.v.^ramfchlsA iu beraten hätten. Dann strichen 1 u sicher zuerst Die eidl< b<< 5< l b < d? j e c n. Dean fit altes sind sie schließlich noch haben uni würben es auch beöiUiflcn meUei<tt lager Ne Ausgaben für Ne ö4m14. Aber einen Mann besonder- anzustellen. der nur acht gibt, daß man nutzt einmal bei Aachbar» Aeptri versuchen bart das geht über bat 'Begnf4»t*rmr>fle.i richtiger Buben. Doch ist er aun einmal da Der gestrenge Herr und es gilt, sich ben Verhältnissen an^u* pal en. Daß uni er» Jugrub uu allgemeinen eint Kampfstellung yi diesem Beamten emnimmt versteht sich von selbst, und wehe ihm. wenn et alt ist oder womöglich noch sch echt lieht. Die 3un- aens lind grau am. belonber» wenn sie tm •lauten sind eine Heldentat auMufübcco. Der Feld- schütz ist In den selten Ren Fällen der Sieger.
Mir selbst erging es m mtmer Zagender allerdings einmal anders Da stand an der Straße ein Braven strinerbaam — wir Buben kannten natürlich alle guten Sorten —. den wollten wir gleich nach der Schule betuchen. Unsere Bangen 'logen in den Straßengraben, halb war ich ans dem Baum und schüttelte die anderen lasen auf Ganz oben hingen wie Immer. Ne schönsten Während ich höher streg und von neuem schütteln wollte, wurde es auf einmal so verdächtig still unter mir. 34) f*iute hinab in* mußte bemerken baß alle meine Kameraden den Schauplatz verlassen hatten, drüben Iah ich sie durch Ne Wte'cn Hitzen, und eine rauhe Stimme ries von unten .Machst du. daß du heranterkommst. du LausbubI" Der gefürchtete FelNchüv stand mit seinem Stock unter dem Baum &« war Bein guter, und wie er schlug, das wußte ich au» frriabrunjt Wo« sollte ich machen? 3ch hatte Mite Luft, eine Tracht Prügel statt der Aepfel nach Hause zu tragen 3d) blieb also ruhig sitzen, aß ein paar Letzte! und dachte Du stehst mir lange gut. ich habe Zeit. Da« währte nun etwa fünf Minuten. Der Schütz schimpfte and drohte. 3ch blieb fitzen. Brummend wollte er abeieben. und ich glaubte schon, gewonnen zu haben, da fah ich mit Schrecken, wie er meinen Ranzen aus dem Graden aushob Gr rief mir zu: .Den kannst du Nr heute abend bet mir abboten!“ Damit stapfte er dem Dorfe zu. Mir war der Appetit nach Aspirin vergangen. Sehr bedrückt kroch ich vom Baum und schlich nach Haufe. Meine Kameraden kamen und gaben Ratschlage. he wollten den Ranzen rauben usw. Aber e* kam nickte Io schlimm Rachmittags schon fah ich den Flurschiin au» unserem Haufe kommen, und gleich darauf wurde ich von meinem Bater geraten. Der Bonzen war ab-,sieben worden Daß ich mm doch eine Tracht Prügel
bekam, war klar Aber mein Batet schlug lange nicht so bart wie der Heldschütz.
3n Dielen Gemeinden machte man je früher meist ältere Männer zu Neidschsttzen. Heutzutage hat sich aber vieles geändert. Man sieht oft sehr junge und rüstige Huker Mit Recht denn dieses Amt erfordert einen ganzen Mann nicht wegen der Knaben. Ne manchmal die Beeren und jetzt Qlebfcl und Birnen naschen, sondern wegen der .großen" Spitzbuben. .Ordnung muß feinr lagen die Landwirte und sie haben ein Recht. zu verlangen daß ihre Fridtrüchte und ihr Obst, so gut es geht, geschützt werben
Menn du Bescheid wissen willst über die Bauern und Gärtner eines Dorfes, so frage nur ben erfahrenen Flurschützen. Gr kennt Ne Frühaufsteher. Nc Aachzüglcr; er sieht, wie Ne Aecker bearbeitet werden, et kann Nr erklären, warum da und dort der beste Metzen wächst und warum auf jenen Höhen Nc Pflanzen nicht gebe Iben. Auch die Obflbäume kennt er durch und durch und kann dir gute Sorten empfehlen; denn bah er die Früchte, besonders die frühen, einmal probiert, das kann ihm niemand übeinehmen. So ein bißchen Philosoph ist der Feld- Ichutz auch, denn er muß feinen Dienstgang fast stets allein zurücktegen. höchstens daß ihn fein Hund, zum Leidwesen der Buben, begleitet Auch geboren Ne meisten FekNchützen -- neben ben Mlfcrn — zu den besten Wetterpropheten.
3* habe neulich unfern Flurfchüy in der Morgen sriihe begleitet und einen großen Ge H>iim mit he ungebracht. Ss ging mit darum, die genaue Lage uab bte Hamen der Fluren inicht Ne amtlichen, von den Feldmessern oft verunstalteten! kennen zu lernen. Gr wußte nicht nur ganz alte Bezeichnungen. Ne heute gar nicht mehr gebräuchlich lind, sondern erzählte auch eine ganze Anzahl Geschichten Nc sich da und da abgespielt haben sollen. Biele» war mir bekannt aber doch nicht alles.
Als er auf dem Heimweg einige Knaben außen Obstgärten sagte, ohne daß er sie aufschrieb, hörte ich auch feine Meinung über diese Art .Diebstähle". .Willen Sie. Herr X". sagte er. ,nxr find ja auch einmal jung gewesen, und wenn sie es nicht gar zu toll treiben, drücke ich ein Auge zu. Am besten ist ja. wenn Ne frech sind, ein tüchtiger Abzug Sch trage in der jetzigen 3eit meistens eine kleine Gerte bei mir. Das Aufschreiben bringt mir furchtbar viele Aergcr und Hilst gar nicht viel, in Wirklichkeit werden ja Ne Alten bestraft.' Sch gab ihm recht und dachte an da» bekannte Gedicht von Theodor Storm, der Ne AachbarSbuden bittet, trxnn fte seine Aepfel stehlen, doch nicht Nc Waitzrin und Grbsen aut den Beeten zu zertreten. Das andere sei ihnen ja gegönnt. R.
Date« für Mittwoch 12. Leptevrbcr
Sonnenaufgang 5.30. Sonnenuntergang 18-22- Mvr.dausgang 2BS. Mvnkuntergar.g 18.10 Ubt. 18’9. Feldmarschall Leberecht von Blücher. Fürst vor. Mahlstatt, in Kriebtotmtz geß. 'geb.
174Z"1. — 182° Der Maler Anlelm Feuerbach in Speyer geb igelt. 1830*. — L&52 Der eng- !^che Staatsmann Herbert Henry Jt auitb tn Mrrietz geb. — 1-M Der Lawrie.'dichter Gustav Ko de Iburg in Berlin geft. (geb 1851).
Einführung des Zweiklaffen - (Systems bei der Reichsbahn.
Wie von u.-ck«rrichteter Seite milfleteifi wird, ■erb das >5weitlasfenstzstem bei der Aeichsbahii beftnnmt am 7. Oktober einge- sührt, glcichzatttg mir dem Uebetgang vom Sommer- zum Wietersahrplan Bon beetem Zeitpank? ab wird e» also bei der Aiihsd.Hr im al gemeinen nur noch eine Polsterktaff« mit der Be- zeichuu lg 2. Klaffe und euie Holtzk 1 asfe mit der Bczerchnurtg 3 Klasse geben. Tte biSbengr 1 Klaffe wird nur in den besonders wiebtgen Schnellzügen in ben H)-3üflen, m den FF Listigen und ui den Schlafwagen betoefcajttn
3u bet mu Begmn des Wütterirl--Plans dn- trrtenben Umstellung im Artchsboh7 b trieb weiß das .B T." noch ergänzend zu berichten Rad>- dem das Aeichsverkehrsministerium feine Genehmigung zur geplanten 11 m* ftellung auf das Zwe'Üassenfystam gegeben hat Hot di? RcchSbahn beschlossen Ndc Umstellung gleichzeitig mu dem lieber gang vorn Sommeraus den Winteriahrplan am < Oktober vvrzu- nehmen. Die Gepäck- und Gsprehgut- tarife bleiben, wie nunmehr bcschlosseii wurde. imDeränNrt; dagegen werden, wie berichtet. Nc Gütertarife um 11 Prozent erhöht Ausgenommen von dicker ellpi ozentigen Gr- höhung sind allerdings Nc Lebensmittel, die zu den bisher übliche« Sägen, und die M a s - fenartifcl wie Kohle Gisen und Stroh. Ne Zu zwar neuen, aber ernnäßigten Sätzen befördert werden Die beschleunigten Personen- Züge fallen ab 7. Oktober als 3uagammg fort Sin Teil von ihnen, etwa 25 Prozent, wrrd als zuschlagspflichtige Gilzüge geführt werden, die anbettn werden nomtaeli al» gewoh-ckicbe Personenzüg«, datfachttch aber als zuschlagfreie Grlzügc verkehren. Die Re ich» bahn rechiiet damit, daß cic neue (Einteilung tn O-Züge. Silzügr und Perionenzügc eine starke Abwanderung des Verkehrs in dte O-Zügc, also eine Ber- befferung des allgemeinen Aeiseniveaus zur Folge haben wird. Die llmtoanMung m das Zweck! assen- stzstem dürfte reibungslos vonstatten geben. Die Abteile l. Klasse werden ab 7. Oktober für Fahrgäste 2. Klasse freigegeben, die Wagen 1. Klasse allmählich zu Wagen 3. Klasse umgebaut
hötehencr B-ochenmarktpreise
2s kosteten auf dem heutigen Wocherrmarkt Butter Pfund 2,00 bis 2.20: Watte 30 Ns 35; Ädfe 60 Ns 1.40; Wirsing 15 bis 20. Weißkraut 15. Aotkrau: 20 Ns 30; gelbe Rüben 12 bis 15. rat« 'Rüben 10 Ns 15; Sprnat 30 bis 40. Rö- mischkohl 15. Bohnen igrüne) 30 bül 35; Bohnen (Q^.tx) 30 bi» 35; ll;uor-Koh Ira de-. 10 N» 12; Erbten 30; Müchgemüse 15. Tomaten 20 Ns 30; 3»:<Wn 15 bis 18; Atzaballv« 10 bis 15; Rar- tt»ffeln 5 N« 6; Frühäpfel 25 Ns 35; Falläpfel 8 Ns 10; Brvnen 15 bis 30; Brombeeren 50 Ns 60; Peeilclbeeven 50 bis 65. Fwellchen 20 Ns 25; Wrradellcin 30 bis 35; ReuicxLauben 20; junge Hähne 1.00 Ns 1.10; Suppenhühner 1,00 Ns 1.20; Gier Stück 14 NS 15; Blumenkohl 30 NS 1,30; Salat 10 bis 20; öalatgurfen 20 bie 40. Lnunochgurlen 2 Ns 4; Gnbivien 10 bis 25; Ober-ÄoNrabi 5 Ns 15; Lauch 5 Ns 10; Rettich 10 bis 20; Sellerie 20 NS 50. 'Radieschen Bund 10 Ns 15.
vor»oti;en.
— Iage«ralenbtr für Dienstag: stabilst«ater Gießen: „Liselotte von der Pfalz . Beginn 7.30 Uhr. —• Lichtspielhaus, Bahnhosstrahe: Der Beckckstudent — Aftoria-Lichtspiel« Dir ivdes- sahrt auf dem Black Kiver
•* Bon der Londesunioersiiät. In den Ruhestand versetzt wurde der a. o. Professor der rnektzZtM scheu Fakultät. (Bei). Medizinal rat Dr. Paul Martin.
1 Ehrung für ben otabt». Sinn. An- läßlich des Besuchs des Feftkommerfes der .Heiterkeit" überbracht: am Samstagabend der fangt*rein .GäcUia" Lich unter Leitung feine* Dirigenten. Lehrers Karl Stein- Lich. dem Bauunternehmer Heinrich Wtnn an feiner Wohnung, Hofmann ftraße-Gcke Frankfurter Straße ein Ständchen. Heinrich Wtnn ist ein Sohn unterer AachbarstaN Lich und war in feinen jungen Zähren rin treues Mitglied und langjähriges Borstandsm,t>glied der Sicher.Gäcilia" Rach dem Bortrag von des Schäfers Sonntagslied: .Das ist der -Lag des Herrn widmete her Vorsitzende 5er .Gäcllia", Bäckstrmcifter Karl Lotz. Herrn Studtv Winn herzliche Worte und ernannte ihn für seine Verdienste um den Verein zum Sheennntglted. Tief gerührt dankte Herr Wrrrn fnr den Gruß seiner Hrimanstatt und für Nc Ehrung. Aach zwei weiteren Thören nahmen Ne Lüster Sänger Abschied von ihrem nunmehr im 74. Lebensjahre stehenden Ehrenmitglied.
•• Ö u r (er ge ■ 8p r t d» ft u nb t für G« - mut», und 8eelenleibenbe. Don ben staatlichen und städtischen Behörden de» Wreife« und der Stadt Gießen ist eine Fürsorgestelle für Gemüt». und Seel en leiden mit einer Beratung»iprech- stunde durch einen Facharzt für Pfochiatri« ringe- richtet worden. liefe Sprechstunde wird vorerst ein mol ini Monat, und Zwar irden zweiten Mittwoch von 4 N» 5 Uhr von Medizinalrat Dr. Frank im Gebäude des Wohlfahrtsamtes Marienstrate' 2 Zimmer 12. abgebalten und steht jedermann unentgeltlich zur Verfügung. (Dgl. Ne heutige Be- kanntmachuna)
— Der Berdandstag her ehemali- atn I 1 6e r findet am 7. Oktober in Gießen aatt Da der Verbarsd in allen größeren vtLNen
Hessens und der Aachbarfchatt Ikrrine befe». so ist an starker Besuch zu erwarten. Unter anbereu werben Alsteid. Lauterbach. Friedberg Bad- ülausteun Frantturi. Darmstadt Offenbach Marburg. Wetzlar ihre Deriieier senden. Oer hresige 116er Verein veranstaltet am Samstag vorher etnen Begrüßungsabcnd verbunden nu: b<m 17- jährigen Sttfrungsfest- — Die LanNvehr-Ber- eöogur.g ehemaliger 116er Nrit anläßlich des ^aäreetagc» von Vürh an der Marne m 4af<\ Leib cme Gedenkfeier ab Der etfte Doriitzendc. WtE ll'i Dops hielt die Gedüchtnrsantprachc Jm Anfchluh an Nc Feier wurde am llöer^D.nk- mol ein Kranz mebergdegt
w Der Fam . Iienkag der Lukas- und Delrusgemeinde am Sonntagtiachmittag auf der .Ltebigshöhe" war Io gut besucht, daß der (roße Saal und Nc angrenzenden 3immer ganz berfiülli waren und es schwer hielt, durch Ne Titchreihen Hindurchzukommen 3m Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Rede de» Dekans ® u b m a n n aus Kuchoerg Der Aebner verbreitere lich tn ririgrjnNgen. gedankenvollen Ausführungen über Ne besonderen Ausgaben, bte Ne evangriifchxn Kirchen gemeinden in her Gegenwart zu erfüllen haben Gr ging aus von der seelischen Aot unterer Zeit und stellte fest, daß in Nrier Aot und tn dem Wirrwarr der einander wBersprech nden Summen Nc evangriilche Kirche hie Ausgabe baN, ausgleichend, erhebend, wetterführend zu wirken Religion ist ohne Ne Buchung an eine kirchliche Form nicht möglich. Harnacka geistvolles Wort, daß Ne Kirche für Ne Religion bat sei. was bw Rinde für ben Baum ist, ist immer noch m Geltung 3n wetten Krerten fehlt beute Hir Nete Wahrheit das Berständnis Hm so eitriger müssen sich N< ®.ic- der der evangelischen Gemeinden bemühen, baß ihre Ideale verwirklicht werden Der Redner wies in diesem Zusammenhang auch auf das hin, was in dieser Beziehung m den letzten Jahren in der evangslifchen Gemeinde Gießen geschehen ist. Qr stellte u. a. fest, daß Nc Wiederbelebung öfter Sitten, so das Gmführen des Maienblafens, von weilen Kreisen dankbar empfunden worden feL Durch Beispiele aus dem Leben wurden Nefe geistvollen Ausführungen glücklich ergänzt. Besoydcrs gefesselt wurden auch die Teilnehmer durch eine Vorführung deS Iungmädchendundes der Lukasgemeindc. Dieser Bund hat sich zur Aufgabe gestellt, das deutsche Volkslied in Gesang und Spiel darzustellen. Die Anordnung des Ganzcn und die Gin Übung der Reiaen lag m den Händen der Frau Lehrer Heß, Die sich seit längerer Zeit um den Bund große Verdienste erworben hat. Musikvorträg« der Kapelle Topp wechselten mit gemeinsamen Gesängen. Die Ansprachen zum Beginn und zum Schlüsse deS Fa- mllieniageS wurden von ben Geistlichen der PetruS- und der Lukasgemeindc gehalten.
— V. H. S. Vom Aiddertal zum Ribbatol unternahm am Sonntag der D. H. tL Gießen feine Septemberwanderung in der Stärke von nahezu 100 Personen. Don Hirzenhain, dein AuS- aangspunkt her Wanderung, ging eS in ziemlich steilem Anstieg hinaus zum Hof gut Luisenlusl, wo man eine hübsche Fernlicht nach den Höhen he» DogelSberges genoß. Die Sonn« meinte es wieder recht gut an dtefern Tage und strahlte in echt sommerlicher Glut vom blauen Himmel hernieder. Durch Wald und Feld ging es weiter an Hos Rumpclsburg vorüber nach dem malerisch gelegenen, schloß bekrönt en Städtchen Ortenberg. wo längere Raft gemacht wurde. Ungernc n reizvolle Ausblicke genoß man unterwegs in das Ribbertal, auf Sißberg und bas hochgelegene Gckartsborn. Auf ft eil em Pfad mit entzückenden Rückblicke« ging es nunmehr. Immer bei hellem Svnnenlchem, zur Höhe wo alsbald der schützende Wald erreicht war, der die Wanderer zur Äaffeeraft nach dem anmutig gelegenen Forst haus Finkenloch begleitete, vor dem man Ne TaunuSverge tn der Ferne erblicken konnte. Roch eine aussichtsreiche Hohe galt es zu übersteigen. um m das liebliche Aiddaial zum Gnd- jiel Aidda zu gelangen, von wo nach einem Schlußteunk die Hri in fahrt erfolgte
•• Gewerkschaftsbund der Angestellten Der hiesigen Ortsgruppe des Gewerkschaft SbundeS der Angestellten ist es gelungen, die bekannte Frauentuheerin Frau Moria Riegl (Ber t einen Vortrag über .Die kulturellen und gewerkschaftlichen Aufgaben der weiblichen Angestellten" zu gewinnen. Die Ver- farnrnlung findet am 12. September im Gif en- bahnhotel Hopfcld statt. Alle Angestellten seien auf den Vortrag Hingewi cf en. Vgl. auch Ne Anzeige in der gestrigen Ausgabe
*• Born BezirkSlehrervcrein Gie- ßen-Land Am letzteii Samstag Ndt der Lchrrrverrin Gießen-Land rm Hotel Kabel eine fluibduebte Qkrlammluno ab. in der Lehrer ® ernannt - Kirin-Linden einen Vortrag über das Thema .Angriffe auf d i e Leistungen der Volksschule" hielt. Der Vortragende ging von der Tatsache auS. daß in ben letzten Jahren eine teilweise recht scharte Kritik an der Volksschule und ihren Leistungen geübt wurde Ss waren wohl zucrß SinzelPersonen, die au» Irgendeinem Grunde unzufrieden waren, aber arbhcrc Wirtscha'tSrerbänbe. auch Behörden sch!v"en sich an. und durch hie Prrslc gingen deS Ntercm längere Artitel. in denen behauptet wurde, daß die heutige Schule nicht mehr da- leiste tme bte frühere 3n bm sehr ausführktchen Darlegungen untersuchte Nr Vorträgenb: die Ursachen der Kritik. Gr wies darauf pin daß mit allgemeinen Behauptungen wie ,heute wird nichts »ehr in der Schule gelernt'. nicht» anzusangen sei. Ti« Versuche dagegen. Ne man unternahm, in Prüfungen Ergebnis'e zu gewinnen, müssen näher beleuchtet werben. Dabei ergab «S sich daß Ne Schulentlaffenen. Nc aus biet« Art g'pruft tour- bert. oft schon ein halbes 3ahe und länger feine Schule mehr gesehen hatten, daß sie außerdem bi dem bekannten Akter, den -Fsegeljahreu". standen und auf viel« Fragen offenbar mit Ab-
ru6i ganz falsche Antworten gaben. Hinzu tontmL daß Nek Schuler '.xgnuiniUf Kri gszahrgäugc waren und daß wäheend des Krieges an eine gcorNntc Arbeit tn der Schule
war. muß zugegeben werden. Weiter kommt hinzu daß gor nmncher Kaufmann oder Gewerbetreibend« gar le ich« vergißt, daß d.e Dolfs- fchu!« nicht Nr Aufgabe hat nur für dies» Beruf.' vorzukorriten Auch Nc Glfern wähl«» sehr oft für ihr« Kinder den falschen Beruf. Ilm nun «een Schuldigen zu finden nimmt man die Schute. Gs lst ja auch vekaa-.t daß von <riten der höheren Schule über Nc Leistungen der Grundschule geklagt wird und Nc Hochschulen üben scharte Krittk an den Kenntnissen. Nc Nc junge» Studenten mtibnngen. Gs w rd btt allem viel zuwenig daran gevach: daß untere ganze Fett cme xteit der Umbildung ist. und Urteile übet Ne Volksschule, Nc sich von der Lernschulc zur Arbeitsschule umbaut und mehr Wert auf das Können als auf das Kennen legt abzugeben, ist noch verfrüht. 3n der Attstprache wurde tt a vvii Rektor Dr Re, n - Wiricck betont, daß berufene Ärititer eigentlich nur d i e Schulaufsichtsbeamten seien Nc Nc Klallcn vor dem Kriege und noch heute prüfen. Grit dies« Beamten könnten auf Ne Frage .Sind die Leistungen der Volksschule zuruckaegau^enHar und deutlich antworten. Der 6a» non der guten alten ;-te"t wird auch in bezug auf die Schule gar oft falsch angewandt Die Forderungen, die N'ute auch an d.e Schulentlassenen «stellt werd«, Irnb bedeutend erhöht worden. All da« ist bet <uwm Urteil über die Schute zu beachten, litt dem Dank an den Vortragenden und Ne Redner, die sich an her Aus*peuche beteiligten schloß her Vorsitzende die interessante Sitzung und gab der Hosfnung Ausdruck, daß die vortrefsllchen Ausführungen manche Anregung gegeben hätten, unb daß Ne Lehrer auch weiterhin trotz der An- griffe in pflichtbewußter Arbeit ihre Kraft In den Dienst des Volte» stellten.
** Marineverein Gießen. Bei dem Sportfest der JugcnOcbteilung des Marincver- rins Wetzlar am Sonntag erhielt die Kutter- besatzung der 3ugcnbabteilunn des Martticver- eins Gießen den ersten Preis 6ic fuhr mit einem zchnriernigen Kutter die festgesetzte Strecke non 800 Meter in 3.29 Minuten, ftn 2. Pori» erhielt Wetzlar mit 3.32 Minuten Bootstcurer: Georg Gmrich; B-ootelcsatzuna Otto Siel'eri. Fritz Ro- denh.iusen Willi Gaur». Willi JDagncr. Robert Diedl Peter Hafselbach Srnst Heller. Robert Müller, Fritz Spuck, Sduard Bauer. An dem Rudern beteiligten sich die 3ugenbobtcUungcw der War^neverein Weylar, Darmstadt, Wiesbaden Stegen und Gießen. Der 3unggast Pauk Schncider hat kn Giitzelschwimmen ben 2 Preis erhalten
•• Eine Versammlung der Milch- «rzeuger des Frankfurter Produkttonsgek-icics fintet am nächsten Freitag in Friebberg statt. Aus der Tagesordnung steht u. a. ein Vor.rag des Vorsitzenden deS Verbandes fränkischer Mi'ch- erzeuger Breidenbach über das Thema »Wie erreicht her Landwirt eine befsere Bezahlung feiner Produkte imtbefonderc ber Milch'" (Räheres in der heutigen Anzeige.)
— Grnennungen. Genannt wurden am 7. September der Vermessungsrat Lhristian Müller in Hungen vorn Tage des Dienstantritt» an unter Belassung seiner Amtsbezeichnung zum Vorstand de»> DermellungsamtS Mainz- Land und der Obcrlandmesser Karl Müller in Groß-Gerau vom läge des Dienstantritt» an unter Belastung seiner Amtsbezeichnung zum Dvrstand deS Vermess ungSamtS Hungeti.
ee Straßensperrung Don, Oberhcfsi- scheu Automobil-Glub G. V- (2. v. D ). ®ief)en. wird uns folgende Straßensperrung mitgeteilt: GngelroN-Hörgenau im Fuge der Straße Gießen—Fulda für alle Fahrzeuge ab 12. September bis auf weitere», UmteUung über Helpershaur- Dirlammen, für den Durchgangsverkehr Alsfelb.
,e Aufgehobene Straßensperrung. Vom Oberhesßfchen Antomobil-Glub G V. 11». D), Gießen, Wirb uns folgende aufgehobene Straßensperrung mitgeteilt: Ruppertenrod Sv» menrod im Zugs der Straße Gießen Drünbcrg — AlSteld
•• (Einige Baumfailungen haben sich in ber .toiferaUee im Fulammenhang mit ber 6tra- ßenhetttekliing af» unumgänglich nofwenblg erwi«- fen; e» handelte sich vor allem bnnim, hinrrichentz breite Einfahrten in die Landmann- und larl Vogt- Straße zu gewinnen
** Operette in Bad-Aauheim Am Freitag, 14. d. M., abend» 6 llhr. findet die letzte große Operetten Vorstellung der diesjährigen Bad-Aauhrimer Kurzeit statt Die unverwüstlich« Operette Der digeunerbaron" von Johann Strauß wird unter Leitung von Generalmusikdirektor Heinz Ron gart) gegeben Hervorragend« Solisten sind für Nc Aufführung gewonnen. (Dgl Ne heutig« Anzeige.)
Verantwortlich für Politik: I. v.: Ernst Blumfchein.
Für die Geiundheit
Mnnerknr für w*
nervenkranke
d X'ervör Hnrhöpft<- IpttiiJkeniitellBefiel» l» Tarne be, Fraokf ■ M. — Proepekte dereh Dr. M. Sehulxe-Kahleye», Nervenarzt
Qute Suppen Gereifen Sie aus
MA GGI5 kuppen -%'ürfeth
Hochfertig • Wahrhaft - (Reiner, natürlicher Geschmack - 26 verschiedene Sorten .


