der Gotddiskontbank zugeführt, die sie ähnlich wie bei dem vorjährigen Abkommen im Einvernehmen mit der Deutschen Derkehrskreditbank anlegt, hinsichtlich der Verfügung der Gelder wird eine Aende- rung getroffen, daß die Eingänge der Stationskassen, die bisher auch an Reichsbankplätzen vorwiegend den Zahlstellen der Deutschen Verkehrskreditbank bei den Mitgliedern des Bankgewerbes zugeführt wurden, künftigdirektbei der Reichsbank auf das Konto der Deutschen Verkehrskreditbank eingezahlt werden, während die Gelder aus Frachtstundungen sowie die Stationskassengelder an nicht mit Reichsbankniederlassungen versehenen Plätzen nach wie vor an den Zahlstellen der Verkehrskreditbank zur Einzahlung gelangen. Diese Abänderung des Inkassos an Reichsbankplätzen soll vorläufig auf das Gebiet der früheren preußisch-hessischen Staatsbahnen beschränkt werden.
preisvereinbarung der Kunstseide-Industrie.
Zwischen den führenden Kunstseidefabriken Belgiens, Deutschlands, Italiens, Oesterreichs und der Tschechoslowakei fanden, wie der WLB.» Handelsdienst erfährt, in diesen Tagen in Wien Besprechungen statt, !ne zu einer vollen Verständigung führten. Die bereits durch einzelne Teilvereinbarungen fixierten Preise gelten nunmehr für alle beteiligten Firmen und wurden in gleicher Hohe als für die nächsten Monate gültig festgesetzt. 2m Interesse einer stabilen Preispolitik die jede Spekulation aus- zuschliehen bestrebt ist, wurde einstweilen davon abgesehen, die in der letzten Zeit vermehrten Ausgaben für Löhne und sonstige Ankosten durch Erhöhung der Preise auszugleichen. Wie der WTB.-Handelsdienst weiter hört, geht mit dieser Vereinbarung ein Beschluß der deutschen Kunstseidehersteller parallel, der im gleichen Sinne die Preise für die nächsten Monats in der bisherigen Höhe festseht. Damit ist also die von verschiedenen Seiten erwartete Steigerung der Preise vorläufig nicht Tatsache geworden.
Zusammenschluß des deutschen Mehlhandels.
In der Delegiertenoersammlung der Verbände und Vereine des deutschen Mehlhandels, die gestern in Berlin stattfand, wurde der seit längerer Zeit ge- Slante Zusammenschluß des deutschen tehlhandelszu einer einheitlichenSpi- zenorganisation einmütig beschlossen. Die Spitzenorganisation ist als besondere Fachgruppe des Deutschen Mehlgroßhandels dem Reichsbund des deutschen Handels mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Bedarfsstoffen E. V. angeschlossen. Den Beitritt haben bereits vollzogen die Organisationen Berlin, Schlesien, Thüringen, Freistaat Sachsen, Bayern, Südwestdeutschland, Rheinland Westfalen und Hamburg.
* Wayß L Frentag, A.G., Frankfurt am Main. In den Börsenprospekt anläßlich der Einführung von nom. 4 000 000 Mk. junger Aktien an der Frankfurter Börse wird über die Geschäftslage ausgeführt, daß der vorliegende Auftragsbestand im In- und Auslande der Gesellschaft und ihrer Tochterfirmen ausreichende Beschäftigung über das laufende Geschäftsjahr hinaus sichert, so daß auch für das erhöhte Aktienkapital eine angemessene Verzinsung erhofft wird.
* Schramm Lack- u. Farbenfabriken A. G., Offenbach a. M. Die ordentliche Generalversammlung genehmigte die Regularien. Somit kommt eine Dividende von 10 Proz. auf die Stammaktien und eine solche von 6 Proz. auf die Vorzugsaktien zur Verteilung. Die finanzielle und technische Lage des Unternehmens fei stark gefestigt, und man dürfe mit einer günstigen Weiterentwicklung rechnen.
* Wo ermann-Linie A. - G., Hamburg. Die Betriebsergebnisse der Woermann-Lmie A.-G., Hamburg, im Geschäftsjahre 1927 stellten sich auf 2,90 (im Vorjahre 2,41) Millionen Mark, die sich ern-schließlich des Vortrages aus 1926 mit 31708 Mark auf 2,94 Mill. Mark (2,44) erhöhen. Rach Abzug der allgemeinen Unkosten von 1,2 Mill. Mark (1,1) verbleibt ein Ueberschuß von 1,73 Mill. Mark (1,34), woraus für Abschreibungen 1,15 Mill. Mk. (1,06) verwendet, 7 v.H. Dividende (6 v. H.) auf die Stammaktien, 5 v.H. Dividende aus die Vorzugsaktien verteilt und 8779 Mark auf neue Rechnung vorgetragen werden sollen. Rach dem Bericht des Vorstandes hat sich das ausgehende Frachtgeschäft im Geschäftsjahre 1927 gebessert, das rückkehrende war im ganzen gut. Das Pasfagerefultat war aus- und eingehend verhältnismäßig gut. Die Derwal- timg Hot beschlossen, im Jahre 1928 den Passagierdienst wieder m größerem Umfange äuszunehmen.
Deutsche Ost-Afrika-Linie Hamburg. Bei der Deutschen Ost-Afrika-Linic in Hamburg beliefen sich im Geschäftsjahr 1927 die Be-
triebsergebmffr ernschjießlich des Vortrages von 30 138 Mark aus dem Vorjahre auf 2,55 Millionen Mark (im Vorjahr« 2,37 Mill. Mk.). Rach Abzug der allgemeinen Unkosten mit 0,95 Millionen Mark (1,14) verbleibt ein Ueberschuß von 1,60 Mill. Mk. (1,27), woraus für Abschreibungen 1,02 Mill. Mk. (0,99) verwendet und 7 v. H. (6 v. H.) Dividende auf die Stammaktien, 5 v. H. auf die Vorzugsaktien »erteilt und 8779 Mk. auf neue Rectmung vorgetragen werden sollen. Im Bericht für 1927 wird ausgeführt, daß das Geschäft mit Süd- und Ost-Afrika an Umfang zugenommen hat.
* Rußlands Eisenbahnbestellungen in Amerika. Das offizielle Handelsbureau der Sowjetunion in den Vereinigten Staaten gibt bekannt, daß eine russische Eisenbahndelegation unter der Führung des Kommissars für Transportwesen in Amerika eingetroffen ist und die Handelsdelegation ermächtigt hat, Angebote, die Anfragestellern auf Wunsch für Schienen im Werte von einer Million Dollar sowie für weiteres Bahnmaterial der verschiedenen Art, bestimmt für die Turkestan— Sibirienbahn zugesandt werden, zu akzeptieren. Die Bestellungen sollen im März vergeben werden.
* Gründung eines belgischen Koks- s y n d i k a t s. Die Gründung eines belgischen Koks- syndikats steht dicht bevor. Es ist beabsichtigt, sämtliche belgischen Kokereien in einer Gesellschaft zusammenzuschließen, die mit einem Kapital von 300 Millionen Franken ausgestattet sein soll. Der Hauptzweck des Zusammenschlusses soll sein, die Nebenprodukte der Kokereien zu billigeren Preisen als augenblicklich zu erzeugen.
Frankfurter Börse.
Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers* Frankfurt a.M., 10. Febr. Tendenz: freundlich. — Die heutige Börse eröffnete in freundlicherer H.a ltung. Die Stimmung war allgemein etwas zuversichtlicher auf die nach bem heutigen Ausweis befriedigende Entlastung der Reichs bank in der ersten Februarwoche. Etwas anregend wirkte außerdem die deutsche Rekord-Roheisenerzeugung im Januar und die weiterhin gehegten Freigabe Hoffnungen. Eine Belebung des Geschäftes konnte jedoch nicht eintreten. Die Umsätze bewegten sich weiter in engsten Grenzen, da die Kulisse immer noch vollkommen auf sich angewiesen ist und der Orderseingang bei den Banken außerordentlich gering blieb. Das Gefä)äft beschränkte sich wieder auf einige Deckungskäufe, da in einigen Werten immer noch ein nicht unbeträchtliches Decouvert bestehen soll. Da verschiedentlich auch Abgaben vorgenvmmen wurden, war die Tendenz nicht einheitlich, überwiegend ergaben sich aber etwa einprozentige Kursbesserungen. Auf einigen Märkten machte sich etwas regere Nachfrage geltend, so konnten am Schifffahrtsmarkte Hapag um 1 v. H. und Nord- Lloyd um 2,13 v. H. anziehen. Don anderen Frei- gabewerten bestand für Scheideanstalt wieder größeres Interesse (plus 4 v.H.). Holzverkohlung lagen dagegen weiter im Angebot und 1,25 v. H. schwächer. Im Anschluß an das lebhafte Geschäft an der gestrigen Abendbörse blieben Daimler weiter gefragt und zogen 1,75 v. H. an, und zwar gingen die Käufe von Berlin aus, während am hiesiaen Markte Abgaben erfolgten. Kleyer schwächten sich dagegen 1,5 v. H. ab. E l e k t r o w e r t e blieben bei kleinen Umsätzen knapp behauptet. I. - G. - F a r b e n zogen geringfügig an. Deutsche und ausländische Renten lagen vernachlässigt und fast umsatzlos. Im weiteren Verlaufe erfuhr das Geschäft keine Belebung, zumal die drohende Regierungskrise stark zur Zurückhaltung mahnte. Am Geldmarkt hielt die Nachfrage nach Tagesgeld an, der Satz stellte sich auf 6,5 v.H. Im Devisenver- keyr notierte die Reichsmark gegen Kabel 4,1934, gegen London 20,442. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,05, Madrid 28,65. London gegen Kabel 4,8740.
Berliner Börse.
Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers".
Berlin, 10.Febr. Die sich schon im Vormittagsverkehr bemerkbar machende freundliche Stimmung hielt auch zum heutigen Börsenbeginn an. Das Geschäft war im großen und ganzen nicht erheblich, doch fanden in einerJ^-ihe von Werten Deckungen und vereinzelte kleine Käufe statt. Das Kursniveau wurde durchschnittlich um 1 o. H. erhöht. Der neue Reichsbank - ausweis wurde günstig beurteilt, die Hoffnungen auf eine Ermäßigung des Reichsbankdis- kontes haben sich wieder verstärkt. Die Wechsel- und Lombardbestände haben um 200 Millionen Reichsmark abgenommen, der Notenumlauf zeigt einen Rückgang um 250 Millionen Reichsmark. Der Geldmarkt hat sich weiter gebessert. Reportgeld war zu 7,5 bis 8 o. H. angeboten. Tagesgeld 5,5 bis 7,5 v.H., Monatsgeld 7,25 bis 8,5 v.H., Warenwechsel 6,75 v.H. Trotz der allgemein freundlichen Stimmung war jedoch eine gewisse Zurück
haltung vorherrschend, die durch die inner- politische Lage hervorgerufen wurde. Lebhafter umgesetzt wurden Glanzstoff, die 5 o. H. an- zogen. Auch Stolberg-Zink, Polyphon, Bemberg und Daimler waren etwas lebhafter und mehrere Prozent fester. Schwächer lagen Metallbank. Deutsche Anleihen still, Ausländer leicht befestigt. Pfandbriefe geschäftslos. Nach den ersten Kursen blieb das Geschäft richig bei geringen Veränderungen. Später wurde die Tendenz auf kleine Realisationen schwächer.
Fraitlfiivi;r Gcrrc^dcbörse.
Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers".
Frankfurt, 10. Febr. Die Marktlage ist unverändert. Die erhöhten Auslandpreise für Weizen blieben ohne jeden Einfluß. Das Mehlgeschäft ist weiter absolut lustlos. Auch Futtermittel werden wenig gefragt, nur prompte Weizenkleie gesucht und fest, desgleichen Mais alter Ernte. Es wurden notiert: Weizen 1 (gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs) 24,50, Weizen 2 (gut, gesund, trocken, bis zu 3 Prozent Auswuchs) 23,25 bis 23,50, Weizen 3 (geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit) 22,75 bis 23,25, Roggen 24,50, Sommergerste (für Brauzwecke) 27,50 bis 29,50, Hafer (int.) 23,50 bis 24, Mais (gelb) für Futter- zwecke 22,50, Mais (gelb) für andere Zwecke 22,75 bis 23,25, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 36 bis 36,75, Roggenmehl 33 bis 35, Weizenkleie 14,15 bis 14,25, Roggenkleie 15 bis 15,25 Mk.
Berliner Prosukterrbörse.
Berlin, 9. Febr. Die anhaltende Geschäftslosigkeit des Weizenmehlmarktes läßt keinerlei Belebung des Weizenmarktes aufkommen. Ebenso wie der Liverpooler Markt ignorierte der hiesige die etwas festeren Schlußmeldungen von Ehikago vollkommen. Sowohl vom Inlande als auch vom Auslande, von letzteren namentlich in naher Ware, ist Weizen reichlich und auch wiederum billiger angeboten. Auch größerePreis- konzessionen regen aber die Unternehmungslust nicht an. Roggen ist in greifbarer Ware knapp angeboten. Die von den Mühlen abgegebenen Gebote liegen kaum unter gestrigem Riveau. Lediglich geringe Qualitäten sind fast gänzlich unbeachtet. Am Lieserungsmarkte waren die Weizenpreise erneut stark rückgängig. Roggen wurde hierdurch gleichfalls ungünstig beeinflußt. Die Preisverluste hielten sich aber im Rahmen von 0,50 bis 0,75 Mart. Weizenmehl nach wie vor geschäftslos. Roggenmehl zur schnellen Verladung von den Provinzmühlen wiederum billiger angeboten, aber nur schwer verkäuflich. Für Lieferung besteht zu gestrigen Preisen Geschäft. Hafer in etwas besserer Konsumnachfrage, teilweise find auch leichte Preiserhöhungen durchzuholen. Gerste still. Cs notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märk. (74V---k§/nl-Gewicht) 224 bis 227, März 251,50 bis 251,25, Mai 259,50 bis 260, Juli 264 (matt); Roggen, 'märk. (69=kg/hle Gewicht) 228 bis 232, März 252,25 bis 253,25, Mai 259,50 bis 260, Juli 250,50 (Geld, stetig); Sommergerste 220 bis 270 (behauptet); Hafer, märk. 202 bis 213, März 224,50; Mais, La Plata 219 bis 221 (zollbeg. Futtermais, fest); Raps 345 bis 350 (stetig); für je 100 Kilo: Weizenmehl 28,50 bis 32,75 (sehr still); Roggew- mehl 29,40 bis 32,35 (matter); Weizenkleie 15,25 bis 15,30 (stetig); Roggenkleie 15,25 (stetig); Viktoriaerbsen 48 bis 55; kleine Erbsen 32 bis 35; Futtererbsen 21 bis 22; Peluschken 20 bis 21; Ackerbohnen 20 bis 21; Wicken 21 bis 23; Lupinen, blau 14 bis 14,75; Lupinen, gelb 15,50 bis 16; Serradelle, neu 20,50 bis 23,50; Rapskuchen 19,75 bis 19,90; Leinkuchen 22 bis 22,20; Trockenschnitzel 12,90 bis 13; Soyaschrot 21 bis 21,50; Kartoffelslocken 23,80 bis 24,40 Mk.
Zuschriften.
Von Kulmbach, der Heimat des berühmten Bieres, berichtet in reichhaltigen und vielseitigen Aussätzen die Iubiläumsnummer, die die dort erscheinende oberfränkische Heimatzeitung „B s ye- risch e Rundschau" anläßlich ihres 25jähri- gen Bestehens herausgab, und die uns nun vorliegt. Werden und geistige Entwicklung der Stadt Kulmbach wie ganz Oberfrankens wird hier in ausgezeichneten Schilderungen führender Persönlichkeiten dargestellt. Die hauptsächlich im Lande vertretenen Industriegruppen ziehen in Schilderungen ihrer hauptsächlichsten Vertreter am Rüge des Lesers vorüber. Mundartliche Beiträge sorgen für lebendiges Lokalkolorit.
— Westermanns Monatshefte bringen in ihrem Februarheft wieder eine Flut köstlicher Texte und noch köstlicherer Bilder. Da ffndet man Plaudereien über den Wintersport, über Menschenaffen, über das moderne Kasperletheater usw. Farbenfreudige Bilder zeigen die Schönheiten der alten Stadt Soest. Admiral
Scheer spricht über den nie erlahmenden Kamps um Seegeltung, und selbst das gerade in die,er Jahreszeit besonders gefürchtete Asthma wird einmal von Dr. W. Schweisheimer eingehend gewürdigt. Als Maler dürfte Wilhelm Busch den meisten noch unbekannt fein. Auch hierüber bringt die Februarnummer der „Westermanns Monatshefte" eine ausführliche, mit zahlreichen Farbbildern versehene Abhandlung. — Vor allem aber findet diesmal auch die Heranwachsende Generation etwas ganz besonders für sie Bestimmtes in „Westermanns Monatshei.en", nämlich ein Preisausschreiben, welches die jungen Menschen veranlassen soll, sich einmal mit dem Problem des zukünftigen Berufes im ureigensten Interesse auseinanderzufetzen.
— In dem neuen Heft der „Zeitwende" (C. H. Becksche Verlagsbuchhandlung in München) ist das Deutschtum im Auslande, dem diese Monatsschrift schon oft ihr Interesse bezeugt hat, Gegenstand eines sehr lcfenswerten Aufsatzes von Bruno Geißler: „Der Südslawenstaat und wir Deutschen", sowie einer „Randbemerkung": -Deutsche evangelische Auslandarbeit in Ror- wegen". Reinhold Seeberg bietet feine Aachener Veoe „Don der Deutschen Llniversität". Johannes Gerhardt zieht die Summe der Existenz von Max Weber, „Dem Mythos v»n Heidelberg", wie ihn die Studenten nannten. Bon hohem Allgemeininteresse ist der Beitrag des Wiener Kunsthistorikers Hans Tietze in dem Essay „Die klassischen Maler Spaniens und Europa". Vorzüglich ist die auch durch Bilder erläuterte knappe Charakteristik eines Murillo, Deiasguez und El Greco. Es wird gezeigt, wie Spanien, das sich in seiner Isolierung abseits vom gesamteuropäischen Kulturverlauf entwickelte, gerade diefer Distanz wegen zu gewissen Zeiten besonders befruchtend und anregend auf die europäische Malerei wirken konnte. — Der heiligen Elisabeth, dieser anziehendsten unter den fürstlichen Frauen des Abendlandes, widmet Hermann Frankfurth eine sehr schöne Skizze, in der die Lieblichkeit und reinste Humanität der hohen Frau hell und ergreifend hervortritt. Zwischen all diesem unterhält den Leser Schmid-Kugel- bachs Roman „Der Kuckuck", irr dem der Der- fasfer farbig fabuliert und seine liebevolle Menschlichkeit zum Ausdruck bringt, aufs beste.
— Zeitschrift für Musik. Monatsschrift für eine geistige Erneuerung der deutschen Musik, Hauptschriftleiter: Dr. Alfred Heuß. Steingräber- Verlag, Leipzig. Januarheft 1928. — Das vorliegende Heft ist auf die Feier des 52>jährigen Jubiläums des Steingräber-Verlags eingestellt; durch A. Heuß und Wilh. Weismann findet das rührige Unternehmen feine Würdigung bis auf die jüngste Zeit. Prof. Ernst Lewicki glaubt den Streit um die Echtheit des Mozartschen Wiegenliedes „Schlafe, mein Prinzeßen" endgültig zugunsten Mozarts entscheiden zu können. Fritz Reuter, Lehrer am Leipziger Konservatorium, gibt praktisch recht brauchbare Anweisungen für Gehörübungen und Musikdiktat. Alfred Streitzler tritt für eine Fassung des Tlrheberschutzgefehes ein, die geistiges Eigentum mindestens auf gleiche Stufe mit jedem materiellen Gut stellt. Die tiefschürfenden Betrachtungen über die Dominante- Tonica-Stelle in der Eroica von A. Heuß finden ihren Abschluß. Adolf Diesterweg berichtet ausführlich über das Berliner Musikleben, und die Iazzbeftrebungen des Dr. Hochschen Konservatoriums (Frankfurt a.M.) erhalten ihre weitere Beleuchtung. Literatur- und Musikberichte vervollständigen das Bild.
— „Das Theater" (Verlag Berlin-Schöne- berg) bringt im ersten Februar-Heft Aeußerun- gen vier bekannter Schauspielerinnen vier verschiedener Generationen über ihr erstes Auftreten. Während Adele Sandrock „eine Heidenangst" hatte, wurde Gertrud Ehsoldt von „einer unendlichen Sicherheit getragen". Sybille Binder mußte gegen „ein abscheuliches Gefühl" an- kämpfen, indessen Toni van Eyck „sehr glücklich war". Piscators Saisonleistung von „Hoppla" bis „Schwejk" erfährt in. der Berliner Kritik des Herausgebers Arthur Kürschner eine zu- sammenfassende Betrachtung. Araufführungs- berichte aus Breslau, Riga, Frankfurt, Potsdam, Weimar, Essen und Oberschlefien, sowie ein Funkbericht von Hans Philipp Weitz schließen den krittschen Reigen.
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Selbstrasierer!
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NIVEA-CREME
Datum:
ollanieihr 0 1911 tegdadbabn-Snl.
*•/» deSgl. Gert* II
*•/• Rumänen conbert. <Rte.
*‘/«e/o Rumänen Goldonl. von 1913 , .
4% Türk ®crie I.
ffoCeftenUblUbt Goldrte.
etftfmid). Silberne £/o Oeuerreich. einititL ^le */o Ungarische Goldrte . 4°/» ungarische 6taat6r. b. 1910
dcSgl. oon 1913 •Vo Ungarische Kronenrte . . *°L Iiut. --
•U Dt RetchSanleibe 0. 1927 Dh Lnl Ablös. Schuld mit Auölol-Rechten
DrSal. ohne Aoölvs .Rechten 7»/, Franks Hup.-Bk. Go dvt unkündbar bls 1932 . . .
4V^#a Rheinische 60p -Bank e JE. G abgp BorkrtcgL-Ob- ligatiouen. rückzadlbar 1932
47, Schweiz. Bundesb.-Anl.
Lllg Deutsche Eisenbahn 41/,
gura-Ämerika Tatet . 6
-Südam Damvssch. 8
Dampfschifs 6
reutscher Lloyd e
Vllg. Deutsche Crrditanft. 10
Barmer Bankberein 10
Berliner HaudelSacsellsch. 12
Lommerz- und Prioat-Bk. 11
Darmst. u. Nanonalbonk 12
Deutsche Bank 10
DiSkonto-Gesellschaft Ant 10
Dresdner Bank 10
VUteldeutjche Lrrdtlbank 9 «elallbank.......... 8 ReichSbank...... ... 10
Datum:
HO,6
141,5
135.25
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt
<L M.
Telegraphische Aus-ahivng.
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Banknoten.
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136,75
Ämcrikanische Roten.
Belgische Noten . . . Dänische Noten . . .
Englische Note» . . . .
0 6
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253
PvUlvp Holzmann . Heidelberger Lement . . Lewem Karlstadt . . . Wavß * ffrettoa . .
SchulthctS Pätzendster. Ostwerke ......
Bcr. Glanzstoff.....
Bemberg.........
Zellstoff Waldbof. . . Zellstoff Aschaffenburg . LdarloNenburgrr Waffer cffoner GaS . .
Daimler Motoren.... Demag ..... Sdlerwerke Lleva. . . .
rrodw. üocirt , . .. Rat. Automobil.....
Orenstetn L Koppel . . . Linke Hofmann . ... Leonhard Tietz. ...
Banum. v eguin ..... Franks Maschinen . . . KriHner ....
Hebliaeostaedt ..... ffungbans .....
Lechwerke . ......
Matnkroftwerke .....
Miag .....
Nckarlnlmer ....... PeterS Union ...... Dcbr Roeder ...... ^0101 4 Hocffner .... Sodd Zucker . . .
139.5 140,75
138
Sdjlufp' 1-Uhr- iSchlutz-l Anfang Kurs | Kurs | Kurs > Kur 9. 2. | 10. 2. | 9. 2. | 10. 2*
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8
________Berlin. !>. Febr._______ Französische Roten......
Holländische Roten ....
Italienische Roten......
Norwegische Noten......
Deutsch Oesterr., 5100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
Sbanischc Noten.......
Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten
>'>eld
4,175
58,15
«11,92
20,378
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Frankfurt a. M. | Berlin
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80,81
71,18
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12,387
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Frankfurt a. M
Berlin
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13,9 13,2
5 65
16,5
150,75
152,5 143,5
145
176
230.5 162 158 159
126 193.5
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13.8
13,13
150,9
210.5
214
154
144
145.4
265
176,4
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162
167
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207,5
127
193.13
52 15,9
25,1
13,9
151,25
154.4
144 145,5 266,5 176.4
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A.ES.........7
Bergmann ...... .8
Elcktr. Lieferungen . . . io illchi und Kraft .....10
Felten & Guilleaume ... .6 "jef i Tlckrr Untern. . . 10 Hamb. Elcktr Wake . . 10 Rh, in- ^lcltr. ...... 8 Cwles. Elrktr. ..... iv Cchucken ....... 7
Siemens Je Halske . . . . 16 Tranoradio . ...... .8
BuderuS . ...... o
Teotfchc Erdöl ...... .e Essener S'etnkohle.....8
Gelsenkirchener . f. *4 I 4 Harpen er .... 8
hoesch Eisen . ....... .5 ylfe Bergbau ....... .8 Klöckncrwerke . ...... .5 Köln-Neuefsen . . ., . .51/, R.anneSmann .f. V» 9 4 ManS>eldcr.......7
Oberschles Eisend. Bedarf 0 Qberschlel. Kokswcrke . 0 Pbönir Bergbau f >/, 9 3 Rncmi'sche Braunkohlen io Rbemnabl 0
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vereinigte Stablw- f. */« 9 3 Otobi Minen i sh
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149,4 115,75
106,25
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283,25
161,5
97,6 129.65
133,13
140
141,25
150.25
94,65
99.13
233,5
165,6
102.9
43,75
260,25
9. Febr.
10. Febr.
Amtliche Geld
Notierung Brief
Amtliche Notierung
Geld
1 Brief _
Roir
168,61
168,95
168,65
168,99
Bueu.-Ätre-
1,790
1,794
58,425
1,791
1,795
Brff^-Autw
58,305
58,335
58,455
Ehrrsttaoia
111,44
111,66
111,50
111,72
Kopenhagen
112,11
112,33
112,19
112,41
Stockholm
112,38
112,60
112,54
112,66
Helslngforü.
10,45
10,57
10,553
10,573
Italien. .
22,165
22,205
22,185
22.'25
'enbon. . .
20,408
.'0,448
20,422
'0,462
<cuyork . .
1.1890
4,1970
4,190
1,198
llartS. . . .
16,45
16,49
16,46
16,50
-chwetz . .
5O,u65
80,725
80,58
80,74
Spanien ■
71,31
71,45
71,30
71,44
Japan . .
1,963
1,967
1.964
1,967
Rio de Jan
0,503
0,505
0,5035
0.5055
Wien tn D.» Ceft abgest
58,975
59,095
-8,985
59,105
Prag .
12,413
12,433
12,417
12,437
Äelgrad
«,358
7,372
73,35
7,358
7,372
Budapest.
«3,21
73,20
73.34
Bul- arten
3,030
3,036
3,032
3,038
'JifTabon
Danzig •
19,68
19,72
13,58
13,62
81,5«
1,73
81,60
81,76
ironstuntin.
2,121
3,125
2,121
2.125
Litzen
«,594
5,606
5,544
5,556
Eanada
4,180
4,188
4,181
4.189
Lira nae
4,278
4,284
4,276
4,284
Seite
20.937
20,977
20.949
20 986


