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der Gotddiskontbank zugeführt, die sie ähnlich wie bei dem vorjährigen Abkommen im Einvernehmen mit der Deutschen Derkehrskreditbank anlegt, hin­sichtlich der Verfügung der Gelder wird eine Aende- rung getroffen, daß die Eingänge der Sta­tionskassen, die bisher auch an Reichsbank­plätzen vorwiegend den Zahlstellen der Deutschen Verkehrskreditbank bei den Mitgliedern des Bank­gewerbes zugeführt wurden, künftigdirektbei der Reichsbank auf das Konto der Deutschen Verkehrskreditbank eingezahlt werden, während die Gelder aus Frachtstundungen sowie die Stations­kassengelder an nicht mit Reichsbankniederlassungen versehenen Plätzen nach wie vor an den Zahlstellen der Verkehrskreditbank zur Einzahlung gelangen. Diese Abänderung des Inkassos an Reichsbank­plätzen soll vorläufig auf das Gebiet der früheren preußisch-hessischen Staatsbahnen beschränkt werden.

preisvereinbarung der Kunstseide-Industrie.

Zwischen den führenden Kunstseidefabriken Bel­giens, Deutschlands, Italiens, Oesterreichs und der Tschechoslowakei fanden, wie der WLB.» Handelsdienst erfährt, in diesen Tagen in Wien Besprechungen statt, !ne zu einer vollen Ver­ständigung führten. Die bereits durch ein­zelne Teilvereinbarungen fixierten Preise gelten nunmehr für alle beteiligten Firmen und wurden in gleicher Hohe als für die nächsten Monate gültig festgesetzt. 2m Interesse einer stabilen Preispolitik die jede Spekulation aus- zuschliehen bestrebt ist, wurde einstweilen davon abgesehen, die in der letzten Zeit vermehrten Ausgaben für Löhne und sonstige Ankosten durch Erhöhung der Preise auszugleichen. Wie der WTB.-Handelsdienst weiter hört, geht mit dieser Vereinbarung ein Beschluß der deutschen Kunst­seidehersteller parallel, der im gleichen Sinne die Preise für die nächsten Monats in der bisherigen Höhe festseht. Damit ist also die von verschie­denen Seiten erwartete Steigerung der Preise vorläufig nicht Tatsache geworden.

Zusammenschluß des deutschen Mehlhandels.

In der Delegiertenoersammlung der Verbände und Vereine des deutschen Mehlhandels, die gestern in Berlin stattfand, wurde der seit längerer Zeit ge- Slante Zusammenschluß des deutschen tehlhandelszu einer einheitlichenSpi- zenorganisation einmütig beschlossen. Die Spitzenorganisation ist als besondere Fachgruppe des Deutschen Mehlgroßhandels dem Reichsbund des deutschen Handels mit landwirtschaftlichen Erzeug­nissen und Bedarfsstoffen E. V. angeschlossen. Den Beitritt haben bereits vollzogen die Organisationen Berlin, Schlesien, Thüringen, Freistaat Sachsen, Bayern, Südwestdeutschland, Rheinland Westfalen und Hamburg.

* Wayß L Frentag, A.G., Frankfurt am Main. In den Börsenprospekt anläßlich der Einführung von nom. 4 000 000 Mk. junger Aktien an der Frankfurter Börse wird über die Geschäfts­lage ausgeführt, daß der vorliegende Auftragsbe­stand im In- und Auslande der Gesellschaft und ihrer Tochterfirmen ausreichende Beschäftigung über das laufende Geschäftsjahr hinaus sichert, so daß auch für das erhöhte Aktienkapital eine angemessene Verzinsung erhofft wird.

* Schramm Lack- u. Farbenfabriken A. G., Offenbach a. M. Die ordentliche General­versammlung genehmigte die Regularien. Somit kommt eine Dividende von 10 Proz. auf die Stammaktien und eine solche von 6 Proz. auf die Vorzugsaktien zur Verteilung. Die finanzielle und technische Lage des Unternehmens fei stark ge­festigt, und man dürfe mit einer günstigen Weiter­entwicklung rechnen.

* Wo ermann-Linie A. - G., Hamburg. Die Betriebsergebnisse der Woermann-Lmie A.-G., Hamburg, im Geschäftsjahre 1927 stellten sich auf 2,90 (im Vorjahre 2,41) Millionen Mark, die sich ern-schließlich des Vortrages aus 1926 mit 31708 Mark auf 2,94 Mill. Mark (2,44) erhöhen. Rach Ab­zug der allgemeinen Unkosten von 1,2 Mill. Mark (1,1) verbleibt ein Ueberschuß von 1,73 Mill. Mark (1,34), woraus für Abschreibungen 1,15 Mill. Mk. (1,06) verwendet, 7 v.H. Dividende (6 v. H.) auf die Stammaktien, 5 v.H. Dividende aus die Vorzugs­aktien verteilt und 8779 Mark auf neue Rechnung vorgetragen werden sollen. Rach dem Bericht des Vorstandes hat sich das ausgehende Frachtgeschäft im Geschäftsjahre 1927 gebessert, das rückkehrende war im ganzen gut. Das Pasfagerefultat war aus- und eingehend verhältnismäßig gut. Die Derwal- timg Hot beschlossen, im Jahre 1928 den Passagier­dienst wieder m größerem Umfange äuszunehmen.

Deutsche Ost-Afrika-Linie Ham­burg. Bei der Deutschen Ost-Afrika-Linic in Ham­burg beliefen sich im Geschäftsjahr 1927 die Be-

triebsergebmffr ernschjießlich des Vortrages von 30 138 Mark aus dem Vorjahre auf 2,55 Millionen Mark (im Vorjahr« 2,37 Mill. Mk.). Rach Abzug der allgemeinen Unkosten mit 0,95 Millionen Mark (1,14) verbleibt ein Ueberschuß von 1,60 Mill. Mk. (1,27), woraus für Abschreibungen 1,02 Mill. Mk. (0,99) verwendet und 7 v. H. (6 v. H.) Dividende auf die Stammaktien, 5 v. H. auf die Vorzugsaktien »erteilt und 8779 Mk. auf neue Rectmung vorgetra­gen werden sollen. Im Bericht für 1927 wird aus­geführt, daß das Geschäft mit Süd- und Ost-Afrika an Umfang zugenommen hat.

* Rußlands Eisenbahnbestellungen in Amerika. Das offizielle Handelsbureau der Sowjetunion in den Vereinigten Staaten gibt be­kannt, daß eine russische Eisenbahndelegation unter der Führung des Kommissars für Transportwesen in Amerika eingetroffen ist und die Handelsdele­gation ermächtigt hat, Angebote, die Anfragestellern auf Wunsch für Schienen im Werte von einer Million Dollar sowie für weiteres Bahnmaterial der verschiedenen Art, bestimmt für die Turkestan Sibirienbahn zugesandt werden, zu akzeptieren. Die Bestellungen sollen im März vergeben werden.

* Gründung eines belgischen Koks- s y n d i k a t s. Die Gründung eines belgischen Koks- syndikats steht dicht bevor. Es ist beabsichtigt, sämt­liche belgischen Kokereien in einer Gesellschaft zu­sammenzuschließen, die mit einem Kapital von 300 Millionen Franken ausgestattet sein soll. Der Haupt­zweck des Zusammenschlusses soll sein, die Neben­produkte der Kokereien zu billigeren Preisen als augenblicklich zu erzeugen.

Frankfurter Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers* Frankfurt a.M., 10. Febr. Tendenz: freund­lich. Die heutige Börse eröffnete in freund­licherer H.a ltung. Die Stimmung war allge­mein etwas zuversichtlicher auf die nach bem heutigen Ausweis befriedigende Entlastung der Reichs bank in der ersten Februarwoche. Etwas anregend wirkte außerdem die deutsche Rekord-Roheisenerzeugung im Januar und die wei­terhin gehegten Freigabe Hoffnungen. Eine Belebung des Geschäftes konnte jedoch nicht eintre­ten. Die Umsätze bewegten sich weiter in eng­sten Grenzen, da die Kulisse immer noch voll­kommen auf sich angewiesen ist und der Ordersein­gang bei den Banken außerordentlich gering blieb. Das Gefä)äft beschränkte sich wieder auf einige Deckungskäufe, da in einigen Werten immer noch ein nicht unbeträchtliches Decouvert bestehen soll. Da verschiedentlich auch Abgaben vorgenvmmen wur­den, war die Tendenz nicht einheitlich, überwiegend ergaben sich aber etwa einprozentige Kursbesse­rungen. Auf einigen Märkten machte sich etwas regere Nachfrage geltend, so konnten am Schiff­fahrtsmarkte Hapag um 1 v. H. und Nord- Lloyd um 2,13 v. H. anziehen. Don anderen Frei- gabewerten bestand für Scheideanstalt wieder grö­ßeres Interesse (plus 4 v.H.). Holzverkohlung lagen dagegen weiter im Angebot und 1,25 v. H. schwä­cher. Im Anschluß an das lebhafte Geschäft an der gestrigen Abendbörse blieben Daimler weiter gefragt und zogen 1,75 v. H. an, und zwar gingen die Käufe von Berlin aus, während am hiesiaen Markte Ab­gaben erfolgten. Kleyer schwächten sich dagegen 1,5 v. H. ab. E l e k t r o w e r t e blieben bei kleinen Um­sätzen knapp behauptet. I. - G. - F a r b e n zogen ge­ringfügig an. Deutsche und ausländische Renten lagen vernachlässigt und fast umsatzlos. Im weiteren Verlaufe erfuhr das Geschäft keine Be­lebung, zumal die drohende Regierungs­krise stark zur Zurückhaltung mahnte. Am Geld­markt hielt die Nachfrage nach Tagesgeld an, der Satz stellte sich auf 6,5 v.H. Im Devisenver- keyr notierte die Reichsmark gegen Kabel 4,1934, gegen London 20,442. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,05, Madrid 28,65. London gegen Kabel 4,8740.

Berliner Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Berlin, 10.Febr. Die sich schon im Vormit­tagsverkehr bemerkbar machende freundliche Stimmung hielt auch zum heutigen Börsen­beginn an. Das Geschäft war im großen und gan­zen nicht erheblich, doch fanden in einerJ^-ihe von Werten Deckungen und vereinzelte kleine Käufe statt. Das Kursniveau wurde durchschnittlich um 1 o. H. erhöht. Der neue Reichsbank - ausweis wurde günstig beurteilt, die Hoff­nungen auf eine Ermäßigung des Reichsbankdis- kontes haben sich wieder verstärkt. Die Wechsel- und Lombardbestände haben um 200 Millionen Reichs­mark abgenommen, der Notenumlauf zeigt einen Rückgang um 250 Millionen Reichsmark. Der Geldmarkt hat sich weiter gebessert. Reportgeld war zu 7,5 bis 8 o. H. angeboten. Tagesgeld 5,5 bis 7,5 v.H., Monatsgeld 7,25 bis 8,5 v.H., Waren­wechsel 6,75 v.H. Trotz der allgemein freundlichen Stimmung war jedoch eine gewisse Zurück­

haltung vorherrschend, die durch die inner- politische Lage hervorgerufen wurde. Lebhaf­ter umgesetzt wurden Glanzstoff, die 5 o. H. an- zogen. Auch Stolberg-Zink, Polyphon, Bemberg und Daimler waren etwas lebhafter und mehrere Prozent fester. Schwächer lagen Metallbank. Deutsche Anleihen still, Ausländer leicht befestigt. Pfandbriefe geschäftslos. Nach den ersten Kursen blieb das Geschäft richig bei geringen Veränderungen. Später wurde die Tendenz auf kleine Realisationen schwächer.

Fraitlfiivi;r Gcrrc^dcbörse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Frankfurt, 10. Febr. Die Marktlage ist unverändert. Die erhöhten Auslandpreise für Weizen blieben ohne jeden Einfluß. Das Mehl­geschäft ist weiter absolut lustlos. Auch Futter­mittel werden wenig gefragt, nur prompte Weizenkleie gesucht und fest, desgleichen Mais alter Ernte. Es wurden notiert: Weizen 1 (gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs) 24,50, Weizen 2 (gut, gesund, trocken, bis zu 3 Prozent Auswuchs) 23,25 bis 23,50, Weizen 3 (geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit) 22,75 bis 23,25, Roggen 24,50, Sommergerste (für Brauzwecke) 27,50 bis 29,50, Hafer (int.) 23,50 bis 24, Mais (gelb) für Futter- zwecke 22,50, Mais (gelb) für andere Zwecke 22,75 bis 23,25, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 36 bis 36,75, Roggenmehl 33 bis 35, Weizen­kleie 14,15 bis 14,25, Roggenkleie 15 bis 15,25 Mk.

Berliner Prosukterrbörse.

Berlin, 9. Febr. Die anhaltende Geschäfts­losigkeit des Weizenmehlmarktes läßt keinerlei Belebung des Weizenmarktes aufkommen. Ebenso wie der Liverpooler Markt ignorierte der hie­sige die etwas festeren Schlußmeldungen von Ehikago vollkommen. Sowohl vom Inlande als auch vom Auslande, von letzteren namentlich in naher Ware, ist Weizen reichlich und auch wiederum billiger angeboten. Auch größerePreis- konzessionen regen aber die Unternehmungslust nicht an. Roggen ist in greifbarer Ware knapp angeboten. Die von den Mühlen abgegebenen Gebote liegen kaum unter gestrigem Riveau. Lediglich geringe Qualitäten sind fast gänzlich unbeachtet. Am Lieserungsmarkte waren die Weizenpreise erneut stark rückgängig. Roggen wurde hierdurch gleichfalls ungünstig beeinflußt. Die Preisverluste hielten sich aber im Rahmen von 0,50 bis 0,75 Mart. Weizenmehl nach wie vor geschäftslos. Roggenmehl zur schnellen Ver­ladung von den Provinzmühlen wiederum billiger angeboten, aber nur schwer verkäuflich. Für Lie­ferung besteht zu gestrigen Preisen Geschäft. Hafer in etwas besserer Konsumnachfrage, teil­weise find auch leichte Preiserhöhungen durch­zuholen. Gerste still. Cs notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märk. (74V---k§/nl-Gewicht) 224 bis 227, März 251,50 bis 251,25, Mai 259,50 bis 260, Juli 264 (matt); Roggen, 'märk. (69=kg/hle Gewicht) 228 bis 232, März 252,25 bis 253,25, Mai 259,50 bis 260, Juli 250,50 (Geld, stetig); Sommergerste 220 bis 270 (behauptet); Hafer, märk. 202 bis 213, März 224,50; Mais, La Plata 219 bis 221 (zollbeg. Futtermais, fest); Raps 345 bis 350 (stetig); für je 100 Kilo: Weizenmehl 28,50 bis 32,75 (sehr still); Roggew- mehl 29,40 bis 32,35 (matter); Weizenkleie 15,25 bis 15,30 (stetig); Roggenkleie 15,25 (stetig); Viktoriaerbsen 48 bis 55; kleine Erbsen 32 bis 35; Futtererbsen 21 bis 22; Peluschken 20 bis 21; Ackerbohnen 20 bis 21; Wicken 21 bis 23; Lupinen, blau 14 bis 14,75; Lupinen, gelb 15,50 bis 16; Serradelle, neu 20,50 bis 23,50; Raps­kuchen 19,75 bis 19,90; Leinkuchen 22 bis 22,20; Trockenschnitzel 12,90 bis 13; Soyaschrot 21 bis 21,50; Kartoffelslocken 23,80 bis 24,40 Mk.

Zuschriften.

Von Kulmbach, der Heimat des berühmten Bieres, berichtet in reichhaltigen und vielseitigen Aussätzen die Iubiläumsnummer, die die dort erscheinende oberfränkische HeimatzeitungB s ye- risch e Rundschau" anläßlich ihres 25jähri- gen Bestehens herausgab, und die uns nun vor­liegt. Werden und geistige Entwicklung der Stadt Kulmbach wie ganz Oberfrankens wird hier in ausgezeichneten Schilderungen führender Persön­lichkeiten dargestellt. Die hauptsächlich im Lande vertretenen Industriegruppen ziehen in Schilde­rungen ihrer hauptsächlichsten Vertreter am Rüge des Lesers vorüber. Mundartliche Beiträge sorgen für lebendiges Lokalkolorit.

Westermanns Monatshefte brin­gen in ihrem Februarheft wieder eine Flut köst­licher Texte und noch köstlicherer Bilder. Da ffndet man Plaudereien über den Wintersport, über Menschenaffen, über das moderne Kasperle­theater usw. Farbenfreudige Bilder zeigen die Schönheiten der alten Stadt Soest. Admiral

Scheer spricht über den nie erlahmenden Kamps um Seegeltung, und selbst das gerade in die,er Jahreszeit besonders gefürchtete Asthma wird einmal von Dr. W. Schweisheimer eingehend ge­würdigt. Als Maler dürfte Wilhelm Busch den meisten noch unbekannt fein. Auch hierüber bringt die Februarnummer derWestermanns Monats­hefte" eine ausführliche, mit zahlreichen Farb­bildern versehene Abhandlung. Vor allem aber findet diesmal auch die Heranwachsende Generation etwas ganz besonders für sie Be­stimmtes inWestermanns Monatshei.en", näm­lich ein Preisausschreiben, welches die jungen Menschen veranlassen soll, sich einmal mit dem Problem des zukünftigen Berufes im ureigen­sten Interesse auseinanderzufetzen.

In dem neuen Heft derZeitwende" (C. H. Becksche Verlagsbuchhandlung in München) ist das Deutschtum im Auslande, dem diese Monatsschrift schon oft ihr Interesse bezeugt hat, Gegenstand eines sehr lcfenswerten Aufsatzes von Bruno Geißler:Der Südslawenstaat und wir Deutschen", sowie einerRandbemerkung": -Deutsche evangelische Auslandarbeit in Ror- wegen". Reinhold Seeberg bietet feine Aachener VeoeDon der Deutschen Llniversität". Jo­hannes Gerhardt zieht die Summe der Existenz von Max Weber,Dem Mythos v»n Heidel­berg", wie ihn die Studenten nannten. Bon hohem Allgemeininteresse ist der Beitrag des Wiener Kunsthistorikers Hans Tietze in dem Essay Die klassischen Maler Spaniens und Europa". Vorzüglich ist die auch durch Bilder erläuterte knappe Charakteristik eines Murillo, Deiasguez und El Greco. Es wird gezeigt, wie Spanien, das sich in seiner Isolierung abseits vom gesamt­europäischen Kulturverlauf entwickelte, gerade diefer Distanz wegen zu gewissen Zeiten besonders befruchtend und anregend auf die europäische Malerei wirken konnte. Der heiligen Elisa­beth, dieser anziehendsten unter den fürstlichen Frauen des Abendlandes, widmet Hermann Frankfurth eine sehr schöne Skizze, in der die Lieblichkeit und reinste Humanität der hohen Frau hell und ergreifend hervortritt. Zwischen all diesem unterhält den Leser Schmid-Kugel- bachs RomanDer Kuckuck", irr dem der Der- fasfer farbig fabuliert und seine liebevolle Menschlichkeit zum Ausdruck bringt, aufs beste.

Zeitschrift für Musik. Monatsschrift für eine geistige Erneuerung der deutschen Musik, Hauptschriftleiter: Dr. Alfred Heuß. Steingräber- Verlag, Leipzig. Januarheft 1928. Das vor­liegende Heft ist auf die Feier des 52>jährigen Jubiläums des Steingräber-Verlags eingestellt; durch A. Heuß und Wilh. Weismann findet das rührige Unternehmen feine Würdigung bis auf die jüngste Zeit. Prof. Ernst Lewicki glaubt den Streit um die Echtheit des Mozartschen Wiegen­liedesSchlafe, mein Prinzeßen" endgültig zu­gunsten Mozarts entscheiden zu können. Fritz Reuter, Lehrer am Leipziger Konservatorium, gibt praktisch recht brauchbare Anweisungen für Gehörübungen und Musikdiktat. Alfred Streitzler tritt für eine Fassung des Tlrheberschutzgefehes ein, die geistiges Eigentum mindestens auf gleiche Stufe mit jedem materiellen Gut stellt. Die tief­schürfenden Betrachtungen über die Dominante- Tonica-Stelle in der Eroica von A. Heuß finden ihren Abschluß. Adolf Diesterweg berichtet aus­führlich über das Berliner Musikleben, und die Iazzbeftrebungen des Dr. Hochschen Konserva­toriums (Frankfurt a.M.) erhalten ihre weitere Beleuchtung. Literatur- und Musikberichte ver­vollständigen das Bild.

Das Theater" (Verlag Berlin-Schöne- berg) bringt im ersten Februar-Heft Aeußerun- gen vier bekannter Schauspielerinnen vier ver­schiedener Generationen über ihr erstes Auf­treten. Während Adele Sandrockeine Heiden­angst" hatte, wurde Gertrud Ehsoldt voneiner unendlichen Sicherheit getragen". Sybille Binder mußte gegenein abscheuliches Gefühl" an- kämpfen, indessen Toni van Eycksehr glück­lich war". Piscators Saisonleistung vonHopp­la" bisSchwejk" erfährt in. der Berliner Kritik des Herausgebers Arthur Kürschner eine zu- sammenfassende Betrachtung. Araufführungs- berichte aus Breslau, Riga, Frankfurt, Pots­dam, Weimar, Essen und Oberschlefien, sowie ein Funkbericht von Hans Philipp Weitz schließen den krittschen Reigen.

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Datum:

ollanieihr 0 1911 tegdadbabn-Snl.

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DrSal. ohne Aoölvs .Rechten 7»/, Franks Hup.-Bk. Go dvt unkündbar bls 1932 . . .

4V^#a Rheinische 60p -Bank e JE. G abgp BorkrtcgL-Ob- ligatiouen. rückzadlbar 1932

47, Schweiz. Bundesb.-Anl.

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Deutsche Bank 10

DiSkonto-Gesellschaft Ant 10

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Zellstoff Waldbof. . . Zellstoff Aschaffenburg . LdarloNenburgrr Waffer cffoner GaS . .

Daimler Motoren.... Demag ..... Sdlerwerke Lleva. . . .

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Orenstetn L Koppel . . . Linke Hofmann . ... Leonhard Tietz. ...

Banum. v eguin ..... Franks Maschinen . . . KriHner ....

Hebliaeostaedt ..... ffungbans .....

Lechwerke . ......

Matnkroftwerke .....

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Nckarlnlmer ....... PeterS Union ...... Dcbr Roeder ...... ^0101 4 Hocffner .... Sodd Zucker . . .

139.5 140,75

138

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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8

________Berlin. !>. Febr._______ Französische Roten......

Holländische Roten ....

Italienische Roten......

Norwegische Noten......

Deutsch Oesterr., 5100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Sbanischc Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten

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4,175

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Frankfurt a. M

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232.75

164,9

147 103,13

43,75

250,5

26

111,5

94,5

163 183,25

219,75

122,75

260

187

179

283,25

161,5

97,6 129.65

133,13

140

141,25

150.25

94,65

99.13

233,5

165,6

102.9

43,75

260,25

9. Febr.

10. Febr.

Amtliche Geld

Notierung Brief

Amtliche Notierung

Geld

1 Brief _

Roir

168,61

168,95

168,65

168,99

Bueu.-Ätre-

1,790

1,794

58,425

1,791

1,795

Brff^-Autw

58,305

58,335

58,455

Ehrrsttaoia

111,44

111,66

111,50

111,72

Kopenhagen

112,11

112,33

112,19

112,41

Stockholm

112,38

112,60

112,54

112,66

Helslngforü.

10,45

10,57

10,553

10,573

Italien. .

22,165

22,205

22,185

22.'25

'enbon. . .

20,408

.'0,448

20,422

'0,462

<cuyork . .

1.1890

4,1970

4,190

1,198

llartS. . . .

16,45

16,49

16,46

16,50

-chwetz . .

5O,u65

80,725

80,58

80,74

Spanien

71,31

71,45

71,30

71,44

Japan . .

1,963

1,967

1.964

1,967

Rio de Jan

0,503

0,505

0,5035

0.5055

Wien tn D.» Ceft abgest

58,975

59,095

-8,985

59,105

Prag .

12,413

12,433

12,417

12,437

Äelgrad

«,358

7,372

73,35

7,358

7,372

Budapest.

«3,21

73,20

73.34

Bul- arten

3,030

3,036

3,032

3,038

'JifTabon

Danzig

19,68

19,72

13,58

13,62

81,5«

1,73

81,60

81,76

ironstuntin.

2,121

3,125

2,121

2.125

Litzen

«,594

5,606

5,544

5,556

Eanada

4,180

4,188

4,181

4.189

Lira nae

4,278

4,284

4,276

4,284

Seite

20.937

20,977

20.949

20 986