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^kC*3x:q r-.ch: b«fucb«n Ortet, billigt bi« Stiftung ali Ausdruck btt 3rüberf^aft zwi- 'chen ben beib«n Nationen 3m Stufen brr

-en 2Lntn! unb D> lanb« Dtrliett sich bi« Oriniwrung an den Krieg unb herartig« Gaben trügen dazu bet bi« legten Äamp 'puren tu oerwi'chen 3n ähnlich«« Stirne Aubert sich .Gvening Post", bi« bk Sammlung a l i Ausdruck freundlicher Gesin­nung für Deutschland bezeichnet. wie sce allge­mein in ben Bereinigten S:aa:cn geteilt wirb.

Tie lirplofionoldtdftropbe in Dahle«.

Die Kriminalpolizei hat ben Witbesitzee ber Villa in Berlin-Dahlem. in bet sich Sonntagpormlttag bit Grplofbn ereignet«. ®e- neralkvnsul Robert Weingärtner. wegen sahrlälliger Tötung sowie wegen Verbrechens unb Vergebens gegen ba- SprengftoHgd«8 Der» haftet Die 2Lu r jumungäarbtiten an ber Un» glücksftelle in Dahlem sind im Lauf« bei Vlon- '.ags beendet worben. Sämtliches Material, bas irgendwie über die Ursache der Erplofion 2uf» schluß geben kann, wurde polizeilich licbcrgeftelU und ber Chemifch^Techmfchcn Reichsanstalt über­wiesen. Die bisb«r feftgeftefit wurde, befanden sich In dem Laboratorium hochexplosive Chemikalien, obvobl der Verrieb mir als kosmetische- Laboratorium bei ber Polizei gemeldet war. Vei der Vernehmung der Hausbewohner hellte sich bereut, bah schon mehrfach kleinere Chploflonen vorgekommen waren. Die vorgefundenen Behälter mit Spreng­stoffen wurden von der Polizei versiegelt

Lin Jatzr Parmal-Drojefj.

2m 11. 3anuar 1928 l| ein Jahr seit bem 'Beginn der Haup»Verhandlung im Barmat-Pev- zeß abgelaufen. ViSber ift an 157 lagen ver­handelt worden. Die Akten sind bis letzt auf 70 Hauptbände und 1000 Htbenbänb« angeschwollen. Die Anklage allein umfaßt 648 Druckseiten. Bisher sind 59 schriftliche Gutach­ten der Sachverständigen erstattet worden. Die Protokolle der Hauptverbandlung allein füllen sieben Aktenbände mit 2800 Seiten. Di« Kosten des gesamten nunmehr stark drei 3ab« dauernden Strafverfahrens. allo einschließlich des ftai l a w lisch stlichen örm ftel ng erfahrens, der Voruntersuchung und der btflbeugcn Haupt­verbandlung betragen etwa 230 000 Ulart

Lin Autounglück mit politlschCT Jolgen.

Neuyork. 10.San. lWTB. Funkspruch.) 6m Samstag wunde ein elfjährige» Mädchen von einem Auto umaesahren und schwer verletzt, das von dem 14|äbrigen Sohn bet bri­tischen Botschafters. Sir Esme Howard ge­lenkt wund«. Der Fall bat Aufsehen erregt, ba bas gesetzlich« Mind« sta l ter für ba» Führen «ne« Autos 16 Jahre ist. 3m Senat brachte Senator Blesse bk Angelegenheit zur Sprach« und p ro­te ft i« r 11 dagegen, daß der Botschafter für »einen Sohn die diplomatische Immunität bean- sprach, habe. Er sagt«, die Regierung solle lieber die Truppen aue Nicaragua zu ruckte hen wo sk nicht« zu suchen hätten, und da» Leben b«r ameri- konischen Kinder schützen.

Tödlicher DagbanfalL

Al» ein wtt seinem Vater auf ber Jagd befind- sicher lunger Mann au« Newel ba« Jagdgewehr, da» ber Vater niedergestellt hatte, an sich nehmen wollte, entlud sich diese» und die ganz« Schrot­ladung ging dem jungen Mann in die Brust Trotz ärztlicher Hilfe ist der Bedauernswerte seinen schwe ren Verletzungen infolge InnererBerblutung erlegen.

Brand hi einer englischen Zuckerfabrik.

Bei einem Brand« in «iner Zuckerfabrik In Boe­rn i ch kamen dreisugendsicheArbeitertn- n e n ums Leben

Oie Wetterlage.

mW He GPA. He Oppoflfloa*e*tv< endgstlstg He spitze adbrechen.

Preußen und der Lutherbund.

3nformieruttfl

bei preußischen «tnifterpräjibeuten Eigene Drahtmeldung d«« .Gießener Anzeiger»' Berlin, 10. Ion. In preußischen Kreisen bringt man selbstverständlich der Gründung de» Luther- bunbe» eine große Aufmerksamkeit ent­gegen, zumal ja die erfte Webe be« ehemaligen Reichskanzler» ihren Ion besonder» auf die Rei­bungen zwischen Preußen und dem Reiche unb auf ble Notwendigkeit ihrer Abstellung gelegt hatte. Man steht tn der Zusammensetzung der bisher genannten Mitglieder unb Unterzeichner be» Bunbe»aufruf» eine Gewähr bafür, daß irgendwelche Pläne, die bei einzelnen Stellen be» Bunb«» vor- Händen sein könnten, nicht ohne reifliche Prüfung unb ohne Berücksichtigung ber Gegenargumente In bie Oessentlichkeit getragen werden unb zeigt des­halb keinerlei Besorgnis in bezug auf eine mögliche Auswirkung solcher Pläne. Cs wird weiter daraus verwiesen, daß die preußische Regierung ja von vornherein bei ber Diskussion über ble Frage einer Reichsreform ihrer feit» den Gedanken einer Verminderung der Lände rkompe- tenzen zugunsten des Reiche» vielleicht im Wege einer Personalunion zwischen Preußen und anderen Ländern und dem Reich ausgeworfen habe. Jedenfalls wird die Mitarbeit der preu­ßischen Stellen bei den auch von dem Bund ange- Bremen Reformwerk keineswegs entbehrt werden können unb wenn der Dille aller In der gleichen Richtung geht, also auf Ersparnis. Vereinfachung unb Erleichterung des Verwoltungsbetriebes hinaus- läuft, so dürfen sich kaum Differenzen er- Seben. Daß auch brr Luthe rbund seinerseits auf susammenarbeit Wert legt, beweist ber Besuch, den Reichskanzler a. D. Dr. Luther gestern dem Minister- prästdeiiten Dr. Braun gemacht hat, um ben Ches der preußischen Str.atoregifrung über bie Ziele ber Arbeitsgemeinschaft zu unterrichten. Rach der Rück- kehr de» Reichskanzler» noch Berlin wird eine solche Borsorache auch bei Dr. Marx erfolgen, wozu bie ..DAZ." noch bemerkt, baß bi« Reichs- regier»ng schon seit Wochen über bie Vorarbeiten zur Grünbung des Bunbe» lausend unter­richtet wurde

Stellungnahme

der Oeulschnalionalen.

Berlin. 10. 3an. lPriv.^Tel) Die Deutsch- national« Prefsest«ll« schreibt zur Gründung des Bunde« zur Erneuerung des Reiches: Di« deutsch­nationale Volk«partei begrüßt den Aufruf de« ..Bunde« zur Erneuerung de« Reiches" als einen weiteren Beitrag zur Lösung dieser drängend­sten aller nationalen Fragen aus da« wärmste. Da« Kernstück der Erläuterungen Dr. Luthsr« zu dem Bundesprogramm bildet die Beseiti­gung des unorganischen Rebenein- anders der Zentralgewalten de« Reiches unb Preußen«. AIS Ausweg au« diesem Dualismus hat die deutfchnattonale Volkspartei die Personalunion zwischen Reichspräsidenten und preußischen StaatSpräsi- d.mt, sowie der Remter be« preußischen Mi­nisterpräsidenten und des Reichskanzlers vorae- fchlaaen. Die deutschnational« Partei wird bei der bevorstehenden Konferenz der Ministerpräsi­denten allen Vorschlägen ihre Unterstützung leihen, die als Wegbereiter für ba« große Programm desdritten Reiches" gelten dürfen. Sie wirb sich keinem Vorschläge versagen, der geeignet er­scheint. Volk und Staat enger zu verbinden und di« von der Geßhichte geprägte deutsche Staatfl­form sich lebend entwickeln zu lassen.

Sine Tradilionsseier der Reichsbahn.

Besondere Ehrung des preuhischen Gtaatsminift-rs von Breitenbach.

Berlin. 9. 3<hl lWTB.) Für eine Fest­sitzung zu Ehren de« früher m Lmjräheigen Lei­ters der preußischen Staats bahnen. Erz Dr. von Breitenbach, und des Herausgebers de« Archvfl für Eisenbahnwesen.. Prof. Dr. von der Ley«, Haire das Gebäude der Reichsver- ttxiPung tn der Wckhetmftvahe festlichen Schmuck angelegt. Unter den Ehrengästen befanden sich außer den bercirs ®v*nannien d.-r preußische M i ntfierprä I ib« ni Dr. Braun. Srz Stie­ger, Grüner, der Vorsitzende de« 23er- waÜungsrate« der Reichsbahngefellschast Herr v Sternen« und andere Persönlichkeiten. Ferner waren sämtliche Herren geladen, die unter dem Mtmftemum Dr. v Breitenbalbv m der Verwaltung der preußischen Eisenbahnen tätig aetoekn sind, zusammm etwa 100 Herren. Die Gäste wurden von Generaldirektor Dr. Dorp- müller empfangen und in den Festsaal ge­leitet, in dem bie ft« S rz. von Brei­te n o a ch fl vor einer Marmortasel. die seinen Hamen und ble Daten seiner Wirksamkeit trägt, inmitten prächtigen Blumenschmucks auf gestellt war. Bei der Feier hielt

Generaldirektor Or. Oorpmüller eine Ansprache, in der er tagte: Wir wollen heute diejenigen ehren, di« das Fundament schufen, aut dem wir heute ihre Arbeit wei­terführen. Al« leuchtendes Vorbild einer glor­reichen Entwickelung der deutschen Eisenbahnen sehen wir heute unter uns Etz. v Breitenbach und Erz. von der Ley«: beiden gilt die heutige Feier. Etz. v. Breitenbach als den Meister deutscher VerwaltungSkunft. Erz. von der Lehe als den Wis senschastler und Lehrer. DaS jetzt begonnene 3ahr bringt un« den 51. 3ahrgang seines Lebenswerkes, bo8 Ar­chive» für Eisenbahnwesen. Der heutige Ehrentag de« Archivs ist auch der seine. Wit :hm zusammen wirkte durch lange 3ahrzehnte Herr Geheimrat Auerswal b. Seine treue Hingabe an die RedaktionSgeschäste sichert auch ihm einen Ehrenposten unter den Förderern dieser Fachzeitschrift.

Generaldirektor Dr. Dorpmüller wandte sich dann an den anwesenden Minister a. D. Srzellenz von Dreitenbach, verfolgte tn kur­zen Zügen die Eisenbahnlausbahn be« Ministers und fuhr fort: Da« größte Verdienst Ihrer Ministertätigkeit war, daß Sie so'ort e i n g r o ß - zügige« Bauprogramm für den Aus­bau der preußischen Staatfletfen- bahnen auf [teilten und unbeirrt durch bie Jahre schlechter Konjunktur im Vertrauen auf die gesunde Weiterentwicklung des deutschen Ver- keyrswesens dieses Bauprogramm durchsühr- t e n. Der durch Sie geschaffene vortreffliche Zustand ber Eisenbahn bestand seine Probe im Weltkrieae, der an da« gesamte deut­sche Eisenbahnwesen die höchsten Anforderungen stellte. 12V» 3ahre haben Sie bie Geschicke der Preußischen Eisenbahnen geleitet 3hre Taten geben uns ein Anrecht daraus. 3hre verehrten Züge unS im Herzen zu erhalten, als ein Vorbild für jetzige und kommende Generationen. Dem alten Saal aber geben wir den Rainen .D r e i t e n b a ch - S a a l". Da« ist da« Ge­schenk des Tage«, das wir Ihnen zu Ehren, unb denen, bie nach uns kommen, machen.

Exz. von Breitenbach

erwiderte mit tiefbewegten Worten des Danke« für bie außerordentliche Ehruna. Er dürfe aus­sprechen, daß ihm um bie Zukunft ber Reichs­bahn nicht bange sei. wenn sie von dem Geiste erfüllt bleibe, der sie heute in ihrer Verwaltung

giert 3m alten St ai fei er Gegner bet R^.chs- verwaltung g^-j. en. nicht aus engem Parntu- larismuS, sondern aus der lleberzeugung. daß bie ftstgeichloffene einheitlich« Verwaltung ber Dreul'.lchen Staatseis«nbahn«n in ihrer Selb- ständigke.t mehr für be« Reiche« Ruhen wirken konnte, denn als Reichsbahn. 3m neuen Staat seien bieft Gründ« weg gefallen. Wenn bi« Deutsch« Reichsbahn toeitet so einsichtsvoll ver­waltet werde, so dürften auch bie schwersten Zeiten ü berwunden werden und dsrS g öße Un er nehmen frei von den au'erlegten Lasten zur Ver­fügung de« Reiches stehen. Beim Frühstück hielt Re.chsbahndlrektor 5>r. Dorpmüller eine An­sprache. in ber er ua. aus führte: Unter un­teren alten Mitarbeitern bat unter Restor örv Eduard Stieger, ber übermorgen sein 85. Le­bensjahr vollendet, ein ganz besondere« Anrecht darauf, daß feiner gedacht wird. Er Stieger, ein alter Veteran von 1886 und 1870, feil 1872 Eisenbahner, blieb lanpe Zeit seiner rheinischen Heimat hn Sisenbahndienste treu. Von 1904 an $af er In diesem Hause gewirkt, bi« er.m Ro- vember 1918 in den Ruhestand trat. Die Re­form ber deutschen Personen- unb Gütertarif« ift sein Werk, ebenso wie das deutsche Güterwagenübereinkommen im Deutschen Güterwagenverband. Unvergessen bleibe, daß er während be« Krieges da« deutsche Ellenbahn- Wesen unermüdlich unb erfolgreich weiter­geführt hat.

Oie Reichsbahn als Käufer.

Berlin, 10. 3an. (Eigene Drahtmeidung de« ® A.) 3n Berlin im Gebäude des Verwaltungfl- ratefl ber Reichsbahn tagt ein Sonderausschuß, ber eine gründliche Durchprüfung beS aanzenBeschaffungswesenfl be« Reichfl- oahnzentralamtes vornimmt. Dieser Ausschuß würbe vor etwa einem halben 3ahre auf 3nitia- tive ber Reichsbahn eingerichte:. AlS führender Theoretiker gehört ihm Prof. Schmalenbach von der Universität Köln an, während der ReichSsparkommissar StaatSmini'ier Sa em l f ch die Verhandlungen leitet. Der Prüfungsausschuß tritt fast regelmäßig jeden Monat zusammen und tagt meist drei Tage. 3hm gehören toctier verschobene Vertreter der Reichs­bahnverwaltung. der Direktion und des Reichs- bahnzentralamtes an. Die Arbeiten bei Aus­schüsse« erstrecken sich auf da« ganze Materlal- befchasfungswcsen ber Reichsbahn, belen Wirt­schaftlichkeit untersucht wird. Fragen, wie Verringerung ber verschiedenen Rorrnen für z. B. Schwelleittypen, Schienen, Wagenräder usw. ste­hen dabei u. a. zur Debatte.

Oie Elektrifizierung der Reichsbahn.

Berlin, 10. 3an. (Eigen* Drahtmeldung befl G. A.) 3m vergangenen Jahre hat bi« Elektrifi­zierung bei ber Reichsbahn wiederum gut« Fortschritt« gemacht. Arn Schluss« be« wahres 1927 wurden im ganzen 1219 Kilometer- Strecken elektrisch betrieben, von denen 112 Kilo­meter auf Stabt- unb Vorortftrecken entfallen. 3m Laufe bes vergangenen 3ahces ist bas Retz um rund 200 Kilometer Fernbahnen unb 50 Kilo­meter Dovortsstrecken vergrößert worden. Die« hat naturgemäß auch eine Erweite­rung unb Vergrößerung des elektrischen 0 o Io - motivenparkfl mit sich gebracht. Efl wurden im ganzen im vergangenen 3ahre 90 elektrisch« Lokomotiven unb 20 Wechlelstromtriebwagen nebst dazugehörigen 31 Steuerwagen in ben Dienst gestellt.

©er Schiedsspruch für die Großeisenindustrie. Weiter starke Selbstkostcnsteiqerung.

Düsseldorf. 9 3an. (WTB.) Von 3t» beitgeberseite wird mltgctellt Morgen finden Verhandlungen der Vertreter ber Tarifparteien der Großeisenindustric Im Reichflarbeitsministerium In Berlin statt. Zur Erörterung stehen vor allen Dingen die Schwie­rigkeiten. Die sich aufl der Fassung befl Schieds­spruches bezüglich einiger wichtiger tech­nischer Fragen ergeben haben. Man kann nur wünschen, daß morgen endlich eine Klärung der strittigen Frage erzielt wird. Die durch den Schiedsspruch geschaisene Lage Ist. wie sich nun­mehr nach ben weiteren Besprechungen unb ben ersten praktischen Auswirkungen aus den Werken Aeigt. weit ernster au beurteilen, als bei den ursprünglichen überschlägigen Berechnungen, di« «in« f e h r hohe B e 1 a st u n gs z i f fe r ergeben, befürchtet werden mußte E« kommt hinzu, daß manche Hoitnung der Verbandlungfl- sührer in der Pra,ifl sich nicht zu erfüllen scheint. Eine stark« Selbstkost en st elge- rung wird unvermeidlich fein, was die Groß- elknlnbuftde um so härter trifft al« sie In den letzten Jahren ständig Erhöhungen ber Unkosten durch erhebliche Lohnsteige- rungen. Arbeitszeitverkürzungen, Materialprets- steigerungen ufw. auf sich nehmen mußte.

Heule vormittag wurde laut .Vorwärts der bei dem Bochumer Verein bestehende Kon- fllkt über die Durchführung des Arbeitszeit- schledsfprucheS bei gelegt Die Direktion er- klärte sich bei einer Verhandlung mit dem Be­triebsrat bereit, ab Dienstag die tm ArbeUSzeit- schiedsspruch für bie Metallinbustrie. norbwett- liebe Gruppe,eftgelcgle Arbeitszcitregeiung zur Durchführung zu bringen.

parlamentarische Morgenstunde,

flm Ende der Rcichdtagsferien

Eigene Drahtmeidung de» .Gießener Anzeiger»'.

Berlin. 10. 3an. Die Borbereitung der kam- inenden pattamentunlchen Arbeiten beginnt langsam elnzusetzen. Die erste gri'ßere Sitzung wird der 11. Januar bringen, an dem der Hauplau » - schuß seine Arbeit beginnen lall, cdion vor den We bnachteferien wurde dem Aue|chuß der Reichs., «tat überwiesen, besten erste Lesung hier nun nach- UhDlt werden muß. Äm mteressanteften oeriprich» d'e Reichr-iageeröfsnuna om 19. ,u werden, die durch eine Rede de» R«ich»sinan^Minister» Dr Kodier eingeleitel unb dem I» eriter Redner der Dppv- sition. Severing für d»e Sozialdemokraten ani- morten wird, wenn keine Di»pvsttion»anderungen

bis dahin erfolgen. Die augenblicklich« innerpolittsche Situation hat hoch keine festen Formen angenom­men. Klar ist nur Die Absicht der D e u t s ch n a t i o- na len unb des Zentrums zu sehen, die beide mit größter Bestimmtheit unb innerer Energie ben Schulgesetz entwurs meiterbringen wollen. Man gewinnt ben Einbruck, baß vor ben kommenben Wahlen sonst von irgenbeiner Seite kaum noch «ine große politische Initiative ausgebracht werben wirb. Besonbers auch in ben Kreisen ber Reichere gl«- r u n g macht sich angesichts ber Wahlen, deren Der­min aUcrbingo gar nicht ab^sehen ist. eine gewiße lahmende Stimmung bemerkbar, bie al» außer- ordentlich bedauerlich empfunden werden muß. Auch die Unklarheiten über die kommende Derwaltung»- resormkonserenz sind noch lange nicht überwunden.

3n ben verschiedenen 'Rei<t^miiii|teiien ist man zur Zeit eifrig damit beschästigt. bi« eigenen Wünsche für ben Rachtragsetat von 1927 unb ben mit ihm verbundenen ErgänzungS- etat von 1928 festzulegen. Die Termine für bie letzten Anmeldungen zu den beiden Etat- lind berei S auf Mitte de« Monats festgesetzt. Dies« letzte Gelegenheit, noch etwaige Forderungen im Etat unterzubringen, wird natürlich auf» äußerst« auflgenützt. Delonderfl groß ist. wie wir hören, die Wunschliste für ben Perso- n a l e t a t. wo noch alle möglichen neuen unb angeblich dringend notwendige Stellen ange­fordert werden. Die Wunlchlist« scheint diesmal besonders groß zu fein, ba man fürchtet, bah ba« Gesetz, nach dem jede britte hxigctootbenc Stelle nicht toiebet besetzt werden darf, sich mit der Zeit merklich aus wirken wirb. Unter diesen Umständen kann man annehmen, baß ber parlame.ttarilche Kamps am Ergän- zunas- unb Rachtragsetat recht lebhaft werben wirb.

Oie Europareise des Königs von Afghanistan. Zurückhaltung gegenüber Sngland.

London. 9. 3an. (BtTD) Der König von Afghanistan erlläNe dem Srmberbericheerstaner der .Tulio Mall" ob Borb ber ,3taUa" auf der Reite von lieupeT 3ch komme nach Europa aus zwer Gründen, namlcch um in mein Vanb alle« mitzunebmen was das Beste an ber europäischen Zivilisation st und Eu­ropa zu zeigen, baß 'ich Afghanistan auf der Weltkarte be inbeL IXrr Bericht rnstat:«r betont, daß der König und fein Gefolge über die politische Seit« des Bruches gefchwnegen hätten. Auf die Frag« befl Korre'pvndenten. ob er als Bot'chatt de« WvhlwT-llens für Grvß- Bd:a irim wen-.gf-.ens melNn fbtiTw. baß As. shanistan «in Freund Groß-Britan- niens sei, habe der K-Mig fein« anwesenden

Minister angeblich und bann getagt: W i r wollen abwarten und sehen, ttxü geschieht, wenn ich Gelegenheit gehabt habe, mit 3hrem Auswärtigen Amt in London zu sprechen.

Zialien und Frankreich.

Aussöhnung auf TeukschlandS Rücken?

Eigene Drahtmeldung de»Gießener Anzeiger»'.

Berlin. 10. 3an. Ern führende« Mitglied de« FaszismuS. Popo la. hat sich im .Echo be Paris" über bie Ziele der italienisch-französi­schen Verständigung geäußert. Sr hat ben Fran­zosen nicht« weiter angeboten, als eine Garan­tie ihrer Stellung am Rhein, wenn Frankreich dafür im östlichen Mittelmeer den 3tallenern Konzess ionen mache Fast -gleichzeitig hat ber französische Sozialist Albert Thomas, ber Direktor be« 3nter- nationalen Arbeitsamt- in Genf, sich in Bor­deaux über bie Organisation des Frieden« aus­gesprochen und bie Vioglichkeit offen gelassen, das, Frankreich ba« Rheinland vor dem SchickfalSjahr 1935 »urü ckgebe. allerding« nur deshalb, weil dann die Befreiung eine Verpflichtung wäre, der kein Ruhen unb keine Gegenleistung mehr gegenüberstehe. H.-rr Thomafl will also bie Räu­mung an Deutschland verkaufen, solange sie mxh einen Preis hat. Obwohl er Sozialist ift. weiß auch er nichts bavon. daß Heu:.- Deutschland bereits einen berechtigten Anspruch auf Räumung hat.

Unb der italienische Faszist? Itollen treibt eine handfeste Interestenpolttik. (I* macht alle» mit. wenn der Prei» lohnt. Dor zwei Jahren hat e» D e u t s ch - land ein Bünbm* gegen Frankreich Angeboten. Heute arbeitet e» umgekehrt, nur roeil es dabei besser aus seine Kosten zu kommen hasst dllerbing» Frankreich wird sich hüten: denn wa> Italien will, wäre der Verzicht aus Frankreich» Dor- Machtstellung tm Tt 111 e l m e e r Und dieser Prei» wäre oermutltch selbst Paincors zu teuer Beiden gemeinsam ober ist. daß für sie Locarno nicht viel mehr al» eine schöne Phrase bedeutet, und ba» ist bie Lehr«, bie wir daraus ziehen können.

Aus aller Welt.

Tic 5hnrnmn)tif<unfl für dir Hnibmität Hcidclbcrg.

»Reupork World- schreibt. Sie S ihung befl Bot'chatters Shurman *ut die Universität Heidel' berg stelle zwar kein« groß« Summe bar. he sei iebo4> bebv-rlfd n al« Ausdruck der Empfindungen Mr wjl ioe.fität, die seit ben Tagen des Hiftc-

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TJlontao den 3. Januar 28.

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KLettervorauvsage.

Da» nördliche Druckfallaebiel hat axiler sübwärt» im Raume ber dttttschen Jnfeln an Busdehntmg ge­wonnen und dort bereits reich« .lieber,Atäg« ge­brach«. Dahrfch«inllch wirb e» auch die Witterung Mitteteuropa» beeinilusten. fo daß erneut« Rkder- Idjläge pt erwarten lind. Dir Temperaturen bleiben schwankend, tedoch für bk 3-brttyeit milb.

®etteroorau»|age für Mittwoch: Beröndettiche». wolkige» Wetter: Temperaturen we- nia oeronden mit zettweisen Niederschlägen.

Witterung,au»stchten für Donner»- tag: Bei sinkenden Temperaturen noch urbeftänbi- ge» Wetter mit oereinzelkn RtederschlSgen.

Lufttemperaturen am 9. Januar mittag» 6,2 Grad CEclfiu», abend» 5 Grad Celsius: am 10 Januar: morgen» 3.H Grad Celsius Martmum 6,5 Grad Cel- Pu». Minimum 2 Grad Celsius drbtemperaturen in 10 Zentimeter Itefe am 9. Januar, abend» 0,2 Grad Celsius: am 10. Januar: morgen» 0,2 Grob Celsius Riederschläge 2,4 Millimeter. Sonnen- schetndauer: X Stunden.