mute, bah Leh auch ein agent provvcateur sei Oüan könne doch für baS, was die nach Deullchlonb übergeheöeüen Elsaß-Lothringer in Deutschland tun, nicht die hier lebenden Elsässer verantw! rilich machen.
Sodann äußerte sich der von seinem Priefferamt fuepcnbicrie Angenagte Aahhauer über die Gründung der verlogsgcscllschoft Erwinia.
daS Äk:ienkapi!ol habe 300 000 Franks betragen Er habe be’onberJ auf dem flachen Land, unter dem Sih ruft und bei Bekannten gesammelt und kleine Obligationen im Werte von 100, 500 und 1000 Franken untergebracht. Eine Zeichnerliste
Ser Justizetat im Hessischen Landtag
Ser mißglückte Staatsstreich Larols von Rumänien
vor für öle
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pitel 89 bis 99 werden ohne genommen. Damct ist der Etat de-
man sich der Trin>
Kapitel 88 (Arbeitsnachweis und Dohi- sahrlSpslege) mit 3 4c8 000 QHI Ausgaben toirb angenommen, bam.t auch ein Antrag Mark für Rothilse für bie Kleinb.
Carol in England unerwünscht Lord Rothermere leugnet jede Verbindung mit dem Prinzen.
London. 8. Mai. (1DIB.) Der Staats,cfrefär des Innern. Sir 3oguson hidis, Hal nach seiner Unterredung mit Staatssekretär Chamberlain im Unterhaus erklärt, er habe veranlaßt, daß dem Prinzen Carol mltgeteitt werde, seine Anwesenheit in England sei nicht länger erwünscht und er solle seinen Besuch sofort abbrechen. Carol wird, wie man zu wissen glaubt. England i n e i n oder zwei Tagen verlassen.
„Daily Mail", das Blatt Lord Rothermeres, bestreitet, irgend etwas mit der Proklamation des Prinzen Carol oder der Bestellung der beiden Flugzeuge zu tun gehabt zu haben. Das Blatt bemerkt, es sei erfolglos versucht worden, die „Daily Mail" in die Angelegenheit hineinzuziehen. Emissäre des Prinzen Corat hätten versucht, Lord Rolhermere zu sprechen, um die „Daily Mail" zu veranlassen. Abschriften der Proklamation des Prinzen zu drucken und Flugzeuge für ihre Verteilung in ganz Rumänien zu mieten. Die Emissäre seien gewesen: Der Gastgeber des Prinzen Carol, der rumänische Graf 3 o - nescu und ein englischer 3 o u r n a U ft, der in der europäischen Presse viel über den Balkan schreibe. Lord Rolhermere habe ihnen durch seinen Prioatsekretär erklären lassen, er lehne es ab. sic zu empfangen oder überhaupt ihre Pläne zu erörtern.
Dorschen in Bukarest und dem erzielten gebiitß persönlich überzeugen will."
Verschärfung der Lage in Rumänien.
o r b n u n g unserer Monarchie. Wir wollen aber Gleichberechtigung, Gesetzmäßigkeit und verfassungsmäßiges Regime auf allen Gebieten des staatlichen Lebens erhalten. Diese Aufgaben kann nur die Bauerndemokratie mit den von ihr erwählten Männem durchführen. Ich fahre gleich nach Bukarest. Ob man mich dorthin begleiten wird, weih ich nicht. Ich habe den Dauern gesagt, sie mögen sich nach Hause begeben und mit Vertrauen die politische Führung In unseren Händen lassen. Ich kann es aber nicht verhindern, wenn jemanb sich von unserem
fürs erste noch der einen anderen werde, als gerade n besonders freunb* jmänlen steht.
existiere, er wolle sie aber nicht preis geben, da er obwohl baä Geldsammeln nicht verboten sei niemand blohstellen wolle, vor al.em keine Beamten, dce in abhängiger Stellung seien. Einen Elsässer, der mit einem Schweizer Bankier verwandt sei. habe er in die Schweiz entsandt, um über die Aufnahme von 10 000 Franks zu verhandeln. Die Derfchweigung des Ramens begründete Faßhauer damit, daß im Si'ah b i e Diktatur und der Terror herr'chten und daß daher jedermann Angst habe, auch wenn er nichts llnrechteS tue.
Bukarest, 8. Mai. (XU.) Die politische Lage hat eine weitere Tecschär.ung erfahren, und zwar dadurch, daß die Führung der Rationalen Bauernpartei beschlossen hat, alle Beziehungen zur Regierung abzubrechen. Es steht noch nicht fest, wie und wann der Regentschaft die Entschließung von Karlsburg überreicht werden soll. ES verlautet, daß die gesamte Preise der Rationalen Bauernpartei, die stark unter der jetzigen Zensur zu leiden hat, ihr Erscheinen einstellen wird als Protest gegen die Maßnahmen der Regierung. In Duka.et herrschte heute vollkommene Ruhe. Der Zug der Bauen aus Karlsburg ist noch weit von Bukarest enttarnt und es ist Dorläu'ig nicht wahrscheinlich, daß e. überhaupt nach Bukarest kommen wird. Mamu ist in Bukarest ein^etrofen. Man nimmt an, daß die Entscheidung über den weiteren Derlaul der politischen Krife kaum vor Ende dieser Woche er'ol en wird. De Beratungen de» Regentlcha tSrales werden vermutlich über den 10 Mai andauern, der in Rumänien ein Staatsfeiertag ist In den Streifen der Rationalen Bauernpartei erwartet man, baß sich die Re-
werden. doch gibt Hoffnung hin. daß
Auch in Frankreich nicht willkommen.
Paris, 8.Mai. (TU.) Prinz Carol der auf Aufforderung der englischen Regierung England verlassen soll, lebte im letzten Jahr in seiner Villa in Reuilly bei Paris. Schon damals hatte die französische Regierung ihm mitgeteilt, daß er als Gast auf französischem Boden s i ch von allen oolltischen Aktionen fernhal- ten müsse. Prinz Carol hat sich diesem Wunsch auch nach außen hin gefügt, und es zum mindesten öffentlich vermieden, von seiner Villa aus die Pro- paganba zu Gunsten seiner Rückkehr nach Rumänien zu betreiben. Infolgedessen würde die fron zösische Regierung wohl taum etwas dagegen einzuwenden haben, wenn er nach Frankreich zurück- kehren würde und sich als Privatmann in Paris oder einer anderen französischen Stadt niederlicße. Doch dürfte die französische Regierung ebensowenig wie die englische zulasten, daß der Prin, oder seine Freunde sich in Frankreich niederlasten, um von hier aus einen Staats st reich gegen Rumänien vorzubereiten. D.e versichert wird, wird bet Prinz, falls er nach Frankreich kommen sollte, sehr höflich
«m Äa
.'batte an
Ministeriums verabschiedet. Präsident Delp teilt mit. daß heute noch
die Generaldebatte zum Iustizetat abgeschlossen werden soll. Der Finanzausschuß tritt zu einer Sitzung zusammen, während im Plenum Abg Dr Best (Brp.) zum Iustizetat das Wort ergreift und Einzelwünsche für eine gute und gerechte Justiz darlegt. Rur die besten Gesetzeskenner bei Staatsanwälten und Richtern sollten in die verantwortlichen Posten einziehen. Politik in der Justiz sei ein Grundfehler.
Ministerialdirektor Schwarz hält den Angriff des Vorredners auf das Laienelement in der Justiz nicht für berechtigt. In der Justiz gebe es nur ganz vereinzelte Stellen, in denen Beamte mit einem politischen Gesicht gebraucht würden, nämlich bei der Staatsanwaltschaft. Don den Iustizbearnten werde nur voller Einsatz ihrer ganzen Kraft für gesunde Rechtssprechung im Rahmen des heutigen Staates verlangt.
Abg. Dr. K e l l e r - Gießen (Zentr.) hat daö Vertrauen zu dem Iustizminister, daß er bei der Strafrechtsreform die Belange der Mehrheit des Volkes wahren werde. Das letzte Ziel der Ghegefetzgebung sei für das Zentrum die älnauslösbarkeit der Ehe im Interesse der Kinder und der Allgemeinheit. Einwände gegen die Ehegesetzgebung würden fast nur für die Großstadt zutreffen. Die Unterschiedlichkeit bei der Behandlung der Justiz- und Verwaltungsbeamten müsse verschwinden. Die Kritik an den Urteilen der Gerichte sei übertrieben und meist unsachlich. Die Referendarausbildung in Hessen möge der preußischen Art ähnlich reformiert werden. Der Redner warnt vor dem Eintritt in die Iuriftenlaufbahn. Den Gewerk- schafts elretären sei ebenfalls das Schweigerecht zuzubilligen. Der Redner bringt bann eine Reihe von Ginzelwünschen vor zum Standesamts- und Notariatswesen, zum veralteten Bureau- betrieb der Gerichte, zum Geschlechts- krankheitengeseh und der überhand nehmenden Gewerbsunzucht, die in den Gemeinden unter 15 000 Einwohnern verboten werden müsse.
Abg. Schreiber (Dem.) erllärt: Die hohen Stempel- und Gerichtsgebühren müßten gesenkt werden, weil sie auf die Dauer untragbar
seien. Die lange Sperre zum mittleren Justiz- dienst sei falsch gewe'en. Gerade die Ver- reichiichung der Justiz werde viele Fortschritte bringen. Dem Richter möge das bedingte Begnadigungsrecht zugestanden werden. Der deutschnational.'n Forderung auf Verstaatlichung des Rotar-atv vermöge er sich nicht anzuichliehen. Dem Richter stehe es ja offen, durch Zusammenarbeit mit der Pres e und Ausschluß der Oes'entlichkeit einer RanbaB en De- richtirstat'ung entgegenzuwir en. Ter Redner fordert auch für Hessen Einrichtung von Pressestellen bei der Justiz. TaS Reich möge den Strafvollzug einheitlich regeln. Man solle das alte Zuchthaus in Rockenberg schließen. Der Richter müffe sozial bessergestellt werden, namentlich d?r überalterte Richter.
Abg. Dr. Böhm iDn.s schließt sich den Wünschen feiner Vorredner sehr weit an und fordert auch Herabsetzung der Anwaltkosten. Das Ministerium möge die Eignung zum Richter oder Staatsanwalt besser prüfen. Die fleinen Schöffengerichte sollten bei den Amtsgerichten wieder eingeführt werden. Die Eidesleistung möge feierlicher gestaltet werden. Die Gnadenerlasse sollten in kleinen Fallen den Richtern zugestanden werden.
Aba. Dr. Werner (Dn.) polemisiert gegen den Abg. Schreiber, den er als den KapiiolS- wächter der Republik bezeichnet, der für feine eigenen republikanischen Kollegen eine Kontrolle fordere. Die Pressefreiheit dürfe — wie etwa im Kranhprozeh — nicht in Pressefrechheit ausarten. Die Frage der Immunität müsse einmal gründlich reformiert werden. Gerade die Linke habe die Justiz auf bie schiefe Bahn b e r Politisierung gebracht. Der Strafvollzug sei schon sehr weitgehend humanisiert.
Ministerialdirektor Dr. Schwarz verspricht, soweit es möglich fei. den vorgebrachten Anregungen entgegenzukommen. DaS Reich beabsichtige, für den juristischen Rachwuchs einheitliche Richtlinien zur Prüfungsordnung herauszugeben. Der Verstaatlichung des Rotariats könne nicht zugestimmt werden. Die Lieberleitung auf GerichtSkafsen werde eine erhebliche Personalvermehrung bedingen. Auch der Vertreter des Reichs^varkommifsars habe hier Dedenten geäußert. Der Strafvollzug sei in Hessen sehr human, doch seien auch hier Grenzen gezogen. Im neu-:n S'rafvollzugsge'e^entwurf sei bie Einrichtung von Gesangenenbeiräten vorgesehen. Der Redner wendet sich dann gegen bie öffentlichen To-kämpfe und behandelt die Einstellung der Justizverwaltung zur Presse und zur sogen. Iustizkrise.
Abg. Schül lZtr.) bedauert, baß der Iustizetat in bieser Art durchgepeitscht werbe, wo nur 12 Abgeordnete anwesend seien. Der Redner wiederholt seine vorjährigen Bedenken gegen bie Iustizprüfungen. Die berufliche Ausbildung von Justiz- und Verwaltungsanwärtern müsse gleich fein. Rur der gesunde, juristisch geschulte Menschenverstand solle bei den Prüfungen mahaebend sein. Es sind jetzt noch 9 Abgeordnete Tm Saal. Trotzdem werden bie einzelnen Kapitel bes Iustizetats bis zur Abstimmung fertiggestellt, bie morgen nachgeholt werden soll.
Manius Programm.
Bukarest, 8.Mai. (Täi.) Der Führer der Rationalen Bauernpartei. M a n i u, hat dem Berichterstatter der Telegraphen-Union während der Bauerntagung in Karlsburg folgende @r- klärungen abgegeben:
„Die heutige Versammlung ist eine politische Kundgebung der Mehrheit des rumänischen Bauernvolkes. Die Regierung drohte bis zur letzten Stunde, unsere Versammlungen zu verbieten. Innenminister Duca hat im Parlament bestimmt erllärt, daß er keine politischen Versammlungen bet nationalen Bauernpartei zu- lassen werbe. Run frage ich, w o ist bie Macht der Regierung, unsere Versammlungen zu verbieten? Die Dauernbewegung in Rumänien ist nicht mehr zu unterdrücken. Sie kämpft nicht nur für den Sturz der Regierung, sondern auch für die Aenderung des bisherigen Regimes. Man hat im Ausland von dieser Versammlung so manches erwartet, was nicht eingetreten ist. Man hat gehofft, daß wir hier den Prinzen Carol zurückrufen und zum König auSrufen und damit die Revolution einleiten werden. Don all dem ist nicht die Rede gewesen. Wir sind nach wie
Die 'Beratungen beS hessischen Slaatsvoran- schlages nähern sich bem Abschluß. Der Wille, zum Gnbe zu kommen, brückte sich in einer stark sachlichen Beratung und dem Verzicht auf lange Parabereden aus Die gestrige Sitzung brachte baffer außer bet Verabschiedung des Etats des Wirtschaftsministeriums. Die Rot der Kl:inrent» ner gab zunächst Anlaß zu einigen Erklärungen der Regierung, bann aber ging bie Abstimmung glatt über bie Bühne unter Annahme zahlreicher Anträge zur Besserstellung der Land- wirtschaft, insbesondere im Vogelsberg. Degen den Iustizetat ritten die Kommunisten die erwartete Attacke. Dann hielt LandgerichtSrat Keller-Tießen vom Zentrum seine Jungfernrede. AlS Fachmann überreichte er bem Iustizminister einen bicken Strauß Wünsche zur SlrafrechtS- unb Shegefeh-Reform sowie hinsichtlich ber AuS- hilbung des juristischen Rachwuchses. Rachdem noch fünf weitere Redner gesprochen hatten, atmeten bas Parlament ber 9 Abgeordneten und bie Presse erleichtert auf, als Präsident Delp um 4.30 Uhr bie Sitzung auf Mittwoch vertagte. Aus bie Tagesordnung ber Mittwoch- Übung würbe noch oaS Gewerbesteuergeseh gestellt. Man hofft, am Mittwoch mit sämtlichen vorliegenden Arbeiten fertig zu werden.
Sitzungsbericht.
D a r m st a d t. 8. Mai. Präsident Delp eröffnet die Sitzung um V811 Uhr bei gut besetztem HauS.
Auf eine Kleine Anfrage Birnbaum erllärt die Regierung: Der Stellenplan zur Be« solbungsordnung wirb ba'dmöglichst vorgelegt werden. Ob baS vor ber Sommerpause noch durchführbar ist, läßt sich eben noch nicht übersehen, da auch abzuwarten fein wird wie sich die Stellenpläne in den anderen Ländern gestalten.
Oberregierungsrat L i n k e n h e l d bespricht den Widerstreit zwischen der Auffassung der Kleinrentner auf Entschädigung für ihre Verluste und der Rechtslage nach dem Für- sorgegefeh. Daß In Einzelfällen Härten von den Fürsorgestellen begangen würden, fei bei den lockeren Bestimmungen nicht zu vermeiden. Die geforderte Sicherstellung für bie Unterstützungen ber Kleinrentner sei berechtigt. Don den hessischen Fürsorgeverbänden seien im letzten Jahre 3.3 Millionen Mark ausgewendet worden.
Ministerialrat Hechler erllärt, daß die hessische Regierung schon seit Jahren In der Ge- werbcaufsicht Arbeiter als Auf sichts- .beamte eingestellt habe, soweit das möglich ^el. Von ber Einstellung von eigenen Gewerbe- -ürzten habe man bisher Abstand genommen; wie seither würden bie Krelsgesundheitsbehörben bei der Gewerbeaufsicht mitwirken.
GS folgt bann ohne toei'.ece Aussprache Me Annahme ber Kapitel 75 bis 82 bes Arbeit s- unb Wi'-tschi^sministeriumS. Der Ablehnung ver ä'lt ein Bauernbunbantrag, bas Ministerium als selbständige Zentralstelle aufzuheben. Bewilligt werden 3500 Mk. für landwirtschaftliche Haushaltungsschulen. Der Ausgestaltung der landwirtschaftlichen Schule zu Buhst a ch im Herbst 1928 zu einer Vollanstalt stimmt bad HauS zu.
Aba. Joost (Bbb.) bespricht bie besonberen Notstände Im hohen Vogelsberg, die sich aus ber vorjährigen M ßernte ergeben. In biesem Jahre sei z. D. bie Wintersaat wieder biS zu 50 Prozent auSgewlntert und müsse neu bestellt werden Trotz ber Versprechungen ber Regierungsstellen werde bie Steuerelntreibung noch immer sehr rigoros vorgenommen. Die von den Landwirten geforde-ten Äoften zir Feldbereini- gung seien jetzt nicht aufzubringen. Trotz eines gegenteiligen LandtagSbeschlusfes fordere die Regierung noch immer die Kosten für bie Parzellierung. ja sogar noch mehr als bie tatsächlichen Ausgaben. Bei der Verte lung ber vom Landtag bewilligten Zuschüsse für die ärmeren Gemeinden sei bet hohe Vogelsberg benachteiligt worben, zumal bie Regierung bie genehmigten Summen nicht voll ausgeschütlet habe. Die Umstellung ber Landwirtschaft im yohcn Vogelsberg auf Drünlandwirtschaft bebüje ernstester Erwägungen. Der' alle Generalkulturplan mit ber geforderten großen Aufforstung von Ackerland habe allgemeine Ablehnung gerunben. Die Regierung möge ben neuen Kulturplan nur in engstem Einvernehmen mit ben Bewohnern des hohen Vogelsbergs aufstellen. Bei ber erforderlichen großen Feldbeceinigung sei ohne Staats- Hilfe nicht vorwärts zu kommen.
K a p i t e l 8 3 <Bod:nverbesserung und Wasser- Derforgimg) wirb angenommen, damit auch bie geforderte Vorlage eines Finanzierungsgesetzes über bie Felbstereinigung. bie beantragte Erhöhung ber Tereinigungszuschüsse für ärmere Ge- mcinben auf 30 000 Mk und bie Erhöhung des Zuschusses für Hutweiden im Vogelsberg auf 40 000 Mk, sowie 10 000 Mk. für Ocblanb- f ul tuten unb Meliorationen. Der sozialdemokratische Antrag auf Einrichtung von DeispielS- wirl'chaften im hohen Vogelsberg wirb der Regierung als Material überwiesen.
Kapitel 8 4 (Zötberung einzelner Zweige der Landwirtschaft) mit 327 218 Mk. Ausgabe wirb genehmigt. Zugestimml wirb bet gefot- berten verstärkten Weinkonlrolle einem Zuschuß von 5000 Mk. für bie Milchwirtschaft unb bem K'.e bctgelb für b.e LandeSgestülSangcstelltcn. Dc battelos werben Kapitel 86 unb 87 (Schlia tungSweken) angenommen.
e n t b a 11 • o r f wähl« freld). das bekanntlich
gierung zum Rücktritt b t r t i 11 r 11ä t en wirb, boch ist die« bis jetzt noch keineswegs sichet.
Aus aller Welt.
Eine f)ansfrauenabotbnung beim Reichspräsidenten.
Der Herr Reichspräsident empfing eine Abordnung der Hausfrauenverbände von Stadl und Land unter Führung der deutschnationalen Reichstagsabgeord- neten Frau Schott.
Schnee unb Temperatursturz im südlichen Schwarzwald.
Freiburg, 9. Mai. (DTB. Iunksptuch.) Im südlichen Schwarzwald ist ein empfindlicher Temperatursturz eingetreten. Das Thermometer ist über Nacht auf dem Feldberg von plus 8 Grab a u f minus 6.5 Grad heute morgen gefallen. Auch ist, nachdem die letzten Frübjabrswochen den Felbbcrg vollkommen schneefrei gemacht hatten, mehrere Zentimeter Neuschnee gefallen. 3n Den Tälern unb In bei—RbLInebene ist das Thermometer gleichfalls um etwa 10 Grab gefallen.
Ein Kind vom Fahrstuhl tolgequetscht.
DaS zweijährige Söhnchen bes Breslauer Uni- veriitätSprofellors 6 t o 11 e benutzte dm Fahrstuhl be3 Wohnhauses. Als bie Erzieherin ben Fahrstuhl verlas en hatte unb das Kinb folgen wollte, bewegte sich der Fahrstuhl, anscheinend infolge eines Defekts, weiter. Das Kind geriet zwischen Fahrstuhl unb Außenwand unb wurde totgequetschl. Sein Vater erhielt bie Schreckensnachricht, als er bie Trauerrede für einen Studenten halten wollte.
Neun Personen
bei einem Auloausflug tödlich verunglückt.
Die Polizei von ReuorleanS fand die Leichen von 9 Personen. Mitglied.'r zweier Fa ni'ien die am Sonntag einen AuSflug unternommen hatten und b:rcn Automobil auf der Straße ins Schleudern gekommen und in einen tiefen Kanal gestürzt war.
Sechs Personen durch Zünderexploflon verletzt.
Als in einem Hause der Mainstraße In Essen der Bergmann (Sofia In Gemeinschaft mit dem Bergmann Isenhoser damit beschäftigt war, eine Waschmaschine instandzu'ehen reichte sein zwölfjähriger Sohn HanS seinem Vater a I i Bolzen zum Heraussch'agen einer Schraube das Innere eine» französischen Ge - schotzzünders. ohne daß beide ahnten um welch gefährlichen Gegenstand es sich handelte. Rach mehreren Schlägen explodierte ber vermeintliche Bolzen. Sechs Personen würben schwer verletzt. Bei HanS Costa besteht Lebensgefahr, ba ihm ein Splitter lief in bie Brust drang. Rach d.'n bisherigen Feststellungen halle ein anderer Sohn deS Costa ben Zünber vor längerer Zeit in Hellingen gefunden unb mit in die Wohnung gebracht.
Zuchthaus für Unterschlagung.
Der Düsseldorfer Regierungsobersekretär Garlichs wurde wegen Betrugs unb gewinnsüchtiger Llrkunbensälschung zu 4 Jahren Zuchthaus, zehn Jahren Ehrverlust unb fünfjähriger Unfähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemler verurteilt. Seine Mitangeklagte unb Geliebte. Frau Auguste Heule, die von dem unterschlagenen (Selbe das Leben einer großen Dame führte, wurde zu drei Jahren Zuchthaus unb zehn Jahren Ehrverlust verurteilt. Garlichs hat durch sorlgefehle Unterschlagungen die Regie r u n g s k a s s e um 800 000 Mark geschädigt.
Die Wetterlaae.
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Rrrrrvtitriu lwflä'w,e
itvciiciuu luuüiagc.
Der über der Aordsce liegende Wirbel hat sich südöstlich nach Polen hin fortbewegl unb durch die Aufnahme warmer Luftmaisen in sein Slromungsbereich Weiler verlieft. Kühlere Lufl- maffen an seiner Rückseite haben auch bei uns zu unruhigem Wetter unb zu leichten Schnee- unb Regenschauern geführt. Da von Westen her bet ßuftbrud weiter anfteigt, so dürfte toieber eine Beruhigung ber Wetterlage einseyen. dabei kommen beim nächtlichen Aufklaren bie Temperaturen um Rall zu liegen.
Dellervoraussaae für Donnerstag Ruhigeres, teils hritereS, teils wolkiges Vetter. 2cm. craluten nachts um ben Gefrierpunkt. meist trocken.
Witterungsaussichten für Freitag Viel ach aucheitemdes. nachts noch kühles und vorwiegend trockenes Welter.
Lufttemperaturen m 8. Mai. mittags 11,3 Grad Celsius, abends 6,1 Grad Celsius; am 9 Mai: morgens 5,2 Grad Celsius. Maximum 15,4 Grad Celsius, Mi-imum 3,2 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter liefe am 8. Mau abends 17,4 Grad Cdfius am 9. Mai: morgens 12,2 Grad Celsius. — Sonnenschcindauer 6% Stunden.
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Jach ' sitzenden Hasfiainii standes Hall'- nung der die Äamc Tuled u Duseä fü rätigleit Dorstande Derbar an die 9 und 3atc 3m 2 Vorsitzen! gelaufene nehmen, 2057 Mit, sich auf 31 Laufe des bedürftige kommen d
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