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Geschwindigkeiten bis zu 120 Kilometer m der Stunbe zulasten. Für Güter;üge und einzelne Lokomotiven betrögt die Höchstgeschwindigkeit 65 Kilometer in der Stund«, für Arbeiterzuge 45 Kilo­meter in der Stunde.

Der polnische Ozeanflug. Merkwürdiger Tank an Teutschland. Äoto no, 7. Aug. lTU.) Di« Polnische Press« tft noch immer mit Dachrichten über den miß­glückten Ozeanflug an gefüllt, in denen die Flleger als Helden hingestellt werden. In den Dachrichten wird erklärt, baß bi« Zeit, während der sie in der Lust gewesen seien, der der Erreichung Ame­rikas notwendigen Zeit gleichkomme, und daß sie insofern also doch ihr Ziel erreicht hätten. 11. a. wird erklärt, noch niemand sei die Ueberfltegung des Ozeans von Ost nach West gelungen, wobei in bezug auf bi« deutschen Ozeanflieger die Worte Shakespeare- gebraucht werden:Oft fällt der Triumph Gau­nern und Tyrannen zu."

Heber di« Rettung der polnischen Flieger wird berichtet, fei bet habe das Geschick es ge­wollt, daß auS gerechnet ein deutscher Dampfer die Flieger rettete. Ilm die Masse zu beruhigen, wird di« Dachricht verbreitet, die Flieger hätten die Absicht, den Ozeanflug zum zweiten Wal« zu versuchen. Don unterrich­teter Leite wird allerdings erklärt, die polnischen Flieger hätten gar nicht aenug Den» in m i t g e f ü h r t und seien nicht wegen schlechten WetterS oder Motordefekt umgekehrt, sondern weil sie eingesehen hätten, daß sie infolge Man­gels an Brennstoff Amerika gar nicht errelchen konnten. Wie weiter berichtet wird, wollen zwei andere polnische Flieger. Kowalczyk und Kotlickr, m den nächsten Tagen von Dromberg oder Thorn aus zum Ozeanflug über Irland auf der gleichen Linie starten, die di« deutschen Ozeanflieger be­nutzten. Das Flugzeug ist ein zweimotoriger TYP mit 1200 PS., von der gleichen Bauart wie dieBremen". SS soll sich bereits in Thorn befinden.

Spaniens

Rückkehr in den Völkerbund.

Ein entgegenkommender Schritt Deutschlands, Frankreichs und Englands.

Genf 7. Aug. (WB.) Dach einer Mitteilung deS Generalsekretär« des Völkerbundes haben Zhe Regierungen Deutschlands, Frankreichs u n d S n g l a n d S zur Erleichterung der Rückkehr Spaniens in den Völkerbund beim Generalsekre­tär telegraphisch einen einl«itendenSchritt au-u 3tnc(Te der auSnahmsweisen sofortigen Wiederwählbarkei tserklärung Spa­niens unternommen, das. wie mit Bestimmtheit angenommen werden darf, nach Wiederaufnahme seiner Mitarbeit im Völkerbund von der nächsten Bundesversammlung als nichtständiges Mitglied, d. h. zunächst für drei Iahre. in den D ölkerbundsro t gewählt werden wird. Zu diesem Zwecke haben die genannten Regierungen den Antrag gestellt, auf die Tages­ordnung der nächsten DölkerbundSversammlung noch die Frage der auSnahinSweiffen Anwendung der lieber gang 6bcfti mmungen zu dem 1926 be­schlossenen Wahlversahren auch auf die dieS- jährigen Ratswahlen au setzen. Dach dieser Heber- gangsvorschrift, dve im Iahre 1926 Brasilien. Polen und Spanien zugute tonnnen sollte, konnte Ausnahmsweise die Wiederwählbarkeitserklärung eines nichtständigen RatSmitgliedes schon gleich­zeitig mit seiner Wahl in den Rat erfolgen. Dach dem Rücktritt Spaniens und Brasiliens konnte jedoch damals nur Polen die Vorteile dieser Hebergonasvorschrift genießen, indem es al« einziges nichtständiaeS RatSmitglied gleich­zeitig mit seiner Wahl sofort für wiederwählbar erklärt wurde Dach der Zurückziehung der spa- Nischen AuStrtttserklärung erscheint e« den drei Regierungen ein Gebot der Gerechtigkeit, daß Spanien nachträglich in den Genuß der gleichen Vergünstigung gesetzt werden kann.

Der Charakter

des Flottenabkommens.

Keine Erneuerung der Entente Eordiale.

London. 7. Aug. (WTB.) Daily Dew« und Westminster Gazette fordert die britische Regie­rung auf. sobald wie möglich den Wortlaut des mit Frankreich erzielten Marinekompro­misses betanntAugebcn, um den Gerüchten von einer französisch-englischen Allianz ein Ende zu machen.

Der außenpolittsche Korrespondent deS Blattes schreibt: Die au« Amerika mitgeteilten Kom­mentare zu der französisch-englischen Vereinba­rung erregen in London (3 r ft a u n e n. Die Kommentare laufen geradezu darauf hinaus, daß ein Vertrag abgeschlossen worden fei, der im Grunde nichts anderes sei als ein Bündnis, von dem die übrige Welt ausge­schlossen fei. Dicht« derartiges ist jemals er­wogen worden, und in maßgebenden Kreisen wird eine solche Annahme alS ganz lächerlich be­zeichnet. Da« Gerede in Pari« und anderSwo von einer Wiederbelebung der En­tente eordiale und von einer Vereinheit­lichung de« Oberbefehls beider Flotten schießt über das Ziel hinaus. SS wird versichert, daß den beiden Regierungen nichts ferner liegt. ®« ist in Amerika bekannt, daß zwischen Frank­reich und England in der Frage der Seeab­rüstung Schwierigkeiten beftanbtn und daß Ver­handlungen barüDcr geführt wurden. Wenn un­ter diesen Umständen die Sache so bargeftellt wird, als enthalte daS Abkommen irgendetwa« Dachteilige« für die Vereinigten Staaten oder für eine andere Macht, dann wird, wie erflärt wird, nicht nur die Bedeutung deS Ab­kommens entstellt, sondern dann geschieht dies sogar trotzdem der rvahre Sachverhalt wohl bekannt ist.

Rußland und der Kelloggpall.

Größte Zurückhaltung in den Bereinigten Staaten

Washington, 7. Aug. (Associated Preß., Di« aus MoSkau kommenden Erklärungen von Beamten der Svwjetregierung. welche anbeutcr daß die russischen Behörden bezüglich des Äel- logg-Paktes eine abwartende Haltung ♦innebmen wollen, haben durchaus verfehlt, la« besondere Interesse deS Staatsdeoartement« zu erwecken. Dach der Ilnterzecchnung frei Ver-

Reform -es Schlichtungswesens.

Oer Reichöarbeitsministes beruft eine Konferenz der wirtschaftlichen Spitzen» verbände.

eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers'.

Berlin. 8 Aug. Der ReichSarbeitSmini- ster Wissel hat die Spiyenverbände der wirt­schaftlichen Vereinigungen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer für Anfang Oktober zu einer Besprechung über ihre Erfahrungen und Wünsche auf dem Gebiete des Schlichtungs- wesen« eingeladen. Dieser Schritt ist um so mehr zu begrüßen, al- sich gerade in den letzten Mo­naten im deutschen Schlichtungswesen ein« Krise bemerkbar gemacht hat, die vor allem auf unserer Schlichtun gspraxiS be­ruht. Gewiß Hal sich da« Schlichtungswesen in Deutschland in mancher Hinsicht bewährt, da eS vor allem mit dazu beigetragen hat, gefähr­liche Wirtschaftskrisen und Arbeitskämpfe auf dem Wege der Vereinbarungen $u bereinigen. Andererseits hat, und daS darf nicht verfchwie- ?en werden, die Möglichkeit der Verbind- ichkeitSerklärung, die dem ReichSar- beitdminifter zusteht, oftmals zu einer Vermin­derung des Verantwortungsge­fühls der einzelnen Parteien geführt. Ünb dann ist das System deS Schlichtungswesens noch viel zu jung, um restlos objektiviert zu sein. Ge­rade au« diesem Grunde muh aber der Schritt de« ReichSarbeitsministerS ganz besonders be­grüßt werden, da er doch Gelegenheit gibt, die Vertreter der einzelnen Parteien selbst zu Worte kommen au lassen, denn nur damit kann eine wirkliche Reform des Schlichtungswesens durchgeführt werden. Man muß allerdings die Erwartung daran knüpfen, daß die Parteien objektiv genug ihre Wünsche vortragen und nicht irgendwelche parteiischen Gesichtspunkte da­mit verknüpfen, die dem Problem de« Schlich­tungswesens eher schaden denn nützen können.

Gerade der Schlichtungsgedanke in Verbindung mit den gesamten sozialen Problemen, wie sie nach dem Kriege erwachsen sind, bedeutet ein Moment im öffentlichen Leben, dessen Tragweite so unerhört ist, daß es im Interesse seiner selbst nur zu einer objektiven Ausgestaltung kommen darf. Wurzelnd im Versailler Vertrag, dessen Teil 13 über die Organisation der Ar­

beit darauf hinweist, daß der Deltsriede nur auf dem Boden der sozialen Gerechtigkc.t auf- gebaut werden könne, hat sich da- Sozialproblem zu einer internationalen Organi­sation ausgewachsen, obwohl und das darf dabei nicht vergessen werden gerade bei den Versailler Inspiratoren cjjer Konkurrenz­angst al« Humanität bestimmend waren. Trotzdem ist die sozial« internationale Organi­sation heute em Faktum, das nicht mehr aus der Welt zu schaffen ist. Und Deutschland. da« in seiner Verfassung in Artikel 157 ausdrücklich feftgelegt hat. daß die Arbeitskraft unter dem besonderen Schutz deS Reiche« steht, hat auf diesem Gebiete «ine Initiattve ergriffen, di« c« zu einem Pionier in dieser Frage gemacht hat. Wenn also Mängel aufgetreten lind, die mit voller Berechtigung von beiden Seiten, sowohl der Arbeitnehmer wie der Arbeitgeber, vorge­bracht werden, so liegen sie wohl mehr dann begründet, daß die Deuartigkeit dieser Or­ganisation noch zu keiner Vollkommenheit führen konnte.

Die Fehler und Mängel des deukschrn Schlich­tungswesens sind bekannt. Sie sind aber auch so bedeutsam, daß es in der kommenden Oktober- konferenz nicht nur zu bloßen Phrafendrefchereien kommen darf, sondern daß die Aussprache mit Dotwcndigkeit zu einer klaren und sachlichen Festlegung der Reformpläne führen muh. Der Weg, der eingeschlagen worden ist, ist schon gangbar. Man muß aber mit der nötigen Sachlichkeit weiterschreiten, will man auch zum Ziel kommen. Die Reform deS deutschen Schlichtungswesens ist ebenso eine Ditale Dot- wendigkett, wie die Reform der all­gemeinen Verwaltungs- und Ver - sassungsinstitutionen. Auch die Arbeit schasst neue Situationen und der Aufstieg der Wirtschaft erfordert immer wieder eine Revi- fi o n ber Arbeitsbedingungen und de« Arbeits­rechts. Beides greift ineinander über und den richtigen Ausgleich kann nur der finden, der den Willen zur objektiven Behandlung mitbringt.

träges in Paris durch die 15 ursprünglichen Signatarmächte wird der Vertrag traft seiner eigenen ausdrücklichen Bestimmungen zum all­gemeinen Beitritt freigegeben. Falls di« Moskauer Regierung nach diesem Zeitpunkt wünscht, die Doktrin der Verzichtleistung auf den Krieg alS eine« Instrument« der nationalen Politik zu unterschreiben, so werden diesen Wün­schen seitens der Washingtoner Regierung keine Schwierigkeiten in den Weg ge­legt werden. Obwohl der Entwurf deS Kellogg- Paktes die Hinterlegungsstelle der Ratifizierungs­urkunden nicht ausdrücklich bezeichnet, so werde selbstverständlicheim-eise angenommen. daß Frankreich diese Rolle übernehmen werde, da ja der Vertrag in Frankreich unterzeichnet werde. Au« diesem Grunde könne die Washing­toner Regierung auch nicht in die Dotwendig- telt verseht werden, in irgendwelche offiziellen Verbindungen mit Rußland zu treten.

Bandenkrieg in Mexiko.

Cuernavaca, 7. Aug (Associated Preß.) (Eine größere Anzahl von Banditen überfiel auf der Landstraße in der Nähe von Puente de Zxtia etwa 80 Automobilisten, meist Mexikaner und Spanier, raubte [le aus und nahm ihnen die Automo- bile weg. Hierauf überfielen die Banditen die Stadt Puente de Zxtia, plünderten das dortige Laaerhaus und die Bahnstation, sowie einen soeben einfahrenden Eisenbahnzug aus, dessen Lokoniotive sie loskoppelten und unbemannt in wilder Fahrt weiterfahren ließen, in der Absicht, einen anderen fälligen Zug zur Entgleisung zu bringen und au«- zuplündern. Die Lokomotive entgleiste jedoch bald ohne Schaden anzurichten. Der in Puente de Ixtia stationierten Bundesaarnison gelang es nach zweistündigem Kamps, die Banditen zu vertreiben und einen Teil der Automobile wie­der zu erlangen. Die Touristen wurden sämtlich unverletzt auf der Landstraße aufgefunben. In dem Kampf wurden zahlreiche Banditen ge­tötet oder verwundet, auch einige Bundessoldaten wurden verletzt. Der amerikanische Botschafter Morrow verbrachte das Wochenende unweit der Stelle, wo der Heb erfüll geschah, ohne von den Vorgängen etwas zu erfahren.

Britische Grntearbeiter für Kanada.

London, 7. Aug. (WTB.) Gestern haben sich etwa 8000 Arbeiter auf den Arbeitsbörsen für 6mlearbetten in Kanada eintragen lassen. Die Eintragung steht in Verbindung mit dem AegierungSplan. 10 000 Arbeiter mit Unter­stützung des Staate« nach Kanada zu senden, damit sie bei der auhergewöhillich reichen Ernte helfen. Den Arbeitern wird sreiaestellt, im Winter nach Großbritannien zurückzukehren, doch man erwartet, daß sich die Mehrheit in Kanada anfiebeln werde.

Einigung her nationalen Landarbeiter» Verbände.

Berlin, 8 Aug. (Priv.-Tel.) Die Konferenz der bevollmächttgten Vertreter der auf christlich- nationalem Boden stehenden wirtschaftlichen Ver­einigungen der Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft hat au einer Vereinigung der Organisationen im Ze nt r a l v e r b a n d der Canba rbei ter mit dem Ziel der Ausgestal­tung zu einem sich über das ganz« Reich er­streckenden ReichSverband landwirtschaft­licher Arbeitnehmer, der sich nach Beruf-gruppen in zentrale Fochverbände glicbem sott, geführt. Diele Grnigung dürfte geeignet sein, die Zer­splitterung in den wirtschaftlichen Vereinigungen der Arbeitnehmer in der Land- und Fvrstwirt- schasi zu beheben.

Heftiger Sturm an der Küste von Florida.

west- Palm-Veach (Florida), 8. August, (wlv. Junffprud).) Ein Tropcnftunr, der die ftüfle von Florida heimfuchle, erreichte während der letzten Vachl die Stärke eine» Tornado». Er hat be­trächtlichen Sachschaden angerichtet Teilweise hat er dc« gleichen weg wie im September 1 9 2 6 genommen. An» Miami (Florida) wird be­

richtet, daß der Mellory-VampferAlgonquin" mit 300 Passagieren inmitten des Wirbelsturmes d I e Orientierung verloren hat. Die Funk­stationen bemühen sich, den Dampfer wieder zu orientieren, um ein Aufläufen auf die Küste zu ver­hüten.

Aus aller Welt.

Ein verurteilter Raubmörder.

Am Dienstag wurde vor dem Landgericht Traunstein gegen den 31 Iahre alten ledi­gen Kaufmann Heinrich Iungmann verhandelt, der am 16. April 1928 auf einem Wege im Berghannner Wald bei Bruckmühl die Kuchen- befchließerin Anna Ebenhoch au« Salzburg durch drei Revolverfchüff« in den Kopf ge­tötet und deren Handtasche mit In- halt geraubt hatte. Iungmann ist wieder­holt vorbestraft. Gegen ihn schweben etwa 30 Verfahren wegen Sittlichkeitsverbrechen. Be­truges, Unterschlagung und Urkundenfälschung. In der Verhandlung gab der Angeklagte die vorsätzliche Tötung und den Raub der Hand­tasche. in der sich u. a. 40 Reichsmark befanden, zu. Die Tat selbst schilderte Iungmann ohne Spur von Reue. Dach der Zeugenvernehmung beantragte der Staatsanwalt die Todesstrafe wegen Raubmordes. Der Angeklagte wurde so- dann wegen Totschläge« in Tateinheit mit schwerem Raub z u lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurteilt. In der Urteil«» begriinbung heißt es, daß der Angeklagte d i c Absicht gehabt habe, die Frau zu töten und zu berauben, doch habe ihm im Augenblick der Tcttausfährung di« ilebcrlcgung gefehlt, so daß die Anklage auf Mord habe fallen ge­lassen werden müssen.

Vorsicht mit Sensen!

Dinen schrecklichen Tod erlitt in Langen­salza eine 22jährige Magd. Al« sie hie Straße entlang ging, kam ihr ein Dienstknecht, der eine Sense über der Schulter trug, auf sei­nem Rade entgegen. Dr fuhr da« Mädchen an und tarn zu Fall, wobei die Sense der Unglück­lichen den Hal« durchs chn i 11. In kurzer Zett starb das Mädchen an Verblutung.

Eine Dorfkirche vom Fever zerstört.

In der Dacht zum Mittwoch brach in der Kirche zu Oppin bei Hall« a. S. Feuer au« Das Schiss der Kirche brannte bis aus b i e Grundmauern nieder, während Sakristei und Turm vom Feuer verschont blieben

Tunnell»rand In Italien.

Dach Meldungen auS Florenz hat sichln ei um Tunnel der neu zu ernchlenden Dahn Florenz Bologna eine Feuersbrunst durch Auftreten von Gasen entwickelt. Die Holzverkleidimg de« TunnelS ist in Brand geraden. Man hat je- doch keinerlei Verunglückte zu beflogen. Das Feuer dauert weiter an.

Durch eine einstürzende Mauer getötet.

Bei Ausschachtungsarbeiten zu einem Berliner Dcubau stürzte plötzlich eine neuauigerichtee Mauer ein. Während es verschiedenen Arbeitern gelang, noch rechtzeitig au« der Baugrube her- auSzuspringen. wurde ein 35 Jahre alter Ar­beiter durch einige Mauerstücke wieder 6er- abgerissen und von den nachstürzenden Mas­sen in der etwa drei Meter tiefen Grube be­graben. D'.e sofort herbeigerufene Feuerwehr g:ng mit größter Beschleunigung an die Ret- tungsarbeiten. doch gab der Verunglückte, al« man ihn endlich bergen konnte, keinerlei 2c- benSzeichen mehr von sich. Seine Leiche wurde in das Schauhaus gebracht. Die Unter­suchung wegen der Schuldfrage ist eingeleitet.

Tödlicher Absturz in den Alpen.

gütigen l Berner Oberland). 8. Aug. (WTB. Funkspruch., Zwei leit Sonntag vermißte Tou­risten. der 22jäbnge Student Kuhlenkamp au« Bremen und lein Begleiter, «in Ichweizeri- schcr Bergführer, wurden von einet entsandten RettunaSkolonne al« Leichen geborgen und »u Tal gebracht Sic waren auf der Südseite de« Aermighoms. eine« 2457 Meter hohen Gipfels bei Frukigen im Berner Oberland abgestürzt.

Eine Snnda-Insel fron einem Vulkanausbruch und einer Springflut helmgesucht.

Die Sunda-In el Flores wurde m ter Dacht Dom Samstag auf Sonntag von einem Bulla n- cusbruch und eiixr Springflut heimgelucht. 20 Schiffe sollen unter gegangen fein. Das Unglück fou viele Menschenopser gefordert haben. Sir^elherten fehlen noch. Auf der benachbarten Lhrs-l Coenbatoc wurden am Samstag um Mitter­nacht die (tarier. Vulkanausbrüche wahrgenommen. Den Sonntag über fiel ein leichter Mchenregen.

Eine päpstliche Medaille für Labile.

Der Papst hat den Iefuitenpater Gian- fr a n p e c ch i, der an der Dordposiabrt teil» genommen hat, beauftragt, dem General Robilc den besonderen Segen zu überbringen und ihm gleichzeitig eine golden« Medaille zu überreichen.

Reichstagung der deutschen Damenschnetderei.

Der Reichsverband der deutschen Damenschnei­derei hält vom 8.12. September- L2J8 in Dürnberg seine Reichstagung ab. Im Rah­men dieser Taguna findet die Hauptversamm­lung des ReichSvervande« der Innungen für das Damenschneidergewerbe, die Generalversamm­lung her Verlagsgenossenschaft für da- Damen- schneidereigewerve c. G. m. H., die Hauptver­sammlung der Rentenversicherungskaste für daS Damenschneidereihandwerk und verwandte Ge­werbe. die Mitgliederversammlung des Vereins Alters- und Erholungsheime für daS deutsche Damenfchneidereigeweroe c. B. und eine Aus­stellung .Der Ausbildungsweg im Damenschnei- dereihandcoerk vom Lehrling bis zum Meister" statt.

Da* Deinheimer Opfer der letzten Eisenbahn- katastrophc.

In Weinheim wurde der bei der Sisenbahn- katastrvphe in Dinkelscherben tödlich verunglückte Hauptlehrer Karl Ioseph Schenk un­ter starker Beteiligung der Bevölkeruna zur ewigen Ruhe beigesetzt. Oberdaurat Gwald- Darmstadt überbrachte da« Delleid deS Reichs­präsidenten und der Hauptbahnverwaltung, so­wie der bayerischen Regierung. <3r legte einen Kranz mit Schlesien in den deutschen Farben und in den bayerischen Landessarben am Grab« nieder.

DerKrassin- in Iromeö.

Der GiSbrecherKrassin" traf am Montag in Tromsö ein und wurde von den Besatzungen der Schisse im Hafen mit Hurraruten emp­fangen. Der norwegische Wistenschastler Do­zent Hoel, der sich wahrend der ganzen Rettungs- erpedition an Bord desKrassin" befunden hatte, lobte die Russen sehr. Auf eine Frage, ob er sich über die viel erwähnte Gpsiode äußern wolle, al« der Flieger Tfchuchnowfki Ma­riano und Zappi auf dein Eise ent­deckte, antwortete Hoel. er sei ganz sicher, daß es sich bei der vermeintlichen dritten Person um «In Paar Beinkleider gehandelt habe, die auf dem Eise lagen. C« habe auch noch ein Paar Hosen auf der Scholle gelegen, alS d»« beiden Männer an Bord genommen wurden. DaS Wetter fei sehr unsichtig gewesen und konnte Anlaß zu verschiedenen Mißverständnissen geben. Der Fiilm. den Tfchuchnowski ausgenom­men habe, werde die Angelegenheit endgültig ent­scheiden. Der Film befinde sich noch an Bord de«Krassin". D:r Dozent erklärte Wetter, daß Zappi bei der Rettung noch ziemlich bei Kräften war, während der Arzt an Bord des Krassin" erklärte, Mariano hätte kaum nochzwölf Stunden leben können.

Oie Wetterlage.

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D e Zyklone liegt m l ihrem Kern heute über den £a.-Deren. Aut ihrem Deiter^ehen werden [alte Lustma'sen auf chrer Rückfeile rusftrömen und unser Gebiet überfluten. D.e Temperaturen werden infolge dessen zurückgehen. Gleichzeitig tetrb es beim Zusammenstößen der Kaltluft mit her aus Lüden kommend.>n Warmluft verschte- dcnt.ich iu stärkerer DoUenbildung imb zu Ge­witterstörungen kommen.

Wettervoraussage für Donners­tag Wechlelnd wvsitg. kühler, ftdlentoetle ®e- witterbÜdung.

Witter ingSaussichtenfürFrettag Kecn« wesenbiche Aenderung.

Cuf ttem per aturen am 7. August: mit­tag« 23,0 G ad LelsiuS. abends 17s Grad Lel- fiu«. am 8. August: moraens 14,9 Grad LÄsius. THarimum 23 2 Grad Tesiiu« Minttnuyt 10/> Grad ttelfüi«.

Srbtembetaturen in 10 Zentimeter liefe am 7. August: abend« 21,1 Grad Lelsius; im 8. August: morgcmS 16,9 Grad Eelsius.

1 Sonnenfche.ndauer: 51 , Stunden