Einzelbild herunterladen

Parteien und Regierungsbildung.

teriwmmen worden sein, der ober gescheitert sei. ES seien zwei Verdächtige verhaftet worden.

Vach einer Meldung der »Times" aus Tientsin sind die letzten Aordtruppen gestern aus Peking abgerückt, das heute von den Südtruppen besetzt werden wird. In Peking herrscht Standrecht. Die Stadtmauern sind ge­schlossen. Seit 5 Tagen sind keine Züge und keine Post eingetroffen. Die Telegraphen- und Telephonverbindung ist unterbrochen. Eine Gruppe Ausländer, die aus Tientsin im Kraftwagen ein­getroffen find, wurden unterwegs beschossen. Sic entkamen mit knapper Rot. Ihr Wagen war von Schüssen durchsiebt. Die Stadt und Umgebung sind ruhig. Der politische Zentralrat der süd­chinesischen Regierung in Schanghai teilt mit, dah er ein Manifest über die Imren- und Austenpolitik der südchinesischen Regierung vorbereite. Es fordert die Aufhebung aller unbilligen Verträge. Ferner wird in dem Manifest die Durchführung aller von Sunyatscn vertretenen Wiedcraufbaumastnahmen, einschließlich der Einberufung eines na­tionalen Volkskonvents angelündigt. Die Eüdchinesen hoffen, dah dies Manifest eine neue Epoche der AuSlandbeziehungen sowie der inneren Entwicklung Ghinas einleiten wird.

Kleine politische Nachrichten.

Der Herr Reichspräsident empfing den deutschen Gesandten in Belgrad, Dr. Köster, und ferner den deutschen Generalkonsul für Me südafrikanische Unüm, Haug.

Das De finden des ReichSauhenministers Dr. S t r e s e m a n n hat sich soweit gebessert, dah er eine Stunde im Garten seines Hauses hat zu» bringen können. Er gedenkt, Mitte des Monats seinen Erholungsurlaub anzutreten, zu- nächst in einem Sanatorium inner halb der deut­schen Grenzen.

Der Wirtschaftspolitiker Ma)! Schippel, der zuletzt als Professor an der Handelshochschule in Dresden gewirkt hat, ist im Alter von 68 Jah­ren gestorben. Er war vor dem Kriege von 1890 bis 1905 sozialdemokratischer Reichstags­abgeordneter.

Der Student Kanitfcheider, der wäh­rend der Pfingstfeiertaae in der Landshuter Hütte von der italienischen Grenz- beHörde verhaftet worden war, ist wie­der auf freien Fuh gesetzt worden und nach Oesterreich zurückgekehrt.

In dem Prozeß gegen die Eingeborenen der Salomon-Inseln, die der Teilnahme an der im letzten Jahre erfolgten Ermordung des Kommissars Dell und von 16 Mit­gliedern der Besatzung des DampfersAuks" angellagt waren, wurden sieben der Angeklag­ten zum Tode, drei zu lebenslänglicher Kerker - strafe verurteilt: 13 andere erhielten Gefängnis­strafen von 10 bis 20 Jahren, während 50 der Angeklagten fr ei gesprochen tourben.

Aus aller Welt.

Der neue Zeppelin.

Das neue Luftschiff »Graf Zeppelin" wird in etwa einem Monat zum erstenmal auf» steigen. Es wird daS erste Rachkriegsluftschiff sein, über das Deutschland frei verfügen kann. Besitzerin bleibt die Luftschiffbau Zeppelin G. m. b. H. Heber seine endgültige Verwendung steht iroch nichts fest. Die Abmachungen Eckeners mit der Spanischen GesellschaftCom- Hanie Eolon" sind zu keinem Abschluß gekom­men, da die Verhandlungen mit Argentinien wegen Schaffung von Landeanlagen bei Buenos AireS nicht zum Ziele geführt haben. Bekannt ist auch, dah die feit 1924 mit Amerika gepflogenen Verhandlungen über einen gemeinsamen Luft­schiffverkehr übet den Atlantik vorläufig zu keinem Ergebnis gelangt sind. Es stehen deshalb alle Meldungen über eine bevorstehende Weltreise des Grafen Zeppelin", über Rordpolfahrten usw. tatsächlich vollständigin der Luft", wenn sie auch noch so bestimmt verbreitet toetben. Gs muh ferner noch festgestellt werden, wer denGrafen Zeppelin" übernimmt und die kostspieligen Flüge zahlt. Hierüber liegen noch keinerlei Ab­machungen vor, so wird eine Fahrt um die Welt in diesem Jahre leider nicht mehr verwirk­licht werden können. Die finanziellen Verhält­nisse der Zeppelingesellschaft bedürfen überhaupt einer Auffrischung, da die Zeppelin-Eckenerspende mir zwei Millionen Mark zusammenbrachte. So liegt schon jetzt ein Mangel von 1,5 Millionen Mark vor.

Lin deutsche» Tabakforschungsinftitul.

3n Forchheim bei Karlsruhe wird am 16. Juni daS deutsche Institut für Tabakforschung feierlich eingeweiht werden. Das Forch­heimer Institut, dessen Dau und Unterhaltung anher einem einmaligen Zuschuß Badens von 50 000 Mark ganz zu Kosten des Reiches geht, und dessen oberste Leitung im Rei chsernäh- rungS Ministerium liegt, soll sich in erster Linie mit den Problemen beS Tabakan­baues beschäftigen. Da Baden den stärksten dmitschen Tabakanbau verzeichnet, hat man aus diesem Grunde daS Forschungsinstitut. daS vor­läufig nur aus einem Leiter und zwei wissen­schaftlichen Assistenten mit dem dazugehörigen Hilfspersonal besteht, in die Karlsruher Ge­gend gelegt. Gleichzeitig arbeitet Prof. Dr. ule u berg im Biochemischen Institut in Dah­lem in engem Zusammenhang mit dem Forch­heimer Institut über die sehr wichtigen Fragen der Tabakvergärung. Gerade auf diesem Ge­biete. auf dem die VerwendungsrnögliSeiten des TabakS in der Zigarre und Zigarette usw. unter­sucht werden, bat man in letzter Zeit wichtige Forschungsergebnisse erhalten. Die enge Zu­sammenarbeit der beiden Tabaksorschungsinsti» tute wird durch die Bestellung Professor Reu« berge in das Kuratorium deS neuen Förch» Heimer Institutes gesichert.

Zum 100. Todestag Albrecht Thaer».

21m 26. Oktober dieses Jahres werden 100 Jahre vergangen fein, feit dem Tode Albrecht Daniel Tl>aero, des großen praktischen Landwirtes, den man mit Recht den Begründer der ratio n eilen Landwirtschaft nennt und der auf die Entwicklung der deutschen Landwirtschaft, insbe- sondere auch der Landwirtschaftswissenschaft. einen gewaltigen Einfluß ausgeüvt yat. Die Gesellschaft für Geschichte und Literatur der Landwirtschaft, deren besondere Ausgabe es ist. die Erinnerung an die großen Förderer der Landwirtschaft zum An.

Empfang der Parteiführer beim Reichspräsidenten.

Berlin, 7.Juni. (TU.) Reichspräfident von Hindenburg wird am Freitag die Par­teiführer zu einer Besprechung über die Regie­rungsneubildung empfangen. Die Besprechung trägt zunächst noch unverbindlichen Charakter. Für die Sozialdemokraten werden an den Be- sorechungen teilnehmen der Reichstagspräsident Loebe und der bisherige Vorsitzende der Reichs­tagsfraktion, Hermann Muller-Franken. Für das Zentrum find die Abgeordneten v. @ u 6 » r a r d und Stegerwald in Aussicht genommen, ür die Deutschnationalen Graf W e ft a r p , ür die Deut s ch e B o l k s p a r t e i soll der Dor- itzende der Reichstagsfraktion, der Abgeordnete Dr. Scholz, für die Demokraten der Führer Koch die Verhandlungen führen. Für die Wirt­schaftspartei find zur Führung der Befpre- chungen die Abgeordneten D r e ro i fi, unö Mol- katy in Aussicht genommen. Die Besprechungen werden voraussichtlich am Samstag fortgesetzt wer­den. Der Reichspräsident wird die Herren in der R ei h e n f o Ige der Stärke der von ihnen ver­tretenen Funktionen empfangen, damit also densel­ben Weg einschkagen, den er bei früheren Regie­rungsbildungen gegangen ist.

Zenirumssiimmungen.

Zurückhaltung oder Aktivität?

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Berlin. 8. Juni. ES ist kein Geheimnis, dah im Zentrum vor allem zwei Stimmungen in der Frage der Regierungsbildung vor Heimchen. Auf der einen Seite vertreten die den mittleren Gruppen angehörenden Abgeordneten, wie die Herren Schreiber, v. Guärard und Esser die Anschauung, dah das Zentrum an der Bil­dung der Regierung und ihrer späteren Führung durchaus aktiv und entsprechend den Koa­litionsverhältnissen m i t a rbe i t en solle. Zwei­fellos spielen dabei in diesen Kreisen auch per­sönliche Wünsche und Aspirationen auf einen Ministerposten durchaus eine gewisse Rolle. Der andere Flügel, der aber in der Minderheit sein dürfte, Obgleich sich ihm aus mehr psychologischen als sachlichen Motiven eine Reihe von durch den Wahlausgang enttäuschter Zentrum sabgeordneter angeschlossen hat, gruppiert sich um den Abge­ordneten Stegerwald, der die äußerste Zu­rückhaltung des Zentrums bei der Regie­rungsbildung verlangt

Diese Stimmungen, denn nut um solche handelt es sich, haben aber, wie wir aus gut unterrich­teter Quelle erfahren, bisher nrxh in keiner Weise die Form einer Debatte oder einer Aus­einandersetzung innerhalb des Zentrums ange­nommen. Die Stellungnahme Stegerwalds, der von den Abgeordneten I m b u s ch und Decker- ArnSberg unterstützt wird, ist vor allem von der Erwägung bestimmt, dah Stegerwald dem neuen Reichstag nur eine sehr kurze Lebens­dauer zubilligt. und daher dieSvzlaldemv-

sporn und zur Mahnung für kommende Geschlechter L' pflegen, beabsichtigt an Thaers Wohnhaus in Celle und an feinem Grabe in Möglin Gedenk­tafeln anbringen zu lassen, die durch besondere kleine Feiern im Herbst enthüllt werden sollen. Eine weitere Gedenkfeier wird die Königlich Hannoversche Landwirtschasts-Gefellschast in Celle veranstalten, deren hervorragendes Mitglied Albrecht Daniel Thaer war. Weitere Feiern sind in der Landwirtschaft­lichen Hochschule zu Berlin und auf der Herbst- togung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellfchaft in Heidelberg geplant.

Signale der .Ltalia".

Rom, 7. Juni. (Ager ca ©tefani. Funkspruch.) Am Donnerstag um 11.07 Uhr mittlerer Green­wicher Zeit hat die6 it t a d i Milano" auf ihre regelmäßigen Rufe an dieItalia" Sig­nale vernommen, die nach Annahme des Schiffes von der3 tal t a herrühren. Die (Eitta di Milano" versuchte alles, um sich mit dem Luftschiff in Verbindung zu setzen, indem sie dieses zunächst nach der Lage der3talia fragte, darauf hat das Schiff erneut Signale ge­hört. Die(Sitta di Milano" glaubt fast mit Sicherheit, unter den sehr schwachen Zeichen französische Worte vernommen zu ha­ben. Auch dieH o b b h" habe ständig Signale gehört. Uni gegenseitige Störungen der beiden Stationen zu vermeiden, hat man in einer Hütte im Äorden von Kingsbah eine Kurz­wellenstation errichtet.

Schwere Folgen

einer Explosion auf einem Minenleger.

Kiel, 8. Juni. (WTB. Funkspruch.) Gestern abend explodierte bei einer llebung des Sperr- oerfuchskommandos im Scegebiet östlich Schftimünde aus bisher ungeklärter Ursache auf dem Minenleger C 12 ein Sprengtörper. Auf C 12 und dem neben ihm liegenden C 8 wurden sechs S o l - baten des Sperroerfuchskommandos tödlich, drei weitere Soldaten und ein Angestellter schwer verletzt.

Erplofionsunglück in Hollywood.

DaS in der Rahe deS Filmviertels gelegene und von bekannten Filmkünstlem viel besuchte 6 a f £ -um Russischen Adler ist durch eine schwere Explosion zerstört worden. Im Anschluß an die Explosion ging daS Erdgeschoß des Gebäudes t n Flammen auf. Zehn Per­sonen wurden verletzt, davon zwei lebensgefähv- lich. Zur Zeit des Unglücks waren zahlreiche Berühmtheiten der Filmwell, Darunter auch Chaplin, in Dem Lokal anwesend, konnten sich aber noch rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Folgenschwere Ammoniakcxplosion.

In den ÄeUerräumen einer Schlächterei in Lichterfelde-West explodierte auS bisher noch unaufgeklärter Ursache die Ammoniakanlaae. Durch den hervorgerufenen Druck wurden meh­rere Wände zum Einsturz gebracht und die über dem Explosionsraum liegenden Wohn- und Verkaufsräume zum Teil schwer verwüstet. Der Fleischereibefitzer und eine Verkäuferin wurden durch bc rum fliegen De Glas­splitter erheblich verletzt. Die Frau des Flei­schers erlitt einen schweren Nervenschock. Sin Geselle mußte mit einer schweren Gasvergiftung in da» Krankenhaus übergeführt werden. Die «Zeuerwehr war mehrere Stunden lang mit Aus­räumung-- und sMsteisungsarbeiten beschäftigt.

traten, mit denen gerade fern gewerkschaftlicher Flügel in stärkster Konkurrenz liegt, mit aller Verantwortung belasten möchte. Von Seiten der Zentrumsführung wird aber dieser Pessimismus Stcgermaldö nicht geteilt und sogar für unangebracht gehalten, da bet einer etwaigen baldigen Wiederauflösung des Reichstages die Wahlen nur neue Zersplitterungen und Kräfte­verluste gerade für die Mittelparteien bringen würden. Man hält es dagegen für dringend not­wendig. dah diesem Reichstag eine längere Le­benszeit gegeben wird, damit angesichts kommen­der Wahlen der langsam einsetzende Klärungs- Prozeß in den Mittelparteien, wie er sich jetzt allenthalben bemerkbar macht, voll auswirken fann.

Öas Preußenkabinett.

DieLozialdemokratcn gegen eineNmbildung der Regierung Braun.

Berlin, 8. Juni. (TU.) Das Berliner Zen- trumsorgan, dieG e r m a n i a", hat die Forderung aufgestellt, Dan preußische Kabinett müsse nach dem Ausgang der Wahlen sich einer Umbildung un­tergeben. Diese Forderung toL on dem sozialdemo­kratischenV o r w ä r t s" energisch abgelehnt. Er schreibt in seiner Abendausgabe: ,Hn Preußen Han- dell es sich nicht darum, wie dieGermania" be­fürchtet, vollendete Tatsachen zu schaffen, sondern einfach darum, vollendete Tatsachen fest- z u st e l k e n. Das vom Zentrum mitgetragene preu- ßische Reoierungssystem ist durch das Votum des Volkes gutgeheihen worden. Das preußische Kabinett ist das einzige, das durch die Wahlen in feinem Amt bestätigt worden ist, während das Reichs­kabinett und das württembergifche Bazille-Regimenl gestürzt sind. Auch in Bayern ist alles ins Wan- kcn geraten. Infolgedessen ist die Regierungsfrage im Reich, in Bayern und Württemberg brennend. In Preußen ist sie es nicht. Angesichts die­ser Tatsache kann wohl auch das Zentrum nicht meinen, daß man mit der Umbildung Der Regierung just in Preußen anfangen werde. Es liegt in wohl­verstandenem Interesse des Ganzen, daß die preu- ßische Regierung ruhig weiter arbeitet, bis auch im Reiche wieder feste Verhättniss« herge- stellt sind, und daß preußische Regierungsftaaen, falls überhaupt das Bedürfnis besteht, sie auhu- werfen, bis zu diesem hoffentlich nicht astzu fernen Zeitpunkt vertagt werden." Wie der Vorwärts" weiter meldet, war die f o z i a l d e m o- kratifche Fraktion des Preußischen Land­tages, die am Donnerstag vormittag zu iyrer ersten Sitzung zusammentrat, einmütig der Austastung, daß die preußische Regierung in ihrerjetzigen Zusammensetzung im Amte bleiben und die bisher betriebene Politik fortsetzen soll. Auch das prußischeKabinett soll einstimmig der Austastung fein, daß nach dem vorliegenden Wahl­ergebnis ein Anlaß zum Rücktritt nicht vorlieg« und die Fortsetzung der bisherigen Po- litik dem Wunsche der preußischen Wählerschaft ent- spreche. In diesem Sinne dürfte auch die Regie­rungserklärung gehalten fein.

Feuer im Vorführungsraum eines fiinos.

In Hamborn entstand aus noch nicht auf­geklärter Ursache im Vorführungsraum eines Kinos während der Vorführung eines FilmeS ein Brand. Der Vorführer und drei andere im Raum anwesende Personen erlitten schwere Brandwunden und mußten mfl Kranken­haus gebracht werden. Zwei der Verletzten schweben in Lebensgefahr. Da der Dor- ft'chrungsraum feuersicher abgeschlossen und getrennt vom Zuschauerraum ist, wurde der Brand von dem anwesenden Publikum über­haupt nicht gemerkt, so daß eine Panik vermieden wurde.

bleuer Erdstoß in Korinth.

Wie Reuter aus Athen meldet, ist Korinch und Umgebung von einem neuen heftigen Erdstoß heim- gesucht worden. Eine Anzahl von Häusern, die schon bei dem Erdbeben im April beschädigt worden waren, sind eingestürzt. Der Einwohner bat sich eine Panik bemächtigt.

Absturz im (Eoracra-IaL

Nach Meldungen aus Disentis (Graubünden) hat sich im Taoetsch-Tal ein Bergunglück ereignet. Zwei Touristen aus Dresden im Alter von 22 und 20Iah- ren bestießen im sog. Cornera-Tal einen steilen Berg. Einiae Meter unterhalb der Höhe stürzte der ältere Bruder, W. Lommatzsch, etwa dreihun- dert Meter tief ab und blieb mit einem Schädel- brudj tot liegen. Der jüngere Bruder wurde sodann von zwei Einheimischen zu Tal geführt. Der Leich­nam des älteren Bruders wurde von einer Ret­tungskolonne geborgen und nach Petron ae bracht.

Dhv.-Tagung in Dresden.

Vom 8. bis 11. Juni hält der Deustchnationale Handlungsgehilfen-Verband in Dresden feinen 21. Verbandstag in Verbindung mit dem '18. Deutschen Kaufmannsgehllfentag ab. lieber 5000 Mitglieder haben sich zur Tellnahme angemeldet. Die Reichsregierung wird durch den Reichswrrt» schaftsminister Dr. E u r t i u S und den Reichs­verkehrsminister Dr. h. c. Koch vertreten sein. Auch das Reichsarbeitsministerium wird durch einen seiner leitenden Herren an der Tagung teilnehmen. Von der Verwaltung des Verbandes wird auf Grund der Anregungen aus den Mit- gliederkreisen ein Plan zur Schaffung von KaufmannSgeseHschaftShäusern für sämtliche Ortsgruppen des Verbandes im Deut­schen Reiche und im Auslande zur Beschluß­fassung vorgelegt werden. Daneben wird sich der DerbandStag in zwei Referaten der Reichstags­abgeordneten Walter Lambach und Otto Ge- rig mit der Stellung des Verbandes hn poli­tischen Leben befaffen. Der 18. Deutsche Äauf- mannSgehilfentag sieht auf feiner Tagung einen Vortrag des Verwaltung sm itgliedes Georg Brost. Mitglied des Vorläufigen Reichswirt» schastsratS über die Einflüsse der Sozialpolitik auf den BerufSweg der Kaufmannsgehtlfen vor. Weiter toirb sich der Kaufmannsgehilfentag mit innenpolitischen Problemen beschäftigen. Der Der» bandsvorsteher Hans Dechly wird über die Führerpslicht im neuen DeutfÄand sprechen.

16-Milliouen-Erbschaft.

Durch die Freigabe des beschlagnahmten deut­schen Eigentum8 in Amerika ist der in Königs­berg (Reumarkt in äußerst einfachen Verhältnissen lebende Fuhrmann Jahrmarkt im späten

Alter zum reichen Mann geworden. Okn Onkel von ihm. Pastor Jahrmarkt, der gleich nach den Freiheitskriegen nach Amerika aus­wanderte. hat ihm und feinen Brüdern, die gleichfalls im Kreise Königsberg wohnen, eine Erbschaft von 16 Millionen Mark binterlaffen. Einer der Brüder. Kustcher Jahr­markt. arbeitet auf dem Gut Stemthal bei Mohrin, der andere auf dem Gute Blankenfcld: ?<^äftaJ^>erc find^tn Vietnitz als Arbeiter be*

Paten toerleßung beim Banknoten druck.

Die Witwe deS verstorbenen EhemllerS Dr. L a m p e l kämpft bereits seit 8 Jahren gegen den deutschen ReichsfiSkus. um Schadenersatz für bw Verletzung der von ihr geerbten Patent­rechte ihres Mannes bei der Herstel­lung von Banknoten zu erhalten. Bis­her waren zwar alle Verfahren zu ihren Gun­sten ausgegangen, aber eS war nicht abzusehen, wann endlich eine endgültige Entscheidung zu­stande kommen könnte, biS jetzt daS Reichs- pvstministerium cinaegriffen hat. um einen Ver­gleich mit der Klägerin zu erzielen. Ihr ver­storbener Mann Halle ein Verfahren erfunden unb dieses auch patentieren lassen. weMes jede Banknotenfälschung unmöglich macht. Aber überraschenderweise erfuhr Frau Lampel. daß die Reichsdruckerei sich ohne Berech­tigung dieses Verfahrens bediene, wo­raus sie eine Schadenersatzklage in der einstweiligen Höhe von einer Million Mark gegen den Fiskus anstrengte. Die Reichs­druckerei hat dann in einem ziemlich rücksichts­losen Kampf versucht, die Lampelschen Patente für nichtig erklären zu lasten, aber ohne Vrfolg. denn alle Instanzen des ReichS- patentamtes wiesen die Reichsdruckerei ab. Der Zivilprozeh aber hatte sich derartig im In­stanzengang verfahren, und wäre in absehbarer Zeit kaum zu einem Ende gekommen, wem, nicht ein Abgeordneter, der gleichzeitig im Der- waltungsrat der Reichspost sitzt, sich den Klagen der Frau Lampel angenommen hätte. Auf seine Anregung hin hat sich das Reichspostministerium jetzt erfreulicherweife au einem Vergleich be­reitgefunden und die Reichsdruckerei angewiesen, entsprechende Verhandlungen zu führen damit der Frau Lampel Gerechtigkeit widersäyrt und sich die Deichsdruckerei rechtmäßig dieses paten­tierten Verfahrens zum Rvtendruck bedienen kann.

Gefährliche Petrolcumerplofion in Berlin.

In der Dacht zum SonnerÄtag zwischen 10 und 11 Uhr explodierten auS bisher unaufge­klärter Ursache in einem Gebäude der Möckern- straße, in dem 6 0 0 0 Liter Petroleum lagern, im dritten Stockwerk mehrere Petroleum- f äff er. Durch die Detonation wurden sämtliche Fensterscheiben deS Stockwerkes zertrümmert, so daß die Stichflammen zu den Fenster­höhlen hinausschlugen, und an den im vierten Stockwerk lagernden Vorräten einer Filmkopieranstalt sowie im Dachstuhl reichlich Nahrung fanden. Mit Hilfe von Schaum» löschgerät konnte der gefährliche Brand gelöscht werden.

Zusammenstoß zwischen Auto und 5 k .enbahu.

Ein furchtbares Unglüd ereignete sich an einem Sisenbahnübergang in der Dähe der schwedi­schen Stadt Sala. Sin vollbesetztes Auto stieß mit einem in voller Geschwindigkeit fahrenden Personenzug zusammen. DaS Auto, das von der Lokomotive 200 Meter mitgeschleift wurde, wurde völlig zertrümmert. Zwei Personen wur­den auf Der Stelle getötet, zwei weitere starben kurz nach der Einlieferung inS Krankenhaus. Sine fünfte ist lebensgefährlich und zwei weitere Per­sonen sind leichter verletzt.

Die Wetterlage.

7 * ötexds

n

Q

2L

0wwemti. ©ntne>.»rrem owett e *«>«. e »<«cn

S'Snrt ä «riupcia i-ettti xw

ernte- Oi v f iiereotBc* Rordwui

Oi« »Kiw fliegen ein dem wiM«. 0>« ««>-«» Mdhoetn iteHnde« la> en Qticn die Tempenivr m Ok Ulmen <trtxMe> Orte eil amtlcM r<< 'v-«re$ni#r»e »ea<<«<M<Ue Lefldrera

Wettervoraussage.

Das neue Druckfallgebiet hat sich weiter ost­wärts ausgebreitet und ozeanische Cuftmaflen nach Deutschland verlagert. Sin Kem des Tiefs lag heute morgen über der Nordsee und Dänemark und ein weiterer Wirbel über Irland. Infolge­dessen führt die StörungstätigLeit noch zu keiner Beruhigung der Wetterlage. Wechselnde Bewöl­kung mit Regenschauern und vorn ber gehen dem Aufklaren gestalten den Witterungscharakter.

Voraussage für SamStag: Wechselnd wolkiges Wetter. Temperaturen schwankend und zeitweise Riederschlage.

33 0 raussage für Sonntag: Wolkig mit Aufheiterung, vereinzelt leichte Regenschauer.

Lufttemperaturen am 7. Juni: mittags 16,5 Grad Teißus, abends 14 Grad Celsius; am 8. Juni: mor- ftns 133 Grad Celsius Maximum 19 Grad Celsius, Minimum 9,9 Grad Celsius. Erdtemperaturen am 7 Juni: abends 16,8 Grad Celsius, am 8 Juni: morgens 14,2 Grad Celsius. Niederschlag 8,4 Millimeter. Sonnenscheindauer eine Viertelstunde.

Ml Sorge tzilssltosfen ( bgl Diese F ganz ohne D gesund ist ui ausreichenden tsich nimn

M in g die eine eins Säuglinge, K spielt die Fra, eine Rolle, m Most alles lichen Leberb fördern, aber erschweren, d durch bas Ätx ist kein Wider eine etwa vor M, gekchi daS ttzemLst, "birnen mit dann, wem unmittelbar gesunder er stört auch k

Rohes fai essen. Ss toi Singetveidek andere Krm und Braten beim Bratei

He Son #f- '

Sn» J liv^ - sehr c ?°Sdechelab!" bit als K ff Derdo fh -SLch

s«ä Md 1° stft & ÄK Achtung -'M iläch.

man W? 1 Villuncin 1COO Dürielch gßOD Quadrat und damit au= Kauen wird vor allem da alles Sprüche teu, ist halb baut.

Flüssigkeit bauung. Bxe und jeder che figfeit verlang Mittagessen zl müßig. Suppe mung. aus öl bedeutet soine kann nachteillk sehr verdünnt