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schen Zersplitterung Deutschland S. ES wird freilich noch dahingestellt bleiben, wie­weit die Wählerschaft diesen Unfug der Zer­splitterung mitmachen wird und ob sie sich nicht doch noch darauf besinnt, daß schon bei der letzten Reichstagswahl 13 Splitterpar­teien mit insgesamt 597 969 Stimmen ohne jede Vertretung blieben. 1924 sind im ganzen 666 059 Wähler umsonst zur Wahl­urne gegangen, wodurch 11 Mandate den anderen großen Parteien v e r l o re n gegangen sind. Die Gefahr besteht bei der jetzigen ReichS- tagSwahl gleichfalls wieder, daß viele Hundert- tausende von Stimmen durch die Zersplitterung verloren gehen. Don den 31 Parteien, die sich diesmal an dem Wahlkampf beteiligen, werden höchsten - ein Dutzend aus dem Wahlkampf mit Mandatserfolgen hervorgehen: daran sollte sich jeder Wähler erinnern und nicht einer be­liebigen Splitterpartei seine Stimme geben.

Die Lage in Tsinanfu.

Eine Erklärung Tsckiangkcischeks. Japanische Verstärkungen.

London, 7. Mai. (WTD) Reuter meldet aus Ranling: Der Oberkommandiecende der süd- chinesischen Streitkräfte, General Tschiang- krischet hat aus Tsinanfu, dec Hauptstadt von Schantung, eine vom Freitag datierte Er­klärung hierher übermitteln lassen, in dec er feststellt, daß der britische und der ame­rikanische Konsul hinsichtlich der Zwischen­fälle in Tsinanfu vermittelnd tätig sind und daß die Unterhandlungen Fortschritte machen. Tschiangkeischek führt zum Schluß seiner SrLärung auS:

Die japanischen Truppen haben unS ohne den geringsten Grund herausgefor- b e r t. Sie haben auf unsere Soldaten und die chinesische Zivilbevölkerung geschossen und über tausend Personen getötet. Die Vöswilligkeit der Japaner und die von ihnen ausgeübte TcDrüdung gehen über jede Be­schreibung hinaus. Ich kann mich einer solchen Brutalisierung nicht beugen, und ich wünsche die wohlüber'egte Brutalität der Japaner vor der ganzen Welt bloßzustellen."

Nach Meldungen auS Schanghai hat General Tschiankaischek Tsinanfu verlassen, um die Angriffsbewegung gegen den Norden wieder aufzunehmen. Die javanischen Truppen sind da­mit wieder vollkommen Herren der Stadt und haben das Kriegsrecht verhängt, um eine Säuberung durchzuführen. Don Flugzeugen der Nordarmee ist Tsinanfu mit Bomben belegt worden. Wie weiter aus Schanghai gemeldet wird, kündigte die Nankingregierung an, daß sie die Angelegenheit der Zwischenfälle in Tsinanfu dem Völkerbund unterbrei- t e n werde. In Kanton machten sich Be­strebungen geltend, Tschiankaischek und den Außenminister für die Vorgänge in Tsinanfu verantwortlich zu machen. Trotz aller War­nungen hätten sie die 40. Armee, die vorwiegend aus Kommunisten bestehe, den Streitkräften einverleibt. Die japanischen Verluste scheinen sich eben doch als geringer herauszustellen, als zunächst angenommen wurde. DaS japanische Ex­peditionskorps hat 12 Tote und 29 Verwundete zu verzeichnen, während von Zivilisten 18 ge­tötet sein sollen. Der Mikado hat durch Son­derbefehl den ehemaligen Kriegsminister General N o g a t s ch i zum Ehef der Landungstruppen in China ernannt. Nogatschi war Stabschef der Armee und ist ein persönlicher Freund des Mikado. Gr hat sich nach Tsingtau begeben, pm den Oberbefehl zu übernehmen. Das japa­nische Marineministerium veröffentlicht eine Be­kanntmachung darüber, da' acht Minen- boote heute t>en japanischen Hasen Kure ver- kasien werden, um sich nach Tsingtau zu begeben. Sieben Kanonenboote verlassen ebensalls heute den Hasen Maizuru, um nach Swatau und Kanton zu fahren. Die Ent­sendung der Kriegsschiffe soll lediglich dem Schutz der japanischen Interessen in China dienen. Für di« japanischen Landungstruppen sind 20 Mil­lionen Ven bewilligt worden. Bisher sind 13 700 japanische Soldaten nach China entsandt worden.

Oie Boylotibewegung gegen Japan.

London, 7. Mai. (Tll.) Wie aus Schang­hai gemeldet wird, wurde auf einer Zusammen­kunft der leitenden Persönlichkeiten der Kuomin­tang von Groß-Schanghai ein Ausschuß ein­gesetzt, der dem Boykott gegen Japan überall Wirksamleit verleihen soll. Der Aus­schuß soll dafür sorgen, daß kein Chinese japanische Waren kauft oder verlauft, Nahrungsmittel eingeschlossen. All« Geschäfte mit japanischen Banken sollen eingestellt wer­den und Angestellte in japanischen Diensten ihr Dienstverhältnis aufgeben. Für heute ist eine Massenversammlung angeseht. Alle Geschäfts­leute in Schanghai haben auS Furcht, daß die Äommuniften di« gegenwärtige allgemeine Er­regung ausnutzen könnten, ihre Geschäfte ge­schlossen.

Oie Lage der Deutschen.

Berlin, 7. Mai. (TU.) Wie der deutsche Konsul in Tsingtau mitteilt, befinden stchalleDeutschcn inTsinanfuinnerhalbderjapanischen Niederlassung. Davon, daß irgendwelche Deut- scheu verletzt oder geplündert worden sind, ist bisher nochnichtsbekannt, außer der bereits gemel­deten Tatsache, daß ein deutsches Hotel in den ersten Tagen der Unruhen geplündert wurde.

Kundgebung der geschädigten Auölanddeuisch-n.

Berlin, 7. Mai. (WTD) Einige Verbände der geschädigten Auslanddeutschen veranstalteten heute vormittag mehrere Versammlungen, um gegen die Haltung des Reichsentschadigungsamtes in den Fragen der Entschädigung und für die Freilassung des Farmers Heinrich Langkoop, der den Anschlag auf das Reichs­entschädigungsamt verübt hatte, zu demonstrieren. Gegen 4 Uhr zogen dann mehrere Hundert Der» fammlungsteilnehmer vor das Gebäude des Rekchsentschädigungsamtesinder Rhein, straße in Friedenau, wo es zu erregten Auf­tritten fani, nachdem der Präsident des Reichs- entschädigungsamtes, Dr. Karpinski, den Emp­fang einer Abordnung adgelchnt hatte. Als die Deämten um 4.30 Uhr das Gebäude verließen, mußten sie allerlei Redensarten über sich er hen lassen Die Demonstranten zogen schli'ßlich noch gütlichem Zureden der Schutzpolizeibeamten *ie her ab.

Die Anleihepoliü'k des Reiches.

OerReichsfinanzminister empfiehlt den Gemeinden äußerste Sparsamkeit in der Aufnahme von Auslandanleihen und größtepublizität über ihre Zinanzwirtschast.

Le r l i n , 7. Mai. (WB ) In einer Rede in Baden gab der Reichsminifter der Finanzen, Dr. K ö h l e r, folgende Erklärung ab: Der bevorstehende Abschluß der Arbeiten der Beratungsstelle über die Zulassung von A n l e i h e a n t r ä g e n der Gemeinden gibt Seranlaffung, noch einmal die leitenden Gesichtspunkte in der_ Politik der Reichs- regierung heroorzuheben, Hie für die Heranziehung von Auslandkapital zu Zwecken von Finanzierungs. bedurfnifsen, die im öffentlichen Interesse zu befriedi­gen sind, maßgebend sind.

Wenn es auch in gewissem Umfange weiter erforderlich ist, im Rahmen der natürlichen Grenzen jeder Auslandverschuldung ausländi­sches Leihkapital für die deutsche Gesamtwirtschaft heranzuziehen, so gebieten doch die folgenden Erwägungen weitestgehende Zurückhal­tung.

Die rationelle Ausgabengebarung der öffentlichen Stellen unter strengster Beobachtung der Grundsätze der Sparsamkeit und Rentabilität ist wesentlicher Bestandteil der Berwaltungsresorm, die die gesamte deutsche Leffentlichlcit gebieterisch fordert. Sie ist auch unerläßlich, um über Deutschland hinaus zu bekunden, daß wir uns des Ernstes der Auf­gaben bewußt sind, die uns die aus dem Kriege übernommenen Verpflichtungen und die Sorge um die Erhaltung des deutschen Kredites auf­erlegen. Auf den gegenwärtig mit Erfolg be­schrittenen Wegen äußerster Svarsamkeit muh daher sortgesahren, zugleich muh die Kennt­nis über die Finanzwirtschast der öffentlichen Körperschaften durch lau­sende Beschaffung geeigneten Zahlenmaterials und seine Veröffentlichung gesichert werden. Es kommt hinzu, daß der Umfang unserer Auslandverschuldung Vorsicht verlangt im Hinblick auf die nur langsamen Erfolge, die unsere Bemühungen um die Besserung unserer Handels- und Zahlungsbilanz gehabt haben.

Die Ausnahme 6er Verhandlungen durch die zunächst für die Inanspruchnahme deS AuS» landmarlles in Betracht kommenden öffentlichen Körperschaften oder chre Krevitverbände wird daher in kürzester Zeit freigegeben werden. Planmäßiges Vorgehen ist im Interesse des deutschen Kredites im Auslände hierbei ebenso bei den Körperschaften, deren Anleihen noch folgen können, unerläßlich. Die Erledigung des jetzt durchzuführenden Programms wird allerdings nur dem dringendsten Be­darf der Gemeinden gerecht. Dennoch wird es dabei für einen längeren Zeitraum fein Bewenden haben müssen.

Auslandanleihen des Reiches und der Länder sowie Auslandanleihen, die Reich ober Länder garantieren, erscheinen auch weiterhin nicht ratsam. Die Rotlage der Landwirt­schaft macht auch auf dem Gebiete der Aus- landsfinanzierung außergewöhn iche Anstrengun­gen erforderlich. Insbesondere kann den Land­wirten. die nach dem Rotprogramm der Reichs­regierung llmschuldungshilfe erwarten, gegenwärtig im wesentlichen nur durch Inan­spruchnahme ausländischen Leihkapitals die dringend gebotene und nicht aufschiebbare Unter­stützung zuteil werden. Von der hierbei vorge­sehenen Art der Finanzierung wird indessen nur im eng ft en Umfange Gebrauch gemacht werden.

Die Innehaltung der von der Reichsregierung eingeschlagenen Politik bedeutet ohne Zweifel für einzelne Beteiligte große Härten. Die Reichsregierung vertraut aber weiter auf die Einsicht aller beteiligten Kreise in dieRotwen­dig k e i te n, die Deutschlands besondere Lage erfordert, und rechnet auf das Bewußtsein der gemeinsamen D e r a n t w o r t u n g, ohne das ein Erreichen des großen Zieles, dem die An­leihepolitik des Reiches untergeordnet ist, in einem allen Beteiligten g recht werdenden Sinne in absehbarer Zeit nicht gut denkbar ist.

Präsidenten daher ersuchen, unserer Forderung Folge geben zu wollen." Madsen-Mygdal er­klärte jedoch der ..Derlinske -i/ibenbe", es be­stehe für ihn kein Grund, den Reichstag einzuberu en. Ebenso sei eine Stellungnahme zu diesem zweiten Schreiben der Sammlungsbewe­gung nicht erforderlich. Ihm scheine es, daß Die Presse dieser Bewegung e<ne viel größere Be­deutung beime'se. a.S sie in Wirklichkeit habe <<5r habe nicht die Absicht, dem. was er den Leuten in feiner Antwort gesagt habe, etwas hin.zuzulügen und er werde nicht mit den Führern der Bewegung verhandeln.

Aus aller Wett.

DieBremnr-Jüeger in Amerika.

Die »Bremen"»Flleger haben, um der kana­dischen Bevölkerung ihren Dank für die gast­freundliche Aufnahme abftaticn zu können, sich zu einer Erweiterung ihres Reiseprogramms ent­schlossen und werden nunmehr auch den Städten Quebec und Montreal einen Besuch ob- Hatten. Am 23. d. M. soll die Rückkehr nach

Oer Colmarer Auionomistenprozeß

Colmar, 7. Mai. (WTB.) Zu Beginn der heutigen Sitzung lehnte das Gericht einen Protest der Verteidigung ab, in dem festgestellt worde-.i war, daß das Urteil auf Suspendierung des Verteidigers Fournier nach dem Zwischenfall am Samstag zur Verlesung gebracht worden sei, ohne daß tf?r Gerichtshof sich vorher zur Beratung zurückgezogen halte. Dar­aus ergebe sich, daß die Maßregelung von vornherein vorbereitet und deshalb unzulässig sei. Rechtsanwalt Derthon teilte mit, daß er außer der Anwaltskammer auch den Iustizminister mit der Angelegenheit Four­nier befaßt habe. Die Anwälte Thomas und Feillet traten dann dafür ein, daß die Derhand- lung beschleunigt werden müsse und daß man an die Angeklagten präzise, das angebliche Komplott gegen öie Sicherheit des Staates betreffende Fragen stellen muffe, aber das Verhör der Angeklagten fvrtsehe. Sämtliche Angeklagten begründeten, weshalb sie Wert darauf legten, vor der Zeugenvernehmung ge­hört zu werden. Buchdrucker Ha uh betonte, man möge ihm sagen, durch welche Worte oder durch welche Handlungen er gegen die Sicher­heit des französischen Staates ein Komplott be­trieben habe. Es sei niemals der Fall ge­wesen, daß die autonomistische Bewegung aus­ländisches Geld erhalten habe.

Der frühere protestantische Pfarrer Heil bringt ebenfalls sein Erstaunen Darüber zum Ausdruck, daß man ihn wegen seiner Artikel verfolge, die doch nur dieselben Forderungen enthielten, wie sie im Parlament verschiedentlich vorge­bracht worden seien. Abbö Fashauer erklärt, niemals Geld aus Deutschland für die Verlags- gesellschast ,Jrwinia" erhalten zu haben, vielmehr habe er persönlich Schulden gem ach t, um an der Gründung derErwinia" überhaupt teilnehmen zu können. Abg. Rois 6 erklärte, von den zehn Anklagepunkten, die in Der Anklage­schrift gegen ihn vorgebracht worden seien, seien ihm sechs vorher überhaupt nicht be­kannt gewesen. Schweitzer, der der Führer der Schutztruppe in Mülhausen gewesen sein soll, fa$t, er habe durch die Untersuchungshaft sein Ver­mögen und feine Stellung verloren und möchte wis­sen, weshalb. Der entlassene Eisenbahner S t ü r m e l erklärt, er wisse von keinem Komplott, höch­stens von einem Komplott gegen d i e An­hänger der Autono mi st enbewegung.

Nachdem noch drei weitere Angeklagte gegen ihre Verhaftung Einspruch erhoben hatten, unter­bricht der Gerichtsoorsitzende die Vernehmung der Angeklagten und tritt in die Zeugenverneh­mung ein. Als erster Zeuge sagte der Straß­burger Polizeikommissar Bauer wenn jetzt die Autonomiebewegung von einer Volksbefragung oder vom freien Selbstbestimmungsrecht spreche, so fei das ein ihr zugeslüstertes Losungswort. Don jenseits des Rheines feien feit Juli 1914 Flugschriften nach dem Elsaß hinüberbefördert worden, von denen es hieß: Erhebt Euch in Mas­

sen, um Euer Selbstbestimmunasrecht zu fordern. 9m Juli 1919 sei im französischen Elsaß eine so- genannte föderalistische elsaß-lothringische Partei gegründet worden, und zwar unter Mitwirkung von Männern, nre sie jetzt in der Autonomistenbewe- gung zu f'nben seien. So hätten am 8. August 1919 in einer geheimen Versammlung Abbs Haegy, Keppi, Fashauer und Hauß das Programm dieser Partei festgelegt. Die Polizei habe am 23. 9u(i 1922 Mitteilung davon erhalten, daß ein Herr von Gemmingen, der Schwiegersohn des Saar- industriellen Röchling in Mannheim sich mit der autonomistischen Propaganda im Elsaß beschäf tige. Röchling selbst habe 1926 von der Regierung 20,5 Millionen als Subventionen erhalten.

Der Zeuge spricht Dann von einer, wie ec sich ausdrückt, zweiten autonomistischen Be­wegung im Elsaß, hervorgerufen Durch Den Bankier Pinch, Der hiermit in Verbindung ge- ftanDcn habe und läßt Das Programm Der von Schall gegrünDeten Autonomistenpartei ver­lesen. Es wird Darin Davon gesprochen, daß das Elsaß eine Volksvertretung mit legis­lativer unD exekutiver Gewalt verlange und e i n eigenes Budget. Sie strebt ein freies Elsaß innerhalb Der Vereinigten Staaten von Europa, unabhängig von Deutschland und Frankreich, an. Rach einer kurzen Unterbrechung D?r Sitzung verliest Rechtsanwalt Klein ein gemeinsames Schreiben Der Herren Röchling unD von Gemmingen, Die Die Erklärung abgeben, daß sie n ie mal- etwas mit der Beweg ung zu tun gehabt hätten, keinen Der Herren kennen unD bereit seien, vor Dem französischen Konsul im Saargebiet Diese Aussagen /n wiederholen.

Dann sprach Der Zeuge Bauer weiter von Der Gründung Der .,Volksstimm e. Ricklin. Abbe Fashauer unD Rosse hätten sich mit je 100 COO Franken beteiligt. Die Angabe in Der ersten Nummer Der »Volksftimme" (im Verlage DerErwinia", Da1 Tausende von Elsässern das Geld zur Gründung des Blattes gezeichnet hätten, sei nicht wahr. Bei einem Verhör des Abbe Faschauer, das er, Bauer, vorgenommen habe, habe Dieser im November 1927 mitgeteilt. DieCrwinia" habe von Dem Schweizer Rechts­anwalt WilDy, Der im Auftrage einer schweizerischen Finanzgruppe gehan­delt habe, eine Anleihe von 100 COO Schweizer Franken gleich 820 0C0 französischen Franlen er­halten, für Die ein PsanDrecht auf Die Liegen­schaft Der Gesellschaft im Grundbuch eingetragen werden sollte. Diese Hypothek zugunsten Wildys sei aber nirgends im Grundbuch gesunden wor­den. dagegen Drei andere Hypotheken für drei Personen aus Dem ilntereltaD. 6dfron vor Unter» Zeichnung Des Anleihe Vertrags seien jene 820 0C0 Franken bei einer Schweizer Bank auf Den Namen Der Damaligen Deutschen, jetzt Durch Heirat französischen Staatsangehörigen Agnes C ck e m a n n hinterlegt wvrDen.

Oie Gammlungsbewegung in Aordschleswig.

Kopenhagen, 7. Mai. (Täl.) Der dänische Ministerpräsident M a d f e n - M y g d a l be­gibt sich heute nach Rordlch.eswig. um mit Den dortigen Behörden und Wirtfchastsverbänden die Lage zu besprechen. Dor seiner Abroise wurde dem WmisterpräsiDenten ein zweites Schrei­ben Der nordschleswigschen Sammlungsbewegung übermittelt. Das folgende Ausführungen enthält. ..Es ist uns selbstverständlich begannt, daß dem Ministerpräsidenten Der nötige Rechtstitel fehlt, um Die Einstellung der Zwangsver­steigerungen Durchzu ähren. D eler Rechts- titel must durch Einberufung deS Reichstages geschaffen werden. Eine Derartige Einberufung läßt sich schnell bewerk- heiligen. Di« Unterbindung der Zwangsver­steigerungen soll gerat? dazu Dienen, den Em- grifi in Die vnvatrechtlichen Verhältnisse, wie chn die Durchführung deS Ge'ezes tatsächlich l borstellt abzuwechren Wrr nriüfen den Ur.natcr-

Reuhork erfolgen. Inzwischen ist der Gou­verneur von Wisconsin. Zimmermann, im Flug­zeug in Reuyork eingetroffen, um den.Bremen- Fliegern Die Einladung zu einem Besuch m WiSconsin zu überbringen. RachmitlagS wohnten die .Bremen"-Flieger einem Base- ballspiel bei Sie wurden von 35 000 Zu­schauern stürmisch begrüßt. Abends fand trn Deutschen Verein ein Empfang statt, zu dem außer bekannten Persönlichkeiten des Reuyorker Deutschtums. Vertretern des deutschen General­konsulats und des irischen Handelskommistars auch der Präsident dec Solumbia-ilnioerfität, Micholas Murray Butler. Professor William E h e p p a r d von Der Columbia-lLniver- fität sowie Der bekannte Flugmäcen Harry Gug­genheim erschienen waren.

Die3taüa" in filngebatj.

Die .Italia" ist in K ngSba^ gelandet. Das Luftschi f wird einige Tage in der Dortigen ßuft- schsifhalle bleiben müs en. da einer der Motoren beschädigt ist. Auch soll der Schaden ausge­bessert werden. Den das Luftfchftf bei ieiner Landung in Dadsö erlitt. Die .Italias wurde bei ihrer Landung von Den Dort antDefntfrn Ita­lienern und Rorwegem mit Hochrufen begrüßt. Die italienische Mannschaft be indll sich in bester Stimmung. Einem Filmoperateur er,raren bei dem Ausnehmen von Bildern Die Füße, während' einem Mann Der Besatzung bei der Landung beide Hände erfroren.

pilsudskl Erzherzog von Afghanistan.

Beim lleberschreiten der polnisch-russischen Grenze hat König Aman älllah an den polnischen Staatspräsidenten ein Dank­telegramm gerichtet, das von Dem Präsidenten mit einem entsprechenden Telegramm erwidert wurde. Wie jetzt bekannt wird, sind Marschall P i l s u d s k i und Der Staatspräsident von König Aman llllah zu Erzheczögen von Af­ghanistan mit blauem Mantel und Vize- premier Bartel. Sejmmarschall D a s z h n s k l und Senatsmarschall Szymanski zu Her­zögen mit rotem Mantel ernannt worden. Von allen Ernannten wurde die Auszeichnung a n- genommen.

Ein geheimnisvolles Verbrechen.

Auf der KölnBonner EHausfee hat sich ein ge­heimnisvolles Geschehnis abgespielt. Aus einem über Die Chaussee rasenden Auto mit obgeblendet em Nummernschild fiel ein 20jähriges Mäd­chen heraus, das an den erlittenen Verletzun­gen bald Darauf ft a r b. Im Laufe des Montag» ist es der Kriminalpolizei gelungen, einen der Täter fe st zunehmen, wahrend die Verhaf­tung des zweiten an dem Verbrechen beteiligten Mannes nahe bevorstehen soll. Der Verhaftete, der sich Damit entschuldigt, betrunken aeroefen zu sein, erklärt, daß man das Mädchen habe küsien wollen; es habe sich jedoch gewehrt und sei in vol­ler Fahrt aus dem Auto gesprungen. Die weitere Untersuchung wird Den genauen Tatbe­stand ergeben.

Schweres Autounglück.

Alm einen Zusammenstoß zu vrm.'iden fuhr in Allm ein Auto in eine Rekums!raße unK geriet auf einen Gehweg, wo zwei oienft,r.'ie Polizeibeamte mit ihren Familien standen. Die 28 Jahve alte Ehefrau des Po- lizeiwachtmeisters Schneider und ihr einziges Kind wurden dabei sofort getötet. Ein Töchterchen des PolizeioberwachtmetsterS Traub wurde schwer verletzt, während Frau Traub einen Reroenchock erlitt. Die übrigen Kinder des Ehepaares Traub gerieten unter das Auto, wurden aber anscheinend nur leicht verletzt.

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Die Druckoerteilung hat sich zu einer Lage ent­wickelt. die einen gefährdeten Temperolurruckgong für Monat Mai Zustandekommen läßt. Polarlust, masten dringen an der Westseite der Tiesdrucksurche weller südwärts über Deutschland vor und werden noch eine weitere Abkühlung bringen. In den frost- gefährdeten Lagen Dürften in der folgenden Rocht die Temperaturen um Rull zu liegen kommen. Außerdem ist bei zeitweise stärker bewölktem Him­mel mit vereinzelten leichten Niederschlägen zu rechnen.

Vorhersage für Mittwoch: Wollig mit Auf­heiterung^ weitere Abkühlung, in sros!gefährdeten Lagen Temperaturen nacht- um Rull, meist troden. nördliche bis nordwestlich« Wrnde.

Vorhersage für Donnerstag: Fortdauer des kühlen, teilweise trockenen unD ausheiternden Wetters.

Lufttemperaturen am 7. Ttai: mittag» 19,9 Grad Celsius, abends 15,4 Grad Celsius, am 6. Mai: morgens 7 Grad Celsius. Maximum 20,1 Grad Cel­sius. Minimum 5,8 Grad Celsius. Erdtempera- rurcn in 10 Zentimeter Tiefe am 7. Mai abends 19,s Grad Celsius, m 8. Mai: morgen» 1<3 Grad Celsius. Sonnm(d)einbaiier 10 Stunden.