(Margarete), LH. Gounob,
berichtet un«: Vor behandelt« Rektor
Ar. 224. K.Hocfele.
•• Zeltmisfion. Man
.Du und dein Haus". An packenden Beispielen wie« der Redner nach. waS doS Mort bedeute: .Der Monn. deS Weibe« Haupt." Mancher Hausvater wird sich da geprüft haben: Kann ich io lieben, wie 3efu« lieble, so loben, wie IeluS lobte, so rücks'.cht-voll sein, wie IesuS zart und rücksichtsvoll war? Mit ernsten und mahnenden Worten wußte er der Frauenwelt zu zeigen, wie sie sich einstellen mühte, damit eS wieder wahr würde: .Dos Weib, de« Manne- Herz." Wo die Ehegatten ihr Leben mit Gott und Jesus führen und ihre Söhne und Töchter in christlicher Weile erziehen, da erfüllt sich dann auch daS dritte: .Die Kinder, der Eltern Sonnenschein." — Heute, Dienstag, abend wird der Referent über bas Thema sprechen: .älnserr Kinder, unsere Sorge". AIS Lehrer und Vater steht dem Redner eine reiche Erfahrung zur Seit«. Es sollte darum kein Vater und keine Muttetz den Vortrag versäumen.
mehr al» 800 Zuhörern
Trappmann am Sonntagabend da- Thema:
Berliner Börse.
Berlin. 3. Mai. (DTV. Zunkspruch^ 3m Einklang mit den gestrigen festen AuSlanbvörsen (Pari«. Brüssel und besonder- Reuyork) olaubt man hier im heutigen Frühvertehr ebenfalls mit einem freundlichen Tör'enverlauf rechnen zu dürfen. Kurse werden aber noch nicht genannt und Umsätze dürsten bl-her kaum getätigt worden sein. Rur Aeubesiyanleihe scheinen weiter fest zu liegen. Man hört «inen Kur- von 10 Veld.
mefrr nLberzutr-1«n. die nach dem 30. Mat L 3. br. den Zinonzämt«rn e.ngetzen. Etwa be* at>( chi.gie Antrag« s,nd hiernach umgehend zu stellen.
Tatr* für Mittwoch 9 M«i.
Sonnenaufgang 4 18 Uhr. Sonnenuntergang 1035 Uhr — Mondaufgang 0 Uhr. Aanduntergong 6.53 Uhr
1535 der italienische Kirchentompomst Giovanni Pierluig« da Paleftrina geboren (gestorben 1504). — 1796: Joie pH Mener, der Gründer de« Bitzliograptzt- schen ynstitlit». in Gotha geboren lgestorden 1856). — 1803: Friedrich von schiller in Weimar gcstorven (geboren 1759), — 1881: der Geograph Willi Ulf le Halle (Saale) geboren.
Bor nötigen.
— T a g e - k a l e n b e r für Dienstag. Dahlverlammlung der Reichspartei des deutschen Mittelstandes (Wirtschaitspartei). 8.15 Mbr Lase Leib. Redner vr. Rohde» Frankfurt a M. — Siebener Schwimmver.i.i 7.33 llbf. Abschwimmen Dotksbad. — Lichtspielhaus Dahnhosslrah«? Das weiße Stadion. Donna 3uana. 10.30 Uhr Nachtvorstellung: ... bis Ins dritte und viert« Glied? — Astoria-Lichtspiele: Der nächtlich« Kämpfer. Kubinke.
— Die Deutsche Demokratisch« P«r- t«l, Ortsgruppe Diehen. erinnert noch einmal an den Vortrag des Staatspräsidenten a. D. Professor Dr. Hellpach am morgigen Mittwochabend 8 /, Uhr Im Lass Leib. 5n der gleichen Vcr'ammlung wird Frau Llara Drein- Ofknbad). die 3 Kandidatin der demokratischen Liste und langjährige Vorsihende des Verband«- hessischer Frauenverein«, sprechen.
— Sine sozialdemokratische W ä h - lerversammlung sindet am Donnerstagabend S1/s Uhr auf der Liebigshbhe statt. Redner sind Dr. EiSler, Dien, und Professor Dr. Reinhold Strecker, Berlin. (Siehe heutige Anzeige.)
•• Straßensperrungen. Der Vberhessisch« Automobilklub Gießen teilt une folgende Straßensperrungen mit Strecke L a u t e r b a ch—A n ae r *> bad) im Ctraßenzuge Gießen- Lauterbach—Yulda. vom 8 Mai bis auf weiteres für alle Fahrzeuge. Umleitung über Rudlos bzw. Schlitz: Okarben — Kloppenheim im Zuge der Straße Gießen— Franlfurt für alle Fahrzeuge oom 14. Mai ob bi» aus weiteres, Umleitung über Selzerbrunnen. Dahn« Hof Groß'orben; B e r ft a d t — Grund-Schwalheim im Zuge der Straße Berstadt—Nidda für alle Fahrzeuge vom 14 Mai ab bis auf weiteres, Umleitung über ikchzell bzw. Steinhesm—Unter- W'ddersheim
•• Goldene Hochzeit. Gestern, am 7. Mal, feierten vekonomierat Kari Hoffmann in Hos Gull und Frau Margarethe, geb. Wolff. In noller körperlicher Frische dahier Im Kreise ihrer Familie das Fest der goldenen Hochzeit. Dem Jubel- paare gingen sehr zahlreiche Glückwünsche zu. Ins« besondere aus den führenden Kreisen der deutschen Landwirtschaft, denen Defonomierat Hoffmann selbst angehört. In diesem Jahre werden 125 Jahre oer- flössen sein, daß sich Hof-Güll, ein ehemalige» Arnsburger Kloskergut. dos infolge der Soekularl- sation der Klöster Im Jahre 1803 an bas Fürstlich« Haus Solms-Braunfels fiel, im Pachtbesitz der Ra- iiiiliß sich befindet, ein Fall, wie er gewiß nur sehr selten ned) einmal in Deutschland zu verzeichnen sein dürfte.
*• (Ein Adler über dem Gießener Stadtwald. Wie uns von einem Leser, der sich als sachverständig auf dem Gebiete der TMelhinbe bezeichnet, mitpeteilt wird, habe er am Sonntag- nachmittag gegen fünf Uhr In der Röhe von Annerod einen Adler kreisen sehen, der aus östlicher Richtung gekommen und in westlicher Rich- t ing davongeslogen sei. Der Beobachter schätzt die Flughöhe auf etwa 800 Meter, er erklärt, deutlich weiße Federn an der Unterseite des Bogels gesehen zu haben. Se-ner Meinung noch Hobe es sich um einen Seeadler gehandelt. Wie uns hierzu auf Anfrage von anderer sachverständiger Seit« mitgeteilt wird, ist es nicht ausgeschlossen, dost e» I ch in diesem Falle tatsächlich um einen Adler gehandelt bat jedoch spreche mancherlei, insbesondere das weiße Fcderkleid an der Unterseite dafür, daß hier ein Fischadler in Frage komme, dessen Spannweite 1,60 Meter betrage, während ein Seeadler keine weißen Federn an der Unterseite habe und eine Spannweite von 2.50 Meter aufweise. Bor Jahren sei ein Fischadler audj über dem Kah- köpf, dem bekannten Naturschutzgebiet am Rhein, beobachtet worden. Dielleicht können Beobachtungen anderer Naturfreunde zur Aufklärung dieser An» geiegenheit beitragen.
•• Anlagcnkonzert findet morgen, Mittwoch 18 U5r durch daS Mulikkorps deS 1. (Hess.) Bataillons bei günstiger Witterung in bet Südanlage statt. Leitung ObermuUtmetfter L ö b c r. Die MuNkkolge ist: 1. Armeeinarsch 1, 1c: ,Der Hohenfriedberger". 2. Ouvertüre zur Oper: .Martha" (Der Markt zu Richmond), Franz von
Flotow, 3. Melodien au8 der Oper: .Lärmen". G. Bizet. 4. Fantasie au- der Oper: .Faust" (Margarete), GH. Dounod, 5. Armeemarsch II,
nationaler Mndolinen-WeWreii in Gießen
vor
ietz'gen
sangen der
ikum den
atemloser Spannung folgte das Pudli halsbrecherischen Ucbungcn. Alsdann sc _ Bauersche Gesangverein und der G e -
Liebe zur guten Sache, hingebungsvolle, ziel- bewußte Arbeit und mutiges Sagen verbürgen den Erfolg und fuhren zum erstrebten Ziel Das durste auch der Gießener Mandolinen- und Gitarrenverein Reapolita" erfahren, der am 5. und 6 Mai in der Volk-Halle einen gro-
Al- große Neuigkeit bringt der Sommerfahrplan die 3nbelriebna:, ne des ersten Pull- man-Zuge« Z. F. D. 101 2. Der erste Pull- rnan-Wagen wird voraussichtlich am Tage der Srössnung der .Presto in Köln" laufen. Die neuen Pullman-Strecken find in den Storm- und Hendschel-AuSgaben unter .Fernverbindungen" ausgenommen. Dieser Abschnitt wird auf farbige- Papier gedruckt und Ist ein besonderer Vorzug der genannten Kursbücher.
Die verschiedenen Storm-Ausgaben (sürS Reich 4 Mk., für Norddeutschland 2.50 Wk., für Ostdeutschland 1,80 Mark, für Südoeurschland 1,80 Mark, für Mitteldeutschland 1.83 Mk.. für Westdeutschland 2 Mark, für Berlin 1 Mk> und di« beiden Hendschel-Ausgaben (Hendschels Telegraph 6 Wk. Hendschel 3nter- national 350 Wk.) sowi« daS Llohd-KurSbuch zu 5 Wk. erscheinen vor Beginn des neuen Fahrplans und werden rechtzeitig überall zum Verkauf ausliegen.
Ermäßigung der Landessieuern 1927 wegen llnlvetterschäden.
Roch immer laufen bei den Finanzämtern vereinzelt 2Inträ;e auf Ermäßigung der Landessteuern sür ka« Rechnungsjahr 1 9 2 7 wegen der vorjährigen älnwetter- schäden ein. Di« Grschä'tsiührung bei den Finanzämtern erfordert dee Festsetzung eines Ab- schluhtageS, weil andernfalls die Arbeiten wegen der Ermäßigung der vorjährigen Landessteuern sich unabsehbar verzögern müssen. Der hessisch« Finanzminister hat daher die Finanzämter ermächtigt, solchen durch die vorjährigen Unweiterschäden veranlaßten Anträgen auf Ermäßigung der staatlichen Grund- oder Sondergebäudetzeuer für 1927 nicht
(angoerein .Heiterkeit" gemeinsam bas Lied „Bleib deutsch, du herrlich Land am Rhein". Der wuchtige Chor schallte macht g durch den weiten Raum und zwang alle Zuhörer in leinen Bonn. Mit dem f'ott gespielten Marsch „Frühlings Einzug" von Blon fand ter in allen teilen wohlgelungene Komm rs fein Ende Das Publikum spendete allen Vorführungen lebhaften De fall.
Am Sonntagmorg?n gegen 9 Uhr begann da- Wettspielen, da- in vier verschiedenen Klagen d rchgeführt wurde. D « Leistungen, die dabei geboten würben standen durchweg auf 'ehr hoher Stul«. Als Preisrichter waren die Herren F Adam-Hannover und Ger- nandt-Gießen tätig. Erst in später Rach- mittagSstunde fand da- Wettspielen sein Ende Während da- SchiebSgerlcht zu einer längeren Beratung zusammentrat, unterhielt bi« fleißig spielende Äa helle Weller das Publikum aus- beste. D'r Gesangverein ..Harmonie-Gemütlichkeit" trug un!«r Leitung seine- Chormcister« H. Sonntag ver- 'chiedene Lieder vor. Alle Darbietungen wurden sehr beifällig auf genommen. Um 7 Uhr kvnnte der B'rtreter der Stadt Gießen. Bürzer- meister Dr. Leib, die Preisverteilung vornehmen. SS erhielten Preise:
Ehrenpreis«:
Den Hauptrhren?rei« von He''en: die Man- dvfin-n-Ver inigung ..Harmonie" Köln- Mühlheim.
Den Ehrenpreis der Stadt Gießen: daS Mandolinen-Orchester W i e l e ck.
Den EhrenvreiS der Damen des Vereins: der Bvlenheimer Mandolinen-Elub. gegr. 1905, Frankfurt o. M. - B o cke n h e i m.
Den Ehrenpreis deS Sängerkran',eS: der Man- dvlinrn-Club . TounuSblüte", Reuenhaini.T.
Den Ehrenpreis der Sonderstasfe: der Wandervogel „Höhenflug" Dießen.
A-Älaffe:
1. Preis: Mandvlinenklub 1924 Mühlheim am Main. 2. Preis: Bvckenheimer Mandolinenklub, gegr. 1905, Fransturt a. M.-Dockcnheim. 3. Preis: Mandolinen-Orchester „Moguntla" Mainz. 4. PreiS: Mandolinen-Derein Achtum-HildcS- heim.
8 - K l a f f e: 1 Preis Manboliren-Dereinigung .Harmonie" Köln-Möhlheim. 2. PreS Erstes iSanaucr Mandolinen-Orchester Hanau. 3. Preis Mandvlincn-Orchester Wieseck. 4. P.es Mando- linen-Gef« l'cha't ..Edelweiß" Kiedrich i. Rhg. 5. Trete Mandolinen ib ..Har non e" Langen- scheid 6. Preis Mandolinenklub „Edelweiß" Haarhausen.
L-K lasse: 1. PreiS Mandolirenklub „Taunusblüte" Äeuenhain i. T. 2. Pre S Mandvlinen- llub „Wanderlust" Riei.erbrechen. 3. Preis Mandolinenklub 1924 Laurenburg. 4. PreiS Wanderklub „Frisch auf“ Eppertshausen. 5. PreiS Mandolinen- und GitarrrnaS^fnigung „Aurora" Fu da. 6. PreiZ M r rn-Orche iec 1926 Winkel a. Rh. 7. Preis W -berverein „Frisch auf" Herkersdorf. 8. Pre. Mandolinen-Orchester Hungen. 9. Preis Wandr.klub „Fidelio" Klein- Auheim a. M. 10. Pre '.•» Mandvlinenklub „Edelweiß" Vilbel.
Sonderklasse: 1. PreiS Wandervogel Höhenflug" (Siefen. 2. Pre:s Echlitzer Mandolinen-Orchester 1926 Schlitz. 3. PreiS Wander- verein „Alpenrose" R ederschelden.
Mit herzlichem Dank an di« Reapvlita" für die glänzende Durch ührung deS Wettstreites rnb mit den besten Wünschen für die 3vfunft i ieseS Te e n . schloß Bürgermeister Dr. Seid die PreiSvertrilung.
ßen Mandolinen-Wett st reit veranstaltete. Aus kleinen Anfängen hat sich der Verein, der sieben Jahren gegründet wurde, zu feiner . _ _‘n Größe entwichest: er zählt heute über hundert Mitglieder. Im musikalischen Leben der Stadt Gießen spiest die Neopolita" ein« sehr beachtliche Rolle und gilt weit über die Grenzen de» Helsen- landes hinaus als einer der ersten und besten Vor-
40. Weißkraut 25 bi« 33, Rotkraut 45. gelbe Hüben 35 biS 60. rote Rüben 15 bis 20, Spinat 20 bis 25, Spargel 83 bi« 110, Unter» Kohlrabi 10 bis 20. Tomaten 110. Zwiebeln 25 bis 30. Schwarzwurze n 63 bis 93. Rhabarber 20 biS 25. Kartof eln 4 bis 5, Aepsel 12 bi« 25. Suppenhühner 100 bis 123 Pf. das Pfund. Käse (10 Stück) »0 bi« 140 Pst: Gier 11 bi« 12. Blumenkohl 60 bte 100. Salat 25 bi« 35, Salat- gurken 100 bi« 130, Lauch 10 bi« 30. Rettich 20 bi« 35. Sellerie 23 bi« 150 Pf. daS Stück: Radieschen 20 bi« 30 Pf. das Bund.
Der Sommerfabrplan 1928.
Revolutionierung de» Fahrplan». — Der erste Pol man-Zug. — Die neuen Kursbücher.
Auch dieses Lahr beginnt der Sommer» sahrpIan in der Nacht vom l 4. zum 15. Mai. oder, genauer gesprochen, am 15. Mai 0 Sein Hauptkennzeichen ist die Beschleunigrmg nahezu sämtlicher Schnell- und Personenzüge, die sich vor allem auf größere Strecken in sehr beträchtlichen Zeiten auswirkt. So braucht z. B. der l)-Zug München—Altona 102 Minuten weniger als bisher, von München nach BreSlau wird man in Zukunft 135 Minuten V-ZugS- Reisedauer sparen. Wichtig ist aber bei allen diesen größeren Aenderungen. daß ihre Folgeerscheinungen nahezu eine Revolutionierung des gesamten Fahrplans bedeuten. Deshalb ist man in den Redaktionen für die bekannten Kursbücher - .Storm . .Hendschei', .Llond" — schon feit Wochen eifrigst bemüht, das neue Fahrplanmaterial so durchzuarbeiten, daß der Benutzer nicht nur zuverlässig die Ab- sahrtS- und Ankunftszeiten aller Züge, sondern auch — übersichtlich geordnet — sämtliche An- schlußmögl ichkeilcn entnehmen kann.
de- spielstarken Verein» kennenzulernen. Danach smelte die Kapelle Weller die „tkrte vom Ozean" eine Fantasie für Trompete van Hoch, in der Herr Schwarzlose da» Trompclensolo übernommen hatte Er entledigte sich seiner Ausgabe mit großem Geschick und bewältigte mühelos die schwierigsten Passagen. Der B a u e r f ch e Gesa na verein, geführt von seinem Ehor> mr ster O <8 örIach, trug hierauf in gewohnter Meisterschast die Tlönnerd)5rf „Volk" von H. Heinrichs und holländisches Fuhrmannslied" von F. Hanemann vor. Eine Abteilung des Radfahrer- verein» von 18 8 5 fuhr dann mit großer Geschicklichkeit und ohne Fehler einen Schulreigen. Eine Riege der Gießener Turnerschaft zeigte danach schwierige Uebungtn am Reck Die Vorführungen geschahen durchweg in bester Form Hieraus folgte bas Zweier-Kun st fahren der Herren C o n • ö i f f und Pfund. Unter
Aus der prsvinzialhaupifiadt.
Gießen, den 8. War 1928.
Die obeichessische provinzstisinng.
3m Anschluß an unseren gestrigen Bcrrcht Über bte Sitzung de« Provinzi altage« der Provinz Oberhessen, der unter anderem am SamStag eine Stiftung der Provinz Oberhessen im Gesamtbeträge von 200 000 M k beschloß und dabel die erst« Rate von 50 003 Mk für den edlen StiftungSzweck bereitstellte, feien nächst« hend noch Einzelheiten über diese Stiftung mitgeteilt:
D e Stiftung führt den Ramen: „Stiftung der Provinz Oberhessen zur Bekämpfung von DolkSfeuch« n." ®c« Ka- pital ist foiern e« nicht an di« Provinz Ober- hefsen al« Darlehen gegeben wird, in sicheren Wertpapieren oder bei einer DezirkSsparkasse oder einer Großbank anzulegen.
D e hinten de« Kapital« find für Zwecke der Bekämpf n, von Voll «keuchen, in erster Linie tut Bekämpfung der Tuberkulose, in zweiter Linie zur Bekämpfung der KrebSkrankheU au verwenden An Tuberkulose- bzw. Krebskranke, denen Mittel und Hilfe au« eigenem Einkommen und au« der fozialen Derlicherung nicht oder nur ungenügend zur Verfügung stehen, werden ilnterftütjun-pn au« dieser Stiftung zu Heck- Atreden gewährt. Voraussetzung für solche Unterstützungen ist. daß die Erkrankten in Oberhesfen beheimatet sind und daß sie sich den Bedingungen. die der DerwaltungSauSkchuß stellt, unterwerfen. D.e Au-wahl der zu Unterstützenden svwie die Feststellung der ihnen zur Heilung zu- zuwendenden Mittel bestimmt der Verwaltung«- «uSschuß Beträge, bte in einem Jahr nicht verwendet werden, sind dem Kapital zuzuschlagen.
Die Stiftung hat einen Vorstand und einen DenoaltungSauSschuh.
Der Vorstand und seine Vertreter werden vom Ver-'altunaSauStchuß bestellt. Der Vorstand führt die lausenden Geschäfte, er vertritt die Stiftung aerlchtlich und außergerichtlich und hat die Stellung eine« gesetzlichen Vertreter«.
DerwaltungSau-schuß ist der jeweils nach den Ge'eyen beratene ProvinzialauSschuh. Der Verwalt ing-au-schuß hat da« Recht, an seine Stelle einen anderen DerwaltungsauSschuß zu setzen, sei e« durch Ucbertragung der Desamtrechte auf eine andere Körperschaft, sei eS durch Berufung Einzelner: er kann sich auch durch 5u'.lg6I ergänzen. Der VerwaltungSauSschuß ist befugt, für die Erledigung einzelner Ge'chäfte Äommif- sionen zu bilden und diese au« seiner Reihe oder auch durch Berufungen zusammenzutetzen: er kann auch zur Erledigung einzelner Geschäfte Korn- mlffäre bestellen.
Der Verwaltung-au-fchuß ist In seiner Entschließung an keine Richtlinien oder Anweisungen gebunden, sondern hak nach eigenem Ermessen »u entscheiden. Er ist in der ‘K-mx-nbung der tBm zur Verfügung stehenden Mittel, soweit sie sich im Rahmen de« DtistungSzweck« hallen, frei. Sr entfcheidet mit Stimmenmehrheit.
Da« Stistung«kadital kann durch weitere Zuwendungen der Provinz oder Dritter erhöht werden. Sollte e« durch Zuwendungen von dritter Seite erweitert werden, so Ist per Ver- waltung«au«schuß berechtigt den oder die Stifter al« Mitglieder de« Verwaltung-au-fchusfes aufzunehmen oder auch sonst Wünsche de« Stifter« zu berücksichtigen, solange sie nicht gegen Zweck und Sinn der Provinzstiftung verstoßen.
Oie Anleiheab'ösung der Provinz O-erbessen.
Für die Ablösung der Anleihen der Provinz Oberhesfen. für de bekmnrt'ich «In« Ablöf ungSanlelhe au3ge.'.e5cn ©erben soll, hat der Provinzialtag in seiner Sitzung vom SamStag, über die wir gestern schon berichteten. folgende Regelung gutgeheißen:
X. FürInhaberschuldverschreibungen.
1. An Stelle d - RomclsatzeS. näm.ich deS Fünffachen des Nennbeträge« — 12' , Proz. de« Gold- marftotrfc« soll für die Qlblofung de« AIt - besitze« da« Achtfache de« Qlcnnbctrage« — 20 Proz. de« Doldmarkwerte« gewährt werben. Zur Ablösung de« Altbefitze« wird eine Ab« lösungSanlcihe hcrauSgegeben. d.e dem Gläubiger eine 5prozentige Verzinsung ab 1. Januar 1926 zusichert, die zugleich mit den innerhalb 30 Jahren auszulotenden Teilbeträgen audec'.aNt wird Ein vorzeitige« Rückkauf«recht wird bean- fprucht
2. In gleicher Höhe sollen der Klein besitz unb die Spitzen betrüge abgesunden werden, obwohl da« Gesetz eine Ablösung diese« De- flhc« überhaupt nicht kennt: die Ablösung deS K'einbesives und der Svitzenbeträge erfolgt alsbald in bar.
3. Der Reubefitz. d. h. der Besitz, der erst nach dem 1. 3u!i 1920 erworben worden ist. wird, obwohl da« Gesetz eine Regelung der sich hter- au« ergebenden Verpflichtungen bi« zur Erledigung der Reparationsv-ervslichtungen hi'au-sge- schoben haben will, al-dald, und zwar ebenfalls in bar erfolgen nach Sätzen, die folqenbermafkn abgeftuft sind: Znh^bcrschuld «rschreibungen aus den Zähren 1902, 1939. 1913 und 1914 werden mit 2 Pro,, de« GoldmarkwerteS in bar abgefunden. Znhaberschuldver'chrelbungen von 1920 mit 5 Proz. und diejenigen von 1923 mit 12' , Pro^.
B. Für Darleben auf Grund von Schuldscheinen.
1. In gleicher Weise wie der Altbetey auS Schuldverschreibungen (Dgl. A 1 u. 2) Wen öie Darleben der Be irkSspar'assen und anderer Kreditanstalten und Gemeinden, soweit Ne als Alt- besitz an^uiprechen sind, behandelt werden.
2. Soweit derartige Anleihen als R e u b e s i tz nmufeben sind, werden sie in der gleichen Weile bebandelb wie d:r Reubesitz auS Inhaberschuld- verschrsibungen (vgl. A 3).
3. Di« sogenannten Vtromabnehmerbar- lehen. d. h. diejenigen Darlehen, die die Provinz innerhalb der Monate Dezember 1922 bis Mai 1923 von ihren Stromabnehmern für Zwecke des Ausbaues ihrer llcberlanban'agc erhalten hat. sollen eine besondere Behandlung erfahren, weil sie unter einem gewissen Zwang zustande- gefommen sind. Abgesehen davon, daß sie. um den Goldmarkwert zu erhöhen, auf den 1. Dezember 1922 zurückdatiert werden sollen, erhalten sie eine lOOprozentige Aufwertung de« Gold- marftoerte«.
Gießener Wochcnmarttpreise
E« kosteten auf dem heutigen Wochermrarkt: Butter 190 bi« 200. Watte 30 bi« 35. Wirsing
kampier für Sie gute Sache der Volksmusik. Die große Deransialtung in der Lolkshalle sollte in der Hauptsache auch eine Kundgebung und Werbung für die Zupfmusik Jein. Es kann gesagt werben, daß dem wackeren Verein dies« Aufgabe in vollem Umfang gelungen ift. Tautendc füllten am Samstag und feormtag die Volk?halte und lauschten mit großef Aufmerlternkeit Be i Darbietungen, Die durch- weg auf einer hohen Stufe standen. Dank der umfassenden und gründlichen Vorbereitungsarbeit der einzelnen Ausschüsse w ckelte sich di« Veranstaltung unter der Leitung des rührigen und verdienstvollen Vorsitzenden der „Tlcapolita", Fritz Brock- Müller, ohne Störung und reibungslos ab.
Feststimmung lag über der mit Fahnen reich geschmückten Halle, als die mächtigen Klange des Krönungsmarjch?s aus der Oper „Der Prophet" von Meyertxer den weiten Raum durchbrausten und den Kommers am Samstagabend eröffneten. Rach weiteren Musikstücken, von der Kapelle Weller craft und eindrucksvoll oorgetro- gen, richtete der erste Vorsitzende der „Uleapolita“, Hritz Brock müller, herzliche Worte der ‘Begrüßung an die Gaste, wobei er allen Mithelfern an dem prosten Werte, weiter den Behörden, der Presse urb den Vereinen herzlichsten Dank aus- sprach, für die wertvolle Unterstützung, die sie auch hier wieder der „Reopolita" zuteil werden ließen. Ganz besonders begrüßte er die Mustifreunde aus dem besetzten Gebiet. Die gute, alte ßautentunft habe eine ruhmvolle Vergangenheit: sie sei die Vorläuferin der heute von uns gepflegten Mondo- (inenmufit, die eine Hous- und Volksmusik im wahren Sinne des Wortes geworden sei. Schon mehrfach habe die „Neaposita" die Beweise erbringen können, daß durch die Pflege dieser Musik der Volksbildung und Zagendpflege wertvolle Dienste geleistet wurden. Sie fei bestrebt, aud) weiterhin In diesem Sinne zu arbeiten zum Wohle unserer geklebten Heimat. Mit einem kräftigen „Gut Klang" ich'oß der Redner seine Ansprache, die lebhaften Be:fall fand. Hierauf sang der Gesangverein „Heiterkeit" unter der Leitung feines Ehormeisters Schöttler zwei Männerchöre: ..Eiselwind" von Baumann und „Zieh' mit" von Magerer. Beide Lleder wurden sehr frisch und flangld)5n vorgetragen Rach einem überleitenden Muslistück ergriff Oberbürgermeister D r. Keller bas Wort. (Er führte u. a. aus: „Es ist mir eine große Freude, die große Zahl der Fest- gäfte im Namen der Stadt zu begrüßen. Die „Neapolita", die sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreut und größte Achtung genießt, hat den glücklichen Gedanken gehabt, einen Mondo- sinen Wettstreit in den Mauern unserer Stadt abzuhalten. Ein solcher Wettstreit hat n ii)t bloß den Zweck, die Kräfte zu messen, er bietet auch Gelegenheit, weite Kreise der Bevölkerung mit der Mandolinenmusik bekanntzumachen. Es ist sehr erfreulich, daß so viele Vereine von auswärts hier- hergefommen sind Ihnen allen gilt mein Gruß Besonders grütze ich die Dere ne aus dem h-'-'^ten Gebiet Wir danken ihnen alle für ihre treu stsche Gesinnung und dafür, daß sie ain-gehalten haben am Rhein, an der Mosel und an der Saar. M--ge bald der Tag kommen, wo diese Gebiete wieder frei werden! Die Instrumente, die hier gespielt werden, sind seit alter Zeit Ausdruckomittef guter Volksmusik. Daß sie mtch zu konzertllcher Derwen- düng geeignet sind, wollen die hier anwesenden Musikfreunde uns morgen im Wettstreit zeigen. Möge die gute, deutsch" Volksmusik immer nvhr (Gemeingut oster Deutschen werden." (Lebhafter Beifall ) Die Keulenübungen, die von Turnerinnen der Gießener Turnerschoft nun sorge- führt wurden, zeigten taMlofe Zusammenarbeit und gelangen vortrefflich M I großer Aufmerksam- teil folgte bas Bud"kum hierauf den schmier gen Ucbungcn eines Radfahrer-Quartetts, beftchrnb aus ben Domen G. .<71 i ff müller unb A Bfund unb ben Herren K Bfunb und ®. Don - Eiff vom k testaen Rabklub „Germania". 3m Anlch'uß daran trug der fest- gebende Verein unter b«*r Leitung feines (Thor- meifters H Sonntag die Ouvertüre au „Leichte Kavallerie" von Fr. v Supp« vor. Dabei hatte man Gelegenheit, die hervorragenden Leistungen
rechen.
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«. aus einem ut abgeblenhetern Hritzer Mob- Plenen Dedeßuit- ch bts Tlonlagi W. tintn btt l)itnb bit Dtrtnb bretztn beteiligten )tr Uetljailtt«, btt Uten aemefen iäbchen Hobe füffen Hrt unb sei in tob efprungen. Tie i genauen latbe-
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