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die einzelnen wirtschaftlichen Unternehmungen, Die in ihrer Gesamtheit direkt oder indirekt diese Beträge aufgebracht haben, wird ausgeführt: Allein die R e ich-sbesteuerung hat in vier fahren eine Lastensteigerung um 27 Prozent gebracht. Hinzu kommen die Lan­des- und Gemeinde st euer n, die un- zweifelhast die gleiche Steigerungstendenz gehabt haben. Hinzu kommen die sozialen L a st e n, die z. B. im Ruhrbergbau aus 24 bis 27 Prozent der Arbeiterlöhne angestiegen sind, hinzu kommen endlich die Lohnsteigerun- gen. Bis zum 1. April laufen für mehr als drei Millionen Arbeiter die Tarifverträge ab. Allein 1 Pf. Lohnerhöhung pro Stunde für diese drei Millionen Arbeiter erfordert einen jähr­lichen Kapitalaufwand von 80 bis 100 Millionen Mark. Tatsächlich hat in Deutschland vom 1. Ja­nuar 1925 bis 1. Januar 1928 der Tarifstunden­lohn für gelernte Arbeiter eine Erhöhung von rund 24 Pf., für ungelernte Arbeiter eine solche von rund 20 Pf. erfahren, und diese Erhöhung ist nicht drei Millionen Arbeitern, sondern min­destens der fünffachen Zahl zugeflossen. In den jetzt erscheinenden Jahresberichten zahlreicher Gesellschaften kehren überall die eindringlichen Klagen darüber wieder, daß die hohen Lasten immer unerträglicher im Verhältnis zu den er­zielbaren Preisen werden, daß sie die Rein­gewinne auf Kosten der Kapitalbildung zu stark schmälern, und daß steuerliche und soziale Vor­belastung der deutschen Produktion bei rück­läufiger Konjunktur jeden Gewinn völlig aufzu­zehren drohen. Wie die Dinge liegen, ist es leider nicht mehr möglich, diese Klagen als Phrasen abzutun.

* D i e amtliche Großhandelsindex- ziffer im Monatsdurchschnitt Fe­bruar. Die für den Monatsdurchschnitt Fe­bruar berechnete Grohhandelsindexzifser des Statistischen Reichsamts ist gegenüber dem Vor­monat um 0,6 v. H. von 138,7 auf 137,9 zurück­gegangen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe um. 1,6 v. H. auf 130,1 (132,2) und diejenige für Kolonialwaren um 0,2 v. H. auf 129,7 (130,0) nachgegeben. Unter den Industriestoffen ist die Indexziffer für Rohstoffe und Halbwaren um 0,6 v. H. auf 133,6 (134,4) gesunken, während die Indexziffer der industriellen Fertigwaren um 0,4 v. H. auf 156,8 (156,1) gestiegen ist.

Don der Eisenindustrie. Die Lage l?er deutschen Eisenindustrie hat sich, wie aus den nicht unerheblich gestiegenen 'Fob-Preisen für Eisen in Antwerpen hervorgeht, sehr gebessert, und die Spanne zwischen Ausland- und Inland- preis hat eine entsprechende Verminderung er­fahren. Die Eisenindustrie ist infolgedessen aus ihrer -Zurückhaltung gegenüber den Weltmärkten herausgegangen, und die Mschlutztätigkeit hat eine ziemlich große Steigerung erfahren. Für die Eisenindustrie ist diese Entwicklung auch des­halb günstig und wichtig, weil sie auf eine Ver­minderung bzw. einen Ausgleich des Inland- und Auslandpreises hinarbeiten muß.

* Frankfurter Pfandbriefbank. Wie der LPD. erfährt, folgt die Frankfurter Pfand­briefbank als zweites Institut der Gemeinschafts­gruppe Deutscher Hypothekenbanken mit ihrer Dividendenerklärung für 1927. Die Aufsichtsrats- sihung am Mittwoch hat sich für eine Dividen­denerhöhung auf 9 (8) Prozent ausgesprochen.

" West bank A.-G. Frankfurt a. M. Wie der SPD. erfährt, werden für 1927 auf das erhöhte Aktienkapital 6 (5) Prozent Divi­dende vorgeschlagen.

* Kaiser-Friedrich-Quelle A. - G., Q f f e n b a ch a. M. Die Gesellschaft erhöht für 1927 ihre Dividende von 8 auf 10 Prozent.

Ueberzeichnung der Gelsenkir- chener Anleihe. Die gestern in Reuyork von einem Dankenkonsortium unter Führung des Bankhauses Dillon, Read & Co. zum Kurse von 97 Proz. aufgelegten 6proz. sichergestellten Roten mit öiahriger Laufzeit der Gelsenkirchener Berg- werks-A.-G. im Betrage von 15 Millionen Doll, wurden glgtt überzeichnet. Zeichnungen gingen aus allen Teilen des Landes ein

* D a i m l e r - B e n z A. - G. In der vor- gestr:gen AufsihtZratssitzung wur')e der Abschluß xJUnn- ^°r9c^gt, der nach Abschreibungen von 4 364 22o Mk. (im Vorjahre 3 018 537 Mk.) mit einem Lieberschub von 861 653 Mk. abschließt, teorin der Eewinnvortrag von 1923 von 478 227 Mark enthalten ist. Lieber den Geschäftsgang wurde mitgeteilt, daß die vor einigen Wochen erreichte erfreuliche Absatzsteigerung anhält. Die Generalversammlung wird auf den 31. März zu­sammenberufen.

' Phoenix-A.-G. für Bergbau und Segens her Direktion der Phoenix-A.-G. für Bergbau und Hüttenbetrieb

wird antählich der vielfach verbreiteten Gerüchte über die zu erwartende Phoenix-Dividende darauf hingewiesen, daß das Geschäftsjahr der Phoenix- A.-G. erst mit dem 31. März abschlieht und daß ein Beschluß des Aufsichtsrates über den der Generalversammlung zu machenden Divi­dendenvorschlag erst nach Fertigstellung der Ab­schlußarbeiten erfolgen kann.

* Deutsche Telephonwerke und Ka° belindustrie A. - G., Berlin. Die Gesell­schaft verteilt diesmal 7 Prozent gegen 6 Pro­zent Dividende im Vorjahre. Der Auftrags­bestand ist befriedigend.

* Gothaer Lebensversicherungs­bank A. G. Die Gothaer Lebensversicherungs­bank A. G. hat im abgelaufenen Jahre wiederum einen die besten Vorkriegsergebnisse überschreiten­den Reuzugang erzielt: er belief sich auf 11 736 neu abgeschlossene Versicherungen über rund 89* Mill. Mk. Versicherungssumme. Der Ver­sicherungsbestand stieg auf rund 341 Mill. Mk. Die Beitragseinnahme belief sich auf mehr als 17 Mill. Mk. Die Vermögensrechnung wird für Ende 1927 an Aktiven fast 100 Mill. Mk. aufweisen, wovon mehr als 62 Mill. Mk. in Goldmarkhypotheken, annähernd 4 Mill. Mk. in Darlehen an juristische Personen des öffentlichen Rechts, etwa 7 Mill. Mk. in Wertpapieren auf etwa 7Vi Mill. Mk. in Bankguthaben bei erst­klassigen Großbanken angelegt sind. Der Vor­kriegswert des Grundbesitzes ist durch Reuerwer- bungen auf über 7 Mill. Mk. gestiegen. Da der Verlauf der Sterblichkeit ebenso wie das Zins- erträgnis wieder sehr günstig waren und die Verwaltungskosten auf einem mäßigen Satze ge­halten werden konnten, wird der Iahresüberschuß. der sich 1926 auf 4,11 Mill. Mk. belief, wie­derum sehr ansehnlich fein. Der endgültige Jahres­abschluß und die Festsetzung der Lleberschuhanteile für das Jahr 1929 werden gegen Mitte 1928 er­folgen.

* Hamburg-Amerika-Linie, Ham­burg-Amerikanische Paketfahrt AG. Der Aufsichtsrat der Hamburg-Amerika-Linie, Hamburg-Amerikanische Paketfahrt AG. in Ham­burg hot beschlossen, der auf den 2. April ein» zuberufenden Generalversammlung die Vertei­lung einer Dividende von 8 Proz. (i. D. 6 Proz.) vorzuschlagen.

Norddeutsche Grund-Credit- Bank, Weimar. Die von der Bank im Ja­nuar zur Zeichnung aufgelegten 8prozentigen Gold-Pfandbriefe Emission XVII sind inzwischen begeben. Deshalb wird nunmehr eine Erweite­rungsserie in Form von neuen, gleichfalls bis 1. Oktober 1933 unkündbaren Gold-Pfandbriefen Emission XX zum Kurse von 98 Prozent zur Zeichnung aufgelegt. Für die Zeit bis 31. März 1928 werden 8 Prozent Stückzinsen vergütet. Die Bank nimmt weiterhin Zeichnungen auf ihre Lprozeatigei Gold-Kommu tal-Schuid erschreibun- gen Emission XVIII zum bisherigen Kurse von 95,50 Prozent bis zu der in Kürze erwarteten Einführung an der Berliner Börse entgegen. Pfandbriefe und Kommunal-Schuldverschreibun- gen sind nach Thür. Gesetz mündelsicher. Man beachte die heutige Anzeige.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 8. Mörz. Tendenz: schwächer. An der heutigen Börse schwächte sich die Tendenzall gemein weiter ab, da das Angebot wieder überwog. Die Stimmung war außerordentlich unsicher im Zusammen­hang mit den sich ausbreitenden Lohn­bewegungen, so daß einige günstige Momente, wie die Lieberzeichnung der Geisenkirchen-An- leihe in Reuyork und die erhöhte Dividende bei Hapag, vollkommen ohne Einfluß blieben. Ein starker Druck auf das Kursniveau wurde wieder ausgeübt durch das anhaltende Angebot in I.-G.-Bezugsrechten. I.-G.-Farben- Dezüge waren zu dem niedrigen Kurs von 8 Prozent angeboten, I.°G.°Farben°Bonds auf 129,5 gedrückt. Daraufhin war das Angebot in I.-G.-Farben selbst ziemlich groß, und der Kurs gab 2 Prozent nach. Auf den übrigen Markt­gebieten waren zumeist Kursrückgänge von 1 bis 2 Prozent zu verzeichnen. Stärker ab­geschwächt waren Goldschmidt minus 3 Prozent Rheinstahl minus 3,25 Prozent, Waldhof minus 3 Prozent und Kaliwerte minus 3 Prozent. Am Elektromarkt waren Felten stark angeboten und 4,5 Prozent schwächer, sonst gab es hier 1- bis 2proz. Kursverluste. Deutsche Erdöl verloren 4 Proz. Von Bank­aktien waren Commerz 2,5 und Disconko 2 Proz. schwächer, während Reichsbank behauptet blie­ben. RSL1. lagen mit 61 Proz. weiter flau, auch Daimler auf den dividendenlosen Abschluß minus 2 Proz. Heimische und auslän­dische Renten blieben vernachlässigt. Im Freiverkehr waren Russen etwas fester. Im Verlaufe kam die Abwärtsbewegung der Kurse

zumeist zum Stillstand, und es machte sich eine gewisse Widerstandsfähigkeit bemerkbar. Offenbar wurde jetzt von interessierter Seite intervenierend eingegriffen. I.-G.° Bezüge konnten sich auf 8,2 erholen. Der Geld­markt zeigt eine weitere Erleichterung. Tagesgeld 7 Proz. Am Devisenmarkt war die Reichsmark wieder etwas befestigt, dagegen schwächte sich das englische Pfund ab. Reichsmark gegen Kabel 4,1836, gegen London 20,407. Lon­don-Kabel 4,8785. Paris gegen London 124,03, Mailand 92,30, Madrid 29,05, Holland 12.125.

Berlins Börse.

Berlin, 8. März. (Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Der Kursabbröcke- lungsprozeß setzte sich heute toeitex fort. Befürchtete Dividendenreduzierungen bei Mon­tanwerten beunruhigten erneut die Börse. Die Farben-Emission wirft ihre Schatten vor­aus. Weiter verstimmte der unübersichtliche Geldmarkt. Obwohl seitens der Spekulation zu den ersten Kursen eher Deckungen vorge­nommen wurden, lagen die Rotierungen bei kleinen Llmsähen ziemlich einheitlich um 1 bis 4 Prozent schwächer. Stärker gedrückt waren Schade minus 10 Mark. Schubert & Salzer minus 7 Prozent, Löwe minus 5 Prozent, Deut­sche Erdöl minus 4,25 Prozent. Stolberger Zink zogen dagegen 2 Prozent an. Heimische An­leihen nachgebend. Ausländer größtenteils behauptet. Pfandbriefe ohne Geschäft und eher schwächer. Farben-Bonds 129,5 Prozent, Bezugsrechte 7,75 bis 8 Prozent. Geld war nur unbedeutend leichter. Tagesgeld 7 bis 9 Prozent. Monatsgeld 7,50 bis 8,50 Prozent. 2?ach den ersten Rotierungen blieb die Stim­mung unsicher, es setzten sich aber überwiegend kleine Erholungen durch. Polyphon plus 1,5 Pro­zent, Berger plus 4 Prozent.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 8. März. Die Stimmung ist fest, besonders Weizen und Weizenmehl, des­gleichen Roggen. Die Llmsähe sind aber ver­hältnismäßig klein. Auch Mais liegt nach wie vor unverändert fest; die Vorräte alter Ernte sind sehr gering. Das Mehlgeschäft war etwas belebt, aber immer noch unbedeutend. Futter­mittel im ganzen fest. Kleie unverändert. Futter- und Rachmehle etwas gesuchter als bisher. Guter Hafer recht gefragt. Es wurden notiert: Weizen 1. gut, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 26 bis 26,25; Roggen 25,75 bis 26; Sommergerste für Brauzwecke 29 bis 31,50; Hafer, inländischer 25 bis 26, Mais (gelb) für Futterzwecke 23 bis 23,50; Mais (gelb) für andere Zwecke 25,50 bis 26; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37,75 bis 38,25; Roggenmehl 35.50 bis 37,75; Weizenkleie 14,10 bis 14,25; Roggenskeie 15 bis 15,25.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 8. März. Auftrieb: 75 Rinder, 1064 Kälber, 190 Schafe, 209 Schweine. Es wurden notiert: beste Mast- und Saug­kälber 74 bis 78, mittlere Mast- und Saug­kälber^ 65 bis 73, geringe Kälber 56 bis 64; Mastlämmer und jüngere Masthämmel, Weide- mast, 51 bis 55. mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 43 bis 50. Marktverlauf: Kälber und Schafe rege und ausverkauft. Schweine wegen des schwachen Auf­triebs nicht notiert.

Buntes Allerlei.

Schnell wachfende Städte.

Den Rekord in schnellem Wachstum unter den Städten hält unbestritten das amerikanische Los Angeles, das sich in einem Zeitraum von fünfzig Jahren verhundertfachte und heute größer als unser Köln ist. (Eine ähnliche Entwicklung nahm in Amerika Seattle.) Für Deutschland an erster Stelle stehl Essen. Essen brachte seine Ein­wohnerzahl in noch nicht zwei Menschenaltern von 40 000 auf 500 000, hat sich also verzwölffacht. Andere schnellwochsende Städte sind Detroit, die Ford-Stadl, 1860 noch eine kleine Provinz­stadt, heute über 1,5 Millionen Einwohner ver­fügend, Duisburg. Buenos Aires, Chikago, Leipzig, Köln, Düsseldorf, Dort­mund, Reuyork und Cleveland. (Die nächsten Millionenstadt-Kandidaten sind: Birmingham, Alexandria, Warschau. Budapest, Melbourne, vielleicht auch Mexiko.)

Verurteilung eines Separatisten - polizeikommisfars.

Der berüchtigte Raubmörder und ehemalige Separatisten-Polizeikommissar von Duisburg. Köpp, wurde vom erweiterten Schöffengericht Mörs zu sechs Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Köpp hatte im vergangenen Jahre auf der Straße Mörs Hölderberg ein Mädchen Überfällen und zu

berauben und z u ermorden versucht. Köpp ist im vergangenen Jahre vom Saar­brücker Schwurgericht wegen Raubmordes an einem 20jährigen Mädchen in Merzig zum Tode verurteilt worden. Während der Se­paratistenzeit spielte er als Polizeikommissar von Duisburg eine üble Rolle. Er ist wegen Ro­heitsdelikten und Ei gen tu ms vergehen bereits zehnmal vorbestraft.

Die Zahnärzte in Deutschland.

Die Zahl der Zahnärzte Deutschlands beträgt nach statistischen Feststellungen gegenwärtig rund 9500. Damit entfallen bei einer Gesamteinwohner­zahl des Deutschen Reiches von rund 65 Millio­nen auf einen Zahnarzt 68680 Ein­wohner. Hinsichtlich der Versorgung der deut­schen Städte mit Zahnärzten dürfte der Bedarf in den großen und mittleren, nicht aber auch in den kleineren Städten gedeckt fein. So beträgt die Zahl der Kleinstädte mit 2000 bis 4000 Ein­wohnern ohne Niederlassung eines Zahnarztes in Preußen noch 143, in Bayern 166, in Sachsen 32, in Württemberg 31 und in Balten 37.

75 JahrePester Lloyd".

Im lausenden Jahre feiert die größte deutsche Tageszeitung der ungarischen Hauptstadt Buda­pest, der »Pester Lloyd", der im Jahre 1854 ge­gründet wurde, das Jubiläum ihres 75jährigen Bestehens. DerPester Lloyd" ist das führende Organ der ungarischen Volkswirtschaft und hat auch als einziges fremdsprachliches Informationsorgan über ungarische po­litische und wirtschaftliche Verhältnisse eine be­sondere Bedeutung in dec ganzen Welt. An der Spitze des Blattes steht Chefredakteur Josef V e s z i, eine hervorragende Persönlichkeit der mitteleuropäischen Journalistik.

Büchertisch.

Franz Adam Beherlein.Der Brückenkop f". (Verlag Scherl, Berlin. Ganz­leinen 5 Mk.) Das Gut des ostpreutzischen Barons Imme, auf das uns Beyerlein, der Verfasser vonJena oder Sedan" in diesem Gegenwartsroman führt, grenzt an das polnische Gebiet mit einem Hügel, der durch feine Lage 8U einem wichtigen Brückenkopf bei feindlichen Einfällen wird. Freund und Feind nimmt daher an, daß es hier heimliche Befestigungen und Wasfenlager gibt. Aus das Immsche Gut kom­men nun zu gleicher Zeit Herbert Imme, ein jüngerer, etwas unsteter Vetter des Gutsherrn, und das neue Stubenmädchen Anni, eine Polin, beten feines Wesen sofort Zweifel über ihren eigentlichen Stand und ihre Absichten aufkom­men lassen. Zwischen beiden entspinnen sich Be­ziehungen, die seltsam aus feindseligen Plänen und sinnlicher Zuneigung gemischt sind. Schließ­lich finden bei einem waghalsigen Versuch Annis, Rachrichten an die Polen weiterzugeben, beide ihren Tod. Die Interalliierte Kontrolllommis- sion kommt, muh sich aber von der Grundlosig­keit der bekanntgewordenen Gerüchte überzeugen: Ostpreußen hat nichts als die Leiber seiner Männer, um die Grenzen der Heimat zu schir­men. (22)

Auch allein wohne fein. Die Wohnung der Junggesellin von Elisabeth Reff. Mit 2 farbigen und 10 einfarbigen Tafeln, sowie 20 Zeichnungen im Text. Preis kart. Mk. 1,80. Franckh'sche Derlagshandlung, Stuttgart. Die berufstätige Junggesellin von heute braucht ein Heim, in dem sich das Schöne unauffällig dem Zweckmäßigen anpaht. Bei einigem guten Willen und Rachdenken ist es für sie nicht schwer, sich wenigstens die äußeren Grundlagen einer Hei­mat in einer wenn auch engen Wohnung zu schaffen. Anregungen dazu vermittelt das vor­liegende schmucke Bändchen in hervorragender Weise. Durch sinngemäße Anordnung der Mö­bel wird eine gesteigerte Ausnützung des Rau­mes erreicht. Licht, Fensterbehang, Wände, Wahl der Farben usw. all diese Fragen werden ein­gehend behandelt und ermöglichen es der Jung­gesellin, die Sinn und Gefühl für Stil hat, dieWohnmaschine" mit geringem Aufwand in eine behagliche Heimstätte zu verwandeln. 2

Dr. H. F. Thies: Wäsche und Waschen im Haushalt. Praktische Rat­schläge für Einkauf und Behandlung der Wäsche. Illustriert und mit zehn Stoffproben versehen, kartoniert 2 Mk. Leipzig 1928. Koehler & Arne- lang, Verlag. In dem vorliegenden Buche macht der Direktor des Melliand-Institutes für Textilforschung unsere Hausfrauen mit den wich­tigsten Eigenschaften der Faserstoffe bekannt und gibt ihnen so einen zuverlässigen Berater beim Einkauf von Wäsche und Kleiderstoffen. Außer­dem zeigt er, in welch einfacher, wäscheschonen- der und angenehmer Weise heute gewaschen wer­den kann. 83

Datum

*Io Dt Reichsanlethe v 1927 Anl Ablös Schuld mit

Auelos »Rechten

Tesal. ebne Auslos.-Rechten

Th» Franks H unkündbar

V»°/o Rheinische 6tn> «Bank Uiqu »Goldpf

AEG abQ Borkrtegs»Ob- stgationen. rückzahlbar 1932

4% Schwei;. Bundesb.-Anl.

4°/o Oestereichische Goldrle <,20°/o Deftcrr ich Silberne ulo Oesterreich einheitl. Rie

Ungarische Goldrle . . «% Ungarische Staatsr v 1910 */»% desgl von 1913

Ungarische Kronenrte . . *°l. Türk. HoUanlcihe v 1911 4% lurt. Bagdadbabn.Anl.

sene I.

4°/, desgl. Serir !1.

4°, Rumänen converl Rte. 4,/e°/o Rumänen Goldanl.

von 1913

CUq Deutsche Eisenbahn .4'/,

Hamburg-Amerika Palet. v Hamb^Südam Dampssch v «$00196(1)1^ .6

reutscher Llovd . . 6

Ätlfl. Deutsche Credilanft.. 10 Barm, r Bankverein 10 Berliner HandelSyeselllch. l'z Commerz- und Privat-Bk. 11

Lärmst, u. Nationalbank 12

Deutsche Bank 10

LiSkonlo-Gesellschafi ünt. 10

Dresdner Bank . 10

Mitteldeutsche Lredirbank 9 pictalldank 8

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Yp.-Bl. Go.dpi 6tS 1932 . .

Devisenmarkt DerlmFrankfurt

<L M.

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Italienische Noten Norwegische Noten Dcutsch-Oesterr.,äioo Kronen Rumänische Noten Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . .

Kurszettel -er Berliner und Frankfurier Börse.

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7. 3.

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254,5

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1 1 1

198

213

125.25

198,5

210

197

Goldschmidt ...... .5 Rulgerswerke.........

Metall gefelllchak».....10

108

97

105

95

Amerikanische Noten Belgische Noten.....

Dänische Noten......

Englische Noten ......

4,163

58.10

111,68

1 20.36

4,183

58,34

112,12

20.44

7. März

8 März

Amtliche Geld

Noti.rung

Brief

Amtliche Notierung

Geld

1 Brief

flmiL» Rolt

168,17

168,51

168,13

168,47

Buen^Sires

1,789

58,275

1,793

1,788

1,792 -

Brff.-Sotw

58,395

58,24

58,36

Christiania

111,34

111,56

111,30

111,52

Kopenhagen

111,90

112,21

111,92

112,14

Stockholm . HelstngforS

112,17

10,525

112,80

112,10

112,32

10,545

10,52

10,54

Italien. .

22,10

22,11

22,1)85

22,125

London. . .

20,395

20,435

20,358

20,425

N enp ork . .

4,1800

4,18«O

4,1785

4,1865

Paris....

Sch wetz . .

16,44

16,48

16,435

16,.7«

80,455

80,615

80.455

80,615

Span irrt . .

69,79

69.93

<0.13

70,27

Japan . . .

1,962

1,966

1,962

1,966

Wo de Jan

0.5025

ü,5Ü4u

0,503

0,50.1

Wien in D-> Oest- obgest

-8,84

68,96

08,835

58.955

Prag .

Belzrad . -

12,387

12,40.

12,383

12,403

7,358

7,372

7,353

7,367

Budapest. .

73,1t

73,25

73,10

73,24

Bulaarien

3,017

3,023

3,022

3,028

Liflabon

19,28

19,32

19.22

19,27

Danzig. . . Konstantin-

81,54

81,70

81,47

81,63

2,115

2,119

5,546

2,130

2,134

Ätben. . .

5,534

5,534

5,546

Kanada

4,176

4.184

4,176

4,184

Um not) -

4,276

4,284

4,276

4,284

Mn

20.9?

20 96

20.908

20,948