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Nr 188 Viertes Via»

Wirischast.

Oie Kreditlage.

Rach den Untersuchungen des Instituts für Konjunktur,orschung kann von einer wesent­lichen Aenderung der Kr^ditlage nicht gesprochen werden. Denn einmal Pflegen die kurzfristigen Kredite in den Herbstmonalen aus jahreszeitlichen Gründen (tarier hervorzu- treten. Außerdem ist die Aufnahme langfristiger Kredite, insbesondere durch Ausgabe von Wert­papieren, von Monat zu Monat starken Zufalls- schwantungen unlerwor.en. Eine gewisse Er­leichterung der Kredi.lage im ganzen ist Wohl darin zu erblicken, dah die Liquidität der Danken wächst. So ist für die Gewährung von Bank­krediten ein größerer Spielraum gegeben. Auf die künftige Gestal ung des Kapi.almarites kann hieraus jedoch nicht geschlossen werden. Denn die den Banken zur Verfügung stehenden Mittel lvor allem die Depositen aus bem Ausland) dürften sich nur zu einem geringen Teil in lang­fristige Anlagen überführen lassen, wenn nicht die bankmäßige Liquidität gefährdet werden soll. Während vor Jahresfrist die liquiden Anlagen der Großbanken um rund 153 Mill. Mark niedri­ger toaren, als die Koau>korrentforderungen. be­steht gegenwärtig ein Llebeschuh der liqui­den Anlagen von fast 850 Mill. Mark. Diese Flüssigkeit der Danken hat die Entspannung auf dem Geldmarkt geförderc und die Abwicklung des Wechselrredits ecleich.ert.

Zur Lage der Landwirtschaft.

Nach den Berichten der Landwirtschaftskammern über die Lage der Landwirtjchaft im November waren durch die Häufung der Steuerzahlungen in diesem Monat viele Landwirte gezwungen, chre Erzeugnisse zu unzureichenden Preisen zu verkaufen. In Gläubigerkreisen sind vielfach verfehlte Auffassungen über das Maß der Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft infolge der fluten Ernte verbreitet. Dem Angebot an Grund- itürfen in den meisten Gegenden des Ostens steht nur eine geringe Nachfrage gegenüber. Die Um- ^chnldungsaktion ist noch nicht überall zu Ende ge­führt. Infolge der günstigen Witterung konnten die Herbstbestellung und die Hackfruchternte fast über­all beendet werden. Die Wintersaaten haben sich überall recht gut, zum Teil sogar üppig entwickelt, lln Betriebsmitteln wird aus Geldmangel nur das nötigste gekauft. Der Düngemitteleinkauf ge­staltete sich normal. An Stelle des zu teueren Kraft­futters werden Getreide und Kartoffeln aus der eigenen Wirtschaft verfüttert. Die Fortführung der Meliorationen und Oedlandkultivierung leidet unter dem Kapitalmangel. Die starken Regengüs e und Stürme haben besonders in den Suiftengebieten durch Ueberschwcmmungen teilweise den Winter­saaten schweren Schaden zugefügt.

*

Der Saaten st and in Preußen an­fangs Dezember. Heber den Saaten stand in Preußen Anfang Dezember berichtet die Sta­tistische Korrespondenz: Abgesehen von Spelz, wo der Stand der gleiche ist, wie im Bormonat (2,5), zeigt sich durchweg eine Verbesserung ge­gen das vorige Wal, die bei Roggen von 2,7 auf 2,4 am erheblichsten ist. Der Saaten- stand ist also bei allen Getreidearten als durch­aus mittelgut anzusehen, auch bei Raps und Rübsamen nähert er sich dieser Bewertung: der Klee steht allerdings mit 2,9 nur etwa durch­schnittlich. Diese Zahlen berechtigen, wenn nicht ganÄ unvorhergesehene Schädigungen eintreten, zu den besten Hoffnungen für das nächste Jahr.

* Hessische und H e rc u l e s - B i e r - Brauerei A.--G.. Kassel. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 1927/28 einen Stein** gewinn von 661 809 (566 207) Alk. Aach 347 318 (305 680) Mk. Abschreibungen verbleibt ein Rein­gewinn von 314 491 (260 527) Mk., woraus 11 (10) v. H. Dividende auf 2,2 Mill. Mk. (Stamm- und 6 v. H. auf 20 000 Mk. Vorzugsaktien verteilt und die restlichen 26 690 (19 791) Mk. vorgetragen werden. Aach dem Bericht war das Ergebnis des Geschäftsjahres infolge des guten Sommer- Wetters befriedigend. Die Aeubauten sind zu Ende geführt worden. Der vergrößerte Absatz hat eine Vergrößerung der Lagerräume not­wendig gemacht. Das Disagiokonto in Höhe von 100 000 Mk. wurde auf llnkostenkonto abgebucht, lieber die Aussichten des laufenden Jahres könne noch nichts gesagt werden.

Vereinigte Glanz st off-Fabriken A.G. Die Verwaltung dir Vereinigte Glanz­stoff-Fabriken A.G., El'erfftd bestä igt daß sie zusammen mit Courtaulds die Li ienseld Patente

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)

8reitag, 7. Dezember 1928

, - y -w

übernommen hat, nachdem die Ruera-Gefellfchaft ihr Einverständnis zur Fabrikation des außer- gewöhn.ich starken Kunstseid.ngarnes gab. Später soll ein liebereinkommen zwischen b:n drei ge­nannten Gesellschaften geschlossen toerben, wonach die Herstellung dieses Disco,egarnes auf einen Ort konzentriert werden soll.

* Deutsche Linoleum unternehm un- g e n A-G. Deutsche Linoleumwerke. Die außerordentliche Generalversammluna der Deutsche Linolcumunternehmungen A.-G. beschloß die Fusion mit der Deutsche Linoleumwerke A.-G.. Auf nominelle 500 Mark Aktien der Linoleum­unternehmungen entfallen nominell 600 Mark Aktien der Linoleumwerke zuzüglich 30 Mk. in bar.

* Die Münchener Anleihe. Wie von den Emissionsbanken mitgeteilt wird, sind alle Zeich­nungen auf die gestern im Betrage von 300 000 Pfund Sterling aufgelegten 6-o. H.-Obligationen der Stadt München voll zugewiesen worden.

* Süddeutsche Zucker A.-G., Mann­heim. Der Aufsichtsrat hat In seiner gestrigen Sitzung beschlossen, der Generalversammlung für das am 31. August abgelaufene Geschäftsjahr 1927/28 aus dem Neingewinn von 4 138 072 Mark eine Dividende von 10 (i. V. 8) o. H. auf die Stamm- und 7 v. H. auf die Vorzugsaktien zu ver­teilen und 1 150 072 Mark vorzutragen.

* Neue Anleihe de r Provinz Pom­mern. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, gibt die Provinz Pommern eine mit 8 v. H. verzinsliche, bis tpäteftens 1951 nur durch Aus- Ä tilgbare Anleihe im Gesamtbeträge von ionen Mark aus. Der Zeichnungskurs beträgt 93,25 o. H.

Frankfurter Börse.

F r a n k f u r t a. M., 7. Dez. Tendenz: schwach. Im Zusammenhang mit der Auswirkung der ge­hegten Befürchtungen über die Placierung der 10-Millionen-Farben-Bonds verkehrte die yeutige Börse in weiter schwacher Haltung. Die Spekulation bekundete große Unsicherheit und schritt auf fast allen Marktgebieten zu größeren Abgaben, da der sehr schwache Verlauf der gestrigen Neunor- ker Börse und der versteifte dortige Geldmarkt stark auf die Stimmung drückten. Im Zusammenhang damit sind auch verschieocnllich Ang st verkaufe zu beobachten, und and) von feiten der Bankkund­schaft dürsten im Zusammenhang hiermit Verkaufs- orders an den Markt gekommen sein. Die kleinen Kursrückgänge an der gestrigen Abendbörse konnten sich an der heutigen Börse verdoppeln und erreich­ten erneut ein Ausmaß bis zu 5 o. H., was sich besonders am Elektromarkt stärker auswirtte. A. E. G. wurden in größeren Posten mit minus 5,5 o. H. angeboten. Grffürel lagen 4,5 o. H. und Siemens 3 v. H. schwächer. Lahmeyer dagegen etwas gefragt und 0,75 v. H. erhöht. Am Montan- martt war das Angebot beschränkt, die Kursrück­gänge gingen bis 2 v. H. Für Klöckner bestand so­gar etwas lebhafteres Interesse mit plus 2 o. H. Arn Farbenmarkt waren Farben mit minus 3,75 v. H. stark im Angebot. Auch am Schifsahrtsmarkt machte sich für Hapag mit plus etwa 0,5 v. H. einige Nachfrage bemerkbar. Von Autowerten waren Kleyer gut gehalten. Trotz der Fusion der Linoleum-Unternehmungen mit der Deutschen Lino- leum - A.-G. verloren letztere 5 v. H. Die Renten­märkte lagen vernachlässigt bei nachgebenden Kur­sen. Im Verlaufe kam das Geschäft fast vollkom- men zum Stillstand. Die Abgaben wurden bebeu- tenb geringer, die Tendenz war aber weiter un­sicher, da die Baissespekulation versuchte, weitere Vorstöße zu unternehmen. Am Tagesgeldmarkt war eine weitere Verknappung von Tagesgeld mit 7 o. H. festzustellen. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1970, gegen Pfund 20,354, London gegen Kabel 4,85075, gegen Paris 124,1750, gegen Mailand 92,67, gegen Madrid 30,03, gegen Holland 12,0750.

Bc. tner Börse.

Berlin, 7.Dez. Während man gestern trotz größtenteils schon rückgängigen Kursen von einem Tendenzumschwung noch nicht sprecyen konnte, ist die Stimmung heute ausgesprochen schwach. Man war über die Placierung der Farbenbonds und über die Auswirkung dieser Transaktion noch nicht im klaren, hatte aber von Anfang an den Eindruck, als ob die 30-o. H.-Steigerung der letzten Zeit in I.-G.-Farben vorbereitenden Charakter hierzu gehabt hätte. Heute morgen kam noch die außerordentlich schwache Tendenz der gestrigen Neuyorker Börse hinzu und die Befürchtungen neuer Ristriktionsmaßnahmen am dortigen Platze. Der Tagesgeldsatz hatte dort bereits gestern den sensationellen Stand von 12 v. H. erreicht. Die Spe­kulation bemüht sich, die gestern eingegangenen Engagements schleunigst glattzustellen, und da neue

Orders diesen Angeboten nicht gegenüberstanden, lagen die ersten Notierungen meist noch unter dem niedrigsten Kurse des Vormiltagsverkehrs. Natur­gemäß waren die Hauptspekulationspapiere der letz­ten Zeit am stärksten gedrückt, während bei den Nebenwerten die Verluste über 2d.f). nur verein­zelt hinausgingen. Bemberg, Nordwolle, Dessauer Gas, Deutsche Linoleum, Rheinstahl, Farben, A. E. G., Bergmann, Licht & Kraft, Gessürel, Schlickert, Siemens und Polyphon verloren 5 bis 10 v. H. Am Montanmartt verstimmten die Mel­dungen von den hohen Bergarbeit-rforderllngen für Den entstandenen Lohnausfall, ferner die Nach­richten von einer wahrscheinlichen Dividenderedu­zierung resp. völligen Dioidendelosigkeit bei Man­nesmann. Deutsche Anleihen bis 0,30 o. H. schwä­cher. Ausländer ziemlich behauptet, aber ohne grö­ßere Umsatztätigkeit. Pfandbriefmarkt sehr still bei gehaltenen Kursen. Der Geldmarkt war unverän­dert. Tagesgeld 7 bis 9 v. H., Warenwechsel etwa 7 v. H. Der Verlauf brachte vorübergehend in den stark gedrückten Werten leichte Erholungen, doch war die Grundstimmung weiter sehr unsicher und die Kursentwicklung keine einheitliche. Es besteht die Gefahr, daß diese rückläufige Kursbewegung noch Material aus Kreisen herausbringen kann, die eventuell noch auf ihren Engagements liegende Ge­winne realisieren wollen.

Frankfurter Getrei ,e.

Frankfurt, 7. Dez. Zum Wochenschluß ver­kehrte der Frankfurter Produktenmarkt bei sehr ge­ringer Umsatztätigkeit in ruhiger Haltung. Die Preise konnten sich im allgemeinen gut behaupten. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 v. H. Auswuchs, 22,75 Mark: Roggen 22 Mk.; Sommergerste für Brauzwecke 23,75 Mk.; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25 Mk.: Weizen­mehl, süddeutsches Spezial 0, 32,75 bis 33,25 Mk.: Roggenmehl 29,75 bis 30 Mk.; Weizenkleie 13,75 bis 13,85 Mk.; Roggenkleie 14,25 Mk. Tendenz ruhig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin. 6. Dez. Das inländische Brotge­treideangebot hat sich gegenüber den Vortagen nicht verstärkt, da aber das Ausland wiederum mit billigeren Offerten für Wftzen im Markte war, machte der Preisrückgang weitere Fort­schritte. Das vom Inlands angebotene Material von Weizen und Roggen fand zu etwa 1 Mark niedrigeren Preisen als gestern bei den Mühlen und Exporteuren, zum Teil auch zu Reportage- zwecken Aufnahme. Die zu beobachtenden Käufe der Exporteure stellen zumeist Deckungen auf vorher getätigte Abschlüsse dar. Don neuem Ex­portgeschäft ist nichts zu hören. Auch am Lie­ferungsmarkt erfuhr das Prftsniveau eine weitere Senkung, lediglich Dezemberroggen vermochte feinen Preisstand zu behaupten, anscheinend im Zusammenhang mit der Tatsache, daß die zu heute gekündigten 360 Tonnen Roggen als un- kontraktlich erflärt worden sind. Gute Weizen­auszugsmehle haben nach wie vor einiges Ge­schäft. sonst liegt der Mehlmarkt weiter sehr still. Hafer im Platzgeschäft stetig, an der Küste dagegen bei reichlicherem Angebot schwächer. Ger­sten unverändert matt. Cs notierten für je 1000 kg: Weizen, märt, 206 bis 208, 'Szx 221. März 230,75 bis 230, Mai 238.75 (schwächer); Roggen, märt, 201 bis 204, Dez. 215,50 bis 215,75. März 227,25 bis 226.75, Mai 237 bis 236 (schwächer); Braugerste 218 bis 235; Futter- gerste 198 bis 205; Hafer, märt, 194 bis 202, März 224,50, Mai 235 (matter); zollbegünstigter Futtermais 209 bis 221 (ruhig); für je 100 kg: Weizenmehl 26 bis 29 (ruhig): Roggenmehl 25.60 bis 28.60 (ruhig): Weizenklcie 14 bis 14,25 (matt); Weizenkl'iemelafse 15 bis 15.15 (matt): Roggen- kleie 14 bis 14.25 (matt); Diktoriaerbsen 41 bis 50; Wicken 27 bis 29,50; Lupinen, blau, 14 bis 14,50, Lupinen, gelb, 16 bis 17,50; Rapskuchen 19,90 bis 20,30; Leinkuchen 25 bis 25,20; Trocken- schnitzel 13,20 bis 15,60; Soyaschrot 22 bis 22,60; für je 50 kg: weiße Kartoffeln 2,10 bis 2,30; rote Kartoffeln 2,30 bis 2,50; gelbe Kartoffeln 2,20 bis 2,60; Kartoffelstöcken 18,80 bis 19,50 Mt

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 30. Rov. Ein Angestellter der Firma ei'.es Rachbarorts pflegte, wenn er früh­morgens sein Geschäft au suchte, mit seinem Kraft­wagen vor der dortigen Post zu halten, um die Postsachen mitzunehnen. und dann auf der Fahr­straße zwecks Fortsetzung seiner Fahrt zu wenden. Eines Tages ereignete sich hierbei e'n Unfall, indem ein d e S raße auf der recht m Seite her­kommender Motorradfahrer w.der das Auto rannte, sich überschlug und nicht unerheblich ver­

letzte. Rach feiner Darstellung wollt: er an dem Auto vorüber;ähren und war nur noch wenige Schritte von ihn entfernt, als der Auto ührer vor ihm plötzlich den Richtungsanzeiger cin- schaltele, Signal gab und gleichzeitig nach der Mitte der Straße zu einbog, um zu wenden, so daß ihn, dem Motorsa;r:r, zu irgeidwe ch:n Gegenmaßnahmen toeb:r Raum noch Zeit blieb und der Zusammenstoß un.erme.i) i I) war.Gegen den Auto.ührer wurde deshalb Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung erhoben, weil er seine Ab.icht des ilmtoenbend durch eine be­stimmte Armbewe''ung od:r durch eine mecha­nische Einrichtung nicht rechnet ig kundge an habe. Der Verletzte blieb in t>:r heutigen Hauptver- hand'ung. deren ein Auzensch ii torauögin*. b i seiner Darstellung. Es war aber heute auch ein bama'iger musti'ec Z .scha e:. brr den Hergang zufällig g:nau beobaft:t hatte, als Zeuge aut» getreten. Dieser b kund t? un'er einem Eide, dah der Autofahrer beim Clnstellen des Richtungs­anzeigers uird Anfah en vorschri tsmäßig ge­handelt habe und irgendftne Gefahr durch ein nachfolgendes Fcll;r cug nicht vorhanden g toe en sei; namentlich fei der Motorradfahrer noch eine gehörige Streck»» entfernt gewesen, so daß er bei einiger Aufm:rlsamk:it d a Rihtungsan etger so rechtzeitig hätte wohrnchmcn müs en. daß er noch die nach der Sachlage gegebenen Maß­nahmen (Stoppen, Fahren auf die linke Sei.e u. dgl.) ergreifen konnte; diese hab? er aber offen* sicht ich ver äumt. So stand, da die übrigen Be- weicergebn.s e nicht wes.nt ich waren, hinsicht­lich der Schul.f ag: Zeugenculsage gegen Zeugen­aussage. Die des Verletzten war iannerhin in­sofern nicht einwandfrei, als er am Ausgang der Strafsache beteiligt ist. da er bereits ein: Ent- schädizungsk a^e gegen d.n Angrklagt:n ersto'cn hat. Dieser mußte indessen im Strafver astron. da feine Schuld nicht zweifelsfrei erwiefen. frei-* gespr ochen werden.

Kunst und Wissenschaft.

Ehrung der deutschen Alai-Turkestau-Forsch«.

Zu Ehren des bru.scheu Gesam leitend der vor kurzem mit hervorragenden wissenschaftlichen Er­gebnissen beende en Alai-Expedition. W. R. Rickmers und d:s Lei.ers der al-iaistischen Abteilung der Gxpedi ion. Regierungsrats Dr. D o r ch e r. wurde aus Anlaß ihrer Rücklehr in ihre Vaterstadt Bremen dort ein Degrüßnngs- abcnd veranstallet. Ramens des Senats hielt Landesschulrat Prof. Bohm eine Begrüßungs­ansprache. in der er die Verdienste der Heim- gekehrlen um die Er.orfchung Zentralasiens her­vorhob. Weitere Begrüßungsansprachen hielten der Vorsitzende der Geographischen Gesellschaft in Bremen. I. Lauts und der Vorsitzende der Sektion Bremen des Deu sch-österreichischen Al­penvereins. Achelis. Mit herzlichen Worten dankte Rickmers allen Rednern, wobei er gleichfalls der Rotgemeinschaft der deutschen Wis­senschaft und dem Alvenverein für die zur Ver­fügung gestellten Geldmittel und das geschenkt« Dertvaucn feinen Dank aussprach Er gedacht« weiter seiner Mitarbeiter und ihrer überaus wertvollen Hilfe, schilderte in kurzen Worten das durchforschte Land und die Aufgaben der Ex­pedition Borchers. Er dankte gleichfalls für den herzlichen Empfang und die rege Anteilnahme an den Expeditionserlebnissen und -ergebniffen.

Buntes Allerlei.

Sdjiffsbranb.

Im Motorraum eines in Stolzenhagen-Krah- wieck bei Stettin liegenden schwedischen Molov- schoners brach Feuer aus, b!?.s einen riesigen Um­fang anzunehmen drohte. Die Stettner Feuer­wehr fand das Schiff mit brennendem Oel förmlich überflutet, weil die Rohrleitung gen des Motors abgeschmolzen waren. Die Feuerwehr mußte mit Gasmasken und Rauch­apparaten vorgehen. Rach mehr als vierstündiger Arbeit gelang es unter Anwendung von Schaum­löschern des Feuers Herr zu werden.

Relle Freunde.

Drei auf der Wanderschaft begriffene junge Leu^" toaren auf der Rheinchaussee zwischen Bacharach und Bingen in S reft geraten. Zwri »,er Handwerksburschen stellten sich gegen Den einen und warfen ihn, als ein Auto vor­über fuhr, kurzerhand vor das'Fahrzeug, während sie Reißaus in die Berge nahmen. Der junge Mann teurbe durch das Auto so schwer verletzt, daß er nach dem Hospftal ge­bracht werden muhte.

^raiihfuit a. TI | Berlin

a. 2H.

Devisenmarkt BerlinFranks-rt

Telegraphische Auszahlung.

Banknoten.

Kurszettel der Berliner und Franksurier Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe bet zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent. Lombarbzinsfuh 8 Prozent.

Berlin 6 Dezember

Weib

Brief

itramönfdK Jiotcn

U>,Hä

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AnUnnbtfdk' 9/nten .....

167,98

168,66

?5infirtn(t6e 'Jloteit ......

41,91

21.99

Norwegische Noten. ...

111.53

111.97

Deutsch-Oesterr. ä 100 Sronen

58.82

59,06

Rumänische Noten......

-.48

2,50

Schwedische Noten......

111.78

112,22

Schweizer Noten ......

SD.62

80,94

Cvanische Noten.......

67,53

7,81

Tschechoslowakische Noten . .

12.39

12,45

Ungarische Noten

72.89

73,19

Jranfefurt a. M

Berlin

Schluh-! t-Uhr- Rur» ; Kurs

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Berlin

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Äe#6l ohne Su«Io>..Rechte . . .

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14,8

14,6

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-

-

Sideinische Hyp^Bank Clou. Solvvs

-

L-S-S abg. Dortriegr-Obstgation.. rüÄablvar 1932

-

-

-

4% Schweiz BunveSb.-Snl..

96,5

4% Oesterreichische (Soldrte.. . .

*

4 90% Ceften Silberne.....

2,6

4% Oesterreich einheill. ERte. .

26.1»

4% Ungarische SolbNe. . .

4% Ungarische Slaattr. v. 1910

26,05

24.65

4Y,% veSgl. von 1913 . .

4% Ungarische Kronenne.. .

1.74

1.75

1.7

4% Eürf. Zollanleihe v. 1911 .

4% Türttlche Bagvadbahn-Aul.,

12.4

12.5

I2.o

12.3

12.15

Serie 1

4% vcSgl. Serie 11 - - -

12,6

12.25

4% üiumüucn conoert Ste. . . .

10,8

19,75

V/i% Rumänen Goldaul. vov 1913

19.3

Lllg Deunche Eilev'xchn . .

Pamburg-Ämerika Sätet ... 8

bamb.-Sübam Damvllck- - 8

143.25

143.5

143.9

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Ldnsa Dampsschsll -10

Norddeutscher Llohb - ° lülg Teutsche Crevitanst. - 1°

40.25

140,5

183,25 H2

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Barmer Bankverein m

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Berliner Hanbelsgeiellsch- - - 12 Commerz, und Priooi-Ban! H

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6. 12. | 7. 12

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Heidelberger Ccment .... 10

Cemeni Karlstadt ...... 8 Waqh 4 Srettag .....10

Echultheir Batzenhoser ... 15 Cftroerte ...... 12

Ver. Glanz stoft......18

Bemberg ........ 14

Zellstoff Dnlbbof.....12

Zellstoff Aschaffenburg ... 12

Charlottenburger Wasser ... 7

Dessauer Gal, .......8

Daimler Mowren......0

Demag . ....... 0

yldlerwerte Riet« ...... 5

Lnbw. Loewe . ...... 10 Nai. Automobil ....... 0 Orenstein & Kovvel ..... 6 Leonhard Tietz ...... 6 Bamag-Meguin ....... 0 »rranls. Maschine» ...... 6 Gciyner ...... 11

Heuliaenstaedt ....... 0 Iungbans ........ 4

Lechwerle . ....... 8

tDldnftaftwerfe ....... 8

Mag ...... 10

Reicnsulmer ........ 8

Beters Union........8

Gebe. Roeder . ...... 10 Voigt & Haeffner ...... 8

Eüdd. Zucker . ....... 8

140 137

138

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284 214

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