Nr 188 Viertes Via»
Wirischast.
Oie Kreditlage.
Rach den Untersuchungen des Instituts für Konjunktur,orschung kann von einer wesentlichen Aenderung der Kr^ditlage nicht gesprochen werden. Denn einmal Pflegen die kurzfristigen Kredite in den Herbstmonalen aus jahreszeitlichen Gründen (tarier hervorzu- treten. Außerdem ist die Aufnahme langfristiger Kredite, insbesondere durch Ausgabe von Wertpapieren, von Monat zu Monat starken Zufalls- schwantungen unlerwor.en. Eine gewisse Erleichterung der Kredi.lage im ganzen ist Wohl darin zu erblicken, dah die Liquidität der Danken wächst. So ist für die Gewährung von Bankkrediten ein größerer Spielraum gegeben. Auf die künftige Gestal ung des Kapi.almarites kann hieraus jedoch nicht geschlossen werden. Denn die den Banken zur Verfügung stehenden Mittel lvor allem die Depositen aus bem Ausland) dürften sich nur zu einem geringen Teil in langfristige Anlagen überführen lassen, wenn nicht die bankmäßige Liquidität gefährdet werden soll. Während vor Jahresfrist die liquiden Anlagen der Großbanken um rund 153 Mill. Mark niedriger toaren, als die Koau>korrentforderungen. besteht gegenwärtig ein Llebeschuh der liquiden Anlagen von fast 850 Mill. Mark. Diese Flüssigkeit der Danken hat die Entspannung auf dem Geldmarkt geförderc und die Abwicklung des Wechselrredits ecleich.ert.
Zur Lage der Landwirtschaft.
Nach den Berichten der Landwirtschaftskammern über die Lage der Landwirtjchaft im November waren durch die Häufung der Steuerzahlungen in diesem Monat viele Landwirte gezwungen, chre Erzeugnisse zu unzureichenden Preisen zu verkaufen. In Gläubigerkreisen sind vielfach verfehlte Auffassungen über das Maß der Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft infolge der fluten Ernte verbreitet. Dem Angebot an Grund- itürfen in den meisten Gegenden des Ostens steht nur • eine geringe Nachfrage gegenüber. Die Um- ^chnldungsaktion ist noch nicht überall zu Ende geführt. Infolge der günstigen Witterung konnten die Herbstbestellung und die Hackfruchternte fast überall beendet werden. Die Wintersaaten haben sich überall recht gut, zum Teil sogar üppig entwickelt, lln Betriebsmitteln wird aus Geldmangel nur das nötigste gekauft. Der Düngemitteleinkauf gestaltete sich normal. An Stelle des zu teueren Kraftfutters werden Getreide und Kartoffeln aus der eigenen Wirtschaft verfüttert. Die Fortführung der Meliorationen und Oedlandkultivierung leidet unter dem Kapitalmangel. Die starken Regengüs e und Stürme haben besonders in den Suiftengebieten durch Ueberschwcmmungen teilweise den Wintersaaten schweren Schaden zugefügt.
*
• Der Saaten st and in Preußen anfangs Dezember. Heber den Saaten stand in Preußen Anfang Dezember berichtet die Statistische Korrespondenz: Abgesehen von Spelz, wo der Stand der gleiche ist, wie im Bormonat (2,5), zeigt sich durchweg eine Verbesserung gegen das vorige Wal, die bei Roggen — von 2,7 auf 2,4 — am erheblichsten ist. Der Saaten- stand ist also bei allen Getreidearten als durchaus mittelgut anzusehen, auch bei Raps und Rübsamen nähert er sich dieser Bewertung: der Klee steht allerdings mit 2,9 nur etwa durchschnittlich. Diese Zahlen berechtigen, wenn nicht ganÄ unvorhergesehene Schädigungen eintreten, zu den besten Hoffnungen für das nächste Jahr.
* Hessische und H e rc u l e s - B i e r - Brauerei A.--G.. Kassel. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 1927/28 einen Stein** gewinn von 661 809 (566 207) Alk. Aach 347 318 (305 680) Mk. Abschreibungen verbleibt ein Reingewinn von 314 491 (260 527) Mk., woraus 11 (10) v. H. Dividende auf 2,2 Mill. Mk. (Stamm- und 6 v. H. auf 20 000 Mk. Vorzugsaktien verteilt und die restlichen 26 690 (19 791) Mk. vorgetragen werden. Aach dem Bericht war das Ergebnis des Geschäftsjahres infolge des guten Sommer- Wetters befriedigend. Die Aeubauten sind zu Ende geführt worden. Der vergrößerte Absatz hat eine Vergrößerung der Lagerräume notwendig gemacht. Das Disagiokonto in Höhe von 100 000 Mk. wurde auf llnkostenkonto abgebucht, lieber die Aussichten des laufenden Jahres könne noch nichts gesagt werden.
‘ • Vereinigte Glanz st off-Fabriken A.G. Die Verwaltung dir Vereinigte Glanzstoff-Fabriken A.G., El'erfftd bestä igt daß sie zusammen mit Courtaulds die Li ienseld Patente
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)
8reitag, 7. Dezember 1928
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übernommen hat, nachdem die Ruera-Gefellfchaft ihr Einverständnis zur Fabrikation des außer- gewöhn.ich starken Kunstseid.ngarnes gab. Später soll ein liebereinkommen zwischen b:n drei genannten Gesellschaften geschlossen toerben, wonach die Herstellung dieses Disco,egarnes auf einen Ort konzentriert werden soll.
* Deutsche Linoleum unternehm un- g e n A-G. — Deutsche Linoleumwerke. Die außerordentliche Generalversammluna der Deutsche Linolcumunternehmungen A.-G. beschloß die Fusion mit der Deutsche Linoleumwerke A.-G.. Auf nominelle 500 Mark Aktien der Linoleumunternehmungen entfallen nominell 600 Mark Aktien der Linoleumwerke zuzüglich 30 Mk. in bar.
* Die Münchener Anleihe. Wie von den Emissionsbanken mitgeteilt wird, sind alle Zeichnungen auf die gestern im Betrage von 300 000 Pfund Sterling aufgelegten 6-o. H.-Obligationen der Stadt München voll zugewiesen worden.
* Süddeutsche Zucker A.-G., Mannheim. Der Aufsichtsrat hat In seiner gestrigen Sitzung beschlossen, der Generalversammlung für das am 31. August abgelaufene Geschäftsjahr 1927/28 aus dem Neingewinn von 4 138 072 Mark eine Dividende von 10 (i. V. 8) o. H. auf die Stamm- und 7 v. H. auf die Vorzugsaktien zu verteilen und 1 150 072 Mark vorzutragen.
* Neue Anleihe de r Provinz Pommern. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, gibt die Provinz Pommern eine mit 8 v. H. verzinsliche, bis tpäteftens 1951 nur durch Aus- Ä tilgbare Anleihe im Gesamtbeträge von ionen Mark aus. Der Zeichnungskurs beträgt 93,25 o. H.
Frankfurter Börse.
F r a n k f u r t a. M., 7. Dez. Tendenz: schwach. Im Zusammenhang mit der Auswirkung der gehegten Befürchtungen über die Placierung der 10-Millionen-Farben-Bonds verkehrte die yeutige Börse in weiter schwacher Haltung. Die Spekulation bekundete große Unsicherheit und schritt auf fast allen Marktgebieten zu größeren Abgaben, da der sehr schwache Verlauf der gestrigen Neunor- ker Börse und der versteifte dortige Geldmarkt stark auf die Stimmung drückten. Im Zusammenhang damit sind auch verschieocnllich Ang st verkaufe zu beobachten, und and) von feiten der Bankkundschaft dürsten im Zusammenhang hiermit Verkaufs- orders an den Markt gekommen sein. Die kleinen Kursrückgänge an der gestrigen Abendbörse konnten sich an der heutigen Börse verdoppeln und erreichten erneut ein Ausmaß bis zu 5 o. H., was sich besonders am Elektromarkt stärker auswirtte. A. E. G. wurden in größeren Posten mit minus 5,5 o. H. angeboten. Grffürel lagen 4,5 o. H. und Siemens 3 v. H. schwächer. Lahmeyer dagegen etwas gefragt und 0,75 v. H. erhöht. Am Montan- martt war das Angebot beschränkt, die Kursrückgänge gingen bis 2 v. H. Für Klöckner bestand sogar etwas lebhafteres Interesse mit plus 2 o. H. Arn Farbenmarkt waren Farben mit minus 3,75 v. H. stark im Angebot. Auch am Schifsahrtsmarkt machte sich für Hapag mit plus etwa 0,5 v. H. einige Nachfrage bemerkbar. Von Autowerten waren Kleyer gut gehalten. Trotz der Fusion der Linoleum-Unternehmungen mit der Deutschen Lino- leum - A.-G. verloren letztere 5 v. H. Die Rentenmärkte lagen vernachlässigt bei nachgebenden Kursen. Im Verlaufe kam das Geschäft fast vollkom- men zum Stillstand. Die Abgaben wurden bebeu- tenb geringer, die Tendenz war aber weiter unsicher, da die Baissespekulation versuchte, weitere Vorstöße zu unternehmen. Am Tagesgeldmarkt war eine weitere Verknappung von Tagesgeld mit 7 o. H. festzustellen. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1970, gegen Pfund 20,354, London gegen Kabel 4,85075, gegen Paris 124,1750, gegen Mailand 92,67, gegen Madrid 30,03, gegen Holland 12,0750.
Bc. tner Börse.
Berlin, 7.Dez. Während man gestern trotz größtenteils schon rückgängigen Kursen von einem Tendenzumschwung noch nicht sprecyen konnte, ist die Stimmung heute ausgesprochen schwach. Man war über die Placierung der Farbenbonds und über die Auswirkung dieser Transaktion noch nicht im klaren, hatte aber von Anfang an den Eindruck, als ob die 30-o. H.-Steigerung der letzten Zeit in I.-G.-Farben vorbereitenden Charakter hierzu gehabt hätte. Heute morgen kam noch die außerordentlich schwache Tendenz der gestrigen Neuyorker Börse hinzu und die Befürchtungen neuer Ristriktionsmaßnahmen am dortigen Platze. Der Tagesgeldsatz hatte dort bereits gestern den sensationellen Stand von 12 v. H. erreicht. Die Spekulation bemüht sich, die gestern eingegangenen Engagements schleunigst glattzustellen, und da neue
Orders diesen Angeboten nicht gegenüberstanden, lagen die ersten Notierungen meist noch unter dem niedrigsten Kurse des Vormiltagsverkehrs. Naturgemäß waren die Hauptspekulationspapiere der letzten Zeit am stärksten gedrückt, während bei den Nebenwerten die Verluste über 2d.f). nur vereinzelt hinausgingen. Bemberg, Nordwolle, Dessauer Gas, Deutsche Linoleum, Rheinstahl, Farben, A. E. G., Bergmann, Licht & Kraft, Gessürel, Schlickert, Siemens und Polyphon verloren 5 bis 10 v. H. Am Montanmartt verstimmten die Meldungen von den hohen Bergarbeit-rforderllngen für Den entstandenen Lohnausfall, ferner die Nachrichten von einer wahrscheinlichen Dividendereduzierung resp. völligen Dioidendelosigkeit bei Mannesmann. Deutsche Anleihen bis 0,30 o. H. schwächer. Ausländer ziemlich behauptet, aber ohne größere Umsatztätigkeit. Pfandbriefmarkt sehr still bei gehaltenen Kursen. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 7 bis 9 v. H., Warenwechsel etwa 7 v. H. Der Verlauf brachte vorübergehend in den stark gedrückten Werten leichte Erholungen, doch war die Grundstimmung weiter sehr unsicher und die Kursentwicklung keine einheitliche. Es besteht die Gefahr, daß diese rückläufige Kursbewegung noch Material aus Kreisen herausbringen kann, die eventuell noch auf ihren Engagements liegende Gewinne realisieren wollen.
Frankfurter Getrei ,’e.
Frankfurt, 7. Dez. Zum Wochenschluß verkehrte der Frankfurter Produktenmarkt bei sehr geringer Umsatztätigkeit in ruhiger Haltung. Die Preise konnten sich im allgemeinen gut behaupten. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 v. H. Auswuchs, 22,75 Mark: Roggen 22 Mk.; Sommergerste für Brauzwecke 23,75 Mk.; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25 Mk.: Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 32,75 bis 33,25 Mk.: Roggenmehl 29,75 bis 30 Mk.; Weizenkleie 13,75 bis 13,85 Mk.; Roggenkleie 14,25 Mk. Tendenz ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin. 6. Dez. Das inländische Brotgetreideangebot hat sich gegenüber den Vortagen nicht verstärkt, da aber das Ausland wiederum mit billigeren Offerten für Wftzen im Markte war, machte der Preisrückgang weitere Fortschritte. Das vom Inlands angebotene Material von Weizen und Roggen fand zu etwa 1 Mark niedrigeren Preisen als gestern bei den Mühlen und Exporteuren, zum Teil auch zu Reportage- zwecken Aufnahme. Die zu beobachtenden Käufe der Exporteure stellen zumeist Deckungen auf vorher getätigte Abschlüsse dar. Don neuem Exportgeschäft ist nichts zu hören. Auch am Lieferungsmarkt erfuhr das Prftsniveau eine weitere Senkung, lediglich Dezemberroggen vermochte feinen Preisstand zu behaupten, anscheinend im Zusammenhang mit der Tatsache, daß die zu heute gekündigten 360 Tonnen Roggen als un- kontraktlich erflärt worden sind. Gute Weizenauszugsmehle haben nach wie vor einiges Geschäft. sonst liegt der Mehlmarkt weiter sehr still. Hafer im Platzgeschäft stetig, an der Küste dagegen bei reichlicherem Angebot schwächer. Gersten unverändert matt. Cs notierten für je 1000 kg: Weizen, märt, 206 bis 208, 'Szx 221. März 230,75 bis 230, Mai 238.75 (schwächer); Roggen, märt, 201 bis 204, Dez. 215,50 bis 215,75. März 227,25 bis 226.75, Mai 237 bis 236 (schwächer); Braugerste 218 bis 235; Futter- gerste 198 bis 205; Hafer, märt, 194 bis 202, März 224,50, Mai 235 (matter); zollbegünstigter Futtermais 209 bis 221 (ruhig); für je 100 kg: Weizenmehl 26 bis 29 (ruhig): Roggenmehl 25.60 bis 28.60 (ruhig): Weizenklcie 14 bis 14,25 (matt); Weizenkl'iemelafse 15 bis 15.15 (matt): Roggen- kleie 14 bis 14.25 (matt); Diktoriaerbsen 41 bis 50; Wicken 27 bis 29,50; Lupinen, blau, 14 bis 14,50, Lupinen, gelb, 16 bis 17,50; Rapskuchen 19,90 bis 20,30; Leinkuchen 25 bis 25,20; Trocken- schnitzel 13,20 bis 15,60; Soyaschrot 22 bis 22,60; für je 50 kg: weiße Kartoffeln 2,10 bis 2,30; rote Kartoffeln 2,30 bis 2,50; gelbe Kartoffeln 2,20 bis 2,60; Kartoffelstöcken 18,80 bis 19,50 Mt
Amtsgericht Gießen.
• Gießen, 30. Rov. Ein Angestellter der Firma ei'.es Rachbarorts pflegte, wenn er frühmorgens sein Geschäft au suchte, mit seinem Kraftwagen vor der dortigen Post zu halten, um die Postsachen mitzunehnen. und dann auf der Fahrstraße zwecks Fortsetzung seiner Fahrt zu wenden. Eines Tages ereignete sich hierbei e'n Unfall, indem ein d e S raße auf der recht m Seite herkommender Motorradfahrer w.der das Auto rannte, sich überschlug und nicht unerheblich ver
letzte. Rach feiner Darstellung wollt: er an dem Auto vorüber;ähren und war nur noch wenige Schritte von ihn entfernt, als der Auto ührer vor ihm plötzlich den Richtungsanzeiger cin- schaltele, Signal gab und gleichzeitig nach der Mitte der Straße zu einbog, um zu wenden, so daß ihn, dem Motorsa;r:r, zu irgeidwe ch:n Gegenmaßnahmen toeb:r Raum noch Zeit blieb und der Zusammenstoß un.erme.i) i I) war.Gegen den Auto.ührer wurde deshalb Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung erhoben, weil er seine Ab.icht des ilmtoenbend durch eine bestimmte Armbewe''ung od:r durch eine mechanische Einrichtung nicht rechnet ig kundge an habe. Der Verletzte blieb in t>:r heutigen Hauptver- hand'ung. deren ein Auzensch ii torauögin*’. b i seiner Darstellung. Es war aber heute auch ein bama'iger musti'ec Z .scha e:. brr den Hergang zufällig g:nau beobaft:t hatte, als Zeuge aut» getreten. Dieser b kund t? un'er einem Eide, dah der Autofahrer beim Clnstellen des Richtungsanzeigers uird Anfah en vorschri tsmäßig gehandelt habe und irgendftne Gefahr durch ein nachfolgendes Fcll;r cug nicht vorhanden g toe en sei; namentlich fei der Motorradfahrer noch eine gehörige Streck»» entfernt gewesen, so daß er bei einiger Aufm:rlsamk:it d a Rihtungsan etger so rechtzeitig hätte wohrnchmcn müs en. daß er noch die nach der Sachlage gegebenen Maßnahmen (Stoppen, Fahren auf die linke Sei.e u. dgl.) ergreifen konnte; diese hab? er aber offen* sicht ich ver äumt. So stand, da die übrigen Be- weicergebn.s e nicht wes.nt ich waren, hinsichtlich der Schul.f ag: Zeugenculsage gegen Zeugenaussage. Die des Verletzten war iannerhin insofern nicht einwandfrei, als er am Ausgang der Strafsache beteiligt ist. da er bereits ein: Ent- schädizungsk a^e gegen d.n Angrklagt:n ersto'cn hat. Dieser mußte indessen im Strafver astron. da feine Schuld nicht zweifelsfrei erwiefen. frei-* gespr ochen werden.
Kunst und Wissenschaft.
Ehrung der deutschen Alai-Turkestau-Forsch«.
Zu Ehren des bru.scheu Gesam leitend der vor kurzem mit hervorragenden wissenschaftlichen Ergebnissen beende en Alai-Expedition. W. R. Rickmers und d:s Lei.ers der al-iaistischen Abteilung der Gxpedi ion. Regierungsrats Dr. D o r ch e r. wurde aus Anlaß ihrer Rücklehr in ihre Vaterstadt Bremen dort ein Degrüßnngs- abcnd veranstallet. Ramens des Senats hielt Landesschulrat Prof. Bohm eine Begrüßungsansprache. in der er die Verdienste der Heim- gekehrlen um die Er.orfchung Zentralasiens hervorhob. Weitere Begrüßungsansprachen hielten der Vorsitzende der Geographischen Gesellschaft in Bremen. I. Lauts und der Vorsitzende der Sektion Bremen des Deu sch-österreichischen Alpenvereins. Achelis. Mit herzlichen Worten dankte Rickmers allen Rednern, wobei er gleichfalls der Rotgemeinschaft der deutschen Wissenschaft und dem Alvenverein für die zur Verfügung gestellten Geldmittel und das geschenkt« Dertvaucn feinen Dank aussprach Er gedacht« weiter seiner Mitarbeiter und ihrer überaus wertvollen Hilfe, schilderte in kurzen Worten das durchforschte Land und die Aufgaben der Expedition Borchers. Er dankte gleichfalls für den herzlichen Empfang und die rege Anteilnahme an den Expeditionserlebnissen und -ergebniffen.
Buntes Allerlei.
Sdjiffsbranb.
Im Motorraum eines in Stolzenhagen-Krah- wieck bei Stettin liegenden schwedischen Molov- schoners brach Feuer aus, b!?.s einen riesigen Umfang anzunehmen drohte. Die Stettner Feuerwehr fand das Schiff mit brennendem Oel förmlich überflutet, weil die Rohrleitung gen des Motors abgeschmolzen waren. Die Feuerwehr mußte mit Gasmasken und Rauchapparaten vorgehen. Rach mehr als vierstündiger Arbeit gelang es unter Anwendung von Schaumlöschern des Feuers Herr zu werden.
Relle Freunde.
Drei auf der Wanderschaft begriffene junge Leu^" toaren auf der Rheinchaussee zwischen Bacharach und Bingen in S reft geraten. Zwri »,er Handwerksburschen stellten sich gegen Den einen und warfen ihn, als ein Auto vorüber fuhr, kurzerhand vor das'Fahrzeug, während sie Reißaus in die Berge nahmen. Der junge Mann teurbe durch das Auto so schwer verletzt, daß er nach dem Hospftal gebracht werden muhte.
^raiihfuit a. TI | Berlin
a. 2H.
Devisenmarkt Berlin—Franks-rt
Telegraphische Auszahlung.
Banknoten.
Kurszettel der Berliner und Franksurier Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe bet zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent. Lombarbzinsfuh 8 Prozent.
Berlin 6 Dezember
Weib
Brief
itramönfdK Jiotcn
U>,Hä
I7HI
AnUnnbtfdk' 9/nten .....
167,98
168,66
?5infirtn(t6e 'Jloteit ......
41,91
21.99
Norwegische Noten. ...
111.53
111.97
Deutsch-Oesterr. ä 100 Sronen
58.82
59,06
Rumänische Noten......
-.48
2,50
Schwedische Noten......
111.78
112,22
Schweizer Noten ......
SD.62
80,94
Cvanische Noten.......
67,53
7,81
Tschechoslowakische Noten . .
12.39
12,45
Ungarische Noten
72.89
73,19
Jranfefurt a. M
Berlin
Schluh-! t-Uhr- Rur» ; Kurs
Sch.ud Kurs
Vlnjang Kurs
Datnn
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6. 12. |
7 12.
6. 12.
| 7 12
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I25.o 113.75 U2.7a
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487.0 287.3
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98 7a 106
Jrankfurt a- M
Berlin
Schiutz- fiare
1-Uhr- Kur,
Schuh- ftur»
■Ziniang Kurs
Datum
6 12-
7. 12.
| 6 12
| 7 12.
IX Dt. Letcheanleihe o 1927 »t Lill.-LblSs.-Schulv mit Sus-
87.5
-
«7.5
.2,65
52,5
loi..Aechlcn
—*
Äe#6l ohne Su«Io>..Rechte . . .
14,8
—
14,8
14,6
1% Franks. Hnp.-Bl Soldvl rm> kündbar bti 1982
—
-
-
Sideinische Hyp^Bank Clou. Solvvs
—
—
-
L-S-S abg. Dortriegr-Obstgation.. rüÄablvar 1932
—
-
-
-
4% Schweiz BunveSb.-Snl..
96,5
—
—
—
4% Oesterreichische (Soldrte.. . .
—
—*
——
4 90% Ceften Silberne.....
—
2,6
4% Oesterreich einheill. ERte. .
—
—
26.1»
—
4% Ungarische SolbNe. . .
4% Ungarische Slaattr. v. 1910
26,05
—
24.65
—
—
—
4Y,% veSgl. von 1913 . .
—
—
4% Ungarische Kronenne.. .
1.74
——
1.75
1.7
4% Eürf. Zollanleihe v. 1911 .
4% Türttlche Bagvadbahn-Aul.,
12.4
—
12.5
I2.o
12.3
12.15
Serie 1
—
—
4% vcSgl. Serie 11 - - -
—
12,6
12.25
4% üiumüucn conoert Ste. . . .
10,8
—
19,75
V/i% Rumänen Goldaul. vov 1913
19.3
—
Lllg Deunche Eilev'xchn . .
Pamburg-Ämerika Sätet ... 8
bamb.-Sübam Damvllck- • - 8
143.25
143.5
143.9
142.4
-
182
Ldnsa Dampsschsll -10
Norddeutscher Llohb • - ° lülg Teutsche Crevitanst. - 1°
40.25
140,5
183,25 H2
140
180.2o
141
139.9
Barmer Bankverein m
—
144.7a
145
Berliner Hanbelsgeiellsch- - - 12 Commerz, und Priooi-Ban! • H
<96.25
194,25
490
<96,0
-8b-<a 194.2-i
£ arm ft u Notionalban! 12
297.6
—
298-5
295
Deutsche Bant 10
U'3.5
173
174
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DiSkonto-tSelelllchast Out. - 10
164
U>4
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<63.25
Dresdner Ban! ... 10
173.9
172.2o
173,9
<72.7«
krinelbeutiche Sie bild an! ... 9
—
142
219
418
Retailban!.........8
142 7.'
143.75
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12
o34,7o
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54,75
332,5
Schluh-l l-Uhr- Rur» ! Kur»
Sch.ub K'<r»
lllniang Kur»
Damm:
6. 12 | 7. 12.
6. 12. | 7. 12
PHUwv voyinann......7
Heidelberger Ccment .... 10
Cemeni Karlstadt ...... 8 Waqh 4 Srettag .....10
Echultheir Batzenhoser ... 15 Cftroerte ...... 12
Ver. Glanz stoft......18
Bemberg ........ 14
Zellstoff Dnlbbof.....12
Zellstoff Aschaffenburg ... 12
Charlottenburger Wasser ... 7
Dessauer Gal, .......8
Daimler Mowren......0
Demag . ....... 0
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Lnbw. Loewe . ...... 10 Nai. Automobil ....... 0 Orenstein & Kovvel ..... 6 Leonhard Tietz ...... 6 Bamag-Meguin ....... 0 »rranls. Maschine» ...... 6 Gciyner ...... 11
Heuliaenstaedt ....... 0 Iungbans ........ 4
Lechwerle . ....... 8
tDldnftaftwerfe ....... 8
Mag ...... 10
Reicnsulmer ........ 8
Beters Union........8
Gebe. Roeder . ...... 10 Voigt & Haeffner ...... 8
Eüdd. Zucker . ....... 8
140 137
138
—
-
284 214
o5,5
90
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