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Warktwachr in ihrer historischen Uniform unter tem ID'.rt*! be» Trommlers auf. 4tn« Festjungsrau übergab bie neue Stabtfabne (biau-tocb. mit tem Wappen der Stadt Schallen in der Milte. die Bürgermeister Menget mit kernigen Worten de» -Hanfe*. der Mahnung unb bei Treugelobats'es w Stadt, Heimat ua- Baier- land übernabm. Ter ödang des Deutschland- hebe» beschloß bis einbitidiDDUc Feier, bie Musik unb Münnerchor mit ihren Darbietungen um­rahmten.

Mrcio 3d,ollen.

Schotten. 6 Aug Infolge lang anhaltender Trockenheit stark oerspSiet. I<ßte in den meisten Jagden erst in den ersten August tagen die Brunstzeit de» Beste» ein, die sog Blaltzet 1. em. nah überall stal sich derRehbefianb, der in der .'.Qd)trtfgegelt stark jurücfgegangen mar, ge­hoben Leider wird bk chegearbeit vieler Jagd- pichler durch Nachbarn, die alle» schießen, ma» vor die Flinte kommt, zunichte gemacht. E» wäre brin­gend erforderlich, daß auch endlich im Bogelebero, bcm Beispiel anderer Gegenden Deutschland» folgend, f) c g e r i n g e erstünden, die eine sachgemäße Pflege be» tRebbejlanbe» lohnend machten Der Bestand an Hasen ist im vergleich zu den Vorfahren Vtmtid) gui (fr wäre oder sicher »eil besser, wenn ich, die vielen Hirte nhunde die Feldsagden dauernd beunruhigten, und einen nicht geringen Teil der 3ungha|en vernichteten ___

Ib Schotten. 6. 'Zug. Die Lcoeerschaft bes Togelbbcra» ist aus naheliegenden Gründen wenig lebhaft Gang besonders macht sich in diesem 3abrt in Schotten unb Umgebung ein äu^erft (tarier Lehre rwechsel bemerkbar. Don den 27 Schulklassen be* Bezirks Schotten bekommen nicht weniger als 6 im Jahre 1928 neue Lehrer Ss mürben verletzt nach Gießen Rettor Kröll unb Lehrer 3 äger au» Schotten, nach Schot- t e n Lehrer U l r i ch aus W i che l b a ch. der vor kurzem 'Jteftor der Schottener DolkSschule wurde, nach Königftädten, KveiS Groß-Gerau, ße^ter Wcbel aus Breungeshain, nach D i l- Iert#baulen. Kreis AlSfsld. Lehrer Schaaf au» W.ngershaufen unb nach Roßdorf. KrriS Darmftabt. Lehrer A l t ans Gichelsachsrn

> Gedern. 6. Äug. Unter Dorsitz von Forstwart Ferdinand Oberheiin hielt am Samstag abend die hiesige landwirtschaft­liche Bezug»- und Absatzgenossen- schäft ihre diesjährige Generalversammlung ab. Rendant Bauer erstattete den Geschäftsbericht für das verflossene Jahr Aus diesem ist zu entnehmen, bah der getätigte Umsatz erfreu- licherweise größer geworden ist Bedauerlich da­gegen ist. daß sehr viel auf Kredit aefauft wurde, was mit den vorhergegangenen Ernte» schljahren in Zusammenhang stehen dürfte AIS schlimm wird die Zinswirtschast bezeichnet. Die Wareneingänge der drei letzten Geschäftsjahre sind folgende 192.5: 22 778.86 1926 14011,11; 1927 19 228,09 Ml Dielen stehen folgende > renautgänge gegenüber 1925 24 757,55, 192e: 14 866 77. 1927 20 832.06 Mart Der Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse war gering, da der Bedarf am eigenen Orte selbst xu groß ist E» wurden für 1.500 Mk Getreide ahgeleht, und dies hauptsächlich in Medl umgetauldit Der Warenbezug spiegelt sich in folgenden Zahlen wieder Düngemittel 4550,46. Futtermittel: 4041.80; Sämereien 825.75; Kohlen und Brikett» 2775.97. sonstige Artikel: 2863.10 Ml. Der Ge schift »gang hat sich gegen das Doriahr wesentlich gebessert Die Iahrearechnung schlicht ab mit 26 375 Ml Attiva unb 26 144 Ml. Passiva. Don dem Reingewinn werben je 50 Mk. bem Reserve­fonds und der Betriebsrücklage zugeführt, und der Rest von 131 Mk. von bem Inventar ab­getrieben. Die Witgliederzahl betrug bei Be­ginn beS Geschäftsjahres 144. cingeteeten ist 1, ausgetreten lind 15 Mitglieder, so daß die je­weilige Zahl 130 beträgt Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt und dem Dorstand sowie AufsichtSrat Öntlaftung erteilt. 4in wichtiger Punkt der Tagesordnung war die Ersatzwahl des Vorstandes unb AufsichtSrates. SatzungSgemäß schieden aus bcm Vorstand aus: Karl Fran» HL, aus dem Aussichisrat Wilhelm 3unler II. unb Ludwig 'Sieger I. Alle drei wurden einstimmig durch Zurus wiedergewählt.

'!' Au» dem l<ogel»berg, h. Lug Unsere Landbevölkerung hat dieses Jahr wieder einmal eine gute 8irfd)enernte. 2'llerdings bandest c* sich hier allermeistenum die dünnen 'Bogel- kirschen Diese sind hierzulande immer noch sehr be­liebt. und der Anbau von Ldelkirscheu schreitet nur langsam vorwart» Manche Gemeinden, wie Groß Eichen unb Ruppertenrod sind in der Anlage von 6bel!ir|d)ciihaineii mit gutem Beispiel vorangegan gen. ff» steht zu hoffen, daß dieFrankfurter", wie inan hier die edlen Hirschen nennt, die alten Bogel - kitschen mit ihren gewaltigen Baumen langsam ver­drängen. Die Wiesel, diese gefährlichen Feinde der Bogel- und Kleintierwelt nehmen auf unteren Feldern überhand. UeberaH siebt man sie auf Raub ausgehen. Ein Lanbmann gewahrte unter einem lzolzstoß ein Wiefelnest, da» mit mehr als zwanzig Dbrn non Iungbaschen auögcpolstert war. Besonders unter den jungen Hühnern unserer Lundn t. richten die Wiesel viel Schaden an. eine energische Bekämpfung tat sehr not

Kreis Alsfeld.

Nt Alsfeld. 6 Aua. Am vergangenen Frei- tag unternahmen die Bürgermeister des KrelseS Alsfeld uni«Jrübrung des KreiS- amts einen gemeinsamen A uS f lug In bie Ahön. Das Ziel der Reife war Kloster Kreuz­berg auf bei" . zweithöchsten Berge tec Rhön, dorerr Schönheiten den meisten Teiln^hnern noch nicht bekannt waren. Don Gcrs'eld auS wurde die Wanderung. nachdem ein Xeil des DegeS mit dem Postlraftwagen $urüdg:teflt worden war. be­gonnen. Bei dem aememfamen KommerS am Abend in den gastfreundlichen Räumen des Klosters, woselbst auch übernachtet wurde hielt ,ji«Gterungdrdt Strack an Stelle des dienstlich verhinderten Kreiste reftorS eine launige An­sprache während bet Horiit.enbe des Bürger­meister eereinS des KreifeS Alslelb. Bürgermeister Oelonom erat Ä o r e 11 Angenrod im Rainen Der Bürgermeister bem Kreisamt AlSfelb den

Mis'prach für das Zustand.'ommen und «e I^rtereitung des Aus lug es. Äathir-3nft>ef- tor 1) u h [. Xe db hielt einen Vortrag über die geschichtliche unb wirt chalUiche t$nt- wickumg der Rhen. Bei gemeinsamen Liedern unb manchcrle humorvollen Darbietungen ver'logen ott toenigcn Abendstunden gar zu rasch. biS gegen LL Hausordnung des Kiskers in

Während Aufstieg bei schönstem iry;"r erfolgte, versammelten sich die Teil- am andern Morgen bei einfetzendem Stimmung feinen Abbruch tat Bon Gersfeld auS wurde alsdann über Fulda.

dessen ehrwürdige Baudenkmäler besichtigt wur­den. bie Heimreife angetreten An bem Ausflug nahmen insgesamt te Per oven teil, darunter auch bie Beamten des Äretfei Alsfeld Die Teilnehmer trennten sich mit bcm Bewußtsein, nicht nur einigt schöne Stunden verlebt zu haben, sondern auch eine Menge neuer Eindrücke non Land und Leuten aus ber Rhön mitgenommen zu haben, die ihnen Anlaß gatei zu lehrreichen Dergleichen zwischen bcm bei.nut.ichen Dc-gelSbrrg und dem benachbarten Rhöngebirge. besonders auf landwirtscha tlichem Gebiete. Allgemein war die Meinung, daß derartige Ausflüge auch später wieder unternommen werben sollen

U Ober-Ohmen. 6. Aug Die*er Tage kehrte unser Geistlicher. Psarrer Guhmann. mit feiner Gemahlin von feiner Hochzeitsrei c zurück. Die Einwohner unserer Gemeinde hatten sich säst vollzählig eingefunten. um das junge Paar zu begrüßen. Die Schulünder gaben mit Fackeln den Neuvermählten das Ehrengeleit. Rach einleitenden Liedern des Posaunena)ors Unter» Seibertenrod und ber Schul linder Ober-Ohmens unb Ruppertenrods lagrüßte Bürgermeister Euler da- junge Paar im Rarnen ber Gerneinbe und deS Kirchenvorstandes. Der Gesangverein Germania brachte das Lied ,Mut:ersegen xum Dortrag. Lehrer 3ung wendete sich besonder- an die junge PsarrHerrin unb zeichnete in kurzen Strichen ihren Wirkungskreis. Dann brachte er bie Glückwünsche ber Deeetne unb befenterS deS Schulvorstande- unb ber Schuljuaenb ^um Aus­druck. Weitere Darbietungen ber Vereine vorvoll - ftänbigtcn das Programm. Mit bowcaten Worten dankte Pfarrer Gußmann für aii die Liebe, die fich in dieser Ehrung kundtat. Cr gab dem Wunsche Ausdruck, daß das schöne Derhältn.S zwischen Pfarrhaus. Schulhaus und Elternhaus fortbestehen möge zum Wohle ber ganzen Ge­meinde.

v Nieder-Ohmen, 6. Aug. Da» schon lange vor bereitete Sportfest des hiesigen

Sportvereins fand gestern und vorn? st em m unserem Dorfe statt. Trotz unfrermdlichen Wetter- nahm das Fest unter starker Beteiligung auswärtiger Vereine und reger Anteilnahme bet hiesigen Bevölkerung einen prvgrammäßigen Ver­lauf. Seinen eigentlichen Anfang nahm das Fest am SarnStagabend mit einem Fußballfreunte schaftsspies der ersten Mannschaft Rieder-Ohmens gegen die gleiche Mannschaft vom Fußballverein Steinbach bei Gießen. Ungeachtet be- RegenS halte sich aber eine stattliche Zuschauerzahl etn- Oefunbcu, die Zeuge emeS schöne:, Fußballspieles wurden, in welchem Rieder-Ohmen schließlich mit 3:1 Toren über den Vastverem triumphieren konnte. Bei Tanz und gemütlichem Deisammen- fetn fand der Abend bann einen harmonischen Abschluß Auch am Sonntag herrschte wieder schlechtes Wetter Trotzdem waren die gemeldeten Mannschaften mit einer Ausnahme »um Wett­kamps schienen, so daß gegen 10 Uhr mit den Läufen begonnen toerten konnte Die Resultate sind folgende: 3m 100-Meter-Lauf floate Reh vom Sportverem Grünberg in 12,7 Sek 400- Meter-Sieger wurde Spahn, Altenburg. In ber 4 100-Mcter-Staftel siegte d.c Mannschaft bes Grünberaer Verein- ohne Konkurrenz. Die Fußball-Vorspiele m Klaffe t. brachten fvlgerck-es Ergebnis. Groh-Felda 1 Ruppertenrod i 2:0 (Halbzeit 1:0), Flensungen I Harbach I 0:0 (durch Los für Flensungen gewonnen), Geils­hausen I Laubach II 0:3 (0:2), Riedcr-Ge- münhcnll Hopfgarten Jugend 0:2 (0:2), Mersau 1 Stangenrod I 0:1 (0:0) durch Elf­meter. 3n der zweiten Runde siegte Hopfgarten gegen Groß-Feldea mit 2:1, nachdem Groß-Felda in der ersten Hälfte mit 1:0 führte Laubach schlägt Flensungen mit 1:0 (1:0). Das Spiel Queckborn Siangenrod steht nach Deendigung ber regulären Spielzeit noch 0: 0. Kurz nach De- ginn ber Verlängerung kann Stangenrod zwei Treffer emfenben. 3m voTletzlen Spiel bleibt Hopfgarten erst kurz vor Schluh des Svieles gcgc7i Stangenrod nach harter Gegenwehr mit 1:0 Sieger. Da* Endspiel Hopfgarten I Laubach i I kommt nicht mehr zum AuStrag. da Hopfgarten freiwillig wegen der vorgeschrittenen Zeit ver­zichtet. Laubach wirb somit erster Sieger ber Klasse L, Hopfgarten ist zweiter Sieger 3n Klasse B beteiligen sich insgesamt vier Mann­schaften. Ein schönes Spiel liefern sich Stein­bach i Altenburg I. bei dem Altenburg nach überlegenem Sp^el mit 3:0 (2:0) Sieger oleibt. 3m zweiten Spie! liegt Bobenhausen I gegen Grünberg I mit 1:0 (0:0). 3m Entscheidungsspiel kämpft Bobenhausen Altenburg mit 1:0 nieder, und wird somit erster Sieger ber Klaffe B.. Alten­burg muh mit bcm zweiten Platz Dorfkb nehmen. Die Klasse A ist belegt von Laubach l, Rieder- Gemünden I. Homberg Liga. Homberg- Liga, die durch drei Ersatzleute geschwächt ist sindet tn Laubach einen eheibünigen Gegner, doch ge­lingt es ihr schließlich, mit 1:0 zu ff egen 5m GntstheidungSfpteL verliert Rieber-Gemünden nach ehrenvollem Kamvf mit 2. 0 Loren. Homberg ist damit erster Preisträger. Rieder-Gemunden er hält den zweiten Preis. Als Schiedsrichter fun­gierten in korrekter Weise die Herren Geisel, AiSfeld, Boß Altenburg, unb Otterbein. Rieder-G rniünden Am Wittag bewegte sch ein stattlicher Festzug durch die OriSftrahen nach dem günstig gelegenen Festpiatz am Ortsausgang nach Dernsfeid zu. wo bald ein reges Leben ein» fetzte RlleS in allem kann der hiclizc Sport­verein auf das harmonisch verlaufene Spiel stolz sein.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

*8* Hörnsheim. 6. Aug. Dte Woh - nungehautätiflleit bewegt fich In den letzten 3ahren in unterem Orte nur in bescheide­nen Grenzen. Während im vorigen 3ahre nur ein Wohnhaus am DoriauSgang nach Lützel!inhen erbaut wurde, hat man in diesem 3ahre hier auch nur einen Reubau errichtet, icdoch wird zur Zeil am Dodautgcng nach Hochelheim ein größeres Wohngebäude für den hiefigen Arzt. Dr. Erler. erstellt. 3n der vorigen Woche wurden wie­derholt aus bem Ganen eines hiesigen Einwoh­ners nachts Wäschestücke gestohlen. Da auch in der Rachbargcmcind« Groh-2icchtenbach in letzter Zeit derartige Diebstähle vorgekvmmen Und. ist eS nicht auSgeschloffen. daß es fich um dieselben Personcn handelt. Die polizeilichen Rachfvrschuvgen über die Täterschaft sind im Gange.

- Aus bcm Kreise Wetzlar. 6. Aug. Die Zahl der Erwerbslosen im Dez irre des Arbeitsamtes Wetzlar h<u im Lause des Monats 3uH eine beträchtliche Steigerung edahren. Während zu Beginn deS WonatS in der allgemeinen Erwerbslosensürsorge 281 Haupt- nnterstutzungsernpfänger mit 144 Frauen unb I

255 Kindern als Zuschlagsempfängcr vorhanden waren betrug die odfel ber Unterstützungseuip- längtr am Ende be» Mvnai» 3uli 312 Haupt- unteritützungsempsänger 144 .Frauen unb 271 Kinder Hiervon enifallcu aus die Stadl Wetzlar 88 Hauotur.terstüyungscmpfänger. 26 Frauen unb 49 Kinder auf die Landgemeinden be# Jtm- le* 177 Haupianterstützungsempiänger 94 Sraueix und Isä Kinder und auf die zu dem Bezirke be* Arbeitsamtes gehörigen Gemeinden de» Krelfes Biedenkopf 47 Hauptunterftühunge- empfänger. 24 Frauen und 53 XinOer Du* .zahl d.r Gnde 3uli au» ber öffentlichen Srwerv»- lolenfüdorg« belchAstigten Rotstanbsarbei- I e r betrug 20 welche sämtlich tn ber Stadt Wetzlar beschäftigt wurde'. 3m Gegensatz zu der Steigerung tn ber Erwerdsteuttziffer ha« dte Zahl der ÜntcrHür.ten tn der Ärllenfürforgc einen Rückgang erfahren. Hier waren zu Ende des Monat* 3ult 17 Hauptuntcrstutzung»- empfängtr. 10 graut« und 15 Kinder, vorhan­den, gegenüber 49 Houptunterstütztingsempfän. gern. 38 Frauen und 54 Äinbtm zu Beginn des Dlonats Don dftfen entfallen auf dte Stadt Detzlar 8 Hauptunierstünungsempfänger fünf Frauen unb 5 Kinder, auf die Landgen einden be*^ Kreifes 9 Hauptunterstützuiigsempfänaer. 5 Frauen und 10 Kinder, wahrend tn den Die- dettkopffchen Gemeinden keine Unierftülungecmp» länger vorhanden waren. Die Zahl ber Ende 3uli auS der Krtsenfürforac beichäftigten Röt­st atidsardt »ter betrug 4. die sämtlich in der Stadt Wetzlar beschäftigt wurden. - Der Kur - I u S zur Ausbiloung von Hanbar - beitslehrcriunen für die Dollsichulen un­sere- Kreise- in der ehemaligen Herberge zur Heimat am Äommartt kamt, wie die Krei-Ver­waltung mitteilt, wegen Erkrankung der Krel-- handarbettslehrertn Müller (Wetzlar) in dem voraeseheneu Zeitraum nicht stattsinden und wird voraussichtlich nunmehr am 3. September beginnen. 3n Raudom ereignete sich dieser Tage ein Derkehrsunfnll der glück- licherweise keine Opfer an Menschenleben for­derte. An einer unübersichtlichen ©trapcnlreu- »ung fuhr ein Personenauto in einen entgegenkommenden Pferdewagen. Del dem Zusammenstoß durchstieß di* Wagen­deichsel die Windschutzscheibe des Kraftwagen», wobei her Wagenführer Schnittwunden er­litt. Der Allciscnhäiidler Stein aus Long- GönS wurde von beiden Fahrzcugeit a >i ge­fahren. jedoch erlitt er nut geringfügige Quetschungen.

Sill freie.

bl. Dillenburg. 5. Aug. Lui ber Scheider Laiidstraße stieß ein Wotorradfahrer gu* Sinn, der einen Beifahrer auf bem Soziussitz hatte gegen ben Wagen ber Drauerci Haubach iDillenburg). Der Fahrer würbe becmaßen schwer verletzt, daß er balo darauf verstarb Der Mitfahrer kam heil davon, da* Rad wurde starr demoliert.

bl. Zwingenstein rAhrlal), 5. Aug. Am vergangenen Sonntag wurde da* den gefallenen Helden der Gemeinde errichtete Ehrenmal in feierlichster Weise enthüllt.

Amtsgericht Gießen.

Dießen, 31. 3uli. Wegen verschiedener Aeu- Iterungen. die auf bem älrnweg über den Ehe­mann ber Angeklagten im Ort bekannt geworden waren, stand eine Frau auS Lollar segcn Übler Rachrebe unb verleumderischer Beleidigungen vor Gericht. Die Angeklagte versuchte, den Wahr­heitsbeweis zu führen, daß ihr die Ebe trau des Privatklägers, die baS energisch l^eftrltt. tat- sächlich bie erwähnten Mitteilungen gemacht hat Der Wahrheitsbeweis mißlang jedoch oollkvm- r. ciu Auf der anderen Seite erachtete das De- richt den Tatbestand der Verleumdung für nicht gegeken. Die Angeklagte würbe daher wegen üblerRachreb« zu einer Geldstrafe von 5 0 Dlark unb zu den Kosten des Verfaß- r < n e verurteilt. Don der Anklage der Ver­leumdung wurde sie freigefprochen.

® i <6 en , 3. Aug. Ein Provifimwvertreter halte Waren, bie et ahzuliefern hatte, nicht ab­geliefert. foabtm anderweit darüber verfügt und den Erlös für sich verbraucht. Weiterhin hatte er. ohne »um Znkaffo ermächtigt zu fein, von Kunden Geldbeträge cmkassiert und nid>t abge­liefert. Er wurde wegen 11 n treue, Unter­schlagung und Betrug- zu einer Ge - famtgtfängnltflrafe von einem M o» n a t verurteilt.

Bncskasten der Xeuaffion.

(Becht»gutachten sind ahn» LerbindNchkeit der Schrfstleitung )

Darf man zu rohem Vl»sl wasser irinken?

Diele Frage wird auch von Aerzten nicht enchZtlich beantwortet. Es ist wohl so. daß bei ntebt fo großen Obftmengen und nicht 3" großen Wassermengen. wenn man an beide Wengen gewöhnt ist. -- der gemeinsame Genuß keinen Schaden bringt. Rich: gut ist es aber überhaupt schon. wenn zuviel Obst auf einmal genoffen wird, ohne daß sich der Körper allmähl-ch daran ge­wöhnt Hai. Der Magrn kann dadurch eine lieber- dehnung edahren, h;c Dütigteit der Darmes überlastet werden. Man begeht der. Fehler zu­weilen, wenn eine neue Obst an wieder auf den Markt kommt. Die meisten Verdauungsstörungen »ach Obstgenuß namentlid) bei Kindern beruhen nicht auf r^rborbenan ober unreifem Obst, son­dern auf einem Uebermaß Wird nun dazu noch Wasser genossen, so steigt die Ueberdehmung des Mogens. Gerade Versuche ber neuesten Zeil haben erkennen la daß Obst bei Wasserzusatz

eine hohe Oue big feit besitzt, allo bae

WaNer aussaug: . abet noch mehr an Umfang

zunmunt. Dos g; vor allem für Kidchen, in? bei rcuViche^n Wa,,erzusay um 70 diS 100 Pro -ent cm Umfang zunehmen, unb für Stachel - beeren, weniger iagcj?:'. für Aepfel unb ähnliche Obftarten. Zu Kirschen urtb Stachelbeere. wird man daher besonders keine große or t Wolter- mengen genießen. Mäßiger, auch gteia^eihger Genuß von Obst und Wasser kann jedoch be; sonst «sundenTettkiuungeorgancn fernen Schaden bringen.

Dr. W. Sch.

Äinctahitoficr unb Diätkuren.

Es wird die Frage gestellt, oh durch d'e Fettenl hallung in ber Äarwbaber Diät bie an gestrebte Ab­magerung beschleunigt werben soll, ober ob sich Fett physiologi'ch nicht mit den karlsbader Äurmüteln verträgt Letztrrcs ist nicht ber Fall Eine Äarlsbaber Trinkkur wird jedoch nur (Erfolg haben, wenn auch

die Lebensweise auf ba» angeftrebt« Ziel Bedacht nimmt, unb so »st die ng in tkr

Führung bei Ktumgirungskuren unbebingl «forder­lich ä» gibt ander, Zwecke »on Irinlfuren, auch mit Äarl*aber tttefier, bie den Zusatz von Fett ebne Schaden zuiasien Unecrbürgten (ierudjlen zufolge lollcn auch manch« Äarlebabei Dulder, denen offiziell herum" oster schon Butter, Lchlagrahm und andere fehbaltlee Nahrungsmittel reichlich beschulst habe i Wenn sie bann auch zum Mummet chree Ärzte» unb zu ihrem eigenen Urstaunen nicht an Utewicht ab- genommen haben, |o sind sie deshalb doch nicht ge­storben. sondern »echt sro'nich geivesen kluch bei Mineralwätlern, die ab Tas.lwasser gelten, ist eine fettarme Diät nicht erforderlich. e» sei denn, daß diese au» bestimmten anderen Gründen angeordnet ist Man kann sie auch bei fetthaltiger Kost dem Dürft entsprechend in beliebiger Menge trinken.

Dr. W. Sch.

B. R. Städtische Spielplätze. 2ßtr haben von Ihrer Einsendung mit Sntcreite Wennlnie genommen unb behalfen uns vor. In nächster Zeit von un» au» auf die Angelegenheit ausführlicher eingigchen

y. 100. Rentenoerficherung Wir bedauern, aus anonyme Anfragen grulidsagttch keine Auskunft er­teilen zu können

TH. k. In S. 3brc Fraae kann generell von hier aus nicht beantwortet werden. Die irniftheibung kann nur von Fall zu Fall auf Grund be» $ 2 de» Beich» mietcngektic^ erfolgen 3m allgemeinen kann eine Erhöhung mit voraiiefichtlichem tfrjohi beantragt werden, menn die derzeitigenJÄktnrrbiUni||e von den Vorkriegsvcrhältnlssen erheblich abweich' i».

Büchertisch.

Der fülle K a m p f. Roman von 3o van Ammers-Küller. Deutsch von Elfe Otten. Verlag Grethlein ä Eo. Leipzia. geb. 5,50 Mark (278.). Es ist der stille und aufopferung-volle Lei­densweg einer Frau in der Obe. den die hollän­dische Dichterin hier schildert, ein Buch au« dem Alltag, dessen Geschehen und heimliche Tragik eines der erschütterndsten Dokumente der Frauen­psyche ist. T ch dem schnell berühmt aewordenen Roman der ^ersasserin.Die Frauen der Coorn- velts". gibt diese in dem jetzigen, mit starkem Temperament und großer Begeisterung ge­schriebenen Roman einen neuen, wichtigen Bei­trag zu dem ernsten Thema der She Es ist ein lehr eindrucksvolles, aber doch wohl nicht in alle Tiefen der Ehe führendes Bild, ba-* man in diesem Rrman vor sich hat. Jedoch muß man Rn al» ein er'chatterndeS graue..

au* dessen Erzählung namentlich der Mann reiche Lehre ziehen kann unb muß. wenn er seine Frau neben sich nicht seelisch verkümmern lassen will. Ein kehr gute» Bud), bem man weiteste Verbreitung wünschen darf.

Mi-ischafi.

Auslandanleihen und BaweSplan.

Die Aslgsnetne Deutsche Epedit-Anstalt schreibt m »hrem W<*chenbericht u. a.:

GS bat sich erwiesen, daß der Versuch seh untg, für blc Beurteelung ber Untschen LeistungSi hifl- leit iin Sinne des DaweSplans eine einwand, reie wirtschaftliche Grundlage dadurch zu finden, daß man dte bisherige rechnerische Ausbringung ber Zahlungen lediglich durch Auslcmdanteihen mit Hilfe einer burd,jrdfenbeu Einschränkung wenig­sten- der Sff<?ntlich.'n Anleihebegebung tm Aus­land zu unterbinden sich bemühte Denn mit Rocht macht die Handeiskammer Düsseldorf dar­aus aufmerksam, daß .trotz bet Konjunkturab­schwächung d c arohe Kapitalbebad der Wirt- Haft anyäl' unb baß trotz aller Bemühungen, die Vcrf chi .l d t.ug an das A es land e mzubüinmen, im ersten Halbjahr 1928 nicht weniger als 1,15 Milliarden Work durch AuSIandanleihen aufge­nommen wurden gegen nur 300 Mill. Mark inner­halb der gleichen Zeit des Vorjahres". 3n diesem Zusammenhang muß man sich erneut gegen die AuSsührungen von GP. 2 uld wenden, der aus feinen Kenntnissen und Erfahrungen als früheres Mitglied ber ReparativnSkomrrnssicnr die Be- zahtun,^ der Reparationen aus AuSlanbanleihen alS eine natürlich bedingte unb firumzirchnlsch selbst für die Dcucr stets mögliche Erscheinung aickchen zu müssen glaubt, ohne bem Grundsatz Cbeltuim einzuräumen, daß auch di« rein technische Abwicklung des Internationalen ZahlungslxrtehcL vo:> rein wirtschaftlichen Vorgängen abhängig Mcibt Denn, wenn man auch vielfach die gegen- toärttge Geld'^erknappung m den 1102. in Ver­bindung mit den Bödeneceignissen und ücr Dis­kontpolitik der Federal Reserve-Banken in ge­wissem Sinne als künstlich hervorgeru'en ansehen möchte, so läßt doch andererseits die Bewegung der sogenannten monetären Goldvorräte während der ersten sechs Monate 19A erfennen. daß für fcie USA in theter Zeit mit 1.2 Milliarden Mark recht erhebliche Doldabslüffe zu verzeichnen waren. Vergegenwärtigt man sich weiter, daß nach den Atrnaben der amerffanl>chen Zahlungsbilanz im 3ahre 1927 bei einer auf nur etwa 2 Milliarden Dollar geschätzten zusätzlichen ameriteunschea Kapi­talbeteiligung im Ausland gleich-eilig rund eine Milliarde Dollar auSländffchen Kapitals in den USA. neu investiert wurde,.. Io erscheint begreif- l-ch. baß die Kreditbereitschaft unb die Kredik- freudigkttt der USA. schon jetzt Grenzen f inten lönnten. Hiitzu kommt, daß bie Vereinigten Staa­ten sich immer stader nicht nur auf Fertigwaren- cxpori mnstellen. 1 erntem m gleicher Weise ge­nötigt inb. ihre Rohstoffeinfuhr wesentlich zu steigern. Man kann sich nun sehr wohl vorstellen, daß rnöglteixrweis« in nicht zu ferner .zeit die Beziehungen RorbarnerUas zu Südamerika unter stärkerer Ausschaltung Europas einen noch weuer­gehenden Ausbau erfahren, weil hier die 2r- gäraung zwilchen Fertigwarenetportgebiet und Rohstoffübedchußlöndem am günstigsten ist DeS- v2fb muh man den gegenwärtig wiederholt »je* äußerlen Hoffnungen auf Abbau ter amerika­nischen Hochschutzzoflpoiftik mit einer gewissen det^ begegnen Entscheid end bleibt, wie lürz- U4> von amtlicher Stelle offen ausgesprochen tourte daß d' wichtige Ernfußr von Rohstoffen, bte heute rund 65 Prozent der amerikanischen GÄamteinsuhr '7usmacht, schon jetzt im wesent­lichen zollfrei ist

1 Die Komm unen und bie A u S f p er- i ung in der Metallindustrie. Am Montag sand in Dillenburg eine Hart besuchte teoaserenz ber Buraermeister des Äreffes Dillenburg statt, die u o. auch Stellung zu der Aussperrung in der Me-