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Möwe im Sturm

Vornan von Sophie Kloerß.

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Vorrede geleitete er Marlo tu einem Salomongcn Herrn Sieoerfen geöffnet wurde eie tr. <

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Mit kurzem Befahl miet- der Fürst die ganze ®c|eU|d)Qft hinaus, nur die Wirtin stand noch einen 2lugcnulkf neben dem Bett, murmelte einige beruhigende Worte, bann ging auch |te.

Was wollte sie noch?" fragte Elena müde.

Dummes Weib. Das kann nur von sich au» urteilen. Sie meint, deine Ohnmacht hätte einen zarten Grund." Berget Wladimirowitsch kehrte sich brüsk ab.

O nein," sagte Elena.D nein. ff» ist nur die Hitze. Sonst nichts. Um Gottes willen nein, das wäre ja auch schrecklich."

In unserer Lage das Törichteste, was du an- stellen könntest. Aber reden wir nicht davon. Mor­gen werde ich sorgen, daß bu in eine anbere Um­gebung kommst."

Sie tat, als wollte sie schlafen. Aber nährend die Lider über den Augen lagen, sagten bie Ge­danken. Da» war doch nicht möglich Daran hatte Ile doch nie mehr gedacht, seit vor acht Jahren ihr kleiner Sohn, kaum sieben Monate alt, von ihr ge­nommen war. Da» wäre da» Schlimmste in ihrer jetzigen Lage! Und Sergei würde außer sich sein. Nein, alles nur bas nicht!

X A l l e n d 0 r f (Lahn), 6. Aug. Nachdem die Feldbereinigungsarbeiten in hiesiger Gemarkung beendet sind, läßt 'ich zusammen- fassend feststellen, daß diese einem Teil der Grundbesitzer erhebliche Dorteile gebracht hat. Durch die Zusammenlegung in größere Parzellen ist eine Bearbeitung mit landwirtschaftlichen Ma­schinen besser möglich, als bei den früher zer­streut liegenden kleinen Grundstücken. Der Bvr- teil, daß jede Parzelle jetzt von einem Zufahrt- weg erreicht werden kann, ist nicht zu unter­schätzen, wenn auch nicht unerwähnt bleiben soll, daß verschiedene neue Wege, im «Gegensatz zu früher, wegen der großen Steigung mit Lasten nicht zu befahren sind imb Ilmwege nötig wer-

1 Die Aufschließung von Baugelände ergibt sine reichliche Auswahl in Bauplätzen in jeder beliebigen Größe und Güte, so daß Baulustige bei Erwerb eines Bauplatzes kaum in Berlegen- heit kommen. Dicht unerwähnt mag bleiben, daß die Ausweisung eines größeren Sportplatzes oberhalb der Triebstrahe an die Gemeinde, für dies« eine sehr kostspielige Sache wird. Die Her­richtung des im Gefälle liegenden Terrains zu einer ebenen Fläche verursachte schon durch grö­ßere Planierungsarbeiten einen Kostenaufwand von mehreren tausend Mark, während bis zur gebrauchsfähigen Herstellung noch ein ähnlicher Betrag erforderlich wird, welche Lasten für die Gemeinde kaum tragbar sind. Denjenigen Land-

Ais Maria aus den Bahnhof Friebrlchstraße kam Ihre Hoheit gab ihr da» Geleit, ftanb dort Herr ÄoUmann und hatte neben sich einen mage­ren Herrn in mittleren Jahren, dem man es nicht ob er noch blonb ober schon

Germanen" in Betracht gezogen werden. 3m Rückspiel aus hiesigem Platz sollte es ihnen mag- lich sein, das Resultat zu korrigieren.

Die Dritte überfuhr die Erste DaubringenS mit nicht weniger als 13:0. Das ungewöhnlich hohe Resultat entsprach insofern nicht ganz dem Spiel­verlauf, als Daubringen das Dressen einiger­maßen offenzuhalten verstand. Die Angriffe der Platzmannschaft waren jedoch im Gegensatz zu dem planlosen Spiel der Gäste gut durchdacht und ließen die Erfolge als selbstverständlich erschei­nen. 3n bezug auf Ballbehandlung und Stel- lungsspiel war zwilchen beiden Mannschaften ein bedeutender Klassenunterschied vorhanden.

Gießener Tennisklub 1922 e. B. Tennisklub Bad-Nauheim 12:11.

Der Gießener Jttub hatte am Sonntag zu dem Klub-Wettkampf gegen Bad-Aauheim nur drei Herren der Sonderklasse, Ki . chner. Dr. Fischer und Dr. Schopp er aufgestellt, die übrigen fünf Stellen dagegen mit A- bzw. B- Klaftenfpielern besetzt sodaß der Sieg erklärlicher- weife etwas knapp aud,eilen mußte. Außer den genannten Herren der Sonderklasse waren noch S ch ü h l e r und Sngifch siegreich. «Fischer, v. G r o I m a n und Köttgen verloren ihre Einzelspiele. Bei den Damen schlug Frl. Ke m p f f. Gieren, ihre Gegnerin Frl. Schmidt nach hartem Kampf in drei Sähen, leichter erkämpfte Frl. Kuhlmann den Sieg, während Frl. Berg, Fr. v. Stockhausen, Fr. Lütt­mann und Frl. Stuckrath sich geschlagen be­kennen muhten. Das erste Herren-Doppel Kirch­ner Dr. Fischer wurde sicher, das erste Mixed Fr. v. Stockhausen -- Kirchner in drei Sätzen von Gießen gewonnen, die anderen Doppels gingen teils an Gießen, teils an QZau- heim. Ty.

ann dürfen mir auch nb Pläne denken, an ein Meine» Segelboot

sehen. Hier war es Wielcck, daß die größere Spiel­erfahrung besaß und sw das Spiel mit 4:1 für fid, entscheiden tonnte. Das für den Abschluß der Vor- anftaltung vorgesehene Fußballspiel Wieseck l. gegen Gießen L mußte ausfaUcn, da Gießen Unverstand- licherweije in letzter Minute abiagte.

Wetzlar L Naunheim L 0:5.

Vie voraus gesagt, konnte Naunheim auch dieses spiel für sich enllcheiben unb so bie Spitze der Ta­belle für sich erobern. Zum Spiel.Jtad) Anstoß entwickelt sich ein flottes spiel. Naunheim, mit dem Wind im Nucken, drückt stark, doch will es ihm nicht gelingen, die sich tapfer wehrenden ffinheimi- scheu zu überwinden. Nach 30 Minuten erst gelang es den Gästen, zum ersten ffrfolg zu kommen, dem sie bis Halbzeit noch drei weitere einfügten. Nach Seitenwechsel ist das Spiel oertcilt Einmal nur noch gelang es Naunheim zum Erfolg zu kommen und so mit 5:0 als Sieger den Platz zu verlassen.

Jliebcrgkme» I.Leun I. 4:4.

Der Neuling Niedergirmes halt? fick Ceuns 1. Mannschaft verpflichtet Zwei gleichwertige Geg­ner treffen hier aufeinander. Abwechselnd liegen beide Gegner in Front. Als Niedergirmes das Re­sultat auf 4:4 stellt, fällt Leun auseinander und bncht unoerständlicherweile das Spiel ab.

©rohen-Cinben 1. Jugend AUcndors Jugend 3:0 (1:0).

Beide Mannschaften zeigten ein schönes Spiel, bei dem Großen-Linden Sieger blieb.

Ein neuer Mön-Höhrnrekorö.

Lpd. Fliegerlager Wasserkuppe, 6. Aug. Bei den Scgelf lügen am Montag ge­lang es dem in letzter Feit stark an bie Oessenllich- feit getretenen Diener Segelflieger Kron selb einen" neuen RhönHöhenrekord aufzu­stellen. Er blieb 3 Stunden 2 Minuten in der Lust und erreichte dabei eine Höhe von etwa 540 Meter.

Das Spiel 1900 3. Sugenb aeaen Lechgestern 2 Jugend fiel den Ferien zum Opfer, da zur: Zeit säst die Hälfte aller Jugendlichen und Schuler der Spielvereinigung 1900 verreist ut.

Sine kombinierte Schülermannschaft weckte eben­falls in Droßen-Buseck. Unentschieden (1:1) gegen Großen-Busecks 1. Schülerrn<um,chast ist em Achtungsecfolg, denn bei den Gießenern standen eine ganze Anzahl Spieler erstmals in einer Fußballmannschaft. Bis zur Pause führte 1900 mit 1:0, mußte sich dann aber den Ausgleich ge- f allen lassen.

Die Spiele in Großen-Buleck standen unter der einwandfreien Leitung des Schiedsrichters Phi­lipp vom Platzverein (früher B. f. B. Gießen), der kürzlich nach Grvßen-Buseck verzogen ist.

D. f. B.

Liga Rückingen-Langendiebach 3:4. Dritte Daubringen 13:0.

A. H. A. H. Germania Marburg 2:2.

Daß die Ligamannschaft gleich ihr erstes Spiel nach der Sperre verlieren mußte, ist zwar nicht gerade erfreulich, braucht jedoch keineswegs als schlechtes Omen für die kommende Zeit betrachtet zu werden, da die Slf im allgemeinen eine recht gute Gesamtleistung bot. Sin Unentschieden hätte dem Spvelverlaus eher entsprochen als das 3:4- Besultat. zumal der Gegner das siegbringende vierte Tor aus klarer Abseitsstellung heraus er­zielte. Menn sich auch noch einige Schwächen, be­sonders in spielkultureNer Hinsicht in der Gieße­ner Els zeigten, wie zu hohes und ungenaues Absptcl und schlechtes Stellungsspiel der Sinter­leute, so darf man trotzdem sagen, daß die Mami- schast einen wesentlich besseren Eindruck machte als in ihren Spielen vor der Sommerpause. Bor allem war sie mit einem lobenswerten Giser bei der Sache und kämpfte auch dann noch mit aller Energie (im Gegensatz zu früher), als sie ins Hintertreffen kam, und führte ihr Spiel fair durch. Kurz nach dem Anstoß gelang es B i n g e l. mit plaziertem Schuß das Führungs­tor für seinen Verein zu erzielen, dem jedoch we­nig später durch Elfmeter der Ausgleich folgte. Welcher Dpielvorgang den Schiedsrichter zu die­ser reichlich harten Entscheidung veranlaßte, konnte von außen niemand beobachten. Aach ver­teiltem Feldspiel, in dem Gießen durch seine durchdachten und forsch vorgetragenen Angriffe recht gut gefiel, konnte es eine der gut heraus- gcarbetlclen Torchancen durch Fehling erneut zum Führungstreffer auSnutzen. War bis dahin B. f. B. eine Kleinigkeit besser gewesen, so drehte sich nun bas Blatt, und die Gaste waren es, die ein kleine« Plus hatten, daS noch vor der Pause im nochmaligen Ausgleichstor zum Ausdruck kam. Auch nach dem Wechsel war Aückingen-Langen- diebach eine Zeitlang leicht überlegen. Gießen hielt trotzdem das Spiel vollkommen offen, ver­mochte jedoch nicht zu verhindern, daß der Geg­ner in kurzem Abstand zwei Tore schoß. Aus das erste war Böckler nicht gefaßt, mit etwas mehr Geistesgegenwart hätte er es bei seinem sonstigen soliden Können verhindern müssen. Das zweite hatte wegen Abseits nicht gewertet werden dürfen. Bon jetzt ab ging B. f. B. mehr aus sich heraus und spielte vsfenstver. Während die Tor- iatte einen greifbaren Erfolg der Platzmannschaft verhinderte, ergab die sichere Ausführung eines Elfmeterstrafstoßes durch Henrich das dritte Tor für B. f. B. Auch hier war die Entscheidung des sonst korrekt und doch großzügig leitenden Schiedsrichters SnderS (Sp.Bgg. 1900) ent­schieden zu hart. Daß er dagegen bald darauf Sn offensichtlich absichtliches Handspiel eine» GpielerS der Gäste in deren Strafraum übersah, war zu entschuldigen, da in diesem Augenblick hie Aussicht versperrt war. Zu weiteren zähl­baren Erfolgen Gießen« reichte es nicht, so daß das Schluhresultat 4:3 für die Gäste lautete, denen ein Gesamtlob gebührt für ihr frisches, ruhiges und vor allem sehr faires Spiel. Zusam- mengefaht darf gesagt werden, daß man mit dem gebotenen Sport zufrieden sein konnte.

Die Alte-Herrn-Mannschaft war von der Ql -S) /Bereinigung der MarburgerGermania" anläßlich ihres Siistungssestes zu einem Freund­schaftsspiel eingeladen worden. Wenn die alten B. f. Ber geglaubt hatten, sie könnten ihren Sie- geözug auch in Marburg fortsetzen, so wurden sie dort eines anderen belehrt. Sie stießen auf einen unerwartet starten Gegner und mußten trotz chrer guten Besetzung zufrieden sein, mit einem 2:2-Ergebni- davon zu kommen. Allerdings muß hierbei auch der ungewohnt kleine Platz der

Handballabteilung Turnverein Großen-Buseck.

To. Großen-Vuseck I Io. 1846 Gießen I 5:1 (4:0).

Am Sonntag trafen sich obige Mannschaften zu einem Gesellschaftsspiel in Großen-Duseck. Wit dem Anstoß entwickelte sich ein lebhaftes Tempo, und man konnte feststellen, daß Grohen-Duseck schneller am Ball war als 1846. Streng durch­dachte Angriffe führten dann auch zu obigem Halbzeit-Resultat. Sn der zweiten Spielhälfte war das Spiel verte.lter und Gießen machte einige sehr schöne Durchbrüche, die dann mit dem Ehren­tor gefront wurden, wahrend Großen-Buseck. durch den Wind start behindert, nur mit einem Tor erwidern konnte. Ttotz der Niederlage kämpfte Gießen mit allem Eifer bis zum Schluß und 'erwarb sich Sympathie bei Spieler und Publikum. Schiedsrichter Seipp leitete gerecht.

Arbeiier-Turn- und SporLdund.

Am vergangenen Sonntag sand in Wieseck auf dem dortigen Walbsportplatz das diesjährige K i n - berturnen statt Bereits am Sonntagoormittag fand sich eine stattliche Kinderschar im Bereinslokal des Wicfecker Vereins ein, um von dort geschlossen nach dem herrlich gelegenen Sportplatz zu ziehen. Wohl war das naßkalte Wetter nicht einladend und hatte auch eine große Fahl Teilnehmer veranlaßt, der Veranstaltung fernzubleiben, trotzdem ent­wickelte sich bald ein reges sportliches Leben. In einem Vierkampf (Kinder von 12 bis 14 Jahren und unter 12 Jahren getrennt) maßen Knaben und Mädchen ihre Kräfte. Fröhliche Gesichter und Helle Kinderstimmen lockten manchen Sonntagsspazier- gängcr zum Platze hin. Auch die Leistungen waren zufrtedenstellend. Im Weltsprung für Mädchen wür­ben 4,40 Meter, im Ballweitwerfen für Knaben an die 60 Meiergrenze erreicht. Nach Beendigung der Wettkämpfe zogen bie Kinder zurück zum Ort, wo sie von gastlichen Familien gespeist wurden. Nach der Mittagspause ging es abermals unter Führung eines Trommler und Pfeiserkorps zum Sportplatz. Noch dem Aufmarsch zu den Freiübun­gen hielt der Dektreter des Kreiskinderturnausschus- |es eine Ansprache, ermahnte die Kinder, stets ihren jugendlichen Körper durch Leibesübungen abzu­härten, um im späteren Leben als gesunde unb kräftige Menschen zu bestehen. Nach der Ausfüh­rung der gut gelungenen Freiübungen, sorgten Neck- unb Singspiele, Tauziehen und Medizinballspiele für abwechslungsreiche Unterhaltung. Ein Schüler- Fußballspiel WieseckFellingshausen bildete den Schluß der Kinderveranstaltung. Auch in diesem Spiele konnte man vielversprechende Leistungen

arau war. ffr stellt« ihn vor als feinen Sekretär. Herrn Sieoerfen. der sich ein« Ehre barau» machen Reis« alle Wünsche de» gnä- erfüllen. Unb ohne längere

Ich bitte dich, liebes Kind, es ist eine so groß« Freundlichkeit non unserem lieben Freund' Maria horchte aufunb er wünscht so sehr" Sie sah Sollmann an.

Der fuhr in seiner ruhigen, bestimmten Weise fort:Der Wagen steht feit bret Monaten bereit für mich. Eigentlich eine Reklame meiner Gesell­schaft. Unb ich ziehe bas unauffälligere Fahren in einem Abteil ber Bahn vor. Sic würben mich zu .iiißerordentlichem Dank verpflichten, wenn Sie ihn für die Reise benützen wollten, gnädiges Fräulein. Ich bars bann berichten, baß unser Pullmanwagen über den halben europäischen Kontinent ge­fahren ist."

Was sollte sie tun? In diesem Augenblick die Reise verweigern? Wurde es ihr nicht so mund­gerecht gemacht, daß sie kaum anders konnte, als die Ausmerksamkeit annehmen?

Maria trat an das Fenster und neigte sich hin­aus.Es ist bas erstemal, daß ich Reklame fahre, Herr Genoralbircktor. Hoffentlich mache ich Ihrer Bank Ehre." (Ein freundliches Grüßen, sie trat zu­rück, draußen schlugen schon die Schassner mit den Türen, und ine Hoheit Wetterte eilfertig wieder auf den Bahnsteig.

(Eine ganze Weile stand Maria unb sah den 3rauen Häusermassen nach, wie sie am Fenster vor- berglittcn, sah hinunter in bie staubigen Straßen, spürte den ersten FrühUngswinb um Den jagenden Jug unb rvachte langsam zur Freube auf. (Es ging bod) noch einmal zur Schwester! Unb wenn sie zu- rückkam

Gott sei Dank, baß bie Hoheit nicht» wußte von dem Brief, ber vor zwei Tagen in ihr Staus ge­kommen.

,Jlur nodi ein wenig Gedulb, meine holde Möve, bann ist Dein Nest am braulenben Strom bereit für Dich. Ich hab es mir von einem alten Seebären erstanden Es liegt ganz auf ber Höhe im SüUbcrg. hat vier Stuben unb zwei Kam­mern unb euren ihöllischen Flur, unb «in Atelier oben im Giebel. Da sieht men über bi« ganze stolze Qrlb? bin unb ahnt hinter bem blauen Femenbunst bie herrliche See. ff in paar Jahre werb ich tüchtig

große Arbeitssäle unb auf bem Boden neben einer schönen Hausmeisterwohnung die erforderlichen Trockenräume aufweist.

Mrcie Ariedberg.

Wobnbach. 6. Aug. Die Arbeiten am Hochbehälter deS Schwelkraftwerks Wölfersheim in der Flur .Am Höchstan" schreiten gut vorwärts, so daß mit der Fertia- stellung in einigen Wochen zu rechnen ist. Groß« Schrvicrigkeiten waren bei den FundamenNerungs- arbeiten zu überwinden, da geholfener Fels und Basaltluff ae'prengt werden mußten. Der Wasserbehälter Ist 45 Meier lang und 4? Meter breit und faßt über 2000 Kubikmeter. <Sx teilt (ich in acht Länyskammern, die daS Schwelwerk Wölfersheim fperfen und die angebaute Wa'fer- kammer für die Gemeinde Obbornhofen. Die Bau­arbeiten werden ganz in Eisenbeton ausgesührt nöch den Plänen des Kulturbauamts Gießen, das auch die Bauleitung ausübt. Die Gesell­schaft für Betvir- und Sr enbetonbau in Gießen führt die Arbeiten durch Der S chn i t t des Getreides in hier dis auf einen ^eil der Weizenernre voUrndet. Gerste und Korn sind bereits in der Scheune, und die Drelchmafchine ist an der Arbeit. di?s« beiden Fruchtarten ans- zudrefchen. Trotz des trockenen Wetters zeigen die Kartoffeln h>^r in dem tiefgründigen vor­züglichen Lvßboden einen guten Stand. Auch die Zuckerrüben, die in den letzten Zähren immer mehr angebaut werden, stehen gut. wenn sie auch eines durchweichenden Regens bedürften. Die Obstausfichten find gering. Bon Aepfeln sind es nur einige ßotalionen. die etwa- Behang zeigen während Birnen etwas mehr tragen. 3c nach der Lage hängen die Zwetschenbäume zum Brechen voll oder baten keinerlei Fruchtansatz.

Kreis Büdingen.

* Aus dem oberen Niddatal, Ü. August Der Ausdrusch von Korn unb Gerste hat begonnen. Man ist mit bem Ausfall des zunächst im Freien stattfindenden Drusches 'ehr zufrieden, Kör- r.er und Stroh sind in Menge unb Güte ganz vor­züglich. Bei beiden genannten Fruchtarten laßt sich wiederum der Vorteil früher Aussaat klar fest- stellen, denn die einsetzende Trockenheit sand früh bestellte Aecker schon |o stark im Wachstum vorge­schritten, daß eine wesentliche ^Beeinträchtigung des Ernteergebnisses nicht mehr erfolgen tonnte Ebenso die durch Düngung erzielte Beschleunigung der Pftanzenentwicklung hat die verderbliche 'Wirkung der letzten Trockenperiode stark unterbunden.

Schotiener (Sommermorft.

.? Schott en, 6. Aug. Dem Schvltener Som­me r m a r k i war es teschieden. in der Bergangen- heit eine bedeutsamere Rolle zu spielen al» es heute unter gänzlich veränderten Zeitverhält­nissen möglich ist. Damit teilt er das Schicksal oller größeren Märkte die durch die Gntwick- toidluna von Handel und Bsrtehr in bescheidenere Ausmaße za ruckgedämmt worden sind. Ater die lokale Anziehungskrast ist ihnen geHicben.

Es ist höchst anerlennenswert. daß der S t a dl- vorstand und die Stadt Schotten in ihrer Gesamtheit nichts unversucht lassen, dem arähten ihrer Märkte, dem Sommermarkt, einen besonders wirkungsvollen Rahmen zu geben. Die» zeigte schon der gestrige Sonn lag. der den hier tägigen Markt ein leitet und erßfhwt. Bon 12 bis 13 Uhr sand auf dem Ballonplatz ein Platzkonzert statt, das von der Kapelle Groth bestens aus­geführt wurde. Gegen 1Z Uhr ordnete sich nahe der Turnhalle ein Feftzug, der eine große Menschenmeitge au» der näheren und weiteren Umgebung herbeilocktc. Dem malerischen, farben­prächtigen und äußerst geschmackvoll angeord- neten Zuge lag eine einheitliche Idee zugrunde: die Berh^rrlichung der Iahres-^'iten. Der Früh- lingswagen, dem der Osterhase mit seinem Sier- seaen den Weg bahnte, bot ein entzückendes Bm>. 3m goldgelben Halm- und Aehrengewaude dominierte der Sommer, von frischen Schnittern und Schnitterinnen eskortiert. Als Reprüfcniant deS Herbstes, von Weinlaub umrankt, ans Wein­faß gefesselt, stellte sich Gott Bacchus vor. Den Winter mit Schneemann und Eivzapsen flanierte ix Aodler. Skisahrer unb Schlittschuhläuler in kleid­samem Sportgewande Auch der .Rikolaus' war vertreten. Reiter und Radsahrer. Trommler und Musikkapelle stellten eine wirksame Berbindung zwischen den einzelnen Gruppen her. Aachiwächter und Tvr^lchließer in ihren überlieferten Trachten und AuSrüstungsftücken befchlo sen den Zug, der sich vor dem Rathaus auflöste. Hier zog die

besitzern, welchen kein HauSoarten zur Verfügung stand wurden Gartengrundstücke in nächster Bähe des 6rtc6 zugetcilt, was als große Annehmlich­keit empfunden wird. Bemerkenswert ist die Regulierung des Kleebaches, da durch Beseiti­gung der vielen Krümmungen wcrwvlles Ge­lände für Kulturzwecke gewonnen wurde.

f Treis a. d. Lda., 6. Aug. Dieser Tage fand im Beisein der beim Bau beschästiat gewesenen Handwerksmeister, der angemeldeten Arbeiter, des Gemeinberates und einigen dazu geladenen Persön­lichkeiten die feierliche Inbetriebnahme ber hier neu erbauten 3 i g a r r e n f a b r i t von Rinn & Eloos statt. Noch einer Ansprache bes den Bau leitenden Architekten Klein, hier, die mit der Schlüfsclübergabe an den Bauherrn Rinn schloß, lud dieser die Anwesenden zur Besichtigung des mit allen Erfodernlssen der Neuzeit ousgejtat- teten Baues ein, der außer den nötigen Keller- räumen in den beiden Stockwerken zwei lustige

bestürzt zurück.

Das muß ein Irrtum -ein bireftor."

Die Hoheit, bie üi den letzten Woche,' viel mir bem Bankbirektor zu telephoniere legte sich ins Mikttf.

auf dem Strom an frohe Gesells b was Du haben willst, meine Königin. Bis bahin mußt Du mit Deinem langen, hölzernen ffheliebften als fla- meraben oorliebnehmen. (Er polstert Dir Dein Nestchen, so gut es gebt. Alic Möbel von meinen (Eltern, die in Hamburg bei Verwandten stehen. Bilder unb Silber unb Kristall alles, was ich gerettet hab' aus dem Zusammenbruch, das trag ich nun zusammen, unb schon seh' ich aus dem Chaos eine farbenbunte Ordnung wachsen, an Der mein geliebtes Mädchen Freude haben soll. Es ist nichts Großes und Reiches um bas Heim, bas ich Dir bieten kann, aber es ist echt unb warm. Wirb es Dir genügen?"

3brtn jauchzenden Antwonbrrei mußie er an diesem lag in Händen haben. Unb wielange noch, vier Wochen oder fünf bann ftanb sie neben .hin hn bräutlichen Strang unb sprach ihr Ja wie all Die kleinen Bürgermäbchen vor irgenbeinem kleinen Beamten unb vor dem Pfarrer, und s»ihr mit ihm hinaus in das stille Leben, bas er ihr schuf. In bat stille, geborgene tieben.

Herr Sieoerfen kam und fragte, ob bas gnädige Fraulein allein oder im Speif-wagen zu dinieren wünsche, unb ab Ienni. die Iungser, sich oorftcHen hülfe, die er auf Anordnung von Ihrer Hoheit für die Fahrt angenommen hatte.

Da trat Maria endlich aus bem (Bang in ben kleinen Salon unb stand betroffen vor einem Blumen re ichtum. der ben ganzen Wogen mit sei­nem Duft erfüllte. Helle Rasen unb Maiglöckchen in allen Gefäßen auf bem Tisch, in schmalen Glas- kostchen vor ben Fenstern, auf bem Schreibtisch, in einer von ber Decke hängenden Ampel Alles Rin­der bes Südens ober ber Treibhäuser, zart und schon ein wenig müde, nichts begehrend, als der Ichönen Frau eine Huldigung zu fein.

Wenn er das wenigstens nicht aetan hätte. Zor­nig quoll es in ihr hoch. Wer hatte ihm das Recht gegeben, diesem Manne mit ben herrischen, for- heroben Augen? Das hacke er mit Ihrer Hoheit

Kinber mit Korben voll Veilchen und Primeln wieviel lieber ihr solch Sträußchen aus der Hand des Geliebten gewesen wäre als der ganze Ueber- fluß des Wagens!

Herr Aristides Adossides mußte tief in feine Geld­tasche gegriffen haben bem Herrn Baron zu De- lallen, benn zwei Tage vor Maria» Ankunft siedelte (Elena in das Hotel International über, wo bie Diener sich auf leisen Sohlen über bitte Teppiche bewegten wie englische Lords, wo sie umgeben war mit allem Luxus, den fk in alten Zeiten gewohnt aewefen, wo auch für Maria ein Zimmer bereit- stand, hart an dem ber Schwester gelegen.

Run wirst bu bich hier einige Tage erholen, meine Herrin", jagte Sergei Ltadimirowck|ch.Unb dann fahrt ihr zufammen nordwärts, wo dich die Hiße nicht peinigt. Ich werbe schon heute meine Reije antreten."

Du läßt mich hier allein?"

,Zn dieser Umgebung9 Das ganz« Holet steht dir zur Verfügung, wenn bu nur bie Klinget brückst. 3wei Tage ich bitte bich. Und für mich wirb et 3cit zu fahren, ich werbe in RoUerbam erwartet"

löer dich wohl erwartet* dachte sie müde. Aber wozu fragen? Um neue Lugen zu hären?

Und doch das heiße Weinen, als er abgefahren »ar. So einsam batte pe sich noch nie gesuhlt. Ob­gleich Maria in zwei Tagen ba sein würbe Ob- gkid) sie Geld genug behalten hatte, wochenlang ohne sorge den eigenen Wünschen zu leben. Ob- gleich fi# doch bitte zufrieden sein sollen ohne ihren Tyrannen.

Wenn fle nur nicht so entsetzlich müde gewesen wäre Denn nur Die heimliche Angst eine einzige Stunde vergangen wäre.

Wann kommst bu, Maria? Dann bringst du Frieden mit dir und reine Liebe unb Zärtlichkeit?

Mario erschrak, al» sie kam unb Elena ihr wei­nend in Ne Arme fiel. ,^ft es wieder so weit, mein Armes? Bist du wieder ganz verlaßen? Aber es kann euch dach nicht so schlimm gehen, wo du ia solchem Hotel"

Da lachte Eiena und trocknete hastig die Tränen und gab der Schwester einen Kuß.Nun ist alles aut, alles. Nur nervös bin ich. Sn dumm. Ja, man mirb alt. mein Herzchen "

(Fortsetzung folgt) -