M bk Äehmne in teber Hinsicht tabedo« gearbeitet habe. In gleicher Weise äußerten sich auch die Kolonnenführer Kratz (Gießen) und Kühn (Friedberg). - Aus Wunsch aus landwirtschaftlichen Kreisen und mit Rücksicht auf den aus den 12. April fallenden israelitischen Feiertag hat sich die Faselmarkt-Gesellschaft entschlossen. denFaselmarktauf den 2 2. März vorzuverlegen.
# Reichelsheim, 5. Febr. Kirchenvorsteher Ludwig Reith und Ehefrau Katharine, geb. Lenz, feierten gestern das Fest der goldenen Hochzeit. Die Iubilare erfreuen sich einer verhältnismäßig sehr guten körperlichen und geistigen Rüstigkeit.
Kreis Büdingen.
ad. R i d d a . 5. Febr. Heute vormittag wurde der neuernannte 2. Geistlicye unseres Kirchspiels, Dekan S c r i b a aus Eichelsdorf, durch Ober- lirchenrat Wagner aus Gießen, feierlich i n fein Amt eingeführt. Rach einem Eingangslied des hiesigen Schülerchors hielt der Oberkirchenrat an die zahlreich versammelte Gemeinde eine herzliche Ansprache, worin er das rechte Verhältnis zwischen Psarrer und Kirchengemeinde schilderte. Seiner Antrittspredigt hatte Dekan Seriba der Spruch: „Das Evangelium ist eine Kraft Gottes' zugrunde gelegt. In erbaulicher Weise wies er seine Zuhörer auf den Trost, das Vertrauen und die Zuversicht hin, die das Evangelium allen Gläubigen der christlichen Kirche schon gespendet hat und in unge- mindeter Kraft noch heute bietet.
A Ridda, 6. Febr. Der hiesige Radfahrerverein 1 8 9 4 veranstaltete am Samstagabend in der Turnhalle ein großes Winter- Saalfest. Richt nur die Vereinsmitglieder mit ihren Angehörigen, sondern auch viele Freunde und Gönner aus Ridda, sowie viele Gäste von auswärts hatten sich zu der Feierlichkeit eingefunden. Vorzüglich vorgeführte Jugend-, Achter-Damen-, Achter-Herren-. Sechser-Herren- kostüm- und gemischter Schmuckreigen des Dichcle- Clubs Darmstadt erregten große Bewunderung. Ganz erstaunlich war das Einer- und Zweier- Kunstfahren zweier Gäste aus Kriftel. Konzert und Tombola sorgten für ausgezeichnete Unterhaltung während der Pausen. Den Schluß der allseits gelungenen Veranstaltung bildete ein ausgiebig ausgenühtes Tanzvergnügen. — Längs beider Seiten der in unserer Stadt über die Ridda führenden alten Brücke zieht eine meterhohe Schuhmauer. Die gefährliche Unsitte vieler Kinder, auf dieser Blauer zu laufen, hätte gestern nachmittag beinahe ein junges Menschenleben gefordert. Das fünfjährige Kriegswaisenkind Walter Dietz wollte auf der Mauer laufen und stürzte dabei i n d i e R i d d a. Das Wasser riß den Jungen unter einen Brückenbogen weiter, bis er an dem Rechen des überbauten Wasserrades der Stadtmühle hängen blieb. Schreinermeister Karl P e f e r m a n n von hier erkannte die Lebensgefahr des Kindes, sprang kurz entschlossen ins Wasser und rettete e s von dem sicheren Tode.
# Echzell, 5. Febr. Die Generalversammlung des hiesigen Geflügelzuchtvereins, wohl der größte und leistungsfähigste der ganzen Wetterau, sand dieser Tage im „Deutschen Haus" statt. Dr. Lang vom Tierzucht-Institut Gießen hielt einen interessanten Vortrag über: „Leistungszucht in der Geflügelhaltung". Rach feinen Ausführungen wäre es wohl möglich, die Einfuhr von Geflügel und Eiern aus Ungarn. Italien und Polen im Werte von 400 Millionen Mark durch Eigenerzeugung zu ersetzen. Eine lebhafte Aussprache schloß sich an, in der noch einzelne Fragen aus der Versammlung heraus geklärt wurden.
Kreis Schotten.
Laubach. 6. Febr. Die Versteigerung von Brenn- und Ruhholz aus dem Forstort „Sträuches" des Laubacher
Gemeinbetvaldes erhielte ganz ungewöhnlich hohe Preise. Die günstige Lage des Holzes unweit der Haltestelle Wetterfeld der Bahnstrecke Hungen—Mücke hatte zahlreiche Käufer aus den umliegenden Dörfern angelockt. Der Raummeter Buchenscheit kam auf 14 bis 15 Mark, Buchenprügel auf 10 bis 11 Mark, vier Raummeter Buchenreisig auf 5 Mark im Durchschnitt. Im Stück galten Bohnenstangen 5 Pfennig. Reisstangen 1,50 bis 2 Mark, Derk>- stangen 6 bis 10 Mark.
)—( Ruppertsburg, 6. Febr. Wie in den vorausgehenden, so wurden auch in diesem Jahre nieder Raturalgaben für das Johann- Friedrich-Stift zu Laubach in unserem Orte gesammelt. Cs konnte ein hochbeladener Zweispännerwagen die Oaben, in der Hauptsache Kartoffeln und Obst, dorthin bringen. — Dieser Tage fand in unserer Kirche ein Gemeindeabend statt. Psarrer Schuster aus Heltau in Siebenbürgen sprach über Land und Leute seiner Heimat und zeigte, wie nötig es ist, daß wir den Siebenbürger Deutschen, die um ihres felsenfesten evangelischen Glaubens und ihrer stets Ireudeutschen Gesinnung willen zur Zeit der Mongolen- und Türkeneinfälle, der Magyaren- und Rumänenherrschast viel Schweres erduldet haben und noch leiden, helfen. Der schöne, vieraktige Siebenbürgensilm und prächtige kolorier e Stehbilder veranschaulichten das Gesagte und sesfelten die Besucher über zwei Stunden lang. Die Einnahme betrug 51 Mk. Am Abend darauf sprach der Redner in der Kirche unseres Rachbarortes Gonterskirchen. — Unsere Gemeinde-Holzversteigerung, die erste in diesem Winter, hatte dank des günstigen Wetters einen sehr starken Besuch, namentlich aus den Orten Röthges, Münster, Wetterseld und Ober - Bessingen, aufzuweisen. Die Preise waren infolgedessen höher als bei den vorausgegangenen Gräflichen Versteigerungen. Es wurden durchschnittlich erzielt: für den Raummeter Buchenscheit 13 Mk.. Bucheninüppel 8 bis 9 Mk., Buchenstöcke 6 bis 8 Mk., Fichtenknüppel 4 bis 5 Mk., Buchenreisig 1 Mk. — Der hiesige Radfahrerverein hielt bei Gastwirt Schlörb seine diesjährige Hauptversammlung ab, die der Vorsitzende Wilhelm ParrVl. leitete. Die Rechnungsablage ergab ein Barvermögen von 134 Mk. Die Versammlung beschloß, zu Fastnacht einen Ball abzuhalten, wobei die Kapelle Högel, Laubach, spielen soll. Gewählt wurden zum ersten Fahrwart Willi Blei, zum zweiten Fahrwart Hermann W ö r n e r und als Beisitzer im Vorstand Otto Stork.
Kreis Alsfeld.
0-4 Alsfeld. 6. Febr. Am Samstag hielt der hiesige Zweigverein deS Vogelsberger Höhenklubs unter dem V:r,itz von Bürgermeister Dr. D ö l s i n g fein diesjähriges 1 Winter- und Dekorierungsfest ab, das sich eines j guten Besuches erfreute. Ein unter drr Spielleitung von Regierungsrat K o r f m a n n eingeübter und flott gespielter Schwank „Der Psif- fige Ladislaus" erntete stürmischen Beifall. Die Verleihung des goldenen Abzeichens erfolgte in stimmungsvoller Form in Verbindung mit einem lebenden Bilde, die Huldigung an den Vogelsberg darstellend, an 1 Mitglieder des Vereins. Tanz beschloß das schön verlaufene Fest. — Ein schwerer älnglücksfall ereignete sich am Sonntagnachmittag in der hiesigen Sandmühle, dem ein Menschenleben zum Opfer fiel. Der 19 jährige Sohn des Mühlenbesihers Krüger wollte in dem Mühlenbetriebe nach dem Getreidetrichter sehen. Dabei geriet die Jacke des bedauernswerten jungen Mannes an die Welle der Transmission und verwickelte sich in biefe; sodaß hierdurch der Leib zusammengeschnürt wurde, wodurch Erstickungstod eintrat. Der Vater fand den Sohn tot noch an der Welle stehend. Das Mitgefühl mit der schwergeprüften Familie ist umso größer, weil diese erst vor einigen Jahren einen 4jährigen Sohn ebenfalls
Gchach-Lcke.
‘Gearbeitet von W. Orbach.
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen. Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers".
Problem Nr. 147.
Don 0. Remo.
Schwarz.
8
6
5
3
2
3
8
o
?
5
4
d e
Weih.
g h
3 b
decke f_x
Weiß zieht und seht in zwei Zügen matt.
Weiß: 5 Steine. Kgl; 0(2; Lh4; Sd3; Bg3. Schwarz: 6 Steine. Kh3; Lbl, H8; Se5; Bf3, H5.
Endspiel Nr. 50.
Don 0. Schubert.
Schwarz.
Weiß: 4 Steine. Ke2; Lf5; Be4; g4.
Schwarz: 4 Steine. Kd4; Sh2; Be5, f7.
8
6
1
3
2
4
a
a
h
8
?
6
5
4
3
2
1
IM ■ ■
b c d e f g h Weih.
Weih am Zuge gewnurt.
decket?
8 S HBF“
Lösung öeS Endspiels Rr. 48.
Don A. TroihN.
1. c7-c8D, Lh3xc8 2. h2xg3, Kh5-g4! 3. Khl-h2, Lc8-b7 4. c3-c4!, Lb7xe4 5. Sb8-d7, f3 — f2 6. Sd7-f6+, Kg4-f5 7. S(6-g4, Kf5Xg4 patt: ober 6....., Kg4-f3 7. Sf6xc4, Kf3xe4
8. Kh2-g2, Ke4-e3 9. Kg2-fl usw. oder 4.....
Lb7 - a8 - c8 oder beliebig 5. Sb8 - d7 ober c6 nebst 6. S-e5(+) usw.
Lösung des Problems Dr. 144.
Don Adolf Doegner.
1. Kh3-g2!, Kc2-d3 2. 0bb-bl-j- usw.
1......KC2-C1 2. Sf5-d4 usw.
1..... Kc2xdl 2. Db6-bl+ ufto.
•
Richtige Lösungen zum Problem Rr. 142: Pros. Weihgerber, Gießen; H. Rar», plehhausen; H. Kappes, Langsdorf; stud. W. Müller, Lang- Göns. Zu Rr. 143: E. Kammerer. Gießen; H. Ranz, äletzhausen. Zu den Endspielen Rr. 47 und 48: H. Ranz. Lletzhausen.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedaklionStisch.
Geschichten von der Marine.
Sn der Berliner „D. A. Z." liest man folgende hübsche Anekdoten von der Waterkant.
Das Torpedoboot war von Vorposten abgelöst und fuhr nach Wilhelmshaven zurück. Da dichter Rebel herrschte, war Signatgaft Siegelack als Ausguck auf der Back aufgezogen.
Allmählich lichtete sich der Rebel. Da meldete Siegelack zur Brücke herauf:
„Rechts voraus Land in Sicht!"
„Quatsch! Das ist eine Rebelbank. Wischen Sie sich gefälligst Ihre Augen aus!" tönte es zurück.
Schon schrie Siegelack:
„Eine Kuh auf der Rebelbanki"
Rvchmals ist den Seekadetten eingetrichtert worden, daß die schneeweißen Besichtigungs- Päckchen selbst gewaschen und gebügelt worden sind.
Der Inspekteur des Marinc-Bildungswesens schreitet die Front ab. Lobend äußert er sich über das saubere Zeug. Dabei wendet er sich an einen Kadetten:
„Ra, mein Junge, hast du dein Zeug auch selbst gewaschen?"
„Zu Befehl! Euer Exzellenz!" schmettert das Kadettchen heraus.
Der Admiral ist selbst einmal Seekadett gewesen.
„Was hat denn das gekostet?"
„80 Pfennig, Euer Exzellenz!"
Auf dem Vorderperron der Elektrischen iftein fürchterliches Gedränge. Plötzlich bremst der Wagen stark. Alles poltert durcheinander. Ein weibliches Wesen klammert sich an den Arm eines ebenfalls dort stehenden Matrosen.
Darauf ein Zivilist voll Würde:
„Fräulein, nehmen Sie sich doch etwas in acht, sehen Sie denn nicht, daß der Matrose geimpft ist?" Dabei zeigt er auf einen roten Streifen am linken Aermel des Seemanns.
„Ach verzeihen Sie", stammelt das Fräulein. „Ditte, bitte", sagt der Matrose und grinst.
„Ra seh'n Sie, die Mariner sind gar nicht so", sagt darauf wieder der Zivllist. „Aber ml erklären Sie mir mal, junger Freund — ich habe schon andere Mariner rumlaufen sehen, die hatten zwei und drei rote Streifen uff’n Arm. Was hat denn das zu bedeuten?"
Der Matrose todernst.
„Die zeigen an, wieviel Pocken auf gegangen sind." K.A.P.
durch einen Änglücksfall verloren hat, indem der Junge von dem eigenen Fuhrwerk deS Vaters überfahren wurde und dabei den Tod fand.
Bei Korpulenz oder Veranlagung zum Fettansatz raten wir in der Avotheke 30 Gramm Toluva-Kerne zu kaufen, die unschädliche, dabet wirk- fame, den Fettansatz reduzierende Stosse enthalten
JOE LOE
Das isturis-erPrinzip• Versuchen Sie daher die beiden neuen Bat schari-Marken NETTOtuSPfg 8 REKORDßPfy V u-Sie werden jugeben y daß es keine besseren Cigaretten in di es er
Preislage gibt- A-Baischari Gqarett-enfabrikA'G
luter Claaretten-
□enTabak irhtsfürden
74.
AM
V'-W.
iilÄH
. .... - JlM
.ah:


