men. Schiedsrichter Kreiling (V. f. D Gießen) leitete mustergültig.
Lechgesterns 1. Jugend verlor im Gesellschaftsspiel gegen Spielvereinigung 1900 Gießen 2. Jugend mit 1.2 Toren.
Sportverein Ettingshausen 1921.
Zum fälligen Derbandsspiel weilte die erst. Mannschaft des Sportvereins Rieder-Weisel am Sonntag in Ettingshausen. 3n der ersten Halbzeit wurde GUi beiden Seiten nichts besonderes geboten, und mit 0:0 wurde gewechselt (Caen 1:4). Erst in der zweiten Halbzeit fand Ettingshausen sich etwas besser zu arnmen und konnte dem Gastverein, der merklich nachgelassen hatte, vier Tore einsenden, darunter _ ein Elfmeter. Tormann und Verteidigung der Gäste waren flui; der Sturm war nicht durchschlagkräftig genug, um zu einem Erfolg zu gelangen. Ergebnis 4:0 (Eckenverhältnis 10:4) für Ettingshausen.
Arbeiter-Turn- und Sportbund.
Gießen! — Dorheim! 1:1.
Gießen hatte am Sonntag Dorheims l.Wann- schaft im Rückspiel zu Gast. Die Gäste stellten eine stabile Mannschaft, während die Einheimischen mit reichlichem Ersatz antraten. Auch diesmal endete das Spiel unentschieden und zeigt« so, daß beide Mannschaften gleichwertig sind. Aach Anstoß entwickelte sich ein flottes Spiel; in dem es auf beiden Seiten gefährliche Momente gab. Kurz vor Halbzeit konnte Gießen durch Strafstoß in Führung gehen. Aach Seitenwechsel versuchte Dorheim auszugleichen, so daß das Spiel schärfer wurde. Aus einem Gedränge vor Gießens Tor gelang es Dorheim, den Ausgleich herzustellen. Beide Mannschaften kämpften nun um die abermalige Führung. Einige gute Gelegenheiten wurden auf beiden Seiten noch herausgearbeitet, sie brachten jedoch nichts ein. Mit dem Resultat 1:1, Ecken 8:3 für Gießen, machte der Schlußpfiff des guten Unparteiischen dem Spiel ein Ende.
Naunheim! — AlSseld! 1:0.
Alsfeld mußte mit vier Mann Ersah nach Naunheim fahren. Beide Mannschaften spielten gleichartig und verschossen je einen Elfmeter. Kurz vor Halbzeit konnte Aaunheim durch Strafstoß in Führung gehen. Bis Schluß folg e ausgeglichenes Spiel, in dem Alsfeld nicht zum Erfolg kommen konnte.
Die übrigen Spiele.
Aaunheims 2. Mannschaft hatte Leuns 1. zu Gast. Aach gleichwertigem, verteilten Spiel trennten sich die Gegner mit dem Resultat 3:3.
Marburg 1 zog es vor. der 1. Mannschaft Lollars die Punkte kampflos zu überlassen.
Wiesecks Jugend hatte Gießens Jugend zu Gast. Bereits n?ch 20 Minuten, beim Stande 1:0 für Wieseck, mußte der Unparteiische, veranlaßt durch das Verhalten der Begleitmannschaft der Gäste, das Spiel abbrechen.
Tagung der Uebungswarte.
Am Sonntag trafen sich in Gießen die Uebungswarte der Bezirksvereine zur Herbstübungsstunde mit anschließender Tagung. Bezirksturnwart Will, Launsbach, leitete die Hebungsstunde. Einleitende Gymnastik brachte bald Leben und Arbeitsfreude in die stattliche Zahl der Teilnehmer. Anschließend wurden die Geräteübungen in Ober-, Mittel- und Unterstufe für das Anfang nächsten Jahres stattfindende Bezirls-Gerätewetturnen durchgeturnt. Den Abschluß der Uebungsstunde bildeten Hebungen und Spiele mit dem Medizinball. In der anschließenden Sitzung wurde ein kurzer Rückblick über das abgelaufene Jahr gegeben. Die Wahl der Techniker crgau die Wiederwahl der seitherigen Männer. Zum nächstjährigen Dezirkssest ,in Heuchelheim wurden ein Sieben- und Zehn- tampf für Turner. Drei- und Fünfkampf für Sportler und ein Dreikampf für Fußballer vor- ge'chlagen. Ferner wurde ein Antrag eingebracht, das Bezirksfest spätestens vier Wochen vor dem Bundesfest (18. bis 21. Juli in Rürnberg) ab- zuhalten. Dem soll entsprochen werden. Das ilebungsmaterial wird in der anfangs Februar 1929 stattfindenden älebungsstunde durchgenommen, wobei auch das Wettkampf- und Frei- übungsmgterial zum Bundesfest durchgefprochen und vorgeführt wird.
MisterschastdeSDeutschenSchützendundeK
Die Mannschafts-Meisterschaften des Deutschen Schützenbundes wurden am Sonntag auf den Ständen des Bürgerschützenkorps in Erfurt ausgetragen. Bundesmeifter wurde die Mannschaft der Berliner Schützengilde mit 3 Siegen und 3886 Ringen, 2. Hauptschützengesellschaft München 3 Siege und 3867 Ringe, 3. Büchsenschützenkompagnie Weimar 3 Siege und 3827 Ringe, 4. Hamburg einen
Sieg und 3617 Ringe, 5. Düsseldorf „Wilhelm Tell" 3657 Ringe.
Aeuer deutscher Rekord im 100 m Freistilschwimmen.
Bei den am Sonntag veranstalleten internen Wettkämpfen des Vereins Dorussia-Silesia Breslau stellte Schubert mit 1:00,6 Minuten einen neuen deutschen Hallenrekord im. 100- Mcter Freistilschwimmen auf.
Wirischast.
Oeuischtands Kapiiaiversorgung.
Die Direction der Disconto-Gesell- schäft, Berlin, führt in ihrem neuesten Bericht zur Kapitalversorgung Deutschlands u. a. aus:
Die Lage des deutschen Kapitalmarktes der Gegenwart erhält ihr besonderes Gepräge durch das anhaltende Mißverhältnis von Angebot und Nachfrage. Es hat den Anschein, daß die Haupt- ursachcn für dieses Mißverhältnis immer noch mehr in der Stärke der Nachfrage, als in der älnzulänglichkeit des Angebots liegen. Der Kapitalbedarf für Zwecke des Wirtschaftsausoaues und Rationalisierung wird noch auf lange Zeit über das Normalmaß gesteigert bleiben. Die Abtragung unserer politischen und privaten Schul- denverpflchtungen gegenüber dem Ausland zwingt uns dazu, unsere Wirtschaft immer leistungsfähiger zu machen, unsere Ausfuhr zu steigern und unsere Einfuhr zu vermindern. DaS ist ohne verstärkte Kapitalinvestitionen in Industrie und Landwirtschaft nicht möglich. Hinzu kommt der Bedarf für den Wohnungsbau und für den Ausbau des Verkehrswesens (Straßen und Fahrzeuge), um nur zwei wichtige Gebiete zu nennen. Die zunehmende Verflechtung der deutschen Wirtschaft in internationale Zusammenhänge macht es auch zur unabweisbaren Notwendigkeit, daß uns, wenn auch zunächst nur bescheidene, Kapitacheträge zur Anlage int Ausland zur Verfügung stehen. Für unsere Cxportentwicktung wichtige Beziehungen zum Ausland können vielfach nur durch finanzielle Beteiligung ausgebaut und gesichert werden. Durch die zunehmende Intensität unserer Wiedereinbeziehung in weltwirtschaftliche Zusammenhänge mehren sich die Fälle, in denen solche finanziellen Beteiligungen nicht freiwilligen Kapitalexport, sondern notwendige Verstärkung der Fäden bedeuten, die uns mit den verschiedensten Gebieten der internationalen Wirtschaft verbinden. Leider steht nicht zu hoffen, daß die aus derartigen Kapitalanlagen int Ausland stammenden Einnahmen bereits in absehbarer Zeit eine fühlbare Entlastung unserer Zahlungsbilanz bewirken. Deutschland bleibt zunächst ein K a p i t a l e i n f v. h r l a n d, schon unter dem Druck der Kapitalverluste, die die Reparationszahlungen bedeuten. Daß gegenüber dem geschilderten Kapitalbedarf das Angebot unzu- reicheitd ist, ergibt sich aus der Höhe der deutschen Zinssätze. Sie ist der beste und einwandfreieste Messer für den Grad der noch bestehenden Kapitalarmut Deutschlands verglichen mit anderen Ländern auf derselben Stufe wirtschaftlicher Entwicklung. Der unveränderr hohe Stand des Zinsfußes beweist zugleich, wenn man sich den ihm innewohnendeit Anreiz zu einer außerordentlich verstärkten und beschleunigten Kapitalbildung vergegenwärtigt, unser tatsächliches Unvermögen zu dieser. Berechnungen der Höhe der gegenwärtigen deutschen Kapitalbtl- dung sind mehrfach angestellt worden. Wie man sich zu ihren Ergebnissen im einzelnen auch stellen mag, so wird man doch zugeben müssen, daß die Kapitalbüdung unter Ausschaltung jeglicher Auslandkredite und unter Berücksichttgung der Geldentwertung noch sehr erheblich hinter dem Boickriegsumfang zurückbleibt.
Die Bildung von Sparkapital hängt, ab- aeseheit von den Konsumgewohnheiten. entscheidend von der Slnkommengestaltung ab. Die verringerte Kapitalbildung würde also zunächst ohne weiteres den Schluß auf Verringerung der Durch- ichnittseinkommen nahelegen. Ganz allgemein kann heute von einer solchen nicht mehr die Rede sein. Aber durch die Verarmung des Rentner- standes und andere soziale Verschiebungen fallen weite Kreise in der Kapitalbildung aus.
Die weitgehendste Erschwerung erfährt bte Kapitalbildung bei Privatpersonen, wie bei wirtschaftlichen Unternehmungen durch die starke Entziehung öon Finanzmitteln seitens der öffentlichen Körperschaften. Es geht nicht an, diese Belastung mit deut Hinweis darauf obzutmt, daß ja, von den Reparationszahlungen abgesehen, der gesamte öffentliche Aufwand wieder in irgendeiner Form in die Wirtschaft zurückfließe; vor allem im Zusammenhang
mit der Frage der Kapitalbildung ist ein solches Argument nicht stichhaltig. Die Wirkungen des Kapitalentzugs uni) die Verringerung der Kapi- talbtldungsmöglichketten bleiben bestehen. Pflegliche Behandlung und Stärkung aller Möglichkeiten zu neuer Kapitalbildung ist neben möglichst produkttver Verwendung des vorhattdenen Kapitals eine dreifache Notwendigkeit für ein Land, in dem die Höhe der Kapitallosten und die aus ihr entspringende Verteuerung der Selbstkosten fast eine wirtschaftliche Gefahr bedeutet.
* Rudolf Karstadt A.-G. In der Aufsichts- ratssttzung der Rudolf Karstadt A.-G. in Hamburg wurde Bericht erstattet über die fortschreitende Entwicklung der Einheitspreisläden der Tochtergesellschaft „EPA", die inzwischen 17 Geschäfte in Deutschland fast ausschließlich in eigenen Grundstücken der Karstadt A.-G. betreibt, während sechs weitere demnächst eröffnet werden. Die inzwischen erworbenen und im Bau befindlichen Häuser werden es ermöglichen, bis Ende 1929 etwa 40 Filialen in Betrieb zu haben. Die Umsatzziffern aller Häuser befinden sich in steigender Entwicklung. Es wurde ferner be- kanntgcgeben, daß die Kauf- und Warenhäuser der Karstadt A.-G. auch in diesem Fahre eine nicht un« bedeutende Umsatzsteiaerung zu verzeichnen haben. Der Aufsichtsrat beschloß, von den Borratsaktien im Betrage von 10,5 Millionen Mark 9 916 000 Mark mit Dividendenberechtigung ab 1. Februar den Aktionären im Verhältnis 6:1 zum Kurse von 175 v. H. onzubieten. Das Agio fließt in die Kassen der Gesellschaft. Es wird zur Erhöhung des Reservefonds dienen. Die übrigbleibenden 584 000 Mark Borratsaktien bleiben unverändert zur Verfügung der Gesellschaft.
Hindermarki in Gießen.
Der heutige Gießener Rindviehmartt war mit 869 Stück Großvieh und 356 Kälbern und Jungtieren beschickt. Der Handel war ziemlich flau. Besonders schlecht war der Handel in Schlachtkühen, die säst unverkäuflich waren. Bezahlt wurden für Kühe 1. Qualität 500 bis 600 Mt., 2. Qualität 300 bis 400 Mk.; Schlachtkühe 70 bis 150 Mk.; Rinder (ein- bis zweijährig) 100 bis 240 Mk.; Kälber (je Pfund Lebengewicht) 50 bis 60 Pf. Bessere Tiere erbrachten Preise über Notiz.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a.M., 6. Nov. Tendenz: unein- heitlich. — In Anbetracht der heutigen amerikanischen Präsidentschaftswahlen war die Stimmung bei Eröffnung zurückhaltend und ziemlich unsicher, wobei die weiter unübersichtliche Lage im Eisenkonflikt die bestehende Luftlosigleit verstärkte. Das Geschäft war im allgemeinen wieder nur sehr gering, und an einigen Märkten schritt die Spekulation zu Positionslösungen, während andererseits für verschiedene Werte weiter etwas Kausneigung bestand. Die Kursentwicklung war daher nicht ein- heitlich, doch blieb die Dör'e im Grundton ziem- lichwider standsfähig. Etwas regeres Interesse bestand heute für Bankwerte, von denen Danatbank und Reichsbank mit je plus 2,5 Prozent bevorzugt waren. Am Schissahrtsmarkte waren Hapag auf die heutige Aufsichtsratssitzung mit plus 1,25 Prozent, wie schon an der gestrigen Abendbörse, gefragt. Norddeutscher Lloyd dagegen auf Glattstellungen leicht gedrückt. Einige Käufe wurden in Wahß & Freitag vorgenommen, die weitere 1,75 Prozent gewannen. Ferner 6Heben Kaliaktten auf die günstigen Kaliobsahziffern des Kalisyndckats gut behauptet. Montanwerte lagen still. Mannesmann und Mansfelder je 1 Prozent fester. Am Elektromarkt gewannen Gesfürel erneut 1 Prozent, AEG., Bergmann, Chade, Schuckert und Siemens dagegen infolge Realisationen je 1 Prozent schwächer. J.-G.-Far- ben eröffneten 1 Prozent niedriger. Stärker an- geboten waren Karstadt mit minus 5 Prozent, da das Bezugsrccht 6:1 bei Ausgebung der Vorratsak.ien anscheinend enttäuschte. Außerdem waren Zellstoff Waldhof mit minus 4 Prozent merklich gedrückt, obwohl ein Ergebnis der heutigen Aufsichtsratssitzung noch nicht vorlag. Ain 'Markte der AutaMen gaben N. E. 1L abermals 1 Prozent nach; man erwartet eine scharfe (Sanierung angeblich 5:1. Auch Kieyer lagen 1 Proz. schwächer. Daimler dagegen etwas anziehend. Deutsche An'eiben waren vernachlässigt. Von Auslandrcnten Türlen etwas schwächer. Im Verlause blieb die Tendenz uneinheitlich Elektrowerte zogen meist leicht an. Farben und Nord- lloyd waren dagegen weiter eher etwas rückgängig. Am Geldmarkt machte die Er eichterung Fortschritte. Tagesgeld 6 Proz. Am Devisenmarkt konnte sich der Markkurs etwas bessern. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1985, gegen Pfund 20,36, London gegen Kabel 4,8485. gegen Paris 124,12. gegen Mailand 92,59, gegen Madrid 30,10, gegen Holland 12,0875.
Berliner Börse.
Berlin, 6. Nov. Nachdem an der gestrigen Börse die Spekulation zu Deckungen geschritten war, konnte man heute wieder beobachten, daß sie eher Neigung zu Abgaben zeigte. Anregende Momente gab es nicht. Der Eisenkonftitt wurde stärker als an den Vortagen erörtert, und die heute stattfindenden amerikanischen Präsidentschastswah. l e n riefen auch eine gewisse Zurückhaltung hervor. Die Kursgestaltung war nicht einheitlich, die Schwankungen betrugen nach beiden Seiten 1 bis 2 v. H.. bis auf wenige Ausnahmen. Die gestrige Aufsichtsratssitzung bei Karstadt mit dem Beschluß der Ausschüttung von 10,5 Millionen Vorratsaktiev verstimmte infolge des die Börse nicht besriedigenden Bezugsrechtes. Kaliwerte waren etwas gefragter, da im Gegensatz zu Meldungen in der vergangenen Woche heute bekanntgemacht wurde, daß der Absatz im Oktober befriedigend war. Die Ausführungen über die geplanten Transaktionen im Bürbach» konzern befriedigten. Krügershall blieben weiter stark gefragt. Salzdetfurth gaben jedoch 3,6 o. H. nach, da etwas stärker Ware herauskam. Von Elek- trowerten, die allgemein etwas bevorzugt waren, konnten Gesfürel 6 v. H. und Transradio 4,5 v. H. anziehen. Reichsbank waren 2,5 n. H. höher, man wollte wieder Käufe für das Ausland beobachten. Zu erwähnen wären noch Glanzstoff und Aschaffenburger Zellstoff, sowie Waldhof, die bis 3 v. H. schwächer waren, dagegen Dessauer Gas und Polyphon 3 biß 5 o. H. höher. Deutsche Anlechen waren eher etwas fester. Ausländer sehr uneinheitlich. Mexikaner fester, dagegen Bosnier und Anatolier schwächer. Pfandbriefe ohne Geschäft und unverändert. Der Geldmarkt war zwar unoeränbert, Tagesgeld aber mit 7 bis 9 v. H. gefragt Monatsgeld 8 bis 9 o. H., Warenwechsel etwa 6,88 v. H. Gleich nach Anfang wurde es etwas schwächer, doch setzten ich kurz darauf an vielen Märkten Kursbesserungen >urch. Tietz konnten auf die heutige Aufsichtsratsitzung, in der über die Erhöhung des Kapitals Be- chluß gefaßt werden soll, etwa 5 v. H. anziehen. Schifsahrtswerte auf die heutige Aufsichtsratssitzung der Hapag fester. Karstadt 3 v. H. erhöht Elektro- roerte lebhafter und durchweg über Anfang.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 6. Nov. Der heutige Frankfurter Produktenmarkt verkehrte in ruhiger Haltung. Anregungen lagen nicht vor. Die Umsätze waren auf ein kleines Maß beschränkt. Die Käufer übten Zurückhaltung. Die Forderungen vom Ausland sind unverändert Die Preise erfuhren gegen gestern keine Veränderung. Es wurden notiert: Wetzen, 23,50; Roggen 22,25 bis 22,50; Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 24,50; Hafer, inländischer 23 bis 23,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22 bis 22,25; Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0 33,75 bis 34,50; Roggenmehl 29,75 vis 30,50; Weizenkleie 13,75; Roggenkleie 14,25 Mark. — Tendenz: ruhig.
Letzte Nachrichten.
,0raf Zeppelins" Rückflug.
Alm. 6. Rov. (WTB. Drahtbericht) Vas C u ,f- schiff „Graf Zeppelin" hat, aus der Richtung Hof—Rürnberg kommend, kurz n id) 1 Uhr unsere Stadt in Richtung auf Friedrichshafen passiert.
Friedrichshafen, 6. Roo. (MTV. Drahtbericht.) Ein bei der Iverfttellung um 12.30 Uhr ein- gegangener Funtspruch des „Graf Zeppelin" besagt, daß das Luftschiff voraussichtlich zwischen 14 und 15 Uhr in Friedrichshafen landen wird.
Zusammentritt des Reichstages schon am 12. November.
Berlin, 6. Roo. (TU. Drahtber.) Der A e l t e st e n- rat beschloß in seiner Heuligen Sitzung, daß der Reichstag schon am 12. November zusammentreten und als ersten Hauptpunkt über die Anträge zur Aussperrung in Westdeutschland und zur Aenderung de, Schlichtungswesen, beraten werde.
Gesamt-emlssion des Kabinett- Poincarb
Paris, 6. Rov. (TU. Drahtbericht) Die vier radikal-sozialistischen Minister, herriot, S ar- rau 1, Perrier und Q u e u 111 e statteten dem französischen Minlsterprä,»deuten poincart heute vormittag einen Besuch ab und überreichten ihm ihreRücktrittsgesuche. Andern Ministerrat der unter dem Dorsih des Präsidenten der Republik im Llyfte stattfand, haben die vier Minister nicht mehr teilgenommen. Der Miulster- ral hat beschlossen, dem Präsidenten der Republik die Gefamtdemission des Kabinetts zu übermitteln.
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