‘en mußte.
■'■er auch die ;
‘k hätte bell
Durch einen unglücklichen Zufall FriedbergcrMotorsprttze, Jen können, telephonisch nicht zu
"ShS
L 43*
SlaHqdHe geschleudert Unter größten Schmerzen wußte her Derungtückte zur Operanon in da- «rank.i.ha.l« nach Weder-Wetscl transportiert •erheiL
Z Steinfurth. 5.August. Der am Fuhe de» Schterge» zwischen Steinfurth und Wisselsheim ge- .•flenr Sauerbrunnen, eine unserer Wetter- iver Mineralquellen, war seither in sehr verwahr- iOftern ^stände. Die Gemeine Steinfurth hat ge- ■ nein,am mit der daran interessierten Gemeinde Htsselsyejm die Anlage de» Sauerbrunnens erneuern lassen. Die Arbeit ist von Maurermeister »engst ausgeführt worden Mehrere Treppen- rufen sichren von zwei Seiten bequem hinab zu ftr Lapsstelle de» ‘Brunnen«. Die llcberbedunq iit detoniert waren. Tie Brunnenanlage hat damit in freundliche» Lustehen bekommen. Eine Tafel r der Brunneninauer mit der Aufschrift: sdmnet den Sauerbrunnen?", soll jeden an eine I selbst verstand!-che Pflicht erinnern. Leider dauert □» pullen bei Gesäße zu lange, weil nur eine hwach fließende Zapfstelle in Tätigkeit ist. E« sol- (t daher zwei neue Zapfstellen angebracht werden, la« stet« kühle, tohlensäurehaltige Mineralwasser ‘»«Brunnen« Ist besonder« in den heißen Sommer- gen eine wahre Erquickung.
(too&feuer in Ober«Rosbach.
WS^k Friedberg, 4. Aua. Heute nacht n«flcn 2 ilßr brach tn dem zu Wohnzwecken te- Lfiten Zechenhau- de - ehema ligen , Bergwerks Over-Ro-bach 5euer au-. * tos sich mit rasender Geschwindigkeit über da» «- ;onze Gebäude ausbreitete. Die Löscharbei- |l<n gestalteten sich außerordentlich schwierig. > bo die Wasserverhältmsse an der hochgelegenen Brandstelle sehr nnrninftig waren und das 'Soffer erst t n Fässern herangeschasst wer-
tn.
eBcn.
3' G’Utn (AjLp .
> Dio-ch t
ollen Sange,
Tt ®onunergerfte Ht Detters >a« ©etreibe über- lobaHnb« m Schnitt btfl r« gerechnet der- ■ überblickst IMt teerten «an, Doggen grfeg. diene Quantität n Hof - Koren ebenfalls sehr' letzten Tage sehr' ten m unserem« wbsteS gut. Die. Behang. Dagegen chr zu wünschen »irren auch nur
Echten dürften'
i erheblich
«ft«m itotyn tov : Landwvri Sprich bei Wiminvd vor idifall beirvisn'. luä unMomler Ur- durch. Dabei wurde geschlagen, zu Somit Kee bflabrnn ikr SetüumfMtU ercn Jerlehun- itätScmto non Sichen vinik gebracht.
leim Taben int aitf fyc an Cflm Mbeth Will et f>wimmerin Manr.t ih sie wm eneni
i DoHtm Wange, troß ist man mit dem (Fr- ligen, gut bfwin'd,"- malmorgen (250 Lu-- ter geerntet an oer SaerfrüMf- » ««» Weniger bttsabri b-i ie fioQänber W V Rufern urb «" ■ hur* Die Schwarz- nhter grüV«*J Mk. Ser Peis tß albe Mari fltW- Irodenbeii tin äj’
«ick in dü übriges htv. »W
pro Zentner aum nben W
hiHHeib^rönM;
,ron ®"«ttk
[feto.
en l°nnl' Kd) so, ■*Ä <*; *'S toim« * S tellt P< «v fonn ^(angenrtnfl 0
i Den Tun , b ent U-ZS
<2!
löeL schloakr.^jfen.
S:!^S
ßfufutter 3,50 bis 4 Mk geboten — In den (Barten macht sich die anhaltende Dürre unangenehm bemerkbar. Da, wo täglich gegossen wird, zeigen Bohnen. Gurken und i£n bitte'n einen guten Stand. Schlecht entwickeln sich sämtliche 8chlorten An dem «raut treten die Raupen sehr stark auf und uchten an den an sich schon schwach entwickelten Pflanzen großen Schaben an. ff» empfiehlt sich, die -Raupen adzuleien unb die gelben ffierhouschen an den Unterseiten der Blatter, au» denen sich die zweite Generation bildet, Ai zerdrücken Den Weinspalieren an den Wohnhaulern ist da« Regenw.tler sehr zustatten ge lammen Bereit« beginnen sich die ersten Gescheine ter „Blauen Frühburgunder" zu färben. Durch ihr fjdte« Blühen haben die Maifroste keinerlei Schaden angerichtet. Daher hängen die Äeinftode so reich ooll Gescheinen, wie seil vielen Jahren nicht. — Die Ernte der Frühbirnen hat begonnen Db- i»ohl der Ertrag unter mitte, ist, sind die Preise yring Die Händler bieten für da« Pfund ab »aum A bl« 7 Ps Hauptsächlich ist e» die grüne Ttagbalenenbirnr, die bereit« herangcreift ist und sich durch einen gewürzig süßlichen Geschmack aus- ytdjnet
Areit -riedberg.
SZSD Ot odenberg. 5 Aug Der hielige ?a1rl»drter Künstler bet bereit» im ver- Rugenen 3ahr einmal durch einen 'Bullen zu
»oben gekommen war. wurde am Freitag-
U«rr eichen. Das Qtebäube brannte b i s auf Ute Grundmauern nieder. Die Bewohner Iw» oberen Stockwerk» konnten nur da» nadle ‘eben retten, während ihre gesamte Habe ein taub der Flammen wurde. Auch aus dem untren Stockwerk konnte nur wenig geborgen wer- :on. Durch den Brand sind 1 6 Familien, turänreg arme x. I arbeitslose Leute, die ihre .tarnte. unversicherte Habe verloren haben, ob« bachlos geworden.
Mrcie Büdingen.
Tlidda. 5 Aug Die hiesige Stadlver- «ltung veranstaltet mit dem cm 3 September hettfutoenben Herbstmarkt diese» Jahr eine Prämiierung von hessischem Fleck- f-i«h (Cimmentaler) und der BogelSberger ■f ckfe Der LandwirtschaftskammerauSschuß für Orerheslen unterstützt dieses ‘Borbaben, so daß ei getarnt 1000 Mark zu PrämiicrungSzwecken Beringung stehen. Jlltt dem Markt ist rociter» fxh eine ^»chtviehverst:igerung de» Landwirt- 'Hastskammerausschusses von hessischem Fleckvieh vb Obern verbunden
Kreitz Schotten.
t Ht!» dem oberenBogelsber g, 4.«ug. ?äf lange Reihe der heißen Tage haben im Bogels- berg eine Naiurfchönheit entfaltet die e» !nen ist. daß man auf sie aufmerksam macht. Weite sWechen von Aahlschlcgen aus den letzten Jahren ' echten den, Wanderer in einer Pracht entgegen, er glauben könnte, in die blühende Heide ■i ihrer schönsten Zeit bineinjumanbern. Seit etwa 1 irzehn Tagen stehen die Weidenröschen in ^ute. Wem her herrliche Anblick der blühenden ■'«'be versagt ist. der hat hier oben im Vogelsberg »f die beste Anschauung. Kilometerweit leuchtet die rofadita Farbe de« Meere« der Bluten. Da- »ischen bewegen sich die weißen Kopftücher bim- tserfuchender grauen und Mädchen. Geht man i tten durch solch einen Schlag hindurch, so kann
-n die emsigen Bienen in Mailen beobachten.
•'< die Gunst de« diesjährigen Sommerwetters ■ 'hrem eigenen Segen und dem des Imker« aus- inerten wisien.
Klein-Eichen, 5. 2lug. Gestern feierten >* Eheleute Heinrich Karl Zimmer und 5lifa- "ch gsb. Enders au Klein-Eichen da» Fest der eibenen Hochzeit.
Kreis Alsfeld.
'* Auvpertenrod. 5. Auq. Pa» drei- ’J®* ^^chterchen eine» hiesigen Einwohners in der Küche schaffen, al» die Jitter diese einen AugenbNck verliest. Bald »..nahm sie Hilferufe und eilte in die Küche.
Äinb in hellen Flam- r.n.. ®lc c ^^ss sofort einen Eimer voll 9; ‘On auf die brennenden Kleider fdjütten. Das bebauernswerto
3«rmvtu*'ihl!»*4m>eTen Brandwunden darnieder, l'ch am Herdfeuer Su schaffen to°?ei kxne Kleider Feuer fingen.
" • Ohmtal. 5. Aua Das De -
rr1 felrfomo YÄ Äeif® dieses Jahr h-.er ■ dn- Während man
xK13 ■£?*>*** 2vggenernte begann. Ht n nur sehr langsam reifen,
.tfle Landwirte muffen eben den Hafer vor
Albrecht Thaer d.I.
Zum 100. Geburtstag des landwirtschaftlichen Forschers und Lehrers an der Gießener Hochschule.
Don Minisierialrat L "K *Dx. Walther, Darmsiadt.
Knapp drei Monate vor dem Ableben de» im 3n- und Auslande berühmten Staatsrats Thaer erblickte am 6. August 1828 ein Enlel «ältester Sohn des m Lüdersdors wirkenden Albrecht Philipp Thaer) das Licht der Welt. Al- Erstgeborener erhielt er den Aufnamen Albrecht «Konrad Wilhelm). Bold nach feiner Geburt starb ferne Mutter, und der Dater heiratete seine Schwägerin die den Knaben liebevoll erzog und später von ihm al» eine Königin im Kreise der Familie bezeichnet wurde Aach dem Tobe de» Großvaters Thaer zog dessen Sohn nach Möglm, um die berühmt gewordene landvirtschastliche Lehranstalt bafeibst weiterzu- führen. Aus dem betonter» durch eine Mustergut ig betriebene Schafzucht der Merinorasse und knivch ernt vorzügliche Bewirtschaftung bekannt gewordenem Gute wuchs der Knabe als echte» Äaturtind auf, das auf alle Dinge achtete. -. B. auf die Arbeiten beim Wiederousbau he» abgebrannten Wohnhaufe» So konnte sich fein Sinn fürs Praktische frühzeitig cnitotcfeln. 3n den Jahren 1841 brs 1846 besuchte er (mit unserem Bismarck) in Berlin das Gymnasium zum (Irauen Kloster, wo er 1846 die Aeiseprüfung betont». Aus dieser Zeit stammt seine Borliebe sür da» Griechische, da« er biS in» hohe Alter betrieb. Sr war Miiglied ter „Graeca“ in Berlin. Sein Baler nahm ihn 1845 mit zum Besuche der grohcn landwirtschaftlichen Ausstellung in Breslau. Sein erstes Semester verlebte er in Heidelberg, wo er staat-wissenschaftliche Dor- lefungcii hörte. daraus wurde er Schüler der Mögliner Akadentie, um dann 1847 die Berliner Universität zu besuchen und seine Dokwrprüsung (1851) dort abzulegen. Dazwischen war er m England und Schottland, rnn die dortigen Landwirtschaft-Verhältnisse kennen zu lernen. 1852/53 arbeitete er praktisch daselbst. 1854 erwarb sein Baler die Tasdorfer Mühle, um durch leinen Sohn den Stienihsee senken zu lassen, was dessen volle geistige und körperliche Arbeitskraft beanspruchte. Auf diese Leistung konnte mit Recht der Sohn -ertleben» stolz fein. (Dgl. den Bericht hierüber in den Annalen der preußischen Landwirtschaft 1864.) Dann kam die selbständige Der- waltung der väterlichen Guter von Rüdersdorf und Boernicke von 1854 bl- 1859. Dom letzten Jahre an unterstützte er seinen Dater an der Landwirtschasllichen Akademie m Möglin und blieb dort bi- zu deren Aufhebung (1861). 1860 versatzte er seine Habilitationsschrist und hielt seins lateinische Antritt-rede al- Privatdozent der Llniversllät Berlin, wo er int Januar 1861 mit seinen Dockesungen begann und dorthin 1862 übersiedelte. Don feinem Dater erwarb er das ®ui Altgaul bei Wriehen o. d Oder. Auherdem übernahm er nach dem Tode seine» Dater- (6. Oktober 1863) das Mögliner Gut. dessen berühmte Schafherde aber in 1864 versteigert wurde. Schon 1863 war bat Gut RüdcrSdvrf verkauft worden. 3m 3ahre 1865 gründete er in Deck in den Klub der Landwirte und gemeinsam mit Jungk den Derein deutscher Landwirt- schaft-beamten Am 23.3uni 1866 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. Für das landwirtschastliche Dereinswelen war Thaer in Beck in wie später in Gießen sehr tätig. Man besichtigte Güter, so z.B. 1868 da- RüderS- borfet Gut und den Stienitzfee. 3m gleichen 3ahre verpachtete Thaer das Gut Altgaul und im Februar 1870 auch das Mögliner Gut. 1869 sand in Beck in der erste norddeutsche Kongreß der Landwirte statt, dem auch der Kronprinz und Bismarck beiwohnten. Am 22. Dezember 1869 wurde Thaer als Prosessor der Rote Adlerorden 4. Kl. verliehen Am 28. Oktober 1870 erhielt er den Rus nach Gießen al- Ordinarius für da - neu gegründete Landwirtschaftliche 3nftitut, bas er 1871 übernahm. Thaer stürzte sich mit Macht und einer bewundernswerten Ausdauer auf die Ausbildung des Instituts. Mußte er doch als einziger sämtliche Disziplinen vortragen, wobei ihm sein reiches Wissen und die in der Prorigesammelten Erfahrungen Auguiefamcn Hm der Sache zu dienen, legte er schon 1872 der Regierung eine Denkschrift über die zweckmäßige Ausgestaltung de- Lond- wirtschastlschen Instituts vor. leider damals umsonst. Wenn nach feinem Tote daS erstrebte Ziel erreicht wurde, so war daS, wie fein Rachsolger GiseviuS oussprach, Thaer zu banlen, der vor feinem Abgänge die Regierung erneut auf den Ausbau des landwirtschaftlichen Instituts hinwieS. Dcch auch ohne HUse verzaats Thaer mcht. Hnermüdlich und unverdrossen totrfie er im Laboratorium, auf dem Derfuchs- felbe, alS Dozent und auch alS Schriftsteller. Da» Gut Altgaul verkaufte er 1873.
Wenn ich heute al» Forstmann und Kameralist am 100. Geburtstage des am 13. Dezember 1906 verstorbenen Lehrer» gedenke, so bin ich hierzu wohl berechtigt, weil ich einer seiner ältesten Schüler bin und bei ihm meinem väterlichen Freunde, al» Assistent wirken durfte, ihm so tnel verdanke immer liebevoll ohne ein harte» Wort unterwieten wurde, und — weil ich von der noch in Gießen lebenden Tochter, der ich herzlich für die gütige le hweise Heberlo'sung von Aufzeichnungen. Briefen ufw. danke, gebeten wurde, ihre» Doters zu gedenken. Del dessen Berufung hieß eS .Die an hiesiger Hniversität gehaltenen landwirtschaftlichen Dockefungen sind in erster Linie von der Großh. hessischen Staatsregierung bestimmt für die Studierenden der Forst- und Kameralwisfenschaft behuss Ablegung einer obligatorischen Fakultät»- unb Staatsprüfung in Enzvklvpädie der Landwirtschaft und der landwirtschastlichtechni chen Gewerbe. Dorstudium in den naturwissenschaftlichen Fächern war DorauSlehung. also au Füßen
unseres verehrten Thaers neben Landwirten und Q3etcrinären Forstleute und Kameralisten. Thaers reiche Erfahrungen au» der Praxi», sein theoretisches Wislen bi» in daS klassische Altertum hinein machten seine Dockesungen zu einem Genuß. Man nahm sie ganz in sich auf und arbeitet«' gern im Laboratorium mit Besonderlehrreich waren die Besichtigungen der Aafcl- reichen nach Standort und wirtschaftlichen Der» hältnisscn so mannigfaltig gestalteten Hofgütern und deren technischen Reben betrieben < Brennereien'. Themische Anlagen (Düngerfabriken und dgl. > wurden unter Führung Thaers besucht. Da die Derwoltiing der Domaniakgüter schon Mitte der 70er Jahre den Oberförstereien übertragen Worten war insbesondere diejenigen der Wiesen, so war für die Studierenten der Forstwirtschaft die Dorlesung über Wiesenbau sehr wichtig. Für mich al« Assistenten hatten die vielseitigen Dün- aunqsversuche auf den Derfuchsfeldern große» Interesse. So hoch Thaer nach den Lehren seines Großvaters auch die Humusdüngung einschähte. so überzeugt war er von der Wichtigtett der Mineraldüngung nach Liebig» Fvrschungeii. Schon 1859 wies er in einer Derössentlichung aus den Erfolg ter Gründüngung mit Lupine hin. waS wir später im Waldbau erprobten. Wie Thaer 1865 in Berlin mit Erfolg den Klub der Landwirte gegründet hatte, so wirkte er auch in gleicher Richtung in Gießen. Der dortige landwirtschaftliche Derein ist sein Werk. ®r suchte vor allem die Kleinbauern, die nur schwer aus sich ßerau»geben, in den kleinen Vereinen zur Aussprache au bringen und sie mit den Fortschritten in der Larwwirtschaft und Wissenschaft bekanntzumachen. Sr war glücklich, wenn er Anklang fand. Der Erfolg blieb aber auch nicht aus. (Dgl. die Gedächtnisrede des Oekonomierats S ch l e n ke am Grabe Thaers.) Zahlreiche Abhandlungen stammen aus ThaerS Feder. 1883 wurde Thaer Dekan der philosophischen Fakultät und 1884/85 Rektor der Hniversität Seine Rek- toratSrete vom 1. Juli 1885 b/»anbdte die gegenwärtige landwirtschaftliche Kr.se in Deutschland. 1894 orhrelt er den Titel Geh. Hofrat. Sehr geehrt wurde er an feinem 70. Geburtstag. Bezeichnend für ihn war seine Bescheidenheit. Der Derlag ter Fühlingschen landw. Zeitung, der 1892 in Rr. 23. 41. Jahrgang ein Lebensbild übet ihn gab, erhielt nur aus wiederholtes Bitten von ihm sein Bild. Das 50jährige Doktorjubiläum feierte Thaer am 2. April 1901. Im Oktober 1901 nahm er seinen Abschied und erhielt daS Komturkreuz 2. Kl. des Verdien st ortens Philipps des Großmütigen. Aus Gesundheitsrücksichten war er 1898 aus dem Stadtvorstand au»- aes(hieben. Trotz schwerer Schicksalsschläge (drei Söhne, eine Tochter unb seine Frau, geb Mannkopf, starben vor ihm) blieb er als wahrhaft frommer Christ stanbhast und war dankbar für sein Familienglück. Als Kirchenvorstand wirkte er segensreich. Eine große Freude war es für ihn, daß 1905,06 vier Enkelsöhne in Gießen studierten und an seinem Tische faßen; einer von ihnen (Willy > studierte Landwirtschaft (1907 in Göttingen). Don der Oberhessischen Gesellschaft für Ratur- und Heilkunde in Gießen wurde er zum Qjßrenmitgliete ernannt Auf philosophischem, geschichtlichem und literarischem Gebiete war er sehr belesen; Plato unb Sokrates waren seine stetigen Begleiter, aber als daS liebste Buch bezeichnete er bvch Luthers Bibel. Er starb am 13. Dezember 1906 — also runb 100 Jahre nach ter Gründung bet Mögliner Lehranstalt 1908 überreichte ter Landw. Verein Gießen den Hinterbliebenen Thaers ein Gebenk- blatt: .Den Manen Thaer», des Begründers des Landwirtfchafllichen Lokalvereins Gießen".
dem Korn abmadfen. Früher sah man hier nie vor Ende August reisen Hafer auf den Felbern stehen
Mrcie Lauterbach.
ch Eichenrod, 5. August. Die Kinder der Schule von Eichenrod und die Oberklasse von Lanzenha,n unternahmen mit ihren Lehrern am vergangenen Montag unb Dienstag einen Ausflug noch Eisenach. Ain ersten Tage mürbe die Tropfsteinhöhle bei Thal besichtigt Sie machte auf die Vogelsbergkinder, die keine rechte Vorstellung davon haben konnten, einen großen Eindruck, lieber hcrr(id)e Aussichtspunkte in den Thüringer Wald gmgs m fünfstündigem Marsch« durch die Drachen- Ichlucht nach Eisenach Nach einer kräftigen Abend- fjppe mürbe in einer Jugendherberge übernachtet 2fm andern Tage war genügend Zeii zu eingehender Vesichngung von Eijenoch unb der Wartburg. Abend» um 8 Uhr kamen die Schuler wieder in LaMcrbach an.
Starkenburg.
Schweres Autounglück bei Zwingeuderg.
WSR. Zwingenberg. 5. Aug. Cm schwerer Autounfall ereignete sich gestern nachmittag kurz vor Zwingenberg. Der Frankfurter Echlvsiermeister Jung nahm mit seinem Wagen die Kurve vor Zwingenberg mit 70 bi» 80 Kilometer Stundengeschwindigkeit. streifte dabei einen Baum und geriet derart in» Schleudern, daß er die Herrschaft über den Wagen verlor. Der Wagen rannte in voller Fahrt
gegen den nächsten Daum unb würbe voll- ftänbig demoliert. Der Besitzer des Wagen», der selbst steuerte war sofort tot. Don den drei milfahrenten Damen erlitten die Mutter unb bie eine Tochter sehr schwere Verlegungen. während die andere Dame, bie jüngste Tochter, wie burch ein 'S}unter mit dem Schrecken davon kam. Die beiten schwerverletzten Damen wurden in bas Darmstädter Krankenhaus gebrarht. wo die Tochter noch im Laufe des Abends starb. Di« Mutter liegt so schwer darnieder, baß an ihrem Aufkommen gezweifelt wirb.
LPD. Darmstabt. 5. Aug. Heute fand in Sarmftabt ein Großflugtag statt, der trotz des windigen und kühlen Wetters einen starken Besuch (12 15000 Personen aufwies unb einen glänzenden Verlauf nahm. Der Tag stand ganz im Zeichen der Leistungen des bekannten Fliegers Fiefeier, den man mit Recht al» dm besten Flieger ter Welk bezeichnet Seine Vorführungen, insbesondere der Rückenflug unb der Flug mit senkrechten, zur Seite gewendeten Tragflächen fanden großen Beifall. Mit Fiefeler startete der deutsche Meister im KunstMegen Stoehr. der allerdings nicht seine eigene Maschine benutzen konnte, und so feine Fähigkeiten nicht voll entwickeln konnte. Unter den übrigen F'ugvoriüh- rimgcn, zu denen u. a. auch bu Herren Kel- t i n g unb Hauptmann Felmh. beide au» Frankfurt a W, starteten ragten die Leistungen des Franzosen de P a l l i e r e s hervor. — Der Start des Ballons „Union1 mit dem Führer De kn. Darmstadt, imb des Ballon» „Darm
stadt* mit dem Führer Hauptmann Wirbt aus Frankfurk a. M leitete die Doriuhrungen des Tages «in. FaUfch'ruiabfprunge Dallonrammer. Taufen von ©cgcifluguugm unb Pafsagierilüg« beschloßen ten Flugtag
Preußen.
Mrcie Metzlar.
• • Aus dem Kleebachtal. 5. August. Am gestrigen Samstag zogen verschiedene heftige Gewitter über unsere Gegend, die den au-getrockneten Auren die langerlcßme Feuchtigkeit brachten. Die langanhallende Trockenheit der letzten Wochen hat den K a r t v s s e l n bereit» empsindlich geschadet, da diese ,n höheren Lagen bereit» abgestorben sind A>r die Dict- wurz bestehen nach dem Regen wieder gute Aussichten. dagegen sind noch anhaltende Regentalle erforderlich um den Kieeäckcrn die nötige A-uch- ligtcit zu bringen und so den starken G r ü n - suttermangel au beheben. Für die irndcnen Wiesen kommt der Regen bereit» au spat, so haß hier auf leine Ernte zu hoffen ist. Die R v g - genernte sowie her Schnitt der Sommergerste sind überall beendigt und sind teilweile schon ganze Qleder leergefahren Der Hafer ,st bei der großen Hitze der letzten Woche ’dmcll berongcreift unb wird auf höhergelegenen Aeckern stbon überall geschnitten Da tn diesem 3 ab re säst feine Lagerungen zu verzeichnen sind, können überall die Emiemalchinen benutzt werben.
Tillkrcitz.
dl. Burg (b. Herbom), 4. Aug. Die Gemeindevertretung hat ten Um- bAiv. Erweiterungsbau de- Rathauses beschloßen. DaS Gebäude wird entsprechend den teuliqen Bebürsnrssen so erweitert, daß neben den Dureouraumen im Erdgesijwß ein Raum für Feuerlöschgeräle und oben eine Wohnung bc- reitgcftcllt werden wird Die Kosten oeS Umbaues werden auf 25 bis 30 000 Mark veranschlagt. Mit der AuSsührung wird begonnen.
Maingau.
WSR Franksuri a. M., 5. Aug Der Attentäter Josef Willkomm, der am Freitagnachmittag im Städtischen Arbeitsamt aus den Dermittlungsfekretär Ennenbach einen Schuß abgab und tonn flüchtete, wurde am ©am»tag gegen 11 Uhr abends in Bcxstmheim von ter 'P©lijci ausgegrfssen und festgenoinrnen.
Wirtschaft.
Oie ArbeiiSmarktlage im Kcid>.
Rach den Feststellungen der LanteSarbeits- ämter hat sich die Lagedes Arbeitsmart • te» der Berichtswoche vom 23. brs 28 Juli 1928 mir weniy verändert und ist tm allgemeinen uneinheitlich geblieben. 3n den vorwiegend landwirtschastlichen Bezirken (Ostpreußen, Schlssien. Riedersachsen), zum Teil auch in Hessen. Mitteldeutschland, Brandenburg und Dordenark ist noch eine leichte Besserung zu verzeichnen, obwohl bie Erntearbeiten erst zum Teil in Angriss genommen sind. Reben den Außenberusen konnte bk K o n se r ve ni n d u - strie, das DerkehrSgewerbe und das Gastwirtschaftsgewerbe m erhöhtem 'Stoße Arbeitskräfte aufnehmen. Dagegen lauten bie Berichte auS Rheinlonb und Westfalen für bie X eytil- und Metallindustrie xum Teil auch au» einigen anderen Bezirken toentger günstig Die Unsicherheit der Arbeitsmackrlag« druckt sich in einem ft arten Wechsel namentlich der kurzsristtg De^chästiglen auS. ter die Der- mitllungslätigkeit der ArbeilSNachweise steigerte.
3n der Londwir tschos t hat der Kräste- bedars der Vorwoche unoermmtert cmgehallen. in verschiedenen Bezirfen sich sogar nicht unbedeutend erhöht.
3m Bergbau ist die Loge nicht einheitlicher geworden. 3m Ruhrbergbau sanden wertere Entlassungen statt. Die Zahl der Arbeitsuchendcn bat von Witte 3urri bis Mitte 3ult um 1839 Mann, ober 22.7 Prozent, zugenmnmen. Die Belegschaft des rhemrsch-tvestfällschen Steintohlen- bergbaues («inschl. der Zechen des linken Rieder- rHeins) ging sogar von 386 943 Gute Mai auf 384 321, alfo um 2622 Warm zurück Mit einem werteren Rückgang des Auslandablatzes wird gerechnet. Aber auch der 3nlandabsatz scheint nachzulassen, so daß die Zechen zu weiteren Ein- (chränkungen bzw. Stillegungen gezwungen fern werden. 3m sächsischen Steinkohlenbergbau hat sich d» Lage nicht aeänbert. Dagegen ist inj mitteldeutschen Braunkohl en ber^ bau b<e Arbei's- marftiagc unverändert qü nfti g. Der zunehmende Beschäftigungsgrad m ten letzten Monaten führte zu einem ständigen großen Bedarf an gelernten und ungelernten ‘Bergarbeitern, der trotz regster Bemühungen nicht voll gedeckt werten formte. Aus dem Erzbergbau unb der Hüttenindustrie sind keine besonderen Deränderungen zu melden.
3n ter M etall - und M aschinentndu- strie ist die Lage weiter uneinheitlich unb wenig verändert. Aus Berlin, der Rordmark und Rie- derfachsen wird eine leichte Belebung in der Cßermittiungetäiigteit gemeldet. 3m Freistaat Sachsen hatten insbesondere Konftrultionssirmen weiteren Bedarf an Fachkräften Dem gegenüber ist die Beschäftigung der SletoUinbuftrie ,m Rheinland unb tn Heffeii etwas zurückgegangen. Die Industrie landwirtschaftlicher Maschinen war in der Bericht-Woche in Brandenburg noch gur. im Freistaat Sachsen unb Schwaben schwächer beschälttgl. Die Schwarzwälder Hbreirinbuftne meldet auf Grund guter Inland- und Au-landausträge flotten Geschäftsgang und für Fachkräfte Aufnahmefähigtzeit.
3<n Spinnstoffgewerbe war die Lage Wetter uneinheitlich. Dies kommt m den Berichten der Landesarbettsämter Hessen. Mitteldeutschland undSüdwestdeutschland ganz besonders zum Au-bruck. 3n Sachten baten sich cte örtlichen Verschiedenheiten in der Beschäftigung noch auffallender herausgebildet — Betrieb sein- schrankungen auf der einen, Betrieb-beleb ung unb bamit Äräftetebacf insbesondere an Facharteitern auf der anderen Seite.
3m Bekleidungs gewerb« hot bk Beschäftigung fast in allen LondesarteitSamt-te- zrrken weiter nachgelassen Dur in Brandenburg haben sich dir Verhältnisse in der Herren- und Damenkonfektion für männliche unb weibliche Arbeitskräfte oetelfert. Die Schuhindustrie war weiter sehr schlecht beschäftigt. Klagen kamen besonders aus Brandenburg, Mitterderischlantz,


