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Mit Rücksicht auf das äußerst schamlose Treiben wurde das erstinstanzliche Urteil in vollem Um­fang bestätigt, so daß die Angeklagte nach Ver­büßung der Haftstrafe für längere Zeit in einem Arbeitshaus untergebracht werden wird.

Wirtschaft.

Erhebliche Anspannung der Reichsbank zum Zanuaruliimo.

Der am Samstag gemeldete Ausweis der R e i ch s b a n k zum Januarultimo zeigt eine er­hebliche Anspannung, die sich in der Zu­nahme des Wechselbestcmdes um fast 300 Mill. Mark, der Zunahme der Lombards um fast 70 Mill. Mark, der Abnahme der Giroguthaben um 210 Mill. Mark und der Zunahme des Roten­umlaufs um fast 570 Mill. Mark kennzeichnet. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf Ultimo Ja­nuar stellt sich damit auf rund 5,9 Milliarden Mark. Der vorliegende Ausweis der Reichsbank, der. wie die Abnahme der Girogelder zeigt, vor ollem infolge des saisonmäßigen Geld­bedarfs der öffentlichen Kassen an­gespannt ist, läßt die Hoffnungen auf eine Er­mäßigung des Diskontsatzes wieder etwas schwin­den. Hierzu trägt auch die bisher nicht erwartete Erhöhung der Reuhorker Diskont­rate. die zwar unmittelbar auf den deutschen Geldmarkt keine Wirkung hat, bei, auch die heutige Börse war durch die Reuhorker Dis­konterhöhung verstimmt. Daß selbst in Bank­kreisen mit einer Ermäßigung des Diskontsatzes gerechnet worden ist. geht aus der starken Zu­nahme der Lombardbestände hervor, in dem die Banken in der Einreichung von Wechseln Zurück­haltung geübt haben, um im Falle einer Dis­kontermäßigung nicht mit einem höheren Zins­satz belastet zu sein. Die Banken dürften auch vor ollem mehr kurzfristiges Wechselmaterial ein­gereicht haben und dadurch sind die Aussichten auf einen schnellen Rückfluß von Zah­lungsmitteln zur Reichsbank recht günstig. Absolut betrachtet, d. h. ohne den Zusammenhang mit der in der letzten Zeit so häufig diskutierten Frage einer Diskontänderung, kann der Reichs- bonkousweis trotz der eingetretenen Anspannung Befürchtungen nicht auslösen. Denn man muß bedenken, daß die Ausdehnung des Zahlungs­mittelumlaufs zum großen Teil auf den Abzug der Girogelder zurückzuführen ist, die jedoch, da der Geldbedarf der Kasse nur vorübergehend so hoch ist, bereits beim nächsten Ausweis wieder zunehmen werden. Jedenfalls scheint der Ultimo Januar diesesmal gleichmäßig durch Wechsel­einreichungen und Giroabzüge finanziert worden zu sein, was natürlich den Umlauf an Roten stark beeinflußt hat. Der Reichsbankstatus beweist unseres Erachtens zweifellos, daß die Reichs­bank wieder feste Fühlungnahme zum Geldmarkt zurückgewonnen hat. die während der letzten Wochen auf Grund der Entwicklung der Geld­marktsätze nicht mehr vorhanden gewesen war. Die Grundentwicklung hat nach wie vor ein gün­stiges Gesicht, wenn auch, wie bereits gesagt, infolge der eingetretenen Festigkeit an den inter­nationalen Geldmärkten die Frage einer Dis° kontermätzigung in den Hintergrund getreten ist.

Ausbau der

bayrischen Elektrizitätsversorgung.

Die Bayernwerk - A. -G. in München hat die Aktienmajorität der Bayerischen Braunkohlen-Jndustrie» T*2L - in Schwandorf (Aktienkapital 5 414 400 Mk.) er­worben. Es ist beabsichtigt, bei Schwandorf ein großes Dampfkraftwerk zu errichten, nachdem ein­gehende Untersuchungen ergeben haben, daß sich das dortige Braunkohlenvorkommen nach Art und Menge, sowie hinsichtlich der Lage be­sonders gut eignet zur Errichtung eines großen Dampfkraftwerkes. Die Errichtung dieses Dampf­kraftwerkes stellt für die bayrische Landes­elektrizitätsversorgung die billigste Möglichkeit dar, sich ständig mit hochwertiger elektrischer .Energie zu versehen und bereitet damit den Boden für den späteren Aufbau weiterer eigener bayrischer Wasserkraftwerke. Gleichzeitig wird dieses Dampfkraftwerk bei fortschreitender Elek­trifizierung der Reichsbahn über Regensburg hinaus für diese ein wertvoller Stützpunkt sein.

Kommunale Landesbank Darm- ft a d t. In Auswirkung des soeben gestellten An­trages der Einführung der Reihen 3, 4, 5 und 6 der Schuldverschreibungen der Kommunalen Lan­desbank in Darmstadt wurde dem Institut ge­nehmigt. den Zinssatz seiner Schuldverschreibun­gen, Reihe 5. von 6 Prozent auf 8 Prozent zu erhöhen.

Ueberzeichnung der 4-Millionen- Mark Preußische Pfandbriefbank­

Pfandbriefe in Amsterdam. Die Sub­skriptionen auf die in Amsterdam durch die In» casso-Dank, sowie die Bankhäuser Vermeer L Co. und S. Schönberger & Co., Amsterdam aufge­legten 4 Millionen Mark 7prozentigen kapital­ertragssteuerfreien Pfandbriefe der Preußischen Pfandbriefbank, Berlin, sind in einem Maße ein- gegangen, daß nur eine geringe Zuteilung er­folgen kann.

* D i e amtliche Großhandelsindex- z i f f e r. Die auf den Stichtag des 1. Februar be­rechnete Großhandelsindexzisfer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche von 138,4 auf 137,9 oder um 0,4 v. H. zurückgegangen.

Aus der Mafchinenindustrie. Die gegenwärtige Lage der Maschinenindustrie ist noch immer durch die am Jahreswechsel eintre­tende übliche Zurückhaltung seitens der Ver­braucher. die in ihren Dispositionen sehr vor­sichtig sind, gekennzeichnet. Wenn auch die Be­schäftigung gegenwärtig noch normal ist, so zeigt der Auftragseingang teilweise einen Rückgang, der nicht zuletzt durch die Auswirkungen des Schiedsspruches des Reichsarbeitsministers her­vorgerufen ist. Die Verhandlungen wegen der Erhöhung der Eisenpreise, die sich erst auf die gesamte Unkostenkalkulation auswirken werden, und die zur Zeit noch bestehende Ungewißheit über die Gestaltung des Jnlandsmarktes haben eine gewisse Zurückhaltung in der Auftrags­erteilung veranlaßt.

* D i e Rationalisierung bei Daim­ler-Benz. Die Berwaltung der Daimler- Benz A. G. gibt bekannt: Der Umsatz im 'Jahre 1927 hat die Höhe von 121 Millionen gegen 67 Millionen Mark im Jahre 1926 erreicht. Die heutige Belegschaft beträgt 16 000 Arbeiter und Angestellte, gegen 9500 Ende 1926. Diese außerordentliche Steigerung der Belegschaft er­wies sich als notwendig, weil die Massierung der rückständigen Aufträge auf die neuen Mo­delle zu größter Leistungsspannung zwang. Rach- dem die Produktion mit der lausenden gestei­gerten Rachfrage in Einklang gebracht worden ist, wurde in der Ausschußsihung des Aufsichtsrats das diesjährige Fabrikationsprogramm festgelegt, das eine Steigerung der Produktion noch über die des Jahres 1927 hinaus ermöglicht. In­folge der Rationalisierung der Betriebe wird das Programm mit einer um einige hundert Mann verminderten Arbeiterzahl durchgeführr werden. Das Verkaufsgeschäft hat angesichts des bevorstehenden Frühjahrs bereits erfreulich an- gezogen.

* Anschluß von Leverkusen an die Ferngasversorgung aus dem Ruhr­gebiet. Vor kurzem ist zwischen der A.-G. für Kohleverwertung und der J.-G.»Farbenindustrie ein Vertrag über die Ferngasversorgung des Leverkusener Werks unterzeichnet worden. Mit dem Bau der Anschlußleitung von dem Ortsrohre von Hamborn aus wird in nächster Zeit begon­nen. Die Aufnahme der Ferngasversorgung wird voraussichtlich noch im Laufe des Jahres er­folgen. Das Gaswerk der J.-G.° Farbenindustrie wird dann stillgelegt werden. Damit würde auch der von diesem Gaswerk belieferte Ort Lever­kusen, mit dem Verträge allerdings noch nicht abgeschlossen sind, zum Anschluß an die Fern­gasleitung genötigt sein.

* Siemens & Halske, A.-G. Die Betriebe der Siemens & Halske, A.-G., waren, wie im Geschäftsbericht ausgeführt wird, während des lausenden Geschäftsjahres ausreichend beschäftigt. Die Gesellschaften, an welchen sie dauernd und maßgebend beteiligt ist, haben angemessene Er­gebnisse erzielt. Es kann daher, wie bereits ge­meldet, die Verteilung einer Dividende von 12 Prozent vorgeschlagen werden, womit wieder der Borkriegssah erreicht wird. Sowohl die im Geschäftsjahr eingegangenen Bestellungen, als die Ablieferungen der Betriebe haben sich gegenüber dem Vorjahre nicht unbeträchtlich erhöht. Die Zahl der Beschäftigten bei dem Gesamtkonzern hat die Ziffer von 100 000 wieder überschritten. Vom Gesamtkonzem wurden im abgelaufenen Jahr 182 Millionen Mark als Gehalt und Lohn an die in den deutschen Betrieben beschäftigten Angestellten und Arbeiter bezahlt, für gesetzliche und soziale Leistungen 17,6 Millionen Mart. Die Aufwendungen für Pensionen sind seit dem Jahre 1924 um mehr als 100 Prozent gestiegen. Rach Vereinbarung mit der Elektrizitäts-A.°G., vormals Schuckert & Co. wurde die Umwandlung der Siemens-Schuckertwerke G. m. b. H. in eine Aktiengesellschaft beschlossen und durchgefiihrt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 6. Febr. Tendenz: schwä­cher. Die Börse eröffnete die neue Woche in aus­gesprochen l u st l o s e r und schwächerer Hal­tung. Das Geschäft war sehr still und beschränkte sich wieder fast vollkommen auf die Tätigkeit der Kulisse, die einige Abgaben vornahm, während von

einer Beteiligung der Privatkundschast kaum etwas zu bemerken war. Die Stimmung war vor allem wieder unsicher im Hinblick auf die weitere Ent­wickelung der Geldmarktlage und eine im Zusammenhang damit nicht mehr wahrscheinliche DiskontermäßiAung der Reichsbank. Demgegenüber konnten die künftigen Abschlüsse im Siemens-Kon- zern nicht weiter nachwirken, auch der erhöhte Kali­absatz blieb auf die Allgemeintenoenz ohne Einfluß. Die ersten Kurse lagen gegen Samstag-Schluß fast durchweg 1 bis 2 o. H. schwächer. Stärker an­geboten waren I. - G. - F a r b e n (minus 3 v. H.l und am Elektromarkt Gesfürel, Schuckert und Licht und Kraft, die je 3 v. H. nachgaben. Don Montanwerten verloren Rheinbraun 3 v.H., Rheinstahl 2,5 v. H. Zellstoff-Wal-dhof büßten 3,5 v. H. ein. Im Zusammenhang mit Hoffnungen auf eine baldige Erledigung der Freigabeangelegenheit blieben Schiffahrtswerte behauptet. Scheide­anstalt konnten 1 v. H. anziehen. Holzverkohlung erneut plus 2 v. H. Rach den ersten Kursen stag­nierte das Geschäft fast vollkommen. Deutsche Anleihen gaben bei stillem Geschäft etwas nach. Ausländer fast umsatzlos. Später tonnte sich die Stimmung allgemein etwas bessern, ausgehend von Schiffahrtswerten, die je 1 v. H. anzogen. Das Geschäft wurde vorübergehend etwas lebhafter, und die führenden Werte konnten sich bis zu 1 v. H. be­festigen. Am Geldmarkt mar Tagesgeld etwas leichter, der Satz ermäßigte sich auf 6,5 v. H. Im Devisenverkehr stellte sich die Reichsmark gegen Kabel auf 4,1923; gegen London auf 20,425. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,10, Madrid 28,60, London gegen Kabel 4,873/i<$.

Berlinc Börse.

Berlin, 6. Febr. Die Geschäfts stille der letzten Woche hielt auch zu Beginn der heutigen Börse unvermindert an. Orders von Publikumsseite lagen überhaupt nicht vor, und die Spekulation beobachtete Zurückhaltung. Pressemeldungen, nach denen in der Frei­gabeangelegenheit neue Komplikationen eingetreten sein sollen, und Zusatzanträge zur Freigabebill, sowie Ausschließung der Zahlung bis zur Entscheidung der Schiedskommission rufen eine gewisse Beunruhigung hervor. Auch die Nachricht, daß der Reparationsagent eine Summe von 50 Milliarden genannt haben soll, verstimmt die Börse in größerem Maße. Der Geldmarkt ist weiter angespannt. Die international anziehenden Geldsähe blieben auch auf dem hiesigen Markt nicht ohne gewissen Einfluß. Tagesgeld 7,5 bis 8 Prozent, Monats­geld 7,25 bis 8,50 Prozent, Warenwechsel 6,90 Prozent. Zu den ersten Kursen lagen Kauf­aufträge nicht vor, die Spekulation nahm ge­ringe Abgaben vor, die bei dem kleinen Ge­schäft und der fehlenden Aufnahmelust das Ge- samtkursniveau um 1 bis 2 Prozent, vereinzelt auch bis 3 Prozent senkten. I. G.-Farben, Elektrowerte und Zellstofs-Waldhof lagen bis 4 Prozent schwächer. Fest waren nur Schu­bert & Salzer, sowie Bemberg, die 4 bis 6 Prozent anzogen. Deutsche Anleihen schwächer. Ausländer überwiegend nach­gebend. Bosnier fast minus 1 Prozent, Türken dagegen etwas fester. Pfandbriefe voll­kommen still. Rach den ersten Kursen schritt die Spekulation zu Deckungen, die eine Er­holung der Kurse bis zu 1 Prozent zur Folge hatten. Svenska gewannen 5 Mark, Bemberg plus 11 Prozent, Schiffahrtswerte konnten 1 bis 2 Prozent anziehen.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 6. Febr. Jnlandweizen wurde infolge starken Angebots für die erste Sorte um 0,50 Mark ermäßigt. Futterweizen blieb im Preise unverändert, Da dieser Artikel begehrt ist. Roggen unverändert. In Weizenmehl ist das Angebot stärker geworden, der Preis mußte um 0,25 Mark ermäßigt werden. Kleie ist unverändert und für prompte Lieferung noch gesucht. Mais liegt fest. Futter- und Rachmehle sind nur mit Preiskonzessionen zu verlausen. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs, 24,50; Weizen 2, gut, gesund, trocken, bis zu 3 Proz. Auswuchs. 23,25 bis 23,50; Weizen 3, geringere Beschaffen­heit, bis zu 23 Proz. Feuchtigkeit, 22,75 bis 23,25; Roggen 24,50; Sommergerste für Drau- zwecke 27,50 bis 29,50; Hafer, inländ., 23,50 bis 24; Mais (gelb) für Futterzwecke 22; Mais (gelb) für andere Zwecke 22,75; Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0? 36,25 bis 37; Roggen­mehl 33,50 bis 35,25; Weizenkleie 14,15 bis 14,25; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 32 bis 60; Linsen, je nach Qualität für Speise­zwecke 55 bis 105; Heu, süddeutsches, gut, ge­sund, trocken 8 bis 8,50; Weizen- und Roggen­stroh, drahtgepreht 4,50; gebündelt 3.25; Treber, getrocknet 17,75 Mk. Tendenz: Flau, Mais und Kleie fester.

Frankfurter Lchlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 6. Febr. Auftrieb: 1348 Rinder (darunter 298 Ochsen, 64 Bullen. 644 Kühe, 342 Färsen), 500 Kälber. 186 Schafe. 6184 Schweine. Rinder (Ochsen): Doll- fleischige, ausgemästete, ij" f)? cn Echlachtwerts (jüngere) 58 bis 61 Mk., Ircre) 54 bis 57; sonstige vollfleischige (jüng 50 bis 53, (äl­tere) 47 bis 49; fleischige o.s 46. (Bullen): Jüngere, vollfleischige, hoch,.e.i Schlachtwerts 52 bis 55; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 47 bis 51. (Mhe): Jüngere, vollfleischige, höch­sten Schlachtwerts 46 bis 49; sonstige vo!!fleiso)>^ oder ausgernästete 40 bis 45; fleischige 33 bie 39; gering genährte 25 bis 32. (Färsen Kalbinnen, Jungrinder): Vollfleischige, ausaernästele, höchsten Schlachtwerts 58 bis 62; vollfleischioe 53 bis 57; fleischige 44 bis 52. Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 72 bis 76; mittlere Mast und Saugkälber 65 bis 71; geringe Kälber 55 bis 64. Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 50 bis 54; mittlere Mast- lämmer, ältere Masthämmel und chtt genährte Schafe 42 bis 49. Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 60 bis 61; voll­fleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 59 bis 61; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 58 bis 60; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebend­gewicht 55 bis 59; Sauen 50 bis 56 Mk.

Erweitertes

Schöffengericht Gießen.

* Gießen, 1. Febr. Der heutige Sitzungstag war ausgefüllt durch zwei Anklagen wegen Sitt- lichkcitsverbrechens, zu denen umfangreiche Zeu­genladungen ergangen waren. In beiden Fällen war die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Ein Landwirt aus Grohen-Linden war der Rotzucht in zwe4 Fällen angeklagt. Er konnte dieser Verbrechen nicht überführt werden, da ihni bewußte Gewaltenwendung nicht nachzuweisen war; da er aber die angegriffene Frau schwer beleidigt hatte er bot ihr Geld an, wurde er wegen Beleidigung z u sieben Mo­naten Gefängnis verurteilt.

Freigefprochen von der Anklage der Blutschande wurde trotz hohem Verdacht ein Schriftsetzer von Gießen. Da die Hauptbe- lastungszeuginnen naher Verwandtschaft wegen ihre Aussage verweigerten, war es nicht möglich, den die Beschuldigung bestreitenden Angeklagten einwandfrei zu überführen.

Büchertisch.

Zeitungs-Katalog Rudolf Mosse 192 8. Die 54. Ausgabe dieses populären Füh­rers auf dem Gebiete der Zeitungs- und Zeit­schriftenreklame ist soeben erschienen. Sein redak­tioneller Teil unterrichtet den Inserenten über alle den Anzeigenteil der Zeitungen und Zeit­schriften betreffenden Fragen. In dem hieran anschließenden Anzeigenanhang haben die! Ver­leger Gelegenheit genommen, den reklamever­brauchenden Firmeit die besondere Eignung ihrer Organe für die jeweiligen Zwecke zu schildern. Einem vielfach geäußerten Wunsch zu genügen, ist diesmal dem Katalog ein 30 Seiten umfassendes Kartenwerk beigegeben, das die Länderkarten des Deutschen Reiches sowie des gesamten übrigen europäischen Kontinents bringt. 43

In der Faschingsnummer der Leipziger3 ll u= ftrierten Zeitung" (Verlag I. I. Weber) schildert u. a. Gustav Herrmann den Faschings­betrieb mit seinem lächelnden Llnbeschwertscin. Den Münchener Fasching im besonderen hat sich Ernst Hoferichter in seinem lustig erztzhltzn Bil­derbogen aufs Korn genommen. Einen Beitrag ernsterer und zarterer Art bietet Ossip Kaienter mit feiner Venediger KarnevalsgeschichteDer gelbe Mantel". Als Vertreter des grotesken Humors haben Hans Reimann usnd Joachim Ringelnah aus ihrem Bereich beigesteuert.

Das Neumeyer Piano

bildet eine Qualitätsklasse für sich.

Vertreter:

August Förster * Gleisen

Bahnhofstraße 65 B 59a Fernruf 1367

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

___________Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe Der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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Deutsch-Lefterr., 5100 Kronen

Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

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Tschechoslowakische Noten . .

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Devisenmarkt Berlin

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Datum:

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Datum:

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16,44 80,56 71,28

169,04 1,793

58,445 111,57 112,34 112,61 10,566

22,20 20,444

4,1965

16,48 80,72

71.42 1,969

0,5045

69,095 12,432

7,385 73,35 3,033 20,72 81.72 2,127 5,556 4,188 4,284

20 965

JungbanS . ...... 6

Lechwerkc ....... 8

Matnkraftwerke ...... 8

154 144.ö 146.5

LOS

174.25

231

163 159,5 160,5

208

128

195

154,75

144.5

174 231.25 162.25 158.5 159,25

127 194.5

231

165,

102

43

174

257

111

23

75

75 ,9

25

52

75

,9

95

Mtag ....... 10

Rekarkulmer ........ 8

Peters Union ....... s

ßkbt. Roeder ...... 10

Bcngt A Haeffner .... 6

8üdd Zocker......0

Ban

140,5 100 113 141

178.75

141,25 knoten.

141,5

137,5

100

112,5

179.5

140.25

1 1 1 1 1 1 ___

1,965 0,5025

ü8,975 12,412

7,37t 73,21 3,027 20,68 81,56

2,123

5,544

4,180 4.276

20.925

Berlin. 4 Febr.

1 eielD

Briet

Amerikanische Raten.....

Selgischc Noten......

Dänische Noten ......

Englische Noten .......

I 4,169

58,21

111,90

1 20,37

4,189

58,45

112,34

20,45

Athen . Eanado llrnnaD 6*» - - -