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Nr 5 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Freitag, 6. Januar 1928

Wirtschaft.

Oie Reichsbank am Zahresschluß.

Der Ausweis der Reich-bank per 31 Dezember 1927 weift, wie vorauszu- sehen war. eine Aekordanspannuna auS. die die lebhaste Hoch onjunltur widerspiegeu Die Anspannung aus der Ätlivseire des AuSwei es ' inert sich in . ne des Wech

konroS um über 700 Millionen Marl. daS da­mit den Rekordstand von 3.128 Milliarden Mart, die Höch re Zahl seit der SrabUisierung. erreicht hat. Man kann allerdings darüber im Zweifel sein, ob diese Aelorbbeanspruchung in ihrem ganzen Um lange aus den tatsäch ich gesteigerten Te? ad der DirtsLast zurückzeyl Die- scheint nicht der Fall zu sein. Die Re.ch-bank ist. wie auch in den vorhergehenden Wochen des Dezem­ber. stärker von öffentlichen 6-cden bean­spruch, worden, uni) die Verminderung des Wech eibestandes bei der Gvlddiskontbank deutet daraus hin. das; diele, wie gewöhnlich, ihre Wechsel der Reich-bank zur 2'e. istontierung eingereich, hat. Die odgesto^enen Wechsel der GoldbiSlontbank betragen allein 200 Millionen Mark. Es ilt secnerh.n zu beachten, daß die ZweimonatSavise der Danken, die sur den 31. De­zember sällig geworden sind, auch ihren starken Einfluß aus die Anspannung des Wech'eUon v» der Reich 5bonk gehabt haben. Es liegt aus der Hand, bau die Danken gerade zum Iahre-ultimo au« Gründen der Liquidität Wechseleinreichunaen bei der Reich-bank über daS gewohnte Mast binau- Doracnommen haben, und daß ferner durch überstarke Dorversorgung eine weitere Ausweitung des Wech elporte'euilleS Platz ge­griffen hat Derückstch.igt man diese Tatsachen, so kommt man -u dem Ergebnis, daß die essektive Mech elbea lpruchung der Reichsbank durch die Wirtschast weit unter der auSgewie'encn Ziffer von 711 8 Millionen Mark liegen dürste.

r dem Gc'tchlopunkt der allgemeinen Gnt- Wicklung des ZahreS 1927 ergibt sich für die Deurletlung der Aekordinanlpruchnahme der Deiche bank ein durchaus günstiges Urteil, wenn man die Ultimoausweise der voranaegangenen Monate vergleicht. Der Vesamtruagriss zum 2ahreSultimo stellt sich, da der Zuwachs an Giroaeldem mit über 200 Millionen Mark auf Der Passivseite in Abzug gebracht werden muh, aus 534 Mi lionen Mark gegenüber 7C9 Millio­nen Mark am Dovcmberultimo. 606 Millionen Mart am Oktoberultimo. 687 Millionen Mark am Septemberultimo und 702 Millionen Mark am IahreSultimo. Au- dem . tuwachs anDiro- aelbern erklärt sich auch die Ausweitung deS Zahlungsmittelumlaufs um rund 524 Millionen Mark. Zwar weist der ZahlungS- miltelumlauf einen feit der Stabilisierung noch niemals verzeichnelen Dekordftand auf. Die Zu-

-t ich jedoch für da- ganze Jahr auf 470 Millionen Mark gegenüber einer Gesamtzunahme von 630 Millionen Mark im 2ahre 1926. Die Höhe des ZahlungSmittelumlaufS, oder, besser gesagt, sein Niveau. entspricht der gesteiger­ten Konjunktur,' und es ist sogar ausfällig, dah sich das Tempo der Zunahme deS ZahlungS- mitlelundaufe im Zähre 1927 Dcrlanglamt Hal. Wenn wir in unferem gestrigen DerichtZur Lage de- deutschen Geldmärkte-" in Anbetracht der Derllüsligung. die während der ersten Tage de- Januar eingetreten ist. und die sogar zu einer Herabsetzung deS Sage- für PrivatdiSkon- ten geführt hat, von der Möglichkeit einer Dis- ko n t e r m ä h t g u n g geiprochcn haben, so kann die'e Ansicht trotz der zahlenmäßigen Dekord- anfpannuug der Reichsbank zum IahreSpltimo nicht umgemorien werden. Ginc Ermäßigung deS Diskontsatzes für Ende 3anuar bzw. Anfang Fe­bruar liegt auch weiter im Bereich der Möglichkeit Für die nächste Zeit hängt natürlich alles von den Rückflüssen bei der Re chobank ab. und die Reichsbank wird bereits nach Umfang und Tempo der Rückflüsse, die wie wir erfahren bereit- recht stark eingesetzt haben, ihre Entjcheidung in der Frage der DiS- kontermaßigung treffen können. Diese Entschei­dung wird sie im Jahre 1928 unter anderen Um­ständen treffen alS im abgelaufenen. Zu Beginn des Jahres 1927 war die Reichsbank nicht Herr des Geldinarkies, während man heute ohne wei­tere- lagen kann, dast sie am Geldmarkt wieder die ihr zukommende vorherrschende Rolle ein­nimmt.

e Ermäßigung der Geldsähe der Preußischen Staatsbank. Die Preußische Staatsbank (Verhandlung) kündigt unter -dem

5. Januar die Ermäßigung ihrer Geldsache um /* diS 1 , Prozent an. Der Sah für täglich künd­bare Einlagen wird von 4! ? auf 4 Prozent herabgesetzt Für denjenigen Teil der als tägliche Gelder eingezahlten Betrage, der über Monats­ende hinaus bis zum dritten Werktag deS nächst­folgenden Monat- einfchließlich in Höhe von mindesten- 100 000 Rm. verbleibt, werden vom Tag der Einzahlung ab 6' , Prozent (61 , Proz.) vergütet. Einer vorherigen Festlegung bedarf eS dabei nach wie vor nicht. Für den Gelderkauf einen Monat fest beträgt der Sah jetzt 6- , (71 J Prozent, auf zwei Monate 61 , (71 Pro-., auf mindesten- drei Monate 7 (7* $) Prozent. Auf Sonderkonto H (Darlehen auf einen Monat fest» werden 81 . (8/J Prozent berechnet, für Einlagen darauf 5 . (61 ,) Prozent. Für Dar­lehen auf Sonderkonto J (vom 5. deS Monats oder einem der folgenden Tage ab fest bi- zum 27. de-'eiben Monatsj ist ein Sah von 6 Prozent Segen bisher 6 . Prozent festgesetzt worden, für inzahlungen darauf em solcher von 5* » Prozent gegen bisher 5 , Prozent. Die Sähe gelten nur gegenüber den Danken. Die Unüberjichtlichkeit deS Geldmärkte- macht eS zur Zeit unmöglich, ein- bis dreimonatige preußische Reichsmark- schahanweifungen abzugeben oder die G'lder auf Sonderkonto G hereinzunehmen. Das Konto kommt daher bi- auf weiteres In Fortfall.

D i e Spareinlagen Ende Rovem- b e r. Ende Rovember 1927 stellte sich der De- stand der S-arein'agen bei den deutschen Spar­kassen auf 4543.1 Mill. Mk. gegen 4414.4 Mill. Mark Ende Oktober 1927, weist mithin eine Zu­nahme um 93. Mill. Mk. aus. Die Giro-, Scheck- und Kontokorrent-Einlagen stellten sich zum glei­chen Zeitpunkt aus 1153,0 Mill. Mk. gegen 1141.1 Mill. Mk. Ende Oktober 1927.

Weitere Ermäßigung deS Privat- diSkontsatzes. Nachdem der Privatdiskont- sah erst am 2. d. M. von 7 auf 6.75 Prozent er­mäßigt wurde, wurde er am 5. d. M. infolge sehr starker Rach rage erneut um ' \ Prozent aui 6.5 Prozent herabgesetzt

* Deutsches K a I i s y n d i k a t. Der Absatz des Deutschen Kalisyndikats im Dezember 1927 betrug 1 004 756 Doppelzentner Reinkali gegen 958 861 Doppelzentner Reinkali im gleichen Monat des Vorjahres. Der Absatz in den ersten acht Monaten (Mai bis Dezember) des laufenden Düngejahres beträgt 6 504 334 Doppelzentner Reinkali gegen 6 230 951 Doppelzentner Reinkali in den ersten acht Monaten des Düngejahres 1926 27 und gegen 6 466 763 Doppelzentner Reinkali in den ersten acht Monaten des Düngejabres 1925 26. Der Ab­satz im Kalenderjahre 1927 beträgt 12 310 060 Dop­pelzentner Reinkali gegen 10 998 730 Doppelzentner Reinkali im Kalenderjahr 1926 und gegen 12 255 117 Doppelzentner Reinkali im Kalenderjahr 1925.

Verkürzte Arbeitszeit bei Salm- ler-Denz. Der Belegschaft der Mannheimer Daimler-Benzwerke wurde gestern durch Anschlag mitgeteilt, daß von der lausenden Woche ab statt 48 nur mehr 38 Stunden gearbeitet werden soll, außerdem wurde die Entlassung von zunächst 25 Arbeitern angekündigt. Dem 'Betriebsrat ge­genüber wurde von der Direktion die Maßnahme damit begründet, daß den Werken von den Dan­ken kein weiterer Kredit mehr eingeräumt werde.

Metallbank und Metallurgisch« Gesellschaft A. - G., Frankfurt a.M. Die Generalversammlung «rlebigte bic Regularien, Es gelangen wieder 8 Prozent Dividende zur Ver­teilung.

Metallgesellschaft Frankfurt a. M. Die Generalversammlung genehmigte debattelos den bekannten Abschluß für das Geschäftsjahr 1926 27 mit 11 (i. 33.10) Pro^nt Dividende aus die Stamm­aktien.

' Metallbankgruppe Stolberger Zink. Wie dieK. Z." berichtet, schweben zur Zeit Verhandlungen zwischen der Metllbankgruvpe und Stolberger Zink über ein industrielles Zusammen» gehen. Ob und wieweit dies« Pläne mit den befinn- len Plänen von Otto Wolfi, Mansfeld und Stol­berg übereinftimmen, kann noch nicht gesagt werden.

Süddeutsche Zucker - A. - H. Mann­heim. Die gestrige G.-B. der Süddeut­schen Zucker-A.-G. Mannheim erledigte die Re­gularien. Danach wird antragsgemäß aus dem Reingewinn von 3 286 754 Mk. eine Dividende von 8 Prozent auf die im Umlauf befindlichen Stammaktien. 7 Prozent auf die Vorzugsaktien verteilt und 1 105 784 Mk. auf neue Rechnung vor getragen Die Kampagne deS laufenden ®e- schäflsjayres ist mit Ausnahme der Werke Sindel­fingen und Heilbronn beendet. DieBearbeitung hat allgemein befriedigt DaS ganze Geschäfts­jahr hat sich günstig entwickelt. Dor allem weist der deutsche Konsum in den letzten Monaten eine

erhebliche Steigerung (13 Prozents auf. Der Vorsitzende teilte mit, daß die Derwa ning b«- schtolstn habe, den Stamm- und Dorzugsaknonären die in ihrem De iy befindlichen Vorrateakticn an einem noch zu bestimmenden, wahriche.nlich aber baldigen Termin anjubieten. Auf 9000 alte Ak­nen sollen 1000 neue Alt.en zu pari be^Ot^n werden können. Die Verwaltung soll einen B.- lanzrosten damit regulieren, der nicht mehr zest- gemah fei. Außerdem erhält die Gele.l'cha t eine Stärkung ihrer ftüfligen Mittel

frankfurter Börse.

Frankfurt, 6. Jan. Tendenz behauptet Nachdem im Aorborsenoerkchr weiter erhöhte Kurse genannt worden waren, eröffnete die Börse |dbft in etwas gedruckter Haltung, da bi« Spekulation nach den gestrigen Kurs­gewinnen Realisationen vornahm, die in erster Linie durch das Dementi einer Kapitaler- Höhung bei Harpener veranlaßt wurden Die Grund st immung blieb (eboch freundlich, und die Kurse konnten sich im Vergleich zu der gestrigen Abendborse im allgemeinen knapp bc- ha pten, da von Publikumsseite wieder einige Kauf- ordcrs vorlagen. Das Geschäft blieb namentlich am Montan- und Farben markte zienilich lebhaft. Die allgemeine Stimmung für deutsche Anleihen und der verhältnismäßig leichte Geldmarkt wirllen anregend. Man verwies auch auf die Ermäßigung der Zinssätze bei der Seehandlung. Die Kursveränderungen an den Effektenmärkten waren im allgemeinen nur gering und gingen nur vereinzelt über 1 Prozent hinaus. 9. (9. Fa?ben eröffneten 1 Prozent schwacher, später konnte sich der Kurs leicht befefti- gen. Elektrowerte waren g t behauptet, nur Siemens minus 2 Prozent. Angeboten und bis 1 Prozent abgeschwächt waren von Montan- werten Harpener, Buderus, Mannesmann und Mansfelder. Rheinbrunn konnten dagegen 1,5 Pro­zent anziehen. Von M e t a (< a n f c r t c n lagen Metallgesellschast 1,5 Prozent schwächer, da­gegen Metallbank plus 1,25 Prozent. Süddeutsche Zucker zogen auf die Ausführungen in der gestrigen Generalversammlung 1 Prozent an. Heimische Anleihen hatten lebhaftes Geschäft. Auslän­der ruhig. Türken eher etwas schwächer. Pfand­briefe tendierten in fester Stimm' ng. Im 23er- laufe wurde das G. schäft still und die Kurse bröckel­ten leicht ab. Am Geldmarkt wurde der Satz für Tagesgeld auf 5 Prozent ermäßigt. Im De­visenverkehr schwächte sich die Reichsmark weiter ab und stellte sich gegen Kabel auf 4,1950, gegen London auf 20.468, London gegen Kabel 4 8780, Paris gegen London 124,02, Mailand 92,45, Madrid 28,20.

Berlin- Börse.

Berlin, 6. Ian. Zu Beginn des offiziellen 93er- kehrs war die Stimmung allgemein freu ab- lich, das Geschäft jedoch nicht fo lebhaft, da durch den katholischen Feiertag die rheinischen und süd deutschen Orders fehlten. Der Geldmarkt blieb weiter leicht. lagesgelb war zu 5 bis 7 v. Sy reich­lich angeboten, Monatsgeld 8 bis 9 o. Sy, Waren wechsel ca. 7 v. H. Freundlich aufgenommen wurden die amerikanischen Diskussionen über dasRepara lions Problem. Die ersten Kurse lagen bei nicht ganz einheitlicher Haltung überwiegend 1 v H. höher. Wie schon in den letzten Tagen, standen Montanwerte weiter im Vordergründe Zar­pener wurden trotz der Dementis einer Kapital- erhohung von guter Seite weiter gekauft Auch Phä- nix und Köln-Neuessen verkehrten lebhafter. Die Kursgewinne betrugen bis zu 3,5 o ch Nur Ilse lagen sehr schwach und verloren 8 p Sy Bank­aktien, Schiffahrts - und Elektrowerte blieben vernachlässigt. Hervor traten noch Berliner Maschinen, Tietz, Glanzstoff und Zellstoff Waldhof. Deutsche Anleihen verkehrten in fester Hal­tung Pfandbriefe still. Ausländer unein heitlich, aber eher fester. Nach den ersten Kursen ge ftalteti sich die Tendenz infolge der großen Geschäfts stille überwiegend etwas nachgebend. Im Verlaufe betrugen die Kursrückgänge gegen den Anfang durch­schnittlich 1 v H Glanzstoff minus 3 v. H Ablösung«- schuld weiter lebhaft gefragt und 0,25 v. Sy fester.

Frankfurter Getreidebörse.

F r a n f f u r t a M., 6. Ian. Die ermäßigten Aus- lanbpreife blieben ohne Einfluß auf die Marktlage. Diese ist unverändert. Mehl ist sehr ruhig, doch er­wartet man in der zweiten Hälfte des Monats eine Belebung, da die Vorräte des Konsums nur noch gering fein dürften. Futtermittel liegen weiter fest. Es notierten: Weizen 1, gut, gesund und trocken, bis zu 1 o H Auswuchs, 25,25 Mark: Weizen 2, gut, gesund und trocken, bis zu 3 v. Sy Auswuchs, 23,75 bis 24; Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu

23 v H Feuchtigkeit, 22,25 bis 22,75; Roggen, in- lanbiicher, 25. teommergetftc für BrouZwecke 27 btt 28,50. Hafer, inländischer, 22^75 btt 24. Mait, gelb, 20,75 bis 21,50. Weizenmehl, inländisches (epe- jtal 0), 37,25 btt 37,50; Dboggenmebl 35 bis 38; Wetzenkleie 14 blt 14,25; Roggenkleie 15,25 bis 15,50 Mark

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 5. Jan. Di« nvrdamerikanifchen Wei- zeno'ferten waren kaum oeobndert, bügegen waren di« billigsten argentinischen Offerten gegen gestern ermäßigt. Auch Roggen war In den ötfforberungen etwas entgegenkommender. Born Inlande lag eher etwas reittiicheres Angebot von Brotgetreide vor, die Provinz hielt »«doch auf Forderungen. Die Rach-

Verkehrsordnung erfordert Mchts gehen!

frage der Mühlen erstreckt sich bei Weizen nur auf gute Qualitäten, wädrend bei Roggen auch gerin­geres Material angesetzt worden könnt« Jin allge­meinen hielt sich das Preisniveau auf gestriger Höbe. Auch am Lieferung« varlte erfolgten keinerlei wesentliche Pveisoerändernngen. Weizenmehl war vcrichiedenllich int Preis« entgegenkommender; Ad- ichlüsj« waren jedoch nur gpnj ver«inzelt zu erzielen. 'Roggenmehl halt- bei unueränberten Prellen regu­läres Konsumgesck)äft. Am Hafermarkle hat sich die feste Stimmung erhalten; es mangelt an Angebot namentlich von Schlesien, von wo gute djporimug- lichkeit nach der Tsck>echos9owakei und P len besl h' Hier gewinnt der Konsum wiederum die «rhoht.-n Forderungen. Gerste ist bi guten Qualitäten wenig offeriert und besser gesyigl. Auch sehr gute In dustrieaersten finden meh» Beachtung. Es nolierkm (1000 Kilogramm): Weizetn, märkischer. 237 bis 240, März 274,25, Mai 278,5(1 bis 279 (ruhig); Roggen, märkischer. 239 dis 242, März 264.75, Mai 268,50 (ruhig); Sommergerste 220 bis 266 (behaupt.!). Hafer, mürkifcher, 204 bis 215, März 232 bis 231,50 (Brief), Mai 239 (Br/es, etwas fester); Mais, prompt Berlin 22U bis 222 (ruhig); Raps 345 bis 350 (ruhiger). (100 Kilogramm) Weizenmehl 30,75 bis 34,25 (ruhig); Rc^genmehl 31,50 bis 34.23

Kunst und Wissenschaft.

ttcßeimrat Prof. Dr. Philipp Zorn f

Wie aus Ansbach gemeldet wird, ist dort her bekannte Staats- und ilZÄkerrechlslehrer Geh. Justiz rat Pros. Dr. Philivp Zorn nach längerer Kran!» heit im Alter von fast 78 Jahren g e ft o r b e n.

Zorn, «in geborener Danreukher, studierte die Rechte In München und Leipzig, wurde 1875 in München Privatdozent. und im selben Jahre ak Kirchenrechtslehr«r nach Bern berufen, wo er dis 1877 tätig war. Don lo77 bis 1900 lehrt« er dann in Köniasberg Staat»« und Berwaltungsr«cht; tm Jahre 1900 folgte er «inem Ruf« nach Bonn, wo er bis zu feiner (Emeritierung im Jahre 1914 wirkt«.

Geh Rat Zorn ist, auch außerhalb Deutschlands, hauptsächlich bekannt aeworden durch feine Tätigkeit als wissenschaftlicher Delegierter des Deutschen Rei- ches auf den beiden Haager Friedenskon ferenzen von 1899 und 1907 Irn Jahre 1899 hatte er schon aus Beilin Befehl, Deutschlands Wi- derjoruch zu verkündigen, als er sich für eine neue Nachprüfung des B^chluffes persönlich in einer Sitzung der Rät« des. Auswärtigen Amtes einfeyle und tatsächlich die Zustimmung des Amtes zur Er­richtung des Ständigsn Schiedshofes erreichte. Als er dann aber 1907 a,-ch aus seiner Sympathie für die obligatorische Schietds-sprechung kein Hehl machte, wurde er von Berlin aus praltisch aus der Arbeit der Konferenz ausgefck-altet und durch den Geheim­rat Kriege ersetzt. In fj.'iner SchriftDeutschland und die beiden Haager Fttiedenskonserenzen" (1919) hat Zorn feine Erlebmsp- auf den Konferenzen ge­schildert.

Die wichtigsten 2)«röffenttichungen Zorns find: Staat und Kirch« in der Schweiz* (1877 bis 1878, zw«i Bände);Staalsrccht des Deutschen Reiches" (1880 bis 1883, zwei Bände, 2. Auftage 1894 bis 1897); .Lehrbuch des Kirchenrechls" (1880);Das Deutsche Reich und di« internal anale Schieds­gerichtsbarkeit" (1911]);Die Deutsch« Reichsoersas- Jung" (2. Auflage 1913);Die olle und di« neue Rcichsoerfasiung^ (19JJ4).

Kurszettel der Berliner und Franksurler Börse.

Die binter den Papieren angefübrten Zistern geben die Höbe der zuletzt beschlossenen Dividende an. ReichSbankdiskont 7 Prozent, LombarbzinSfuh 8 Prozent.

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Banknoten.

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1.169

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^lllnänftche y?oien......

2.597

2,617

Lchivedft^e Noten ......

Schweizer Ncten.......

112,52

112.98

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hl.d.

Spanische Noten..... .

Tschechoslowakische UZcteil . .

72.31

72.59

12,88

12,11

Ungarische Noten

73 05

73,35

Telegravd'sche Riszablong.

5. fT<m

6. Ian.

Lwtliche «eld

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168.99

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1,792

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Buells Kink

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1.789

58.55

1,793

t)rfl.-Anno

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58,63

58,67

ttbrtfttGnüi

111.36

111,58

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111,68

Qownbcocn

112,25

112,47

112,33

112,57

112,79

J 13,01

112,81

113,06

f^hnafort.

10.53«,

10.55«,

10,517

10.5« 7

) talien . .

22,14

22.18

22,143

22,185

London. . .

20.433

20.474

20,44-.

20, <86

J.caDorf . .

4,168.7

4.1965

4,191

4,199

P-nL . . .

16,48

16.52

16,48.

16,525

StSroct« . .

50,875

1.035

>0,88.

61.015

S oa - tea

72 55

72.69

72 62

Japan . .

1.961

1.965

1,98.

1.969

i<:o de Jan Aren In T-.

1.5025

0.5045

0.50X*

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-9.16

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12,41-

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7.388

7.402

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Vudavest.

73.23

73,37

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73.27

«ul arten

3.022

3,028

3,Oz5

3,031

yRabon

20.64

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30,63

20,67

Ian,«

61.72

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Sonn nttn.

2.185

2,189

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7.614

5.62«,

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Lanada

1,180

1,188

4,183

4,191

Um not)

4.328

4,334

4.316

4,324

im . . .

20.955

20.995

20.967

21, 007