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gierungsrat Dr. Sturm (Arnsberg), lieber den Fina-Kongreß 1930, der in Deutschland stattfindet, wurde eingehend gesprochen. Die Äbhaltuna durch den Deutschen Schwimmverband wurde festgelegt. 3m Gegensatz xu Presseäußerungen halt der 93er- bandsvorstand Die Kreisgrenzenänderung nicht für notwendig, lieber die Olympiakämpfe in Amsterdam und die deutschen Meisterschaften wurde unter Zu­stimmung des Vorstandes referiert

Für die sportärztliche Untersuchung in den Vereinen sollen vom nächsten Derbandstag größere Mittel angefordert werden. Höchste Pflege der Beziehungen zur Deutschen Lebensrettungsgesell- schäft und tatkräftigste Unterstützung derselben wurde unter allgemeiner Zustimmung den Kreisen, Gauen und Vereinen zur vornehmsten Pflicht gemacht. Der nächste Verbandstag 1930 in Braunschweig wurde eingehend besprochen. Er soll durch eine be­sondere Festsitzung zu einer eindrucksvollen Tagung mit werbendem Charakter für den Deutschen Schwimmverband ausgestaltet werden. Das 93er- bandsfest des Jahres 1929 findet vom 2. bis 4. August in Breslau, die Strommeisterschaften voraus­sichtlich am 18. August in Glogau statt.

Wirtschaft.

flüssige Geldmarktverfaffung.

Der Ultimo Oktober ist diesmal leicht ver­lausen. Die Anspannung des Wechseldiskonts der Reichsbank durste sich nach Lage der Dinge in normalen Grenzen gehalten Haden, wenngleich auf der anderen Seite bei den öffent­lichen Kassen ein erhöhter Geldbedarf ein getreten ist, der sich in größeren Abzügen der Giro- guthaben bei der Reichsbank ausgedrückt haben wird. Die leichte Abwicklung des Ul­timo ist vor allem darauf zurückzuführen, daß die Danken, wie auch an den Ultimos der ver­gangenen Monate, sich vorher stark eingedeckt haben, um allen an sie gestellten AnsprücAn zu genügen. Man kann sogar von Heberdisposittv- nen der Danlen sprechen, da Tagesgeld selbst am Ultimo zu Sätzen, die unter den offiziell ge­nannten lagen, nur schwer unterzubringen war. Wie flüssig die gegenwärtige Geldmarrtlage nach dem Ultimo ist, kennzeichnet sich besonders am Privatdiskontmarkt, an dem in der vorigen Woche eine zweimalige Herabsetzung des Diskontsatzes, und zwar auf 6,5 Prozent und auf 6,375 Prozent, vorgenommen werden konnte. Damit ist der Stand vom Februar des Jahres wieder erreich', und diese Tatsache deutet darauf hin, daß die Ü.timo- Anspannung der Reichsbant, die wie ge­sagt als normal aiuusprechen ist, in schnellem Tempo wieder zurückgehen wird. Was die Hebet- dispositionen der Danken anlangt, so muß bei einer Kritik der Heberversorgung des Geld­marktes, die sich insbesondere dagegen richtet, daß durch die Heberversorgung die Verbilligung der Geldsätze verhindert wird, die heute eigen­artige Geldmarkt- und Kapitalmarktsiiuation überhaupt beachtet werden. Es ist sicher nicht sehr schwer für die Danken, den Geldbedarf von Dörse und Wirtschaft richtig einzuschätzen und entsprechend chre Griddispo ittonen vorzunehmen. Hinzukommt, daß die Danken, solange sie ihre Gelder aus kurzfristigen ausländischen Kredit­quellen beziehen, nur schlecht disponieren können, da sie ja diese kurzfristig geliehenen Gelder zu einem großen Prozentsatz langfristig ausleihen. Die Danken müssen also mit Rücksicht auf ihre kurzfristigen ausländischen Kreditquellen ganz be­sonders auf ihre Liquidität achten, und hieraus erklären sich wohl auch die in den letzten Mo­naten stets in Erscheinung tretenden Heberdispo- sitionen der Danken zum Ultimo. Trotzdem soll­ten die Danken in Anbetracht des gegenwärtigen hohen Standes unserer Auslandsverschuldung, noch dazu vor dem bevorstehenden Iahresultimo, sich bei der Aufnahme neuer kurzfristiger Aus­landsgelder Zurückhaltung auferlegen.

Die Lage am Kapitalmarkt hat sich da­gegen ungünstiger gestaltet, da bekanntlich die aus dem Auslande geflossenen Anleihen nur spärlich sind. Wie ungünstig hier die Derhältnisse liegen, zeigt die Tatsache, daß die Kommunen häufig von Emissionen Abstand nehmen mußten, da ihre Emissionsbedingungen nicht durchzuführen sind. Deispielsweife betrug der Emissionskurs der achtprozentigen Hannoverschen Provinzial- Goldanleihe 95,5 Prozent, der Einführungskurs tatsächlich 91,5 Prozent; am nächsten Tage war diese achtprozentige Goldanleihe mit 90,75 Proz. angeboten. Die Hnterpari - Notierungen des Rentenmarktes kennzeichnen die ungünstige Lage des Kapitalmarktes.

Von den Schlachiviehrnärkien.

Das Geschäft an den deutschen Schlachtvieh­märkten zeigte in der vorigen Woche Ansätze zu einer Delebung. Dem durchweg nicht unerheblich

verringerten Angebot stand eine bessere Nach­frage gegenüber, wenngleich der Handel auch ferner recht langweilig blieb. Die Ausfuhr ins Dinnenland war nicht erheblich, und auch die Frischfleischmärkte verliefen ohne besondere An­regung.

Die Märkte waren durchweg recht vorsichtig befahren. Rinder waren in 22 200 (gegenüber 25 000), Kälber in 18 100 (17 700), Schafe in 8800 (9100) und Schweine in 78 000 (84 500) Stück angeboten.

Am Rindermarkt gestalteten sich die Preise in fast allen Qualitäten und Gattungen leicht zugunsten der Verkäufer. Die Kälbermärkte er­freuten sich gleichfalls im allgemeinen eines besse­ren Zuges als in der Vorwoche; die Aufschläge betrugen 1 bis 2 Pfennig, doch waren vereinzelt auch Einbußen im selben Ausmaß festzustellen. Die Schafmärkte brachten zumeist altes Geld. Prima Stallmastlämmer waren recht knapp. 5>ie besten Qualitäten vermochten die Preise leicht aufzubessern. Die Schweinemärkte verliefen eben­falls im ganzen etwas freundlicher. Fette schwere Tiere wurden wieder bevorzugt, leichte Sachen werden mit in Kauf genommen. Sauen biteben vernachlässigt. Die Preisgestaltung war nicht ein­heitlich, Aufschläge und Einbußen von 1 bis 3 Pfennig hielten sich die Wage. Nachstehende Preise in Pfennig per Pfund Lebendgewicht:

Rinder

Kälber

Schafe

Schwerne

Berlin

17-54

40-94

28-66

70-86

Bremen

22-50

40-80

30-55

50-74

Breslau

16-54

45-72

45-62

68-82

Chemnitz

20-55

55-86

35-53

63-83

Dortmund

25-58

45-90

35-60

60-80

Dresden

24-56

60-88

35-67

64-82

Düsseldorf

20-56

48-85

60-76

Elberfeld

20-56

50-85

60-78

Essen

25-57

50-115

35-56

62-78

Frankfurt M.

22-60

55-75

26-43

62-79

Hamburg

15-53

33-90

20-63

62 -80

Hannover

15-56

40-90

40-55

60-74

Husum

18-53

35 51

-

Karlsruhe

42-56

50-79

73-83

Kassel

20-58

2-67

60-77

Kiel

18-47

38-84

31-57

50-76

Köln

16-57

45-110

35-54

59-78

Leipzig

23-55

40-77

20-68

65-82

Magdeburg

18-58

63-*2

60-80

Mannheim

15-56

45-76

42-46

64-80

München

18-58

63-82

60-80

Stettin

15-52

30-78

20-55

60-79

Stuttgart

14-54

54-77

59-84

Zwickau

15-54

60-82

40-60

70-83

Eine neue Kreditaktion für die Land- wirtschaft?

Heber eine unter Beteiligung der Reichsbank im Gange befindliche Aktion zur Desserung der langfristigen Kreditversorgung d er Landwirtschaft bringen die Mitteilun­gen des Genossenschaftlichen Giroverbandes der Dresdner Dank einige interessante Einzelheiten. Danach handell es sich hierbei um Pläne, die sich heute noch im Stadium der Qtorbereituug be­finden. Ref sortbesp rech ungen, an denen außÄ dem Reichsarbeitsministerium und dem Landwirt­schaftsministerium auch die Deichsbank teilnimmt, finden in der nächsten Zeit statt. Beabsichtigt ist die Heranziehung der Gelder öffentlicher Der- sicherungsanstal en zur Realkreditversorgung der Landwirtschaft in höherem Grade als b^her. Gedacht ist bei der jetzigen Aktion vor alllem an eine Fortsetzung der bekannten Hm- schuld ungsaktion, bei der sich gezeigt hat, daß die Hmschuldungskredite, die in Höhe von etwa 110 Millionen Mark zunächst zur Ver­fügung standen, in Süd- und Westdeutschland meist zur Deckung des dringendsten Bedarfs aus­gereicht haben, während besonders in Ostpreußen, Pommern, Brandenburg und Hannover dcr Be­darf durch die bereit gestellt en Mittel bei weitem nicht gedeckt werden konnte. Auch die Fälligkeit eines Drittels der Golddiskontbar.kanleihe im 3uni nächsten Jahres läßt die Notwendigkeit einer besonderen Aktion besonders deutlich er­scheinen. Ob und in welchem Hm fange dieR ea l- kreditinstitute zur Durch uhrung der Trans­aktion herangezogen werden, steht nodj nicht fest. Man denkt vielleicht daran, die Gelder der öffentlichen Versicherungsanstalten in eine zentrale Hand zu leiten, welche auf Grund der Ausleihungen an die Landwirtschaft ein besonderes Emissionspapier her­ausgeben soll, das von den Versicherungsanstal­ten zu Anlagezwecken zu verwenden ist. Dabei dürfte auch die Frage der Kapitalertragssteuer erneut aufgerollt werden. Eine direkte Aus- lechung von Dersicherungsgeldern durch die An­stalten selbst dürste nicht in Frage kommen. Zur Weiterleitung an die Landwirte selbst wird man sich wohl der bestehenden Realkredittnstitute be­

dienen. Eine Heranziehung der privaten Ver­sicherungsgesellschaften zu dieser Aktion dürfte kaum in Frage kommen, da gerade die privaten Versicherungen schon vor einigen Jahren auf An­regung des Reichsaufsichtsamtes für Privatver­sicherung größere Kredite an die Landwirtschaft freiwillig gegeben haben.

* Die amtliche Grohhandelsindex- ziffer. Die aus den Stichtag des 31. Ottober berechnete Großhandels in dexzi^fer des Stattsti­schen Reichsamtes war gegenüber der Vorwoche mit 140,0 (139,8) nahezu unverändert. Von ben Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 0,7 v. H. auf 134,6 (133,6) gestiegen und die­jenige für Kolonialwaren um 1,4 v. H. auf 130,0 (131,8) zurückgegangen. Die Indexziffer für indu­strielle Rohstoffe und Halbwaren weist einen Rückgang um 0,2 v. H. auf 133,1 (133,3) auf, wäh.end die Indexziffer für industrielle Frrttg- waren unverändert auf 160,0 liegt

* Weitere Rationalisierung im Co» k o m o t i v b a u. In der Frage der Rationalisierung der Lokomotioindustrie haben die Besprechungen zwi­schen der Hohenzollern A.-G. für Lokomotivbau in Düsseldorf und der Maschinenbauanstall Humboldt in Köln-Kalk zu einem Uebereinfommen geführt, wonach zwischen den beiden Werken ein Arbeitsaustausch ftatffinöet, in dessen Rahmen der Lokomotivbau von Humboldt auf die Hohenzollern A.-G. übergeht.

'Der Kaliabsah im Oktober. Aach dein Wochenbericht der Gebr. Dammann Dank entwickelt sich der Kaliabsatz entsprechend den ©rtoartungen. Der Monat Oktober dürfte mit etwa 750 000 (g?gen 637 000 Doppelzentner im Oktober 1927) ab schließen. Auch die Vorschützung des Kalisyndi'ats für den laufenden Monat zeigt mit 750 000 eine Steigerung gegen den gleichen Monat des Vorjahres (633 000 Doppelzentner). Wie verlautet, sollen die jungen Artten bei S Izdttfu.th im Verhältnis von 4 :3 bei Afcher- leben und 'Westeregeln ün VerhältniZ von 3 :1 zu einem wenig über pari liegenden Kurse an­gebot m werde::.

* Keine Finanztransaktionen in der Siemens-Schuckert-Gruppe. W T.B.- Handelsdienst et, ährt von maßgebender Stelle, daß die Gerüchte über Finanzt.arsakttonen zwi­schen der Siemens & Halske-A.-G., der Elektr i- zitäts-A.-G., vorm. Schuckert & Co., oder der Siemens-Schucke twerte-A.-G. jeglicher G a ndl g: entbehren. Es haben hierüber weder Bespre­chungen stattgefunden, noch sind solche Absichten vorhanden.

5raiu,urtcr Böric

Frankfurt, 5. Roo. Tendenz fester. Nachdem vorbörslich eine gewisse Unsichsrheit bemerkbar war, wurde die Tendenz zu Beginn des offiziellen Ver­kehrs wieder etwas fester, wobei die Haupt- anreaung von der plötzlich einsetzenden lebhafteren Nachfrage nach einigen Spezialwerten ausging, und zwar namentlich von der Nachfrage nach der Sie­mensaktie. Die Ungewißheit über den weiteren Ver­lauf des Konfliktes in der Eisenindustrie und die Tatsache, daß die Gerüchte über eine bevorstehende Dermittlung-aktion bis jetzt noch nicht bestätigt mür­ben, konnten der Börse ihre zuversichtliche Stim­mung nicht nehmen. Auf die Erklärung, daß keine Anschlußverhandlungen mit Schuckert im Gange seien, hielt nur die Aufwärtsbewegung von Schuk- kert auf, die auf Glallstellungen 2,25 v. H. niedriger eröffneten. Aus ben meisten Märkten hielt dagegen die K a u f n e i g u n g an. Im Vordergrund standen Siemens mit plus 5.25 o. H. Don sonstigen Elektro- werten gewannen AEG. und Licht und Kraft je etwa 1 o. H. Schuckertaktten jedoch, angeblich auf Abgaben im Zusammenhang mit den Schwierig­keiten der Züricher Bankfirma, leicht gedrückt. Re­geres Intereffe bestand für Kaliwerte, auf die der Jahreszeit entsprechend günstigen Kaliabsatzschätzun­gen. Westeregeln konnten 4,5 v.H. anziehen. 1 bis 2 v.H. höher eröffneten J.-G.°Farben, Waldhof, Schiffahrtswerte, Karstadt und Zement Heidelberg. Banken und Montanwerie blieben vernachlässigt bei meist nur wenig veränderten Kursen. Am Markte der Autoaktien zogen Kleyer und Daimler, die schon am Schluß der Samstagbörse lebhaft ver­langt waren, weiter etwas an. NSU. Dagegen waren infolge der Ungewißheit über das Ausmaß der bevorstehenden Sanierung angeboten und wei- I tere 2 v. H. gedrückt. Etwas gefragt waren Deutsche | Linoleum mit plus 3 v. H. Deutsche Anleihen lagen still. Arn Auslandrentenmarkt Türken weiter gefragt I und stärker anziehend, ferner Bosnier fester. Im Verlaufe ging von der ungewissen Lage im Eisen- konflikt doch eine gewiße Zurückhaltung aus. Das Geschäft war recht st i l l. Die Kurse bröckellen ver­schiedentlich leicht ab. Siemens zogen dagegen wei­ter geringfügig an. Ferner bestand für Zellstoff Waldhof auf die morgen stattfindende Aufsichtsrats­sitzung, aus der man evtl, eine Kapitalerhöhung er­wartet, einiges Interesse. Der Geldmarkt war wenig verändert. Tagesgeld 7 v. H. Devisen waren gefragt

und fester. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2007, gegen Pfund 20,364, London gegen Kabel 4,8485, gegen Paris 124,1150, gegen Mailand 92,60, gegen Holland 12,09.

Soll liier Börse.

Berlin, 5. Noo. Der heutige Dormittagsoerkehr zeigte zu Beginn der neuen Woche ein sehr ruhi. 9 es Aussehen. Umsätze kamen kaum zustande, und die Tendenz war bei leicht nachgebenden Kursen abwartend. An der Vorbörse blieb die Stimmung eher etwas nachgebend, doch zu Beginn des offi­ziellen Verkehrs wurde es wieder etwas freundlicher. Anregende Momente gab es heute nicht. Die Unge­wißheit über den Ausgang des Eisenkonflikts ließ noch immer kein lebhaftes Geschäft aufkommen, und es herrschte trotz der freundlichen Grundstimmung doch eine abwartende Tendenz. Die Kurs- entwicklung war zu Beginn nicht einheitlich, doch überwogen Kursbesserungen bis zu 2 v. H. Das Dementi der. Siemensverwaltung über die Gerüchte eines Anschlusses der Schuckertwerke bewirkte zwar em leichtes Abgleiten des Schuckertkurfes, doch hiel­ten die Käufe in Siemens von Großbankseite an und bewirkten hier eine fast 5 v.-H. Steigerung. Wieder standen die Kaliwerte im Vordergrund. Man stellte neue Kombinationen an; besonders bei Krügershall, die etwa 13 v. H. gewannen, während die übrigen Kaliwerke bis 5,5 v. H. höher lagen. Sehr fest lagen Kunstseidewerte, auf die internationale Bewegung in diesen Werten. Bemberg konnten um 20 o. H., Glanz­stoff um 13 v.H. anziehen. Die Käufe "'zu Beginn waren zum großen Teil Deckungen der Spekulation, doch wollte man an einigen Märkten cttvas Aus- lanDbeteUigung beobachten. Rükgerswerke hatten bei etwas größeren Umsätzen bis 2 o.-H. Gewinne auf- zuweisen. Auch Waldhof, bei denen man im Zu­sammenhang mit der morgen stattfindenden Auf- sichtsratssitzung Gerüchte über eine Kapitalerhöhung horst, lagen 2,5 v. H. höher. Elektrowerte waren bis auf Siemens eher etwas schwächer. Zu erwähnen sind noch Mitteldeutsche Kreditbank, Soenska, Ilse Bergbau und Rheinische Braunkohlen, die 2 bis 3 v. H. fester lagen. Deutsche Anleihen zogen leicht an. Ausländer überwiegend fester, vor allem Türken, Bagdad und Bosnier. Pfandbrieftnarkt und Geld­markt unverändert. Tagesgeld gefragt 7 bis 9 v.H., Monatsgeld 8 bis 9 v.H., Warenwechsel etwa 6,88 v. H. Nach den ersten Kursen wurde es überwiegend etwas schwächer, doch konnten sich im späteren Ver­laufe, angeregt durch die feste Haltung an einigen Märkten, Kurserhöhungen durchsetzen, so daß das Anfangsniveau wieder erreicht wurde. Berger plus 5,5 v.H., Glanzstoff plus 6 v.H.

Frankfurter Geireivebörse.

Frankfurt a. M, 5.Nov. Auf di« ruhige und stetige Verfassung der Vorwoche, eröffnete der Frankfurter Produkt emnarkt heute auf die unveränderten Aus-'undnotterungen in ebenfalls ruhiger und teilweise abgeschwächter Tendenz. Weizen verlor 0,25 Mc., ebenso war geringfügig abgeschwächt, während sich Mehle und Futter- mittel halten konnten. Es wurden notiert: Weizen 23,50 M!., Roggen 22,25 bis 22.50. Sommergerste (für Drauzwecke) 24 bis 24,50, Haser (inl.) 23 bis 23,25, Mais (gelb) 22 bis 22,25. Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 33 75 bis 34,50. Roggenmehl 29,75 bis 30.50, Weizen-' kleie 13,75, Rogger.k.eie 14,25, Erbsen (je nach Qualität, für Speisezwecke) 32 bis 62, Linsen (je nach Qualität, für Speisezwecke) 65 bis 115. Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 12,50 bis 13. Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) 5 bis 5,25, (gebünbelt) 3,50 bis 4,50, Treber (ge­trocknet) 20 Mk. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtv'e' markt.

F r a n k f u rt a. M., 5. Noo. Auftrieb: Rinder 1743 Stück, darunter 415 Ochsen, 82 Bullen, 708 Kühe, 481 Färsen; Kälber 514; Schafe 153; Schweine 5299. Rinder. Ochsen: vollfleischige, aus- gemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 54 bis 57, ältere 50 vis 53, sonstige oollfleischige jüngere 45 bis 49; Bullen: jüngere vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 47 bis 51, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 44 bis 46; Kühe: jüngere, vollfleisll iae, höchsten Schlachtwerts 43 bis 47, sonstige vollM- schige oder ausgemästete 36 bis 42, fleischige 30 bis 35, gering genährte 22 bis 29; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 54 bis 58, vollfleischige 49 bis 53, flei­schige 43 bis 48. Kätbe r. Beste Mast» und Saug­kälber 70 bis 75, mittlere Mast, und Saugkälber 64 bis 69, geringe Kälber 55 bis 63. Schwein e. Fettschweine üoer 300 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80, oollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 77 bis 80, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 75 bis 78, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebend­gewicht 72 bis 76, Sauen 60 bis 66. Markt­verlauf: Rinder ruhig, nahezu ausoerkauft. Schweine ruhig, geringer Ueberftanb; Kälber und Schafe mäßig-rege, geräumt.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angelührten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinssutz 8 Prozent.

Frankfurt a. M

Berlin

Sd)lub-I 1-Uhr-

Sch.uh Kur»

ülniang Kur,

nur.

ftur.

Datum

3 11.

5. 11.

3 11.

| 5 11.

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50,o

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14.25

14,5

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76.13

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4% Ungarische ßtonenrte.. .

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1,95 12.9

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4% lütfifae Bagdadbahn-Anl., Serie 1 . .

13.25

13,75

_

12.75

12,65

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13,7

12,8

13,75

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22,5

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Hansa Dampfschiff ... 10

145.5

146.5

145,13

145,75

177,75

_

Norddeutscher Lloyd .... 8

142,9

144,25

142,9

143,75

Slllg Deutsche Creditanll. . . 10

135.25

1j6.2j

136

Barmer Bankverein . . 10

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140

140,5

Berliner Handelbgelellfch. . 12

286

286

285,75

285,5

Lommerz- und Privar-Banl . 11

1.4)

186,5

187

167

Darmst u Nattonalbanl 12

188.75

289,5

289,25

289,u

Deutsche Bank . . 10

105.25

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Dirkonto-Äesell,chatt tot. . 10

101.25

161,75

lol,5

161,5

Dresdner Bank . . . io

DHttelbeutlcbe itiebübenl ... 9

168

Io7,7.

107.5

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134.5

-

134.5

135,5

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Frankfurt a. M

Berlin

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Sch.uh. Kur»

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Datum:

3. 11.

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10

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10

235

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Sütfleriroetie . .

MetallgeiellichaD. .

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101.6

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186

Frankfurt a. M

Berlin

Schlich- Kur»

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Schuh' K»rr

Anfang Kur»

Datum:

3. 11.

5. 11

3. 11.

| 5. 11.

-LHUipp Hotzmann .

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129.5

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Oetbelberget Cement dement Äadltabt

10

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135

177

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Wavß 4 ffreitag .

10

131,25

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Schultheis Batzenhofa

16

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Clhoerte.....

12

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273

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Ver. Glanzstofk . .

18

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Bemberg ....

14

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Zellstoff Waldho, .

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12

282

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281.5

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Zellstoff Afchaffenbur

Charlottenburger Wa

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12

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Dessauer

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Daimler Motoren .

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Demag ...

Adlerwerke Kleber .

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110

111

107

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Lubw. Loewe . . . Rat. flutomoHl . .

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Otenflein 4 Äoppd

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Leonhard Tietz

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Bamag-Meguin . .

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19,5

grankf. Maschine» .

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Mag . . .

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Rekarfulmer . . ,

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22

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Beter» Union . . .

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106

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Sehr. Roeder . . .

10

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Voigt 6 Haeffner .

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6übb. 8udet . . .

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148.25

148,6

Banknoten.

_ Berlin. 3. SRobember

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Öner

Lrnerikaniiche Vlotte.....

1,171

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Belgflcht Roten .......

Däntiche Roten . .......

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111.60

68,89

112.04

knalrsch, Slaie»

20,305

20.S85

Devisenmarkt BerlinFrankfurt o. M.

Telegraphische Auszahlung.

Berlin. 3 November

(Selb

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^ratczöiische Noten

16,35

TC771

Holländische Noten......

167,86

168.64

fttalienische Noten ......

21,91

21 99

Norwegische Noten.....

111.55

111,99

Dentsch-Oesterr-, i 100 Kronen

58.91

69.15

Rumänische Noten ......

2,535

2,655

Schwedische Noten ......

111.83

112,27

Schwerer Noten ......

80,49

80,81

Spanische Noten ....... Tschechoslowakische Noten > .

67,46

12,39

67,74 12,45

Ungarische Noten

72.91

73,21

3. November

5 Novemb r

Amtliche Noti.runa

Amtliche Nocieruna

Geld

1 «ne'

Geld

1 Briet

Ämst.»Rott.

108,17

168,51

168,23

168.5V

Buen^SireS

1,768

1,772

1,768

1,772

58,415

Brss.Antw

58,27

58,39

58.295

Ehrifttanto

111,76

111,98

111.76

111.98

Kopenhagen

111,82

112,04

111,82

112,04

Stockholm .

111,98

112,30

112,11

112,33

HelnngforS.

10,549

10,569

10,55

10.57

gtalten . . .

21,96

22,00

21,965

22,00.5

London. . .

20,339

20,379

20,337

20,377

Nennork . .

4,1945

4,2025

4,1955

4.2035

Pari«....

Schwei, . .

16,375

16,415

16,385

16,425

80,71

80,87

80,715

60,875

Spanten . .

67,71

67,85

i>7,71

67,85

Japan . . . Nio de gan.

1,959

1,963

1,960

1,964

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0.502.)

u.500

0.502

Wien in

Ctfl. abfleft.

58,99

59,11

69,11

Prag . . .

Belgrad . .

12,42

7,36?

12,44

7,381

12,432

7,370

12,452

7,384

SnboDcfl . .

<3,09

73,23

73,10

73,24

vui arten

>,027

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3,026

Lissabon

18.98

19,02

18,88

18,92

Danjig. . .

81,30

öl,46

81,33

81.49

Ponftattttit

2,119

4,123

2,111

2,115

Athen.

5,422

5,435

5,425

5,435

Tanada .

4,192

4,200

4,1916

4,1995

Urn aao .

4,26b

4,274

4,266

4,274

Latrv . . .

20.86

40.90

20.86

20.90