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Turnen, Sport und Spiel

25 Lahre X Z. Gießen

n.it 10 034. 5. Hamburg mit 14 847, 6. mit 13 081, 7. Hannover mit 10 884,

München

8. Stutt-

10. Dürn-

des er­den

Darmstadt, Friedberg. Hanau, Frankfurt. Offen­bach, Hungen, Butzbach, Fulda, des Unteroffizier* korps unserer Garnison und der Damen des Vereins Giehen. Dabei wurden dem Iublläums- verein zahlreiche wertvoll« Geschenke als Ludere Zeichen kameradschaftlicher Verbundenheit über­reicht.

Der weitere Verlauf des Abends brachte noch zahlreiche famose Darbietungen der Militär- kapelle, ausgezeichnetes Turnen deS Männer* turnvereinS, fesselnd« Tänze von Herrn 2 ä u l k e und FrI. SpieS, sowie Liedergesang von H. 2 e ch st e i n. Den Abschluß deS Festes bildete Tanz.

gart mit 10 473, 9. Vremen mit 10 294, berg mit 9016 Turnern.

Unter den 51 deutschen Großstädten mit über

3n der Gruppe D ordb ayern konnte der 1. F. C. Dürnberg sein 10; 0 aus hem Vorspiel gegen Franken Dürnberg nicht wiederholen und mußte sich mit einem 5:2 begnügen. Doch be­scheidener war die Sp. Vgg. Fürth, die sich 1. F. C. Bayreuth gar nur mit einem 1:0 wehren konnte. Daß der D. f.D. Fürth _ F. V. 04 Würzburg schlagen werde, lag nicht außer dem Bereiche der Möglichkeit, daß es ihm mit 4:0 so glatt gelang, beweist, daß die letzten Leistungen der Würzburger zu Ueberschähungen Anlaß gaben. Doch mehr überraschte der F. C.

zur Beschaffung von Dureaumobi- liar zur Beratung. Der Gemeinderat geneh­migte 1200 Mark.

* N i d d a, 4. Nov. In der in Nr. 259 desGieß. Anz." von hier gebrachten Dotiz über die Ge­werblich« Fortbildungsschule ist ein Druckfehler unterlaufen. Ds muh heißen: in 5 Klassen werden 110 Schüler unterrichtet, nicht elf". Hier wird die Gründung einer Frei­willigen Sanitätskolonne vom Vo­ten Kreuz geplant, wozu mindestens 12 Mann erf >rderl:ch sind. 2i8 jetzt haben sich 6 Mit­glieder des Voten Kreuzes für diesen wichtigen Dienst gemeldet. Man hofft, daß weiter: Mel­dungen baldigst erfolgen, damit die Ausbildung der Leute im Winter erfolgen kann. Das am Vergweg nach Vad Salzhausen gelegene W o h n - HausLuginsland" des früheren Besitzers der Kraftschen Brauerei hier, L. Calvi in Spaa in Italien, ging für 15 000 Mk. in den Be­sitz des Steuersekretärs Wagner, am Finanz­amt Didda beschäftigt, über. Der neue Besitzer wohnt bis jetzt noch in Effolderbach.

Rheinhessen.

WSN. Mainz, 4. Nov. In Mainz und Nach­barschaft sind in letzter Zeit mehrfach O pje rstock- hiebe aufgetreten, die in katholischen Kirchen die Opferstöcke erbrachen und deren Inhalt raubten. Neben einem in Mainz festyenommenen Johann Heiden blut, der bereits cm Geständnis abge­legt hat, kommen noch zwei andere Per- fönen in Frage. Die Staatsanwaltschaft Mainz erläßt hierzu eine Ausschreibung, in der es heißt: In Verdacht kommen ein Russe, Joseph Andreoff, etwa 28 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß, schmale Statur, dunkelbraune Haare, glatt rasiert, trägt hellen Sportanzug, braungrauen Gummimantel und graue Sportmütze, auf der rechten Hand ist ein Stern tätowiert; ferner ein Pole, Joseph Wisch­newski, etwa 30 bis 33 Jahre alt,

Preußen.

Zeder 7. Hanauer wird von der (Stabt unterstützt.

WSN. Hanau, 4. Nov. Wie bereits milgeteilt, ist mit einem Fehlbetrag von 580 000 Mark im städtischen Haushalt zu rechnen, der durch Bewilligung eine Nachtragsetats gedeckt werden soll. Die Hobe Summe des Fehlbetrages ist nach der Stadtverwaltung zum Teil durch bas Anwachsen der sozialen Lasten entstanden. Um die Oef- fentlichkeit über die sozialen Verhältnisse zu infor­mieren, hat die Stadtverwaltung den Stadtverordne­ten eine Statistik zugehen lassen, aus der hervor­geht, daß im Monat August d. I. in Hanau 5411 Personen unterstützt wurden. Das sind bei der Ein­wohnerzahl von 39 251 fast 14 v. H. oder mit andern Worten ausgedrückt, jeder siebenteHanauer w i rd v o n d e r S t a d t u n t e r st ü tz t. Die unter­stützte Bevölkerung setzt sich zusammen aus 1019 Wohlfahrtspfleglingen, 458 Sozialrentnern, 176 Kleinrentnern, 294 Kriegsbeschädigten, 663 Krieger- Hinterbliebenen, 195 Wohlfahrtspfleglingen, 1201 Ausgesteuerten, 465 Krisenunterstützungsempfängern und 940 Arbeitslosenunterstützungsempfängern.

Oie großen Vereine der O. T.

Die Deutsche Turnerschast zählt unter ihren fast 13000 Vereinen 21 Vereine, welche über 2000 Mitglieder zahlen. Dagegen beträgt die Zahl der Vereine, welche das dritte Tausend überschritten haben, nur fünf. Es sind dies 1. die 'Berliner Turnerschaft mit 5460 Dereinsangehärigen, 2. der MTV. v. 1 8 7 9 München mit 4473, darunter allein 1155 Frauen; 3. die Hamburger Turner­schaft von 1816 mit 4110; 4. der Turnllub Han­nover mit 3171 und 5. der ATV. Leipzig mit 3071 Mitgliedern. Zu den Zweitausendern ge­hören: TSG. Leipzig-Lindrnau 2336. TV. 18 4 6 Dürnberg 2800, TD. 1846 M annhe im 2738, Turngemeinde in Berlin 2632, Ulmer Turnerbund mit 2506, TD. Vorwärts Bres­lau 2498, TV. 1 834 Pforzheim 2391, ATV. Dresden 2382. TV. 1860 Fürth 2254, TV. 1860 München 2237, Musterturnschule Han­nover 2231, TD. D. u. A. Dresden 2179, TG. 1867 Dresden-Laubegast 2135, MTV. 1860 Alien­burg 2089, TD. Forst 2035 und TD. Eintracht Dortmund 2008. Die meisten Turnerinnen weisen Berlin, Leipzig, Dresden, Hamburg, Han­nover, Frankfurt a. M. auf, die meisten Män­nerturner Berlin, Leipzig, Frankfurt, Dres­den, München, Stuttgart, die meisten Knaben Berlin, Dresden, Hamburg, Leipzig, die meisten Mädchen Berlin, Dresden. Leipzig. Hamburg und Hannover.

Deutschlands Turner-Siädte.

Es gibt nur wenig Städte in Deutschland, in denen ein Turnverein nicht besteht. Heber das ganze Reich verteilen sich die fast 13 000 Vereine der Deutschen Turnerschaft, zu denen dann noch die Vereine einiger weiterer kleinerer Turn- verbände kommen, die ihr Verbreitungsgebiet hauptsächlich in West- und Süddeutschland haben. Datürlich ballt sich die Masse der Turner in den Großstädten zusammen. An der Spitze steht hier die Reichshauptstadt Berlin, die bei ihren über vier Millionen Einwohnern mit 37 481 Tur­nern die Höchstzahl aufweist. Es folge i dann die eigentlichen Hochburgen brutschen Turnens, die sächsischen Großstädte Leipzig mit 21202 und Dresden mit 20971 Turnern. Auch Frank­furt a. M. mit 16 034 Turnern bei 470 000 Ein­wohnern hat eine ausgezeichnete Prozentziffer. Es Übertrifft damit b?i toct'e.n die Reichshaupt­stadt, die bei mehr als achtmal soviel Einwoh­nern noch nicht dreimal soviel Turner als Frank­furt aufweist. In dieser De tehung ist dieRang­liste" jedenfalls nicht ganz richtig. Die Liste der erstell zehn deutschen Turnstädte hat folgendes Aussehen: 1. Berlin mit 37 481, 2. Leipzig mit r 0.02. 3. Dresden mit 20 971, 4. Frankfurt a. M.

Bayern Hof durch fern 4:2 gegen eine so stark« Mannschaft, wie sie her A. 6. D. Dürnberg besitzt.

In der Gruppe Südbahern siegte der S. D. 60 München über Schwaben Hirn mit 6:0 in der etwa erwarteten Höhe. Das 4:2 des D. S. V. München über die seither erfolgreichen Schwaben Augsburg bedeutet eine große Leistung der Münchener. Jahn Regensburg und Teutonia München teilten sich mit 2:2 die Punkte.

Berlin schlägt Oslo 2:0.

Mit feinem Fußballspiel gegen Oslo hatte Ber­lin am gestrigen Sonntag tein Wetterglück. Der den ganzen Tag anhaltende starke Regen machte den feuchten Platz zu keinem angenehmen Auf­enthalt, und der zwar spielfähige, aber voll­kommen durchweichte Rasen erschwerte beiden Mannschaften ihre Aufgabe. Trotz des unfreund­lichen Wetters hatten sich bei Spielbeginn den­noch etwa 18 000 Zuschauer ein<efunben.

Norwegens Hauptstadt war durch eine flink« junge Mannschaft vertreten, die ein recht gutes Kombinationsspiel vorführte, deren Stürmer aber im Strafraum mit ihrem Können zu Ende waren. Der beste Mann der Osloer und vielleicht sogar auf dem Spielfeld war der Torhüter Johann- s e n, der bei seinen prachtvollen Abwehrparaden internationale Klasse verriet. Die technische und taktisch? Ueberlegenheit der Berliner führte be­reits in der ersten Spielhälfte zu den beiden einzigen Toren. Einen Flankenball von Raue verwandelte Sobel in der zwanzigsten Minute zum ersten Treffer. Das zweite Tor schoß fünf Minuten später Kirsei. In den letzten Mi­nuten bis zur Pause lag Oslo stark im An­griff, erzielte aber nur vier ergebnislos blei­bende Ecken gegen zwei von Berlin. Dach der Pause kamen zeitweise beide Tore stark in Ge­fahr, ohne daß es einer Partei gelang, noch ein Tor zu erzielen. Eine kurze Zett der Spiel­überlegenheit brachte Berlin nur drei Ecken ein. Oslo rückte zum Schluß wieder stark auf; die ziemlich erschöpften Berliner waren schließlich froh, daß auch die Dorweger vor ihrem Tor- erfolglos blieben. Mit 2:0 konnte Berlin auch seinen zweiten Städtekampf gegen Oslo siegreich beenden.

Deutsche Kußballniederlage in Paris.

Der F.-D. Saarbrücken kam am Sonntag einer Einladung des Clubs Francois nach und stellte sich im Olympischen Strdion Colombrs bei Paris den Franzosen zum Kampf. Trotz ihrer spiel- technischen Ueberlegenhät vermochten sich die Deutschen nicht mit Erfolg durchzusetzen. Alln> dings waren sie auch vom Pech verfolgt, da sie schon in den ersten Spielminuten einen Verteidi­ger verloren, der bei einem Zusammenstoß mit einem französischen Spieler ernstlich am Knie verletzt wurde und vom Platz getragen werden muhte. Dachdem die Seiten torlos gewechselt waren, konnten die Pariser bei der Fortsetzung bei zwei schnellen Vorstößen jedesmal ein Tor erzielen.

Handball Stuttgart - Frankfurt 10:4 (6:2).

Die Frankfurter Sieben stellte gestern mit Aus­nahme des Verteidigers der Frankfurter Fuß* bailsportverein. Die auffallendsten Figuren des Spielfeldes waren der Frankfurter Torwart, der sich blendend gegen die unzähligen Schüsse der Stuttgarter hielt, und der Stuttgarter Spieler Meyer-Kirres, der sieben von den zehn Toren schoß und vielleicht der beste aller Spieler war. Frankfurt hatte sich zuerst schnell zusam­mengefunden, kam in Führung und brachte nach dem Ausgleich der Stuttgarter wieder den Füh­rungstreffer ein; dann aber waren die Stutt­garter bedeutend besser und schneller und er­zielten das überaus hohe Schiußresultat von 10:4 Toren.

BezirksligasPiclc dcr T.S.V. in der Gruppe Main-Hesse».

Gruppe A.

HSV. Frankfurt Polizei Du zbach 7; 0. Gruppe B.

Spv. Wiesbaden Alemannia Worms 7:2. Hakoah Wiesbaden Sp.-Kl. Wiesbaden 5:4. Kastel 06 Wormatia Morins 1:1.

Germania Wiesbaden gegen Polizei Wies­baden 0:6.

Tagung des Deutschen Gchwimmverbandes.

Die von den Mitgliedern des Hauptvorstandes und den Vertretern sämtlicher Kreise beschickte gestrige Tagüng des Deutschen Schwimm- Verbundes in Dresden wurde mit den Be­richten der Kreisvorsitzenden und Fachdezernenten eingeleitet. Ergaben auch die Kreisberichte keine nennenswerte Zunahme an Mitgliedern, so boten sie doch ein eindrucksvolles Bild der wachsenden Arbeit und des steigenden Zusammenhalts im Verbände In allen Kreisen war trotz der wirtschaftlichen Nöte reges Leben festzustellen. Die Jugend- und Werbe­arbeit wird durch besondere Tagungen und Kurse eifrigst gefördert. Ebenso wird den Belangen der Frauenarbeit erhöhte Aufmerksamkeit zugewandt. Der neue Etat des Derbandskämmerers wurde ein­stimmig in Einnahmen und Ausgaben genehmigt auf der Basis der vorjährigen Kopfsteuer. Die Ein­richtungen des Verbandes, die Geschäftsstelle, Bäderbauberatung, Sportunfallunterstützungskasse, fanden allseitige Zustimmung. Aus dem Bericht des Schwimmwarts ist heroorzuheben, daß künftig das Crawlschwimmen die Grundlage des Schwimmunterrichts bildet, und daß beson- bere Leitfaden über die Tätigkeit der Vereinr- schwlrnmwarte, über üeistungsprüfungen im Der- band, Heranziehung aller Mitglieder zur sportlichen Betätigung und über einheitliche Schiedsrichterprü- fung herausgegeben werden.

Der Vorstand beschloß die Verleihung des ^hkenbrtefes an den früheren Schriftführer' der Decbandes, K a r o ß, und der Ehrennadel an Re-

QSertreter brachte Prof. Dr. Bürker als Vertreter Sc. Magnifizenz des Rektors der Lan­des-Universität die besten Wunsche und Grüße der Hochschule für die Arbeit des Reichsbundes und seiner Gießener Organisation zum Aus­druck. Der Redner betonte, daß eine ganze An­zahl von Vereins- und Bundesmitgliedern im Dienste der LandeSunipersität stehe, die ihrer­seits allen Gruiid habe, die Arbeit des Bun­des und seines Gießener Vereins zu fördern. Die Universität werde auch fernerhin gerne Versorgnngsberechtigte in ihre Dienste nehmen, weil sie wisse, daß sie in diesen Männern gute Kräfte bekomme. Landgerichtsprasik»ent Reuen- hagen überbrachte die Glückwünsche der Gie­ßener und der Justizbehörden der ganzen Pro­vinz Oberhessen, wieS darauf hin, daß auch in feinem Amtsbereich bereits eine große An­zahl von Dersorgungsberechtigtcn angestellt sei und betonte, baß er auch künftighin imierhalb seiner Möglichkeiten mit besten Kräften die wohl­begründeten Forderungen der Zivildienstberech­tigten berücksichtigen werde. Regierungsrat Krüger sprach als Vertreter des Provinzial­direktors und des Kreisamtes Gießen Glück­wünsche aus und hob gleichfalls hervor, daß auch in diesem Amtsbereich eine ganze Anzahl Dersorgungsberechtiate tätig fei. Das warme Interesse der Kreisöehörde werde auch fernerhin den Zielen und Bestrebungen des Bundes gelten. Ebenso selbstverständlich fei es, daß der Staat seine Pflicht tun werde, wenn es sich darum handle, die Dersorgungsbercchtigten aus dem Soldatenstand in den Zivilbienst zu übernehmen. Beigeordneter Iustizrat Dr. Rosenberg über­mittelte die Glückwünsche und Grütze der 6taöf> Verwaltung und wünschte, dah aus dem Sol­datenstande noch viele tüchtige Beamte für Deich, Staat und Kommune, auch für die Stadt Gießen, hervorgehen möchten. Hauptmann von Stock- Hausen sprach in Vertretung des durch Trauer­fall am Erscheinen verhinderten Kommandeurs, Major L ü t e r s, die besten Wünsche unserer Garnison für den Reichsbund aus, mit dem weiterhin im besten Einvernehmen zu stehen der Wunsch der Ganison sei.

Nach einem Gesangsvortrag von Heinz B och­st e t n, einer weiteren ausgezeichneten musikalischen Gabe der Militärkapelle und famosen Tanz­darbietungen von Herrn B ä u l k e und Frl. Spies fand die feierliche Ehrung der Jubilare statt. Der Bundesvorstand verlieh das Bundesehcen- abzeichen für besondere Verdienste den Mitgliedern Fenchel, Breuning, Friedrich und Schmidt. Die Auszeichnung wurde durch das Bundesvorstandsmitglied Mosbach (Berlin) mit einer ehrenden Ansprache überreicht. Der Verein Gießen ernannte in dankbarer Würdigung ihrer Verdienste um den Verein und die Bundcssache die Kam. Ritter zum Ehrenvorsitzonden, Breuning, Lotz, Schröbel und R e i tz zu Ehrenmitgliedern. Mit dem Bundesabzeichen für 25jährige Mitglied­schaft wurden ausgezeichnet die Kam. Waas, Hofmann, Thiel, Kramer und Schott. Dem aktiven Kameraden, Obormusikmoistec L ö b e r, wurde anläßlich der Silberhochzeit ein Präsentkorb als Dankeszeichen des Vereins überreicht. Der Ehren­vorsitzende Ritter dankte im Namen aller Aus­gezeichneten und versprach dem Bunde und dem Verein weitere treue Mitarbeit.

Dann folgte eine lange Reihe von Glückwunsch­ansprachen namens des Landesverbands Hessen und der Kameradenvererne Mainz, Wetzlar,

Am Samstagabend beging der Verein Gie­ßen des Reichsbundes der Zivil- dien st berechtigten im Saale des Cafe Leib die Feier feines 25jährigen Bestehens. Zahlreiche Ehrengäste, darunter eine Reihe von Behordenvcr- tretern, und die Ortsgruppenmitglieder mit ihren Angehörigen bildeten eine so große Festgemeinde, daß der Saal vollbesetzt war.

Nachdem unsere Militärkapelle unter der Leitung des Obermusikmeisters ß ö b c r den Festabend mit dem Parademarsch des ehem. 18. Husaren-Re- glments eingeleitet hatte, hielt der erste Vorsitzende des Gießener Vereins, F o n ck e l, die Begrüßungs­ansprache, in der er den Ehrengästen besonderen Gruß entbot, dann auf die in einem Festbuch vor- liegende Dereinsgeschichte Hinwies, und zum Schluß unter den Klängen dos Niederländischen Dankgc- bete dem Reichsbund namens der Gießener Mit­glieder ein erneutes Treugelöbnis ablegte

Das Mitglied des Bundesvorstandes, M o s bach (Berlin) gab bann in einem Festvortrag einen Ueborblick über die Wünsche und Bestrebun- bungen des Reichsbundes der Zivil­dienstberechtigten. Der Bund sei nicht nur der Standeswünsche und des Standesegoisrnns wegen da, sondern sein Wirken gelte auch der Ge­samtheit des Volkes. Wenn der Bund sich heute noch allerdings dem Kampf und der Abmehr widmen müsse, so nur deshalb, weil der Staat, d. h. die Gesamtnett der deutschen Staatsbürger, ihre Pflicht gegen die alten Soldaten nicht erfüllt habe. Die Sorge des Staates um die Sicherung der Zukunft der aus dem Heere ausgefchiedenen Staatsbürger fei bisher vielfach vermißt worden. Kaum ein Staatsbürger fei so gründlich umfassend für den Dienst bei den Zioilbehörden uorgcbilbct, wie ge­rade dec Soldat. Dor Redner wies hier auf die Tätigkeit der Heeresfachschulen hin. Der Einwand, die Vorbildung her Soldaten fei nicht ausreichend, fei hinfällig. Die Zivilbehörden handelten nur in ihrem Interesse, wenn sie möglichst viele Ver- sorgungsanwärter In ihren Dienst nehmen wür­ben. Es könne nicht verlangt werden, daß die alten Soldaten ihre vielen Dienstjahre für den Staat um­sonst hingeben. Das Interesse dec Volksgesamtheit erfordere die Einstellung der Dersorgungsanwär- ter bei den Zivilbeborden nach dem Ausscheiden aus dem Staatsdienst. Wer die Wehrmacht in die­sem Staate bejahe, der müsse auch die Sicherung der Zukunft dec Wehrmachtangehörigen bejahen. In diesem Sinne arbeite der Reichsbund, ebenso der (Siebener Verein für die Versorgungsanwärter. Der Gießener Verein, vor 25 Jahren mit 25 Mit­gliedern gegründet, 60 Mitglieder nach Kriegs- sch'. zählend, stehe nach dem Stand vom 1. April dieses Jahres mit 254 Mitgliedern da. In seiner 25jährigen Arbeit habe der Gießener Verein schwere Arbeit zum Nutzen seiner Mitglieder und des Standes der Zivildienstberechtigten geleistet. Es müsse aber im ganzen Reiche und auch in Gießen noch viel getan werden, wenn den berechtigten An­sprüchen dec Bersorgungsanwärter genügt worden solle. Zum erfolgreichen Ausgang dieses Kampfes um eine bessere Berücksichtigung der Forderungen der ZivUdienstberechtigten sei es aber nötig, daß der Geist der Interessen- und Standesgemcinschaft, der den Vorstand des Gießener Vereins in so vortreff­licher Weise auszeichne, auch unter allen Mitglie­dern herrschend werde und diese zu regster Mit. arbeit für das Wachsen, Blühen und Gedeihen des Bundes und damit zur Verbesserung der eigenen ^Ä^efizgrundlage anfeure. (Lebhafter Beifall.)

Bei den Ansprachen der Behöroen-

100 000 Einwohnern befinden sich 50 «Stab:«, die über 1000 Turnvereinsangehörigc haben, nur Münster mit 106 418 Einwohnern hat bie Tausenb noch nicht erreicht.

Kußball in Hessen-Hannover.

Im Bezirk Hessen-Hannover ließ sich gestern Hessen 09 Staffel vom S. C. 05 Göttingen 0:2 schlagen. Das Ortstreffen in Kassel endete mit 6:2 zugunsten von S. C. 03, der den S. V. schlug Her- niannia Kassel ließ sich von Kurhessen Marburg 2:3 schlagen, dagegep verlor Germania Marburg gegen Kurhessen Kassel 1:7.

Fußball in Güdbeuischland.

Wie überall in Süddeutschland, so fanden gestern auch Im

Bezirk Main-Hessen, wichtige Treffen statt, deren teilweise überraschen­des Ergebnis auf bie Tabellen uno bie ferneren Aussichten nicht ohne Einfluß ist.

In ber Gruppe Main hielt sich Eintracht Frankfurt burd) einen knappen, aber verdienten Sieg von 3:2 Toren über Union "2t teberr ab für bic Dieberlage im Vorspiel schadlos. Auch der F. Sp. V. Frankfurt gewann diesmal mit 2:0 Toren gegen Rottveih Frankfurt, ber im Vorspiel Öt hatte. Die Offenbacher Kickers ruckten ihren 2:1-Sieg über bie ebenfalls sehr gut spielenbon F. C. 93er Hanau auf den zweiten Tabellenplatz vor. Sehr angenehm überraschte bie F. Vgg. 03 Fechenheim durch ihr 3:0 gegen bie gefürchtete Germania Bieber. In Aschaffen­burg kam es zum Treffen der beiben Tabellen­letzten, Victoria Aschaffenburg unb Sp. Vgg. 60/94, bas von ben glücklicheren Hanauern 1:0 gewonnen wurde. Beide Abstiegskandidaten tau­schen hierdurch ihre beiden Plätze.

In der Gruppe Hessen bekam nunmehr auch Wormatia Worms ben Schmerz der ersten Diederlage zu kosten. Sie war seither der einzige süddeutsche Verein, der noch keine Diederlage oder Punktverlust zu verzeichnen hatte. Diesmal unterlagen bie Wormser aber dem eifrig kämpsen- ben Leuten vom V. f. L. Deu-Is.nburg mit 3:4 Toren. Der F. Sp. V. 05 Mainz würbe punkt­gleicher Tabellenzweiter mit Deu-Isenburg zu­sammen ba er bie Sp. Vgg. Arheilgen glatt 3:1 schlagen konnte. Die "Begegnung Alemannia Worms mit Hassia Dingen ergab mit 2:2 Toren bad erwartete Remis. Dagegen schüttelle ber S. V. Wiesbaben mit seinem 2:0 gegen ben F. C. Langen einen hartnäckigen Konkurrenten ab. Sp. Gem. Höchst war ohne Gegner.

Bezirk Bayern.

Konkordia unb zahlreiche Glieder unserer Ge­meint- beteiligten sich am Begräbnis des Ver­storbenen, der ein aufrechter, g'radrr Mann war, ein Mann von echtem Schrot und Korn, der fern Amt elf Jahre, von 1914 bis 1925, gewis enbaft unb treu verwaltete und der besonders un K.wge iebermann ohne Unterschied treu zur <5dtc stand. Für bic Gemeinde legte Dürgenncister "Wagner einen Kranz nieder, für dm Gesangverein Kon­kordia Landwirt Bellos, für den Wahlverein Flurschütz Z i m m e r m a n n. Die Sanger der Konkordia fangen auf dem Friedhof ihrem Ehren­mitglied ein letztes Lied.

)( L i ch 3 Dov. Gestern abeiid sand in ber Turnhalle ein Familien-undGemeinde- abenb unserer evangel. Gemeinde statt. Trotz Werktags waren die ®emcinbeglieber in großer Zahl der ©inlabung gefolgt, sv daß die geräumige Turnhalle fast besetzt war. Dach einem Vorspiel des Posaunenchors, der auch den übri­gen musikalischen Teil des Abends bestritt und die Begleitung der gemeinsam gelungenen Choräle übernommen hatte, hielt dec neue Direktor des Landesvereins für Innere Mission, Pfarrer Röhricht- Darmstadt, einen kurzen Vortrag überDie moderne Kcüppelfürsocac". Der Red­ner stellte das dreifache Ziel solcher Fürsorge klar heraus: 1. die Heilung b?s körperlichen Leidens, 2. bie Schulausbildung, 3. die Berufs­ausbildung. 3m Anschluß an diesen Vortrag wurde der FilmDer hilligc Vorn" voryesühct, der die Arbeit an ben Verkrüppelten in ben großen Volmarsteiner Anstalten zeigte. 3n der Pause wurden durch junge Mädchen Postkarten und Schriften verkauft. Mit einem Schlußwort von Stiftsvfarrcr Lic. Schorlernrner, einem Lied unb Vortragsstück des Posaunenchors schloß ber Abend, dessen Reinertrag die Höhe von 181 Mk. der neuerbauten Krüppellehrwerkstätte des Hessischen Landesvercins für Innere Mis­sion in Dieder-Ramstadt überwiesen wurde.

Kreis Friedberg.

COAusderWetterau,4. Nov. Infolge dec Berunreinigungdurchte^r haltige Ab- wässer geht Der Fisckbestand dec Nidda unterhalb der Horloffmündung Immer mehc zurück. Die tiefen Stellen, die immer große Fische bevölker­ten, sind ganz leer. Oberhalb des Eintrittes der ver­schmutzten Horloff ist die Nidda sehr fischreich. Die Verunreinigung soll durch Abwässer des Schwel­werkes in Trais-Horloff herrühren.

Kreis Büdingen.

!! Bübingen, 4. Dov. Der Gemeinde- rat perhanbllte in seiner jüngsten Sitzung zu­nächst über dm Antrag des Kreisseuerwrhr-- inspektors Höckel, betr. ben Einbau von zwei weiteren Feuerhybrandhen. Es würbe beschlossen, einen neuen Hybranthen zwischen beni Wohnhause Walselb unb der neuen Klippe in ber Hämmerstcaße einzubauen. Ein weiterer PmHt hatte die Verlängerung des Pachtvertrages mit dem Scha'besitzer Heß in Düdelsheim zum Gegenstand. Die Verlänge­rung des Vertrages bis zum 31. März 1.029 wurde genehmigt. Weiter stand ein Antrag der Bürgermeisterei auf Bereitstellung eines Kredites