Arbeitsgebietes wtt) schilderte dann die erfolgreiche Fortentwicklung bis zum Kriege. Dec Redner tritt für Gleichberechtigung der Inneren Mission und ihrer Anstalten mit den staatlichen Instituten ein. Er befürwortet aber gemeinsame Arbeit und behandelte zum Schluß das Verhältnis zwischen Innerer Mission und Kirche, das freundlich, aber unklar sei. Die Kirche wolle selbst viele Arbeiten der Inneren Mission übernehmen, die Innere Mission wolle ihre Freiheit belvahren, jedoch in enger Zusammenarbeit mit der Kirche.
Heute folgte abschließend der Vortrag des Vorsitzenden und Gründers des Evang. Wohlfahrts- und Iugenddienstes im Kreis Friedberg, Pfarrer Weber (Kaichen), über diese seine Gründuirg. Nachdem er die Menschen unserer Zeit gekennzeichnet hatte als Wanderer in der Wüste, die aus einem gesegneten Land der Vergangenheit konunen, das Land nicht kennen, dem sie entgegen» gehen, schilderte er auf diesem Hintergrund die Svzialarbeit des Staates und der Kirche als dre Hilseleistung an dem irrenden Volk. DerStaat, der die großzügige Organisation schafft, d i e Kirche, die das Licht trägt in der Finsternis der Zeit: sie sind aufeinander angewiesen, im 3ufammeniDirf en finden sie die Vollendung ihrer Arbeit. Oberkirchenrat Magner (Gießen) betonte anschließend, daß er die starke Teilnahme der kirchlichen Behörde an dem Ev. Wohlfahrtsund Iugenddienst und seiner Arbeit zum Ausdruck bringe. Pfarrer B e ck e r (Büdesheim), der den Tag mit einer Andacht eröffnet hatte, schloß sodann mit Worten des Dankes die Derhand- lungen, nachdem aus der Versammlung heraus ein Ausschuß bestimmt worden war, der an die Kirchenregierung mit dem Ersuchen um Einrichtung eines sozialen Amtes der Kirche herantreten soll. Am Nachmittag beschloß eine Besichtigung des Elisabethhauses in Bad-Aauheim die Tagung.
Große Strafkammer Gießen.
* Gießen, 3. Oft. Die Ehefrau eines Arbeiters aus Bensheim hatte in einem Prozeß vor dem Amtsgericht Bad-Nauheim, den sie mit Verwandten um ihr Erbteil führte, beschworen, daß sie gewisse Zahlungen nicht erhalten hätte, obwohl dies tatsächlich der Fall gewesen war. Die Staatsanwaltsch ift H.7 te daraufhin Qln Iige wegen fahrlässigen Falscheids gegen sie erhoben. Die Angeklagte wurde jedoch vom Dezirlsschöffengericht Gießen freigesprochen, da das Gericht annah n, daß sie ihren geistigen Fähigkeiten nach Wohl nicht in der Lage gewesen sei, das Strafbare ihres Tuns zu erfassen. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft hin wurde jedoch das Urteil erster Instanz aufgehoben, zumal der Sachverständige ausgesagt hatte, daß die geistigen Fähigkeiten der Angeklagten durchaus nicht so gering seien, wie dies vom Gericht erster Instanz angenommen worden sei. Das Urteil lautete auf einen Monat Gefängnis.
Ein Arbeiter aus Ober-Rosbach hatte auf einer Bescheinigung der Krankenkasse, die er zum Zwecke der Steuerrückerstattung erhalten hatte, eine Zahl verändert, um einen höheren Betrag zu erhalten. Die Fälschung war jedoch bemerkt worden und hatte eine Anklage wegen Urkundenfälschung zur Folge. Das Gericht erster Instanz verurteilte den Fälscher zu zwei Wochen Gefängnis. Seine hierauf eingelegte Berufung hatte keinen Erfolg, vielmehr wurde das Urteil erster Instanz durch die Strafkammer, bestätigt.
Schöffengericht Gießen.
* Gießen, 3. Oft. Ein hiesiger Handlungsgehilfe hatte im Mac d. I. auf der Kontrollkarte des Arbeitsamtes von ihm tatsächlich nicht geleistete Pflichtarbeit eingetragen und sich so etwa 18 Mk. verschafft. Wegen Urkundenfälschung und Betrugs erhielt er unter Einbeziehung einer früheren Strafe von 18 Tagen eine Gesamtgefängnis strafe von drei M o na t e n , zehn Tagen.
Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen einen aus Breslau stammenden Schweizer verhandelt. Er wurde zuzehnMonatenGe- f ängnis verurteilt, weil er sich an zwei kleinen Mädchen sittlich vergangen hatte.
Aus Grund eines umfangreichen Indizienbeweises hielt das Gericht einen Wachtmeister der Butzbacher Schupo für überführt, in diesem Frühjahr einem Kameraden zwei Unterhosen, und in diesem Sommer einem anderen Kameraden einen Ring aus dessen gewaltsam geöffneten Spind gestohlen zu haben. Dem An krag der Staatsanwaltschaft entsprechend wurde auf eine Gefängnisstrafe von fünf Monaten zwei Wochen erkannt.
Wirtschast.
3ur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.
Die Krise des Arbeits Marktes hat in diesem Jahre schon außergewöhnlich frühzeitig eine Verschärfung erfahren. Bereits am 1. August wurde mit 544 000 Arbeitslosen der vorläufig niedrigste Stand der Arbeitslosen- zifser in diesem Jahre erreicht, während im Vorjahre erst am 5. Oktober mit 330 000 der Tiefstand erreicht wurde. Im Vorjahre trat also erst am 5. Oktober eine Zunahme der Arbeitslosen ein, in diesem Jahre jedoch schon anfangs August. Die bedeutend ungünstigere Beschäftig n n g s - und Konjunkturlage in diesem Jahre geht aus diesem 'Vergleich deutlich hervor. Deutschland geht, nach den bisher vorliegenden Anzeichen und Entwicklungen zu urteilen, also wieder einmal auf dem Arbeitsmarkt einer kritischen Zeit entgegen. Rechtzeitige Maßnahmen zur Bekämpfung müssen deshalb getroffen werden.
Besondere Erfahrung auf diesem Gebiet hat England, wo angesichts des chronischen Zustandes dec ferneren Arbeitsmarktkrise (am 30. Juli d. I. 1 470 000 Arbeitslose — 17 Prozent der gesamten in der Industrie beschäftigten Arbeiter, gegenüber 9,2 Proz. zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahre) sich alle interessierten Kreise mit dieser Frage befassen. Es lohnt deshalb eine Darstellung der von England bisher ergriffenen Maßnahmen, um sie zu prüfen und ihre eventuelle Nutzanwendung auf Deutschland zu ziehen. Nach Angaben des Internationalen Arbeitsamtes wird die Zahl der Berufsschulen, die insbesondere auch eine Berufsumschulung der Arbeitslosen und eine Berufsausbildung von Arbeitslosen, die in überseeische Länder gehen wollen, bezwecken, ständig vermehrt. Die Angehörigen von verheirateten Arbeitslosen werden während des Besuches der Berufsschulen staatlich unterstützt. Eine weitere Verbesserung des Arbeitsmarktes verspricht man sich in England durch eine systematische Organisierung der Auswanderung englischer Arbeitskräfte nach den Kolonien und Dominions. Arbeiter, die zur Ausübung eines landwirtschaftlichen Berufs geeignet erscheinen, können Vorschüsse erhalten, um sich niederzulassen. Zur Zeit berät die englische Regierung mit den Behörden der Dominions eine Reihe von Plänen, die eine endgültige Ansiedlung von 21 000 Bergarbeitern in der Landwirtschaft der betreffenden Länder gestatten. Weiter ist beabsichtigt, Arbeitslose aus dichtbesiedelten Gebieten in For st bezirke zu bringen, die neu aufgeforstet werden sollen. Die englische Regierung beabsichtigt, zu diesem Zweck für die nächsten 10 Jahre einen Kredit von 5V2 Millionen Pfund zur Verfügung zu stellen. Ferner ist beabsichtigt, arbeitslose Bergarbeiter zur Ernte nach Kanada zu bringen. Bis zum 10. Aug. dieses Jahres sind über 25 000 diesbezüglich Anträge von Arbeitslosen aus Bergbaubezirken zugelassen worden. Neben den Hilfsmaßnahmen zur Unterbringung der Arbeitslosen wird in England gegenwärtig auch die Frage der I n d u- ftrieförberung und desIndustrieschut- zes erneut diskutiert. Auch die Frage der Währungspolitik und ihres Einflusses auf die Arbeitslosigkeit sind Gegenstand dieser Beratungen.
Im Hinblick auf das bedrohliche Ansteigen der Arbeitslosenziffer in Deutschland wird man auch hier nicht umhin können, in aller Bälde ein klares Programm zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit aufzustellen. Die Art, wie England an das Problem der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit herangeht, dürfte zweifellos manche Anregung geben.
*
'Ermäßigung der Kohlentarife für das bestrittene Gebiet. Angesichts der Bestrebungen der Vertreter aller Kohlenausfuhrgebiete Englands, die Organisation für die Ausfuhr von Kohle zu verbessern, ist es von Bedeutung, daß die Verhandlungen zwischen den Vertretern des Ruhrbergbaus und der Reichsbahn über weitere Erleichterungen in bezug auf die Tarifberechnung für die Verfrachtung von Ruhrkohle nach den norddeutschen Küstenplätzen nunmehr abgeschlossen sind. Mit Rücksicht auf die durch die Subventionspolitik der englischen Regierung begünstigte Absatzlage der englischen Kohle im deutschen bestrittenen Gebiete hat die Reichseisenbahnverwa-ltung auf Grund der Eingabe des Rheinisch-Westfälischen Kohlenshndikates verfügt, daß die Ausnahmetarife für Bunkerkohle unter gleichzeitiger Aushebung der für die Ausnahmetarife zugelassenen Mindestmengen um 2,40 auf 5,80 Mk. pro Tonne für das gesamte Gebiet der norddeutschen Küstenplätze ermäßigt werden. Wie dazu noch verlautet, wird sich die
Reichsbahn in absehbarer Zeit noch zu weiteren Herabsetzungen verstehen, vielleicht sogar zu einer völligen Abschaffung des Mindestmengensystems, bei dem schweren Kampf um den Absatz der Ruhrkohle im bestrittenen Gebiet eine wünschenswerte Maßnahme.
* Verein für Chemische Industrie. A. - G. Frankfurt a. M. Wie der DHD erfährt, soll der Aufsichtsrat in einer Sitzung am Donnerstag die von der Verwaltung. bisher erreichte gütliche Beilegung der aus der vor- zeitigeil Auflösung der Interessengemeinschaft mit der Allgemeenen Norit Mij. entstandenen Streitigkeiten ratifizieren. Die Genehmigung des Aufsichtsrates vorausgesetzt, kann wieder mit einer Zusammenarbeit mit der holländischen Gesellschaft gerechnet werden, deren Form jedoch noch nicht feststeht. Es ist fraglich, ob dabei eine Interessengemeinschaft zugrundegelegt wird.
* Braunkohle- und Brikett-Indu- st r i e A. - G. (B u b i a g). In der Aufsichtsratssitzung der Braunkohle- und Brllettindustrie A.-G. (Dubiag), Berlin, wurde beschlossen, der auf den 1. November einzuberufenden Generalversammlung vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 1927/28 für die Vorzugsaktien eine Dividende von 7 Prozent (wie im Vorjahre) auf das eingezahlte Kapital und für die Stammaktien eine solche von 10 Prozent (wie im Vorjahre) festzusetzen.
FrMtksurter Börse.
Frankfurt a. M., 4. Okt. Tendenz: freund- l'ich. — Nachdem an dec QEöenöbörfe auf (Statt- stMungen der Spekulation die Tendenz etwas schwächer geworden war, konnte sich zum heutigen Dörsenbeginn wieder eine feftere Tendenz durchsetzen, wobei die unverändevt starke Nachfrage nach Spezi al werten den Märkten wieder die Hauptanregung bot. Na- menitlich das Ausland soll mit großen Kauforders hervorgetreten sein, aber auch aus dem Inlande waren etwas größere Kauforders erschienen, so daß die Spekulation zu Deckungen und neuen Käufen schritt. Ferner wurde die Stimmung von der gestrigen festeren Neuyorker Börse beeinflußt, und auch die Tatsache, daß die Bank von England entgegen den gehegten Be- fürchl'ungen ihren Diskont heute unverändert beließ, wir.tr anregend. In den bevorzugten Werten^ war das Geschäft lebhafter bei be - krächtlichenKurs st eigerungen. In größeren Posten aus dem Markte genommen wurden vor allem Siemens, die 7,5 Prozent gesteigert waren. Davon angeregt gewannen die übrigen Clektrowerte 2 bis 3 Prozent. Wesentlich erhöht waren wieder Deutsche Linoleum mit plus 8 Prozent, später setzte sich die Aufwärtsbewegung dieses Papieres um weitere 4,5 Prozent auf 392 Prozent fort. Lebhafter gefragt waren außerdem wieder Karstadt, die erneut 5 Prozent gewannen. Stark hervor traten ferner noch die Kaliaktien, die 3,5 Prozent bis 4 Prozent anzogen, und Zellstoff Waldhof mit plus 3,5 Prozent. Am Dankenmarkt waren Danatbank und Reichsbank mit je plus 2,5 Proz. beachtet. I.-G.-Farben eröffneten 1,40 Prozent befestigt. Montanwerte und Schiffahrtswerte waren meist gut behauptet. Am Markte der Autoaktien gaben Kleyer 1 Prozent nach, Daimler dagegen toaren leicht erhöht. Verein für Chemische Industrie blieben knapp behauptet. Deutsche Anleihen lagen still. Von ausländischen Renten Anatolier und Rumänen weiter beachtet. Im Verlaufe nahm die Tagesspekulation Realisationen vor, und die höchsten Kurse konnten sich nicht behaupten. Meist traten Abbröckelungen von etwa 1 Prozent ein. Der Geldmarkt war weiter erleichtert. Tagesgeld 6 Prozent. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1988, gegen Pfund 20.164, gegen London-Kabel 4.8487, gegen Paris 124.00, gegen Mailand 92.75, gegen Madrid 29.68, gegen Holland 12.0913.
Berliner Börse.
Berlin, 4. Okt. Das anhaltende Interesse für einige Spezialwerte konnte heute die Gesamttendenz in günstigem Sinne beeinflussen. Schon dec Dormittagsverkehr hatte im Anschluß an den wieder kräftigen Schluß der gestrigen Neuyorker Börse ein freundliches Aussehen gezeigt, zumal auch sonst Nachrichten, die die Börse ungünstig hätten beeinflussen können, nicht Vorlagen. Man hielt die Befürchtungen betreffend einer Diskonterhöhung in England für verfrüht, und di^ Dank von England hat auch tatsächlich leine Erhöhung des Diskontsatzes vorgenommen. Nicht so fest, wie es vorbörslich noch aussah, kam es zu den ersten Kursen aber doch überwiegend zu Kursbesserungen. In Spezialwerten war das Geschäft sehr lebhaft, da Aus- landkauforders für diese Papiere eingetroffen waren. An den übrigen Märkten kam zu den ersten Kursen eher etwas Ware heraus. Sonder-
betoegungen hatten Danatbank, Berger, Warenhauswerte, Kaliaktien. Oberkoks. Siemens, Polyphon und Deutsche Linoleum bei Kursgewinnen bis zu 6,5 Prozent. Bemerkenswert schwächer eröffneten dagegen Braubank mit minus 3 Prozent, Bemberg minus 5 Prozent. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer geschäftslvs. Pfandbriefmarkt wenig verändert. Roggenpfandbriefe eher schwächer. Der Geldmarkt erfuhr im Einklang mit bem Auslande eine Erleichterung. Tägliches Geld 7,25 bis 9 Prozent. Monatsgeld 8,25 bis 9.25 Prozent. Warenwechsel etwa 7 Prozent. Im Verlaufe bröckelten die Kurse überwiegend etwas ab. Das Geschäft ließ auch in Spezialwerten nach. Die Spekulation schritt zu Gewinnmitnahmen. Mll Ausnahme von Polyphon, Waldhof. Deutsche Lmoleum, Bergmann und Rutgerswerke und einiger Nebenwerte, lag das Kursniveau unter An- fang. Glanz st off hatten 7 Prozent verloren, Deichsbank 3,5 Prozent. Das Fehlen der zweiten Hand trat wieder stärker in Erscheinung.
Getreidebörse.
Frankfurt a. M.. 4. Okt. Der Fvanfurter PrvduktVnmarkt verkehrte gegen Wochenende nach dem gestrigen Anziehen der Preise heute in ruhiger und stetiger Haltung. Das Auslandangebot war weiter gering und es kamen heute kaum Umsätze zustande. Namentlich für Weizen und Roggen hövte man teilweise etwas niedrigere Preise. Es wurden notiert: Weizen 23 bis 23,25 Mk.; Roggen 22,50 bis 22,75; Sommer- Serste für Brauzwecke 25.50; Hafer., inländischer 22,50 bis 23; Mais (geöd) für Futterzwecke 21 bis 21,25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 33,50 bis 34; Roggenmehl 30,75 bis 31,25; W.eizenklleie 14,75; Roggenkleie 14. — Tendenz: stetig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 4. Okt. Auftriebr 66 Rinder, 1071 Kälber. 605 Schafe. 604 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 73 bis 77 Mk.: mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 72; geringe Kälber 60 bis 67. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Ma sitz ämmel (Weidemast) 44 bis 48; mittlere Mast- lärnrner, ältere ..Masthämmel und gut genährte Schafe 38 bis 43; fleischiges Schafvieh 30 bis 37. — Schweine: Vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 76 bis 78; von etwa 200 bis 240 Psimd 75 bis 78; von etwa 160 bis 200 Pfund 74 bis 77; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 70 bis 75 Mk. — Marktverlauf: Schweine schleppend und aus- verkaust. Kälber und Schafe mäßig rege, ausverkauft.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 3. Okt. Die Produktenbörse zeigte heute eine etwas freundlichere Haltung, wozu auch die festen Meldungen von lieberfee und aus Liverpool beitrugen. Das Inlandangebot von Brotgetreide bleibt weiter klein. Für Wei- ' zen zeigte sich an der Küste nach wie vor Interesse zu Exportzwecken, auch für Roggen sind leichte Ansätze zu neuem Exportgeschäft zu beobachten. Die Inlandrnühlen sind ziemlich schwach versorgt und auch zu Reportagezwecken wurde Weizen ausgenommen. Sie Forderungen lauteten etwa 1 bis 2 Mark höher. Das Mehlgeschäft ist noch ruhig, und für Weizenmehl waren Forderungen nicht durchzusehen. Hafer wird sehr wenig angeboten und bleibt an der Küste für den Export gefragt, am Platze hält sich die Umsatztätigkeit in engen Grenzen. Gersten in unveränderter Marktlage. Am Lieferungsmarkt konnte Weizen in der Dezembersicht um 2 Mark anziehen, Roggen lag gleichfalls bis 1,50 Mark fester. Die heute besichtigten 210 Tonnen Weizen und 120 Tonnen Roggen wurden für kontraktlich lieferbar erklärt.
Aus dem Amisverkündigungsblaii.
* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 71 vom 2. Oktober enthält: Vierteljahresausweis über die Einnahmen unb Ausgaben des Kreises Gießen und der Provinz Oberhessen. — Senkung der Lohnsteuer. — Das Ergebnis der Hauptkörungen 1928. — Die Tagung des Verbandes Deutscher Geschichtsforscher. — Dienst- nachrichten.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
E. D. Anonyme Einsendungen werden grundsätzlich nicht berücksichtigt. Falls keine Namensnennung und Adressen an gäbe erfolgt, kann die ' Redaktion für das Manuskript keine Gewähr übernehmen.
KurszeiieL her Berliner und Frankfurter Börse. __binter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuß 8 Prozent.
Frankfurt a. M
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Berlin,.) Oktober________
Geld
L_ Brief |
Schlug- Äurs
1-Uhr» Kurs
Schlich; Aut»
Anfang Aurs
Schlrch- Kurs
1-Uhr- Sure
|Sd)iu[p
1 Surs
Anfang Kurs
Styluh- Surs
1-Uhr. Äur»
Sd)iufp Kurs
Anfang Kurs
i^ranzomche Holländische Italienische Norwegische
Vtoten . - .
Noten . . .
lö.äaö 167.93 22,01
111,58 58,93
2,54
16,455
168,61
23,09
113,02
59.17
2,5«
Datum
3. 10.
4. 10.
3.10.
| 4. 10.
Datum: |
3. 10.
4 10.
| 3. 10.
| 4. 10.
Datum: 3. 10.
4. 10.
| 3. 10.
I 4. 10.
Note» . v . . ,
B% Dl. «eichranlethe v. 1927 . .
Dt. Snt.-M>löi.-SchuU> mit Lus-
87,26
87.6
-
A.E.G...........6
189.75
192.0
191,13
193
Philipp Holz mann......7
142,;»
143
14t
™ -1 । i , a IW «HTUHEU
Rumänische Noten ......
63
16,7
Bergmann...... • . . 9
Elektr. Lieferungen. • • • « 10
Licht und Kraft ...... 10
Fellen & Guilleaume..... 6
Ges. f. Elektr. Untern- ... 10
—
211
208
209,75
Heidelberger Eemcat .... 10
—
137
Schwedische
111,98
113,43
Deigl. ohne Buslos.-Rechte . . . 7% Frankl. Hyp.-Bk. Goldps. Ufr kündbar btt 1932......
iy*% Rheinische Hyv.-Bank Liqu -
16,7
90
—
53
16,6
227
157.6
273
229,4
275
183.5
221.6
158
275.5
181 75
229.5
158.25
275
153.6
(Semem Karlstad« . .... 8
Watch 4 Freitag......10
Schultheis Patzenhofer ... 15
Ostwerke . .... 12
170
142,25
142
344
380,0
344
299
Schweizer Noten.......
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . .
Ungarische Noten.....
80,55
68,11
12,35
72,92
80,87
68,39
12,41
73,23
Goldps. . . .
75
Rhein. Elektr. . ...... 9
Schlei. Elektr........10
Schlickert ........ 8
163,76
244
215,5
Ner Glanzstoff ...... IS
—
561
487.5
297
659.5 485
-99
Devisenmarkt Berlin
—Frankfurt
a. M.
S.E.G aba. BorkriegS-Obligalion., rückzahlbar 1982
—
—
164
24«.25
216.5
Bemberg . ........
—
_
85
—
—
—
214
216,25
Zellstoff "Waldhof ..... 12
Zellstoss Aschaffenburg ... 12
Charlottenburger Wasser ... 7
217.6
300.5
Telegraphische
Auszahlung.
1% Schweiz. BundeSb.-Aul.. . .
*% Lesterreichlsche Goidrte.. . .
—
32,4
_
Siemens & Halske ..... 12
Transradio . ...... 8
397
104.5
399.5
164 6
105
219
129.76
202.75
93,4
52
127 25
129,25
203,75
94.25
129
51,25
3. Oktober
4. Oktob r
4,20% Ceften. Silberne. ... 4% Oesterreich, einheist. Rte. . .
27.65
—
—
—
Lohmener L So...... . 10
Buderus . . ....... 6
171
88
—
176
87.9
87.75
Daimler Motoren ...... 0
Demag ..... 0
Adlerwerke Stiebet ...... 5
93
93,6
Amtliche Notierung
Geld 1 Brief
Amtliche Notierung
Geld i Briet
4% Ungarische ©olbrte.....
4% Ungarische Slaaisr. v. 1910
4¥t% deSgl. von 1913 . .
—
27,4
27,4
Deutsche Erdöl.......6
Essener Steinkohle ...... 8
_
144,25
144,25
127,5
126.5
Amst.-Rott.
168,23
1,763
58,285
168,57
1,767
168,17
1,763
168,51
1,767
—
—
Gelsenkirchener ... t H 3- 4
Harpen er . ........ 6
HoW Eisen. ........ 8
Ilse Bergbau ....... .8
128.5
—
129,9
154.5
138,5
259
129,75
Ludw. Loewe . ...... 10
Rat. Automobil ....... 0
Lrenstein & Koppel . .... 6
Leonhard Tietz ...... 6
—■
—
263.5
261,5
Brss.-Änkw-
58.405
58,29
58,41 112.01 112,09 112,4t
4% Ungarilche ftronenrte.....
4% Türk. Zollanleihe v. 1911 . .
4% türfildje BagdadbahN'Anl.,
2,45
11,6!
2,5
11,4
2,45
74.75
117.25
276
111,79
111,84
112,21
11,5
260
1 1 1
154.75
138
257,6
—
—
116 25
280
Chrtstianta - Kopenhagen Stockholm .
111.06
112,43
111,83
112,19
Serie l
11,8
——
1’3
123
123.25
134,5
133.9
Bamag-Meguin ....... O
Franks. Maschine» ...... 6
—
18.5
—
HelniigsorS.
Italien. . . London. . •
10,56
11,93
20,34.-
10,58
21.97
20.382
10,66
21,94
20,342
10,58 -1.98 20,382
4% beSgl Serie II.......
4% Rumänen amtiert. Rte. . . .
11,5
—
11,6
11,4
133.75
133.5
76. r
77
77,25
_
—
—
Mannesmann . ....... 8
133,5
117
133,75
117.6
Gritzner ...... 11
126
127
—
tV*% Rumänen (SoIbanL von 1913
24,65
-
24
_
Mansseldor.........7
117.75
117,25
Heyttocnsiaedt ....... (i
19
Neuyoick ..
4,1955
1,1955
4,2035
FungöanS ........ 3
90
89
Oberschlei. Eilend. Bedarf... 5
112.5
113.75
—
——
Paris. . . .
16,40
16,44
16,41)
16,44
Wg- Deullche üisen'xihn . . 4%
Hamburg-Amerika Paket ... 8
Hamd.-Südam. Dampfich, . . 8
160,75
161,13
—
—
Oberschles. KokSwerke ... 6
Phönix Bergbau .... 5^
95.75
96
115,6
117
Lechwerke. ...•••••. S WmnfrrJItni-rfu
114
—
—
-*
Schwei» ..
Spanten. .
>0,76
68,32
so, n 68,46
80,73
68 45
80,89
160
161,5
96.13
96.75
Miog. - ...... 10
140,5
68.59
Rheinische Braunkohlen. . . 10
Rheinstahl f. % Jahr *'/.
288,5
—
288,5
288
•
—
141.25
Japan . .. Rio de Jan.
1.915
1,918
1.1)15
1.919
Hansa Damvsschiss . . 10
—
—
192,9
194
—
149,75
149,25
150
Nekarsulmer ....... .8
34,25
—
34
—
0.5015
0.5036
'1,5015
0.5035
Norddeutscher Lloyd.....8
153
153,4
153.26
163,25
Riebeck Montan ..... 7,2
—
151
'beiers Union . ...... ,8
—
■
169
—
Wien In D.«
59,04
Ping Deutsche Ereditanst. . . 10
140,25
139,6
138,6
Bereinigte Stahl». .
Otavi Minen . . .... 1 sh
96.25
.—
96.65
96.6
(tzcbr. Roeder . ...... 10
Voigt 4 Haesfner......8
128
—
—
—
Ceft abgefi.
09,16
-'»,02
•>9,14
Barmer Bankverein . . 10
145.6
145.75
145,6
146
—
—
64.5
54.75
-V
—
214
—•
Prag ...
Belgrad . .
12.43
12,45
12,43
12,45
Berliner Handelrgeseltsch. . . 12
305
306.6
105,76
306,5
Kali Aschersleben ..... 10
297
300,5
298
301
r Sudd. Zucker . ...... .8
150
—
149
—
7,373
7,3 t
7
7,370
7,884
Commerz- und Prival-Baal. 11
193
193.6
193
193.2-,
Kaki Westeregeln...... 10
299,5
303,6
298
803
Budapest. . Bulgarien .
73,13
73,2
73,15
73,29
Darmst. u. Nationalbauk . 12
2j6,5
299
297.75
299
Kaliwerk Salzdetfurth ... 16
492
—
490,25
494,6
Bantnoten.
3,027
18,93
81,29
2,173
6,435
4,193
4,266
20,865
3,01
3
3,027
3,033
Deutsche Bank .... 10
DiSkonto-Gesellschast Int.» . 10
Dresdner Bank . , , 10
Mitteldeutsche (Zubitbanl . • . 9
Metallbank......... 8
VdMtatf........12
170.5
165,75
172,75
140
306,5
165,25
172,76
309
170 75 l< 5,65 172,35
211.5 140.75
306,75
171.26
165.26
172,25
211,6
141
308
3- G. Farben-Zadustr* ... 12
266,5
266,9
266,75
266,25
Lissabon Danzig. . . Konstantin.
18.9
81,4
2,17
5,44
4,20
4,27
20.90
18,9) 81,32 2,170
5,425 4.19 4,26
20,8«
18,97 61,48 2,174
5,43» 4,20 4,27
20.90
Dynamit Nobel ....... 5
—
—
Berlin, 3. Oktober
(Melb
Briet
7
5 l
4
5
Scheideanstalt. ....... 0
Goldschmidt . ....... 6
RIllgerswerle ...... ..8
MetoNgelellichaft. ..... U
104
106,66
192,5
214
106,76
104,75
107
104.9
106,9
Amerikanische Wote» . . , , , Belgische Noten ....... Dänische Noten........ Englische «Raten ........
4,176
58.18
111,63
20.305
4,196
58,42
112,07
20,385
Athen. . . Kanada . . Uruguay. . Sain ■ . .


