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bei den Spezialausgaben des Döllerbundes in den letzten fahren in steigendem Mähe wieder mitgewirkt. Mit der Entsendung eines offiziösen Beobachters ist nunmehr -um ersten Male Oltgen» ttnien wieder bi der Völkerbunds Versammlung selbst erschienen.

Vertrauliche

Sitzung des Dölkerbundsrates.

G e n f, 3. Sept. (DD.) Der Völkerbunds- r a t hat heute nachmittag in vertraulicher Sitzung da- Mitglied der Schweizer Delegatton Professor RapPard von der Universität Genf -um Präsidenten derKonserenz fürDir t- schaftSstatistik ernannt die am 26. Novem­ber in Genf zusammen treten wird. Außerdem for­derte der Rat den Fünften Ausschuß, der sich mit der endgülttgen Gestaltung der Pläne für das DölkerbundSpalois zu befassen bat, auf, angesichts der Schwierigkeiten, die in den letzten Monaten entstanden find, feine Arbeiten fortzufetzen.

Vertagung -er Abrüstungs­konferenz bis 1930?

Paris, 4 Sept. <WTD. FunypruchZ Der Genfer Sonde r berich ter statt er des ^Echo de Pa­ris" glaubt bee Haltung Frankreichs und der Kleinen Entente in derAbrüstungs- frage | olgendermaßen präzisieren zu können: Aur auf Grund einer weitgehenden euro­päischen Entspannung kann man zu einer allgemeinen Abrüstungskonferenz gelangen. Diese Enttpamrung jedoch ist nur durch ein einzige- Ereignis möglich, nämlich

allgemeine Regelung der Reparationen und Kriegsschulden mit anschließender vorzeitiger

Rheinlandräumung.

Da bei der allgemeinen Regelung notwendiger­weise die Vereinigten Staaten bon Amerika eine wichtige Rolle spielen müssen, kommen die Vertreter Frankreichs und der Klei­nen Entente zu der Schlußfolgerung, daß eS an­gebracht sein würde, die Sinberufuna der Abrüstungskonferenz bi- 1930 zu vertagen.

Geipel und Woldemaras bei Brian-.

Genf, 4. Sevt. (XU.) Driand empfing am Montag im Laufe des Abends den österreichifchen Bundeskanzler Dr. Seipel zu einer Unterre­dung, die über eine halbe Stunde dauerte. Eben­so stattete der litauische Ministerpräsident Wol­de maras Driand einen Besuch ab.

Die Frage

-er Rheinlan-räumuug.

Genf, 3. Sept. (XU.) Im Laufe des heu- ttgen Tages hat keine Aussprache zwischen der deutsthen und französischen Delegation über die Räumungsfrage stattgefunden. In unterrichteten Kreisen wird damit gerechnet, daß zunächst eine Aussprache zwischen Reichskanzler Müller und Driand stattfinden wird, an die sich dann die Verhandlungen zwischen Deutschland und den in der Dotschafter- konferenz vertretenen Mächten anschließen fallen. Der deutsche Standpunkt ist bekannt und stützt sich auf die Regierungserklärung der ge­genwärtigen Regierung, nach der die Forderung aus Räumung des gesamten RheinlandeS die Unausweichliche Forderung der deutschen Re- cherunq ist. Die kommenden Verhandlungen dürf­en sich auf der deuttchen Forderung auf

GesamkrSumung bee Rheinlands aufbauen. Hierbei wird aller Boraussicht nach die deutsche Regierung ihre Forderung sowohl auf den Artikel 431 des Versailler Vertrages als auch auf rechtliche Begründungen stützen, fer­ner auch ihren moralischen und politischen Einfluß auf die Locarnoverträge und die Zugehörig­keit zum Völkerbund geltend machen. Welche Haltung auf der alliierten Seite angenommen wird, muß zunächst noch abgekartet werden. Von aut In­formierter Seite verlautet, daß die englische Delegation die Führuna in den Verhandlun­gen dem französischen Außenminister B r i a n d und dem belgischen Außenminister Hymans überlassen wird, und ihre Stellungnahnie der Auf- sastung Frankreichs und Belgiens anschließen wird. Es ist zu erwarten, daß die französische Delegation Verhandluiigen nicht ablehnen, sondern die bekann­ten, vom Pariser Kabinettsrat festgelegten Forde- rungen vorbringen wird, die bekanntlich die Räu- mungssrage von der Regelung des interalliierten Schiildenproblems abhängig machen wollen.

In unterrichteten Kreisen rechnet man damit, daß am Dienstag die erwarteten deutsch- französischen Räumun gsverhand- kunaen beginnen werben. ES scheint auf fran­zösischer Seite immer noch der Gedanke zu be­stehen, daß

eine teilweise Mobilisierung der deutschen Eisenbahnobligativnen von deutscher Seite Angeboten werde« konnte und hierdurch die Erörterung der Rhe nlandsrage außerordent­lich erleichtert würde.

Es wird nunmehr unumwunden erklärt, daß ohne wesentliche deutsche Gegenleistung eine Erörterung der Rhemlanbfrage nicht mög­lich sei.

Sinerita will sich nicht einmischen.

Reuy ork. 3. Scpt. (XU.) Wie dasStaat departement der Vereinigten Staa­ten erklärt, wird die amerikanisch.' Polftil gegen­über b;n europäischen Frag n durch den Kellogg» J»aft nicht geändert. Amerika werde sich n i ch t in die Frage der Rheinlandräumung mischen. Es sei Sache Europas, diese Frage zu lösen.

Eine vernünftige französische Stimme.

Paris, 3. Sept. (DTD.) Der radikale 6 o i r" wendet sich gegen die Fortdauer der Besetzung, die er als ein Regime be­zeichnet, das nur das Gefühl des Hasses und der Feindseligkeit unterhalte. Die De- s e tz u n g , so schreibt er, die die Erinnerung an den Krieg wachhalte, sei selbst eine kriege­rische Handlung. Diejenigen, die sich der Zurückziehung der alliierten Truppen noch wider­setzten, stellten sich in einen ziemlich schweren

Die deutschen Reparationsleistungen.

Kritische Betrachtungen zu Gilberts Gchluh-Quittung.

Eigene Drahuneidung des(Biefcener Anzeigers'.

Berlin, 4. Sept. Der Ne parations- a g e n t hat om Samstag offiziell eine Art Schlußquittung über die fleiftunaen Deutsch­lands während der ersten vier Jahre des Dawes- Plans, der sog. Probezeit erteilt, indem er öffentlich fcststellte, daß In dem abgelaufenen Fahr gleichfalls alle Zahlungen in vollem Umfang und pünktlich iirm Fälligkeitstermin geleistet worden sind Er hat dabei gleichzeitig eine intereffante Gegenüberstellung der verschiedenen Formen ge­geben, in denen die gezahlten Betröge, im abgelau­fenen Jahre vorschriftsmäßig 1750, tatsächlich 1746 und einer im September noch fälligen Leistung von 79 Millionen, abzüglich einer Vorleistung ins- gesamt 1825 Millionen Mark, an das Ausland übertragen worden sind, nämlich mit rund 54 v. H. in fremder Währung, run 46 v. H. in Reichsmark- zahlungen für geleistete Lieferungen usw.

Auf den ersten Blick sieht das also fo auS, als ob eigentlich die Erfüllung des Planes ziemlich glatt ginge, und als ob deshalb auch der gewal­tige Sprung für 1928 von 1750 auf 2500 Mil­lionen mit einiger Sicherheit durchführbar sei. Aber dieser Schein trügt. Denn erstens wächst die Leistung au- dem Reichshaus- halt, die im abgrlaufenen Dawesjahr 500 Millionen betrug, im Gegensatz zu den übri­gen Einnahmequellen, ReichSbahn-Obligattons- Atnfen und Beförderung Ssteu er, sowie Industrie- bondS, allein weiter, und zwar auf 12 5 0 Millionen Goldmark.

Dadurch wird der Etat mit einer zweieinhalb­mal größeren Summe als der vorjährige be­lastet, und die Leistung aus dem Dawesplan wächst auf rund 15 o. h. des gesamten ordent­lichen Etats an.

Einschließlich der Abgeltung des sogenannten kleinen Desserungsfcheins für das vierte und fünfte Iahr, die im dritten Iahr mit 300 Mil­lionen geleistet worden ist, find aus dem ReichS- haushalt im ganzen in den ersten vier Iah - ren 1350 Millionen aufgebracht worden, also nicht viel mehr als wir von jetzt ab in jedem

Rormaljahr aufbringen sollen. Und zweitens er­gibt sich aus den Außenhandel-Ziffern, daß die entscheidende Voraussetzung für brc Durchführung des Dawe-plane- nicht c;n getreten ist. Die deutsche Außenhandelsbilanz ist seit 1924 ununterbrochen passiv, und zwar in sehr schwankenden Zahlen, aber doch mit einem ®efamtbetr:g der in diesen vier Jahren nicht weniger als 11 Millionen ausmacht. Das entspricht ungefähr der Summe, die in Form öffenllicher und privater Kredite des Auslandes in der gleichen Zeit hereingeströmt ist, fo daß wir also aller Wahrscheinlichkeit nach schon

die bisherigen Leistungen nach dem Dawes­plan durch Abgabe oou Substauzwerten (kauf deutscher Aktien, deutschen Grundbesitzes usw.

durch das Ausland) gedeckt haben.

Selbstv erstand ich müßte schon hinr.u das Defizit der Handelsbi'anz durch log. versteckte Einfuhr, d. h. durch einen Überschuß aus dem inter­nationalen Rei'everkehr. durch Vergütungen für Leistungen, Patente, Schiffahrt usw. an Deutsch­land gedeckt werden. Aber auch dann ist die Feststellung unumgänglich, daß ein Aktiv- Uebe rschuß nicht erzielt worden ist, bei durch die Ankurbelung der deutschen Wirft chaft mit Hilfe der DaweSanleihr und durch die Si- leichterung der WirtschaftSpv ilischen Situation, wie sie der Plan zweifellos gebracht haft erzielt werden sollte.

Es ist durchaus denkbar, daß ohne offenbare, auf diese Ursache zurückzuführe ndc Erschütterungen die deutsche Wirtschaft noch ein oder mehrere Jahre lang auch die gewaltigen Mehrleistungen aufbrin­gen kann, die planmäßig mit dem 1. September begonnen haben. Denn die Uebertragung oon Ver­mögenswerten aus einem fo großen Wirtschafte- kompler, wie das Deutsche Reich, vollzieht sich oyne fofort sichtbare Wirkungen. Aber mit einer solchen Uebertragung entfallen weitere Quellen der Reich- tumsschöpsung und damit wird die Grundlage des D a w e s a b k o m m e n s erschüttert, wenn es nicht rechtzeitig geändert wird.

Mnistmeden vor den Gewerkschaften.

H a m b u rg, 3. Sept. (WTD.) Auf dem Kon­greß d«S Allgemeinen Deutschen Ge­werkschaftsbundes, der heute biet eröffnet wurde, führte ReichSarbeitsminister W i s s e l l (Doz.) in seiner Begrüßungsansprache u. a. folgen­des aus:

Eine meiner wichtigsten Aufgaben sehe ich in der Schaffung eines einheitlichen deut­schen Arbeitsrechts, wie es Artikel 157 der Verfassung verheißt. Dieses Arbeitsrecht stellt nicht nur etwa eine Verschmelzung bis­heriger, verstreuter Rechtsvorschriften dar, son­dern es handelt sich um die Schaffung eines Rochts, das von neuem Geist beseelt sein muß, um eine neue dauerhafte Ordnung zu sichern.

Die bisherige indipiduaUstische Regelung muß mehr und mehr einem Kollektidrecht weichen, das die Arbeit alS die wichtigste Ausgabe gesellschaftlicher Lebensweise anerkennt und die Arbeitnehmerschaft als Einheit zur Rege­lung der Arbeitsbedingungen heranzieht.

Dve Grundgedanken des neuen Arbeitsrechts, die Gleichberechtigung des Arbeitnehmers an der kollektiven Regelung der Avbeitsverhältnrffe, wer­den auch in den kommenden Arbeitsrechtsgesehen starken Ausdruck finden müssen. Im Vordergrund steht das ArbeitSschutzgeseh, das den Achtstundentag auf eine feste Grundlage bringen und die Fülle von Ginzelgesetzen und Verordnungen beseitigen soll. Hierbei ist bte schwieriae Frage der einheitlichen Durchführung des Arbeitsschutzes durch die Dehörden zu lösen, und in diesem Zusammenhang darf das große Ziel der Schaffung einheitlicher Ar­beitsbehörden zu eingehender Erörterung gestellt werkten. Rach Fertigstellung der Arbefts- schuhgesehe werden die großen VertragSgesetze, das Tarrfvertragsge etz und daS Ar- beitSvertragsgesey, zu Ende geführt wer­den. Und bann bedarf es noch der Zusammen­fassung all dieser Arbeitsgesetze im

Gesetzbuch der Arbeit,

um den letzten Schritt zu tun auf diesem Wege, der die Arbeitnehmer zu wirtschaftlicher und geiltiger Freiheit führen wird. Zur Sozial­versicherung übergehend, begrüßte es der Minister, daß auch die Frage derVereinheit- l i ch u n g und Selbstverwaltung in den Einrichtungen der Sozialgesetzgebung auf der Tagesordnung deS Äongreffe# steht.

Rach der Rede Wifsells ergriff Reichsminister Dr. EurtiuS (D. Vp.) das Wort zu einer Ansprache, in der er u. a. aus führte.

Die mittlere Linie, auf der sich Wirt­schaft und Sozialpolitik einigen müssen, ist gegeben durch da- gemeinsam erkannte Ziel der Hebung des allgemeinen Volkswohlstandes. Ich freue mich, daß solche Zusammenarbeit mit meinem Kollegen OB if feil, mit dem ich engste Führung halte, durch unser gemeinsames Aus- treten aus Ihrem Kongreß zum Ausdruck kommt. Dlickt man heute auf Die letzten zwei Iahre zu­rück. so dars man mit 'Befriedigung feststellen, daß die wirtschafttichen Verhältnisse sich weit­gehend gebelfert und gefestigt haben. Im Lause dieser Entwicklung find auch in allen Berufs- zweigen Erhöhungen der Löhne und Gehälter erfolgt, fo daß auch die Arbeitnehmer­

schaft einen Anteil an dem Aufstieg der Konjunktur haben konnte.

Verfehlt wäre es aber, auS den Erfahrun­gen dieser Iahre einen allgemeinen Schluß dahin zu ziehem daß die deutsche Wirtschaft die Schwierigkeiten, vor die sie die Rach- kriegSentwicklunq und die ihr folgenden po­litischen Lasten gestellt haben, bereits end­gültig überwunden hat.

Reichswirtschaftsminister Dr. C u r t i u 9 verwies bann insbesondere auf die Notlage der deut­schen Landwirtschaft, deren Bekämpfung nicht nur für die Landwirtschaft von Bedeutung fei, sondern auch für alle Industrie- und Wirtschafts­zweige. Eine lebensfähige Landwirt­schaft sei notwendig, um einen großen Teil insbesondere der Produktionsmittelindustrie, in Gang zu halten. Die deutsche Ausfuhr weife zwar eine deutlich erkennbare Besserung auf, jedoch sei der Vorkriegsstand unserer Ausfuhr heute noch nicht erreicht, und es ist noch nicht zu erkennen, wann der Dom Dawesplan vorgesehene Zeitpunkt ein- treten wird, in dem ein Ueberschuß der Aus­fuhr über die Einfuhr entsteht. Neben-der mangeln­den Aufnahmebereitwilligkeit anderer Länder für fremde Waren sei die fehlende Kaufkraft in großen Tellen der Erde, die früher deutsche Absatzgebiete waren, die Ursache für die Langsamkeit des An­stieges unserer Aussubr. Diese Kaufkraft zu ersetzen und unter den ihr zu gewährenden Kre­ditbedingungen den Wettbewerb mit anderen Ländern aufzunehmen, ist, fuhr der Minister fort, wiederum für ein kapitalarmes Land, wie es Deutschland zurzeit ist, schwer. Dennoch muß dieses Problem gelöst werden.

Sowohl in der ftrebitfragc, wie In bet Güte der Waren und dem Preis muß Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit zeigen.

Die Herbeiführung eines solchen Zustandes liegt im gemeinsamen Intereste sowohl der Arbeitnehmer wie der Arbeitgeber. Es wird Ausgabe lüler an der Wirtschaft Beteiligten sein, die an die Aufrecht- erbaltung der Konjunktur zweckmäßiastc Wirtschafts- führung zu finden, wobei mit Befriedigung feftge­stellt werden kann, daß sich die diesmalige Kon­junktur an sich widerstandsfähiger erwiesen hat, als die Konjunktur des Jahres 1925, und als zahl reiche Propheten es vor etwa einem Jahre oor- ausgefagt haben. Der Ort zu dieser gemeinsamen Arbeit wird der Reichswirtschaftsrat sein, der sich demnächst über die allgemeinen Maßnah­men, die aus Grund der Wcltwirtschafts- r o n f e r e n 3 deutscherseits getroffen werben sollen, zu äußern hat. Es wird dies voraussichtlich die letzte größere Arbeit fein, mit welcher der vor­läufige Reichswirtschaftsrat seine alsdann fast neun- jährige Tätigkeit beschließen kann. Die, erste Stück der tn der Reichsverfaikung vorgesehenen Wirt­schaftsdemokratie hat die Probe bestanden. Dem endgültigen Reichswirtschaftsrat lallen alsbald nach feinem Zusammentritt die Richtlinien vorgelegt werden, die den A u s ba u der Wirtschafts- bemofratie auch in den unteren Stufen vor­sehen und ba» Versprechen der Reichsversastung auf gleichberechtigte Mitwirkung der Ar- beiter und Angestellten an der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung der produktiven Kräfte einlösen.

Widerspruch zu den intern ationalen Pakten her letzten Iahre, und ztvar sowohl zum Locarno-Abkommen, wie auch zu dem all­gemeinen Pakt vom 27. August 1928.

Reichsprasi-enienbesuch in München.

Verl in. 3. Sept. (Privattal. des WTD.» Der Reichspräsident trifft morgen in Mün­chen zur Teilnahme an der Grund st ein- le g u n g für den Erweiterungsbau dv.s Deut- f ch e n M u s e u m e ein. Aus dem Festplatze wird er vom Reichsminister 6 1b e r i n g sowie Reichsminister Schatze!. Vertreter der b.i^eri-

schen Regierung, und dem Vorstand des Deut­schen Museum» begrüßt werben. Bei der Grund­steinlegung werden Pr 'idmt Dr. v. Siemens, ein Vertreter der Reichs reg erung und der bay­rische Kultusminister sprechen. An die Feier schließt lich ein Festesten, bei dem der Reichs­präsident das Wort crgrci'en wird Der bay­rische Ministerprä dm: w rd e.n: Rede auf das Deutsche Reich hatten Abend» ist eine Festaus- führung im Prinzr?gent.M'Th.'ater vorgesehen.

Oie Gtinneö Affäre.

Berlin, 3. Sept. (Privattelegr. des DTD.) Tie Beschuldigungen, bte Hugo © t i n n e » gegen den Sonderkvmmisfar des Reichs-

kommiffars für die Ablösungen der ReichSanteiden alben Besitzes, Dioekior Heinzmann, erhoben bat. find, ttw der .Dosf. Zig." von unterrichteter 6 rite mir geteilt wird, völlig aus der Luft gegriffen. Es handelt sich wie sowohl im Krimin^lger.cht, wie im Reichslinanzminifterum betont wird, um haltlose Berdächt igun- g c n. Es wird darauf hingewiesen, daß es gerade Direktor Heinzmann war. der das Beriahren gegen StinneS ins Rollen brachte und der eigene zu dreiem Zwecke von Part» nach Berlin gekommen ist. DaS ReichsfinanzMinisterium stellt entschieden in Abrede, irgendwelches Material Segen Heinzmann der Staatsanwaltschaft über­geben zu haben, wie eine 'Berliner Korrespondenz wissen wollte.

Aus aller Welt.

(5in neuer Ozeanflug.

Se Bo Arget, 4. Sept. (DLB. Faakftwich.) Die Flieger A s f o I a a t und Lefsdre find heule früh em 7 Ahr 3 Minuten nach Reu­york gestartet. - *-

Risticz und Zimmermann in Moskau gelandet.

Verl in, 3. Sept. (WTB.) Die die Deutsche Derkehrsf Negers chule nütteUt, sind Rifttcz und Zimmermann, die im Auftrage dieser Schule gestern früh in Dessau ju einem La ng - ft redenf lu g nach Osten gestartet sind, am Sonntagabend bei Einbruch der Dämmerung auf dem Moskauer Flughafen gelandet, weil die Detterverhältnisse, vor altem die geschlossene Wolkendecke und heftiger Regen, die Weiter- führung des Unternehmens als Rachtflua ver- &inbertcn. Im Augenblick steht noch nicht fest, ob die Maschine zunächst nach Deffau zurückge­bracht und dann ein neuer Versuch unternom­men wird, oder ob die Flieger von Moskau weiter nach Osten Harten.

Durchschwimmung be» Boheme« von Bregen, nach konstaa,.

Der Wehrmann Eduard Bernat aus Wten. der vorgestern in CBregcn® zur ileberquerung des Bodensces in seiner größten Ausdehnung von Vreaenz nach Konstanz gestartet war. ist gestern tn Konstanz angekommen Bernat ist 23» , Stun­den im Wasser gewesen und hat 46 Kilometer zurückgelcgt.

Schreckcnsszene in einer Berliner Schule.

3n der Königsstädter Oberrealschule in Berlin erlitt gestern ein löjähriger Unterprimaner einen plötzlichen Anfall von Verfvlgungswahnsinn und bedrohte mit einem Revolver Mitschüler und Lehrer. Alle Vorstellungen eines der Lehrer und des Direktors, die Waffe auS der Hand zu lesen, waren vergeblich, bis eS schließlich dem lieber- fallkommandv gelang, den Knaben au über­wältigen, ehe er einen Schuh abgeben fcmnhe.

Mit drei Schußwunden aufgrfunbee.

Auf der Ehauffee Kottbus Burg wurde gestern abend kurz vor dem Dorfe Werben der tn den 30er Jahren stehende Konditor Walter Friedrich auS Kottbus mit drei Schuß- Verletzungen hilflos ausgesunden. Rach seinen Angaben ift er mit einem älteren Radfahrer, der ebenso wie er keine Fahrrad­beleuchtung hatte, in der Dunkelheit zusammen- gestoßen und von diesem nach erregtem Wort­wechsel durch fünf Schüsse verletzt worden. Der Unbekannte sei dann davongefahren. Friedrich wurde in das Kottbuser Krankenhaus gebracht, wo er in bedenklichem Zustand darnieder- fiegt.

Dirbelslurrnkalaslrophe in der Krim.

Moskau 4. Sept. (WTB. Junffpruch., In der Krim richtete ein mit einem Wollenbruch ver­bundener Wirbelsturm grobe Zerstörung an. In Eebastopol sind sieben Personen um­gekommen.

Oie Detterlaqe.

. 1928, 7'ahds.

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ti-ciicvvv ^..^,age.

Durch den wetteren ^insluh des kontinentalen Hochdruckgebietes werden d:e Randstörungen des isländischen Tie s untere Wetterlaae kaum be­rühren, sie dürsten nur im nördlichen Deutsch­land und tm Küstengebiet zu Bewölkung und vereinzelten Rieder'chiägen führen.

Voraussage für Mittwoch Roch meist heiteres und trockenes Wetter, nachts Füg! und tagsüber weitere Erwärmung.

Lufttemperaturen am 3. September: mittags 19,0 Grad TelsiuS, abenb? 11.6 Grad Eelftus am 4. September: moeg.nS 8,8 Grad Te'^uS. Marlmum 19.0 Gr^d öteLU8. Minimum 4,3 Grad EelsiuS. Sonnenscheindauer 9yt Stun­den.