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Aus der provinzialhauptfiabi.

11B < n. den 4. September 1928.

Beim Bahnwärterhaus.

Der crfte Septemberfvmttag Var rach «nrr kühlen Äachl fo rtnfcbenb lchö-.'.. datz Ich nwtiw-n 6p<$|krg^nd bedeutend verlängerte Älch« nur bei Doll» tu bem man da« ktk Ahnen der faBternben Ruhe suhlt, Uxir es der mich art^o^. auch die würzige. klare Luft und bk Gönnt die wir im Sommer fo gern meiden, aber jetzt wieder suchen. 3ch kam um bte Aachm.ttag«zrtt den 'Äahnbcnnn übertchreftend. an da« Hau« bce Batznwärter«. Hüten ün Datb Gelege... ring« von bunten TMumrn umrankt, bot r« einen wun- dervollen Qlnbltd 3n einer kleinen Laube, dicht am Hau« lab bte Kann te und fcraru Kaffee. Mann und Krau, zwei Kinder. Ich blieb stehen, «üßte und kam bald tn an Gespräch tnü den Leuten. Sie waren erst im zweiten Jahre hier. Der Mann frjttt eine schwere Kriegsverletzung und war früher einem anderen 'Beruf nuchae- flartflen 11 un schien er aber mit feinem Schick al sehr zufrieden zu fein. Das merkte man. wenn er von feiner Woftnung. von feiner Kamilie sprach. >1u wünschen hätte er eigentlich nicht«. .Ist t* nicht sehr einsam hier? fragte i4>. .Aein! »den nicht Im Dinier wohl. Aber sonst gibt H unmer Arbeit Da ift der Garten da find die Itere Auch meine Krau Nagt mcht über Canactocilc

Jet etrw der Buben hatte mich auhnetnam ge­mustert. und all er sah. dab ich für a(Ie». was sie hatten Interelfe zeigte, stand er auf und führte mich zu den Kaninchenftällen, lief) mich die Jungtiere bewundern, erläuterte alles fach­männisch. sprach über die Hühner, die Bienen, kurz, man lab. daß er tatsächlich immer dabei war wenn seine Altern hier hantierten. DiS zur Schule hätte er eine halbe Stunde in das nächst, Dorf Ob er gern hinguige? 3a, natürlich. Auch kämen manchmal einige Kameraden xu ihm. bann wäre <2 lustig. 3m Sommer hätten fk Kir­schen. und die Krühblrnet' wären auch schon ab. Da waren immer Kinder da. Unb im Winter? .Da ist es erst recht schön." sagte er,tocrm es mir rübHaen Schnee gibt!

Ich hatte Abschied genommen von den Altern, der kleine Flachskops, er war acht Jahre alt, aber wollte mich not* ein wenig begleiten unb mir die schönsten Plage im Walde zeigen. Da« tat et auch. Da war ein kleiner Teich, auf dem et Schlittschuhe laufen konnte im Winter; da stand eine alte verkrümmle Buche, tn die ihm sein Batet ein Bänkchen gezimmert hatte. Da konnte er sich im Laubwerk verstecken, ober auch

feine Schulaufgaben machen. Dahinter an einem nkbrtaen Aste, hing eine Schaukel.

Wahrhaft ig der Junge harte den ganzen Wald iu Ieinem twriönlichen Bergnügen Und alle Bdgel schier» et zu rennen, zeigte mir hier und ba ein verlassenen Best unb erzählte wie er die alten Bbglein beim Brüten und die jungen beim Schnäbelaufsperren belauscht hätte. Or kannte den Baldrian, bk Schafgarbe, die Minze, sogar ba« Laufendgüldenkvaut. da« hier vereinzelt wuchs. Auf meine verwunderte Frage ob er das denn in der Schule lerne, sagte er;Hern. Da« zeigt mir all mein Tater (kr hat ein Kräuterbuch, unb wir lrnnmeln doch für bot Xee. wenn wer einmal krank werden Ich bekam Bespott vor dem kleinen Wisscnfchafller

AI« ich ihm zum Abschied die Hand gab und ein Heines Geldstück schenkte, hüpfte er vergnügt pfeifend davon.

Glücklicher Junge! Wer doch auch fo mitten in der Natur fein Geben zubringen könnte! Beim Heringehen dachte ich an das Märchen vom Glück, dachte an jenen fronten Könia. brr nur dann ge­nesen konnte, wenn er ba« Hemd eines wirklich glückichen Menschen anxiehen könnte. Die Boten wurden au-gefandt. trafen wohl glückiche Leute, aber ganz glücklich war lebtet. Bi« dann der letzte Bote doch oben tn den Bergen den Hirten fand, der fang und jodelte und erllärte. daß er wirklich ganz glücklich wäre, imb bafi ihm gar nichts fehle Auf bte Bitte aber, fein Hemd au«- xuziehen. erwiderte er lachend, das) er gar kein« habe. Der arme König aber muhte sterben.

Unwillkürlich kam mir ein Lächeln, al« ich an diese Geschichte dachte. Der Bahnwärter hat sicher ein Hemd, ob er aber auch so glücklich Ift wie der Hirte ? Albi es bas heutzutage noch?

tn« weih ich aber ganz gewiss: Wenn einer vollkommen glückich ist. bann ist es des Bahn­wärters kleiner blondlockiger Bub. L.

:>\:,,c;tcr ^odicnmr.rttpreife.

s kosteten auf dem heutigen Wochen markt ba« Pfund: Butter 200 bi» 210, Blatte 30 bi« 35;

K«e (10 Stück « bi« 140. Wirtfng 15 M« 25: Weihkraur 15 bW ». Rotkraut 20 bi« 25. gelbe 0tib«e 15 bi« 20. rote Kühen 10 bis 15; Spinat 30; Lömifchkohi 15 Bvhoen 30; tt-.ter-Kotzlrab-

Otn« 12; Xomaten 25 bi« 30; Iwtebek» 15 bl« 20 Nhabarbet 10; Kürbi« 10; Pilze 40. Kar- tofkln 5 bi« ft; 22 bis 30; Zalläptel

8 M« 10 Birnen 15 bi« 30; Pflaume» 25; Iwet- sch«, 20 bt« 30; Mirabellen 30 bl« 35; Reine- klauben 25 bi« 30; junge Häkwe 100 bi« 110; Suppenhühner 100 bis 120, Preiselbeeren 55 bis 60; Brombeeren 50 bis 55 da« Stück Dauben m bis 70 frier 14 bis 15; Dluti'en.'ohl 2) bis 1 30: Sala« 10 bis 20. Salat gurken 20 bis 40; Sunnach- gurfen 2 bi« 6;ndivien 10 bt« 30, Ober- Kohlrabi 5 bi« 10. Rettch 10 M« 20; ba« Bund: Radie«ckten 10 bi« 15 Pfennig.

taten für Mittwoch, 5. September

Sonnenaufgang 5.18 Uhr, Sonnenuntergang 18.38 Uhr. Dlondausgang 21.40 Uhr, Mond- Untergang 11B8 Uhr.

1585. der französische Staatsmann Herxoa von Richelieu in Part» geboren (gestorben 1M2V. 1638 König Ludwig XIV. von Frankreich in St. Gcrmoin-en-Leve geboren (geftorben 1715); 1733: der Dichter Christoph Martin Wieland in Oberholcheim geboten (gestorben 1813).

Bornotizeu.

Tageskalende t für Dien«tag Stadttbeuter. .Treibjagd" Anfana 8 Uhr. Bauerschet Gesangverein Brnerakversammlung. Massenchorprobe sämtlicher bent Hess. Sänger­bund anaegl-.ederten ^teftencr Gesangverrine. 8^0 Uhr. CasS Leib. Lichtsplechau« Bahnbos strafte. Zwei rote Aosen. - Aswria-Lichtspiele: Da« Sündenschifs.

* Achtung, zalfchgeld! Don bent mit dem Dalum de« 11. Oktober 1924 in Umlauf be­findlichen 20-Markschelnen find in Darm­stadt und Umgegend erneut falsche Scheine festgcstellt worden. Don der Ac^chsbanl totrb darauf aufmerksam gemacht, daft bicfe« Falsch­geld meist au« zwei zusammcngeftigten unb leicht geknitterten Blättchen besteht. Die Pslanzen- safern sütd durch Sir.chaufdruck voogetäufcht. was durch Abkratzen leicht sestzustellen ist. An Stelle der Wasferzetchen iU auf einem bet Blättchen ein Hacftbrud in rötlicher, scharf abgelebter Farbe zu erkennen.

' Marinebesuch in Hessen. Ein Teil der Besatzung des Linienschiffes .Hessen" befindet sich zur Zeit auf einer Keife durch da» Heffenland. l)lad)tiern die schmucken blauen Jungen der Landes­hauptstadt Cnde der vergangenen Woch einen Be­such abgeftattet hatten, ging die Fahrt nach dem Odenwald. Die Perlen de» Odenwaldes, Erbach und Michelstadt, waren das Ziel der Fahrt. Unter Führung der Bürgermeister und des ttreisbirrttors wurden die historischen -Städtchen besichtigt. Dann fuhren die Besucher weiter nach Hirschhorn am Neckar, von wo aus anschließend Heidelberg besucht werden fall.

* Instandsetzungsarbeiten am Hauptpostamt. Die aus Canbftcinquabent bestehenden Fassaden de« Postamt« in der Bahn­hof sl raste werden gegenwärtig durch ein Sand- gebläse von Rust und Schmntz befreit, und zwar fo gründlich, daß der Sandstein wie neu be­arbeitet erscheint. Gleichzeitig wird daselbst der Anstrich des HolxWerkes Türen unb Fenster erneuert, so daft nun auch da« Poslgcbäude mit zur wesentlichen Verbesserung de« Strasten- bilde« in der oberen Bahnhof strafte beiträgt. Wenn noch der Belag der Fahrbayn. der hier besonder« dringend einer Erneuerung bedarf, her gestellt ist, kann der DahnhofSzugang al« würdig angesprochen werden

Sin Zusammen stoß zwischen Straften- bahn und einem Auto erfolgte gestern mittag 1.30 Uhr an der Ecke Braugasse und MaUtorflraftc. Das Auto eines hiesigen Geschäftsmannes fuhr, aus der Braugafje kommend, in die Straßenbahn hinein, wobei an dem Auto ein Kotflügel stark demoliert wurde. Beide Fahrzeuge konnten ihren Wea fortsetzen.

el I m Lichtspielhaus, Bahnhof­straße lauft seit gestern der Dcfinasilin3 m e i rote SR o f e ne, der, von Robert Liebmann geschrieben, non Robert Land inszeniert, durch- aus dazu angetan und berufen erscheint, eines der erfolgreichsten Schlagerlieder der heurigen Saison auch in der Prooinx zu popularifiere». »Zwei rote Rosen, ein zarter Kuß ..." unb so wetter durch verschiedene Strophen und fieben Akte. Dobei es weniger auf den Text ankommt, als auf die Me­lodie (wer der Komponist ist, war leider aus dem

Programm nicht $n ersetzen) unb bei bem Film selbst Miete rum weniger auf die Handlung, bte lebhaft an denWalzerrromn' seligen Angedenkens erinnert, al» auf die DarsteTuna Vor allem auf die Diou Liane Haid, dte er'rkulichemxise gar nicht» Slarmäßige» an sich hat. die wirtlich reizend anzusehen ist und mit einem erfrischend natürlichen Temperament ihre hall» luftige, halb sentimentale Rolle sehr anmutig gestaltet. Auch die übrige Be setzung (mit großenteils unbekannten Schauspielern) ilt durchaus erfreulich, hervorzuhcden wären La 2 a n n, Harro Halm unb Oskar Marion Im musikalischen Teil des Abends wirkte, abgesehen von der Hauskapelle, auf ber Bühne die Sängerin Lena Haide von ber Komischen Oper in Berlin mit. welche mit dem (8efang»Dortrage des Schlager- liebes vor der Aufführung das gutbesetzte Haus zu Beifallsstürmen binrtft.

S chubert-Feier im Bad-Rauhei- mer Äurhau«. Die diesjährige Bad-Rauheimer Konzen-Saison (Sinfontefon^erte) unrb am Don- neretag. ft. September, mit einer großen Feier an- läßlich ber 100. Wiederkehr des Todestage» von Franz Schubert schließen. Die Kurverwaltung hat die hervorragende Maoierfoliftin Ellv N « y für die­sen Abend gewonnen. Generalmusikdirektor Bon­go r tz führt mit dem verstärkten Äuror(hefter die Stobt C-bur-Sinfonie de» Meister» auf. (BgL die eutige Anzeige.)

(Ein Bogel Strauß in Gießen. (Ein seltsames Gefährt war aestern In unserer Stabt zu sehen. Ein Strauß trabte, ein leichtes Wägelchen hinter sich ziehend. durch alle Straften der Stabt von vielen Jleugieriacn verfolgt. Die Finna Sauf- Hau, Rosenau. Gießen, batte sich biete« exotische Gefährt als Reklamemittel für ihre Werbe-Wache kommen lasten.

* Sperrung bt t Äaiferallee. Wegen Ausführung vvn Gtrastenbauarbeiten ift Ne Kaiserallee zwischen Mol tkc strafte unb Devrg- Ptzilipp-Gail-Gtrafte bi« auf weitere« für allen Fährverkehr gesperrt

Straßensperrungen. Dom Oberhessi- schm Automobil-Llub E. B. (A v. D.) Diesren. werden un« folgende 0trafx<m<pemmgen milge­teilt Marburger Strafte zwischen Abzweig nach Dieseck und 'Xbxtoeig nach bem Friedhof im Zuge ber Strafte GießenMarburg für alle Fahrzeuge vom 10. September bis etwa 10. Oktober Um­leitung über Wieseck -AUen-Duseck; Kirchhain Aiebersleen im Zuge der Strafte Kirchhain -Als­feld für alle Fahrzeuge bi« 8. September, Um­leitung über Bahnhof Allendors, WieraTvetzsa im Zuge ber Strafte MarburgTreysa für alle Fahrzeuge bi« 15. September. Umleitung über Mengs berg.

Heiier-Werbeiag in Hungen.

IN. Hungen. 2. SepL Der von dem Hunge ntr Landjugendbund heute hier i>eranftal< letc Reiter-Werbetag nahm einen herrlichen Verlaus. Ließen schon die Vorbereitungen auf eine alänzendc Veranstaltung schließen, so übertraf ber Verlauf des Festes jegliche Erwartung. Die Stadt hatte reichen Flaggenschmuck angelegt und zeigte mit ihren tannengefchmückten Gebäuden ein festliche» Gepräge, von auswärts waren verschiedene Reiter» oereine und zu Hunderten zählende Zuschauer er­schienen, die vom schönsten Wetter begünstigt, das ^ntereftc für den edlen Reitsport herbeigelockt, zuerst die Straften beim Festzuge und bann Den Festplatz füllten. Nachdem die Musikkapelle der Friedberger Feuerwehr von 11 bis 12 Uhr in der Mitte der Stadt konzertiert hatte, stellte sich um 1 Uhr ein stattlicher F e ft z u g am Ende der Gießener Strafte auf, woran nicht nur die verschiedenen Reitervereine, sondern fast sämtliche Vereine unserer Stadt teil- nahmen. Drei prachtvolle Festwagen, ein Blumen- wagen, ein Erntewagen und ein Wagen ber Ze- mentrohrenfabrik ttoch trugen sehr zur Verschöne- rung des Fcstzuges bei. Nachdem dieser auf dem neuen Festplatze angekommen war, begrüßte der Vorsitzende de» Landjugendbundes, Schmidt zu Steinyeim, in einer kernigen Ansprache alle Erschie­nenen und wünschte der Veranstaltung al» her ersten dieser Art in Hungen den besten verlaus. Reicher Beifall lohnte den Redner. Alsdann be­gannen die Darbietungen, wie Reiten ber Jugend- gruppe, Dressurreiten, vierspännige» «Vohren mit Erntewagen, zwei- und einspännige» Fahren vom Bock aus. Dabei wurden so treffliche Leistungen ge­zeigt, da ft e» den Preisrichtern sehr schwer gemacht wurde, die besten Reiter und Fahrer auszuwählen. Nicht unerwähnt wollen wir lassen, daß auch zwei Damen aus Lich sich an dem Preisreiten beteiligten und durch ihr schönes Reiten den Beifall aller Zu­schauer fanden. Preisgekrönt durften sie den Fest- platz verlassen. Zum Schluffe folate noch das Zaad- springen, wobei Schönes gezeigt wurde, das aber

auch manchmal greftt Heitertett im Publikum aiu loste, wenn manche» Pferd fich trotzig »rtgerts, iter die Hindernifte, die wohl nach Pferbeanstcht adficht lich tu den ®tg gestellt mären, ju Iptingen 6c nahm alles einen ich. nen Bertauf, unb die meitzet' Reiter bzw Fahrer konnten preisgekrönt bte Utzres gaben in Empfang nehmen, die teilweise von hoch herzigen Spendern gestiftet waren. Lin laMmei- chen am Abend im Darmstädter Hof ichloß dte Veranstaltung des Reiterverein» Hungen.

Unter -Berichterstatter teilt uns über dos Ergebest« ber Drrisverf.i'.ung noch folgende« mtt

3agenbabtel(ung. öbrmmt« Grtch Hofmann Aodtzrim a, b. Hortoff. 1. Pr Koben Schmidt. Stetnbdm, 2. Preis Herbert^ftnrtbrr Utphe. 3. Pr. Heinrich Jayft. Lich. 4. Pr. »rttz Äoblbctxr Hungen. 5. Pr. H 3unter. Jnhewen

In der 2. Abteilung erhielt K Stein. Lich den 1. Pr.. Ludwig Wolf. Lich den 2 Pr

S. Abteilung: K Wer. Mu«chenh»tm. 1. Pr.. Heinrich Hofmann, Muschendeim. 2. Pr stteich Hofmann. 'Kodbeim. 3. Pr Ludwig Woll Lich. 5. Pr.

4. Abteilung Jagdspringen Hetzrrich Hosmaim. Muschrnheim. 1. Pr.. Ärtch Hofmann. Aodfteim. 2. Pr.. Hermann Stein. Hungen und Reitlehrer Heine. Hungen. 3 Pr. H. Stiefel. 5ftch 4. Pr.. Aeirchold Aller Mulchenfteirn, 6. Pr

Im vierspänniaen Schulfahren er­rangen die Gespanne Seibert Hungen und Kotzl- ftcocr, Hungen den 1. Pr., Aruttg. Hungen unb Weift. Hos^?raft den 2. Pr.. Kraft und Stein. Hungen den 3. Pr.

3m zwcisvännigen Lchulfaftren Ludwig Wolf. Lich. 1. Pr . Gckftarb. Lich, 2. Pr. Richard Lchepp. Obcrftörgern. 3. Pr Heinrich Hamel. Lich. 4. Pr.

Schweres Srplofionsunalück in der Chemischen Fabrik Buckau.

Lpd. Darmstadt. 3. Sept Am Sonntag­abend entstand tn der Lhemil chen Fabrik Buckau. Werk Qernftftelm am Atzetn. tm Lchweselna krön betrieb eine Aauchkanal- e »p l os l o n. Hicrbci wurde die gesamte An­lage zerstört. Der 40fäbriac Arbeiter Her- big. Tater vvn sieben Kindern, au« Gerns­heim war sofort tot, während der Arbeiter Diehl schwer und der Arbeiter Bowin- f e l leichter verletzt wurden Der Sach­schaden ift beträchtlich Die Ursache der Gr- plosivn konnte noch nicht sest^estellt toerben.

Verantwortlich für Politik: 3 B: Ernst vlurnscheist.

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SINDBAD

DER SALEM-RAUCHER erzählt weitere

Wir waren vergnügt und mit gutem Wind von Basra abgesegeft^ aber bald kam ein starker Sturm auf, der zu einem Orkan anwuchs. Unser Schiff wurde von dem gewaltigen Ozean verschlungen, und tagelang trieb ich mit meinen Gefährten schwimmend im Wasser, bis wir schließlich an den Strand einer wüsten Insel gespült wurden.

Ihr wißt, liebe Freunde, daß mich Allah errettete und belohnte, aber damals, liebe Freunde, verfluchte ich meine Bestrebungen um eine Tabak-Mischungskultur, die mich tausendfache Mühen und Gefahren kostete, von denen niemand etwas ahnt, der sich heute die edelste

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