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Wer zu lesen versteht, findet hier die Quellen der Kraft der evangelische Kirche. Diese Quellen sind: Gemeinschaft mit Gott, nur vermittvck durch Jesus Christus, Vertrauen auf den lebendigen persönlichen Gott, christliche Frechst, die jedoch durch da« an der Bibel orientierte Gewissen gebunden ist. Heute steht es mit der evangelischen Kirche äußerlich anders, als zu der Zeit, da sie entstand. Der Staat sieht es nicht rnchr als seine Aufgabe an, sie zu fördern, die christliche Frei­heit wird oft falsch verstanden, das führt zur Schwärmerei und zu Trübungen. Dennoch gehen die irre, die dieser Kirche den nahen Untergang weissagen; denn die Kräfte der Reformattons- zeit sind noch in ihr lebendig und wirksam. H. D.

Aenderung

von Giraßenbahn-Hattestellen.

Der außerorden lich gesteigerte Verkehr, haupt­sächlich an einigen Etra^en.reuzungspunkten der Stadt, bringt es mit sich, daß zur Sicherung der ein- und aus steigenden Fahr­gäste der Straßenbahn nunmehr mit Wirmng ab 5. November einige Aenderungen in der Anordnung einzelner Straßen­bahnhaltestellen er ordrrlich wurden. Es handelt sich hierbei um die Ha'testellen, die in der heutigen Bekanntmachung b?r Straßenbahn­direktion aufgeführt sind. An die en Halte­stellen wurde je eine besondere Hal'estrlle für die beiden Fahrtrichtungen derart geschaffen, daß die Wagen jeweils vor drm Lebersahven der Straßenkeuzung halten.

3m einzelnen sind die Haltestellen folgender­maßen verändert Worten: Am Ludwigs- Platz hält der zur Stadl fahrende Wa^en bereits in der Äalferallee vor dem Ludwigsplatz; die Haltestelle der zur Dolksha'le fahrenden Wagen bleibt unverändert. An der alten Bürger­meisterei hält der zur Stadt fahrende Wagen an der bisherigen Stelle; d:r zur Vollshalle fah­rende Wagen hält dase^en bereits an den Torhäuschen. Am Walltor bleibt die Halte­stelle für den zur Stadt fahrenden Wagen un­verändert; der nach dem Friedhof fahrende Wagen hält bereit« in der Walltorstraße vor dem Ueberschreiten der Nordanlage. Schi.hlich halt an der Haltestelle Hettler der nach dem Bahnhof fahrende Wagen bereits vor dem Ver­las en des Selterswegs am Torhäuschen, während der vom Bahnhof kommende Wagrn nach wie vor an seinem alten Platz hält.

Die neuen Haltepunkte sind durch neue Haltestellenschilder, die mit Pfei'en zur Angabe der Fahrtrichtung versehen sind, gekenn- zeichrnt.

Gieftener Wochenmarttvreise

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkte: Butter 200 bis 210 Pfennig, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 12 bis 20 (pro Zentner 10 bis 12 Mk.), Weißk.aut 8 bis 15 (6 bis 7 Mk.), Rok.aut 15 bis 25 (15 Mk.), Kartoffeln 5 (4,50 bis 4,70 Mk.), Aepfel 20 bis 40 (20 bis 35 Mk.), Birnen 10 bis 30 (10 bis 20 Mk.), gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 25 bis 40, ülnterlohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15 bis 25, Rosenkohl 40 bis 60, Feld- salat 100 bis 120, Tomaten 30 bis 40, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 50 bis 150, Schwarz­wurzeln 40 bis 70. Nüsse 60 bis 100, junge Hähne 100 bis 110, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 90 bis 120 pro Pfund; Eier 17 bis 18, Blumenkohl 60 b s 120, Salat 10 bis 20, Ober- kohlrabi 10 bis 15, Endivien 10 bis 30, Laiuch 10 biS 15, Rettich 10 bis 20. Sellerie 10 bis 50 pro Stück; Radieschen 15 Pfennig pro Bund.

Bornolizen.

Tageskalender fürSamstag. Reichs­verband der Zivildienstberechtigten, Verein Gießen: 25. Stiftungsfest, Cafe Leib, 8 Uhr. Gießener Radfahreroerein 1885 e. D.: Winterfest, Turnhalle am Oswaldsgarten, 8 Uhr. Paddler-Gilde Gießen: Jahreshauptversammlung, Pulvermühle, 8 Uhr. Deutsche FeuerbestattungskasseFlamma", Berlin: Führung durch die Anlage des Ofens, 4 Uhr nach­mittags, auf dem Neuen Friedhof. Gießener Ruder-Klub .^Hafsia" 1906 e. D.: Mitgliederversamm­lung, im Bootshaus, 8.30 Uhr. V. r. K. D.: Mo­natsoersammlung, 8.30 Uhr. Artilleristen-Verein: Monatsoersammlung, imHessischen Hof". 18751925: Zusammenkunft, 8.30 Uhr bei Alters­kollegen B. Lotz. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: GastspielDas Auge der Welt" undMary Lou".

Astoria-Lichtspiele:Ser Löwe des Hafen­viertels."

Tageskalender fürSpnntag: Stadt­theater: .Liebe und Trompetenblasen", Anfang 18 Uhr, Ende 20.45 ülhr. Gießener Konzert­verein: Konzert von Prof. Joseph Szigeti. 4.15 Uhr nachm. In der ülniversitätsaula. Mar- kuSgemeinde: Gemeindefeier, in der Turnhalle am Oswaldsgarten, nachm. 2 Uhr. Hessisch-vater­ländischer Block: Dor'.rag:Sie sittliche Verant­wortung der Jugend", auf der .Liebigshöhe", nachm. 3.30 Uhr. Prüfungskonzert der Schule für höheres Klaviersp'el von Minna Körner, im Saale der Musikschule. 11 Uhr vorrn. Kon­sumverein Gießen u. Hma.: ordentliche Vertreter- Versammlung im Gewerffchaftshaus, 1 Uhr mit­tag«. Obst- und ©artenhauberein Gießer. Dor­trag: .Obstbau im ®arten, Hotel Hopfeld. 3.30 Uhr nachm. - Wandervogel Höhenflug. Gießen: Werbekonzert. Restaurant .Postkeller", 3.33 Uhr nachm. Dürgergesellschaft: 61. Stiftungsfeier, im Katholischen Vereins haus, 8 Uhr. Licht­spielhaus. Bahnhofstraße: GastspielSa« Auge der Welf und .Martz Lou". Astoria-Licht­spiele: .Der Löwe des Ha env'.ertels".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben Die FremdenvorstellungLiebe und Trompetenblasen', die morgen, Sonntag, um 18 Uhr stattfindet, ist eine einmalige Aufführung dieses Werkes und geht nicht durch das Abonne­ment. Das Stück hatte bei seiner Uraufführung in Frankfurt a. M. einen außerordentlichen Erfolg. Die Gießener Aufführung bietet zwei neuen Kräften des Neuen Operetten-Theaters erstmalig Gelegenheit, vor das hiesige Publikum au treten. Es sind dies die Operettenfängerin Ly Ottmar und die Wiener Soubrette Mizzi Prach. In den wetteren Haupt­rollen find die Herren Norbert Fels, Mario Hain- dorff, Gustav Rothe-Carey, Adolf Wiesner, Leo Baldus und Richard Guttmann beschäftigt. Inszenie­rung: Oberregisseur Adolf Wiesner; musikalische Leitung: Kapellmeister Shirt Harder; Tänze: Tanz- regisseur Hans Heinz Klüfer.

DasSziyeti-. onzert beginnt, wie man uns heute mitteilt, morgen nachmittag bereits um 4.15 Uhr. nicht um 4.30 Uhr.

** D i e M u f e c n sind am Sonntag, 4. November, zwischen 11 und 1 Uhr bei kleinen Eintrittspreisen geöffnet. Die Museen sind geheizt.

** Die städt. Kunstsammlung mit der Dr. HanS Bock-Dedächtnis-Sliftung, Eingang Senckenbergstraße, ist rnorgrn, Sonntag, von 11 bis 13 Uhr bei freiem Eintr tt geöffnet. Ein großer Teil der gegenwärtig ausgestellten Kunst­werke ist nur ruxh am morgigen Sonntag zu sehen, da an deren Stelle einige neue Gemälde gebracht werden. Die Ausstellung ist für die Folge nur an jedem ersten Sonntag im Monat geöffnet.

Opernsänger Franz Völker in Gießen. Der Sängerkranz wird, wie man uns mitteilt, am Mittwoch, 21. November, in der Neuen Aula der Universität ein Konzert ver­anstalten, das als Schubert-Feier gegeben wird. Der Dereinsleitung ist es unter Äeberwindung großer Schwierigkeiten gelungen, den bekannten Tenor Franz Völker vorn Frankfurter Opern­haus zur Mitwirkung in diesem Konzert zu ver­pflichten. Der Sänger, dem man bei seinen glänzenden Stimmitteln eine große künstlerische Zukunft Voraussagen Bann, hat es trotz starker Inanspruchnahme von zahlreichen Städten her ermöglicht, dem Sangerkranz eine bindende Zusage zu erteilen. Man wird also in unserer Stadt ein bedeutendes gesangskünstlerisches Er­eignis zu erwarten haben. Nähere Mitteilungen folgen im Anzeigenteil.

Herrenlose Fahrräder. Der heutige Polizeibericht meldet: Bei der Kriminalpolizei Gie- ßen ist ein Motorrad mit dem Kennzeichen V 0 5318, Marke Ardie, Fabriknummer 9550, Motornummer 11 252, sichergestellt. Ferner sind noch nachstehend beschriebene Fahrräder bei der Kriminalpolizei sichergestellt: 1. Marke Hammonia, Fabriknummer unbekannt, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, hochgcbogene Lenkstange, graut? Dunlopbereifung, brauner Sattel, mit der Aufschrift Hammock und Tarpedofreilauf. Das Rad ist frisch lackiert. 2. Marke Allemannia, Fabriknummer unbekannt, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, und deutscher Lenker. 3. Marke Goldrad, Fabriknummer 83 892, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, graue Bereifung. 4. Ein Damenfahrrad, Marke B. O. C., Fabriknummer un­bekannt, schwarzer Rahmen, gelbe Felgen mit grü­nen Streifen und buntes Schutzblech. 5. Herrenrad,

Marke Misa, Fabriknummer unbekannt, devisch« Lenker und graue Bereifung. 6. Marte Diamant Fabriknummer 450 877, schwarzer Rahmen und tzet- Sen, deutscher Lenker und graue Bereisung. 7. Starte pel, Fabriknummer 330 551, schwarzer Rahmen, gelbe Felgen mit schwarzen Streifen, deutscher Len­ker und Torpcdofreilauf. 8. Marke unbekannt Fabriknummer 88 419, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, deutscher Lenker und am Hinterrad rote Be­reifung. 9. Marke Viktoria, Fabriknummer unbe­kannt, schwarzer Rahmen und Felgen, hochgebogene Lenkstange. Das Rad ist überlackiert Die recht- mäßigen Eigentümer werden ersucht sich mit btt Kriminalpolizei ins Benehmen zu setzen.

(IDeltere Lokalnachcichten Im 2. Blatt)

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Derdindlichkett der . Schriftlettung.)

C. S. Die Länge einer Normal-Kegelbahn ist: 18,50 Meter Laufbahn, 5,50 Meter Anlaufbahn, zusammen also 24 Meter bis Mitte Vierpaß. Je nach dem zur Verfügung stehenden Raum kann die Bahn auch kürzer oder länger sein. Die angegebenen Maße stellen die Normalmaße dar.

Jrau 2H. T., Gießen. Ein selbstgeschriebenes Testa­ment bedarf keiner öeglauüigung. Die letztwillige Er­klärung muß aber in allen ihren Tetten selbst geschrieben und auch vom Erblasser felbftunter- schrieben feilt Ort und Tag der Errichtung, gleichfalls selbst geschrieben, dürfen nicht fehlen. Wenn das Testament nicht ganz einfacher Art ist, empfiehlt es sich immer noch, die Testamentsnieder- scbrist einem Sachverständigen vorzulegen, da es recht schwer ist, eine letztwillige Verfügung zu treffen, die dem Gesetze Rechnung trägt und nicht mehrfacher Auslegung fähig ist. Etwaige Kosten, bei Gericht oder Notar, sollten dabei keine ausschlaggebende Rolle spielen.

4;

der teure Bohnenkaffee sein~ schmeckt Ihnen denn Kathreiner nicht ebenso gut?

Und dabei gibts f soviel

wenn man statt Bohnenkaffee Kathreiner kauft

Wer Bohnenkaffee gewöhnt ist, der probiere es mal so:

die erste Woche/ halb Kathreiner. _ - . . _

halb Bohnenkaffee die zweite Woche,

mehr Kathreiner weniger Bohnenkaffee

und schließlich r /

reinen Kathreiner/

Teppich, und Gardinenhauv Vrumlit.

Die seit 55 Jahren in Frankfurt a. M. bestehende Firma hat nach Umbauten und Angliederung an dar große Geschäftshaus Neue Ströme 28 Verkaufs­räume und Lager in sehr bedeutendem Um ang er» weitert. 3n der altstädtischen Hauptgeschä tsstraße hat sie in vier Häusern ihr gewaltiges Teppich-, Linoleum-, Jnnendekorations-, Gardinen- und Möbelstoff-Lager untergebracht. Mächtige neuzeitliche Schaufensteranlagen schaffen wirksame Ausstellung«- möglichkeiten nach der Straße, die eraänzt werden, durch wette Säle für deutsche und Orientteppiche.

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Aus her Provinzialhaupistadi.

Dießen, den 3. November 1928.

Reformationsfest.

Dor wenigen Wochen wurde der Mainzer Dorn nach feiner Wiederherstellung un'er großen Feier- lich.eiten neu geweiht. D'.e-e altehrwürdige Ka­thedrale, die besonders wuchüg in die Erscheinung tritt wenn der Reisende, an einem Sornrnerabend von der rechten Rheinseite kommend, über die Eisenbahnbrücke fährt und hinter der Stadt die Abendglut aufleuch'en sieht, ist da« Wahrzeichen der katholischen Kirche am Wittelrhein. Daß auch die evanaelische Kirche am Wittelrhein ein Wahrzeichen belltzt. wird nicht immer beachtet, es ist bas LutHerdenkmal zu Worms, daS am 25. Juni 1868 unter gewaltigem Zustrom deut­scher evangelischer Christen entbüllt wurde. Ernst Rietschel. dieser fromm«, auS der schwer ringen­den Schicht unseres Volles hervorgegangene Künstler, hat das Denkmal geschasfen, aber leider seine Vollendung nicht mehr erlebt. Sein Werk ist nicht ein einzelnes Denkmal, sondern eineDenk- malsgruvpe, die auf das glücklichste angeordnel ist. Rechts im Vordergründe findet sich das Standbild des Böhmen Iohann Hus, der hundert Iahre vor Luther heraus auS seinem frommen Herzen gegen Mißbräuche, die sich in die Kirche einge'ch.ichen hatten, gepredigt hat und in un- erschüttertem Glauben den Märttzrertod gestor­ben ist. Reben Hu« steht der italienisch- Bettel- mönch Hieronymus Savonarola, der zu Florenz als Dußprediger gegen daS hettere Leben, den Sinnengrnuß und die Gottentsremdung de« me» dizäichen Zeitalters auttretend auf dem Scheiter­haufen sein Leben beschlossen hat. Hinter Hus steht der Engländer Johann Wiklef. Er hat die Bibel in die Sprache seines Volles übertragen und sie als die alleinige Richtschnur für den Glauben und das Leben des Christen erklärt. Ihm reiht sich der Südfranzose Petrus Waldus an, der di« Christenheit wieder zur Innigkeit und Reinheit des apostolischen Zeitalters zurück- führen und den ülnter'chied zwischen Geistlichen und Laien auihrben wollte. Diese Männer waren wie die Sterne, die am frühen Morgen der Sonne vorangehen. Was sie versucht und gewoltt haben, hat Luther, dessen Standbild zu Worms alle anderen überragt, nrachtvoll und siegreich voll­führt. Rietschel hat Um dargestellt, wie er die rechte Hand aus die in der linken Hand ruhende Bibel legt, damit andeutend, daß die Bibel die Quelle seiner Kraft sei. Auf seinem Antlitz, das sich zum Himmel wendet, präg-n sich seine eige­nen Worte aus: Gin fest« Burg ist unser Gott, und: Das Reich muß uns doch bleiben.

An den äußersten Ecken der Denkmalsgruppe stehen der Landgraf Philipp der Großmütige von Heften, der Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen, sowie die Ge'ehrlen Philipp Melanchkvn und Iohann Reuchrin. ÜInter allen hessischen Fürsten ist Philipp der hervorragendste' als Iüngling schon hat er sich der evangelischen Lehre zugewendet, auf dem Reichstage zu Augs­burg war er. der 21jährige, die Seele des Widerstandes gegen den Kaiser, in feiner Kerker­haft in den Niederlanden hat er bewiesen, daß er für di« Sache des evangelischen Glaubens auch würdevoll zu leiden verstand. War er oft stürmisch und unruhig, so war der sächsische Kurfürst voller Milde und Besonnenheit, ein mannhafter Beschützer Lu'.hers und seine« Wer­kes. Das geistige Rüstzeug im Kampfe um die Seele des deutschen Volkes hat Melanchthon seinem Freund« Luther dargeboten, dieser edle, milde, weite Welten umsafiende Geist unter dm Reformatoren. Wenn der Humanist Iohann Reuchlin neben ihm steht, so ist daS geschehen, weil auch er die Geistesbildung seiner Zeit in den Dienst der evangelischen Christenh-it stellte. Zwischen diesen Standbildern stehen die alle­gorischen Figuren der Städte Augsburg, Speyer und Magdeburg. Augsburg ist die bekennende Stadt, in ihr ist im Iahre 1530 dem Kaiser d e Dekenntnisschrift der Evangelischen überreicht worden. Speyer ist die protestierende Stadt, weil dort am Rheine 1529 d e evangelische Min­derheit gegen den Beschluß, das Resormattons- werk zu hindern, Widerspruch eingelegt hch. Magdeburg endlich ist die leidende Stadt, die im dreißigjährigen Kriege, der ein Deligionskrieg war, in Schutt und Trümmer gesunken ist.

Eine Geschichte der d:utschen Reformation in Stein, so kann man das Lut Herdenkmal nennen.

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