Nr. 89 Dritter Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhesten)
Dienstag, 5. April (928
Wirtschaft.
Von den Schlachtviehmärkten.
Auf ben deutschen Schlachtvichmärkten entsprach in der Berichtswoche die Rachfrage in keiner Weise dem starken Angebot. Trotz der an sich schon niedrigen Preise ging das Geschäft langsam, teilweise schlecht. 3n allen Gattungen verblieb zumeist Aeberstand, mit Ausnahme von Kälbern, in denen die Märkte durchweg geräumt wurden.
Die Austriebszahlen stellten sich wie folgt: Binder 18 000 gegen 16 300 in der Dorwoche. Kälber 22 800 gegen 20 800, Schafe 8000 gegen 8100 und Schweine 100 300 gegen 109 700 Stück.
Die Preise verschoben sich für Großvieh durchgängig um Kleinigkeiten nach unten, während Kälber entweder ihre letzten Dotierungen behaupten, oder sogar etwas anziehen konnten. Schafe neigten überwiegend zu kleineren Preisnachlässen. Am stärksten gedrückt lagen die Preise für Schweine. Einbußen von zwei bis vier Pfennig bildeten hier die Regel. Es wurden in Pfennig per Pfund Lebendgewicht notiert:
Rinder Kälber Schate Schweine Berlin 19-61 40 - 84 30 - 63 47 - 54
Bremen 25-63 40-83 60-68 40-50
Breslau 18-55 56-82 40-61 44-54
Ehemniy 22-57 40-88 55-62 45-55
Dortmund 25—63 45—120 - 42 — 56
Dresden 24-57 56-92 40-66 46-55
Düsseldorf 20—63 48 - 83 - 45—60
Elberfeld 20 - 62 50 - 85 - 50 - 85
Essen 25-60 47-120 - 45-56
Frankfurt M. 25-62 56-81 33-56 45-56
15-61 32-88 20-62 40-52 29 - 60 45 - 90 25 - 65 43 - 52 18-61 59-84 — 41-58
25-64 55-85 - 45-54
20 - 53 29 - 87 28 - 65 38-51 20-63 45 -110 50-65 48-60 23-60 45-82 40-64 40-54 18 - 58 40-135 40 - 56 40 - 52 16-62 52-84 42-48 44-56 20-58 60-88 - 36-54
15 - 55 35 - 80 20 - 55 40 - 53 14 - 60 50 - 80 - 38 - 58
20 - 56 50-90 46 - 64 48 - 56
Oie Dresdner Bank über die Wirtschaftslage.
3n dem Monatsbericht der Dresdner Bank wird über die Wirtschaftslage u. a. ausaesührt.
Liegt auch vorderhand lein Anlaß zu Befürchtungen vor, so ist doch alles in allem ein Stillstand in der Aufnahmefähigkeit des Inlandmarktes wohl nicht zu bestreiten. Der weitere Ablauf der wirtschaftlichen Ereignisse wird in erster Linie durch die Kap i- c a l f r a g e beherrscht sein. Wenn auch die Kapitalbildung in Deutschland, insbesondere im letzten Jahr, ersreulichc Fortschritte gemacht hat, so hält doch die Kapitalknappheit im Derhältnis au der inzwischen eingetrctmen Ausdehnung des Wirtschaftsvolnmens unvermindert cm, und die Konjunktur bat nach wie vor — allerdings auf einem erheblich erhöhten Wirtschaftsnivecru — infolge der noch nicht gelösten Kapitalprvbleme ihre Labilität beibehalten. Die Bereitwilligkeit des Auslandes, der deutschen Wirtschaft Mittel zur Verfügung zu stellen, besteht zwar unvermindert fort. 3m Februar sind langfristige Anleihen im Betrage von rund 110 Mill. Mk. im Auslande untergebracht worden, und im März hat sich die Aufnahmewilligkeit der Aus- landmärkte trotz der stärkeren 3nanspruchnahme für die Frühjahrssinanzierungen durch die eigene Wirtschaft eher noch verstärkt, aber auch der ouftrom kurzfristiger Auslandgelder hat ange- balten. Diese K a p i t a l b e w e g u n g vom Auslände nach Deutschland hin. die normalerweise in eine Konvertierung in langfristige Schulden cinzumünden pflegt, ist in der letzten Zeit teilweise wohl durch Vorschüsse auf de amerikanische Freigabe verstärkt worden. 3mmerhin ist nicht zu übersehen, daß die Zunahme der kurzfristigen Valutakredite auch durch die Anleihesperre veranlaßt ist und daß sie in ihrem jetzigen Ausmaß vom Standpunkt der Liquidität alle Aufmerksamkeit verdient.
Besondere Bedeutung im Rahmen der Kon- junkturbeobachtung gewinnt jetzt der Außen
Hamburg Hannover Husum Karlsruhe Kassel Kiel Köln Leipzig Magdeburg Mannheim München Stettin Stuttgart
handel, sowohl was die Kennzeichnung der innerdeutschen Wirtschaftslage als die Beur- teilung der Entwicklungsmöglichkeit einer E? - Portkonjunktur betrifft. Das i t letzter Zeit hervortretende 3nteresse des Auslandes an deutschen Erzeugnissen ist doch ein Beweis dafür, daß es der deutschen 3ndustrie trotz aller zoll- und handelspolitischen Hemmnisse gelungen ist, auf dem Weltmarkt er olgreich zu konkurrieren und durch ge steigerten Auslandabfah in gewissem Umfange einen Ausgleich für eine etwaige rückgängige 3nlandkonjunk- tur zu schassen.
• Konkurse und Vcrgleichsverfah- ren im März. Nach Mitteilungen des Statisti- jchen Reichsamts mürben im März 1928 durch den Reichsanzeiger" 791 neue Konkurse — ohne die wegen Masfemangels abgelebten Anträge aus Konkurseröffnung — und 266 eröffnete Vergleichs verfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Monat Februar stellen sich auf 699 Konkurse und 226 Vergleichsverfahren.
* Roch keine Auflegung der Reichs- p o st a n l e i h e. Rach dem WTB.-Handelsdienst ist mit der Auflegung der seinerzeit angekündigten Reichspostanleihe von 150 Millionen Mk. im April nicht zu rechnen, da der Geldbedarf der Reichspost nicht so dringlich ist.
• Metallbank und Metallurgische Gesellschaft. Frankfurt a. M. Eine auf den 26. April einberufene außerordentliche Generalversammlung soll die Genehmigung eines Abkommens beschließen, wonach die im englischen Besitze befindlichen Vorzugsaktien der Serie II gegen Zuzahlung von 20 Proz. des Rennwertes in Stammaktien umgewandelt werden. Ferner soll auch an sämtliche übrigen Vorzugsaktionäre der Serie II diese Aufforderung zur Umwandlung in Stammaktien unter Zuzahlung von 20 Proz. ergehen. Die neuen Stammaktien sind zu Optionszwecken im Zusammenhang mit der bekannten 750 000-Pfund-Anleihe der Metallbank erforderlich.
* PetersUnion, A.-G., Frankfurt a.M. Wie wir erfahren, haben die ersten fünf Monate des neuen Geschäftsjahres gegen die gleiche Zeit des Vorjahres eine weitere Umsatzsteigerung um 25 v. H. gebracht, obwohl diese Zeit noch nicht in das Saisongeschäft siel.
* Fusion Lazard-Speher-Ellissen. Frankfurt a. W. E. S ch l e s i n g e r - T r i e r & ($ d., Berlin. Der Zusammenschluß der Firma Lazard-Speher-Ellissen, Frankfurt a. M. und C. Schlesinger-Trier & Co. Commanditgesellschaft aus Aktien. Berlin, kommt nunmehr in der Form zur Durchführung daß die beiden Firmen in einer neuen Gesellschaft unter dem Ramen: Lazard- Speher-Ellissen Kommanditgesellschaft auf Aktien ihre Geschäfte und Betriebe vereinigen. Die C. Schlesinger-Trier & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien wird in Liquidation treten; in einer demnächst einzuberufenden Generalverfammlung sollen entsprechende Anträge zur Deschluhfas- sung vorgelegt werden. Das Kapital der neuen Gesellschaft wird 25 Millionen Mark betragen, eingeteilt in 20 Millionen Mark Kommandit- Kapital und 5 Millionen Mark offene Reserven. Der Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt a. M. unb Berlin. _ r r
• Hamburg-Amerika Paketfahrt A.-G.. Hamburg. 3n der Generalversammlung der Hamburg-Amerika Paketfahrt A.-G., Hamburg, wurde die Dividende einstimmig auf 8 Prozent festgesetzt. Uebcr die Aussichten im neuen Geschäftsjahr wurde mitgeteilt, daß die Erträgnisse weiter befriebigenb seien, und daß wiederum mit einem günstigen Ergebnis gerechnet werden könne.
Frankfurter Börse.
F r a n k f u r t a. M., 3. April. (Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Tendenz. fest. — 3n Rachwirlung der P o i n c a r e-R e d e, wobei namentlich die Anregung zur Folge be$ Reparationsprogramms begrüßt wurde, blieb die Stimmung auch an der heutigen Börse f e st. 3n verschiedenen Werten konnten sich im Anschluß an die bereits regere Abendbörse ziem- lich lebhafte Umsätze entwickeln, da von Seiten des Auslandes weiter Kauforders Vorgelegen haben sollen. Aber auch das private Publikums scheint durch die festen Börsen der letzten Tage angeregt zu fein und kommt verschiedentlich mit Orders an den Markt. Ferner befriedigt es, daß die R e i ch s p o st für den Monat April noch nicht an die Auslegung einer Inlandanleihe denkt, zumal am Geldmarkt kurzfristiges Geld heute immer noch ziemlich knapp
war Der in den Berichten der Preußischen 3ndustrie- und Handelskammern erwähnte Rückgang in den Schlüsselindustrien konnte kein: ungünstige Wirkung ausüben. Die Spe ulation be- nutzte jedoch verschiedentlich die erhöhten Kurst' zu Realisationen. Trotzdem waren auf den meisten Marktgebieten Kursbesserungen im Ausmaß von ein bis zwei Prozent zu verzeichnen. Das Hauptinteresse wandte sich heute dem Farbenmarkt zu. Z.-G.-Farben eröffneten 4,25 Proz. fester. 3.-G.-Ponds nannte man mit ca. 145 Proz. Weiterhin waren am Elektromarkt Siemens mit plus 4 Proz.. Felten mit plus 3 Proz.. Licht und Kraft mit 2.12 Proz. und vor allem AEG. mit plus 3.5 Proz. stärker verlangt. Am Schiffahrts- rnarkte konnten Hapag auf die Erklärung in der gestrigen Generalversammlung weitere 3 Proz. anziehen. Rorddeutscher Lloyd plus 0.5 Proz. Am Montanmarkt bestand für die an der gestrigen Abendbörse favorisierten Werte etwas Rea- lifationsneigung. So lagen Buderus 1,25 Proz.. Harpener 3 Proz. und Rheinische Braunkohlen 0.5 Proz. gedrückt, dagegen konnten 3lfc Bergbau. Mannesmann. Klöckner. Rheinstahl 1.5 Proz. bis 3.5 Proz. anziehen. Echeideanstalt lagen erneut 1 Proz. höher. Bon den Zellstoffwerten zogen Aschaffenburger 2,5 Proz. an, Waldhvs jedoch 0,5 Proz. schwächer. Bauunternehmungen eröffneten eher abaeschwächt. D eu tsche Anleihen lagen still. Bon Auslandrenten waren Türken verlangt. Ferner erhielt sich für Goldrumänen das Interesse. Rach der ersten Rotierung schritt die Spekulation zu Gewinn- mitnahmen, und die höchsten Kurse konnten sich nicht ganz behaupten. So gaben 3.-G.- Farben zirka 1 Prozent nach. 3m weiteren Verlauf wurden vonseiten der Spekulation verschiedentlich Realisationen vorgenommen, so daß Kurs- a b s ch w ä ch u n g e n bis zu 1 Prozent eintraten. Das Geschäft wurde etwas stiller und beschränkte sich i'n allgemeinen nur noch auf Spezialwerte. R^ einstahl wurden lebhafter verlangt und lagen im Kurse weiter erhöht. Tagesgeld war nfit 8 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Reichsmark gegen Dollar 4.18. gegen Pfunde 20,41. London gegen Kabel 4,88175, Paris gegen London 124,02, Mailand 92,40, Madrid 29,02, Holland 12,1165.
Scfliuci Börse.
Berlin, 3. April. (Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Das Bild der heutigen Börse hat sich etwas verschoben. Während in den letzttägigen Favoriten eher Realifations- neigung bestand, waren andere Märkte stärker in den Vordergrund des 3nteresses gerückt. Die vorliegenden Momente sanden kaum Beachtung. Aus der Plusseite wären zu nennen: Eine Einlösung der Reichspostanleihe kommt im April wohl kaum in Frage. Die Zndustrie- belastungsrate per 1. April in Höhe von 150 Millionen ist restlich beglichen. 3n Reu- York hört man von einer Besprechung über die Rotierung führender deutscher Werte. Der Preußische Handelskammerbericht für März spricht von fjetner wesentlichen Aende- rung der Wirtschaftslage, während andererseits auch die starke Zunahme der Konkurse, ebenso wie der immer noch angespannte Geldmarkt keinen Einfluß hatte. Bei den Banken soll der Eingang von Publikumsaufträgen heute geringer sein, dagegen ist die Beteiligung der Privatbankiers immer noch ziemlich stark, nur kann man nicht unterscheiden, inwieweit hier Deckungen für eigene Rechnung zur Ausführung kommen. Verschiedentlich konnte man Tauschoperationen beobachten. Stärkere Beachtung fanden heute Schiffahrtswerte, auf den guten Abschluß für Hapag, Montanwerte und die schon länger vernachlässigten Farbenaktien und damit verwandten Werte. Die ersten Rotierungen waren nicht einheitlich, sie brachten überwiegend Steigerungen, die vereinzelt bis zu 5 Proz. gingen. Farben plus 5,5 Proz., Paket plus 5,12 Prozent, Schade-Aktien plus 7 Mk. Während die Abschwächungen kaum über 2 Prozent hinausgingen. Anleihen ruhig. Ausländer uneinheitlich. Rumänen weiter fest. Pfandbriefe still. Farben-Bvnds 144,5 Prozent. Am Geldmarkt war Tagesgeld unverändert 8 bis 9,5 Prozent. Monatsgeld 7,5 bis 8,5 Prozent. Warenwechsel 7,5 Prozent und darüber. 3m Verlaus wurde es zunächst unsicher. Die Kursentwicklung war geteilt. Schiffahrts« werte weiter sehr lebhaft, aber eher schwächer. Waldhof und Farben minus je 1 Prozent. Polyphon minus 2,5 Prozent, dagegen Oberbedarf plus 2 Prozent. Rheinische Braunkohlen plus
2 Prozent usw. Später wurde es wieder allgemein fester und lebhafter, besonders am Elek- trcmarlt AEG. erneut gesteigert bi« plus 3 Prozent.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M.. 3. April. 3m Hinblick auf die bevorstehenden Ostcrieier'.age war das Geschäft auch am heutigen Markt ziemlich stark. Durch die etwas schwächeren AuSlandnotierungen neigte die Tendenz eher etwas zur Schwäche. Hafer mußte erneut 50 Ps. im Preise nachgeben. Ferner büßte Mais 25 Ps. ein. Auch Weizen lag eher etwas schwächer. Tendenz ruhig. Es wurden notiert: Weizen 1. gut. gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 26,50 Mk Roggen 27,50, Hafer, inländ. 26,75 bis 27,25, Mais (gelb) für Futterzwecke 24.25, Mais (gelb) für andere Zwecke 25. Weizenmehl, südd. Spezial 0 37.50 bis 38.50. Roggenmehl 37.50 bis 33,50, W.izen- rieic 14775. Roggenkleie 15,75 bis 16,25 Mk.
Kunst und Wissenschaft.
Burfchcnfchaftlichc Lchulungstagung in Effcn.
Vom 28. März bis 2. April veranstaltete die Deutsche Burschenschaft in Essen eine Schulungswoche für alte und junge Angehörige. Aus der Erkenntnis heraus, den zersetzenden Kräften der Zeit einen Damm entgegensetzen zu müssen, untersuchte sie das Problem „Freiheit und Bindung" in seinen hochschulpolitischen und allgemeinpolitilchen Auswirkungen. Die Gedankengänge der grundlegenden großen Vorträge, von denen die meisten auch der Oeffcnt- lichkeit zugänglich waren, wurden in engeren Arbeitsgemeinschaften weiterbehandelt ., Freiheit und Bindung", in sittlicher und politischer Beziehung, waren auch die Themata der Ansprachen des Generalsuperintendenten D. Älinacmann- Koblenz und des Oberbürgermeisters Dr. Zar- res- Duisburg auf dem von mehreren Tausenden besuchten Kommers, und des Dompredigers Pfalzgraf - Bremen bei dem feierlichen Gottesdienst.
Dem einzelnen legt die Verantwortung gegenüber seinem Volke gewifsensmäßige Verpflichtungen für seine sittliche Lebensführung auf. Sie hat in blutmäßigen und geistig-idealistischen Bindungen ihren letzten und tiefsten Grund. Sie verlangt unter dem Gesichtspunkt der Rassen- hygiene, um des Volkes willen, Reinheit der Lebensführung und Kräftigung des Familienlebens als der das Volk erhaltenden menschlichen Gemeinschaft (älniv.-Prvfefsor Bauer- Göttingen). Sie verlangt aber auch ein sittliches Handeln, das seinen höchsten Maßstab in einer idealistisch begründeten Ethik findet (Ge- neralsuperintendent D. Klingemann). Daraus ergeben sich Richtlinien für jungburfchen schastliches Handeln in Hochschule, Staat. Volksleben und Völkerleben. Der Lebenskreis des jungen Studenten liegt nicht allein im engen Rahmen der Verbindung, sondern im Gemeinschaftsleben der Hochschule. 3m Kampf der Deutschen Studentenschast um ihre staatliche Anerkennung als rechtliches Glied der Hochschule handelt es sich um die lebendige Gestaltung dieser Hochschulgemeinschaft und um die Forderung der Anteilnahme der Gesamtheit der Studierenden an diesem Gemeinwesen (Vorsitzender der Deutschen Studentenschaft, Schmadel -Berlin). Das soll vorbereiten auf das Wirken des Akademikers im öffentlichen Leben, in dem ihm im Zeitalter des Volksstaates besondere Pflichten zuwachsen (Assessor Dr. S a m r a u -Hagen). Rach innen gesehen, wird es auf eine Reuordnung des Staates anfommen; der Akademiker wird durch feine Mitarbeit die im Gang befindliche Einheitsstaatsbewegung in starkem Maße an- regen können. Voraussetzung aber hierfür ist die positive Einstellung des einzelnen zum Staat, die zugleich auf der Achtung vor der Vergangenheit und der lebendigen Sorge um die Zukunft des deutschen Volkes beruht (Ministerialdirigent im preuß. 3nnenmmifterium Bachmann und Oberbürgermeister Dr. Zar- res- Duisburg). Rach außen gesehen (Dr. Walter Kolbe-Berlin) wird Mitarbeit jedes einzelnen am Reubau des Reiches zur Reuge- ftaltung Mitteleuropas gefordert, nach dem Grundsatz des Rechtes der Volkspersönlichkcit auf den eigenen Staat im geschlossenen Siedlungs- I raum: „dem deutschen Volk das großdeutsche
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Norddeutscher “Iota ■ . 6
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Berliner HandetSgelellich. 12
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Darmft. n. Naeionalbank. 12
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Dresdner Bank - 10
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Smerikanische Noten.....
4,168 |
4.188
Äclgüche Boten......
58.21
58,45
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111*73
20,347 |
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Englische Noten ....... 1
20.427


