Einzelbild herunterladen

Nr. 89 Dritter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhesten)

Dienstag, 5. April (928

Wirtschaft.

Von den Schlachtviehmärkten.

Auf ben deutschen Schlachtvichmärkten ent­sprach in der Berichtswoche die Rachfrage in keiner Weise dem starken Angebot. Trotz der an sich schon niedrigen Preise ging das Geschäft langsam, teilweise schlecht. 3n allen Gattungen verblieb zumeist Aeberstand, mit Ausnahme von Kälbern, in denen die Märkte durchweg geräumt wurden.

Die Austriebszahlen stellten sich wie folgt: Binder 18 000 gegen 16 300 in der Dorwoche. Kälber 22 800 gegen 20 800, Schafe 8000 gegen 8100 und Schweine 100 300 gegen 109 700 Stück.

Die Preise verschoben sich für Großvieh durch­gängig um Kleinigkeiten nach unten, während Kälber entweder ihre letzten Dotierungen be­haupten, oder sogar etwas anziehen konnten. Schafe neigten überwiegend zu kleineren Preis­nachlässen. Am stärksten gedrückt lagen die Preise für Schweine. Einbußen von zwei bis vier Pfen­nig bildeten hier die Regel. Es wurden in Pfennig per Pfund Lebendgewicht notiert:

Rinder Kälber Schate Schweine Berlin 19-61 40 - 84 30 - 63 47 - 54

Bremen 25-63 40-83 60-68 40-50

Breslau 18-55 56-82 40-61 44-54

Ehemniy 22-57 40-88 55-62 45-55

Dortmund 2563 45120 - 42 56

Dresden 24-57 56-92 40-66 46-55

Düsseldorf 2063 48 - 83 - 4560

Elberfeld 20 - 62 50 - 85 - 50 - 85

Essen 25-60 47-120 - 45-56

Frankfurt M. 25-62 56-81 33-56 45-56

15-61 32-88 20-62 40-52 29 - 60 45 - 90 25 - 65 43 - 52 18-61 59-84 41-58

25-64 55-85 - 45-54

20 - 53 29 - 87 28 - 65 38-51 20-63 45 -110 50-65 48-60 23-60 45-82 40-64 40-54 18 - 58 40-135 40 - 56 40 - 52 16-62 52-84 42-48 44-56 20-58 60-88 - 36-54

15 - 55 35 - 80 20 - 55 40 - 53 14 - 60 50 - 80 - 38 - 58

20 - 56 50-90 46 - 64 48 - 56

Oie Dresdner Bank über die Wirtschaftslage.

3n dem Monatsbericht der Dresdner Bank wird über die Wirtschaftslage u. a. ausaesührt.

Liegt auch vorderhand lein Anlaß zu Befürchtungen vor, so ist doch alles in allem ein Stillstand in der Aufnahmefähig­keit des Inlandmarktes wohl nicht zu be­streiten. Der weitere Ablauf der wirtschaftlichen Ereignisse wird in erster Linie durch die Kap i- c a l f r a g e beherrscht sein. Wenn auch die Kapitalbildung in Deutschland, insbesondere im letzten Jahr, ersreulichc Fortschritte gemacht hat, so hält doch die Kapitalknappheit im Derhältnis au der inzwischen eingetrctmen Ausdehnung des Wirtschaftsvolnmens unvermindert cm, und die Konjunktur bat nach wie vor allerdings auf einem erheblich erhöhten Wirtschaftsnivecru infolge der noch nicht gelösten Kapitalprvbleme ihre Labilität beibehalten. Die Bereitwilligkeit des Auslandes, der deutschen Wirtschaft Mittel zur Verfügung zu stellen, besteht zwar unvermindert fort. 3m Februar sind langfristige Anleihen im Betrage von rund 110 Mill. Mk. im Auslande untergebracht worden, und im März hat sich die Aufnahmewilligkeit der Aus- landmärkte trotz der stärkeren 3nanspruchnahme für die Frühjahrssinanzierungen durch die eigene Wirtschaft eher noch verstärkt, aber auch der ouftrom kurzfristiger Auslandgelder hat ange- balten. Diese K a p i t a l b e w e g u n g vom Auslände nach Deutschland hin. die normalerweise in eine Konvertierung in lang­fristige Schulden cinzumünden pflegt, ist in der letzten Zeit teilweise wohl durch Vorschüsse auf de amerikanische Freigabe verstärkt worden. 3mmerhin ist nicht zu übersehen, daß die Zu­nahme der kurzfristigen Valutakre­dite auch durch die Anleihesperre veranlaßt ist und daß sie in ihrem jetzigen Ausmaß vom Standpunkt der Liquidität alle Aufmerksamkeit verdient.

Besondere Bedeutung im Rahmen der Kon- junkturbeobachtung gewinnt jetzt der Außen­

Hamburg Hannover Husum Karlsruhe Kassel Kiel Köln Leipzig Magdeburg Mannheim München Stettin Stuttgart

handel, sowohl was die Kennzeichnung der innerdeutschen Wirtschaftslage als die Beur- teilung der Entwicklungsmöglichkeit einer E? - Portkonjunktur betrifft. Das i t letzter Zeit hervortretende 3nteresse des Auslandes an deut­schen Erzeugnissen ist doch ein Beweis dafür, daß es der deutschen 3ndustrie trotz aller zoll- und handelspolitischen Hemmnisse gelungen ist, auf dem Weltmarkt er olgreich zu konkurrieren und durch ge steigerten Auslandabfah in gewissem Umfange einen Ausgleich für eine etwaige rückgängige 3nlandkonjunk- tur zu schassen.

Konkurse und Vcrgleichsverfah- ren im März. Nach Mitteilungen des Statisti- jchen Reichsamts mürben im März 1928 durch den Reichsanzeiger" 791 neue Konkurse ohne die wegen Masfemangels abgelebten Anträge aus Konkurseröffnung und 266 eröffnete Vergleichs verfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zah­len für den Monat Februar stellen sich auf 699 Konkurse und 226 Vergleichsverfahren.

* Roch keine Auflegung der Reichs- p o st a n l e i h e. Rach dem WTB.-Handelsdienst ist mit der Auflegung der seinerzeit angekün­digten Reichspostanleihe von 150 Millionen Mk. im April nicht zu rechnen, da der Geldbedarf der Reichspost nicht so dringlich ist.

Metallbank und Metallurgische Gesellschaft. Frankfurt a. M. Eine auf den 26. April einberufene außerordentliche Gene­ralversammlung soll die Genehmigung eines Ab­kommens beschließen, wonach die im englischen Besitze befindlichen Vorzugsaktien der Serie II gegen Zuzahlung von 20 Proz. des Rennwertes in Stammaktien umgewandelt werden. Ferner soll auch an sämtliche übrigen Vorzugsaktionäre der Serie II diese Aufforderung zur Umwandlung in Stammaktien unter Zuzahlung von 20 Proz. ergehen. Die neuen Stammaktien sind zu Options­zwecken im Zusammenhang mit der bekannten 750 000-Pfund-Anleihe der Metallbank erfor­derlich.

* PetersUnion, A.-G., Frankfurt a.M. Wie wir erfahren, haben die ersten fünf Monate des neuen Geschäftsjahres gegen die gleiche Zeit des Vorjahres eine weitere Umsatzsteigerung um 25 v. H. gebracht, obwohl diese Zeit noch nicht in das Sai­songeschäft siel.

* Fusion Lazard-Speher-Ellissen. Frankfurt a. W. E. S ch l e s i n g e r - T r i e r & ($ d., Berlin. Der Zusammenschluß der Firma Lazard-Speher-Ellissen, Frankfurt a. M. und C. Schlesinger-Trier & Co. Commanditgesellschaft aus Aktien. Berlin, kommt nunmehr in der Form zur Durchführung daß die beiden Firmen in einer neuen Gesellschaft unter dem Ramen: Lazard- Speher-Ellissen Kommanditgesellschaft auf Aktien ihre Geschäfte und Betriebe vereinigen. Die C. Schlesinger-Trier & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien wird in Liquidation treten; in einer demnächst einzuberufenden Generalverfammlung sollen entsprechende Anträge zur Deschluhfas- sung vorgelegt werden. Das Kapital der neuen Gesellschaft wird 25 Millionen Mark betragen, eingeteilt in 20 Millionen Mark Kommandit- Kapital und 5 Millionen Mark offene Reserven. Der Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt a. M. unb Berlin. _ r r

Hamburg-Amerika Paketfahrt A.-G.. Hamburg. 3n der Generalversamm­lung der Hamburg-Amerika Paketfahrt A.-G., Hamburg, wurde die Dividende einstimmig auf 8 Prozent festgesetzt. Uebcr die Aussichten im neuen Geschäftsjahr wurde mitgeteilt, daß die Erträgnisse weiter befriebigenb seien, und daß wiederum mit einem günstigen Ergebnis ge­rechnet werden könne.

Frankfurter Börse.

F r a n k f u r t a. M., 3. April. (Eigener Draht­bericht des Gießener Anzeigers.) Tendenz. fest. 3n Rachwirlung der P o i n c a r e-R e d e, wo­bei namentlich die Anregung zur Folge be$ Reparationsprogramms begrüßt wurde, blieb die Stimmung auch an der heutigen Börse f e st. 3n verschiedenen Werten konnten sich im An­schluß an die bereits regere Abendbörse ziem- lich lebhafte Umsätze entwickeln, da von Seiten des Auslandes weiter Kauforders Vorgelegen haben sollen. Aber auch das private Publikums scheint durch die festen Börsen der letzten Tage angeregt zu fein und kommt ver­schiedentlich mit Orders an den Markt. Ferner befriedigt es, daß die R e i ch s p o st für den Monat April noch nicht an die Auslegung einer Inlandanleihe denkt, zumal am Geldmarkt kurz­fristiges Geld heute immer noch ziemlich knapp

war Der in den Berichten der Preußischen 3ndustrie- und Handelskammern erwähnte Rück­gang in den Schlüsselindustrien konnte kein: un­günstige Wirkung ausüben. Die Spe ulation be- nutzte jedoch verschiedentlich die erhöhten Kurst' zu Realisationen. Trotzdem waren auf den meisten Marktgebieten Kursbesserungen im Ausmaß von ein bis zwei Prozent zu verzeichnen. Das Hauptinteresse wandte sich heute dem Farbenmarkt zu. Z.-G.-Farben eröffneten 4,25 Proz. fester. 3.-G.-Ponds nannte man mit ca. 145 Proz. Weiterhin waren am Elektromarkt Siemens mit plus 4 Proz.. Felten mit plus 3 Proz.. Licht und Kraft mit 2.12 Proz. und vor allem AEG. mit plus 3.5 Proz. stärker verlangt. Am Schiffahrts- rnarkte konnten Hapag auf die Erklärung in der gestrigen Generalversammlung weitere 3 Proz. anziehen. Rorddeutscher Lloyd plus 0.5 Proz. Am Montanmarkt bestand für die an der gestri­gen Abendbörse favorisierten Werte etwas Rea- lifationsneigung. So lagen Buderus 1,25 Proz.. Harpener 3 Proz. und Rheinische Braunkohlen 0.5 Proz. gedrückt, dagegen konnten 3lfc Bergbau. Mannesmann. Klöckner. Rheinstahl 1.5 Proz. bis 3.5 Proz. anziehen. Echeideanstalt lagen erneut 1 Proz. höher. Bon den Zellstoffwerten zogen Aschaffenburger 2,5 Proz. an, Waldhvs jedoch 0,5 Proz. schwächer. Bauunternehmungen eröffneten eher abaeschwächt. D eu tsche An­leihen lagen still. Bon Auslandrenten waren Türken verlangt. Ferner erhielt sich für Goldrumänen das Interesse. Rach der ersten Rotierung schritt die Spekulation zu Gewinn- mitnahmen, und die höchsten Kurse konnten sich nicht ganz behaupten. So gaben 3.-G.- Farben zirka 1 Prozent nach. 3m weiteren Verlauf wurden vonseiten der Spekulation verschiedent­lich Realisationen vorgenommen, so daß Kurs- a b s ch w ä ch u n g e n bis zu 1 Prozent eintraten. Das Geschäft wurde etwas stiller und be­schränkte sich i'n allgemeinen nur noch auf Spe­zialwerte. R^ einstahl wurden lebhafter verlangt und lagen im Kurse weiter erhöht. Tagesgeld war nfit 8 Prozent unverändert. Am De­visenmarkt nannte man Reichsmark gegen Dollar 4.18. gegen Pfunde 20,41. London gegen Kabel 4,88175, Paris gegen London 124,02, Mailand 92,40, Madrid 29,02, Holland 12,1165.

Scfliuci Börse.

Berlin, 3. April. (Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Das Bild der heutigen Börse hat sich etwas verschoben. Während in den letzttägigen Favoriten eher Realifations- neigung bestand, waren andere Märkte stärker in den Vordergrund des 3nteresses gerückt. Die vorliegenden Momente sanden kaum Beachtung. Aus der Plusseite wären zu nennen: Eine Ein­lösung der Reichspostanleihe kommt im April wohl kaum in Frage. Die Zndustrie- belastungsrate per 1. April in Höhe von 150 Millionen ist restlich beglichen. 3n Reu- York hört man von einer Besprechung über die Rotierung führender deutscher Werte. Der Preußische Handelskammerbericht für März spricht von fjetner wesentlichen Aende- rung der Wirtschaftslage, während andererseits auch die starke Zunahme der Konkurse, ebenso wie der immer noch angespannte Geld­markt keinen Einfluß hatte. Bei den Banken soll der Eingang von Publikumsaufträgen heute geringer sein, dagegen ist die Beteiligung der Privatbankiers immer noch ziemlich stark, nur kann man nicht unterscheiden, inwieweit hier Deckungen für eigene Rechnung zur Ausführung kommen. Verschiedentlich konnte man Tauschopera­tionen beobachten. Stärkere Beachtung fanden heute Schiffahrtswerte, auf den guten Abschluß für Hapag, Montanwerte und die schon länger vernachlässigten Farbenaktien und damit ver­wandten Werte. Die ersten Rotierungen waren nicht einheitlich, sie brachten überwiegend Steigerungen, die vereinzelt bis zu 5 Proz. gingen. Farben plus 5,5 Proz., Paket plus 5,12 Prozent, Schade-Aktien plus 7 Mk. Während die Abschwächungen kaum über 2 Pro­zent hinausgingen. Anleihen ruhig. Aus­länder uneinheitlich. Rumänen weiter fest. Pfandbriefe still. Farben-Bvnds 144,5 Pro­zent. Am Geldmarkt war Tagesgeld un­verändert 8 bis 9,5 Prozent. Monatsgeld 7,5 bis 8,5 Prozent. Warenwechsel 7,5 Prozent und darüber. 3m Verlaus wurde es zunächst unsicher. Die Kursentwicklung war geteilt. Schiffahrts« werte weiter sehr lebhaft, aber eher schwächer. Waldhof und Farben minus je 1 Prozent. Poly­phon minus 2,5 Prozent, dagegen Oberbedarf plus 2 Prozent. Rheinische Braunkohlen plus

2 Prozent usw. Später wurde es wieder all­gemein fester und lebhafter, besonders am Elek- trcmarlt AEG. erneut gesteigert bi« plus 3 Prozent.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 3. April. 3m Hinblick auf die bevorstehenden Ostcrieier'.age war das Ge­schäft auch am heutigen Markt ziemlich stark. Durch die etwas schwächeren AuSlandnotierungen neigte die Tendenz eher etwas zur Schwäche. Hafer mußte erneut 50 Ps. im Preise nachgeben. Ferner büßte Mais 25 Ps. ein. Auch Weizen lag eher etwas schwächer. Tendenz ruhig. Es wurden notiert: Weizen 1. gut. gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 26,50 Mk Roggen 27,50, Hafer, inländ. 26,75 bis 27,25, Mais (gelb) für Futterzwecke 24.25, Mais (gelb) für andere Zwecke 25. Weizenmehl, südd. Spezial 0 37.50 bis 38.50. Roggenmehl 37.50 bis 33,50, W.izen- rieic 14775. Roggenkleie 15,75 bis 16,25 Mk.

Kunst und Wissenschaft.

Burfchcnfchaftlichc Lchulungstagung in Effcn.

Vom 28. März bis 2. April veranstaltete die Deutsche Burschenschaft in Essen eine Schulungswoche für alte und junge Ange­hörige. Aus der Erkenntnis heraus, den zersetzen­den Kräften der Zeit einen Damm entgegensetzen zu müssen, untersuchte sie das ProblemFrei­heit und Bindung" in seinen hochschul­politischen und allgemeinpolitilchen Auswirkungen. Die Gedankengänge der grundlegenden großen Vorträge, von denen die meisten auch der Oeffcnt- lichkeit zugänglich waren, wurden in engeren Arbeitsgemeinschaften weiterbehandelt ., Freiheit und Bindung", in sittlicher und politischer Be­ziehung, waren auch die Themata der Ansprachen des Generalsuperintendenten D. Älinacmann- Koblenz und des Oberbürgermeisters Dr. Zar- res- Duisburg auf dem von mehreren Tausenden besuchten Kommers, und des Dompredigers Pfalzgraf - Bremen bei dem feierlichen Gottesdienst.

Dem einzelnen legt die Verantwortung gegen­über seinem Volke gewifsensmäßige Verpflich­tungen für seine sittliche Lebensführung auf. Sie hat in blutmäßigen und geistig-idealistischen Bindungen ihren letzten und tiefsten Grund. Sie verlangt unter dem Gesichtspunkt der Rassen- hygiene, um des Volkes willen, Reinheit der Lebensführung und Kräftigung des Familien­lebens als der das Volk erhaltenden mensch­lichen Gemeinschaft (älniv.-Prvfefsor Bauer- Göttingen). Sie verlangt aber auch ein sitt­liches Handeln, das seinen höchsten Maßstab in einer idealistisch begründeten Ethik findet (Ge- neralsuperintendent D. Klingemann). Da­raus ergeben sich Richtlinien für jungburfchen schastliches Handeln in Hochschule, Staat. Volks­leben und Völkerleben. Der Lebenskreis des jungen Studenten liegt nicht allein im engen Rahmen der Verbindung, sondern im Gemein­schaftsleben der Hochschule. 3m Kampf der Deut­schen Studentenschast um ihre staatliche Aner­kennung als rechtliches Glied der Hochschule han­delt es sich um die lebendige Gestaltung dieser Hochschulgemeinschaft und um die Forderung der Anteilnahme der Gesamtheit der Studierenden an diesem Gemeinwesen (Vorsitzender der Deut­schen Studentenschaft, Schmadel -Berlin). Das soll vorbereiten auf das Wirken des Akade­mikers im öffentlichen Leben, in dem ihm im Zeitalter des Volksstaates besondere Pflichten zuwachsen (Assessor Dr. S a m r a u -Hagen). Rach innen gesehen, wird es auf eine Reuordnung des Staates anfommen; der Akademiker wird durch feine Mitarbeit die im Gang befindliche Einheitsstaatsbewegung in starkem Maße an- regen können. Voraussetzung aber hierfür ist die positive Einstellung des einzelnen zum Staat, die zugleich auf der Achtung vor der Ver­gangenheit und der lebendigen Sorge um die Zukunft des deutschen Volkes beruht (Mini­sterialdirigent im preuß. 3nnenmmifterium Bachmann und Oberbürgermeister Dr. Zar- res- Duisburg). Rach außen gesehen (Dr. Wal­ter Kolbe-Berlin) wird Mitarbeit jedes ein­zelnen am Reubau des Reiches zur Reuge- ftaltung Mitteleuropas gefordert, nach dem Grundsatz des Rechtes der Volkspersönlichkcit auf den eigenen Staat im geschlossenen Siedlungs- I raum:dem deutschen Volk das großdeutsche

Reichl"

Datum

Datum:

161.5

165.9

Yt/iltpp «poljmann .

139.3

139,5

282.75 I 282,25

179,25 181,5

10

3. April

91

93

88 i

89

6

226

85

121

140

139,5

0-

S S- S 58.885

12.395

Id

Vanknoten.

£

lii

8

Lombardzi

Tfraiikfurt a. M

Berlin

8

5

8

8 5 0

8 0 0 o

v 6

0

0

165

149

.7 .8 10 10 .6 10

10

. V . 6 . 8 . 8 . 10 . 8 . 8 . IC

6 0

8 . 8 . 10

. 15 . 12 . 15 . 8 - 12

10

145.5

59 1(12

179

134,25

226

26

71 137,13

123.75

194.25

90.5

53,75

88

254.5

95.5

110

168,24

1.785 58,285 111,53 111,99 112,12 10,515 22,065 20,386 '.17.-5 16,435 60.465

70 23 2,002

357

297

724.5 520 282 181 125

196.5

ßofokbnribt > . . Rvtgerrwerk» . . ötiaHeefca*»

.....sv.

.f. I 4

iRatnlraftWafe . dJHao . . Diele rinln» . ». ikttrt Union . , Sebt Roeder . . fMOt & Haeffnrr

-8,78 12,379

7,348 72,96

3,019 18,13 81,54

2,120 5,594

4,180

4,326

20,909

M.,5

89

258

95.5

140

'M

Amtliche Notierung

Octb Brief

178

134.5 | 136,5

166.5 i

149

Lderichlei ttfcnb- Bedarf 0

Lderschlei »otitoerte . 0

Harpener Hoefch Eiten . Ilse Bergbau Älöctnerwerfe Löln-Neneisen Mannesmann ManS'eldrr.

354

296

722

517

231.9

Lavß A ftreitaa

Schilt dets BeeexWn

Dftroerft ......

8er Glanptoff.....

Bem berg........

äeUfton walbbot - .

»llstoff A'chcmenbora .

25.5

73 |

134 75

24

88

120

117.5 I

145.5

60.5

102.5

A.E »

Bergmann . . . . 6kftt. Lieferungen. L'chi und Straft .leiten A ÖniDcamne Set f. Stellt Untern. Aamb Sicht tßerfc Rhein Elektr. Schiet. Elekrr. . . . Schubert ...

Siemens A HalSk» . ... 16 Tran-radio ...... 8 Labmeoer 4 <*...... .9

Buderus ...... 0

Teuft$c Erdöl.......6

fläieiter e etnlobU.....8

iScltenkirchener . f. 9 4

i$K B

1,789 68.405 111,7o 112,21 112,34 10,535 22,105 20,426 4,1835 16,«75 80,625

70.37 2.006

0,5045

68,90

12,399 7,362 73,10

3,025 18,17

81.60

2,1.4 5,606 4,188

4,334

20.049

Jiii

Ücharloncnburger Boiler ^estaner GaS

Tatatex McLaren. . ...

Demag ......

Adlerwerk ...........

Ludw. Loeirr . .. .

Jiat automobil......

Crcnftcto A Lovvel. ... Linke Hormann . . .. . ' d Tietz....... Megnm . . » . . . Mclchin« . . . .

Ok ID tss.l- 1,786 58.305 111,53 111,98 112,15 10,512 22,07 20,385 4,1770 16,44 80,465 70,17 1,998 0,502

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7 Pro?

SRttbed Montan.......6

vereinig» Slabte), t *Z» 9 3

Ctatn Minen . 1 ib

Halt ÄscherLleben.....10

HaliWefterrgeln ... 10

Äaltaert eaUbctfurtb . . 12

g S ffarden-Snvnürte 10

Dvnanm Röbel.....0

amft-. Stott. $uen-»Htre6 Brft^Äntw (EÖrifHanta - Hopendagen etodbolm - HclüngforS. Hielten . . . London. . . J.'eunorf . . Paris.... Schweiz .. Spanen .

Kapan . . *lto de Jan- Wien in D- Cefi- aboeft Prag . Belgrad . - Bndaprü. - Bulgarien. Litt ab cm Danzig. . . Honftäitta. SUben. . . C/rnnhzi Uea»MP . . «d*

Bric' 168,5.")

1,790 58.425 111,73 112.20 112,37 10,535

22,11

20,42.5 4,1800

16,48 80,625

70.31 2,001 0.504

2.4. 1 3.4. I 2.4. I 3.4,

2. April

Amtliche Noii.rung

Berlin. 2. «vril

Weib

«riet

fttansönftbc 'Jlotett......

Holländische Noten......

Italienische Noten......

Norwegltche Noten......

Deutsch-Qeftrrr-, i 100 Kronen

Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweitcr Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten

'Berlin

Telegraphische

16,51

167,88

22.4t

111,32

58,70

2,63

111,90

80,38

70,21

12.358

72 75

Frankfurt

2lu«zah

10757

168,56

22,49

111.76

58,94

2,65

112,34

80,70

70,49

12.418

73,05

<L M.

lung.

Fiaudsurt a. M

Berlin

Schluß! bUt?r-

Schlich- Anfang

Aure | flurs

Kurs I Kur--

Frantzsurt a. M.

Berlin

Schluß. Kur»

1.Uhr- Kur»

Sd)lub=i

Kur» 1

Anfang Kur»

2. 4.

3 4.

| 2.4.

! 3 4

157.75

161.26

158.25

160

182

182

183

175

178.5

176.4

177.75

.20.25

222 4

218.5

223

122

125

123

125

288

288,5

287

289

157

158

157

156.25

158,25

192.5

191

181

183

180.75

181.6

285.5

289,5

284.5

288

141

147.25

166

163

165,5

167.5

98.5

97.2.5

96.25

*

134

134.5

132.75

134.25

.

145

147

137

137,75

136.4

137.5

182

179

179

180.5

148

148.75

268

271

266

269

122,5

124,25

120.5

123.5

148.4

150.5

153

1.54.5

151.9

154

124,75

121.4

124,13

*

103

101

101.4

100,75

101

100.75

100,5

101.5

295

294.5

292.5

292.5

155.25

158

154.75

158.75

-

148

98-5

98.5

99.13

43.75

14

44,25

176

177,5

176

176

186

-

186,5

187

272

270,75

271.75

270,25

258.25

253

258.5

-

123

125

196.5

197,5

112.5

112.5

112.25

113.5

102,75

102.9

101.25

178,5

180,75

Schlich-

l-Uhr-

Sch'.uh->

tlntang

Kur»

Kur»

ftnrs

Kur-

Datum

2. 4.

3.4.

1

3.4.

Ff, ®t NetchSanleihe D. 1927 Dt Aul Üblot Schuld mit

87,5

87,5

LuSlol -Rechten

52,1

52

Legal, ohne SuSlof.-Rechten M» »rann Hyp.-Bl. Go dpi untunbbar bis >SS2

15,75

15.8

15.75

*

-

*

</*/ Rbeiniiche LdP -Bau! Ltqu -Äoldpi

-

B 6. ® aba Borkriegö-Ld

Haanonen. ru&ablbar 1932

-

Schwer; BundeSd.-Lnl-

-

-

4ty» Oefteretchische Goldne

Oesterr. ich- Silberne

4

4®/» Oellerreich einbeht Rte

2

<*/o Ungarische Solbrte

24.3

24.6

^/«Ungarische SiaatSr v 1910

26

4'/»°.'.. bcfegl von 1913

Unganldte Äroncnrte -

1,85

1.85

1.9

4 /- lürt. Zollanlcihe p 1911 i/j.Iürt Bagdadbahn-Lnl

Lene 1.

12.6

12,9

13

</. desgU feertj 11.

13

*/ Rumänen conbert. Rte 4V»°/o Rumänen (Solbam

5,13

-

-

von 1913

16,9

16

-

Alla Deunche Eisenbahn .4:,

159.13

164.25

6ambura-ainen(a Palet. 6 vamb -Südcnn Lampisch 8

161.25

164.4

228.5

230.75

Hansa Dampfich'N 6

232.5

NorddeutscherIota . 6

155,5

156

153

155,5

«Ug Deutsche LredÜanÜ.. 10

148

148

146

147.5

Bann t Bankverein 10

151,5

150.5

150.9

Berliner HandetSgelellich. 12

Lonnnerz. und Privat-Bk 11

Darmft. n. Naeionalbank. 12

Deutsche Ban! 10

Diskonto-Tesellschakt Hat. 10

182,4

182,5

256

181.9

258.75

182.5

247.5

.'50

247.75

249.75

168.5

168.75

168 5

168.5

153

153.75

152,5

152.5

Dresdner Bank - 10

163,75

164

163.9

164

Mitteldeutsche Kreditbank 9

217

218.5

Pctallban! . 8

MeidUbee?.....1>

135.25

135

135.5

136

192,5

194,25

191

193.5

8

l

krmac« rann, ritzns eviiaen TöIQQflJ

Berlin. 2. ipril

I «Seid |

Brte'

Smerikanische Noten.....

4,168 |

4.188

Äclgüche Boten......

58.21

58,45

Dämlche Noten......

111*73

20,347 |

112,17

Englische Noten ....... 1

20.427