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Vr Hemrtch ftwiwrffl 8or*i- May w^ormfkibt, yb |u 3Ueber4Mr(en. 25. ®e$. fW'rat Dr. fiftnri^ Schenck, Professor der Boten«, mi Zkrnnftobt.

Dell: 21. lÄimfkr de, Innern un» <xr3uftu Otto oon Brentano, Mitglied de« Keichseot,, de» Ke-.ch». tag, und 6n Hess. Landtag«, ju CarmitoK 23. Bechmmgsdtrekwr i.N. 'm Londe,Nrchenon r Otte «ocherm.l zu Darmstadt. 27. glug^uglutzrer Tlubolf voer.- mi« Dormstodt, bet AmSneburg ver- ungluckt 30. (Rfmrdlmejo.- o. D Max Eholon» mi« Giessen, gestorben in Wiesbaden.

HeflNt: 2. Arrrid) Becker <$u Giessen. 3. W* Oberbau rot Viktor von «ritzten zu Dannsta. 7. Nekwr t. X Heinrich Doll zu «iefeck: «eh Oder- meöigiwilrät Pros. Dr. Wjoo Loren-. 11. ßiy- Kähtwnt de« Londe,kircheTtamt«. Oberkonsistorialrol Dr. W. Zernbeck. g,ttorben zu Lindau, geboren yi Altenschlirf. 23. Apotheker Karl Eich m ®ie- ssen. gestorben in Hameln

September I G ymnosi^l lehre r Prof Dr. E.nU schwarz w Fnedberg 21.toot,ret i. N Dr jur. Ferdinand Nohde zu Dormftadk.

Oftober 22. Direktor der Oberheifischen viehaer« jicherun-^onstait Ludwig ftofftnonn zu «letzen Z3. Oekonomiervl Aeora f)e4< za Dickfladl. ZA. >X)rcr I. X Heinrich Stihflm Büttner zu Sietzen. 29. Oderslaotsanwal, Philipp Bechtold pi Main^ 30. <Bd) Toftrot Paul Pormann in Darmstadt, ge« itorben In Innsbruck.

November: 10. Prof. Dr. Ladw Schleiermacher Mi Darorstadl. 15. Amtsgericht,rat L9L Dr. Fritz .chmmermonn zu Mainz. 19. Oberstabsarzt a. D. Dr. med. Will). Wmch r zu Stetzen 27. Poft- direklor Sustan Haudach zu Sictzen.

Dezember: K. Direktor Dr. h. c Wilhelm Eich- holz au, Darmstadt, gestorben in Münden 22. tkunstmaler Hosrat ti iDwifl Meckel zu Erbach i. O 24. llntoersitöttprofessor t>r. Lilh. 5hwU zu Sietzen.

Oberheffen.

KniiMrcie «icfcfit

(t Lollar, 2. Ian. Die ouf 25 Alaun er- weilerre Musikkapelle der Freiwilli­gen Feuer io ehr Lollar gab Kestern Abend vor einem etwa 400 Personen zählenden Zu- hörerkrei» im vottbesetzien Caalbau .Jur Linde" ihr erstes Saalkonzert in 'BlaSmu Die Dori rüge gefielen allgemein: stürmischen .ifall sand insbesondere der von einem Lollarcr. dem ehemaligen Kammervirtuosen Louis Hümmel« larmftaui komponierte .. Feueiwelrrii arkch ', der ausgcz ickuiet zu Gehör gebracht wurde und Infolge de» Beifalles wiederholt werd.'n mutzte. Die Leistungen der Kavclle sind um so höher zu be­werten. als sie erst vor «vei Jahren aus jun­gen. bisher mufiksrcmdcn Leuten gebildet wurde. Tktllc Anerkennung gebührt dem Lehrer und Leiter, Musikmeister Fr. Deines (Daubrtngen).

o) Srünberg, 2. Ian. Lehrer Philipp D t n- der, der fast 2b Jahre an der hiesigen Volks­schule wirkt, wurde hurd) Enischbctzung de, Lan­de samt,« für dos j<ilbmifljtDrf<n zum Rektor ernannt Die Nekloratsgefä>afle führt« Lehrer Ben­der, bereit» seit der Pensionierung de» Lehrer, Caubrr

ri. Lick. 2. Ian. Im vergangenen Jahre san­den in unserer evangelischen Gemeinde 45 (1926:42) Taufen statt. 19 (12) Trauungen. 62 (60) Kinder wurden konfirmiert und 26 ( 25) Beerdigungen gehalten Aach einem alten Sicher Brauch wurden die drei ältesten unter den Der- ftvrbenrn im BvlkSmund .die Kirchenältepen" genannt, im Aeujahrsaotlesdiettst von der Kan- .vrl verlesen: es waren oicsmol Sophie Alb ohn Witwe geborene Berg (geboren 1816). Hlüabetb Goppel t Witwe geborene Backe» (1846) und Alben Sise (1817). Dir haben kürzlich berichtet, dah sich In der Besetzung der einen der hiesigen P s a r r st e l l e n Schwierigkeiten erhoben hatten. Diese sind jetzt behoben. Äl war eine Weihnacht»ireude für Lich, zu hören, dass die Berufung eines neuen Pfarrer» bevorstehl Leider kann jedoch der neu? Pfarrer erst nach Ostern seinen Dienst hier antreten.

Lich 2. Januar. Am Neusohrrtagabend hielt der hiesige Männeraelangverein .- eilia" tn der Tirrnhalle sein Wintervergaügen ab. Die recht schwierigen, aber gut rorgdrciqc- nen GHSre .Sabbatstühe" von K.npler und .Deutsches Lied" von Hegar fanden allaemcinen Beifall. Die Thea tert Piel er gaben ihr Bestes in einem Schwank, einem Dreiakter umi Franz Arnold und Ernst Bach, der vorzüglich gespielt

Es zogen drei Burschen wohl über den Mein ....

Boman von Erica Scupe-Lörcher.

«7. Fortsetzung Nachdruck verboten

Sonderbar, roi« .«in einziger Augenblick rin Men- tchenherz In («Inen riefen erfassen. ein Schicksal in ferren Angeln zu wenden vermochte!

UM dem eigen lernen loffiiim de. Liebenden datteritz Wenger soeben do, Nichtige geahnt. Diel- wart von -ch. i;,r begann lich In die Baronesse zu verlieben. 3um erstenmal butte er den Betz ihre, Sachen, ans sich wirken lallen. Und nun zwang ihn dn weiter vibrierende, Gefühl die Situation einiger unl*oba<h:«t<r Momente zu nützen.

Wallt noch nicht wieder am yiunpnidw eingenommen, nnd do lich gerade letzt der erste klare So enslnch! de, Wintertagr» hin- durchrang und breit in, Fenster bernnl.igN. rtl'e Melichne auf den Blumenstor au, der Blumenkrippe V* un& kies. .Sehenie nur. Herr von Schätzer, tvie entzückend die Sonne aus all den rosa Alpen­veilchen liegt!"

9« wenigen Schritten liond er neben ihr. wähnend iif sich entzückt über do» leudnenb Wetwrr der ^'"wen und die zarten grünen Konken der Alpor- gvra beugte. 3um Suck,ck' Do hatte er denn bi, legt |fine Augen gehabt' So manchesmal war er (ban seit Mit und lag in diese» Aau, gekommen al, Freund Nai»moi,d» und hatte Io wenig aus leine PtwtniM lange Schwester geodXrt! «Urrbzna». sie immer wenig sehen kilWn wenn er ju kur- J*ttHu Am bie au, chktetzkich Bagmond galten, her- fant. Dann war sie langer, 3tlt auerodn, tn fton goweien. Aber i.ptf

. J***& goM oben gestehen

bub mich rnein Deg heute in tzr Hau» »wch zu Ihnen geführt hol' vV auch zu kirnen' E» beule mein Dank an Sw und 2h:en Bruder tür die Kettung und all die Hille sein, bi. Sie mir neulich bei der Befahr de, Ertrinken» zutett werden Heften'3

Sie nxinötr ihm den Bück za. Ein Schonen d- über tbre lebbatlrn au^nickeva len ,x Ne

RHbcrioregelten . ^e'.,-7d»n/*.

len vie Augenblicke wieder vor ihr . r

fle. den Kopf erschöpft vor ffrregtma > 5;

wurde Fstr guw Ätmgett- uN» fmrgtt

die gesamre Äa^Oe ber

Feuerwehr unter ihrem Kaprvmeister Philipp Sommer.

ri. Aieder-B es singen. 2. 3an. Am kg- ten Tag des alten Jahres wurde h?er unter dem Ehrrngeleite des Krieaervereins d« La^wrrt Heinrich Schröder III. zu Grabe gebracht. Der Enttchlafene. ein alter Uder, war einer der wenigen noch lebenden Witbegrünk^r unteres Knegerverttns dem er Ml dem 18. August 1874 als aktives Mitglied onaehörre. - Das ver­gangene Jahr war bei un* regiert von der >ahl acht acht Tauten, acht Trauungen und acht Beerdigungen sanden statt. Die entspre­chenden zahlen des vorigen Jahres 1926 waren: zehn, sechs, sieben. Äonirmiert wurden 1927 fünf Kinder (im Borjahr elf).

(- ) Long-DönS. 2. Ian. Wenn unser Turnverein zu einer Veranstaltung einläbt, dann ist da» immer ein Sreigni«. Auch büsseS Mal war die Turnhalle bi» zum letzten Platz gefüllt, als am Sonntag die Turner ihr Win­terfest abhielken. Aach einer kurzen Begrü- stungsantprache des Ehrenvorsitzenden Wilhelm D e r n begannen die Darbietungen unter Mit­wirkung de» hiesigen Mufikvereins (Leiter Tiriaent Müller). In rascher Folge wickelte 'Ich oa» Programm ab Die Turner zeigten be- ionder» schöne lebende Bilder. Dann folgten Vorführungen am Pferd und Barren. (Jugend- nege ) Später führten einige Turner tadellose Stabübungen vor. Ein Theaterstück (.Ehrist- rolen") fehlte auch nicht und fand reichen Bei- all. Dem Shrenvoriitzenden wurde vom l.Dor- 'itzenden Heller eine Urkunde überreicht und der Dank für feine lanajahrigen Verdienste, die er sich für die Tumsache erworben hatte, auS- gelprocl)en.

-h- Lang - Vöns, 2. Ion. Dem Beispiel an­derer Demeinden folgend hat nun auch unsere Schule einen Bildwerfer (Epidiaskop) ange- ichaftt Am nächsten SamStag sott in der Turn­halle ein UnterhaltungSabend der ersten Klaffe 'intttinden. Dabei wird der neue Apparat vor- geführt werden. \

Mrcio Friedberg.

/> Bad-Aauheim, 1. Ian. Linen schönen und erfreulichen Iahresabschlub hat unser Bad zu vcrzcichnen. Mit 39 279 Kurgästen, do» lind 5933 mehr als 1926, erreichte es die Höchstfrequenz seit seinem Bestien, wenn man von der Besucherzahl 40128 deS Kriegs- jahrc» 1913 abliegt, in der aber 8217 Militur- kuraäfte enlhalten find. Unter den Kuraüftetr deS IohrcS 192V befanden sich 5 8 4 1 Ausländer, da- sind 1293 mehr als im Jahre 1926. Auch die <jahl der insgesamt abgegebenen Bäder srund 415 500) übertrifft die des Vorjahres. Augenblicklich ist die AnwesetcheilSzifser der Kurgäste gering, da die meisten Heime vorüber­gehend geschlossen haben.

KrciS Sdiottcn.

Q Laubach, 2. Jan. Kestern abend hielt der hiesige (£ l o c r e I n (Vorsitzender Studienrat Dr. H u i n < r) aus dem Obersee ein prschtigcs Ei » - f e st ab mit Lampionbeleuchtung, Konzert, Wirt- |d)aft,betrieb uiw Die Eisbahn war durch An­wendung der Eisspritze tadellos hergerichtet mor­den. Ende der vergangenen Woche wurde auf der hiesigen Gemeindejagd eine Treibjagd ab- gehalten, auf der 2 F ü ch s e und 10 Hasen zur otreefe kamen. In den gräflichen Waldun­gen wurde Ende der vergangenen Woche eine Hirschkuh und ein Kalb zur Strecke ge- bracht

D c d e r n , 2. Ian. Kirchliche Stati­st' k 1 92 7: Im Jahre 1927 fanden hier statt: 43 Taufen (1926:40). 13 Trauungen (1926:18) und 22 Beerdigungen f 1926.26). Konfirmiert wurden 29 Kinder (1926 411. Am heiligen Abend­mahl nahmen UU 1069 Personen gegen 1153 im Borjahr. Die Gesamtzahl der G-tteSdienst^ belucher betrug 18222 Er.rachsene (8576 Männ r. 9646 Frauen) und 6729 Kinder (3282 Knaben. 3M7 Mädchen). Oesfentljche Gottesdienste mit Sinschlust der Christenlehren und Kindergvtte»- dienste fanden 96 statt, dazu noch 11 Bibelskunden.

Kreis AlSfcld.

er. Homberg o. d. Ohm. 2. 3an. Ain Beu- jahrSiage veranstaltete der noch iugendliche Orgel­virtuose Kurl Borge - au» Leipzig hier eine Abendmusik (Kirchenkonzert). Während et bei seinem ersten hiesigen Auftreten viele eigene

' chnt, draußen auf dem Gang zitternd den Ausgang des Kampfes zwischen Tod und Leben drinnen im Zimmer abgenxirket hatte.

. 0. Herr von Echölzer, wir taten doch gnn; Selbst« verständliches! Aber jener Abend war entsetzlich! Ich kann Ihnen nicht beschreiben. In welcher Stirn- N'ung ich zmn 2lr;t peiohren bin. Und bann noch- her auf dem (Bang zu Ihrem Zimmer wartete, ob mein ®ruber mir die Nachricht non Ihrer Rettung bringen könnte oder nicht!"

Auch ihm flieg die (frinnerung an diese, (frtrtni, deutlich vor die Augen. Als er damals wieder zu sich kam. al, langsam, langsam der Nebel um ,hn ring, sich wieder zu teilen begann, halte er Muhe gehabt, sich aus alle, zu Minnen Er hatte sich mir Nnymond zu we-i vom Schtostweiher au, auf die verzweigten Nebenarme des Nheins hinau,. gewagt. An einer Stelle, an der ihnen die (»Mattheit be, Elfe, wunderbar gut zugefagt. war Naymond eingebrochen. Da er unmittelbar neben ihm lief, fonnte er ,hm zu f)ilfe erten. Mit starker Krall brachte er den prtunb hoch um tkum. al, kaum d«r andere wieder auf den Eisschollen stand ieibfi emiubrechen und grotzer Schnelligkeit unterju. nnwn. da alle Ei^tücke nach denen er gnrifen moUte mit bredtenber Zunder nachgaden und hembknickren.

hatte < sich wie ein öumpfer ichwer.r Schlag über ihn gefhiru , ibn in tiesste schwarze Nacht gehülltbi, er lich in einer ihm völlig unbekannten Umgebung wiederg.-'unden' ®w »ur er nur in bieie, Zimmer gekommen^ Er war doch nicht Plötz, lich in eine» der ironzdstichen Nokokoichlosier au, der Uiiigedung von Pan, entrückt worden'» Ein gerofher Betthimmel In erbtwrrforbiflem weichem Kalchnur über dem j_.-hr breiten Vager? Die weihen Wände

al, lirei, mit aolbenm Arabesken und Win. re'cktwunqenei, Schnörkeln er ziert Da, ganze

6meirolemfnt in Hellem Stefofo gehalten. Ader r<T OT feinem Bette, ihm zu Hauplen. iunb ' ^oomvnd Uber ihn geneigt! kU erkannte er »hnl Der (Bule, mit einem Buck von unenb- IW?, noch wrSG'-cirr. kaum gtaudkchrr Ire adel Urb öami. em wenig Ipärtr al, er ieaHiti

A? all ms blich immer »ehr »rfterm Boden »«eb<r *®enn ast pl-tzlicki Mr ethnxOer non 3U«monb neom itz-n. u-* tiektzar nebew ibm' IVnn h, ' V:nd mite» V >r;b hmMir.

aen "»ryüan unter dir Estz

KvmpoKrirmen zu Mfrr brachte, gab er diesmal Werke bedeutender Meister. Vie J. 6. Bach, Ioh. Bic. Han". Mar Aeger und 2lnt Bruckner. Bvn Mtmeister Tit) spielte er einige E-oral- bear bei hingen, von X Hanls eine solche über .Sine teste Bu-g". von M Arger eine Zuge in C^ur und von X Bruckner ein Präludium in ODur und eine Fuge tn D-OHoU (Srstaui. führung' Herr Barges beherrschte das Instru­ment vollkommen. 9t zeigte lich sowohl in der Technik, als auch tn der manntgtachen Anwen­dung der verschiedenen Xegifter als Weister auf der Orgel, dem 'icher noch eine grosse Zukunft beschieden lein dürste. Die vortrefflichen Dar­bietungen hätten eine zahlreichere Zuhörerschar t>eri>ient.

Lol ms-Ilsdorf, 2. Ian. Der älteste Sl^nwohner unseres Ortes, Johanne» Theis, feiert am morgigen 3. Januar in seltener Rüstig­keit und im Bollb?'in seiner Körper- und Beistcs- fräfte feinen 89. Geburtstag.

Vükgermeistei-venammlung des Kreises Friedberg.

WSA. Friedberg, 2. Ian. In der letzten D ü r g e rm e i sterversa rn rnlung teS Ärci- (cs Friedberg, die unter dem Borsitz von KreiS- btrGebhardt ftattland, ref.r erte Regie- runc Pr TUcher vom Kreisamt Fried­berg i.bc das Gesetz betreffend d'.e Ai-belts- v c r ung und die ArbettSlosen- verl.Herung vom 16. Juki 1927. Gr wie« besonders darauf hin. dah die Bürgermeister berufen feien, neue Brücken zwischen den inner« lich verwandten Arbeitsgebieten dr» Arbetts- amtes und der kommunalen Sozialpolitik zu schlagen. Eingehend wurde auch über Die Tätig­keit der WohnungSfürsorgegefell- schaft berichtet und der Wunsch auS^prochen, dass sich recht Viele Gemeinden als Gesellschafter an dieser sozialen Organisation beteiligen. Als weiterer Punkt stand der Abschluss eines G.npfeh- lungSvertrageS für eine Begräbnis- und Sterbefallversicherung auf der Tages­ordnung. Der Borftand wurde beauftragt, wei­tere Verhandlungen zu führen. Schliesslich wurde noch die Erhebung einer Wanderlager- steuer für die in einzelnen Gemeinden umher- sahrenden Aulofilialen Frankfurter Firmen erörtert. Die Tagung schloss mit einer gemeinsamen Besichtigung des HeimatfilmS »Die goldene We.'terau mit Stadt und Kreis Fried­berg".

Starkenburg.

WSA. Darmstadt. 2. Jan. Gestern abend geriet in her Wohnung deS Ministerialrats Dörr durch Llnvorsichtigkeit der Shriftbaum in Brand, der rasch in Hellen Flammen stand. Das Feuer teilte fiti) verschiedenen brenn­baren Sachen und Gegenständen mit, so dass die Feuerwehr alarmiert wurde, die schnell m Tätigkeit trat und daS Feuer löschte. Ministerial­rat Dörr, der bis zum Gintreffen der Feuer­wehr trx Berluch un emahm, die Flammen zu löschen, verbrannte sich an den Händen und im Gesicht schwer, so dass er von de» Rettungswache nach hem Krankenhaus gebracht werden musste.

WSA. RicderliederSbach (Odenwald), 2. Jan. Beim ReujahrSschieven blieb einem 18jährigen Fabrikarbeiter eine Patrone im Revolver stecken Als sein Freund die Waffe prüfen wollte, entlud sich der Schuss und traf den Fabrikarbeiter ins Herz, fo dass der Tod auf der Stelle eintrat.

Rheinhessen.

LPD. Mainz, 2. Ian. Der Karneval­verein Mniiiz farm in diesem Jahre auf ein 90jähriges Bestehen zurückblicken. Die ersten diesjährrgen Kamevalvercmstaltun',en ha­ben bereits am RouiahrStage ftitlgcfunixn.

WLA. Mainz. 2. Ian. In der vergangenen Rächt, kurz nach 12 Uhr, wurde der Schaffner eines Strassenbahnwagen-, Dater von acht Kindern, in einer Kurve von der Platt­form geschleudert. Der Unglückliche, der erst einen Tag nach überstandener Krankheit wieder im Dienst war erlitt hierbei den L o d.

WSR. Weinolsheim. 2. Ian. AlS in der ReujahrSnacht der :nir«hendiener Karl B e 11- schenka in Weinolsheim in der Kirche da» neue 2 a h r eingeläutet hatte und sich aus dem Rückweg in seine Wohnung befand.

köstliches Aroma brr Kr.istbmiillon war ihm damp­fend entgegengkwcht. Ach. w:e holten die ersten Trop­fen der nlufsigkeik chn so bcl?h<nb. fo durchwärmend durchgluht! Sie hielt ihm die Tasse unter bie Lippen, mit einem Ausdruck von unendlich beforgten Mit- gefühb und jehnsücht.qen Helsens Und Naymonb hielt ihn etwa, aufgerichtet in feinen Armen, um leichter trinken tu können.

Damals in jenen Augenblicken hatte er Melu­sine zum erstenmal mit wachen Lugcn angesehen. Und durch ihre Hilfsbereitschaft voll köstlicher weib­licher Haltung tixn fie ihm mit einem Schlage näher gerückt.

,.E» wird mir fchwcr. Ihnen ganz in Dorten ouszzchrücken. weichen tiefen Dank Ich auch für 6;e empfinde. Baroneffe! Ich weih letzt, dass es damals «ehr schlimm um mich stand, «ui dec. Mester» schneide. Denn 9lürynon0 nach nicht mit eigener Gefahr lyerau,gezogen hätte, wenn nicht auch Sie durch die fdjneUe Fahn zum Arzt mir geholfen hat- ten, wer weiss wie es ausgegangen roäre! Ich mochte Ihnen deswegen in dreier Stunde von gan­zem Herzen danken.'

Sie streckte ihm unwillkürlich die Hand entgegen. E, war doch nur Selbfloeiftändtiches was wir toten", jagte fie abermals aber al, fie »hm ms Ke 'ich! iah, emvfanb tie mit dem Moment de, Her,- !chiage» ein Glück, ha, Glück, dass auch he ihn mit um Leben zu rück rufen konnte und ee ihr « langen war'

Mit einer impulsiven Bewegung zog er ihre Hand an feine Lippen. E, war mehr al, eine norm, «r hielt die^e wundervoll geformte weiche, und doch in ssch so feste Madchenband fekundenlang an feine Lip- P*n gepresst. Seine Vippen bnmrntn Und lein «lern 9'ng unter dem erregten Herrfchkag mühlom und schwer von dmpfinbtmgen.

Trvtzbem leg Mn Hauch von «u'dnnglichkeit ober nem ungk'chick!er flnmohur.g von ssaootter»rechten In feinem Benehmen! 6-.< hätte ha» gernhli btr.n fie brah ein Mn au»g,präate, Emp« ntzen für wirk- "chE Perm hm bett und die «reiyn. in her üch auch ble t^nper^men»vollste tVrdtrung ein,, »,votier, 1° hokßm baue Deswegen Hieb ein warmer len po "bwun-ender. innerer f*armonie ihnen

he ft eben In Hel em Augenblick wussss--' he hibe e» snt einem 9chtoge (A-.f-.ixnni.Dr, Ik bibber orwinonber aru -eraegange» mn-r fon-.'en >>e - r iHe wetze weetzen.

wurde er plötzlich meuchlings von hinten an gefallen und durch einen Mess erstich in her. Rücken fchw er verletzt DaS Meuter drang in die Lunge ein; der Verletzte muhte Io- fort in da» Krankenhaus in Manu überartühr: iDerbxm. Der Täter ein Dienstknecht in Weinolsheim, der mit dem Verletzten ver­feindet ist wurde noch m der Rächt ver­haftet und dem Amtsgericht ^ugelührt.

Preußen.

Are io Wetzlar.

WSR. Weylar. 2. Ian. Ja der Silvester­nacht gerieten in WaldgirmeS bei Wetzlar einige junge Burschen in Streit. Dabei er­hielt einer von ihnen einen Messerstich in die Seite, der eine Lunaenverletzung zur Folge hatte. Der Gestochene brach zufammen: sein Befinden Jt ernst. In Raunheim bei Dchlar erhielt der Gastwirt ßenbenfelb, der als völlig Unbeteiligter in einen Stre t ver­wickelt wurde, einen Messerstich In den Kops, so dah er in daS Krankenhaus nach Wetzlar ein- geliesert werden muhte. In Atzbach (Kre.s Wetzlar» führte die Schiesserei in der Sil­vesternacht zu vertchiedenen Berletzungen. ein junger Bursche verlor einen Finger, e.n anderer trug schwere Brandwunden Im Gesicht davon.

Areid Limburg.

Lpd. Montabaur. 2. Ian. (TU.) In der dicht belebten Bahnhofstrasse wurde abends ci.t frecher Raubüberfall verübt. Gine zum Bahnhof gehende Marktfrau wurde von einem etwa zwanzigjährigen Burschen hinter­rücks angefallen und zu Boden gefchlagen. Ter Räuber entriss der Frau die Handtasche, die die gesamte Tageseinnahme enthielt, und ging flüchtig. Rach kurzer Zeit verlor er aber die Tasche w.eder, ohne dass es ihm gelungen war, sie zu öffnen.

Alrei# rSesterbnrg.

WSR. Westerburg, 2. Ian. In der '2teu- jahrSnacht ereignete sich in Kölbingen ein tödlicher Unfall Zwei Freunde, der 21jährige Steinbrucharbeiter Ignaz Kaiser von Kclbingcn und der gleichaltrige Handelsschüler Heinrich Baum auS Drantscheid waren mit mehreren andern jungen Burschen auf dem Wege nach dem benachbarten Drantscheid, um dort Reujahr zu feiern. Kaifer schoss viermal mit einem Revolver in die Luft, der fünfte Schuss ging jedoch in der Rähe beS Dorfes fehl und traf dem neben Kaiser Ziehenden Baum in die Lunge, fo dass dieser sofort tot zufannnen- brach Der unglückliche Schütze wurde durch Landjäger festgenommen, am andern Tage je­doch vorn Arnksgericht Wallmerod wieder frei- gelassen, da kein Fluchtverdacht vor liegt.

LbcrlahnkreiS.

WSR. Weilburg. 2. Ian. Hier erschoss sich ein 56 Jahre alter Installateur mit einem Infanlcriegewchr. Sr sollte sich vor Ge­richt wegen eine» Vergeh ns gegen 5 176 stellen; dieser Ausforderung leist t<? er jedoch keine Folge Da der Mann schon fett zwei Tagen von der Rachbarschaft nickst gJefcn worden war. stellte die Polizei Rachforschimgen an. Das H^u» war verschlossen und muhte gewaltsam geöffnet wer­den. Bei dem Gindringen der Poliz«', krachte ein Schuss und man fand den Mann tot vor

Kirche und Schule.

Seffen- Volks- und »obere Schulen 1927.

WSR. Die Zahl der öffenrllchen Do'.ksfchulen betrug nach dem Stande vom 1. Mai 1927: 1015 mit 3822 S^lTalfen. 3035 Lehrern. 190 Lehre­rinnen. 204 hauptamtlichen Handaro.it-- und kechnischen Lehrerinnen. 147 627 S >uUind r i Rcu in das erste Schuljahr etng-Irrten lind 27 200 Gchulrckruten. Die durchschnittliche 5Naif.n- zifser betrug im Bert chtsjadr 39. di- höchste Klassenstärke 90 und die nieberft * 5 Schüler dzw. Schülerinnen. Sonderklassen gab es an öfsent- lichen Volksschulen: 53 Hilf-tla'sen, 98 Forder- llafsen. 3 Borklassen, 95 Klassen mit erweiterten Lehrplänen. An höheren Schulen gab es in Hessen 10 Gymnasien, 1 Prognmnalium, 3 Real­gymnasien. 17 Oberrealschulen, 16 Realschulen, 8 höhere Bürgerschulen. 3 höhere Btrgertchulen für Mädchen. 5 höhere Mädchenschulen 5 S'u- dienanstalten und 4 Aufbauschulen.

lzer ober drängte der ju­gendliche Schneid eine» jeurigrn Temperaments, erne aufflammende Sehnsucht nach Eroberung, die ühmft dies5« Augenblicks zu nutzen. Si« sollte ihm irgetch- eine Brücke für die kommenden Tage gewähren?

Baroneffe. Ich hörte eben, dass auch Sie mit Kay- monb da» Ballieft für die Armen Verwaltung besuchen werden. Auch ich bin alljährtich ein Skammgaft auf diesen Festen, (ürroift werden Sie sehr viele mt» ihrem Bekanntenkreise an jenem Abend dort treffen. Vielleicht bin Ich ein wenig unbescheiden, wenn ich Sie schon heute bitte, ob Sie an jenem Abend rinen Tanz für mich übrig haben werden. Einen Tanz obrr auch ein wenig Zeit zum Plaudern, wenn man so durch die oerschisdenen Säte prome­niert?"

Melusine dachte an ihr Versprechen, da» fie Fritz vorhin geoeben hatte ..Beim Umzua. der 'ontel ich weiss den Messtiabend eröffnen soll, erh# ich mit 8ritz Wenger. WeK ich dl» Bauernmädel komm und er als Bauem.bursch. Ader." |k fann für Sekunden mit weiblicher Lift heunttch schnell noch einer guten Gelegenheit, um sich diesen eleganten langen Tänzer zu sichern, der sie durch feine Lie­benswürdigkeit. feine elegante Sicherheit jo entzückte. ..aber vielleicht zmn Tischwalz-r' Hm?"

Er griff schnell den Vonchtag auf . Einen etaenk lichen Tischwoizer, wie er auf den Ballen unserer (tzeeU'chllft»kvene üblich ist, axrb es kaum geben. E» ist >a ein ungezwungene, 8est! Dg speist |eder. wann und me lange und wie oft. wie er an dem Abend will. Aber wir könnten ja verabreden, dass wir beide gemeinsam speisen wollen? Nicht roabr, Baro nefle? Do sie erfreut und lächelnd nickte, fuhr er immer mutiger werdend, fort: , Ich werbe mich gleich beim U-nzug nach Ihnen um^ben. Baroneste? Da Sie ja toftümi<Ti. aber nicht maskiert kommen, werde ich i e bald gefunden haben

. Und Sie?"

.Lch martierr mich nie ouf diesen Festen! viele tun f, ja. um wie man hier sagt zu Intriglf-

und andere Leute schikanieren zu kwmen. Ich komme al, Pigueur. Sie kerrnen den Anzug sicher, »ratt der Trupp Jäger an Sankt Hubertus von den -chmpeljagden wieher in die Stadt zieht. Haben Sie b:nn einmal auf Herren in feuerroten Frack, mi- '»a dknöpfen schwarzen Stulpenstiefeln, weissen L. ederbeinttewero und i.i*n>arriamtner Schirm- muge -eochttt?" (.lortfrftung folgt.)