Turnen, Sport und Spiet.
Max Schwarze t-
TU Deutsche Tumerschaft Hal gleich -u De- gtro befc neuen Jahres einen schweren Verlust zu beflogen Ihr Oberrurntoart Studienrat Max Schwarze-DreSden ist nach langer schwerer Krankh«it.»vvn der er bereit» genesen schien, plLhKch am Morgen des 2. Januar gestorben. Die D L. verliert in War Schwarze einen ihrer fMigfun Kopse.
Die GeduttsstStte des verstorbenen Oberturn- warts der D L.. Studienrat Mar Schwarze, war Vlochvih bei Dresden. 2m 22. Februar Hütte Lchwaye fein M. Lebensjahr vollenden können. Schon als Dierund-wanziaiahriger wurde er 1896 zum Gauturnwart. und 1912 tum Kreisspielvar r dcS Kreises XIV im Freistaat Sachsen gewählt. Der* Deutsche Turntag in Cdurt wüdue ihn zum Münnerturnwart der D. T. Schwarze vertrat die Interessen der D.T. im Deutschen ReichSauSschuh für Leibesübungen, sowie im Kamptzpiel-AuSfchuh und im Olympischen AuSlchuh. Für fein verdienstvolle- Wirken wurde der Verstorbene zum Ehrenmitglied des 2TV. Plauen und des Verein- Deutsche Tuenpresse, sowie zum Ehrengauturnwort deS Mittelerzgebirgekreises ernannt. Die Deutsche Turnerliteratur verdankt Schwarze austerordent- liche Vereicherung. D.e von ihm herausgegebenen Vücher: ..Das Buch der Deutschen Turnerfchasl". ..Das Kampsrichterbuch der D. T", „Deutsche LetLeMbunaen". „Veuzeitliche Forderungen an das FrelübungSturnen , „Deutsches Geräteturnen^. „Das Kinderturnen im Turnverein" u. a. m. atmeten den Geist eines Turnersührers. der ständig bemüht war, da- Turnen in neuzeitliche und freiere Vahnen zu lenken. Diese Gedanken waren auch das Leitmotiv in der von ihm heraus- flegebenen Zeitschrift ..Leben und Lehre", und oes von ihm redigierten „Iahn-KalenderS".
Sie süddeutschen Zuhbatt-MeisterschaflSspiele.
In der Meisterfchaftsrunde spielte am Sonntag Sp. vgg. Furth auf eigenem Platze gegen Karlsruher F. B. nur ein knappes 1:0 heraus. Die Frankfurter „Eintracht" enttäuschte Sorf und liest sich von „Bayern" München :2 schlagen Dagegen bestätigte „Wormatia" Worms ihre gute Form vom vergangenen Sonntag durch einen knappen, aber sicheren Sieg über Stuttgarter Kickers mit 3:2 Toren.
Auch in der Runde der Zweiten gab es nur knappe Resultate. 1 860 München besiegte Union Böcklngey 1:0, während Sp. T. Frei« bürg gegen Wacker München 1:1 unentschieden spielte. Borussia Neunkirchen unterlag dem F Sp B Frankfurt auch nur mit einem Tore Unterschied, nämlich mit 2:3, während Phö» n i x K arlsruhe vom 1 F. d Nürnberg 1:3 geschlagen wurde. Keines der genannten Spiel- ergebnisse kann man als Ueberraschung bezeichnen. Bon rückständigen Derbandsspielen ermittelte am Sonntag die Kruppe Nordbayern ihren zweiten Abstiegskandidaten in F. Sp. D. Nürnberg, der gegen Bayern 5> o f 0:3 unterlag. Das Entscheidungsspiel der Kruppe Württemberg zwischen dem D. f. B Stuttgart und dem Stuttgarter Sp. E um die Teilnahmeberechtigung an der Trostrunde gewann V. f. B Stuttgart mit 4 0 überraschend hoch
Die Kruppe Main hatte zwei Spiele auf dem Programm, von denen B. f. R Offenbach gegen Kicker» Offenbach ausfiel 1. F. C 1893 Hanau gegen Rot - Weih endete 1:1 unentschieden.
Tie Kruppe Rhein ermittelte burrfi das 0 0 de» B s R. Mannheim gegen Sp. D. 99 n f b b n f ihren Kruppenme'ster in Sp. B Wald- Hof. D. s L Neckarau gegen Sp. Bgg. Sanb- hofen 4:1. F. 11. Speyer gegen Germanin Friebrichsfeld 3:2 Phönix Mannheim gegen Pfalz Ludwigshafen 0:5. Dies alles Ergebnisse, wie sie den Erwartungen entsprechen. Ueberroschend wirkt dagegen das 3:2 von Linden- Hos 08 Mannheim gegen 1903 Ludwigshafen.
Kruppe Hessen Sp. Bgg Arbellgen gegen Svorigem §-chsk 1:2. Germania Wiesbaden gegen I. €. V. 05 Main; 0:3.
V. f. B.
D. f. D. Liga — 03. f. 03. Weidenau 1:1.
Seit Monaten wieder einmal eine ansprechende Leistung der V.f.D.-Ligamannschaft. durch die sich die bisherigen Bedenken gegen weitere Spielabschlüsse als ungerechtfertigt erwiesen haben. Wemi das Spiel der Els auch noch nicht restlos befriedigte, so entschuldigte dafür die bisher so stark mangelnde Einigkeit und ein recht
auteS Sich-Derstehev. der einzelnen Spieler, sowie di« Auh«, mit der sie ihr gerade nicht sehr leichtes Penlum erledigte. Dast unter diesen Umständen auch die spott.iche Gesamtleistung auf einem bedeutend höheren Niveau stand, als di« der bisherigen Spiele, in denen die Monnlchaft durch gegenseitiges Kritisieren ihr« Kampfkraft selbst schwächte, erscheint nur naiürltch. Desouders der Sturm zeigte unter der Führung des neuen Mittelstürmer» Kappert tm Gegensatz zu früher ein recht flüssiges Spiel, lieh jedoch immer noch den erfolgbringenden Terschuh vermissen. Vei besserer Ausnutzung der herauSgearbeiteten Chancen durch die Angriff-reih« hätte es sogar ju einem Sieg der Platzmannschaft reichen können, für die schon das unentschiedene 1:1 in Anbetracht der anlehnlichen Spiclltärke der Gäste, die aller Voraussicht nach noch den dritten Tabellenplatz ihres VezirkS erobern werden, ein gute- Resultat darstellt. Der Spielverlauf war durch den ständigen Wechsel der Situationen und des von beiden Parteien forcierten Tempos von Anfang bis Ende recht spannend. Weidenau sand sich zuerst und brä.igte kurze Zeit beängstigend. Dald jedoch machte sich V. f.V. frei und ging seinerseits zum Angriff über, äleberraschcnd schnell siel denn auch das Führungstor für Gie- hen. Dur wenige Minuten späte» schon glich Weidenau durch taktischen Fehler eines ®iebener Läufers aus. DiS zur Pause hatten beide Mannschaften gleichviel vom Spiel. Während der zweiten Halbzeit war V. f. V. bis auf eine kurze Schwächeperiode eine Kleinigkeit besser als die Gäste. Beiderseits wurde energisch, aber stets sehr fair um den Sieg gekämpst. ohne dast die eine ober aridere Partei noch zu einem Erfolg gekommen wär«. Die Leitung des Treffens lag in den bewährten Händen deS Schiedsrichters Zut t 1900 Dietzen, der wie gewohnt korrekt und sicher amtierte.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
v. Die erste Futzballbegegnung im neuen Jahre war für die Blauweihen eine einzigartige Enttäuschung. Die Ligamannschaft unterlag den Marburger Germanen 10:1! (Halbzeit (3:0.) Rechnete man im Lager 1900s mit 2 bis 3 Ersatzleuten beim Spielabschlutz. so waren eS bis zum Spielbeginn deren 6 geworden. Darunter litt natürlich das Verständnis in den Reihen der Gietzener. Besonders im Sturm mangelte es an einheitlichen Aktionen. Dach dem Wechsel baute bei (Sieben fast alles ab, während ,Germania" immer lebhafter wurde. Vei aus- geglichenem Spiel in der ersten Halste kam .Germania" bei schnellen Durchbrüchen zu drei leichten Toren, infolge schwacher Momente in 1900s Abwehr. Dabei zog sich der gute rechte Verteidiger Dietzens eine Verletzung zu, die ihn zum Ausscheiden Zwang. Dadurch war 1900 stark benachteiligt, denn in der Folge fiel die gesamte linke Sturmseite aus. wodurch die Aktionen der restlichen drei Ersanstürmer verpufften. Marburg bekam nach dem Wechsel Oberwasser. Dem verstärkten Druck waren die (Siebener auf die Dauer nicht gewachsen, insbesondere da.Germania" über die gröbere Schnelligkeit verfügte. Tore konnten dabei nicht ausbletben, und es fielen deren auch noch fieben, wovon jedoch die Hälfte leichtfinnig verschuldet wurde. Zum Echlutz kam 1900 durch Verwandeln cincfc Handelfmeters zum Ehrentor, nachdem ein in der ersten Hälfte erzielter schöner Treffer wegen angeblichem Abseits nicht gegeben wurde. Der Schiedsrichter, ein Herr von Marbach, leitete zur beiderseitigen Zufriedenheit. Das Spiel war äuberft fair.
Die verstärkte 3a-Mannschaft konnte gegen die 1. Elf Grotzen-Vusecks ein. Unentschieden (4:4) erzielen, obwohl die (Siebener nur 8 (später 9) Spieler zur Stelle hatten. Auch der Gastgeber hatte mehrfachen Ersah in seinen Deihen.
Zußball-Länderkampf Italien — Schweiz 3:2 (1:1).
Arn Neujahrstage fand in Genua vor ungefähr 15 000 Zuschauern das Länder-Fußballspiel Italien gegen die Schweiz statt, weiches zugunsten der Italiener mit 3:2 Toren entschieden wurde. Die Spielfläche war teilweise vereist.
Mercedes Gleitze erneut gestartet.
Aus Tanger wird gemeldet, datz die englische Schwimmerin Mercedes Gleitze am Montag einen neuen Versuch, die Meerenge von Gibraltar zu durchschwimmen, unternommen hat. Die Bedingungen für die kühne englische Schwimmerin sind diesmal sehr günstig, da bei saft völliger Windstille das Meer sehr ruhig ist.
Kunst und Wissenschaft.
Deutsche Gesellschaft für Züchtuuastun-e.
Kürzlich hr" die Deutsche Kesetlschast ü r Züchtungskunde, deren Mitglieberzahl etzl rund 3400 betragt, in Köttingen ihre Vorlands- und Ausschustsitzung ab L» wurde beschlossen, für wissenschaftliche ober praktische Der- dienste alljährlich eine goldene Medaille aur^ugeben, zu deren Entwurf vier hervorragende Künstler in Wettbewerb treten. Auch werben jährlich wieder Wanderoerfarnm.
Inna»« enb ein« hdwnbm ttMrttenp
für vererbungsforfchung gebildet Dietz soll sich indessen nicht auf Haustiergenetik beschränken, sondern auch in bestimmten Erkenntnissen der Eugenik der Menschen dienen. Vie Kesellschaft hasst bei den Arbeiten dieser Abteilung für Vererbung: sorschung auf Unterstützung von Seiten der Ministerien des Reiches und der einzelnen deutschen Länder. Schlietzlich wurde auch eine Arbeits- gemein schäft in die Dege geleitet, um ohne Zwang oder Bevormundung der einzelnen Instl tute gewisie Arbeit»- und irorfchungs plane ouszu stellen. Är.
Schach-(kcke.
Bearbeitet von W- Orbach
All« für di« Redaktion bestimmten Mitteilungen. Lösungen ufw. sind zu richten an die Schachredaktion des ..(Siebener Anzeigers'.
Problem Nr. 142.
Do» 3. Grats».
8
1
4
2
3
b
ß
li
h
a b c d e t g
Schwarz, e
Weitz.
Weitz zieht und setzt in drei Zügen matt. Weitz: 5 Steine. Kgl: De5; Sa3 c4; Be4/ Schwarz: 2 Steine. Kd3; Bd4.
Partie Nr. 94.
Die nachfolgende recht interessante KombinattonS- pattie wurde im StLdtewettkampf (Sieben gegen Mainz zu Frankfurt a. M gespielt.
3 ul« rt art er Öffnung.
Weiß: E. Davidmann, Main;
Schwarz: R. Dechstedt, Gi«tz«n
1. Sgl-f3 1. 67-b6
2. g2-g3 2. Lc8-b7
3. Lfl-g2 3. «7-c5
PositivnSgemätzer erscheint hier der Aufbau c6 usw., aber Schwarz wandelt seine eigenen
Wege.
4. 0-0 4. d7-d6
5. d2-d3 5. Sf8-d7
6. c2-c4 6. Sb8-d7
7. Sf3-el
Durch diesen übereilten Zug hätte Weitz beinahe in Verlegenheiten geraten tonnen; 7. Sc3 gefolgt von c4 nebst Sd2 sowie f4 eiyab «in aussichtsreiches Spiel. Der Punkt d5 ist durch den dritten schwarzen Zug schwach.
7..... 7. Lb7Xg2
8. Selxg2 8. h7-h5
Dieser Angriff kann recht gut geschehen, da der weihe Königsflügel durch den Läuferaustausch geschwächt ist.
9. (2-f4 9. h5-h4
10 Sbl-c3 10. h4xg3
11. h2xg3 11. Sd7-f6
Recht interessant gespielt, um den anderen Springer nach g4 spielen zu können.
12 e2 e4 12. Dd8-d7
13. f4-f5 13. Th8-h3
14. Kgl -f2 14. d6-d5?
Ein unnötiges Bauernopfer, durch 15.....
g6 nebst langer o — o — o und Tf8 hätte Schwarz ein vorzügliches Spiel erlangt, da der weitze König aus recht schwachen FÜtzen steht.
15. c4xd5 15. Le7 — c5-f-
16. Lcl-«3 16. Sgß-h6
17. Le3xc5 17. b0xc5
Warum nicht erst Shg4 -s-? Schwarz geht nun an der starken Mitte des Gegners zu Grunde
18. Sg2-e3 18 Th3-h24-
19. Kf2-gl 19. Th2xb2
20. Sc3-a4 '20. Tb2-b4
21. Sa4xc5
21. Dd7-b5
22. Dd1-c2
23. Se3xg4
24. Tfl-bl
25. Tblxto
26. Sc5-b3
27. Dc2-c5+
28. Sb3xc5
22. Sh6-g4
23. Sf6xg4
24. Ke8-«7
25. Db5xb4
26. Db4-b6+
27. Db6xc5 +
28 Ta8-h8
Auch Tb8 ist wegen 29. Sa6 aussichtslos.
wäre Weitz durch Kg5 matt-
42. Ke7-d6
43. Kd6-c5
44. Kc5-b5
45. Thl-dl
37.
38
39.
40.
41
42.
29. Th8-h2
30. Th2xi2
31. Ke7-f6
32. T«2-«l +
33 Tel-124-
34. Sg4-h2+ 35 Sh2-f34- 36. Ta2-<l-f- 37 Sf3 —d4 + 38 Tal-hl
39. Thl-h2-b 40. Th2-hl
41. Kf6-e7
Kdl-c2
Kc2-b2
Tc7-b7
Kb2-a3
Sc5-d7 +
Sd7xe5+
Sc5-a6 Tal -cl!
Tclxc7+
Safl-c5
33. Kgl--2
34. KC2-fl
Vach 34. Kh3 gesetzt worden.
35* k'fi-el
36. Kel-dl
Vach dem Verluste dieses Dauern bricht das zusaistmen.
schwarze Spiel rasch 42. ....
43. Se5-c4-H
44. Tb7-c7 +
45. d5-d6
29.
30.
31.
32
46 Kb5-b6
47. Sd4-b54-
48. Tdl -d2 +
46. Sc4-«5
47. Tc7-c4
48 Ka3-b2
49. Kb2-cl und Schwarz gab auf.
DaS Endspiel wurde vom Vachziehenden gut behandelt.
Lösung des Problems Vr. 139.
Don A. W. Galitzky.
1. Le4 - d3!, Kg4-f4 2 Ld8-h4 nebst matt durch 3. Lg3 oder Lg5 oder Td4. 1......h5-h4
2. Td8-d4-f usw. 1...... Kg4 - g3 2. Td6-d4 usw.
Richtige Losungen: Zum Problem Vr. 135 Vektor Kohler, LangSdors; zu 136 und 137 Prof Weihgerber, (Siehrn, au 136 und 137(jedoch unvollständig) Vektor Köhler. LangSdors; Dr. '-®eij* gerber, Grebenhain; zum Endspiel Vr. 41 Prof. Weihgerber, Dietzen.
Oie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom Vedaktionstisch.
Der Alltschuldlge.
Ludwig XIV. sah eine« Tages, wie in feinem Zimmer ein Mann auf einer Letter stand und sich an einer kostbaren Wanduhr zu schäften machte. Aus seine Frage antwortete der Wann, er sei der Uhrmacher und solle die älhr in Ordnung bringen, er müsse sie aber dazu mit- nehmen. Der König war gerade gut gelaunt und hielt die Leiter, damit der Mann besser hantieren tönnte. Einige Stunden später kam ein Hofbeamter eilig zum König und sagte ihm, datz eine wettvolle Wanduhr gestohlen worden fei. Jetzt ging dem König ein Licht auf, datz er einem Diebe geholfen habe, und er sagte zu dem Beamten: „Um Gottes willen, machen Sie keinen Lärm, ich bin sein Komplice." (Lust. Vl.)
Entfettungskuren im Winter ilnb von nant besonderem Wett, da der Körper In den Wintermonaien besonders zum Fettansatz neiat. Unter Rat tür alle korpulenten ober zur .Korpulenz veranlag en Leier und Leserinnen ift folqenber: 'Nehmen Sie morgen:- nüchtern, nach bem Mittag- essen und vor dem Lchtafenaefen icmellö 2 bis 3 Toluba-Kerne. Tiefe 51'rnc wirken iettzebrend und anfatzverbindernd und -sind fürs Herz unschädlich. Sie erhalten Tokuda-Kerne mit genauer Beschreibung über Wirkung, Zusammensetzung, deSgt. mit ärztlichen Urteilen in den Avo beten. 17899,1
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