Einzelbild herunterladen

Mein Inventur-Ausverkauf

beginnt Dienstag, den 3. Januar1928

Mäusburg 10.

Auf sämtliche nicht herabgesetzten Waren gebe ich

10 Prozent Rabatt

94a

Von den zurückgesetzten Waren sind als ganz besonders zu empfehlen:

1 Restposten Damenwesten..... 695

1 Restposten Kindermäntel..... 695

Nus der Provinzialhaoptfiadi.

feieren, den 3. Januar 1928

Oie 3ogb im Januar.

Denn dos alle Jahr sich feinem Ende zuneigt und Hortung, der gestrenge Herr, fein Regiment über- nimmt, l)ci^ das für aar manchen Jager: ^Iaad vorbei!' Und dos Ifl richtig für den. der in herb«, lichen Treibfogden und großen Hofenfchlachten fein weidmännische» Ideal frblidt. CLr blickt in den Jagd- kalender Schonzeit saft überall. Drum Hohn in Ruh. bis die -chnepfe wieder ftreicht ober der Bock gefegt hat und sich verfärbte Ihm gelten die Mahn- warte unsere* unvergeßlichen Iaperdichter» Her­mann Löns:

Da» Schießen allein machl den Jäger nicht aus, Wer weiter nichts kann, bleibe lieber zu Haus.

Doch wer sich ergötzet an Wild und an Wald. Auch wenn es nicht blitzet und wenn es nicht knallt. Und wer noch hinauszieht zur jagblofe* Zeil. Wenn Heide und Holz sind vereist und veilchneit.

Wenn mager die Aefung und bitter die Not Und hinter dem Hund einherfchleicht der Tod:

Und wer ihm bann wehret, ist Weidmann allein. Der Hege/, der Pfleger kann Jager nur fein.

Wer bloß um da» Schießen hinausging zur Jagd, Zum Weidmann hot er es niemal» gebracht "

Der Dezember hot uns starke Salle mit Schnee ge bracht. Wohl hat da» Wild noch kaum Not gelitten, da da» Glatteis nur ganz kurz an hielt. Allerdings wird aus Gebirgslagen Harfchfchnee mit allen feinen Folgen für unser schalenwild gemeldet. Auch am Jahresende herrschen 7roft und Kälte, steht der Winter mit seinen Gefahren für unfer Wild, die ihm vom Hunger und feinen zwei- und vierbeinigen Feinden drohen. Drum, Jäger, fei auf der Hut. fei ein Freund und Schützer deines Wilde» und hilf ihm. wo es nottut! Tu es aus dem Gefühl der Liebe -UM leidenden Her, tu es um deiner selbst willen Denn du wirst die Früchte ernten!

Rotwild und Damwild haben Schußzeit Der Abschuß füllte in der Hauptfache beendet fein, und die Sorge sollte vor ollem der Hege gelten Die Fütterungen werden mit Stuben, Eicheln. Kastanien. Heu aller Art, Tominombur u. ä. beschickt

Die Jagd auf Schwarzwild wird fortgesetzt und jeder Schnee -um Kreisen benutzt.

Da» Rehwild hot Schonzeit. Man füttere aus reichend, wenn e» notwendig wird. Wo Heidekraut im Revier oorkommt. lege man es frei. Weichhälzer werden gefällt und gern angenommen. Verkrustet der Schnee, so ist Ausfahren der Kruste mit dem -Schnee­pflug auf Schneisen zu empfehlen.

Der Hose hat Schonzeit. Mit Rücksicht auf den schlechten Ausfall der Hasenjagden an der Tatsache andern auch einzelne Reviere mit normalen Strecken nichts ist in Hessen in dankenswerter Weise auf den Wunsch der Iogdoereine hin die Schußzeit um 14 Tage gekürzt worden. E» ist besser, weniger Hasen au schießen und einen Bestand an bodenständigen ge­sunden Hosen ins neue Iagdjahr hinüinerzuführen, al» für teure» Geld mit ausländischen Hajenauf Aufrlschen" und neue Seuchen einzuschleppen ober er­loschene wieder aufleben zu lassen. Tritt Schneefall ein, so nimmt Lampe Rüben, Kohl und Zweige von Obstbäumen gern an. Unerlaubten Nachstellungen ist er bann ganz befonber» stark ausgesetzt. Wird ihm braußen keine Aefung geboten, so kommt er an und in die Dorfgärten, wo ihn Mondscheinschützen und Schlinge erwarten. Mehr denn je ist jetzt in der Notzeit eine scharfe Aufsicht geboten! Wird der Monat mild, bann erinnert sich Mümmelmann der großen Verluste, die der Herbst seiner Sippe bei­gebracht, und denkt an feine Pflicht, die Lücken wieder auszusüllen.

Das Rebhuhn und der Fasan sind weiter zu füttern, bas erstere nur, wenn die Witterung dazu zwingt. Bei dem Fasan dagegen soll hie Fütterung auch ein verstreichen des ügeuenerhast veranlagten Vogel» verhindern. Sie ist Fütterung und Kirrung zugleich Man schüttet.Heubodenadfälle, Hinterkorn, Mais, Sonnenblumensameii usw. Sehr wichtig ist dabei, daß Deckung und Fütterung zusammen­gehören. Rach diesem Grundsatz sind Die Schüttun­gen anzulegen.

Enten liegen auf Gräben, Flüssen und Tümpeln und Teichen Herrscht Frost, so bilden rasch fließende Stellen und große ftlüffe die Sammelpunkte, wo sie auf den Strich und Einfall geschossen werden

Wenn die Jagd auf unsere Hauptnuhwildarten ruht, reizt das Raubwild den Jäger. Der Fuchs beginnt zu ranzen. Mit dem scharfen (Erbhunb wer- den die Baue abgesucht, und wird her Rote ge- sprengt Bei Frost und Schnee verspricht die Hasen- quäke Ersolg Auch die Anlage eines Luderplatze» macht sich jetzt belohnt

Reuoerpochtungen stehen vor her Tur. Die Monate Januar und Februar haben dadurch für den Jagd- Pächter eine ganz besondere Bedeutung. Erfreulicher­weise brachten die Verpachtungen des letzten Jahres in verschiedenen Gemeinden zum erstenmal eine Ver­pachtung auf neun Jahre. Hoffentlich fetzt die richtige Erkenntnis, daß fechs Jahre zu kurz sind, um aus einer Jagd etwas zu machen, wie es die volkswirt­schaftlichen Interessen erfordern und e» auch der

wirtliche Weidmann will, sich weiterhin durch Und noch ein» muß hinzukommen. Richt fünf oder zehn Mark Mehrgebot darf allein über die Frage ent­scheiden, wer dic Jagd ausübea und gewissermaßen für die Grundbesitzer verwalten darf, sondern auch bu Persönlichkeit de» Bieter», von wieviel Jägern der letzten zehn Jahre kann man sagen: Wie ge­kommen, so zerronnen! Nur in der Hand eine» an- ständigen Pächters kann der Iagbeigentümer damit rechnen, baß ihm der vermögensbestandteil, ben die Jagd darstelU, erhalten bleibt Hubertus

Gictzencr Wochcnmarktpreise.

6» kosteten auf dem heutigen W^chemnartt: Butler 130 bis 150 Pfennig, Matte 30 bis 35. Ääfe (10 Stück, 60 bU 140. Wirsing 20. Weiß- kraut 15 bi» 20. Rotkraut 25 bis 30. gelbe Ruben 15. rote Rüben 15. Spinat 40. Hntertoblrabl 10 bis 12, Grünkohl 25. Rosenkohl 50 bi« 60, Feld­salat 150 bi« 200, Zwiebeln 25. Meerrettich 40 bl« 80. Schwarzwurzeln 40 bis 60. Kartoffeln 4.5 bis 5, Aepsel 12 bis 20. Dirnen 10 bi« 15, Hüffe 50 bis SO. Honig 45 bis 50. junge Hähne SO bi« 100, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 90 bis 110 pro Pfund: Gier 19 bis 22, Blumenkohl SO bis 140, Endivien 10 bis 30. Lauch 5 bi« 15, Rettich 10 bis 15. Sellerie 10 bis 50 Pfennig pro Stück.

L»ornonzen.

-- TageSkalender für Dienstag. Stadttheater: 7.30 Uhr .Rora" (Ende nach 10 Uhr). Allers-Bereinigung 1378 1928: 8 Uhr .Thüringer Hof" (Hanimstraße 7) Gründungs- Versammlung. Lichtspielhaus Dahnhvsstra >e .Die letzte Rachl'. Astoria-Llchtspiele. .Der Bezwinger der 1000 Gefahren".

D-6traben in Oberhessen Der hessische Minister des Innern veröffentlicht im .Hessischen Regierungsblatt" Rr. 19 das 3er- zeichms der O-Straßen (Durchgangs straßen) in Hessen. In unserer Provinz Oberbeffen gelten danach folgende Landstraßen al« D-6tra- fien: 1. Marburg- Gießen- Friedberg Dilbel Frankfurt und Offenbach. 2. Gießen Grünberg Ruppertenrod - Alsfeld Lauterbach- LandeS- grenze (Fulda). 3. Gießen -Lantesgren-c (Dillen­burg); Klein-Linden - Landesgrenze (Wetzlar). 4. Friedberg Landgrenze (Bad Homburg): Friedberg BerstadtHungen Grünt er g - Lon­dorf- Landesgrenze (Marburg-, 5. Friedberg- Rieder- Florstadt- Ranstadt Ri.'iaSchotten Kreuzung Straße 7Kreuzung Straße 10. 6. Alssäld Landesgrenze (Hersfeld): Alsfeld Londesgrenzc (Kirchhain). 7. Ruppertenrod Ulrichstein- Kreuzung Straße 5: Berstadt- Ridda. Ranstadt - SellerS. 3. Rieder-Florstadt- Assen- heim und Rieder-Wöllstadt - Helden bergen Landcsgrenze (Hanau): Landesgrenze (B^d Hom­burg)Ober-CschbachLandesZrenze (Frankfurt). 9. Lauterbach Schlitz- Landesarenze (Hersfeld). 10. Lauterbach - Älienschsirs Gedern Selters Büdingen- LandeSgrenze (Gelnhausen': Abzw i» gung Landesgrenze (Völzberg).

Evangelisch-kirchliche Rachrich- t e tl Durch die Kirchenregierung wurde Kanzlei­rat Karl Wahl zu Darmstadt auf sein Rach­suchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. Januar 1923, in den Ruhestand versetzt. Durch die Kirchen­regierung wurde dem Pfarrverwalter Hu^o Stutz zu Angersbach die evangelische Psarrstelle zu Kriegsheim. Dekanat Worms, übertragen.

* Ernannt wurde der hauptamtliche Fon- bilbungsschullehrer Heinrich Dem an der Fort­bildungsschule zu Gambach zum hauptamtlichen Fvrtbildungsschurlehrer an der Fortbildungsschule zu Butzbach und Umgegend.

2 ob n ft euer. Die Finanzämter Gießen, Butzbach, Grünberg und Hungen veröffentlichen im heutigen Anzeigenteil eine Bekanntmachung über die Einreichung von Belegen über den Steuerabzug vom Arbeitslohn für da« Kalender­jahr 1927 Bon den Arbeitgebern sind Lohnzettel nach vorgeschriebenem Muster für alle Arbeit­nehmer auszu sch reiben deren Arbeitslohn Im Kalenderjahr 1927 den Betrag von 9200 Mark überfliegen hat. Die Lohnzettel sind bis zum 31. Januar an das für den Arbeitnehmer zu­ständige Finanzamt einzureichen. Man beachte dir Bekanntmachung.

D. H. E. - T a g u n g e n. Am 7. und 3. Jan. findet ein Iung-DHE-Wintertreffen auf dem Hoherodskopf statt. Am 21. und 22. d. M. wird in Friedberg eine 2ung-DHT- Führertagung ab­gehalten, auf der man u. a. über die verschiedenen Auffassungen oder Hemmungen der Iung-BHC- Sache und über daS Dater-Dender-Heim beraten will.

* Glühlampen-Diebstahl. Der Poli­zeibericht meldet: In der Zeit vom 24. bis 26. Dezember wurde in den Lagerräumen der A S ®. ein Etnbruchsdiebttahl ausgeführt. Dabei wurden nachstehende Glühlampeir entwendet: 302 Glühlampen je 15-Watt-Derbrauch, 217 Glüh­lampen je 25-Watt-Derbrauch, 79 Glühlampen je 40-Watl-Derb rauch. Die gestohlenen Lampen. Marke Osram, sind für 120 und zum Seil für 220 Bolt verwendbar. Dor Ankauf wird hiermit dringend gewarnt. Außerdem wurden auch noch 130 Mark Dirgeld gestohlen. Personen, die hierzu

ausklärende Wahrnehmungen gemacht haben, wer­den gebeten, der Kriminalpolizei G.eßen Rach» richt yi geben. Diskretion wird zugLch.-rt.

*' Spül ermittelt Im Mai 192? wurde aus einer Drogerie in der Marttstraße ein Photo-Apparat gestohlen Als Täter wurde jetzt ein Jugendlicher ermittelt Der Apparat konnte am 31. Dezember sicherg-.-stellt werden.

e Auch eine Weihnachtsfeier. Am 25. Dezember kam eS zwischen Bewohnern der Wohnwagen .An der W rgaretenhütte" mehr­mals zu Schlägereien und S:orangen der öffent­lichen Ordnung und Sicherheit. ko daß die Be­amten des 2 Polizeireviers wtederholl eiw- schreiten mutzten.

GkSenll öer hiinoemöen Pöoel!

56601 öle Sogllete!

" Die Freiwillige Sanitätsko­lonne vom Roten Kreuz, Gießen, ver­anstaltete am Reujahrstage im Lokale deS ^Frank­furter HofeS" in engstem Kreise ihre Weihnachts­feier. Rachmittags 'and eine Kinder bescherung statt, wobei die Kinder mit kleinen Geschenken bedacht wurden. Dic Feier am Abend eröffnete der erste Dorsitzende Ober-Regierungsrat Dr. Hetz mit einigen Begrühungsworten. Kolonnen- führer Kratz überreichte sodann den Kameraden 6. Walkomesius, Gg Wahl und Franz Adam das vom Hessischen Landesverein vom Roten Kreuz für 25jährige Dienstzeit gestistete Ehrenzeichen, ferner im Auftrage des Kommissars der freiwilligen Krankenpflege bi? Auszeichnungs­borde für 15jährige Dienstzeit Kamerad Ober- Regierungsrat Dr. Heß und für 9jährige Dienst­zeit Kamerad L e tz u s. Die Darbietungen des Abends, die in sehr gelungener Weise von Mit­gliedern und Zreuitden dec Kolonne dargebracht wurden, gefielen allgemein und ernteten lebhaften Beifall. Die Besucher wurden angenehm über­rascht und verlebten einige schöne Stunden.

Bezirködirigententag in Schlitz.

Schlitz, 2. Jan. Die Zentralstelle für Volksbildung und Jugend pflege in Hessen veranstaltete im Einvernehmen mit dem Hessischen Sängerbund und dem ArbetterS ängerbund in den Tagen vom 27. bis 29. Dezember v. I. hier einen Bezirks- dtrigententag für Musikerzieher und Thor- meister Die Leitung log in den Händen des be­kannten Musil schriftsteller s und Thormeisters, Stu­dienrat Werls- Mainz.

Der MännerchorHarmonisches Kränz- ch e n", Schlitz, leitete die Tagung mit dem präch­tigen Mozartschcn ChorWeihe des Gesanges" stimmungsvoll ein, worauf Provinzialvorsitzender Gengnagel, Grünbera, die Veranstaltung im Namen der Zentralstelle für Volksbildung und der Sängerbünde eröffnete. Im Auftrage der Schlitzet Sänger entbot Studienassessor Rückert der statt­lichen Versammlung es waren über 40 Teil­nehmer herzlichen Willkommengruß.

Entsprechend der innigen Beziehungen zwischen Schul und 23crein»ge|ang trug die Taaung einen doppelten Charakter. Zunächst wurden Die Wege der Musikerziehung eingehend gewürdigt. Es gilt, wie der Kursleiter ausführte, neue Weae zu finden in der Musikerziehung. Wir können nicht dabei stehen bleiben, nur romantische Lieder zu fingen, während sich um uns herum eine andere Musik bildet. Es handelt sich in der hehrsten aller Künste nicht um die äußere Form, sondern um die Verinnerlichung der Kunst. Singen ist nicht eine rein technische Angelegenheit, sondern ein Hauptfaktor zur seelischen Beeinflussung. Im Mittelpunkte aller Musikerziehung muß die Ge- Hörbildung stehen. Cs ist dies eine alte Forderung. Schon im Anfang des 19. Jahrhunderts hat man versucht, die Kinder zu einer bewußten Tonoor- fteUung zu führen, um aus der Mechanisierung herauszukommen. Die letzten Jahrzehnte brachten in dieser R'chlung zwei weitere Methoden auf die­sem Gebiete: das Tonwortsystem von Fitz und die Tonika-Do-Lehre von Hundoegger Beide haben Vorzüge. Doch handelt es sich nach Ansicht de» Kursleiters bei beiden vielfach noch um äußere Dinge, die nicht ben Kern der Sache treffen, vor allem auf Stimmbildung nicht genügend Rücksicht nehmen. Wir müßen uns das ist das Wesent­liche auf unfern inneren Singapparat einstellen.

Zur Veranschaulichung dieser Grundsätze hatte Herr Wer16 eine kleine Schar Mainzer Volks- schiller mikgebracht, mit Denen er die praktische Einführung in d f e Gehörbildung, der Grundlage aller musikalischen Erziehung, überzeugend zeigte. Er bediente sich hierbei einer eigens von ihm in langjähriger praktischer Tätig­keit erprobter Silbenreihe mit absoluten Tonsilben, zu denen relative Handbewcgungen treten. Die Tonsilben haben den Vorzug, daß sie ganz auf ben menschlichen Stimmapparat eingestellt sind und in ber Reihenfolge ber Vokale entsprechend der zunehmenden Tonhöhe in ihrer Klangfarbe immer heller werden (u, o, a, e, i). (Es war er­

staunlich. eie die Kinder tu ber kurzen Zeit vom 15 Oktober an so weit gefördert waren, daß sie selbst schwierige Dur- und verminderte Moll Ak­korde nach Handzeichen und Silben abzusingen ver­mochten

Mu diesen Lehrproben Im SchuIge­tan g . der für die spätere Beteiligung am Ver- einsgesang vorzubereiten hat, wechselten die Hebungen im Männergejang mit ben Kursteilnehmern selbst Dazwischen führte Studien­rat Werl« in hochinteressanten, au» der reichen Fülle feine» Wilsen» geschöpften Vortragen tn die Voiksiiedkunde Im all gemeinen, in die Literatur de» Mannergesang, Im be­sonderen, sowie In Technik und PsychoIo- gie de» Dirigieren» In meisterhafter Welse ein. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Laut-. Stimm- und Tonbildung aewidmet Hier zeigte ber Kur»leitcr in praktischen Hebungen mit den Teil­nehmern selbst, wie außerordentlich wichtig und grundlegend diese Hebungen für den Schul und auch für den Mannergesang sind

Den Höhepunkt der ganzen Veranstaltung brachte ber britte Vormittag, an welchem ber Kursleiter bei Besprechung ber Männerchorlitera- tur de» 19 Jahrhundert» Im Hinblick auf die Im neuen Jahre ftattfmhenbc große Schubert- e b r u n g In ber alten Kaiferstadt an der Donau sich eingehend über die Person Schubert» und feine Werke, Insbesondere über seine Clebfd) ipfungen, verbreitete Der Vortragende verstand es in ausge­zeichneter Weise, die ganze, vollständig individua­listisch eingestellte Persönlichkeit de» großen Lieber­meisters mit ihrer tiefen Innerlichkeit auf die Teil­nehmer wirken zu lasten durch vollendeten Vor­trag feiner Hauptwerke der Vokalmusik, und ge­staltete so den Morgen zu einer wahren Feier­stunde. Der Rachmsttag brachte al» Fortsetzung die Besprechung der Männerchorliteratur von Men­delssohn bl» zur Gegenwart, wobei ben Chor­leitern wertvolle Ratschläge und Winke für Au»- wohl und Aufführung vv" Choren erteilt wurden. Ueberhaupi brachte jeder Toq eine Fülle non An. regungen für die praktische Arbeit. Mögen sie reiche Früchte tragen zum Segen für Schule und (Thor- verein! Zoll, Al»feld.

Vermischtes.

Brandstiftung Im Nieder-Schönhausener Schloß?

Gestern nacht entstand im Schloß tn Rieder- schönhausen in der Halle des Erdgeschoß einem unter der Treppe gelegenen Keller 4n Brand. ES brannten dort lagernde Bretter, die Holzteile der Türen und die darunterliegende hölzerne Treppe. Rach den bisherigen Ermitte­lungen ist eine fahrlässige Brandstiftung nicht wahrscheinlich, da da« Schloß unbewohnt ist und die dort zur Zeit beschäftigten Arbeiter bereits am 31. Dezember die Räume verfassen hatten, es dürste vielmehr vorsätzliche Brand­stiftung vorliegen, da einer der Türen offen stand.

Verkauf der Zugfplhbahn?

Wie derTiroler Anzeiger" meldet, steht der bis heriae Prüf ident ber Zugspitzbahn Aktiengesellschaft Dr. Stern zntt einem Äorrfortium wegen des B e r - kauf» der Zugspitzbahn tn Verhandlungen.

Wirbelsturm im Rifgebiet.

Das Gebiet nordöstlich von Melilla längs ber Küste wurde von einem Wirbelsturm helmgesucht. Es ist beträchtlicher Sachschaden angerichtet wor­den. Auch sollen mehrere Personen um» Leben ge­kommen sein.

Berliner Börse.

Berlin, 3. Jan. (WTB Funkspruch) Auch heute scheint trotz einer gewißen leichten Zurückhal­tung die freundliche Stimmung weiter anzuhalten. Geld ist weiter flüssig. Für Ablösungsschuld besteht weiter lebhafte» Interesse. Die Frankfurter Abend­kurse sind gut behauptet. Ablösungsschuld für Neu- besitz 17 v H., J.-G.-Farden 282,5 v H Am De­visenmarkt hört man Pari» gegen London mit 124,02, Mailand 92,40, Madrid 28,45 und London gegen Kabel mit 4,8825.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit ber Echriftleitung)

ID. £. B. Wenn unter ben 230 Versicherung »mar- len mindestens 100 Pflichtmarken enthalten sind, bann haben Sie die Worte,zeit erfüllt und damit die Anwartschaft auf Invalidenrente erworben. Db dic Marken aus 1909 bi» 1913 mit angeredynrt werden, läßt sich hier nicht sagen, da Sie Ihr Alter nicht an geben. An Rente elchalten Sie monatlich minde­stens 20 Mark, außerdem aber noch Steigerungs­sätze, die sich aus dem Werte der geklebten Marken errechnen.

Winterkur mr

Nervenkranke

and Nervös-BrschdpfH- SfcxUlkeraeeUll Hoti.eie In T anee 5« frank u-t e M. Pruspeki« durai Dr. M. .chulze - Kehleyei, Nervenarz-