Nr. 55 viertes Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gbrrheffen)8' eitag, 2. März X928
düng verantwortlich machen.
Unternehmungen e. V. mit dem Sih in Berlin zusammengeschlossen. Der neue Verband stellt die Svitzenorganisation der Bauindustrie dar, in der die meisten gröberen Bauunternchmungen Deutschlands vertreten sind. Durch die Zusammenfassung zu einem bruindustriellen Spi2en- verband wird einerseits zu einer Vereinfachung der Organisation beigetragen, andererseits erreicht, daß die Gemeinschaftsarbeit der bisher nebeneinander bestehenden Verbände auf eine wirtschaftliche Grundlage gestellt wird.
* Vom Röhrenverband. Nachdem der sonst saisonüblich ruhige Monat Januar infolge einer befürchteten Preiserhöhung im Inlands einen außergewöhnlich hohen Auftragseingang gebracht hatte, zeigte sich im Berichtsmonat Februar der zu erwartende Rückschlag. Das Geschäft blieb in allen Rohrsorten sehr still. Auf den Auslandmärkten war das Geschäft weiterhin unbefriedigend.
deutschen Kapüafbe ürfvl es ausge äugen, welches in der Industrie, in der Landwirt,chast und in großem Umfang? für den Wohnungsbau bestand, und hat deshalb nicht damit gerechnet, daß Auslandanleihen weit über das Maß der Reparationszahlungen hinaus Deutschland zuflies'en würden. Die Cntente-Politilec wollten, daß Kavital von Deutschland ihren Ländern zuströmen sollte. Die wirtschaftliche lRotwendigkeit war jedoch stärker, und der Kupstalstrom ging in entgegengesetzter Richtung. Die w'.rtscha tlichen Voraussetzungen für die Einfuhr von Auslandkapital waren inso ern vorhanden, als Den sch'and bei der herrschenden außerordentlichen Kapi alknapphcit mit fernen Raturreichtümern und vor allem mit seiner Dol.s- kra t eine lohnende Verwendung für das Auslandkapital darbot.
3n diesem Zusammenhang b:schäftigt sich Dassel auch mit der Frage der Sicherheit der deutschen Auslandanleihen, die er rein geschäftlich als außerordentiich gut h nslel t. Vom Gesichtspunkte dec deutschen Vrlkswirtfcha t aus glaubt er, daß die Sicherheitsfcage gan; ruhig den kontrahierenden Parteien überlassen werden könne, ja, daß man sich sogar davor hüten müsfe, zu einer mcrkanststststchen Ueoerwachung jeder einzelnen tolctscha st ichen Bewegung zurück u om- men, da die internationale Bewegungsfreiheit des Kepit'l; als grund'egende Vereussehung für das Wiedcraufblühen der We'tunrt cha t nicht ohne dringende Gründe eingeschränkt werden dürfe. In der gegenwärtigen deutschen Ausland- Verschuldung, auch der der deutschen Kommunen und Länder, sieht Cas el eine natürliche und durchaus gesunde Erscheinung. Di? handelspolitischen Bedenken gegen die Aufnahme von Auslandanleihen im Hinblick auf die Passivität der Handelsbilanz teilt er nicht, sondern sagt, daß das Kriterium einer wirklich Prodult ven Verwendung des e ngeführ- ten Auslandkapitals lediglich in der entsprechenden Vermehrung des deutschen Be'itzes an Real- kapital bestehe. Er seht sich damit in Gegensatz zu den Leuten, die als Gegner der Auslandanleihen den Vorbehalt machen, daß die mit Auslandanleihen gekou t n Rohwaren zu Produkten verarbeitet werden sollten, die spater exportiert werden können.
Mehr Beachtung verdienen nach Meinung Professor Cassels die handelspolitischen Bedenken, die mit Bezug auf die künftige Verzinsung undRückzahlung der Anleihen geltend gemocht werden. Es muß immer daran festgehaltrn werden, daß die Mittel, die die deutschen Schuldner zur Begleichung ihrer Verpflichtungen bereitstel'en, in W'rklichkeit in deutschen Waren bestehen, die zu Weltmarktpreisen verlauft werden. Wenn das Ausland der deutschen Ausfuhrvon Fertigfabrikaten fünfLig neue er^ebKHe Schwierigkeiten bereitet, so ist eine ernste Erschwerung der Zahlungen nicht von der Hand zu weisen.
Bei der Betrachtung dieser Frage kommt Cas'el auf das große wellwirtschaflliche Prob'em, des en Aufklärung gegenwärtig in der ganzen Welt ein Interesse allerersten Ranges bean'pruchen sollte, zu sprechen, ' wie überhaupt die wachsende internationale Verschuldung mit der immer fortgehenden Derschärlung der handelspolitischen Abschließuna b er Lander gegeneinander vereinbar sein könne. Die valutapolit'.schen Bedenken fallen nach Ansicht Cassels mit den handelspoliti'chen zusammen,
heute zum Stillstand; Daimler blieben nur knapp behauptet. Deutsche Anleihen still. Ausländer saft geschäftslos. Im Freioerkehr bestand für Russen weiter Interesse. Im weiteren Verlaufe, als der kprozentig« Dividen-denvorschlag des Stahltrustes bekannt wurde, blieb die Stimmung freundlich. Stahlverein und Phönix blieben gefragt und weiter geringfügig erhöht. Licht Lc Kraft und Siemens dagegen angevoten und 1,5 v. S). schwächer. Im Devisenverkehr bestand weitere Nachfrage nach Reichsmark. Das englische Pfund erfuhr eine leichte Abschwächung. Reichsmark gegen Kabel 4,1865, gegen London 20,425. Paris gegen London 124,02, Mailand, 92,17, Madrid 28,85. London gegen Kabel 4,8775.
Zwei Sensal onen an der Berliner Börse.
BerUnc. Börse.
Berlin, 2. März. Zwei Sensationen hatte die heutige Börse: die plötzliche Hausse in Schiffahrtsaktien auf den Rekordobschluß bei Hansa und die Dividendenerhöhung von 6 auf 10 Proz., sowie das anhaltende Interesse für Polyphon. Aber auch sonst war die Stimmung allgemein freundlicher. Die Berichte der preußischen Handelskammern bezeichnen die Wirtschaftslage im Februar im allgemeinen als günstig. Die Verhandlungen im Konflikt in der Berliner Metallindustrie stellen eine Einigung in Aussicht. Für M on t anwer te ftimulier'.en noch die teilweise bekannten Abschlußziffern beim Stahltrust. Die ersten Kurse entsprachen nicht ganz oen vorbörslichen Erwartungen (die Spekulation hatte übrig und stellte wohl etwas glatt), doch waren die Rotierungen überwiegend 1 bis 3 Proz. fester. Schiffahrtswerte und Spezialpapiere, wie Köln-Reuessen, Stahlverein, Berger, Waldhof, Swenska, Schade und Polyphon wurden lebhaft u^geseht und zogen bis 8 Proz. an. Rur Rhei- nyche Sprengstoff büßten 3,5 Proz. ein. Heimische Anleihen ruhig. Ausländer behauptet. Pfandbriefe still, doch gut gehalten. Geld noch ziemlich steif. Tagesgeld 71/? bis 9 Proz., Monatsgeld Z‘/2 bis 8l/i Proz. Rach den ersten Kursen blieben Montanwerte, Schisf- sahrtsaktien und Freigabepapiere (Orenstein), sowie verschiedene Spestalwerte (Polyphon und Berger) weiter gut gefragt und befestigt. Sväter ließ aber das Geschäft nach, und die Kurse bröckelten teilweise etwas ab. Berger konnten jedoch weitere 2 Proz„ Polyphon 1 Proz. an- ziehen. Glanzstosf minus 4 Proz.
Frankfurter Gctre drbörse.
Frankfurt a. M., 2. März. Die Ge'amt- Marktlage ist etwas fester, doch blieben die Preise noch unverändert. Haser und Mais sind gejucyter. Kleie zur prompten Lieferung findet willig Käufer, für spätere Lieferung liegt der Preis 1 bis 1,25 Mk. unter der amtlichen Notierung. Der Mehlabsah ist immer noch recht schleppend. ES wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs, 25,50; Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit, 22,75 bis 23,25; Roggen 25,25; Sommergerste für Drauzwecke 29 bis 31,50; inl. Hafer 24,50 bis 25; Mais (gelb) für Futterzwecke 23; Mais (gelb) für andere Zwecke 23,70; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 37 bis 37,50; Roggenmehl 34 bis 36,25; Weizenkleie 14,10 biS 14,25; Roggenkleie 15 bis 15,25 Mk.
Berliner Provuktenbörse.
Berlin, 1. März. Die zu heute erfolgten umfangreichen Andienungen wurden größtenteils als kontraktlich erklärt, verfehlten aber völlig ihren Eindruck auf dem hiesigen Markt. Im Einklang mit den Auslandmärkten und auf Grund der etwas höheren Forderungen für ausländisches Brotgetreide konnte sich vielmehr eine Befestigung um 1 bis 2 Mark je Tonne durchsetzen. Namentlich zeigte sich für Roggen lebhafte Nachfrage der Mühlen, die auch zu den höheren Preisen das vorhandene kleine Angebot schlank aufnahmen. Die vorhandene Spanne zwischen März- und Maipreis-n, die sich heute noch erweiterte, ist mit ein Grund für die feste Veranlagung des Marktes für effektive Ware und für Märzlieferung. Das Weizenmehlgefchäft hat sich immer noch nicht beleben können, dagegen besteht für Roggenznehl bei leicht erhöhten Preisen laufende Konsumnachfrage. Hafer in sehr kleinem Geschäft; Forderungen unnachgiebig, Käufer zurückhaltend. Gerste still. Es wurden notiert (1000 kg): Weizen, märkischer (74,5=kg/hb Gewicht), 230 bis 233, März 256 50 bis 258, Mai 270 bis 271, Iiili 276,25 bis 276,75 (fest). Roggen, märkischer (69-kg/KI-Gewicht), 236 bis 240, März 261 bis 263, Mai 271,50 bis 272, Juli 260 (Geld, fest); Sommergerste 221 bis 280 (ruhig).
Frankfurt a.M., 2.März. Tendenz: fest. — An der heutigen Börse war die Tendenz weiter etwas befestigt. Das Geschäft war nicht merklich größer, als an den Vortagen und beschränkte sich im wesentlichen wieder aus die Kulisse, die weitere Deckungen vornahm, während das Publikum in seiner Interesselosigkeit verharrt«. Nur auf einigen Spezialgebieten war die Umsatztätigkeit wieder etwas lebhafter, wovon auf die übrigen Märkte eine Anregung ausging. Für Schiffahrtswerte bestand auf den günstigen Abschluß bei Hansa etwas stärkeres Interesse bei Kursbesserungen bis 2,5 v. H. Reger gefragt blieben am Montanmarkt Phönir (plus 1,25 o. H.) urÄ Stahl verein (plus 1,5 v. H.) auf die heutige Bilanzsitzung. Am E l e k t r o m a r k t konnten G«s- fürel um 4 v. H. und Licht 8- Kraft um 1 v.H. anziehen. Anregend wirkte, daß nach den Berichten der preußischen Handelskammern noch kein erheblicher Rückgang der Konjunktur festzustellen fei, während der Stahlwerksocrband von einer leichten Belebung des Jnlandmarktes und einer verstärkten Nachfrage aus dem Ausland« berichtet. Nur der Röhrenoerband meldrte einen Rückgang des Geschäftes. Gegenüber der Abendbörse lag die Mehrzahl der Kurse um 1 bis 15 v. H. f e st e r. Die Bewe- gung in Autoaktien (Kleyer und Daimler) kam
Wirtschaft.
Deutschlands Kapitalwirffchast.
Der heute ersche.nende Wirtschastkbericht ber Commerz- und Privat Dank-A.-G. br ngt ejten interessanten Aufsatz zu dem Problem der Ka- pitalversoraung Deutschlands auS der Feder des bekannten schwedischen Ratwnal- ökonomen Professor Gustav Cassel. Aus- gehend davon, daß die wichtigsten Wirt chasts- polilischen Probieme der Gegenwart lürDeutschland diejenigen sind, die mit seiner Kapitalver- sorgung zu ammenhängen, bezeichne! Pro.es or Cassel die grundfezcn.en wirtschaftlichen Voraussetzungen des Dawesplanes in wesentlichen Teilen als falsch, da le ne Urheber vollkommen ü'eer afen, daß Deutschland einen sehr großen Bedarf an Anfagekapital ha.te, welcher nur mit Hilfe r iesiger und während einer langen Reihe von Jahren fortgesetzter Aus.and- anleihen befriedigt werden konnte. Der Plan ist demnach von einer fehlrrha ten Auffassung des
• Vom Stahlwerksverband. Die Roh- stahl^emeinschast, ter ^.-Produkleve.band und der Stabeüenverband Haden gestern in Düsseldorf ihre diesmonatige Hauptversammlung abgehalten. Es erfolgte in den drei Verbänden eine einaebende Te'prechung dec Marktverhältnisse, wobei festgestellt wurde, daß die Spezifikationen in Walzeisen in befriedigendem Umfange ein» gingen. Hinsichtlich der Verläufe von Form- und Stabeisen ist die frühere Spanne zwischen den Preisen auf der Frachtgrundiage Oberhausen und der Frachtgrundlage Reunlirchen in Höhe von 6 Mk. je Tonne wiederhergestellt. Im übrigen standen Gegenstände in erner Ratur zur Erörterung. Besondere Angelegenheiten wurden nicht beraten.
Frankfurter Börse.
da ber Wert der deutschen Valuta immer von I * Preußische E e n t r a l b o d e n k r e d i t - einer genügenden Knappheit ber inneren deutschen bank A.-G. Das Unternehmen verteilt wieder 9 v.H. ZahlungSmst elveriorgung abhängen werde. | Dividende auf das verdoppelte Kapital von 18 Milderen Regelung die Reichsbam in cer Hand habe, lionen Mark. < m r ,
Rus die sozialpolitische Bedeutung Konkurse und G e s ch a f t s a u f s r ch- der Auslandanleihen, mit ueren Hilfe ten im Monat Februar. Rach Mitte.lun- die öleberwindung bet Arbe.tslofigk'-.ii ge ungen gen des Statistischen Relchsamts wurden im ist. hinweisend, folgert Cas el sodann, datz gegen Februar durch den „Reicysanzeig-r 699 neue eine Aufnahme von Auslandiapilal seitens der Konkurse — ohne die wegen Masiemangels ad- deutschen Staaten und Kommunen nichts ein- gelehnten Anträge auf Konkursermfnung — und zuwenden ist. solange die Gelder lediglich für 226 eröffnete Vergleichsverfahren bekannt- die notwendige Kipitalvirf-rgung geschäfts- gegeben. Die entsprechenden Zahlen für den mäßiger und lohnender cklnterneh- Monat Januar stellen sich auf 76o Konkurse und m ungen verwendet werden. 19J Vergleichszi-fern.
Am Schluffe seines Au satzes betrachtet Cas el • O P e l w e r k e - E l 11 e - Dia ma n t wer le die Auslandanleihen unter dem Ge ichtsvunkt 21.®. Zur Transaktion Opel-^lite°-^iamcntwerke der Reparationszahlungen, und nimmt A. G. erfährt der LPD. zuverlässig. daß feine in diesem Zusammenhang auch zu dem P r i o - Veränderungen in der Verwaltung und den Berit ä t s st r e i t Stellung, ter nach seiner Auf- trieben vorgenommen werden, sondern oatz irmg- fafsung lediglich den Transfer der Dawes- lich auS verwaltungstechnischen Gründen eme Zahlungen an die Empfangsländer berührt. Der Äon-entrahon des kaufmännischen Betriebes auf Reparationsagent darf sich nach der erst kü--lich Siegmar bei Chemnitz durchgehmhrt w.rd. Die geäußerten autoritativen Aus'e'unz des Dcwe - §ahrradsabrlkation wird, wie bisher vo kcmmen Planes durch einen seiner Urheber Sir Josiah selbständig weitergefuhrt. währendi dw Automobü- Stamp nicht auf die Dauer des Zuströmens von fabrikation eine ben niu^n.^2r^I^n.
Auslandanleihen be i n n, um Trans- nung tragende Harte Erweiterung erfahrt. Dl« ferierungen zu machen, die im W a r e n - Erzeugung der Diamantmotorrader wird nach horfphr Deutschlands mit b”m 2'us'ande Brand-Erbisdorf verlegt und der Erweiterung ?einen r?arVn @tunö »oW iVtoeiß I 2w,admöglichk°it °n.,Pr°ch-nd stark aus. jedermann, daß bisher die Transferierung nur in gedehnt.
dieser Weise möglich gewesen ist. Professor Cas el Reichsverband in du st r i e l lerD au t-:xio ^?rnnp nuf wann der Revaca- Unternehmungen e. D. Der Beton- und ttonsaaent mit bVcm Sri nzi>ieU u n b e - Tiefbau-Arbeitgeber-Berband für Deutschland r ? Afi n f e n 23 c r f r e n a f 5ren fo'I eine und der Beton- und Tiefbai'-Wirtschaftsverband Frage, die immer dringender eine" llare Antwort haben sich zum Relchsvecband
fördert. Die Priorität der Zahlungen an, den „ V mit dem <5ih In Berlin
Reparationsagenten braucht, wie Cassel ausführt, überhaupt nicht diskut'ert zu werden. Denn der Dawes°Plan hat hier bestimmte Sicherheiten vorgesehen. und solange fein Mensch be'wei elt, daß diese Sicherheiten genügend sind, ist offenbar lebe Prioritätsdiskussion gegen'tandS- l o s. Wie bereits erwähnt, berührt nach 2Ke nung Professor Casfels der Prioritätsstreit lediglich den Transfer. Ein Llnspruch auf Prwrckät in diesem Sinne kann nur bedeuten, daß man ein Vorrecht zum Einkauf von Devisen gegen deutsche Reichsmarl-Guthaben geltend machen toi L Cs muß zunächst festaestel t werden, daß der Begriff Priorität h er überhaupt keinen Sinn hat. Diejenigen, welche diese Prioritätsfrage in d e Diskussion eingeführt haben, fielen sich offenbar vor, daß ausländische Valuta in _ Deutschland von einer zentralen Behörde verlaust wird, und daß diese Behörde imstande ist. die Ansprüche auf a -s ändische Va'ista zu klas ifiz er n. cetol sen Ansprüchen eine Priorst.it and'ren gegenüber I einz :r iumen. Dies ist nah Castels 2ius ü .rungen nicht der Fall. Denn der Austausch zwischen Reichsmark und fremden Währungen gsthieht aus einem freien Markt, ber sich über die ganze Welt erstreckt. Daß die deutsche Reichsmark in ihrer Goldparität aufrechterhalten wird, ist eben damit gleichbedeutend. daß sie auf einem solchen freien internationalen Valutamarlt zu einem Kurse in der unmittelbaren Rähe ber theoretischen Parität gehandelt wird. Jeder Eingriff zwecks Begrenzung ber Freiheit dieses Marktes ist in Wirklichkeit mit einer Vernichtung gleichbedeutend. Unter solchen Verhältnissen kann nach Ansicht Cassels von einer Priorität ber Trans- f e r i e r u n g ber Reparations m i 11el überhaupt nicht die Rebe se n. Der ein ige, der sich In seinen Ansprüchen auf Auslandvaluta eine gewisse Beschränkung auf erregen muß, Ist der ReparatlonSagent selbst. Die Schwierigkeiten der Transferierung legen lediglich vom Gesichtspunkt dec Entente aus^in dem Gegensätze zwischen dem Begehr zu haben und dem Unw l en, entgegeneunehmen da die Empfangsländer nicht gewillt sind, deutsche Waren entgegenzunehmen. Es ist daher Sache der Gläubigerlönder, Wege zum Heber» brücken dieses Gegensatzes zu finden.
Der interessante 2lu?sah schließt damit, daß sich für Deutschland nur die allgeme ne Rotwendigkeit einer gut geordnetenund sparsam en Flnanzverwaltuno, die den deutschen K.ipit-^lmarkt mag ich st schont und die innere deutsche K.ipitalbi düng ?u einer gesunden Entwicklung kommen läßt, ergibt. Für das Reich wäre es gefährlich, die Aus'andan'ei'en unter seine Kontrolle ?.u bringen. Denn je vollftändi''ec die öf'entliche Kmlrolle der Ans andanleihen ausgebildet wird, desto mehr wird die Entente das Reich sür d'.e ganze 2luslandverschul-
K^rszeiiel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die öeöhe ber zufetzt beschloßenen Dividende an. - ReichSbankdiskont 7 Drozent. Lombardzinsfuß 8 Prozent.
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01.25
105,75
104
106
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113
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146
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178
178,75
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3.038
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228 25
Rnftrocrl CoUdekrurtd 12
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-
251
—
Lissabon
19,38
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19,33
19,37
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228,5
166
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.-56.5
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256
257
Tanvfl flonft nktn.
81.62
81.78
81,61
81.77
Deutiche Bant Ib
I6.i
158 25
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1-8.13 160 75
219
126,75 196,75
Berlin, 1
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2,094
2,098
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2,101
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5,5.4
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1114
98.5
—
110.9
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99
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1
58.22
11.83
58,46
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4.174
4,276
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84
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-
tinalifche Noten .....
| 20.377
20.457
Sota»
20.932
| 20.972
20.92
20.96


