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Oberhessen.

Landkreis Gictzen.

'£ Wieseck, 2.Mörz. Aus dem Gemeinde at: Die gestrige Gemeiirderatrjitzung bejahte sich zunächst mit der Konsolidierung für 3 fr i ° stia<r Darlehen und ftimmte dem Dorichlag des Bürgermeisters zu, die s.Z. aufgenommenen Gelder von der Bezirkssparkasse und der Kommu­nalen Landesbank, die für Daudarlehen an Private, socoie zum Ausbau der Wasserleitung, dem e>tra= ßenbau urfib Anschaffung der Autos, Verwendung fanden, als langfristige Kredite auszunehmen mit einem Tilgungssatz von 2 v. S). Dieser Beschluß be­zweckt, die durch Krieg und Inflation heroorgeruse. Nen finanziellen Schlvierigkeiten für die jetzige Ge­neration besser zu überwinden. Dem Gesuch des Johann Becker um Abgabe von Baugelände an der Marburger Straße zu Gartenzwecken konnte nicht stattgegeben werden. Den Arbeiter« Samaritern wurde die Materiallieserung zur Instandsetzung des zur Verfügung gestellten Rau­mes in der Luidwigstraße (frühere Fabrik Klingspor) bewilligt. Die notwendigen Arbeiten werden von Mitgliedern der Kolonne selbst ausgeführt. Die Regulierung des oberen Teiles der Wieseck soll nun auch bald in Angriff genommen werden, nur wird erst ein genauer Kostenvoraw schlag notwendig, auf den es ankommt, ob der noch zu regulierende Teil bis zur Struppmühle, oder mir bis zum Steg am Morgenweg ausgeführt wird. Die dann notwendigen Arbeiten würden durch die Feld- bsreiniaung unter Aufsicht der Kulturinspektion ausgeführt. Ein Gesuch der Firma August Rohn um Abgabe von 250fm Holz zum Höchst­preis mußte aus Grund der ^jenseitigen Besiim- rnungen der Landaemeindevrdnung abgelehnt wer- ton. Wegen Umlegung bzw. Erweiterung der Hochspannungsleitung verlas der Bürger­meister ein Schreiben bzw. den Kostenvoranschlag des Elektrizitätswerkes Gießen. Er will hierüber noch Erkundigungen beim Elektrizitätswerk einzie­hen, um dann in der nächsten Sitzung dem Ge- meiniderat genauere Angaben machen zu können. Die Instandsetzung d e s Mühlweaes nach der Gänsmichle, der Gemeindeeigen tum ist, wurde einstimmig beschlossen, (fiter wäre vielleicht noch zu sagen, daß es höchste Seit ist, den, Sonntags von Hunderten benutzten Philofophenwsg von der Wieseck bis zum Wald instand.zusetzcn. So konnte man am letzten Sonntag beobachten, daß viele Spaziergänger im Phlosophenwald wieder umkehrten, zum Schaden der Wiesecker Geschäfts­leute.) Die R i n n e n p f l a st e r u n g der unteren Philosophen st raß« soll durehgeführt und zu­gleich die Fußsteige an den Gemeindehäusern bzw. in den Höfen gepflastert werden. Die s. Z. von derGemeinnützigenBaugenossenschaft erworbenen 50 Anteile der Gemeinde sollen alsbald wenn nicht anders, in drei Raten einbezahlt werden, da alle privaten Mitglieder mit wenigen Ausnah­men bereits ihren Verpflichtungen nachgeko 1 nen sind. Eine Anfrage wegen der Auszahlung der Winterbeihilfe wurde dahin beantwor­tet, daß in den letzten Tagen weitere Bedürftige das Geld ausgezahlt erhielten. $um SdMß gab Bürgermeister S ch 0 m b e r noch Bericht über die unbedingt notwendigen Reparaturarbeiten an der

Geschä.tsbe.icht der hiesigen Landwirts chastsbank

ist zu entnehmen, 1927 einen Bestand Der Geschäfts- auf 11 242 416 Mk.

daß diese am 31. Dezember von 518 Mitgliedern Hoile. Umsatz belief sich in 1927 .

Cs wurde ein Reingewinn von 13154 Ml. erzielt, an Dividenden sollen 10 Prozent

pb. Butzbach, l.März. Unter dem Vorsitz des Leite s der Olterceal'chu'.e, Ooerstudie.tdirel- tor Dr. Bingel sand gestern Vie Maturi­tätsprüfung statt. Es nahmen zehn Ober­primaner teil, die alle bestanden. Aus dem Gewerbe- und

sich lassen. Der Feldheimer Wald ist für die Ort­schaften unserer Gegend der einzige nahegcl g?nc Wald, alle übrigen Waldbezicke liegen mehrere Stunden Wegs weit. Infolgedessen finden sich zu dieser Versteigerung al-jährlich besonders zahl­reich Leute ein, die kein eigenes Fuhrwerk be­sitzen, und die deshalb um jeden Preis steigern. So stellte sich Buche Scheitholz auf 18 bis 20 Mk., Duchenknüppel 14 bis 16 Mk., Fichienknüppel 10 bis 12 Mk. je Raumme er. Vuchenreiser stellten sich auf 2 Mk., Fichtenreiser auf 0.60 bis 0,80 Mk. Stockholz kam auf 8 bis 10 Mk. Die Zahl der Steigerer hatte sich wohl auch dadurch erhöht, weil in den beiden letzten Jahren die Holzpreise im Feldhe.mer Wald sich fast, in gleicher Höhe bewegten wie in den weit ent­fernten Waldungen.

K ;is Friedberg.

verteilt werden.

* Pohl-Göns, 1.März. Der Gesangver­einLiederkranz" Pohl-Göns, der schon auf vielen Wettstreiten um die Siegespalme gerungen hat, beabsichtigt, am 2 3. Juni 1 929 mit seinem goldenen I u b e l f e st e einen Gesangs« we11streitzu verbinden.

Kreis Büdingen.

A Nidda, 1. Marz. Hier fand gestern die erste Werk- und R u h ho lzd e r ft e i g e - rung statt. Obgleich die Steigliebhaber nicht so zahlreich wie bei früheren Versteigerungen er- toi en en waren, wurden doch recht hohe Preise bezahlt. Der Festmeter Cichcnstämme kam durchschnittlich auf 90 Mark, bei einzelnen Stämmen sogar auf 120 Mark. Lärchenstämme kosteten 65 bis 70 Mark. Fichtenstämme 50 Mark pro Festmeter. Cichennutzscheit kam der Raum­meter auf 22 bis 25 Mark. Au-fallend n ied - r i g ist im vorigen Jahre hier die Zahl der G e 6 u rt e n gewesen. Es wurden bei einer Ein­wohnerzahl von etwa 2250 Personen nur 21 Kinder geboren. Auch in dem laufenden Jahre sind in den beiden ersten Monaten in unserer Stadt nur 5 Kinder geboren, und zwar nur Mädchen. .,.

Ober-Mockstadt. l.März. Der Hassia- bezirk Nidda hie^t am Sonntag hier feinen Bezirkstag ab, zu dem die Kriegervereme aus der Vachbarschaft sehr zahlreich mit ihren Fahnen erschienen waren. 3m ganzen waren etwa 300 alte Soldaten hier versam:nelt. Zu Beginn der Tagung boten die Posaunenchöre von O b e r - M 0 ck st a d t und R a n st a d t. sowie der Gesangverein von Ober--Mockstadts durch ihre Wesen eine a ewenncnswerte Vertoöne.ung des Tages. Ter Vorsitzende de; hiesigen Krieger­vereins und der Dezirlsvorfitzende begrüßten

Wasserleitung, deren Kosten sich auf ca. 4000 Mark belaufen.

: Beuern, 1. März. Gestern beging hier Frau Katharine Henß Witwe ihren 8 0. Ge­burtstag bei körperlicher Rüstig eit und sel­tener geistiger Frische. Von ihren 14 Kindern konnten ihr nur noch vier die Geourtstagsglück- wünsche überbringen, nebst 19 Cirleln un£> 6 Air- enkeln. In unserem Orte sind außer Frau Henß noch neun Personen, die das 80, Lebensjahr überschritten haben, darunter bvei Männer. Bei der im hiesigen Gemeindewald abgehaltenen Brennholzversteigerung tonnte ein An­ziehen der Holzpreise gegenüber der letzten Ver­steigerung feitgejleilt werden. So kosteten bei­spielsweise Buchenscheiwr 29 bis 33 Mark die zwei Raummeter gegenüber 27 bis 30 Mark bei der letzten Dersteig-rung.

Allend 0 rs a. d. Lda., 1. März. Bei der gcftr.gen dritten Holzversteigerung im hie- sjgen Stadtwald wurden wiederum sehr hohe Preise erzielt. Es kosteten: Buchenscheltholz 26 bis 31 Mk., E.chenscheitholz 18 bis 22 Mk., K.efernscheitholz 25 Mk., Buchenknüppelholz 22 bis 27 Mk., Eichen­knüppelholz 18 bis 21 Mk., Kiefernknüppelholz 20 bis 24 Mk., F chtenknüppelholz 8 bis 13 Mk., Aspen« knüppel 6 Mk., Kiesernreisknllppel 5 Mk. Buchen« stockholz 17 bis 19 Mk., Elchenstockholz 19 Mk. je 2 Raummeter; Buchenastreisig 8 bis 14 Mk., Ecken« astreisig 7 bis 13 Mk. je 5 Raummeter: E chen« nutzknüppel 26 bis 33 Mk., Eichennutzscheit 30 bis 62 Mk. je 2 Raummeter. Die m tversteigerten zehn Eichenstämme verschiedener Güteklassen sowie die Eichen-, Eschen, und Fichtenderbstangen kamen fast alle über Den Tarifpreis. Der Besuch war verhält­nismäßig sehr stark. Besonders waren auch sehr viele Käufer aus Treis, Climbach und Allertshausen erschienen.

H Ettingshausen, 2. März. Einen tragischen Tod fand heute nacht das hiesige Gemeinderats­mitglied Johann Kaspar Keil VI. Er hatte noch gestern abend an einer Ortsvorstandssitzung teilge- nommen. Bei seiner Heimkehr von dieser Sitzung wollte er sein Pferd füttern, da er heute Mor­gen Holzfahren vorhatte. Bei dieser Gelegenheit stürzte er ab und fiel mit dem Kopfe so unglück­lich auf die Tenne auf, daß er einen Sch ä d e l - b r u d) davontrug. Er wurde heute morgen 6 Uhr tot in der Scheuer gesunden und hielt ein Bündel Heu neck unter dem Arm.

-D Lich, 1. März. Dem Bernehmen nach hat der Gcmeinderat acht Bewerber für die engere Wahl z u m B e r u f s b ü r g e r m e i st e r für unsere Stadt vorgesehen. Mit der Dahl des Bür­germeisters, die durch den GeMelnderat erfolgt, wird er ft in übernächster Woche zu rechnen fein.

k. Ronnenroth.l.März. Don einem schwe­ren Unglücksfall wurde die hiesige Familie Otto Zimmer heimgelucht. Das vierjährige Söhnchen Kurt fiel hinterrücks in einen Eimer kochendes Wo f f e r, das zum Brühen eines ge­schlachteten Schweines bestimmt war, und erlitt dabei jo erhebliche Brandwunden, daß es nach einigen Stunden starb.

. s. Inhelden, 1. März. Am Montag fand in kern G'ä l'ch Laubachtoen WalddistriktFe^d- heim" ei e Holzversteigerung statt, wöbe! Preise erzielt wurden, die wohl alle bis jetzt aus der ilm-'e-enb bekannt ae vorderen weit hinter

hierauf die Versammlung; im Anschluß an die Ansprache des Dezirtsvorfitzenden wurde nach dem Hoch auf das Vaterland das Deutschlandlied gesungen. Die Erledigung der Tagesordnung ging rasch vonstaiten. Die Rechnungsablage er­gab einen Isteberschuh. Der bisherige Bezirks­vorstand wurde einstimmig durch Zuruf wieder- gcwahlt. Der Bezirlsobmann für die Kriegs­beschädigten« und Hinterblieoenensürsorge hielt einen Vortrag über die Dersorgungsverhältnisse. 3m Monat Suni soll ein Bezir.s.est derHassia" in Ober-Widdersheim abgehalten tocröe 1, des en Leitung der dortige Verein übernimmt. Rachdem noch einige andere Tagesordnungspun te ihre Erledigung gesunden hatten, gedacht: man der gefallenen Kameraden, deren Anden.en in üb­licher Weise geehrt wurde. Daraus wurde die Tagung vom Vorsitzenden mit Worten des Dan­kes geschlossen.

Kreis Alssclv.

----er. Homberg a. d. Ohm, l.März. In nicht allzu ferner Zeit wird das hiesige Rat- Haustürmchen wieder mit einer Glocke geziert fein. Bürgermeister Schweiker hatte nämlich alsbald nach feiner Wahl, im Mai vorigen Jahres, die Erklärung abgegeben, da -an ir'n mit großer Mehrheit zum Oberhaupt der Stadt e wählt habe, wolle e. aus Dankbir- icit (ur das Vertrauen eine Glocke sti ten, die ihren Platz auf dem Turm des Rathau es finden solle. Die frühere Rathausglocke mußte abgelie­fert werden, um während des Krieges ander­weitige Verwendung zu finden. Die neue Glocke wurde bei der Firma F. W. Rinker- Sinn schon vor längerer Zeit in Auftrag gegeben. Sie sieht ihrer baldigen Vollendüng entgegen und dürste in etwa vierzehn Tagen mit dem nötigen Zubehör komplett in Homberg eintreffen. Als Inschrift trägt sie die Worte:©er Stadt Hom­berg gestiftet von Karl Schweiker anläßlich seiner Wahl zum Bürgermeister am 22. Mai 1927. Die neue Glocke, im Gewicht von zwei Zentnern, wird nach ihrer Weihe zu jeder im Rathaufe stattfindenden Versteigerung ihre eherne Stimme erklingen lassen. And da noch ein altes Uhrwerk und Zifferblatt vorhanden sind, wird sie auch den Einwohnern Hombergs hoffent ich g'ückliche Stunden schlagen. Bei der städtischen Holzverfteigerung wurden im Durch­schnitt für den Festmeter gelöst: 1. Buchenstämme 3. Kl. 33 Mk., 4. Kl. 41 Mk., 5. Kl. 37 Mk., 6. Kl. 38 Mk. 2. Eichenstämme l.Kl. 23 Mk., 2. Kl. 29 Mk., 3. Kl. 57 Mk., 4. Kl. 57 Mk., 5. Kl. 72 Mk. 3. Fichtenstämme la-Kl. 25 Mk., lb°Kl. 25 Mk., 2:-Kl. 36 Mk. 4. Kiefemstämme 45 Mk. 5. Fichten- derbstangen 1. Kl. 24 Mk.

Berliner Börse.

Berlin, 2. März. (WTB. Funkspruch.) Bei ruh gern Geschäft ist die Tendenz des heutigen Früh« Verkehrs ziemlich freundlich. Die Kurse blieben im allgemeinen behauptet. Interesse besteht weiter für Spezialpapiere. Man hört I.-G.«Farben 256 bis 256,50, Hapag 151 bis 151,50, Nordlloyd 152 bis 152,25, Glanzstoff 613 bis 616 und Polyphon 262,5. Am Devisenmarkt nennt man Paris gegen London 124,02, Mailand 92,20, Madrid 28,88, London gegen Kabel 4,87875 bis 4,8795 und die Reichsmark gegen Kabel 4,1860.

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