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Gebrauch macht, bah er die jüngst vorgenom- mene Erhöhung der Gisenpreise verurteilt. Wenn der Minister es für notwendig hält, um mit seinen eigenen Worten zu sprechen. ein Warnungssignal auf­zuziehen. um für die Zukunft ähnlichen Heber- raschungen vorzubeugen, so liegt gewiß in diesen Worten bereits eine Verurteilung der letzthin vorgenommenen Eisenpreiserhöhung. Den Grund zu dieser immerhin überraschenden Stellungnahme des Reichswirtschastsministers. der bekanntlich selbst früher vor der Hebernahme seines hohen und verantwortlichen Amtes zu der Schwerin­dustrie in engsten Beziehungen gestanden hat, mögen wohl in erster Linie die süddeutschen Proteste der dort ansässigen eisenverarbeitenden Industrie abgegeben haben, die auch politisch in der Befürwortung der bayerischen Regie­rung eine starke Stütze gefunden haben. Dieser Schritt ist um so bedeutungsvoller, als unsere Konjunkturentwicklung, wenn auch nicht rück­gängig, so doch bestimmt gedämpft ist. Wir hoffen, daß die von einer objektiven Stelle, dein Reichswirtschaftsministerium, vorgenomme­nen Untersuchungen nach den vielen Erörterungen für und gegen die Preiserhöhung für Eisen die Frage entscheiden, ob sie berechtigt oder nicht berechtigt war.

Eine Verteidigung der Eisenpreiserhöhung.

Wenn in einer so bedeutenden Gesell­schaft wie der Rheinisch-Westfälischen Stahl- und Walzwerke A. G. der Auf- sichtsratsvorsitzende seinen Standpunkt in der Frage der Eisenpreiserhöhung und über die Loge der Eisenindustrie ausspricht, so kann man annehmen, daß seine Verteidigungs­rede für den größeren Teil der Eisenindustrie Gültigkeit hat und maßgebend ist. Da es sich hierbei um grundsätzliche Probleme handelt, die sich überhaupt aus der Entwicklung der durch internationale und nationale Kartellverbindun­gen zusammengeschlossenen Rohstofsindustrien er­geben, so verdienen die Ausführungen nicht nur die Beachtung der an dem Unternehmen selbst interessierten Aktionäre, sondern der Oefsentlich- feit. Der Aufsichtsratsvorsihende der Gesellschaft wirft dem Reichswirtschaftsminister im Hinblick aus den Eingriff in die Eisenindustrie Rückfall in die Zwangswirtschaft vor und sieht darin, daß die Eisenindustrie unter Kuratel" gestellt werde, nicht nur eine Schädigung ihrer Kreditaufnahmefähigkeit, son­dern auch ihres internationalen Ansehens. Hnseres Erachtens werden mit solchen Ausfüh­rungen, die im Interesse und vorn Standpunkt der Eisenindustrie berechtigt sein mögen, voll­kommen die allgemein wirtschaftlichen Belange außerhalb der Betrachtung gelassen, die gerade in einem solchen Falle, wie dem der Cisenpreiserhöhung, doch zweifellos ein Ein­greifen des Reichswirtschastsministers als dem berufenen Vertreter der allgemein wirtschaft­lichen Interessen erfordert haben. Der Reichs­wirtschaftsminister sieht zunächst eine Gefähr­dung, und die von ihm eingeleitete Untersuchung dürfte ja wohl erweisen, ob tatsächlich eine Schä­digung der Gesamtinteressen vorliegt.

Oer Geldbedarf der Reichsbahn.

Schon in dem Bericht deS Kommissars für die Reichsbahn wird auf den steigenden Geldbedarf dieses Instituts aufmerksam ge­macht und auf die Möglichkeit hingewiefen, daß weitere Tarifhinoufsetzungen notwendig werden. Wie es aussieht, ist die Reichsbahn im Augenblick von dem Gedanken, der unzweifelhaft erwogen wurde, wieder abgekommen, die Wirt­schaft mit gesteigerten Tarifen zu belasten. Sie sagte sich nicht mit Unrecht, daß Tariferhöhungen nur wieder die Materialkosten in die Höhe jagen würden und daß weiter jede Verschlechterung des Güter- oder Personentarifs eine verminderte Beanspruchung der Reichsbahneinrichtungen zur Folge haben müßten. Es blieb also unter diesen Umständen zunächst nichts anderes übrig, als sich auf den in - und ausländischen Geld­märkten nach kapitalkräftigen Bankgruppen umzusehen. Die im Ausland seit langem ge­führten Verhandlungen sind bisher ergebnis- l o s verlaufen, dafür ist es aber gelungen, mit einer deutschen Gruppe zum Abschluß zu kommen. Die Reichsbahn gibt für 200 Mil­lionen Mark Dorzugsaktien-Zerti- f i k a t e her und erhält dafür den entsprechenden Gegenwert. Ueber die ersten Geldnöte wird sie also Hinwegkommen. Diese Röte hängen in der Hauptsache mit den Reparationslasten und den Mehraufwendungen für die Veamtenbesoldung zusammen. An den Reparationsagenten sind in diesem Jahre 70 Millionen Mark mehr abzuführen, das Gehaltskonto

wird mit rund 280 Millionen Mark mehr belastet. Hinzu kommen vermutliche Lohn­erhöhungen der Reichsbahnarbeiter. Ferner müssen wichtige Bauten vorgenommen wer­ben, die in diesem Jahre wegen der gestiegenen Materialpreise wesentlich teurer sind als im vorigen. Dem standen zwar im Vorjahre Ein­nahmen von rund fünf Milliarden Mark gegen­über, die aber voraussichtlich nicht wieder erreicht werden dürften. Die gestiegenen Abgaben haben die flüssige Mittel der Reichsbahn so zusammen­schrumpfen lassen, daß sie jetzt die Hilfe eines Dankkonsortiums in Anspruch nehmen mußte. Dabei besteht die Gefahr einer Tariferhö­hung weiter, weil der Geldbedarf der Reichs­bahn etwa 400 Millionen Mark betragen dürste, von denen nur 200 Millionen zunächst beschafft werden konnten.

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D i e Zahl der Konkurse im Januar. Rach den Mitteilungen des Statistischen Reichs­amtes wurden im Januar 1928 durch den Reichsanzeiger" 766 neue Konkurse, ohne die wegen Masfemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung, und 191 eröffnete Vergleichs­verfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für Dezember 1927 sind 619 und 187.

Zur bevorstehenden Emission der R e i ch s b a h n a k t i e n. Zu der bevorstehenden Emission von Reichsbahnaktien erfährt der WTB.-Handelsdienst, daß die Einzahlungen des Konsortiums an die Reichsbahn derart über eine ganze Reihe von Monaten verteilt seien, daß der Geldmarkt irgendwelche Störungen durch sie nicht erfahren wird. Auch für die Zeichner ist die Verteilung ihrer Einzahlungen auf meh­rere Monate vorgesehen.

*MitteldeutscheCreditbank, Frank­furt a. KL Wie wir erfahren, findet die Dilanz- sitzung der Mitteldeutschen Creditbank am 16. Fe­bruar statt.

Vom Petroleummarkt. Zu den Mel­dungen über die Vorgänge auf dem deutschen Petroleummarkt erfährt der WTB.-Handelsdienst, daß die Derunapht und Gallia eine neue Aktien­gesellschaft mit einem Kapital von 10 Millionen Mark gegründet haben, die sich mit der Erdöl­industrie QI.-®, fusionieren wird. Die neue Ge­sellschaft wird sich ausschließlich mit dem Ver­trieb russischen Petroleums beschäftigen. Pol­nische und französische Bezugsquellen und pol­nisches und französisches Kapital kommen für die neue Unternehmung nicht in Betracht.

* Vereinigte Glanzstoff-Fabriken 01.=®., Elberfeld. Anläßlich der an der gestrigen Börse eingetretenen scharfen Kursabschwächung der Qlftien der Vereinigten Glanzstoff-Fabriken 01.=©., Elberfeld, erfährt der WTB.-Handels­dienst von der Gesellschaft nahestehender Seite, daß die für den Kurseinbruch als Motive ge­nannten Gründe nicht stichhaltig sind. Zunächst fei festzustellen, daß die Dividendelosi^keit bei der Snia Viseosa-Turin bereits feit etlichen Wochen bekannt ist und auf die Ertragsgestaltung der Vereinigten Glanzstoff-Fabriken selbst ohne jeden Einfluß bleibt. Die Gerüchte über Differenzen zwischen Glanzstoff und Courtaulds aus Anlaß der Acetal-Seidenherstellung entsprechen nicht den Tatsachen. Wahr ist, daß feit längerer Zeit zwischen Courtaulds und British Celanese Gegen­sätze bestehen, die jedoch nicht Glanzstoff be­rühren. Eine Produktionseinschränkung bei Glanzstoff hat weder stattgefunden, noch ist eine solche geplant. Die Produktion bewegt sich infolge des günstigen Qlbsatzes im Gegenteil in auf- steigender Richtung. Was die Frage der Divi­dende anbelangt, so könne von einer Dividenden­reduktion nicht die Rede sein, vielmehr stark mit einer erhöhten Dividende gerechnet werden.

Zur Bildung eines europäischen Zinkhüttensyndikats. In der gestern in Berlin abgehaltenen Besprechung der deutschen Zinkhütten-Interessenten sind die von belgischer Seite vorliegenden Anregungen zur Bildung eines europäischen Zinkhüttensyndikats als eine geeignete Grundlage für die Fortführung der Verhandlungen angenommen worden.

e Diskonterhöhung der Bank von Rorwegen. Die Bank von Rorwegen hat den Diskontsatz von 5 auf 6 Prozent erhöht.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 2. Febr. Tendenz fest. Die Börse eröffnete in allgemein festerer und zuversichtlicherer Haltung, da von der Meldung, daß die Freigabebill im Finanzausschuß des amerikanischen Senats an­genommen worden ist, eine starke Anre­gung ausging. Die Spekulation schritt zu starken Deckungskäufen. In den letzten Tagen dürften die Blankoabgaben der Baissepartei ein ziemlich großes Ausmaß angenommen haben. Von pri­vater Seite blieb der Orderseingang bei den Banken weiter außerordentlich gering, so daß

das Geschäft allgemein nicht wesentlich leb­hafter werden konnte, als an den Vortagen. Anregung bot auch der Bericht des Röhrenver­bandes, wonach sich das Inlandgeschäft lebhafter entwickeln konnte. Bei den ersten Rotierungen ergaben sich gegenüber der gestrigen Abendbörse meist Erholungen von 2 bis 4 Proz. Sehr lebhafte Hmsähe verzeichneten naturgemäß Freigabewerte. Hapag Plus 6.13 Proz., Rordd. Lloyd plus 7.5 Prozent und Balti­more plus 4 Prvz. I. G. Fa r b e n blieben etwas vernachlässigt (plus 3,75 Prozent). Für Scheide» anstalt machte sich starkes Interesse bemerkbar. Zum ersten Kurse ergaben sich bereits Besse­rungen von 7,5 Prozent. Von Elektro­werten konnten Gesfürel 3,5 Prozent anziehen, Licht und Kraft plus 4,25 Prozent, Siemens plus 4,75 Prozent. Am Montanmarkt war das Geschäft ziemlich still, doch gab es auch hier Besserungen bis zu 4 Prozent. Am Banken- markt traten Danat mit plus 4,5 Prozent etwas stärker hervor. Gleich nach den ersten Kursen machte sich bei der Tagesspekulation etwas Reali- sationsneigung bemerkbar, und die Kurse bröckel­ten bis 1 Prozent ab. Heimische Anleihen lagen still und wenig verändert. Von aus­ländischen Renten bestand für Türken einiges Interesse. Im weiteren Verlaufe kam dos Geschäft fast vollkommen zum Stillstand. Man verwies auf die weiterhin angespannte Geldmarktlage. Die Kurse blieben jedoch im allgemeinen behauptet. Tagesgeld stellte sich auf 7,5 Prozent. 2m D e v i s env e r ke h r konnte sich die Reichsmark weiter befestigen, der Kurs stellte sich gegen Kabel auf 4,1919, gegen London auf 20,428 Paris gegen London 124,02, Mailand 92,05, Madrid 28,425 und London- Kabel 4,8715.

Berlinc Börse.

Berlin, 2. Febr. Erstmalig seit längerer Zeit hatte die Börse wieder eine größere An­regung. Die überraschenden Meldungen über den Stand der Freigabeangelegenheit mußten nach dem gestrigen Baiisevorstoh beson­ders stark wirken, da die Spekulation teilweise über Schluß deckte. Raturgemäß waren die di­rekt mit der Freigabe zusammenhängenden Pa­piere bevorzugt u. konnten 6- bis 8prozent. Gewinne verbuchen. Hapag, Rordd. Lloyd, Berliner Handel und Orenstein waren ziemlich gleichmäßig erholt. Auch Glanzstoff konnten ihren gestrigen Verlust aufholen, das Papier zog 11 Prozent an. Sonst gingen die Gewinne nur selten über 5 Prozent hinaus. Heimische An­leihen ruhig. Ausländer behauptet. Ma­zedonier und Anatolier fester, dagegen Bos­nier bis 1 Prozent schwächer. Pfandbriefe ruhig. Liquidationspfandbriefe und Anteile ver­kehrten in fester Haltung. Der Geldmarkt blieb unverändert. Auf eine Diskontermähigung in London dürfte heute kaum noch zu rechnen fein. Rach ben ersten Kursen machte sich das Fehlen neuer Publikumsaufträge stärker bemerk­bar. und die Kurse gaben ziemlich einheitlich 1 bis 1,5 Prozent nach. Später blieb die Tendenz auf dieser ermäßigten Basis wider­standsfähig.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 2. Febr. Die Marktlage ist unverändert, vielleicht noch schwächer als seither. Weizen ist stark angeboten und ohne Kauflust. Mehl weiter geschäftslos. Futtermittel liegen wesentlich ruhiger; prompte Weizenkleie ist noch gesucht. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 v. H. Auswuchs, 24,75; Weizen 2, gut, gesund, trocken, bis zu 3 o. H. Auswuchs, 23,25 bis 23,50; Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu 23 v. H. Feuchtigkeit, 22,75 bis 23,25; Roggen 24,50; Som­mergerste für Brauzwscke 27,50 bis 29,50; Hafer, in­ländischer, 23,50 bis 24; Mais (gelb), für Futter- zwecke 21,75 bis 22; Mais (gelb), für andere Zwecke, 22,50 bis 22,75; Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0, 36,50 bis 37; Roggenmehl 33,50 bis 35,25; Weizen- fieie 14,15 bis 14,25; Roggenkleie 15 bis 15,25 Mk. Tendenz: flau.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 2. Febr. Auftrieb: 67 Rinder, 1080 Kälber, 329 Schafe, 469 Schweine. Es notierten: Kälber, beste Mast- und Saug­kälber 7276 Mk.; mittlere Mast- und Saug­kälber 6571; geringe Kälber 5464. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthäm- mel ('Weidemast) 4852; mittlere Mastlämmer, ältere Wasthämmel und gut genährte Schafe 4247; fleischiges Schafvieh 3740. Schweine: vvllfleischige von zirka 240 bis 300 Pfd. (Lebendgewicht) 5960; von zirka 200 bis 240 Pfd. 59-60; von zirka 160 bis 200 Pfd. 5860; fleischige Schweine von zirka 120 bis 160 Psd. 56-58 Mk. - QHarftO er­lauf: Kälber und Schweine ruhig, Schafe rege, alle Diehgattungen ausverkauft.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 1.Febr. In der Lage des Weizenmehl­marktes ist immer noch keine Aenderung eingetre­ten, der Druck der unverkauft hier ankommenden Auslandweizenpartien hält an und auch vom In- lande liegt weiter aus Mitteldeutschland, Mecklen­burg und Pommern reichliches Osfertenmaterial für Weizen vor. Die Verkäufer von Inlandweizn 'ei­gen sich nur selten geneigt, zu den vorliegenden Ge­boten Ware abzugeben, so daß eigentlich das Haupt­motiv für die Verstauung die Veranlagung des Weizenweltmarktes darstelll. Roggen ist in mittle­ren und guten Qualitäten im normalen Angebot, aber unter dem Druck des schwachen Weizenmarktes waren die Preise gleichfalls 2 bis 3 Mark rückgän­gig. Geringes Material ist dringend angeboten imd findet nur bei starken Preiskonzessionen Aufnahme. Arn Lieferungsmarkte waren beide Brotgetreide­arten um 1,50 bis 3 Mark rückgängig. Das Mehl­geschäft ist im allgemeinen sehr still; einige Mühlen offerieren Roggenmehl zur sofortigen Verladung; ' Anschlüsse finden jedoch nur bei großem Entgegen­kommen in den Preisen statt. Für Hafer zeigt sich hier nur geringe Kauflust, während die Provinz auf ihren hohen Forderungen beharrt. Gerste im allgemeinen ruhiger. Es notierten (1000 kg): Wei­zen, märkischer (74,5-kg/kü-Gewicht), 225 bis 228, März 255,25 bis 255,75, Mai 264,50 bis 265, Juli 270 bis 270,50 (matt); Roggen, märkischer (69-kg/hl- Gewicht), 228 bis 231, Marz 255 bis 256,50, Mai 262,50 bis 263,50, Juli 253,50 bis 254,50 (matt); Sommergerste 220 bis 270 (behauptet); Hafer, mär kischer, 200 bis 211, März 22-5 (Geld), Mai 234.50 (matter); Mais, La Plata, 212 bis 214 (zollbegün­stigter Futtermais, beh.); Raps 345 bis 350 (stetig), (100 kg): Weizenmehl 29 bis 33,25 (matt); Roggen mehl 30 bis 33,25 (matt); Weizenkleie 15,25 (etwas fester); Roggenkleie 15,20 (behauptet); Viktoriaerb [en 48 bis 55; kleine Erbsen 32 bis 35; Futter­erbsen 21 bis 28; Peluschken 20 bis 21; Ackerbohnen 20 bis 21; Wicken 21 bis 24; Lupinen, blau, 14 bis 14,75; Lupinen, gelb, 15,50 bis 16; Serradelle, neu, 21 bis 25; Rapskuchen 19,90 bis 20,10; Leinkuchen 22 bis 22,20; Trockenschnitzel 12,90 bis 13) Soya- schrot 21,30 bis 21,70; Kartoffelflocken 24,20 bis 24,60 Mark.

Kunst und Wissenschaft.

Geheimrat Professor Dr. Rehmke 80 Zähre all.

Geheimrat Pros. Dr. Rehmke, der bekannte Greifswalder Philosoph, feierte, wie aus Mar­burg gemeldet wird, dort am 1. Februar in Gesundheit und Frische seinen 8 0. Geburts- t a g. Geboren in Elmshorn einer westholstein- schen Bauernfamilie entstammend als Sohn eines Lehrers, studierte er nach dem Besuch des Gymnasiums Christianeum zu Altona in Kiel und Zürich Theologie und Philosophie, war nach dem Bestehen der theologischen Staatsprüfung in Kiel (1871) und Erwerbung der philosophi- scheu Doktorwürde in Zürich (1873) von 1875 bis 1883 Gymnasialprofessor in 6L Gallen (Schweiz), habilitierte sich 1884 in Berlin für Philosophie und wurde bereits 1885 Professor in Greifswald, wo er bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand (1921) gewirkt hat. Seitdem lebt Geheimrat Rehmke in Marburg a. L., wo er an der Universität vor einer zahlreichen Zu­hörerschaft noch feine philosophischen Vorlesungen hält.

Geheimrat Rehmke, ein echter Holsteiner, ge- i hört zu den seltenen Persönlichkeiten, in benen 1 sich Klarheit und Scharfsinn des Geistes mit 1 Lauterkeit des Charakters und Güte des Herzens verbindet. Allseitig geschätzt und verehrt, ist es ihm jetzt vergönnt, zu sehen, wie sein Lebenswerk, die in zahlreichen Schriften (z. B. Philosophie als Grundwissenschaft; Lehrbuch der Psychologie; Logik der Philosophie als Wissenslehre; Grund­legung der Ethik als Wissenschaft) niedergelegte grundwifsenfchaftliche Philosophie, die seit meh­reren Jahren durch die von der Johannes- Rehmke-GeseUschaft (Greifswald) herausgegebene ZeitschriftGrundwifsenschaft" verbreitet wird, im In- und Ausland sich einer steigenden Beachtung erfreut.

Letzte Nachrichten.

Müller-Wieland verhaftet.

Frankfurt a.M., 2.Febr. (W.S.N. Draht- melbung.) Der frühere Verwaltungsdirektor der Städtischen Bühnen - A. - G., Müller- Wieland, ist gestern auf Veranlassung der hiesi­gen Staatsanwaltschaft in Leipzig f e ft g e n o m » men worden. Gegen ihn ist die Voruntersuchung wegen Untreue, Betrug, Unterschla­gung, Urkundenfäls chu n g und Verstoß gegen das Handelsgesetzbuch eröffnet worden.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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. 0

30

*

IungbanS .....

. 6

86,1

85 5

*

llechrverke .....

. 8

121

Moinkrainverke .....

. 8

Miag .....

. IC

139

138.25

Nekarlulmer ......

8

100

100

101

PereiS Union . .

. 8

112.5

112

Gebr Roeder ....

. 11

5mot A Haefiner ....

6

180

Sudd .Redet

0

140

141,76

Banknoten.

Berlin. 1 Fevr

1

ueib

I tönet

Llmerikantiche Roten. . .

4J71

4,191

belgische Noten ... .

.Daniiwe Noren.....

-

58.29

111.93

58,53

112,37

Englische Noten . . . .

20.38:3

1 20.463

Telegraphische Auszahlvng.

Berlin l. Febr.

Geld

Bries

Hraruüiische Noren.....

TO8

Holländische Noten .

168,61

169.29

Italienische Noten.....

22.225

22.305

Norwegische Noten......

111.20

58,97

111.64

Deutsch-Lcsterr., ä 100 Kronen

59,21

Rmnauische Noten......

2.58

2.60

Schwedische Noten......

112,18

112.62

Schweijer Noten.......

80.66

80.98

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

70.14

71.42

12.385

12.445

Ungarische Noten - -

73 05

73.35

Devisenmarkt Berlin

Frankfurt a. M.

1 Febr

8. Febr.

Amtliche Nori, runa

Ärmliche Notierung

Geld

Briet

Äeld

Brief

Ämrr.'Nott

168,92

169,26

168,85

169,19

Bucn^LtreS

1.791

58,34

1,795

1.790

1.794

Brsi.-Äorw

58,46

58,31

58,43

Edristiania

111,41

111.63

111,36

111.58

Vovenbagen

112,18

112.40

112,14

112,36

Stockdolm

112,44

112,Gb

112,441

112.62

Helsingforö. (ktalieo.

London. .

10,552

22,195

10,572

22,235

10,545

22,19

10,565

20,413

20,453

10, «04

al,444

Wem)ort . .

4.1910

4.1990

1.188.5

i, 196.«

Paris...

16,46

16,50

16,4u

16,49

Schweiz . .

80,63

80,79

80,<)6

0,72

Sva »ten .

71,31

71.45

71,58

71,72

Japan . .

1,965

1,969

1.960

1.970

stto de Fan Wien In D -

3.505

0,507

3.5025

d.5045

59.12

Ceft. abgest

-9,05

d9,17

□9,00

Prag . Bel irad

12.423

12,443

12,414

12,4.34

;,87t

7.38C

7,363

7,377

Budapest.

73,30

73,44

73,21

73,38

Bul arien

1,030

3,036

3,037

3,03:4

Lissabon

20.86

20.91

19,78

19.82

Danzig

81,62

81,78

81,59

81,73

Konst nttn.

1,125

2,129

i, 125

2,129

Vltben

>,544

5,556

5.574

5.58»

Eanada

4.184

4.192

1,180

4,188

Uru uav

4,286

4,294

4,27b

4,284

«stro

20.935

20 975

20.932

20.972