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DaS Gericht verurteilte den Angeklagten wegen gewinnsüchtiger Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug zu 3 Monaten Gefängnis und zur Tragung der Kosten.

Ein schwerer Junge in der Person eines vorübergehend in Wetzlar wohnhaft gewe­senen angeblichen Landwirtschaftsgehilfen stand wegen eines schweren Diebstahls, zweier ein­fachen Diebstähle, Widerstands und intellektueller Urkundenfälschung unter Anklage. Er wurde be­schuldigt, einen Einbruchsdiebstahl im Juli 1927 in Ahlbach bei Limburg, sowie zwei Fahrrad­diebstähle in Wetzlar und Dillenburg ausgeführt zu haben, einem Polizeibeamten auf dem Trans­port tätlichen Widerstand entgegengesetzt, sowie sich eines salschen Namens bedient zu haben. Unter falschem Namen hat er sich einmal in das Gefangenenbuch des Gerichtsgefängni ses Herborn und das andere Mal beim Gerichtsgefängnis Wetzlar eingetragen, und ein drittes Mal vom Amtsgericht Wetzlar rechtskräftig verurteilen las­sen. Daß der Angeklagte ein Mann vom Fach ist zeigte einerseits sein Sündenregister mit be­reits 22 Borstrafen, andererseits s:in Auftreten vor Gericht. Das Gericht erkannte auf eine Ge­samtstrafe von zwei Jahren sechs Mo- notenZuchthaus. Zwei wei ere Personen au3 Wetzlar, die als Hehler angeklagt waren, erhiel­ten Gefängnisstrafen von 3 b z w. 1 M o- u a t.

Ein Provisionsreisender hatte, um seinen Ver­dienst zu steigern, auf Bestellzetteln fingierte Unterschriften aufgeführt und erhielt dadurch ihm nicht zukommende Spesen, durch die er seine Ar­beitgeberin um ca. 150 Mk. schädigte. Das Ge­richt verurteilte ihn wegen schwerer Urkunden­fälschung und Betrugs zu sechs Monaten Gefängnis unter Auferlegung der Kosten.

Aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurde ein Gärtner aus Frankfurt a. M. Er war ge­ständig, mit einem angeblich unbekannten Kom­plizen gemeinschaftlich in Herborn einen Ein­bruchsdiebstahl verübt zu haben. Die Täter ent­nahmen, nachdem sie vorher die Schaufenster­scheibe eingeschlagen hatten, der Schaufenster­auslage einen Mantel, sowie einen Ballen Stoff. Durch Alarmschlagcn der Aachbarschaft muhten sie flüchtig gehen. Der Angeklagte ging nach Sinn und fuhr mit der Bahn nach Wetzlar, wo er beim Verlassen des Zuges von der Polizei in Empfang genommen wurde. Don dem angeb­lichen 5SeIfer war keine Spur zu finden. Da der Angeklagte schon erheblich vorbestraft ist, erkannte das Gericht wegen schweren Diebstahls, begangen im strafschärfenden Rückfalle, auf 2 Jahre Zuchthaus.

Wirtschaft.

Oie Dresdner Bank im Zähre 1927.

Der in der gestrigen Aufsichtsratssitzung der Dresdner Bank vorgelegte Geschäftsab­schluß für 1 9 2 7 weist einen Rohgewinn von 77,22 Millionen Mark (i. V. 70,96) aus. Hier­von erbrachten (alles in Millionen Mark) Wechsel, Zinsen, Sorten und Zinsscheine 32,61 (30,28), Pro­visionen 42,21 (38,91), Erträgnisse aus dauernden Beteiligungen bei anderen Banken und Bank-irmen 1,46 (1,18), sonstige Einnahmen 0,32 (0,36); d .gen erforderten Handlungsun'kosten einschl. Pensionen und Abfindungen 56,66 (54,52) und Steuern 7,49 (4,52), so daß unter Hinzurechnung des Bortr-ages in Höhe von 628 135 Mark ein Reingewinn von 13 072 564 Mark (11911108) verbleibt.

Der auf den 3. April einzuberufenden General­versammlung soll die Ausschüttung einer D i v i - dende von 10 v.H. (wie im Vorjahr) vorge­schlagen werden. 1,6 Millionen Mark sollen dem Reservefonds zugeführt werden, der sich dadurch auf 32 Millionen Mk. gleich 32 v. H. des Aktienkapitals erhöht; 0,3 Mill. Mark sollen dem Pensionsfonds überwiesen werden.

Der Umsatz auf einer Seite des Hauptbuches betrug im Jahre 1927 rd. 185 Milliarden Mk., gegen 141.5 im Jahre 1926.

2n dem Geschäftsbericht werden u.a. fol­gende 'Ausführungen gemacht: Die Weltwirtschaft hat auch im vergangenen Jahre noch die ungesun­den Symptome der Nachkriegszeit aufgewiesen. Die Ueberschuldung einzelner wichtiger Länder durch die politische Zersplitterung bedingte die Unausgegli­chenheit zwischen Erzeugung und Absatz und die ge­schwächte Kaufkraft Europas. Die Erhöhung des allgemeinen Wohlstandes kann nur dadurch erreicht werden, daß man die G ü t e r e r ze u g u n g und den internationalen Handel' von den Hemmungen befreit, die durch die unge­sunde Erweiterung des Gedankens wirtschaftlicher Autarkie entstanden sind. In dem Freihandels- b»kenntnis auf der Weltwirtschaftskonferenz in wenf kann nur dann ein Fortschritt erblickt werden,

wenn es von den politischen Instanzen der Welt praktisch ausgewertet wird Die Bereinigten Staa­ten sind in den Mittelpunkt aller Erörterungen über die Gesundung der Weltwirtschaft gerückt. Zweifellos hat die Diskont- und Kreditpolitik der Federal-Reseroe-Banken zu einer Verstärkung der amerikanischen Gold- und Kapitalausfuhr beigetra­gen und damit die Entwicklung insbesondere der europäischen Länder wesentlich gefördert. Wie das gestörte Gleichgewicht zwischen den Ver­einigten Staaten und Europa (die För­derung der eigenen Warenausfuhr und Hemmung der fremden Einfuhr seitens Amerika) hergestellt werden soll, ist ein Problem, ohne dessen Bereini­gung die Weltwirtschaft nicht zur Ruhe kommen kann. Infolgedessen gehört auch die deutsche Frage zu den weltwirtschaftlichen Komplexen; die Transferfrage ist eine solche güterwirtschaft­licher Natur.

Im vergangenen Jahre brachte Deutschland die erste wirkliche Aufwärtsbewegung bei Steigerung der Umsätze um ca. 14 bis 15 v. H., die sich unter voller Einsetzung der produktiven Kräfte vollzogen hat. Aus dem Charakter der Konsurnkonjunk- t u r 1 9 27 erklärt sich, daß trotz erheblich gestei­gerter Umsatzmengen und verbesserter Einrichtun­gen der Nationalisierungserfolg in der Preisbildung noch nicht sichtbar geworden ist. Die Wirtschaft ist in der zweiten Jahreshälfte in eine Jnvestitionskonjunktur eingetre= ten. Die bedenkliche Preisentwicklung in den Schlüsselindustrien in der letzten Zeit kann für die Fortsetzung dieser Konjunktur maßgebend werden.

Zu dem Rechnungswert ist im einzelnen zu be­merken: Die Gewinne auf Effekten- und Konsor­tialkonto, die einen nicht unerheblichen Buben ge­bracht haben, sind wieder zu internen Abschrei­bungen und Rückstellungen verwendet und vorher atecbicht worden. Das Unternehmen war nicht in die Notwendigkeit verseht, auch nur einen ein­zigen Kunden nach dem Maizusammenbruch zu exekutieren. Die Bank ist in der Hereinnahme von Geldern an sich zurückhaltend gewesen. Da die Geldzuflüsse aus dem Inlands nicht genügten, um das steigende Kreditbedürfnis ausreichend zu decken, wurde die Heranziehung von Ausland- kapital wichtig, wie aus der Steigerung des Postens Gläubiger hervorgeht. In diesem sind 25 Prozent Valutagelder enthalten, die zu 75 Prozent durch Valutawerte, in Wechseln, sowie in Rostrogukhaben bei Banken und Bankfirmen, gedeckt sind. Die lebhafte Einfuhrtätigkcit und be­sonders die Preissteigerung in einzelnen Roh­stoffen (Baumwolle führte zu einer erhöhten Be­anspruchung von Rembourskrediten), so daß die Vorschüsse auf Waren und Warenverschi fungen eine Steigerung von nicht weniger als 82,3 Mil­lionen Reichsmark aufweisen. Die Debitoren setzen sich in der Hauptsache an Krediten aus Textil­und LeLensmitteluntemchnunzen zusammen, während die Kredite an die Schwerindustrie ge­nau wie in den vergangenen Jahren einen wei­teren leichten Rückgang erfahren haben. Die De- amtenzahl Ende 1927 betrug 8470 (8622 Ende 1926), die Zahl der bei der Bank geführten Konten 270 000 gegenüber 260 000 Ende 1926. Im neuen Geschäftsjahr ist das Börsenge'chäft absolut leblos, das Anlagegeschäft weiter befriedigend. Das Kreditgeschäft hält sich infolge der regen Rachfrage auf der bisherigen Hohe. Ein Rück­gang im Zufluß von Auslandgeldern konnte die Verwaltung bisher nicht feststellen.

Nachlassen -er Eisenkonjunktur.

Infolge der großen Verkäufe, die vor der Eisenpreiserhöhung getätigt worden sind, hat, wie dieDeutsche Bergwerkszeitung" meldet, die Abschluhtätigkeit auf dem Eisen­markt nachgelassen. Der Markt ist mit Material zunächst ziemlich gesättigt. Sa sind Händler und Verbraucher z. B. in Stabeisen bis Ende März versehen. Mit anderem Material geht es ähnlich. Hemmend auf die Verkaufstätig­keit wirken ferner der Kampf im Eisenhandel, der Streik der Metallarbeiter, die Zurückhaltung des Eisenbahnzentralamts, das Nachlassen der Bautätigkeit und anderes mehr. Der Bedarf des deutschen Marktes ist aber noch außerordent­lich groß und wird nicht in kurzer Zeit voll­ständig gedeckt werden können. Die sich der Bedarfsdeckung entgegenstellenden Hemmnisse müssen zunächst überbrückt werden. Es darf fer­ner nicht unberücksichtigt bleiben, daß nach der Preiserhöhung die Einfuhr von auslän­dischem Material in verstärktem Maße eingesetzt hat. Die Verkäufe des Stahlwerksverbandes zu neuen Preisen sind noch verhältnismäßig gering. In der Hauptsache hat er Awi-Ceschäfte hereingenommen. Ferner hat er sich gezwungen gesehen, die Werke zu bitten, sich an dem Verkauf von Exportmaterial, welches über den festgesetzten Sah von 20 Prozent hin­

ausgeht. zu beteiligen. Diesem Wunsch ist der größte Teil der Werke nachgekommen. Die Spezifikationen sind bei den Werken gut ein­gegangen.

D i e R e i ch s i n d e xz i f f e r für die Lebenshaltungskosten im Februar. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungs­kosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuch­tung, Kleidung undsonstiger Bedarf") ist nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den Durchschnitt des Monats Februar mit 150,6 gegen 150,8 im Vormonat nahezu unver­ändert geblieben. Die Indexziffern für die ein­zelnen Gruppen betragen (1913/14 100) für Ernährung 151,2, für Wohnung 125,6, für Hei­zung und Beleuchtung 146,1, für Kleidung 167,9, für den sonstigen Bedarf einschließlich Verkehr 185,8.

* Buderussche Eisenwerke A. ©., Wetzlar. In der gestrigen Aufsichtsratssitzung wurde der Rechnungsabschluß für das Geschäfts­jahr 1927 vorgelegt. Der auf den 19 April d. I. nach Wetzlar einberufenen Generalversammlung soll die Verteilung einer Dividende von 5 Proz. (i. V. 0 Proz.) vorgeschlagen werden.

* Peters Union 21.-©., Frankfurt a. M. Die G.-D. erledigte die Regularien. Es gelangen für das Gefchä tsjahr 1923/27 für die Stammaktien 8 Proz. und für die Vorzugsaktien 7 Proz. Dividende zur Verteilung. Durch Sat­zungsänderung wurde das Stimmrecht der Vor­zugsaktien vom Dreifachen auf das Einfache und in den drei bekannten Fällen vom 30sachen auf das Ibsache reduziert. Ferner wurde der am 1. Februar 1928 aus dem Vorstand ausgeschie- dene Direktor Heinrich Peter neu in den Auf- fichtsrat gewählt. Ueber die Geschäftslage führ'.e der Vorsitzende aus, daß das Unternehmen gut beschäftigt sei und daß sich gegenüber der korre­spondierenden Zeit des Vorjahres der Absatz so­wohl in Stückzahl, als auch wertmäßig gehoben habe. Auch für das laufende Geschäftsjahr werde ein befriedigendes Ergebnis erhofft.

* Auslandanleihe der Württember­gs s ch e n Notenbank. Die Württembergische Hypothekenbank hat an ein holländisches Konsor­tium von Banken vier Millionen Goldmark 7 proz. kapitalertragssteuerfreie Hypothekenpfandbriefe zum Kurse von 93,5 Proz. begeben. Die Emission soll zum Kurse von 96 Proz. holländischer Usance er­folgen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., l.März. (Eigener Draht­bericht des Gießener Anzeigers.) Tendenz: etwas fester. An der heutigen Börse machte die Bes­serung der Stimmung einige Fort­schritts. Die Annahme ter Frsigabsbill im amerikanischen Repräsentantenhaus befriedigte. Die U m s a tz t ä t i g k e i t blieb jedoch stark eingeschränkt, da dis Streiklage in der Ber­liner Metallindustrie zur Zurückhaltung mahnt. Ferner verwies man auf den angespannten Geldmarkt. Der Zahltag bereitete jedoch keine Schwierigkeiten. Da in verschiedenen Spezialwer- ten noch ein beträchtliches Dekouvert bestehen soll, schritt die Spekulation zu Deckungen. Von Publi- kumsscike blieb das Interesse außerordent'ich ge­ring, da aber andererseits auch nur wenig Ab­gaben vorgenommen wurden, waren bei den ersten Kursen überwiegend Besserungen von 1 bis 2 Prozent zu verzeichnen. Zellstoff Waldhof reger gefragt und plus 3,5 Prozent. Am Elektro- markt zogen Bergmann 1,5 Prozent an, Sie­mens plus 1,75 Prozent und Licht & Kraft plus 1,75 Prozent. J.-G.-F arben eröffneten trotz größerer Umsätze nur gut behauptet. Auch Scheide- anstalt unverändert. QI u t o a f t i e n weiter ge­fragt. Kletzer plus 1,25 Prozent, Daimler plus 2,5 Prozent. Rheinstahl zogen 2 Prozent an. Phönix waren nicht ganz behauptet. Am Ban­ke n m a r k t waren Dresdner nur knapp behand­let. Deutsche Anleihen zogen geringfügig an. Dyckerhoff blieben gefragt und plus 4 Pro­zent. Im weiteren Verlause wurde das Geschäft außerordentlich still, und die Kurse bröckelten etwas ab. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 8 Prozent. Im Devisen- verkehr lag die Reichsmark fest mit 4,1865 gegen Kabel und 20,427 gegen London. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,18, Madrid 28,86. London-Kabel 4,87925.

Berlinc. Börse.

Berlin, 1. März. Auch heute ging eine feste Grund st immung von Spezialpapieren aus. An erster Stelle lagen Polyphon auf an­gebliche Auslandkäufe 8,25 Proz. höher. Von einer Beteiligung des Publikums am Geschäft war wieder kaum etwas zu merken. Ungünstige Nachrichten, so über die überall ausbrechenden Lohnkämpfe, Kündigungen und Arbe't r.mtlassun- gen fanden kaum Beachtung. Auch die Annahme

der Freigabebill im Repräsentantenhaus wurde nur zur Kenntnis genommen. Für M on» t a n to e r t e stimulierte die Dollaranleihe bei Gelsenkirchen. Die Kurse waren teilweise un­verändert, teilweise 1 bis 2 Proz. befestigt. Ge­winne bis zu 5 Proz. hatten Schubert & Salzer, Waldhof und Berger zu verzeichnen. Heimische Anleihen unverändert. Ausländer ge­schäftslos. Pfandbriefe still. Nach den ersten Kursen verhielt sich die Spekulation abwartend. Die Kursgestaltung wurde unsicher. Montan- werte bis 1 Proz. schwächer. Auch Elektro­werte abbröckclnd. Am Geldmarkt ist eine kleine Erleichterung eingetreten. Der Zahltag ist so gut wie überwunden. Im späteren Verlaufe änderte sich wenig, die Tendenz neigte weiter zur Schwäche.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 1. März. Die gesamte Marktlage ist fest, doch ist das Geschäft ruhig. Die Weizenpreise ziehen an, desgleichen die Roggenpreise. Mehl findet nur geringen Absatz. Kleie zur prompten Lieferung ist weiter gesucht. Mais und Hafer sind ebenfalls gefragt und weiter fest. Die übrigen Kraftfutter- mittel haben wenig Nachfrage. Futter- und Nachmehle lustlos. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 25,50; Weizen 3, geringere Beschaffen­heit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit 22,75 bis 23,25; Roggen 25,25; Sommergerste für Brau- zwecke 29 bis 31,50; Hafer, inländischer 24,50 bis 25; Mais (gelb) für Futterzwecke 23; Mais (gelb) für andere Zwecke 23 70; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37 bis 37,50; Roggenmehl 34 bis 33,25; Weizenkleie 14,10 bis 14,25; Roggenkleie 15 bis 15,25.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. QU., 1. März. Auf trieb: 95 Rinder, 1195 Kälber, 323 Schafe 407 Schweine. Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 72 bis 76 Mk.; mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 71; geringe Kälber 56 bis 64. Schafe: Mastlämmer und jüngere Mafthämmel (Weide- mast) 51 bis 54; mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 40 bis 50. Schweine: Vollfleifchige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 57 bis 60; von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 57 bis 59; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebend­gewicht 56 bis 59; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 56 bis 57 Mk. Marktverlauf: Kälber und Schafe mittel­mäßig, ausverlauft; Schweine ruhig, ausverkauft.

Vermischtes.

Friedhofsschändung.

Der jüdische Friedhof in Essinaen (Pfalz) mürbe von zwei jungen Burschen im Alter von 17 bis 19 Jahren verwüstet. 42 Grabsteine wurden umgeworsen und dabei teilweise zerstört. Die Staatsanwaltschaft hat die näheren Ermittelungen ausgenommen. Der Friedhof ist nahezu tausend Jahre alt.

Kunst und Wissenschaft.

Rainer QHa.ia Rilles Briefe.

Vom Insel-Verlag wird uns geschrieben: Nach­dem im vergangenen Jahr dieGesammelten Werke" Rainer Maria Rilkes in der vom Dichter noch bestimmten Gestalt erschienen sind, ist die Zeit gekommen, den Nachlaß Rilkes zu bearbeiten und eine Ausgabe seiner Briefe vorzubereiten. Es entspricht dies auch dem letzten Willen des Dichters, worin er ver­fügte:Da ich, von gewissen Jahren ab, einen Teil der Ergiebigkeit meiner Natur gelegentlich in Briese zu leiten pflegte, steht der Veröffent­lichung meiner, in Händen der Adressaten etwa erhaltenen Korrespondenzen (falls der Insel- Verlag dergleichen Vorschlägen sollte) nichts im Wege." Zur Förderung dieser Arbeit werden die Besitzer von Briesen und ungedruckten Manu­skripten Rainer Maria Rilkes gebeten, diese an die Tochter des Dichters, Frau Dr. Carl Sie­ber, Garmisch, Oberbayern, O errnühle, zur Ab- schri tnahme einzusenden. Rück endung erfolgt in kürzester Frist. Gleichzeitig wird darauf auf­merksam gemacht, daß jede Veröffentlichung aus der ungedruckten Hinterlas'enfcha t des Dichters der ausdrücklichen Genehmigung dec Rechtsnach­folger bedarf.

Singen mit belegter Stimme ist ein Unbing. Sie werben rasch eine flare Stimme haben, wenn Sie einige Pastillen Say'e ©ebener lm munbe zergehen lassen ober in warmer Misch auflöfen unb langsam trinken.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

_______®ie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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16,495

80,70

71 82 1,964 0.506

69,07 12,42 7,374 73,25

3,028

19,42

81.79

2,104

5,546

4.186 4.284

20 974

168,29 1.789 58,28

111.41 112,09 112,20 10,553 22,145

20,408 4.1830 16,455

80.53 70 73 1.961 0.5035

*8.415 12,397

7,3t 0 73,13 3,022 19,28 81,62

2,094 5,534

4.17!

4,276 20.932

168,63 1.793 58,40

111.63 112,31 112,51 10,553 22,185 20,448 4,1X10 16, .9a

80,69 70.87 1,965 0,50.5

59.07 12,417

7,374 73,27 3,028 19.42 81.78 2,098 5,546 4,182 4,284

20.472

Berlm, 29 ftebr

| >velo | ^juei

Amerikantsche Roten. . . Belgische Noten ... . Dänische Roten.....

Englische Noten ....

-

|lb7 58,13 111.78 I 20,377

4,187

58,37

112,22

1 20,457