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1849
2029
der
1017 1118 Bank
Millionen Reichsmark 31.12. 1913 31.8 1927
davon
innerhalb 7 Tagen fällig
darüber hinaus bis zu drei Monaten fällig
nach drei Monaten fällig ES muh für jede
2089
225 fundamental« fein, dah fie
(Einlagen auf provisionsfreier Rechnung
.fügten, waren am L Januar 1924 nur noch 0.81 Milliarden Reichsmark übrig geblieben, die inzwi- jchrn wieder auf 1L5 Milliarden Reichsmark geftei- gen werden konnten. Die weit größere Rolle fpieltm -jr die ftrebügetDährung der Banken auch in der Vorkriegszeit die fremden Gelder Ihr (Befamtbe- trag hat gegenwärtig mit 8,6 Milliarden Reichsmark iogor den Nominalbetrag von 1914 wieder erreicht. ~oUtf roirflt* der Dorkriegszustand auf diesem ®e« b ete wieder bergefteUi f«m, io mühte allerdings „nier Beruiks.chtigung der veränderten Laufkran die- jer Nominalbetrag etwa 50 Prozent gröber fein als damals.
2n*r auch so wäre es vollkommen falsch, auS der rntrradlung der Bankdepoftten auf eine enr'prc-chend starke inländi«che Äainlalbtl» öung -u 'chl^ßen. Bei Licht betrachtet flieht die Quelle dieser fremden Mittel nur zum geringeren Xe 11 auS wirklicher Sparbildung d. h Ginschrän- lung dcS Konsum» bzw. Entstehung von lieber» schuffen über den Konsum hin.ius Zum gröberen XeU handelt «S sich neben den Zuflüssen auS ausländi.!chen Äre ;.ten um flü'fige Sririeosintttri eS Jnlan cd. die nur ganz kurzfristig bei den Banken als Guthaben gehn len wer'.vn. um lehr
fjnkflfn gekommen. Die deutsche Rapilalarmut ent- hüllte wieder ihr wahre; Gesicht. Die Folge war ein erneuter starker Rückgriff auf die Hilfe des Aus- ianöes. Damit ist das ganze Problem der Auslands- Verschuldung erneut in den Vordergrund geruckt worden Man mag mit gewichtigen ober weniger gewichtigen Argumenten lür oder wider die Zunahme unserer Derschuldung an das Ausland kämpfen. (Eins ist jedenfalls unbestreitbar: dah die kurz- und lanafrifligen Auslandkredite in ihrer Gesamtheit für Deutschland em. wenn auch notwen- biges liebel, so doch jedenfalls ein liebel sind. Alle Hebertegungcn, ob sie dem Gebiet der Währungspolitik, der Produktion»- oder fanbelspolitiZ entstammen, müssen zu dem (Ergebnis führen. Sah es
Grundsatz ihres Kreditgeschäftes
Geld nur in der gleichen Weise ausleihen darf, wie sie selbst es erhalten hat, d. h. dah sie Geld nicht langfristig anlegen darf, das ihr kurzfristig überlassen wurde. Hinzu kommt, dah von dem Recht des täglichen Abrufs der Guthaben heute ganz anders Gebrauch gemacht wird al» früher. Die Danken muffen also im Interest« der Aufrvchterhaltung ihrer eigenen Liquidität darauf bedacht fein, chre langfristigen Ausleihungen zu beschränken. AIS Folge dieser ,$urüct,)lk bunq muh manches an sich ortvchrigte Kreditbedürjnis der Wirtschaft zu hn? kommen, darunter leiden Industrie und Handel ebenso
dringend roun|d/e'ismert ist, die Bergroherung un- , ™- ; ~
serer Tributoer Dichtung an das Ausland durch die folgenden Zistern iHuftrtert • ‘—rten i
bald wie'« zwecks anderw.-i:iger wirt'chaftltcher Berwenduna abgez gen zu wer-en. 3m Geaen- >atz hierzu standen in dem reiferen Deutlchland der Bork, .egszeit den Banken in viel höheren Beträgen wirkliche Spart-epofiten zur Bersügung. die ihnen auch eine entsprechende gröbere Bewegungsfreiheit in dem aktioen Kreditgeschäft crmöglichei.. Die in dies« ^ziehttng ringet re- 'enc Verschlecht« rting wird lehr deutlich durch
deutschen Kapitals zu führen.
Wie vergröbern wir den deutschen Äapitalfonbs? Die Antwort lautet, auf eine kurze Forme! gebracht: Durch Arbeiten und Sparen! Soll neues Kapital ge- bildet werden, sei es in Form von flüssioem Betriebs- kapital, sei r, in Form von festem Anlagekapital (Fabriken. Maschinen ufro.), so kann das nur so geschehen. dast durch Arbeit neue Werte gc|d)affen wer- den und ein Teil dieser Werte nicht unmittelbar konsumiert. sondern aufbewahrt wird, um in irgendeiner ,7orm im weiteren Produktionsprozeß als Hilfs- mittel zu dienen, die Arbeit durch „Kapital"-2^rwen- bung produktiver zu machen. Die Wahrheit des lotzes, dah alle Kapitalbildung auf Arbeit und Spa- en beruht gilt für bi- Gesamtwirtschaft wie für den einzelnen Was bei dem einzelnen private Erspar- uisie sind tritt bei der Gesamtheit als Erzielung volkswirtschaftlicher Ueberschüsse in die Erscheinung.
Die Ergiebigkeit der Arbeit ist also ebenso Tor- aussetzung für das Entstehen neuen Kapitals wie die Erzielung von Neberschüsfen der Produktion über den Konium. der Einnahmen über die Ausgaben. Dost Mr deutsche Wirtschaft in ihrer Gesamtheit nach her Krieg"- und Inflationskatastrophe die Fähigkeit, Ueberschuffe zu erzielen, wiedererlangt hat — wenn auch diese Fähigkeit namentlich durch die Repara- tlonelaften sehr empfindlich eingeschränkt ist —, beweisen die Ueberschüsse der gewerblichen Unternehmungen, beweist der Wiederaufbau des Kapitalmark, les. Sieht man von dem oben angebeuteten Rück- schlag ab, der hier in letzter Zeit eingetreten ist, so ist doch, die Gesamtheii der letzten Jahre ins Auge qefaftt, her inländische Kapitalmarkt wieder zu einem sehr stark mitbeftimmenben Faktor geworben. Der Anteil der langfristigen Auslandbarlehen ist trotz seiner groben Ausdehnung nicht so absolut beherrschend gewesen, wie es anscheinend vielfach angenommen wird Daneben geben auch andere Anzeichen, wie die Entwicklung der Bankdepositen ober des Lebensoersicherungsgeschäfts, Zeugnis von oerhei- tzungsvollen Anfängen neuer Kapitalbildung im In-
Wollen die Banken die überaus bedeutsame Auf- gäbe, die ihnen in dem Rahmen der modernen Kre- ditwirischast ganz allgemein, in einem fapitafarmen Lande wie Deutschland aber mit besonderem Rach- druck vifällt. wirksam erfüllen, so bedürfen sie als Kreditnermitiler dazu des reichlichen Zustroms fremder Mittel. Die eigenen Mittel der deutschen Banken sind unter den Wirkungen der Inflation stark zu- lammengeschmolzen. Don 3,34 Milliarden Mark Aktienkapital und Reserven, über die sie 1914 per-
Rrioute Derschuldung auf den denkbar gerings! mfang zu beschränken. Gerade im Hinblick auf die Auslands Verschuldung und ihre außenpolitischen Zu- sammeichänge (Reparationsiragen, im besonderen Iransferprobtem!) ist es überflüssig, im besonderen den Beweis für die Rotwendigkeit der Neubildung
m.e die Mittelstandskredit«, die briarmtltd) annähernd zur Hälfte ihres Gesamtbetrages von priiMtcn Banken und Banksirmen Herrichten. Die Banken können aber diele Zurückhaltung nur in dem Blaste ausgeben, wie ihiten als Folge fort* geschrittener innerer Kapitalbildung, also Spar- tätigtet, In vermehrtem 11 mfang langfristige Depositengelder zufllehen.
Auch die neuerliche Anspannung deS Dell», marftee, die tn der Gr ho bang deS Reichs bank- sacheS auf 7 Prevent ihren sichtbaren Ausdruck gefunden hat, ist letzten GndeS nur der Ausdruck einer gegenüber vem Bedarf für 3xv vestitirmen und Umsatzsteigerung völlig unzulänglichen Grösse der inländischen Kapitalvorrate und KapitcrlttldungSkrafte. Auf ihre Stärkung kommt schlechthin alles an. Dazu gehört nicht nur, dah die Ergiebigkeit der deutschen Arbeit, durch technische und organisatorische Verbelle- rungen lGrsparnisse im inneren Betriebe) gesteigert, gesamtwirtschaftliche Ueberschüsse erzielen lästr und volkswirtschaftliche Aeseroenoildung möglich macht. 3n dieser Richtung ist Zuversicht berechttat. Hinzu kommen muh der Sparwill« jedes einzelnen. Gewih ist in einer AKrtfchaft mit Kapitalüberschuh und entfpvechend reichlicher Einkommensgestaltung deS einzelnen daS Sparen wesentlich leichter als in einem Lande, dem alle Dinge fo viel knapper zubenies sen find. Aber ein entschiedener Sparwille schafft viele Möglichkeiten. ES heißt nur die Folgerungen aus unserer wahren wirtschaftlichen Lage ziehen, axim tixr unS nachdrücklichst darauf besinnen, nicht nur rin | sleihigeS Volk, sondern auch wieder ein spar-
Ne heimische Kapitolkrast als völlig unzulänglich er- weist. E.ne Zeitlang hatte es den Eindruck, als ob der inländische Kap,talmarkt allmählich wieder so weit erstarkt *ei, dah er im groben und ganzen m der Lage sein werde, nunmehr Zm fortlau'enden ve- dürfnisse der Ljirr<chatt aus Eegenem -u erfüllen. 3m Mre 1926 und wahrend der erfBn Monate des 3-^res 1927 war es möglich, in ftonbig st.igenden Betrügen festoerz-nsliwe (Ermflionen im Inlande unteruibringen. Die Erklärung für tnek Aufnahme- .ahigken la.j indesten zum 'rohen Teil m einer künsti.chen 6eU>f1ütfiflfeit, die fowvht die Folae her lUfltmisiaen Lirtichaftsdeprefsivn wie des reichlichen hereinfHetzens oon Auslandsgeld war.
Die letzten Monate haben das Bild völlig oer- ändert. Mit dem Konjunk tu rauf schwang und der aus ihm sich irgebenben Gridanfpannung ist die Huf- ruAmc ■^gfeit des heimischen anlagemarftes zunt
sameS Volk ju werden. Die fachgemLhe Ver- wendung edeS eriparltn Kapitalteils, vornehmlich in Händen her für die Kapital- und Kreder- verm.ttlung lerutenen Banrinltitute. fteijen f einen IS.rkungsgraü. und der Auyen iehri im Krei-lauf des wirtschaftlichen Levens vielfältig zurr. Sparer zur Ick.
Oberheffen.
L'anDlrae Mirftcn
: Aus dem 8 u f e d e r Tal, 30. Oft. Dee Bestellung der Wintersaat ist beendet. Das trockene ijerbflroetter hat bie Arbeiten sehr gefördert. Die junge Laut, besonders der Roggen, der zuerst in die Erde gebracht wurde, ist gut aufgel .uien und weist einen regelmäßigen ctanb auf Nunmehr Derben die (Bärten und die Saatbeete im Feld abge- erntet und der Dinterruhe übergeben.
h Annerod, 30 Ott. Die Gemeinde hat in entgegenkommender Weise eine Autoha11 e zur Unterbringung der beiden Autobusse, die den Verkehr zwischen Gietzen und hier bewältigen, e r • bauen (offen. Der Unternehmer Karl fj o o s aus (Bitten ist nunmehr mit feiner Familie hierher Übergesiedelt. Somit kann das Unternehmen für d e Zukunft als gesicher t gelten. — In diesen Tagen wurde die älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Sophie Pfeffer geb. Seipp, z u Grabe getragen Sic stand im 89. Lebensjahre und war bis zu ihrem kurzen Krankenlager körperlich und geift-g rüstig. Roch im letzten Herbst sah man sie täglich bei den Feldarbeiten tüchtig Mitarbeiten. Ihr Mann, ebenfalls in Öen achtziger Jahren stehend, ist auch noch recht rüstig und Hilst bei den Feldarbeiten noch tüchtig mit
♦ Klein-Linden. 30 Oft. Die christliche Iugcndvereinigung veriammelte rid) am Samstagabend mit einem groben Teil der Einwohnerschaft im Saale der ..Deutschen Siche" zu einem Werbeabend. Aach dem Lied der 3ugenb; ..Ss rauscht durch deutsche Walder" sprach der Borsitzende. Pfarrer Göbel. über die Tätigkeit der Iugendvereinigung und ihre Ideale und Ziele. Beigen der Jugend und schöne Oieder wechselten mit Musik- vorträgen einer kleinen Kapelle von Strei ch- und Zupfinstrumenten. Im Mittelpunkt deS Abends flani) cm Lichtbildervortrag d«S Vorsitzenden über eine Wanderung, die die hiesige Iugendvereinigung vor einigen Wochen ins Dtlltal Unternommen hätte. Die von Herrn Heller gemachten photographischen Ausnahmen wurden von einem vorzüglichen Lichtbilder- apparar wiedergegeben. In seinem Schlußwort dankte Pfarrer Döbel allen, die mgeholfen hatten, den Abend zu verschönen. Auch die Gießener Iugendverri.nigung hatte mü ihrem Führer der Einladung zahlreich Folge geleistet. Mit dem dreistimmigen Volkslied der hiesigen Iugendvereinigung: ..Die Blümelein, sie schlafen ..fand die genußreiche Feier chr Ende.
(.) Lang-Gons, 30.Oft. Durch die 6t ra • ßensperre waren die Autos in der letzten Zeit gezwungen, von Lang-Gäns aus über Holzheim nach Butzbach zu fahren. Dabei hat sich ein U e b e l • stand in verstärktem Maße bemerkbar gemacht. Das ist die enge Unterführung am hiesigen Bahnhof. Daß es bei dem starken Wagen- verkehr (viele Holzheimer und (Brüninger Fuhr- werke fahren täglich zur Station Lang-Göns, dazu kommen die Wagen der hiesigen Landwirte» zu keinem Zusammenstoß kam, ist sehr auffallend. Stan- Öen doch oft mehrere Fuhrwerke hintereinander und muhten warten, bis die Durchfahrt frei war. $ür Fußgänger und besonders Kinder ein ganz gefährlicher Platz, besonders In der Abendzeit. (Bon den überfahrenen Gänsen durch Autos wollen wir ganz absehen.» Es wäre daher sehr zu begrüßen, wenn entsprechende Schritte bei der Reichsbahn getan würden, damit endlich diese Unterführung verbreitert wurde. Auch für die (Ein- wohner des neuen Teiles unseres Dorfes wäre es von Vorteil, denn gerade an dem Durchgang ist die Straße bei nasiem Wetter kaum zu passieren.
«reis Friedberg.
Z Friedberg, 30. Oft. Begünstigt durch die milde Herbstwitterung ist der O b st o e r s a n d auf Öen Wetterauer Bahnhöfen noch recht lebhaft. Es wird vorwiegend Tafelobst von Händlern auf- gekauft und verladen. Der Durchschnittspreis pro Zentner beträgt 10 Mark für gemischtes Obst. Für
die edelsten Sorten werden aber auch höhere Brekfe bezahlt.
.< Dad-Aauheim, )?. Oft Das Htbetr jährige Söhnchen des Fuhrmann- Asien- b eck er. das am Donnerstag, wie wir ber.ch- teten. vom Dach des elterlichen HaulcS auf tM Straße stürzte, ist un Krankenhaus an leinen sqiweren Verletz u ngen gestorben.
btrcit Büdingen.
L Ridda. 30. Oft Seither wurden die Brief- kosten in unserer Stadt täglich nur dreimal geleert, um 7, 17 und 19 Uhr. Zwischen der ersten und der zweiten Leerung lag also eine Zeit von 10 St mben. Rur der Br.efkaiten an der Post wurde um 13 Uhr geteert Der Briefe mit den Nachmittags- lügen befördert haben wollte, mußte sie zur Post tragen. Diesem Mißstand wird nun ooin 1. November ab durch die Toücernxüti.na abg«halfen, die die Leerung sämtlicher Brieffasteti um 12.30 Uh r anfleorbnet hat Ferner wirb auf Wunjch der Mehrzahl der Fernsprechteilnehmer vom 1. November an der durchgehende Sern- sprechdienst hier eii^geftihrt Diese 'Neuerungen werden vom Publikum freudig begrüßt, ebenso von den Bewohnern der umliegenden Orte des Postde» urfs. daß jetzt die Schalter Ichon um 14 Uhr geöffnet werden statt um 15 Uhr.
Mrne Alsfeld.
L Ober-Ohmen, 30. Oft Da sich rin Tri! unsrer Ortsftraßen. briondrS diejenigen, die das Postauto bei feiner Durchfahrt benuht, in sehr 'chl.-chtem Zustande befindet, hat der Cbemrinbtrat di? Herstellung b'fchtossen. Die Firma H Keil ist reqenwärtig mit der Anfuhr des Lchofers brichästigt. Die tn der Bähe arbeitende Dampfwalze soll die neu gedeckten Cr sstraften fritrxihcn damit sie möglichst bald wieder passierbar sind Im Ber» gleich zu anderen Orten hat unsere Gemeinde mit einem G.rahennetz von über 2000 Metern hohe Auslagen für die Instandbiltung der Orts- ftrefven, da keine Kreis- ober in., in Ist rochen
durch unter Dorf führen. Die emeinde erstrebe deshalb schon lange den Dau einer L-trache nach Höckersdorf, weil dadurch ein 'Teil der Ortsdurchfahrt in die Verwaltung ter Provinz über» ginge Austerdem macht sich das Fehlen einer Ht rasten Verbindung nach Bobenhausen unb Höckersdvrf wegen der großen Umwege lehr unangenehm bemerkbar. — Untere seit dem TEStr gange des Pfarrers Iung verwaiste Ps a erste l le ist dem Pfarrverwatter Guß mann, seither in Michelstadt, vom Landeskirchenamt übertragen worden.
L Ruppertenrod, 30. Oft Gelegentlich der Teerung der Ohmstrahe war leiten» der Provinzial straften Verwaltung von der i^e- meinde Äuppertenrod rin Zuschuß w den Kosten der Teerung innerhalb des Orts- b e r e i ch s gefordert worden. Die Htraßenver- n? al hing hatte einen Betrag von 2403 TUT ckt- lanat, der der Gemeinde Ruppertenrod zu hoch erschien. Infolgedessen wurde die Ortsdurch»ahet nicht geteert und die Arbeiten wurden erst am OrtSausgange nach Mücke zu wieder begonnen Run ist eine Ginigung zustande gekommen, da die Sttahenverwaltung di« griorderte Sunnne aus 800 M k. erniedrigt hat Aachdem schon eine große Htvvcke zwt'chen Aup- vertenrod und Mücke ne teert war. ist die Dampf- walze mit den zugehvr gen Wagen und dem Personal nach Tiuppertenrod zunickoekehrt. nm die Ortsdurchfahrt zu teeren. -Ls (XiiuVit sich um eine Strecke von etwa einem Kilometer, di« im Lause einiger Tage hrrgestellt fein wird. Unsere Ortsbürger begrüßen es. daß eine G.ntz- gung zustande kam. Hatte doch untere Gemeinde bei dem regen Auro-Berkehr seither sehe unter der Staub- und -Schnnttzplage zu leiden.
«reist Schotte«.
VHartmannshain, 30. Oft Bei den diesjährigen Treibjagden macht sich auch hier ein abnehmender Wtldbesiand bemerkbar. Erfreulich war es daher, daß die Iagdpachter die Reh- geifen schonten unb nur einige Bocke erlegten. Da» zur Strecke gebrachte Wild befriedigte wohl die 'Pacht, r nicht, besonder» in der Anzahl, um so mehr sind ihnen aber alle Freunde unseres heimatlichen Waldes für die Erhaltung des Wildbestanbe» dankbar.
Die Küchenapotheke.
Don Dr. Karl Äoot
Die sogenannten Hausapotheken enthalten be- kanntl d> mancherlei, und >ock) non nrin-
destens die Hälfte aller hygienischen Bedürfnisse mit nur einem Stoff befriedigen, nämlich mit dem bvpermangansauren Kali. Berne Lösung kann al» Ddundwafser, als Desi>> .tteL,
hita al» Han» Danipi in allen Dassen gebraucht werden, man nur darauf achtel, die Auslösung iricht zu konzentriert vorzunehmen, sondern nur rin winzige» Kristüllchen in» Masser zu hm bi» zur schonen hellroten Färbung.
Aber iud)t bdtxm soll M* Ärftt sein 1 andern Wir wollen sehen, was sich in der Küche selbst ohne weiteres an vortreftlichen Medikamenten vorftndet
Da ist zunächst her Bohnenkaffee In Fällen von Herzatemnot siebe man bis zur Ankunft de» Arztes sofort starken unvermischten r*er Dohnen- ?'u:v kräftig auf, zu in Beispiel bei Leucht gas oergi f tunaen und solchen durch Kohiendunst bei mangelhafter Ofeirver- breniunig. bei akuten Oprum- oder Morphium- vergiftungen. bei den Erkrankungen durch Achlan- vicnbifi. obwohl im letzten Fall der Alkohol wohl noch kräftiger zupackt
Gin weiteres wtrksaoies Kücheirmedikament ist die Zitrone. 'M HafcnHuien ziehe man vor- «ichiig verdünnten Zttronerüaft in das blutende Aasenloch, bei Bißwunden, wo di« Gefahr vor- liegt, daß adlige Keime eingedrungen find, sorge man für kräftiges Ausbluten und träufle dann reichlich frischen Zitronenfast m die Lunde, 'vn man durch geeignete Bewegungerr recht tief l ineinzubringen versucht Demi man Darzen mehrmals am Tage mit frisch ausgepreßtem Zitronen! ast beträufelt, fo pflegen diese un- .•pvetitlieben CMÜe meist nach 14 Tagen spurlos zu verschwinden. Auch auf Hudnerau^n kann man täglich Heine Zttronenschetben auflegeiL wodurch sie sich nach und nach erwetchen und schließlich schnTera^os abgezogen werden können Bei 8er- gtftungen durch Bilsenkraut of*r Stechapfel ist das sofvn.ge Trinken ovn verdünntem 3üroe>ev- saft da» sicherste Mitte! bis der Xr* kommt.
Da ist ferner der s s i g zu nennen. Handelt es sich ntcht um heftige Schlagaderi' uttmsgen.
so lasse man das Blut ruhig einige Zeit fließen, denn es spült alle etwa in die Dunde hinrin- arfangfen Schmutzpartikel mit betau», dann aber sind Umschläge mit «Sssigwasser die wirksamste Desinfektion. Ist keine Zitrone vorhanden, so wirkt bei Nasenbluten auch das Einziehen von Essigwasser günstig. Auch bei Bergistungen durch Laugen und alkalische sonstige Difte wirkt Gssig- wafset. sofort getrunken, ähnlich wie Zitronensaft.
Welch rin treuer Freund ist aber auch das Kochsalz. Man imterscheidet bekanntlich daS Blutbrechen vom sogenannten Blutsturz. Seim ersteren stammt da- Blut aus dem Magen und ist rvtschwarz bis braun gefärbt, beim Blutbrechen bandelt es sich um Langend lut Ts ist hellrot, oft auch schäumig und blasrg. Da wirkt, bis der Arzt kommt, am besten blutstillend ein halber Teelöffel von Kochsalz, das der Kranke im Munde zergehen läßt und barm langsam bin- untctfdjludt Das einfachst» unb billigste Gurgelmittel ist auch nicht zu kon^ntrierteS Salzwaft«. Bei Husten. 5)eiserteit und Schnupfen löse man eine Messerspitze Kochsalz in einem Weinglas voll heißem Dasser und atme die Dämpfe kräftig rin, am besten allerdings mit Hilfe des sogenannten IndalationsapparateS Bielen hilft auch bei Zahnschmerzen, deren Ursachen freilich sehr verschieden sein tonnen, ein Fußbad in warmem Salzwasser. Bei Mückenstichen ferner feuchte man die betroffenen Stellen ein wenig an und reibe dann rin Körnchen Kochsalz anhaltend hinein. Dadurch wird das Gift paralysiert. In all den .Fällen, besonder» bei DeryiftungSericheinungen.
kaum handelt, schnelles und autgiebiy» Erbrechen hervorzurufen, lasse man waro.es Salzwasser trinken. Am besten verrühre man einen Deriöftri Salz und einen halben Jet- löffel voll Senf in einer Tasse warme» IDaffer.
Di« Milch ist oft eine schätzbare Hille in Berantung^fallen. Bei der 2rs«nikv rallturg xum Beispiel gebe man dem 'Patienten g.-kochtc Mllch ui trinken, so heiß er sie nur vertragen farm, .nd rege wie bei der akuten AlkoooiVergiftung, 'en Brechreiz an durch Kitzeln de» Daumens mü einer Deflügrifeder. Auch bet Bleivergiftungen empfiehlt sch als Brechmittel warme Milch und rohes Gtweiß.
Da» Weiß« von einem toben di ist ähnlich wie der starke schwarz «affet brionders ge- eiipvrt, die Wirkungen endet Gifte auf zu heben, zum Beispiel bet den mcht feiten oottommeiben
Zdupfervergiftungen Bertvendri man nämlich Kupfer- oder Messinggeräte beim Kochen von sauren Speisen, so nehmen diese leicht Kuptev- verbindungen auf. Es ist deshalb nötig, die Speisen sofort in anderes Geschirr zu bringen.
Bei Brandwunden vermeide man wässerige Lösungen auf die betroffenen Stellen zu bringen, benutze vielmehr anstatt dessen reine» Seit oder Oel. Auch die Glieder Gichtkranker behandle man nicht mit Dafser. sondern reibe sie mit Oel ein und packe sie m Watte. Beim sogenannten Schluckauf hilft meist schon möglichst lange» Anhalten des Atems Sonst nehme man einen Teelöffel voll gestoßenen, mit Weinessig angefeuchteten Zuckers und trinke etwa» TBasser nach
Auch heißer Tee kann gute Dienst« leisten, z. B. in großen Mengen genossen bei Vergiftungen durch den bekannten Zierstrauch Goldregen. dem unsere Kinder fo leicht zum Opfer fallen, weshalb man dieses ,prächtige Gewächs" überall dort verbieten sollte, wo Kinder leicht dinkommen können. Heißer Tee wird auch bei Vergiftungen durch Kloefalz mit Vortril angewandt. ebenso bei 'pjjDergiftunaen und bei solchen durch die Tollkirsche. Äatürtich muß man in allen bieten Fällen so schnell wie möglich einen Arzt herbei holen
Bei Grkrankungen durch Aetznatronlauge. die ja leider immer wieder wie die Karbolsäure infolge von Derwechs imgen getrunken wird. Helten neben Zitronensaft, verdünntem Sssig, Haferschleim. rohem Giweiß auch gekochte Hülsenfrüchle. wie Linsen. Grbsen usw. »ine schwache Soda- IÖlung, in großen Mengen genommen, ist ein vorzügliches Mitte', bei Phosphorvergittungen, bis der Arzt kommt
Zum Schluß fei aber noch besonders txnge- tmtfen au! das TDaffer. das neben reiner, 'rischer Luft unser wichtigstes Aahrungsmittel ist und sich in tnden Krankheitsfällen als wertvoller Freund erweist. In Form von Gis wirft <* besonders wohltätig in den Gsumfchlägen bei Munden und hochgradigem Fieber I Gisbeutel au* den Kopff. auch bei Vergiftungen. Um Gr brechen zu 'nllen. verschlucke man Beine Gisst ückchen. die auch starken Hustenreiz brieif.aen und den Blutsturz hemmen können. Kaltes Tdasser trinke man bet Brechdurchfall, jwber, m be- sonders großen Mengen bei Migräne msd bei
Vergiftungen durch Säure. Bei Berstopftrngen, die am besten durch tüchtige körperliche Bewegung und leicht verdaulich« Vahrung bekämpft werden. empfiehlt sich als harmlose» Mittel alle Alorgen auf nüchternen Magen rin Glas kalten Wasser» zu trinken. Di« Aützlichseit der Kalt- wasserumschlage ferner ist allgemein bekannt. Der sogenannte Priehnihsche Umschlag zum Brispiri besteht darin, dah man eine Serviette bi kaltes Wasser taucht, mäßig auswindet unb zu eirwm handbreiten Tuch zulainmenlegt Darüber Bnrb dann rin wollen« Tuch befestigt fo daß bie Abgabe von Feuchtigkeit nach außen nach Möa- lichleit verhindert wird. 'IDarme bis heiß» Wasserbäder «ind als Heilmittel allbekannt. Besonder» heiße Fufchäder dienen vorzüglich 8« Ableitung des Blutandranges von Kopf mw Brust, bei Schnupfen unb Uebermüdung.
Sine JUiHiarMr&odiielf in Amerika.
Mährend m Guropa die Hoch) n I rieten immer bescheidener werden, und t>ir tfb* fanbibaten und -kandidatinnen häufig im Straßenllrid doc den Altar treten, hält man um Dollarland noch immer auf ernt große Aufmachung bei der Hochzeit. Sv Dermahhe sich ttne der Pariser .Avenir* berichtet, lürzlich tn Aeuyork der Milliardär Stand How^trds mit einer gleichfalls sehr vermögenden Dame. Der Bräutigam »ählt 76 Oenze. fühlt ftch aber nach feiner Aussage noch sehr munter und rüstig. Gr besitz: eine stattlich« Schar von Gnkekn und Urenkeln und erscheint zum drittenmal vor dem Standeshiamten. Die Braut ist 37 3ab re alt und erst zweimal geschieden. Bei der Hochzeit wurden 350 Gäste bewirtet, dreißig Ghrrndamen begleiteten bie Braut, bte ein Diadem aus Smaragden und Diamanten trug. Tne .Ärentjungfern barten als Erinnerung jede einen goldenen Ring mit einem ech'en Stein erhalten. Die Hochzeitsreise wurde per Auto in die in Kalifornien gelegenen Besitzung« de« 3 bemanne» an getreten wobei die Hoch- zeitsgäste das Shepaar eine Strecke gd teten. und zwar auf dellen Kosten gleichfalls in Autv^ Benn Abschied von dem Hochzeitsgririt« lagt» der frischgebackene Gatte lächelnd, er g.aube. daß die» doch wohl feine .letzte Hochzeit" sei. aber willen könne man es nicht. Iedrosalls ist dies em Ausschnitt aus dem amerilamsch« .Osbens- still-.
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