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LlmErsokgundLiebe.
Roman oon Roden K 11 d>
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3|e |afc un Äun|U<r4imin#r, lonfi do» Buhnen- loyer der cdyaulptdrr. Die Ätenee Ä-Lar<i::iiin scher»!, mll jwei ,unaen Leuten, die ihr den i)of mochten umb renommier!e oon ihren Swner »F9- bernv .*•.■■inumjifi Ek»df erzchlt» Uomonb unb zwei Tanze Miner die für da» dunle Urogramm ge- aoni iO waren. Theaieranetdoten unb Witze. Zer ftrrui mit verzerrt, c Miene Hörle Isa »u. unb |ojt!:. r.rooe, mtt ihrem Etraußenjächer. E» tot hr iryl leib, daß sie sich daraus eingelassen hatte. LtteUeichi um einige Monate Au früh.
..Ich glaub'. Eie haben nngfl, Fräulein Mer. er»?'
„Ja. ich habe Anasi. Herr Kammersänger.'
. Ach gar' HUe» Ä iffem, do» Volk ba unten" uisckie sich die Valfint. die Kabarettistin, ein „3 ’enn' ij bie Leut' hier in brr Tiroler Kunfibud' ne! |o ge> au wie In meinem Wiener (He|ang»beif)eri — iber gu so null ander» werden'» oa net sein. Echmei- hen' ihnen ein paar hohe Tin hin. bann klatscht do, bmnim Volk Bah — i' mach ba, mit der kalten le mein.'
.,3a Sie - Sie haben Routine!"
..Ra a bißeri werben', doch wo» können' Die fierrrn schwärmen ja alle für Eie. Unb a fesche, Weiber! fein', |d aa."
Isa lächelte leicht — etwa, Farbe tönte langsam ihre blafkn Wangen
Machen 6te r» nur so wie gestern am Klavier!' n z-t nichts »u surchten unb der Wiener Konzeriagent, der fett einigen Tagen hier Ift. kommt mit geiürftcm Kontrakt zu Ihnen. Ich hab ihn gestern im Hotel ‘nai chmeihen müssen.'
Jia lachte.
Eben verhallten die Töne be, spanischen Concerto,. da, der Geiger probuüerte. Man brrtr hier hinten da» Rollen be» Beifalls bnmpf widerhallen
Hl, Isa auftrat. In einem »orlactcrien. pastellblauen Eribengrronnbe, da, ihre hohe Figur eng umschlosi unb au» dessen Ausschnitt sich Racken unb Schultern königlich emporretften. überloht oon der rotgoldenen Haarkrone, ilatterte ein erregte, Staunen unb Rauschen durch da. Hau,
| Da, — die schaut au," flüsterte Konsul Zen» I flerle in seiner Proizeniumstoge ;we, ungarischen Damen zu. deren Augen neidisch funkelten.
Aaghaft begann Isa — mit einem leiten Tre» molo. über die kleine Stimme (lang in diesem kleinen Hause rund unb voll, unb sie «ullte e» auch au». Unter dem Singen suhlte sie plötzlich selbst den Wohllaut ihrer Stimme unb baf» sie den Leuten geltet. Rem Ton. kern Ansatz, (eine Verzierung oer« sagte.
'•Eine tiefe Freude 1. r Jjftritr.h sie Dar schel- । usche sranzösische Liebchen oon ber kleinen ;•„[,. machenn und dem schonen Offizier brachte ihr starken Bcifalt. Unb im Herwigen warf sie einen Blick n b«e Herne Parterreloge, in der tipUenborg mit ber Mutter, im Hmlergiunb ihre treue 1‘ucnna 'asten. Cr lächelte ihr ermurtgenb xu unb klatschte lebhaft.
31» zweite» sang sie b.e 21 riefte ber Hb.le au» der ..Fledermaus'. Per gleiche Erfolg' Unb bann al, Zugabe den ..sott tsmbour'. dessen komisch-schel- milche Grazie ihr so besonder, lag. Bravo Ruse — ein dröhnender, prasselnder Applaus — Dacapo- Verlangen liehen ihr Herz freudig Hopfen. Ader sie gab nur da, letzte Berochen zu, um sich nicht zu l rmuden.
3m Künstlerzimmer gratulierten ihr alle. Elezak kustte und streichelte ihre f)anb. Die Mutter kam mit i Anita, küßte sie unb wischte sich Freudentränen ab.
-Na. was habe ich Ihnen gesagt" rief der große Tenorist strahlend. iB bette er selbst einen Triumph erfochten. — ,Lch bring’ Eie nach Wien.'
Unb selbst die Kabarettistin — sie war mindestens sunizehn Jahre älter al, Isa — rief wohl- wollend und neidlos:
„H süßt» Stimmeri! — Unb mit dem Ge- schau unb der Figur haben', ja die tieutcln von vornherein in der Taschen. Um Sie i, mir net bans. Kinder!.'
Mil einigen Liebem von Strauß und fluqo Wals schloß Elezak den ersten Teil. In der großen T'ouic kam der Konsul mit einigen jungen Herren, die sich Isa oorfteUen ließen. Zerstreut horte sie auf die f)ulbigungcn unb Glückwünsche. Alle kamen — nur Gyllenborg nicht!
Der zweite Teil wurde durch einen Tiroler Volkschor, durch einen Ian», durch die Palsini unb den spanischen fflciaer, ber igeunertänze spielte, aucgesüllt. Den Schluß biükk bann bac oltitalie nische Duett Isa, mit Slezak.
Hl, kurz vorher ber Sänger auf die Bühne kam. bfitfte er Isa erstaunt an.
-3a. Die tchauen Sie denn au»M Ganz oer« klon' — Jo. der C rs 0 lg — der v rs 0 Ig' Uii io besser — ’-nn werden Sie (eine Angst nubi h bcn.'
Da ploylich ,aß e, wieder in ihrer Kchle auf ihrer Brust, bien, Angstgespenst.
Um donncmder Applaus prasselt, ihnen entgegen. al» sie auftrcUn - ein dachgewacni.ne, V ar. ber f)elt<r.langer unb die schone Frau! Da» PuMikam. dar in Spannung diesen Schluß und Hohepunk: erwartet balle, wollte sich gor nid: mehr beruhigen. Unb gerade da» sagte Jia in c.ne fieber- halte Erregung
Die Schuienn Bbyllis floh vor Dämon, der sie verfolgte Saß unb rein jchmngie sich ihre Stimme an die ihre» Partners V's hierher aing alles gut.
5lun aber kam in Abwehr und schamvoller Furcht der Schä'erm der )>auptteil Isa< l-lotzlich fühlte sie eine leichte Ermüdung. Dann einen Stich in der Kehle Eine rasende Angtt überfiel sie plötzlich, ließ ihre Pulse hebern - be fühlte wie ihre Stunmr ermattete. Mit einem flehenden Blick starrte sie den Partner an. — Mit r.nem leisen Weheruf horte sie plötzlich auf. Die Stimme versagte ganz gab nur einen rauhen Ton oon sich ... unb sie entfloh in ihre Garbrrobr in ber sie schluchzend zusammen! rach.
Atemlose Stille unten — a.i» den Kulissen neugierige Kopfe. Der Klavierbegleiter ließ die erhobene Augenblick ratlos nach. — Dann raffte er sich mit einem plötzlichen Entschluß auf unb sprach
. Meine verehnen ^errichaften Fräulein Isa Menger» hat trotz einer Indisposition, um da» Rontcrt für unsere armen Ueberfdim.mmtcn nicht zu stören tapfer ihren Pari gelungen. Aber Sie sehen, daß diese Indirposilion sie leider verhindert, weiter zu singen. - Bitte. Herr Kapellmeister: die Stretta au» dem Troubadour"
Ehe das Publikum sich von feinem Erstaunen erholt hatte, setzte er fchmett.rnd mit diesem (»Manj- und Bravourstück aller hohen Tenörc ein: .Lodernd zum Himmel" ...
Das Publikum raste — zuletzt auch nach Isa. Aber sie kam nicht. Unb Slezak rief ..Fräulein Menger, läßt Ihnen durch mich für Ihre Teilnahme
vergeblich pochte er bann vergeblich Hopften Mama Mengers und Anita an ber verschlossenen Tür ber Heinen Damengarderobe, in her sich I>a verkrochen hatte. Man hörte sie nur leise durch die Tür antworten ..Ich will jetzt allein sein."
In hemmungslosem Leinen hatte sich ifrre Beo» zwei'Iuno aufjxtobL — Kem. sie wurde nie eine -raße Sängerin werden, nie den Anstrengungen der Bubne ober großer Konzerte gewachsen sein niemals — niemals ...
..Madonna ... Uiefcf* ...
-6 i e finb'eT — Später — später!"
„Ein Freund bittet, ihm zu öffnen '
Vangkm '.hob sich bei Äugel zuruck. In ihrem prjrJooürn Ibenbfkib Hand sie vor ihm. eine gebeugte Königin Koch schimmerte« Tränen in ihren Super
. Madonna weint?" ...
lun ist alle» an,", tagte sie mit einem bitteren Lächeln.
.lun beginnt erst alle», kleine — große ~orin Ist denn die K.nst allein da, Leben?"
..ttur mich — ja!"
-Nun gut. du wirft w-eder singen — im Salon ber WoUenborg, — für dich, für mich, für unser» ereunbe — ohne die Angst unb bte Dualen der 3.ihre unb bc» Podium» '
‘Jlegungtlo, stand he vor ihm; bann sardte iah» Säle ihre Dangen ihre Stirn
Er griff nach ihrer fkinb, zog die leise ffiibet- strebende sonst an sich.
..Ich will warten Isa bi, du mich rufst, di» ba (aglt: ich will bei dir bleiben, mein Freund bi» die Flamme, die mich wärmt auch in dir qlimmL Diese Stunde wird kommen."
Da schmiegte sie sich an ihn. blickte sest in sein, Augen und sagte mit einem siillen Lächeln, da- um Berzeihung zu bitten schien Du sollst nicht wart, n."
Qo hallo" rief ber große Sänger bei hielt m Anblick überrascht — .Kommen Sir, lieber Konsul — wir wollen diese mündliche Aussprache nicht stören."
„Bleiben Sie. meine Herren", ries Gyllenborg h'tbenb. ..Meine Braut und ich bitten Sie. ein 1R1 » Champagner mit un» aus die zukunstiae Frau Gyl- lenborg zu leeren, die nur noch für ihre Freunde singen wird."
„schade! Ich hätte sie doch noch berühmt gemacht. Aber ich gratuliere; denn Ich finde dieses (Engagement bester als jedes andere. Dav meinen Sie. Stonlul?"
Während er ihr die ftanb küßte, rief ber alte Herr, halb larticnb. halb gerührt
.Hch schließe mich dem geehrten Vorredner an. Na. was hab' ich gesagt'^ Sie mache doch noch Barrier'! — Da, muß ich doch gleich nach Mainz schreibe."
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Auszahlung der Rückvergütung
vom 3. November ab statt
Dieselbe muß bis zum 20. November abgeholt werden In der Verteilungsstelle, in welcher die Marken abgelietert wurden, ist die Rückvergütung abzuholen.
Konsumverein Gießen u. King.
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Wohne ab 1. November
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ferner bestimmt:
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ncfsiichc» ftulturbauamt
I L.: Mangold, Xegierungsbaurat.
mittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 3tr. 106, Termin anbe-
,ju(d)[agsfrift: 14 Tage.
Wiriun, den 27. Oktober 1927.
einen Schokoladenschrank, einen Diplomatenschreibtisch. einen Regulator, eine lifoyampe, ein Bonboagefteü, ein Gla»- schrankchen. ein Warengestell.
IHöU. Gerichtsvollzieher k 2L, in Gießen. Iheringstraße 7.
*51 rbcitducr^cbuHfl.
Für die Gemeinde Rultershousen sollen nachfolgende Lieferungen unb Arbeiten vergeben werden:
Der Kaufmann Louis Aithosf in Gießen wird zum Konkursoerwalter ernannt.
Sonkursforderungen sind bi, zum 15. Rooember 1927 bei dem Gerichte -njumflben.
Z5s wirb zur Befchlußfastung über die Beibehaltung des ernannten ober bie Dahl eines anderen Verwalters, sowie aber die Bestellung eine, Glaubigeraus- schuste» unb eintretenbenfalls über die :n § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstänbe und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donner »tag. den 24. Rovern der 1927, oor-
1: Lieferung oon Lementröhren, 20 unb 50 an L W., unb von Straßensinkkasten Voranschlag. SSO Reichsmark
2. Erb-, Maurer- unb Nohrverle- gungsarbeiten. Voranschlag: 570 Reichsmark.
3. i)erftellung oon Gosienpsläster Voranschlag: 215 Reichsmark
Plane und Bedingungen liegen bei un- offen. Angedotsoordrucke für je 1 Reichs- i mark für Los 1 und 2 unb für 0,50 Reichs- ’
Dienstoa. den 1. November L 3„ noch- mittags 2 Uhr. versteigere ift im „Cöroen". Neuenweg 2b. dahier, zwangsweife gegen Barzahlung:
einen schrvarzco Anzug, fast neu. zwei Bäfeht. einen Diwan, einen Klubsessel. ach< Paar lledergamafchen. zwei Schreibmaschinen. vier elektr. siochherde. eine Laden theke. einen Glaskasten, zwei Loden kaffen, zwei Waagen, an fietrm- iahrrad. vier waren schränke, einen Eisschrank. zwei Sofas, ein Vertiko, eine
lieber da, vermögen ber hest -Ttoss mark für Los 3 können oon uns bezogen rianbels-Genofsenfchast e. G. m. b. f). in werden. Eröffnung der Angebote Samstag. Gießen wirb heute am 29. Oktober l'J27. den 5. November, vormittag, 10S Ahr. oormittog» 9j Uhr, das Konstirsverfahren auf unserem Ami 9916D eröffnet. 9917C
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™ w.rd aufgegeben, nichts an den Gemein-
2?at>app ^otorrab 2^ L, jd}ulbner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die verpstichlung auferlegt, oon dem Besitze der Sache unb oon den Forderungen, für welche sie aus ber Sache adgeson- bette Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 15. Jto- oember 1927 Anzeige zu machen.
Hessisches Amtsgericht zu Gießen.
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Zur AuSsuhrung be» Neubau» einet Annii-amib in (Sieben. (Moeibeü. ohe. sollen in öffentlicher Berotnguna vergeben werden:
Vo» 1: Zimmerarbeiten
üoo II: Dachbeckerarbetten
"os lll: 2oenalerarbetten.
Die Bnuzelchiiungen unb Bcbingunflen l'kgen in ben (ßefcOdfierdumcn Der Neu- bauleiium II Gienen Utebiaürahe 16 iftlie Äliniki Zimirer roabreno ber Xtenhltunben ,ur Etniichi au».
Die Verbeugung,unterlagen können, 'oivett ber Vorrat reicht, von oer Neubau- leitungll Gießen gegen aebichrenrreie vor- etnlenounfl von 2 NM. für Vo» I, i^u NM. tot Vo» II unb 2 NM. für Vo» lll bergen werden Die Angedoie 'inb verichlosten unb mit eni'vrechenber Anschrift oei leben, bl» «u Dem o^eniltchen BerbingungStermin am *• November 15rZ7, unb zwar für Vo» l vorm. II'/. für Vo» 11 norm 11». unb tüt Vo» 111 vorm. 12'/. Uhr an die Neubau- lertung 11 Gießen eln»uienben.
Äeubauleituna II
■i. ber Baugruope des 4inan<amt».
Markt-Verlegung.
Der auf den 30. November 1927 festgesetzte Vieh- unb Ärämermarft zu ÄLenborf an der Lumda ist auf 9872D
Mittwoch. Öen 9. Aovember 1927 verlegt
E» dürfen nur aufgelneben werden: Tiere aus ben Bestanden ber Streife Gießen, Alsfeld unb Marburg. Aus dem Streife Marburg nur bann, wenn eine Bescheinigung des Landralsamte, Marburg oorliegt, daß die in Frage kommenden Orte seuchenfrei sind.
Durch Urlprungsjeugnifie, auf denen die Ortspolizeibehorden ausdrücklich bestätigen, daß die 'tiere aus eigener Zucht desjenigen stammen, welcher bte Tiere zum Markt bringt, ist die Herkunft der Tiere nachzu- weisen
Aastrieb oon vormittag» IH bl» 10 Ahe. Lllendorf a. d. S>a., 28. Oktober 1927.
Hest. Bürgermeisterei Alleudors a. d. 8ba.
Rein.


