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Th. 255 Erster Blatt

1TT. Zatzrgtmg

Montag, 51 ©ftober (92Z

Erich,»»! »ä,l»^.«Wche7 Sonntag« gwrteg«.

Mie^te:

f>nrrc? im VÜL Du Scholl«.

KM(ni>!t}B0ir«h: 2 ^fKfrtiearh und « 'Rti^»pfceei| t*1 Iräflrr» lohn, a»ch bet Richter- Meinen ctn^rinrrlhoiUHfT» infolge höhere ®*»olL 5«rn|pr,d)an|$Ifl|f«:

51. M »»6 112.

Hnfonft fir Drohnmch. richten Zlnjrigfr Kietze».

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

PeNRbetflMrte:

druck nbDerfe|: VrLhl'sche Uttotr#Nl$'BMd>* ieö $ietibn4erti L tauge in Sietzen. S^riftidtmig neö Sefchäftrttelle: ZchukKratze 7.

$te»fhnam Bleln 11«M.

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fir fcn-f*ne*mfT bt» jum Da*w.neg r orher.

Preu far l mm Hitze ttr f.njtiqen von 27 .um Brette örtlich b, «n»o>ärt» 10 Reichspfeinrg, für Re» Nlameantngen ron TU m Brette 35 Reichspfeirn,^ Dlotzvoefchrift 30* mehr.

CbefreboNtrer

Dr. Jjnebr. Mich. Vang«, rerontmonlrch für VolmM Dr Fr Wilh L'anqe, für IteniBrton l)r ^.1 Mrtot; für den übrigen Teil Ernst Slumld>rin; für b«n In» jeigenieil Kurt nilmonn, lümMch i» Stehen.

Italienische Flottendemonstraiion vor Tanger.

Sin italienisches Hlottengeschwader wirst am Jahrestag des Kaszismus unter dem Befehl des Herzogs von Lldine im internationalisierten Hafen von Tanger Anker.

Italien hat durch einen plötzlichen und überragenden Schrill von neuem leine Ansprüche auf Mitwirkung bei der ftzntfcheibung über da-> Schick>al Tanger- angemelbet. Cn au- drei Schiffen bestehende- italienische- ® e ! chwader unter dem Befehl de- Fürsten von Udine, eines »taliemfchen Pnnzen. ist vorTan - aer rrldncnen und auf dem Lande ist in einem bereit- früher augelauften Palast eine italie­nische Schule unter bclrnberen Feierlichkeiten eingeweiht worden iLleichneitig hol die >tal>e- r udx Legierung eine amtliche Erklärung ver­öffentlicht. in der ganz unverblümt darauf hm- gewiefen wird, einmal, hab die stünd ge Devölke- ruiia-zunahme Italiens dessen grötztc Äufmerk- imfeii bei allen Vorgängen an der Düste des ülittelmeeres bedingt und in fret zweitens aus- Orü(fii, M Nichtanerkennung de- Tan­ger-Statuts durch Italien betont wird.

Selten ift eine für andere Mächte bestimmte bsfentllche tirflarung einer Legierung in so ener­gischem Jnn gehalten gewesen, wie die eben v. ro'l.ntnchte Italiens. Das Srlche.nen der Dri.gslchistc vor Tanger soll danach gerade m dem dugenblid, in dem die De r h a n d l u n g« n »wischen Spanien und Frankreich über Tanger wieder ausgenommen werden, eine Mah- . n;, .i.iran fein, dah Ilan. - .ine Politik der Richtan rkennung Tangers 'ortletzt und keine Ao« willigunq zustande gekommen sein sollte. Italien eichberechtigung und Umstellung bei alle» Verhandlungen über die

Zukunft Tanger».

: aff . ..h IrNärung vor allen Dingen In Paris eine nicht gerade freudige Ueberratouna bcioorjetukn b> ist verständiich. ZraMreich ist es schwer genug gefallen, sich mit Ojxtmen au*Miiaiux*inif«b' 1 ' -V ein England endlich sich von der aktiven Teilnahme an den Berhandlun- übet Tanger »urüclgezogen hatte. Run werden aus jeden Fall die in Aussicht genommenen Verhandlungen, wenn sie unter den veränderten Umständen überhaupt zustande kom.nen sollten, noch diel verwickelter werden, als sie es ohnehin waren. Auf der anderen Seite darf man nicht Übersehen dass Italien tatsächlich wieder­holt den lebten Jahren feine Ansprüche auf .Mlberückstchngung geltend gemacht hatte und tast somit ein entscheidender Schritt zu erwar­ten war Tast er unter so dramatischen Um­stünden erfolgt ui, dürfte wohl aus die Vorliebe Mussolini- für ein solche» Auftreten zurück- zuführen sein.

Besonders intere'fanl und kemizeichnend für die Lage i't die weitere Ankündigung, dah sich

elmcennüu*t bejei net. Sine solche Ankündigung dürste nicht dazu beit vagen, den unangenehmen wird abzuwarten fein, ob die naheliegende Ver­mutung zutrisst, bah dieses ^ervortroten Ita­lien- ans de. früher geübten Zurückhaltung alelchsalls dunst die Unterredung Vlusso- llniS mit Sbomberlain vorbereitet wor­den ist. wie fein Eingreifen auf dem Balkan in dem Streit zwischen Iugoflavien und Albanien vorbereitet worben war. Hierfür war bekanntlich alS Gegenleistung die Ao.rkennung der heutigen rumänischen (Freuen durch Italien mit deutlichn Spitze gegen Russland vereinbart worden. Wir werden bald sehen, ob eine ähnliche (Ge­genleistung für eine eventuelle Zustimmung änglands erfolgt. Jedenfalls trogt das Vor­gehen Vlu'lollni- unverkennbar da- Zeichen der Q'cgner,4kift ge *en Frankreich.

geben, keine Ai fregung zu zeigen, sondern ruhig die weitere Sntroicfluna her Pinge abzuwarten. Da? ist sicherlich das Aeri unftigstc m.) man in Frank­reich tun kann, und die ärgerlichen Aeußerunaen eine» Teiles der Preste werden schwerlich an der Haltung Vriand« etwas ändern. Man braucht allo trotz des alarmierenden Tharokter» dieses Schritte» keine unmittelbare A e f a b r für den europäischen Frieden zu erblicken. Allerdings lient in der rorltmn Entwicklung der Sehn ernster Zer­würfnisse zwischen Italien und Frankreich. C» kommt hinzu, bah das Verhältni - zwischen beiden £är dem aus manniafad'en Gründen In der letzten Zeit verschiedentlich recht gespannt war Italien befindet sich tatsächlich in einer gewissen Zwangs­lage. CF» ist eine Aittelmeermacht ersten Range» und es krankt in einem Uederscstuh an (Finroob- ntrn, den e» nicht für das eigene Land nutzbringend unterbringen kann. I n dieser Einsicht ist es genau in derselben Lage, wie Deutschland, und die For- berung nach Kolonialbesitz ist durchaus be­rechtigt.

Fra n F r c i <5 wieXmum hat unendlich viele -vier für von Besitz von Marokko geb rach* und steht vvr her großen Schwierigkeit, 'ch mit Spanien über Tanger auseinanderzuseben.!-* war ja fch.-m mehrfach davon die RcHL d-ass 'ich Primo be Rivera mt* Thamberlain über einen Rückzug Spaniens a.rs ? .vver verständiat habe, so baß Frankreich frort freie Hand er­holten hätte. Freilich hat diele Auffassung wenig für sich, denn es ist richtig, wenn daraus hin- getokfen wird, daß es in Englands JmereWe liegen muffe, den Gibraltar gerade gegenüber

xlegenen starken Stützpunkt Tanger nicht <n>s- ' chliehlich unter die Herrschaft einer einzelnen Macht gelangen zu lassen, sondern die Iitter- nationaltfieruna Tangers aufrecht zu erhalten. Alan türmt ' es <nxf) wohl verstehen, trenn Gmg- Icnfr unter der Hand Italien zu dem jetzigen Schritt ermuntert hatte, in dein Gedanken, einen neuen Streitapfel zwischen die Mittelmeermächte z-a werfen. 2lber bei dem unruhigen Lharatter der italienischen Polttck ist irgendein plötzlicher äntfch^ust. der zu ernsten Verwicklungen führen könnte, wohl mc»glich und deshalb irerben die

man in Pari» seltsam. Diese» Ereignis hätte die Er­innerung an die sensationelle Landung Wil­helm» II. in langer trotzdem sie nicht den gleichen Charakter und nicht die gleiche Bedeutung hatte, wachgenisen. Ader man glaubt trotzdem da» Eriche,- nen de: italienischen Geschwaders in Verbindung bringen zu können mit der Haltung des spani­schen Kabinett» in der Tangers rage Madrid, unter­stützt von Rom. habe sich nach Pari» und London gewandt, um eine Abänderung diese> nen Gunsten erreichen. Rach langwierigen ver- b-irbl.mgen sei alsdami beichlosbrn mord.-

europäischen Staal^.aa.iner alle Deraiüaisung haben, rechtzeitig mit Löscheiinern bereitzustehvi, um jeden etwaigen Brand im Keime zu ersticken. Rom meldet seine Ansprüche an.

Eine amtliche Erklärung

London. 29.0kl. (Wolff.) DieTime»" ver­öffentlicht eine autorisierte Erklärung über die italienische langerpollllf. In der e» heitzt: Die Stellung 3lallens al» geätzte Wit­te 1 m e e r m a ch t und die Tatsache, datz feine Be- I ooWcrung jede» 3ahe um eine halbe DliUion z u - nimmt, macht e» erforderlich, datz die italienische Regierung bei jeder In Irgendeiner Welse die Ruhm de» Witlrlmcecs berührenden Neuregelung grötzle riufmerksamkelt zeigt. Insbesondere ist die» notwen­dig, wenn e» sich, wie Im Jolle langer, um den Zugang zum Wittelmeer handelt. (Eine weitgehende Aendcrung be» Status von langer von 1923 ist ohne Mitwirkung der ila- lienlschen Regierung zustande gekommen und ohne ihre .Zustimmung durägcsuhrl worden Die italienische Regierung hat daher niemals den internationalen Status langer» anerkannt. Der Besuch eine» llaiienifayn Ge,chwaders unter dem BefrtI de- Prinzen uon Udine ist jetzt, wo in pari» zwischen der französischen > ' spani­schen Regierung die Derhandlungen über u.e Xan- gersrage erd snel werden sollen, eine Erinne­rung daran, datz die italienische Rcgierng ihre Po­litik der Nichtanerkennung de. bestehenden Statu» aufrechterhält und keine Reuregelung dieser Jrage annehmen wird, die ohne ihre Mit­wirkung zustande gekommen if!. Die itall che Regierung ist bereit, an der endgültigen Rfp*vng der langeriragc mltzuarbeiten: es mutz jedoch be­tont werden, datz eine solche Witwirkung nur mög­lich Ist. wenn Italien aui der zu diesem Zwecke stattfindenden ü^nserenz gleichberechtigt mit den anderen Wachten oertrdm Ist.

Beunruhigung in Paris.

Dari», 28. £Ml (TU.) Xie Ankunft eines iia- lieni'd'fi Gefchwa^<r- in Tanger beunnibigt die frar.u iN Deivmiidikit. G» uxr> bemerfr ^atz e» auffallend ist. datz Muffolini gerade in dem Augen- blick die italienischen kriegsschifie nach Tanger ent- sendet, wo in Rom die Feierlichkeiten für den (Er- inr.erung-tag des Marsches der ^afdjiiun auf Asm norbereitet werden. Denn durch die Gntienbjng des Geschwaders nach^ Tanger $um Ausdruck gebracht werden soll.^daß Italien sich an den nächsten inter­nationalen Tanarrwrbanblar.grn beledigen wolle, müsse man Muuolmi daran erinnern, datz er kein Re ch t habe, sich in die Anoeiegenheit von langer und Tunis einzamilchen.

Luch die Tavache. dah ber Aommanbant des Ge­schwaders. Prinz von Udine, nur einem Ver­treter bes Sultans einen Betuch abstartete, findet

Äerhandlungen in zwei Etappen geführt werden sollen. In der ersten sollten Frankreich und Spanien sich unter sich verständigen, m der zweiten sollten England und Italien die französtsch'panischen Vorschläge prüfen, damit die vier Mächte ein Abkommen über ein neue» Ian- aerftatut abjchliehen tonnten. Der geräuschvolleBe­lud) des Geschwaders des Prinzen o. Udine und da» italienische Manifest störten also die französisch- spanischen Verhandlungen am Vorabend ihrer Wie­deraufnahme.

Ta»Oeuvre" gibt Aeutzerungen einer autori­sierten Persönlichkeit der französischen Diplomatie zum Besuch de, italienischen Geschwader» in Tanger wieder Die theatralische Geste der römischen Regie- r ing, so heißt e» in dieser Erklärung, wird nicht» an der von Frankreich in der langerfrage finge- -mmenen Haltung andern Die französisch- spanischen Verhandlungen werden Mitte November durch Vermittlung der Dotschafter wie­der aufgenommen. Frankreich wünscht eine ?lngleichung seines Standpunkte» an den spanischen, bevor die Verhandlungen auf Italien und England ausarbebnt werden. Wenn der von Spanien gestellte Antrag auf Revision de» Tangerstatuts von 1923. der im Einvernehmen mit Italien erfolgt ift, den internationalen Charakter Tangers ändern oder die Rechte Frankreich» urbeachtct lassen 'cQte, d :rhe Frankreich um Statut uon 1923

nicht anerkannt hat, und auch tatsächlich anwend­bar ist.

OerPanthersprung" Mussolinis.

Tic Bcuncilunp in Berlin.

Eigen» Drahtmeldung de» .Gietzener Anzeigers"

Berlin. 30. Oft. Die italienische Fetten­dem onstvarisn vor Tanger wird von säst allen Blättern, die ihr grosse Veachtuny schenken tn Parallele georacht mir dem feinerzeuigen Erschei­nen des deutschen Äteu*«i 8 .Panther" vor Agadir. Es wird daran' h.ngewiesen dah fre itallen'sche Demo-stration u n m 11 e 1 5 a r vor dem TBicberbeginn der französisch- spanischen Tangerverhandlungen c-r- folgi um den Verhandlungspartnern eindrück­lich zu (Pemüte »lü^ren dah Italien nicht lei. sich bei der endlichen Lösung deS Tangerprodlems auSlch alten zu lasse". Be­kanntlich hat Italien das Tanger' atut an dessen .Zustandekommen es nicht beteiligt war niemals anerkannt. Die italienische Flotten d-emvnstration steht allerdings auch m zeitlichem Zusammenhang mit einer innerpolit tschen ital'eni'chen An­gelegenheit. rämlid} mit den «a'zi't lchen Rüstun­gen zur Feier des Jahrestages deS MarfcheS auf Rom. Vielleicht ist diese nmerpvlitifche Seite

der italienischen Flottenbetätiaung ausfchlustrelcher für die Vlotive. die der Demonstration zugrunde liegen. Es ist nicht unbekannt datz gc -cnirärag da- sasztstische Regime in Italien mit wirtschaft­lichen Lchwierigkeiten zu kämpfen hat. die ganz und gar nicht zu der zu erzeugenden Fest- Uimmung paffen wollen. Sie bevorstehenden Tangerverhandlungcn in Paris boten der italie- nifchen Regierung eine allzu günstige Gelegenheit

Geste deS FafziSmuS. die über die inneren Schwierigkeiten hinwegiäufchen fall.

Vrr ZahreStaa be» Maische- auf Rom.

Aom. 30. Oft. (Xil.) In ganz Italien wurde am Sonntag der 5. Iahre-tag des Mar­sche- auf Rom festlich begangen 5m Vorder­grund der Festlichleuen fiand di« Sinweihung neuerrichteter öffentlicher Gebäude. Schulen unb Verkehrslimen. alS deren bedeutendste di« neue Schnell.zug-linre Rom R e a p « l »u nennen ist. In Paroli fand vor Muffolini, der die Uniform eine- Ehren kor porals der Wi­der Truppenabvrdnungen aller Waffengattungen und 60 Oft) Mili^fvidaten teilnahmen 2lud> hie Spitzen, der Militär- und Zimllxhörden sow.'e das diplomatische Korp^ w- *cn zugegen. 0in Flugzeuggeschwader von 60 Flugzeugen umlre.fie das Paradcfeld. Rach dem Vorbeimarsch her Truppen hi«lt Mussolini eine kurze Ansprache, in der er lagt«: D e Liebe xum Vaterland« und die Treue zum Äimig l»e'e«le die Ration. Der Will«, Italien grotzzu machen und den Fafzismus zu verte.digen, fei allgemein. Die Feinde des faszistilchen Regierungsshslems feien entwaffnet und zerstreut. Gr mahnte zur stren­gen Disziplin und schiotz seine Rede mit der Aufforderung, Italien durch Arbeit und Opfer grotzzumachen.

Attentat auf den griechischen Staatspräsidenten.

Aonduriotitz leicht verletzt Ter-ltteniater verhaftet.

Athen, 30. OIL (TD Rj Auf den Präsi- denlen der Republik Griecheiüaird. 5k o n d u r i o- ti-, wurde, al- er nach ßrbf'nung einer Dür- germeisterversammlung im Rathau- seinen Ärafl« wagen bestieg, durch einen jungen RZa.in cm Revolveranschlag verübt. T-er 2ltleulaicr hat aus etwa fünf Bieter Entfernung auf den Wagen de- Präsidenten gefchvlsan. Die tug 1 zertrümmerte die Scheiden des Autor,: v.nb

traf den Präsidenten an der rechten Schläfe. Der Schade! wurde nicht verletzt, weil die Äugel beim Durchschlagen der Scherbe ihre Ärcft bereit- elngebühl hatte. Das Befinden de- Präfidenten fall keinen Anlatz zur Besorgnis geben. Der Rektor der Athener llniverfität gab nach einer eingehenden Untersuchung die Er­klärung ab. dass die Derletzunaen nur leichter Ratur sind, und datz der Präll.»eni iroch zwei oder drei Tagen wieder seine Arbeit au'n hmen kann. Der Attentäter ist etwa 30 Jahre all. Gr ist von Schwermut befallen oder spiegrlt sie vor. Sein Ramc ist Zolirins (Puffioö. In einer schriftlich r.cfrergelegien (irflärunj gibt er an. datz er aroeit-lo- fei und schon leit längerer Zeit die Ab'ichl habe, seine Rortagc durch einen An chlag auf den Präsidenten zu rächen Rach anderen Mitteilung'n ist der Tater $r»tefh l!n?r gewesen und vor etwa 14 Tagen nach Athen gekommen, um ein Ohrenleiden behandel zu lassen. Die ttxiter angegeben wird, tollen in seinem Besitz mehrer- kommunistl'che Schriften ge'unden worden sein. Die Bev I-

1 legt tzro^e G-nti chlagrS an den Tag.

Die Laqe auf dem ArbeilSnmtt.

Weiterer Rückgang dcr Erwerbclosiqkeit um 14,5 Prozent

^Berlin. 29. Ott. IWolff.) Die Zahl der Ha up t u n t e r st Ü tz u n g-e m p f ä n g e r in der Arbei slofenui'terftüyung betrug am 15 Oft. 1927 rund 32* 000 «männlich 265 0X. we bt ch 64 .XX?) gegenüber 355000 lmännlich^000,we-.b- 69 000. am 1. Oktober 1927 und 331 000 tmänn- !.ch 303 000. weibl ch 78 000) am 15 September 1927. Ter Rückgang in der Zeit vom 1 bi« 15. Oktober 1927 beträgt run 26 000 gleich 7L v. H. Die Zahl der ^u'chiagsempfanger «unterstützungsb-recht gte 5im I cnang^örg«) ist im gleichen Ze träum von 4)6 000 au' 369 000 gesunken. Auch die Zahl der Ha chtunterstützungg- ernpfänger in der Ärifenuntcrftüljung ift in der Zeit ro n 15. Sept, b s 15. Oki. 1927 weiter­hin zurückgegangen, und zwar um rund 23 000. Ihre Di-samizahl betrug am 15. Oktober 1927 rund 113 000 männlich 90 000, weibl-ch 23 000) gegenüber 136 000 i männlich 106 000, weiblich 28 000; am 15. Septembrr 1927. De Gesamtzahl der unterstützten Arbeitslosen hat sich demnach :n der Zeit vom 15 September bis 8um 15. Oktober 1927 von 517 000 auf 442 000» allo um rund 75 000, gleich 14,5 p H.