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XX Kinzenbach, 30. 2lug. 21m Sonntag wurde unter reger Beteiligung, auch von aus­wärts, das Gu st a v- 2l do l f - F e st der Sy­node Wetzlar hier abgehalten. Ms Fest- Prediger war Lic. Pfarrer Müller aus dem benachbarten Dutenhofen und als Vertreter der Synode Pfarrer Capell von Klein-Rechtenbuch berufen. Ausgehend von der Aufgabe des Gustav-Adolf-Vereins ermahnte Lic. Müller in wohldurchdachter Predigt zur steten Mitarbeit an dem gemeinnützigen Werk der evangelischen Kirche. Pfarrer Capell überbrachte Grütze des Kreisvereins und verbreitete sich ausführlich über die jüngste Tagung des Provinzialveröan-

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Turnen, Sport und Spiel.

Turngau Lahn-Dünsberg.

Am 24. Juni trafen sich, wie seinerzeit ge­meldet, die Faustball-Spielmannschaf- t e n aus dem Turngau Lahn-Dünsberg in Grotzen-Dusecl und kämpften dort um die G a u m e i st e r s ch a f l. Die Spieler des Turn­vereins Garbenteich blieben Sieger. Am Sonn­tag spielten nun in Garöenteich die Gaumeister um die Verbandsmei st erschaft im Süd- westdeutschenTurnverbande. Aus die­sem Kampfe ging die Mannschaft des Turn­vereins Rüsselsheim, der dem Turngau Main-Rodgau" angehört, als Sieger hervor. Am 4. September finden in Duisburg die Bundesmeisterschaften im Allgemei­nen Deutschen Turnerbunde statt. Dort kämpft Rüsselsheim mit den Faustballmcistern aus den Turn- und SpielverbändenRheinland- Westsalen" undSchwaben" um die Bundes­meisterschaften im Allgemeinen Deutschen Turner­bund. Bis jetzt sanden alle Spiele nach dem Pokalsystem statt.

Handball D. T.

Allo. Iugend To. 5)euchelheim 2. Mannschaft 6:1.

Im Gesellschaftsspiel standen sich beide Mann­schaften am Sonntag auf dem Männerturnoereins- platz gegen über. Die Jugendmannschaft des Mtvs. in dec Aufhellung, wie sie die Verbandsspiele be­streiten soll, erkämpfte sich in feiner Manier den hohen Sieg. Besonders das Zusammenspielen im Sturm fiel angenehm auf; die Mannschaft konnte schon bis zur Halbzeit mit 5 Toren Vorsprung in Führung gehen. Kurz vor Halbzeit wechselte Heuchel­heim seinen Tormann aus, und nur dadurch wurde eine höhere Niederlage vermieden.

Eine wirtschaftlich so schwere, aber in hygienischer Beziehung so fortgeschrittene Zeit wie die heutige, erfordert in erster Linie Pflege der Gesundheit von klein auf, und in dieser Hinsicht muß das Auge als Träger der geistigen Entwicklung und Vermittler jeglicher Arbeitsfähigkeit wie Arbeitsmöglichkeit un-

deS. Pfarrer Knieper stattete Im Schlußwort allen denen Sani ab, welche zum guten Ge­lingen des Festes beigetragen, ganz besonder- unserem Gesangverein .Fortuna", der sich auch diesmal wieder in den Dienst deS Festes gestellt hatte. Die Kollekte hatte ein durchaus befriedigendes Ergebnis.

Lützellinden, 30. Aug. Begünstigt von prächtiger Witterung wurde am Sonntag unter außerordentlich zahlreicherBeteiligung der Ein­wohnerschaft und vieler auswärtiger Festgäste das M i s s i 0 n s f e st der Kirchengemeinden LützellindenHörnsheim gefeiert. 3m Festgottes- dienst hielt Missionar G i e s e we 11 e r (Barmen) die Festpredigt. Die Rachversammbing im Freien wurde durch eine Ansprache von Pfarrer H e i der (Dorlar) eröffnet, der seinen Worten die Dibelstelle 2. Petri 3, 9 zugrunde legte. Hiernach berichtete Missionar Giese wett er ausführlich von seiner Missi.ons arbeit in Südchina. Hiernach sprach noch Missionar Bähr (Grohrechtenbach), worauf der Leiter der Festversamnrlung, Orts­pfarrer Koch, die Schluhansprache hielt. Die gemeinsamen Lieder wurden durch den hiesigen Posaunenchor würdig begleitet, ebenso trugen Gesangsvorträge des Gemischten Chores unter Leitung des Dirigenten Altenheimer zur Verschönerung des Festes bei. Die Liebesgaben aus den Missionsbüchsen erbrachten den an­sehnlichen Betrag von 851 Mark, sie wurden mitsamt iter Kollekte der Rheinischen Mission in Barmen überwiesen.

<> Dornholzhausen, 30. Aug. Rach Eintritt günstigeren Wetters ist hier mit dem Ausdrusch des Getreides im Freien begonnen worden. Die Dreschmaschine hat am Ausgang des Dorfes nach Klein-Rechtenbach zu auf dem Felde Aufstellung genommen. Kleinere Landwirte lassen hier ihr ganzes Getreide dreschen, weil sie sich dabei billiger stehen, als wenn sie die Dreschmaschine in ihre Scheunen nehmen. Die übrigen Landwirte lassen nur ihren Eigenbedarf für dte nächsten Wochen ausdresck-en. Gestern und heute fand in der hiesigen Ge>- meinde ein Turnkursus für die Lehre0 der Bürgermeisterei Rechtenbach unter Leitung des Kreisobmannes Lehrer G a h Dutenhofen statt. Durch den Kursus sollen die Lehrer mit den neueren Arten des Turnens, die auch in den Volksschulen eingesührt werden sollen, ver­traut gemacht werden.

I Groß-Rechtenbach, 30. Aug. Im Aller von 79 Jahren starb hier der Altveteran Anton Müller, Kriegsteilnehmer von 1870/71. Müller erfreute sich noch bis zu seinem Tode seltener körperlicher und geistiger Rüstigkeit.

-6- Aus dem KreiseWetzlar, 30. Aug. 3n den Gemarkungen unseres Kreises wird gegenwärtig das Frühobst geerntet. Die Erträge sind bei allen Obstarten sehr befriedi­gend, zumal das Frühobst noch zu recht an­nehmbaren Preisen abgesetzt werden kann Auch bei dem Spät ob st steht eine reiche Ernte in Aussicht; insbesondere werden die Apfel­bäume eine Rekordernte liefern. Manche dieser Bäume drohen unter der Last ihrer Früchte auseinanderzubrechen, so daß sie stark gestützt werden müssen. Das gleiche gilt zum großen Teil auch von den Birnbäumen, die trotz der guten Ernte im Vorjahre wieder reichlich be­hangen sind. Wie man jetzt feftstellen kann, ist der Behang der Zwetschenbäume ebenfalls be­deutend besser, als zuerst angenommen wurde, so daß nach Jahren wieder auf eine gute Zwet- schenernte zu hoffen ist.

die getragenen Gläser objektiv richtig fein, es muß auch auf richtige Größe und guten Sitz der Fassung achtgeyeben werden; anderenfalls entstehen leicht allerlei Beschwerden, wie Kopf- und Augenschmer- 3en, Tränen, Brennen u. a. m. Stellen sich solche Zustände bei Benutzung einer Brille ein, so denke man nicht gleich an Nervosität, Migräne oder ähn­liches, sondern lasse zunächst die Brille nachkontrol­lieren ozw. ändern. Ueberhaupt soll man die Aus­wahl eines Glases niemals selbst vornehmen, son­dern grundsätzlich dem Fachmann überlassen.

Bei dieser Gelegenheit sei noch daran erinnert, daß auch sonst normalsichtige Leute bei einem Le­bensalter von etwa 45 bis 50 Jahren anfangen müssen, für feinere Nahbeschäftigung ein entspre­chendes Glas zu gebrauchen, weil von diesem Zeit­punkt an die Einstellungsfähigkeit des Auges auf Leseentfernung also 25 bis 30 Zentimeter normalerweise nachzulassen beginnt.

Endlich ist noch zu erwähnen, daß auch gewisse Funktionsstörungen der äußeren Augenmuskulatur, die durch das Unvermögen längerer symmetrischer Einstellung beider Augen auf einen bestimmten Gegenstand gekennzeichnet sind, auf Grund von Er­müdung gleiche Beschwerden wie die oben ge­nannten Hervorrufen können, die sich ebenfalls, allerdings mit besonderen Gläserarten, wenigstens sehr häufig, beseitigen lassen.

Ganz anders liegen nun die Verhältnisse, wenn bei einem sonst normal gebauten ober mit Gläsern richtig ausgeglichenen Auge die Sehkraft abzuneh- men beginnt. Es leuchtet ohne weiteres ein, daß dann Irgendein Krankheitsprozeß im Augeninnem vorhanden sein muß, dessen Feststellung nur mit Hilfe besonderer optischer Instrumente erfolgen kann und im Interesse einer sachgemäßen Behandlung so schnell wie möglich stattfinden sollte.

Bei der Kompliziertheit des Sehorgans ist hier

Der Verfasser hat es in seiner Schulzeit noch er­lebt, daß z. T. zweimal im Jahre Zahnuntersuchun- gen, aber niemals Gesundheits-, geschweige denn Augenuntersuchungen, stattfanden. Bestenfalls wurde ein schlecht sehender Schüler auf die vorderste Bank gesetzt, ohne daß von seilen der Schule irgend etwas zur Feststellung der Ursache usw. geschehen wäre.

Es ist daher als eine Selbstverständlichkeit zu be­zeichnen, daß besonders an Schulen, Erziehungs­instituten oder ähnlichen Einrichtungen, wo etwa heute noch rückständige Gepflogenheiten dzw. Unter­lassungen in dieser Beziehung üblich sein sollten, schleunigst moderne Grundsätze einer vernünf­tigen Gesundheitsüberwachung der Zöglinge zur Einführung kommen, bei der auch das Auge die unbedingt notwendige Berücksichtigung er­fahren muß.

nicht der Ort, alle Augenerkrankungen auch nur an- j.._ ...... , , . ,

deutungsweise zu streifen, es sollen daher lediglich bedingt eine bevorzugte Stellung einnehmen.

Stück diefer hervorragenden Zigarette zu enty, nehmen, da allfetttg feftgeftellt wurde, daß bei noch fo großer Srmatrung der Muskeln uncL-^ Organe fchon einige (Zuge aus diefem wirklich, erftklaßigen-j labakfabrikat genügen, die Nerven zu beruhigen und ihren überspannten Zuftand in normale 'Bahnen zurückzuführen,. d Greiling -^dislefe za 5X8 wird tat?, fachlich von, keinem anderen fF<x brikedre an Qualdcib übertroffen. &

einige wichtige Kennzeichen angeführt wer­den, die oft schon vor einer bemerkbaren Abnahme der Sehkraft vorhanden sind, eine Erkrankung also ankündigen dzw. daraus aufmerksam machen. So deuten z. B. Lichtscheu und Tränenneigung auf eine beginnende Entzündung d e r Hornhaut ober Regenbogenhaut hin, Flimmern und Licht- erscheinungen (Blitze) auf einen gleichen Prozeß der inneren Sehhäute. Dunkle Punkte oder Flecke, die beweglich sind, werbe verursacht durch Trübung des Glaskörpers, unbewegliche durch Netzhaut - ober Sehnervenerkrankung, wobei auch Ge­sichtsfeldausfälle auftreten können, bie manchmal durch eine Unsicherheit räumlicher Fortbewegung zum Ausdruck kommen. Abendliches Auftreten regen­bogenfarbiger Ringe um eine Lichtquelle herum ober plötzliches periodisches Nebel, chen sind Vor­boten desgrünen Stars". Unsicherheit räumlicher Lokalisierung von Gegenständen, Vorbeigreifen, schließlich Doppeltsehen kennzeichnen eine bevor­stehende bzw. schon eingetretene Augenmus­kel l ä h m u n g. Kopfschmerzen, die vom Auge be­sonders nach der Schläfe hin ausstrahlen, sind oft Begleiterscheinungen ernster, entzündlicher Prozesse des Auges ober feiner Umgebung. Veränberungen ber Weite ober Beweglichkeit ber Pupillen deuten oft Erkrankungen im Zentralnervensystem an. Auf­fällig weite Lidspalten mit seltenem Lidjchlag (star­rer Blick) bienen zur Feststellung ber Basebowschen Krankheit, wie überhaupt manche Allgemeinkrank­heiten erst burch bestimmte Veränderungen im Auge mit Sicherheit festgestellt werden.

Gegenüver solchen entstandenen SehstöruNgen läßt sich eine bestehende Sehschwäche gelegentlich auf angeborene Augenfehler oder Mißbildungen verschiedener Art zurückführen, wobei ab und zu auf operativem Wege Hilfe gebracht werden kann, wie z. B. bei Oberlidlähmung, Linsentrübung und anderes mehr.

An dieser Stelle sei noch eine Unregelmä­ßigkeit der Augen st ellung erwähnt, die vielfach irrtümlich als angeboren bezeichnet wird, sich aber wohl regelmäßig erst in den ersten Lebens­jahren entwickelt, nämlich das Schielen, insbe­sondere das dauernde einseitige Schielen. Die Er­fahrung hat gelehrt, daß einseitig schielende Augen am Sehakt überhaupt nicht teilnehmen und deswegen mit der Zeit qualitativ verkümmern, so daß sich nach jahrelangem Bestehen dieses Zustandes oft eine fast völlige Sehunfähigkeit entwickelt, die durch kein Heil­verfahren wieder zu beseitigen ist. Möglichst früh­zeitige Geradestellung des Schielauges ist daher der sicherste Weg, den Verfall der Sehkraft zu verhüten.

Es ergibt sich nun aus dem Gesagten, daß ein­mal jeder einzelne gut auf seine Augen achten soll; in ganz besonderem Maße sind aber ferner neben den Angehörigen die Lehrer, Pfleger und Erzieher, denen bie körperliche unb geistige Ausbildung der Heranwachsenden Jugend anvertraut ist, dazu be­rufen und auch in der Lage, sich um die Sehorgane ihrer Schutzbefohlenen zu flimmern unb nötigenfalls rechtzeitige Hilfe zu veranlassen.

Frdr*

TEIPEL

Mehr Sorgfalt für Las Auge!

Von Dr. weck. M. Reichert, Augenarzt in Berlin.

Es ist eine bekannte Tatsache, baß viele Men­schen, bie schon bei ben harmlosesten Störungen ihres körperlichen Wohlbefinbens ober kleinen kos- metischen Fehlern ärztlichen Rat in Anspruch neh­men, gegenüber ihrem wertvollsten Organ, dem Auge, von bessen Unversehrtheit jegliche Arbeits­fähigkeit unb Ledcnsfreube abhängig sind, eine g e - rabezu erstaunliche Gleichgültigkeit an ben Tag legen. Der Grund hierfür ist wohl darin zu suchen, daß eine sachgemäße, populäre Aufklä­rung, wie sie x. B. über andere, gesundheitliche Fra­gen oder moderne Erfindungen durch Unterricht, öffentliche Vorträge ober Tagespresse in weite olkskreise getragen wirb, auf bem genannten Ge­biet so gut wie gänzlich zu vermissen ist. Diesem Zwecke sollen die nachstehenden Zeilen dienen.

Ein weitverbreiteter Irrtum besteht darin, die Brille als alleiniges Heilmittel gegen jede Art lechien Sehens zu betrachten. Ein schwaches Seh- .. . mögen kann nun aber durch äußerst vielseitige Entstehungsursachen bedingt sein, die sich im all­gemeinen wie folgt einteilen lassen.

Unregelmäßiger, anatomischer Bau des Auges sei sonst gesundem Zustande, fachmännischBre­chungsfehler" genannt, läßt Korrektur mit Brillen- ](ern zu, macht sie sogar zur Erzielung einer bef­eren Sehschärfe notwendig. Hierher gehören Kurz- ichtigkeit, Ueberfidjtigfeit und Stab- i dj t i g f e i t. Selbstverständlich müssen nicht nur

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