125 Zweites Biart
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«litt flm jlbcnb fab man ihm die 'Jkrornanlpan-
oer-
wiester an einer Straft« ntdf
etn bij Ls der
kdL erschien Crawley auf» nenr neben M5. .Lch 'bk eine nuchri« 3ufainntenäuift cmt tun <hnm Itmunft beyutrmgen. Ich bestehe auf einer gründ-
Bei der nächsten ÄaliefteUe Höne SMm seine » tc Stimme zu sich heraufklingen „»der b
Millionär ohne Geld.
T*fr Roman einer Tettr.
Bon Ö. Philipp» teipyright dy August Scherl ® m. b. J)„ Berlin.
Jung einen gemhmiaen?
>e »ranken iedee ein Mas Bwr. txyui ging Blitz ''in Hause und freute sich über die Teilnahme des
Venen Mio phalt morde .
M, atu das madxige Vehik.l seiner tontroUe rat-
l«r Blitz die Hand auf bw Schüttel ..(Befter**.
■je er mil heilerem KU"lern .gestern habe ich ' grygtoufenb Tfwnb 3mknemg6wge für Sie an-
wgi —
Hoorn 6ie — das war eben das Glockenzeichen.
fahre werter. Wenn Sie ein Dort während der fahrt mit mir neben muffen Sie sofort auffteigrn. ’.Ife Ijfhngen Sie hinken auf. mene Sie wollen. 11 bei den nächsten Haltestellen können wir un»
ji Derrn.
Als er um nächsten Zuge mit seinem Omnibus |iX einer Stratzeneeke b'eü. edkUdie er eine wohl- 1 lirntt Gestalt. die ibn mit offenem Munde 00m • Mfteig aus anstarrte. Cs mar -lecht »anmalt 'f-nnkQ. Blttz verzog keine Miene, al» der Advokat <■ ;• den Onintbu* zuftürzir
Nachdruck verboten ag begann e» zu regnen, unb bet schlupfrig. Cm ober zweimal fühlte
bester vflfc' Mem lieber lunger Herr! Ich bin outzer mir! " lt (Botte» willen, seien Sie doch oenxünfttg!*
Crawlen lehnte sich vorn (Behsteig herüber und
' tag beuhd) an.
Sie schauen ganz blaft au»', bemerkte sein Schaffner beforgt. ..Sie haben do» Ding den ganzen ‘ m über lehr brao geführt.'
..Ich habe Angst vor dem Butschen gehabt.'
.Da» gebt allen im Anfang so. Wollen wer zur
•urtung einen genehmigen?*
nationale wittschastspMil.
Die 3nlemaiionale Wi rt 1chafiAkon««ren» ha: t4 'Degrh einer nationalen l^irddbot'*' * e(,nk n chi iam allen Vifen werfen können MO macht. Mer "BegnH Hai rnen 3 n ball ihren!» tut Thelen der Venter Äonfetea* etnti- -eilen nichts andere» f-.nd als t-" nbe» tq und tagende Schelle. Die Konferenz hat st< Hoch- buiMoflpct'rtt netertr.!' aber tue Auswirkung 1 Frankreich. XL 6. X unb :n Qnaianb wirt' auf t» warten lasten. Die Konferenz hak nr.t wurde- oller Verbeugung sich selbst tx'chet . g: dah he flirt b t den Beginn eine» neuen .eitalter 0 der Handels- und Wrti'challs- ■ efirtf bedeute Denn, ja tbenn bec internanc*- df Handel Schritt für Schritt alle Hindernisse dntige. die ferner SnttD -flur.g enl gegenständen Lajöem daS alle» feierlich bddiloffrn und her- r.brt worden war. bestiegen bü Vertreter der «einen Länder die Fernzuge. Ein mageres 1 r g e b s i S. fürwahr das auch nicht bester wird .‘•drd> daß die Konferenz daS machtVolinfch fummle Hochichustze-lUystem Frankreich» scharf -tifurl hat Um die fl.nfrtmmigleif bei der An- -hme der ung zu erreiche«, muhten
v 'Sorte und Sätze so lange gebogen und gereckt werden hast mchtS anderes übrig blieb S Redensarte Schon auf der Konferenz haben < Bert r et er einzelner Länder Bor behalte die handelSpolitilchc Abrüstung gemacht. «*u gehören vor allem Australien und BrnftUen. f nach dem erprobten Muster der Bereinigten baten start geschützte Prvh ' tben. die ihre Aohstvste zwar verkaufen, aber l hie anderen <krz»ugn,''r fm AuSto.i'ch dafür tretnnehmen wollen. Auch hat die Konferenz er und deutlich gezeigt, dah die wirtfchaftS- id Handels: oiiti'chen Jnleteffen der Völker nicht ar durch Hoch'chutz'ölle. sondern auch durch in eipolitische Lnebkräfte mehr oder weniger -rstänanisvcll beeinflußt »erben. Dazu gehört Hl-ilpt.-s»weife der Versuch der So,-allsten, der < rohurtion ober einzelnen Teilgebieten die fvg. tzDtalistt'chc Kontrolle aufzuzwnigen
Wenn die Dertreker nach Hause kommen, wer- M he ihren Regierungen wohl kaum eutpld)ten handelspolitisch so zu leben, wie da» in Dens al» 1 itzlich und fegend ring end hingestellt worden ist. Mstdandere Deutschland hat keine Ursache, überall den ersten Schallt zu tun. um zu spät 411 erferaten. dah die anderen nicht daran denken, »rchzufolgen. Dewitz, für die deutsche Wirtschaft, lut ihre Srzcugniste unb SntwicklungSmdalichkei- i-l wäre e» kein Vachteil. wenn die engen Markt- 4titele der einzelnen Länder fich wetteten. S» tärc auch schon manches gewonnen, wenn sich iikfächlich eine Verständigung von ProduktionS- Irippe zu 'Produkt! c-nSgruppe erzielen hefte. Bur Sirf unb soll da» nicht immer auf Kosten Deutschland» geschehen, dessen Wirtschaft ■ auMce durch den Dawe» plan fn erheb!.«dem ' lah sinanziell vorweg belastet ist. Die ersten <r Monate 1«27 haben einen Fehlbetrag von ' st 12iX) Millionen Mark im Außenhandel er- ken Schon l<25 drohte tne es-fa!)r. hast Meter Dir trag da» finanzielle und wirtschaftliche » . ngewicht erschüttern mutzte. Da brachte 1926 * ich rn eine Wendung. alS bei einer starken f mlfelurtfl der Dinfuhr die Ausfuhr sich erheblich ♦ taetn lieh. Wir haben intolgedessen die Sin- 1 !>r unb den Öinfuhrbcbarf nicht so sorgsälng • tbgeprüft, wie e» zweckmäßig notwendig ge- t -tm wäre Die (Entwicklung des Außenhandel» ' 1 ersten Drittel 192* zeigt nun. dah wir in dem Piet# weitersteuern. daS nicht zur B,fcsn- 4 rg und Sicherung der deutschen Wirtschaft, ürrthcro zu ihrem Untergang führen 1 oft Hinsichtlich der Aohstosseinfuhr werden wir . S keine Beschränkungen auf erlegen können und Aber bet der Sinsuhr von TlahrungS- ch Denuhmitleln ist eine Slldstbescheidung un- im eidlich Wir haben beispielsweise 1926 für .*<* Millionen Molkereibrobulle ctngefübrt. die • h bei intensiver B> rtswu't im 3nlanbc auch » zeugen liehen Sehr wahrtcheinlich ist, bah wir e*c Hins uh r 1927 noch überbieten werden ohne durch die Mehreinfuhr irgendeine Senkung eilf die Vrciigcflaltung tm Jnlanbe auOgetibt V.ib
Die nationale Wirtschaftspolitik, die wir trotz der gerade wegen der Jrgebnil’e der interzonalen WirttchaftSkonseienz treiben müssen.
Eichener Anzeiger sEeneral-Anzeigcr für ivderhessen
Dienstag, öl. lliai 1927
bad sich nicht in zoll- unb handetSpoiNische» Madnahnien ed Pdp*«, sie muh vor altem P t c- dukklonSpoltik <euu ProdukttonSpotnrt vor allem, soweit fre Steigerung der |anb»irt- schas11 chen Srvu{- '4 tn Frage kommt, ohne die ein n*irhawr Abbau der gewaltigen Aast- rur«gSm'tteleinsuhr nicht zu erreichen »st Sv Mr.Dt bet wachsenden fbroed per. unb geistigen An*! rberungen bet .^ie-tchverbrauch je Kops brr Tet>6 Jerung _->ch erheblich b ittet dem br. Vorkriegszeit Airrud Dabei hat sich der A'.terSausbau der BevdlArrong nerschoben. d b bi <tahl der Kinder, dir sonst etn Drittel au»macht ist geringer geworden 3e grbhrr die 3abl der (Irwachsenen. desto gröber auch der .Uetschoerbrauch ,c Kops der Sevö.kero -.g Sv sollte e» len. wenn wti mit den techr ch^vtrttchaflltchen Leistungen der angel'öchlische- Oänb-r au* be Dauer Scheut bauen ober dese unter Umftänben noch überbe-len wollen. Wir müsse» bec Fehlmenge hin'chtitch der 5te-.<4>er*cugung och durch (knlubr beschaffen. da die deut'che ikandwirttchost tn hirper nrift Srbr» nicht zu gteicher .teil leisten kann, nämlich he Vertorfung mit Milchprodukten unb he Steigerung der H'eischproduktion. Die Ncitch- r n*uhr bleibt aut 2M Millionen Mart eid.bl.ch hinter der Einfuhr »on Milchprodukten zurück. flau* abgesehei dwvn. dah die .^'.eifcheinfuhe n der Hauptsache aus dem etnstwei.en noch un- enibehrticheu tSefri. dleifch besteht Dor dem aupt kein <? h ver
braucht. trenn eS heute zollfrei bcreintoirm! fö
mitteitc Bevölkerung tn t ^Irifchprodukler ,u per- Jorgen
Die nationale Wir: chafl»polllik löst für Deutschland sich nicht in einem Degen'atz lanh- wirtschafllicher und industrieller Intevesfen auf.
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an Stimmen sehll. he Deutschland empfehlen die Denser Ontschliehungen zuerst anzuwendcrt und zwar deshalb, weil sonst Sngiand kobllcheu werden tonnte, ohchon eS an sich bereit fei. sich wieder dem Ireihandel zuzuwenden. Da» Hingt »war verlockend, ist aber nicht wahr Vicht» rein gar nicht» deutet darauf hin. dah Onglano den 3ndustriefchuti abbaut, oder dah .Frankreich die engen Klammern feine» Mindesttanf» irgendwie kdckert
Memel vor dem Völkerbund.
Der Völkerbund wird nun also über die litauische Politik in Memel zu Serichl zu sitzen haben Die deutsche Regierung Hütte da» gern rermuben. Sie hat sich ehrliche Mühe gegeben, unmittelbar mit Kowno zu einer Verständigung zu gelangen, ist aner bei allen ihren Versuchen gescheitert V.clleicht nicht so sehr an dem bösen Willen heS Winistervrä'ikenten Woldemara» lo.-tern an der Ang'. die er hat. irgendwelche Krnzessionen zu machen. die iym von den litauischen Hatioiialiften alS Aachgiebigkeit gegenüber Deutschland auSgemünzt werden können. Dr selbst sieht wohl ein. dah die Laae in Memel unhaltbar ist.
DaS Memelstatut ist fa t »Ira international garantiert um die Rechte der deutschen Bevölkerung sicher zu stellen, die Litauer haben aber auf allen Gebieten, politisch finanziell, juristisch unb kulturell die Rechte der Deufchen mit Fähen getreten. Seit dem Januar ist der Landtag nach Hause geschickt. Veuwahlen sind noch nicht angesetzt Deutsche Beamte werden wahlloS qdünbigt. Die deutsche Erziehung in der Schule soll unmöglich gemacht werden, und auf steuerlichem Gebiet dient da» Vkemelland eigentlich nur dazu, die schlechten Finanzen Litauen» auf die Beine zu bringen. Gin Aechtebruch ist dem andern gefolgt. Auch der Völkerbundsrat wird nicht umhin können, die Belchwerde. die von den memcl- geretch; ist. L-SI'd) al» berechtigt anzuerkennen Ob er felbft die letzte Entscheidung fallt ober die ganze Frage an ha# Haager Schiedsgericht Weiler verweist, kommt dabei nur in zweiter Linie in Frage Da» Wesentliche ist für un». dah die LeidcnSzeit der Memettänber sich jetzt ihrem Snde nähert, unb durch authentische Interpretation de» Memelstatut» in Zukunft Gewähr für d i e Erhaltung deutscher Sprache und deutscher Kultur gegeben wird.
Die Anrufung dc» D7.'erbunbeS hat darüber hmauS auch noch du» Oute hast he Beziehungen Deutschland» -nd t*i!2_l ». he begre lltcher weife durch he ewigen Äu»einofibertef»unger
freier gest Iren können Litauen ist der ga, »eu Aatur »ach aus uu» angewieser An- schlutz an Polen kann unb will e» n cht finden 'eiarge Wilma von den P-olen befept ist. und bisher sind he englispen Deduche Hier einen Ausgleich zu schassen m'stglückl Auch |u den baltischen Staaten wird Litauen keim Ver-
bälmi# gcwinncn wahrend <♦ al# agrarisches Land de un# einen n iiurtichen Absatz seiner LandeSprodukte | • t-, ben -nd un# 3ndustnear:ik«l abnehmen tonnte darüber bi neue aber auch für hr” Iron'itverkehr nach Auö nd • Wert >‘t Deutschland und Litauen haben allo beide c.n ^iierelle daran in guten nachbarlichen Ve» ziehu? gen zu leben D e Vorbed gungen werden in ‘emlelben Augenblick geschasien fein wo Deutichland darüber beruhigt ist datz den Diemel- deut' ^en feinerlei Unrecht mehr geliehen kann.
Zwei Tage im Vogelsberg.
Die Pressesahrl des Derkehrsbundes Oberhefien.
. AichtS kann un* rauben Liede und Glauben zu diesem Land E» zu erhalte- unb zu gestalten sind wir gefandt “
4 . ><rse hc» Dichter» Karl Bröger he wir diesen feilen vorg-setzt haben tonnen alS Leit wort üb r den beiden erlebnisreichen Lagen unterer Fahrt stehen, al» Motw zu dem lebendig angrschauten 'a eben gesättigten oberhefsifchen Bilderbuch. da» w»r im Fluge durchblättert Haden, da» nun wieder hinter un» liegt, immer auf- geschlagen, immer bereit Betrachter und Leier au finden, jedem geöffnet, der Lust und Liede unb Mutze hat. zu ihm zu kommen. Den Weg zu weifen — sind wir gesandt' dies er 1 Wege den Anfchlutz zu schaffen an he groben, breiten unb Daten andeS — dazu hat diese Fahrt durch den Dogelel^rg beitragen (ollen galt und gilt noch immer eine deutsche Landschaft au# dem DortiröSchenfchlafe zu erwecken, au» ihrer Abseitigkeit und llnbekanntheit zu erlösen, um und ihrer ehrwürdigen Vergangenheit willen SS soll einmal über die Grenzpsähle de# Hesfeii- I,indes hinaus verkündigt werben datz aus der Landkarte deS Deutschen Aeich.» ein Fleck zu finden ist, der VogclSderg heitzt' die Einheimi- fchen kennen ihn gut. haben ihn Ilch Sommer» und Winter», auf Schuster» Sappen und spitzem Schneeschuh erwandert unb erschlossen: sie lagen auch wohl von ihm. diese» Gebirge und der umgebende Landstrich fei kalt und rauh, sie nennen e» gutmütig-fpottmeife ihr hessisches Sibirien.
2lber autzerhalb de» Bereiche» der rot- weihen Pfähle und do» Löwenwappe,,»? Da scheint eS weithin so zu stehen datz die Leute diesen mertmürbigen Landkarten fleck gar nicht kennen auch solche, denen andere, gleich weit und weiter abllegende Teile ihrer Heimat durchaus bekannt und geläufig sind. WaS aber den Vogelsberg angebt, fv gibt eS unzählige Landsleute im Deich, die sich kaum auS fernen Schul- tagen nebelhaft erinnern, auch von dieser Gegend einmal etwa» Wenige» und längst DergefseneS vernommen zu haben. Der Vogelsberg - ja der liegt da wohl fo irgendwo, man weist eS hall nicht mehr unb bemüht sich auch nicht barum, irgendwo liegt er hall, sehr weit sagenhaft fast. Unzähligen ist nicht nur he Vordfee und der Harz, ist selbst he Aiviera und Italien flarercr und vertrauterer Landschaft »besitz, geographisch fester Bestand und herkömmliche# Aeiseziel weit eher, al# dieser merkwürdige unb ein wenig unheimliche Vogelsberg . Vielleicht ist e# keine ne Mühe, einmal ganz laut unb öffentlich. gewiffermasien mit der Ortsschelle de» Deutschen Deiche», bekannlzugeben. datz der Vogelsberg kein Urwald ist datz es weder Räuberbanden noch 'Bärenhöhlen dort gibt, datz er jedem Punkt in ganz Deutschland immer noch eiwaS näher liegt als Thule und Samarkand, datz lauter gute unb freunbllch gesinnte Leute dort wohnen, r.c b<tAb :ft oberhell 1 fch r<X durchaus verständlich machen können, bah e» im Vogelsberg nicht nur und nicht zu allen Jetten kalt ist, dah auch die Sonne manchmal hintcheint und bann jedem der ein paar gesunde Augen im Kopf hat, eine Fülle heimlicher Schönheiten golden bescheint, die man einmal gesehen haben soll.
Pie Volle h» OrtSdieners nut der tonenden Schelle wi» auch :n einem übertragenen S'.nne gedeutet und ein seine» und ehe* Geschäft genannt werden kann axir für hc*mal tn ha Hände der TageSpref. gelegt, und vir denken, hist he ihre Aufgabe so angepadt hat. w e » gemeint nxir datz flc sich gewillermatzen au» der ei gen und etwa» holprigen oberste''i'chen Doris'raste berau# auf einen schönen. stanllch»n weiten Pia» gestellt hat. der im Aorden an» Meer und im Süden ar bte Berge grenzt unb schlechthin .Deutschland" heißt
In he Wirk! chkeit übertragen, geht he» etwa so vor sich wir haben einen grosten und t,anjj modernen Reifewagen mit einem erfahrenen Führer zur Stelle, wir versammeln un» und begrüben un» und fahren, unser 2*>. am Cam»tag- nachmittag von Dietzen fort, mit Hupenlon zuerst gen Lich und während wir die tianöftrafw hinauf rollen ist e» wenn man einen Augenblick die Augen schließt, al» ob he platzfchafsende. dumpf warnende Hup.- gar kein Boschhorn Ioniern eine liebliche 'chäseriiche Schume. Ware, auf der man blies, wenn man in uralten Zeiten auszog. ein Dornröschen au toeden oder ein unbeschreiblich fernes Märchenland zu suchen...
Ob man sich» versieht, sind iwr in L i ch. wo wir von Jhiraermcifter Völker herzlich begrubt und alsbald umhergeführt werden. < An dieser Stelle sei gesagt, daß wir wehr hier noch an späteren Haltepunkten den auSfichlSlofen Versuch unterneymen. einen Fremdenführer in zehn ^teilen zu schreiben' e» kommt un# vielrnehr darauf an jene bescheidene Feststellung von der wir oben sprachen, da und dort mit einer lebendigen Orinnerutig einem unverwischten Oin- druck. einem Heinen Bild oder vielleicht gar einer Jahreszahl zu bekräftigen Bücher über den Vogelsberg gibt cS anderwärts > Hier last un» bte* am Herzen in die Stiftskirche zu treten, he prachtvollen Holzschnitzereien der Kanzel zu betrauten, unS do# Ohr vom sonoren Summen der Orgel füllen zu lassen und vor den Orab- nidkm der volmser ®raten, vor ihren lana- gliedrigen Aeliessiguren. hrer gotischen ®eftc unb ihrem fniitrigen Zallenwurs verwehten Jahrhunderten iiachzusintien... Dann hinau» au» dem eigentümlichen Dust, der In Kirchen wohnt, hinein m die grüne Stille de» Schl ost parke», hinüber in» fürstliche Schloß .. Freiherr Löw führt un». und e» zeigt sich auf Schritt und Tritt, weich eine Fülle alter höfischer Kultur hier übernommen ist In Bildern und Büsten, tn Kachelöfen unb Schnitztruhen. in edlem Zinngerät und Medaillen und Münzen und Porzellan... 3n einem Saal, dessen Wände mit niederländischen Dobe- linö von 1634 breit behaunen sind, vermißt man fast eine Aokokogesellfchast im gelben Kerzenlicht eine zierliche Gavotte zu Flötenläusen und Spinettgefltmper, zu Beisrvckrnuschon und leisem Degenllirren. .
Welche Gegensätze tun sich auf. wenn wir vor dem '21bschied auf einen Sprung in Ihriiig» Brauerei treten, wo Treibriemen saufen gewaltige Bottiche fich türmen, iriSkälte un« umfängt, und säuerliches Arom über alle Treppen, durch alle Gänge bi» tn den Keller un» nach- geht . . Gin paar Bissen ein kühler Schluck — bann wieder hinein in den Wag«, die Landstraße hinaus, dem VogelSbevg zu
In Laubach ist Bürgermeister Boebm schon ungeduldig, dieweil wir zu spät zum Kassee
heben Aussprache. Wo Ihr Autobus hinsahri. gehe auch ich hm!'
..Da» ist noch cm tüchtiger Weg. Es durfte Ihnen langweilig werden.'
Crawley hob leinen Regenschirm und Hopfte Blitz enetaifch auf bte Schuller »Junger Aann. Sie find inehrtacher Millionär! Und Sie Haden — eni- idiulbigen Sie, datz ich es erwähne — em Loch in Ihrer Hofe und auf der Nase einen Nutzsteck. War zum Teufel —'
,^Jn genau neununbuifrpg lagen werde ich meine Stellung al» vernünftiges Glied der mensch» heben Kelelllchaft wieder emnehmen Unter un» getagt. ich glaube, ich werde nie mehr ganz berfelbc Ernst Blitz fein, den Eie von früher kennen, aber im übrigen verspreche ich Ihnen, batz Sie sich über mich nicht mehr yi beflagcn haben werben.'
Crawley stieg wieder hinten auf. Blitz fast vor- gebeugt, bte Äugen auf ben Weg gsheket und die ."and f<ft am cteuerrab. Erst nach zehn Minuten konnte do» Gespräch fortgefept werden
Kann ich Ihnen nut etwas dienen?' fragte der Advokat, ol» er wieder nach vorn kam.
Vielleicht. Ihr Gedächmi» rft doch noch immer flut9'
.Lch denke, ja*'
..Gehen ck nach Ooeaon-Sguare oierunbjwan- zig unb ertunbigen Sic sich n^d) Fräulein France» e lamon. Fragen Sie, op sie eine Stellung hat. Teilen Sie mir morgen afles mit Äch fahre bieselbe Strecke.'
..Ich werde et mit bem größten Scrgnuyn besorgen' Jeder Auftrag, der nur irgendwie einen Nnn hat--*
«Hasten eie etwas $l rauchen9' unterbrach ihn Bl'tz plötzlich.
Crawley zog ein» kostbare Lebenajche hervor. Die eine Seite war mit Zigarren, bie anber mit Iignretten gefüllt. Bhh nahm ben geiamten Inhalt an sich unb g ib sie leer zun ck. ..eie können sich ja anbcrc besorgen' Jetzt rft es aber besser, 6« steigen ab. Dir fahren nun ohne 8 kcnthall nach Goldere Green, unb dort wollen Sie doch wohl kaum hin.'
Crawl« 7) schwang sich in eine vorüderfahrende ■.1tTtobro,<*re. Blitz asb her Schaffner mochten sich unterde« uver bie Zigaretten her.
„Ein netter Alter, ber da mit dir gesprochen hat', bemerkte der Kondukteur. „Du meine Gute, sind das seine Flgaretten"
„Er war mein Advokat, bevor ich auf den Hund gekommen bin. Ein komischer Kauz, aber er meint e» flut'*
Äm folarnOen Morgen ,ast zur seiden Stunde und an derselben Stelle, traf Blitz den Rechtsanwalt wieder, der bet der ersten Haltestelle herzukam. um mit seinem exzentrischen Klienten zu sprechen.
..Diele Autobuste passen mir ganz unb gar nicht. Heber Blitz*, erklärte er. auf einen Fettfleck an feinem Bemkletb starrend So eine demokratische Einrichtung! Und Ihr Schaffner, der mir beim
-'N hol’. um es milde au-zubrücken. s!'> roenig vertraulich. Vermutlich haben Sie den In- halt meiner Zigarrentasche mit ihm geteilt*'
„Er ist ein braver Äerf. ‘Run, roa» haben Sie zu berichten?'
Crawlen räusperte sich „Die junge Dome ist noch ohne fefü cteüimg. und oermurlich schuldet sie ihrer Hauswirtin Geld.
Blitz runzelte die Stirn. ..Ich muh über bie Sache nachdcnken. Jetzt springen Sie hinten auf. bitte! Dir fahren lo».*
Bei der nächsten Haltestelle fragte Crawlen Hasten Sie noch andere Auftrage?* und flopfte mit dem Blciftih auf fein Notizbuch.
Blitz nickt». ..Sie können huntzert Pfund an William Ienning». Pinterstratze vierzehn, senden. Dar rft mein Kollege auf dem Omnibus. Er Hal ein , Shnb und möchte e» aufs Land schicken Anonym natürlich!*
. Gewih, gewih. Und wa» noch?'
..Fünfzig Pfund an Themas Bride Aufs »her m Personalliur/au der Onnntmsgefellschall. Unb bann 'uchen Sie ben Absäflefastrikanten Morgan in Fmr- bürg auf, unb schauen Sie nach, wie es ihm geht Denn er noch mehr Kapital braucht, so kamt er es haben. Unb legen Sie fünftausend Pfund an auf ben Namen Mr» He ich und zahlen Sie ihr gegen Mitt» Dezember bi» Zinf»n der ersten Mertnlr im voraus aus. Schreiben Sie ihr. daß Ihnen die cjmei» für ihre mrs'chlleßlichc Nu^ießung übrr* geben tei Spender ehrrfrtfe cmvnyn' Ete tr-Vm ch bie nbreffe.*
„Sie scheinen eine Menge neuer Freundschaften geschloßen ,u haben. Und wie ist es mit der jungen Dame?'
Blitz' Gesicht verdüsterte sich. „Für sie kann ich vorläufig nichts tun. Sie muh noch ochtundoierzig läge warten.'
Der Advokat steckte sein Notizbuch ein. Ich werde ein andermal wieder mit Ihnen sichren Ader Sie könnten Ihrem Freund William, dcm Schossner, sagen, dah ein fteiner Nachschub von hinken, mir er es nennt, gerade keine angenehme Art ist, einer Person von meinem Stand und Alker aus den Dagen zu helfen. (Ein Trinkgeld würde vermutlich —*
Blih dachte emen Augenblick noch, „eie konnten William ein Sechspenceftuck geben. Sagen Sie ihm, datz er es mit dem Wagenführer teilen soll.'
..Da» werde ich mit vergnügen tun'*
Bei der nächsten Haltestelle kam Schaffner Hennings nach vorn .Der Alle hat uns zusammen einen Sechser geschenkt. Erni!* rief er strahlend. ..Wenn wir ans Ende kommen, trinken wir einen dafür*
Blih lächelte ..Die freigebig brr ist. was?" —
Am Samstag bekam Blih fiebenundzwonzig Schilling unb zwei Tage Urlaub. Er zahlte bem Äufseher bie geliehenen fünf Schilling zurück unb begab sich sofort in Frances' Wohnung Er traf sie an der Tür znm «usgehen bereit. Sie schien teil- nahmlos sogar Ihr Lächeln war gezwungen, als sie ihm die Hand reichte.
..Endlich'' murmelte sie. „Denn ich dich heute nicht gesehen Halle —*
„Steine Drohungen, bitte! Ich will dir die reine Wahrheit sagen: Ich habe es nicht gewagt, früher zu kommen.
„Du hast also nicht gearbeitet? Dann muht du doch die flanje 3ät über dos Geld gebraucht hoben, bas bu mir geliehen host?*
..Durchaus nicht' (Ein wenig hab' ich ja immer txrbieat Jetzt aber habe ich eine ordentliche Stelle. Ich führe einen Autobus unb verdiene lechsund- dreißig Schilling die Doch».*
„(Emen Omnibus?*
„(Eben habe ich meinen Lohn erhoben und fpütt raten Rirtenhungre. ftomm!* ' w
(Fortsetzung fnlK.) 1 a a a "


