Ausgabe 
31.3.1927
 
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Wirtschaft.

Die Arbeitsmarkllage im März.

Das Landesamt für Arbeitsver- m i 111 u n g in Frankfurt a. M. teilt mit:

3m Dttlaufe des Monats März hat sich die Arbeitsmarktlage im Landesamtsbezirk (Hessen. Hessen-Rassau und Waldeck) merklich gebessert. Infolgedessen ist die Zahl der Hauptunterstühungsempfänger in der Erwerbs- wsenfürsorge am 15. März um 18 907 auf 101 531 (am 15. Februar 120 438), d. i. um 15,7 v. H. ge­sunken. Auch die Zunahme der aus Mitteln der Krisenfürsorge unterstützten Erwerbslosen ist ge­ringer geworden. Die Zahl der Hauptunter» stühungsempsänger in diesem Unterstühungszweig stieg von 16 776 am 15. Februar auf 19 659 am 15 März, also um 2883 oder 17,2 v. H. igegen­über einer Zunahme von 4942 oder 41,8 v. H. in der Zeit vom 15. Januar bis 15. Februar). Don den insgesamt 121 190 Hauptunterstühungsemp- f an gern Tn der Erwerbslosen» und Krisenfürsorge am 15. März entfallen aus 1000 Einwohner im Regierungsbezirk Kassel 31.0. im Regierungs­bezirk Wiesbaden 29 6. im Freistaat Hessen 36,2. im Kreis Wetzlar 21,2 und im Freistaat Waldeck 4.8.

Don den Auhrnberufen ist besonders die Landwirtschaft und das Baugewerbe in den letzten Märzwochen verstärkt aufnahmefähig gewesen. 3n fast ollen anderen Gewerbezweigen ist gleichfalls eine Belebung des Arbeitsmarktes zu verzeichnen: «die Zahl der Arbeitsuchenden in der Stein­industrie, im Metallgewerbe (Auto- und Fahrrad­industrie), im Holz- und D^leidungsgewerbe geht von Woche zu Woche ständig zurück. Ungelernten Arbeitskräften ist besonders als Bauhilfsarbeiter und als Zeitarbeiter bei der Reichsbahn ver­mehrte Arbeitsgelegenheit geboten. Die Zahl der bei Rotstandsarbeiten beschäftigten Personen ist gleichfalls beträchtlich, und zwar von 14 114 am 15. Februar auf 17 936 am 15. März gestiegen.

Frankfurter Messe.

Frankfurt a. M, 30. Mär;. Der letzte Tag der diesjährigen Frühjahrsmesse ver­lief ziemlich ruhig. Geschäfte wurden nur noch vereinzelt abgeschlossen, so in der Textil-, der Möbel- und der Haushaltungsmesse. Gut besucht war heute wiederum die bureautechnische Messe, wo zahlreiche Führungen stattfanden. Auch die Baufachmesse, die übrigens noch bis zum 10. April geöffnet bleibt lockte heute noch zahl­reiche Interessenten an. Die Aussteller in d e ser Gruppe dürften im allgemeinen auf ihre Kosten gekommen sein.

*

' Einigung zwischen Reichsbank und Reichsbahn. Die seit langem zwischen der Reichsbahn und der Reichsbank geführten Verhandlungen über die Ueberführung eines Teiles der Reichsbahngelder in die Verwal­tung der Golddiskontbank haben, wie wir er­fahren. zu einem Abkommen geführt. Die Reichs­bahn hat sich bereit erklärt, der Golddiskont­bank einen Betrag von 100 Mill. Rm. aitd ihren flüssigen Mitteln zur Anlage zu über­lassen. Es handelt sich demnach nur um einen Teil der Gelder der Reichsbahn, so daß die Verkehrskreditbank einen Teil ihrer Gelder selbst längerfristig anlegen kann.

Von der Frankfurter Börje. 9(m Osterlanrstag fällt die Frankfurter Börse ebenso wie die Berliner aus. Boni 30. März ab sind die Aktien der FrankfurterRhenania", Verein chemi­scher Fabriken A. G., nur in solchen Stücken liefer­bar, die aus die neue Firma Rhenania-Kunheim . Verein chemischer Fabriken A. G. abgeftempcft ober in neue auf die jetzige Firma lautende Aktien umge- l tauscht sind.

Deutschland- Außenhandel mit jF Farben. Bor dein Kriege hat die deutsche Far benindiistrie etwa 75 Prozent des Weltbedarfs an Teer-, Anilin« und Alizarinfarben direkt gedeckt, wo- au noch 13 Proz. an Fabrikaten hinzukamen, die indirekt mit den deutschen Produzenten zusammen­hingen. Der Anteil Deutschlands am Welthandel mit Farben betrug also rund 88 Proz. Mit Kriegs­ausbruch erstrebten die ehemaligen Feindstaaten sich von diesem Monopol unabhängig zu machen mit .dem Erfolg, daß die Vereinigten Staaten auaen- blicklich etwa 93, England etwa 80, Japan und Ita­lien je etwa 40 bis 50 Proz. ihres Eigenbedarfs produzieren.

* Frankfurter Kreditanstalt A. G. in Frankfurt a. M. Der AR. beschloß, der o. H. V. Vorschlägen, aus einem Reingewinn, der einschließlich des Vortrages von 57 417 Rrn. mit 293 672 (L V. 57 417) Rrn. ausgewiesen wird, eine Dividende von 4 (0) Prozent auf 2 Mill. AK. vorzufchlagen und 213 672 (57 417) Rrn. vor­zutragen.

Keramische Werke Offstein und Worms, A. - G. Die Inlandsaufträge gingen gegen das Vorjahr zurück. Erst in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres hat die Beschäftigung sich befriedigend entwickelt. Rach 43 665 Rm. Abschreibungen verbleibt ein Reingewinn von 99 240 Rm. Auf das 1 000 000 Rm. betragende Aktienkapital wird eine Dividende von 8 Prozent verteilt werden. - 19 242 Rrn. werden auf neue Rechnung trorgetragen werden.

Brown Boveri & (Sie. Die G.-D. der Drown Doveri & Eie beschloß einstimmig, aus dem nach 858634 Mk. Abschreibungen ver­bleibenden Reingewinn von 1 028 375 M. für Sonderabschreibungen auf Anlagen 586 908 Mk. abzuschreiben. Auf das dividendenberechtigte Stammaktienkapital von 4.3 Mill, wird eine Di­vidende von 8 Prozent und auf das 700 000 Mk. betragende Dorzugsaktienkapital eine solche von 6 Prozent verteilt. Auf neue Rechnung vorge­tragen werden 26 375 Mk. Die Kapitalserhohung auf 15 Mill. Mk. ist inzwischen durchgeführt worden.

'Ufa. Die gestrige A.-R.-Sihung der Ufa hielt den seinerzeit gefaßten Beschluß der Herab- Minderung des Kavitals unb ter Wieiererhöhung um 30 Millionen Rrn. aufrecht. Den alten Aktio­

nären wird nur die Hälfte der Kapitalerhöhung angeboren. Auf die allen Aktien von nom. 150 Rrn. soll eine Zuzahlung von 50 Rrn. eingefordert werden. Die Aktien mit der Zuzahlung werden später im Derhältnis 3:2 und alle anderen im Derhältnis 3:1 zusammengelegt. Die zweite Hälfte des Kapitals wird von neuen Großaktio­nären übernommen, von denen eine Gruppe ge­meinsam mit dem bisherigen Bankenkonsortium auch eine Zuzahlungstransaktion garantiert. Durch die Kapitalserhöhung fliehen der Gesellschaft 30 Millionen Mark zu, ferner 6>« Millionen Rm., welche die Deutsche Bank an Forderungen nach- läßt und außerdem 111/4 Millionen, für welche die Deutsche Dank Genußscheine übernimmt, fer­ner aus dem Verkauf der Interessen am Ufa- Haus und Gloriapalast-Grundstücke weitere rund 9 Millionen, d. h. insgesamt 561 _> Millionen. Rach Abdeckung der restlichen Schuld bei der Deutschen Bank und der anderen Verpflichtun­gen wird dadurch' ein Bankguthaben von meh­reren Millionen Rm. geschaffen. Die entstehen­den Buchgewinne ermöglichen weitgehende Ab­schreibungen und Rückstellungen. Den Besitzern der lOprozentigen Obligationen wird der Um­tausch einer Obligation gegen eine neue Aktie angeboten.

* PhönixA. G. für Bergbau undHüt­te n b ct r i e b.' Wie der DHD. erfährt, wird die H. V., in der die Bilanz für das Zwischengeschäftsjahr oorgelegt werden soll, voraussichtlich nach Ende April (30. April) einberufen werden. Die Dividende wird mindestens 3 Proz. betragen, so daß also die Phönix-Aktionäre die Dividende der Vereinigten Stahlwerke ungeschmälert erhalten.

* Viktor Schuppe wieder in Der» l i n. Reeder Viktor Schuppe, über dessen geschäft­lichen Zusammenbruch wir vor einigen Tagen eingehend berichteten, und von dem behauptet wurde, daß er seiner großen Verpflichtungen wegen in das Ausland geflüchtet fei, ist, wie aus Berlin gemeldet wird, nunmehr wieder dort eingetroffen. Er hat sich umgehend mit seinen Rechtsvertretern in Verbindung gesetzt und er wird, soweit wir unterrichtet sind, nichts unver­sucht lassen, um seine Gläubiger soweit wie irgend möglich zu befriedigen.

* Adler - Margarine - Werk A. G., Frankfurt a. M. Die (3. V. der Gesellschaft er­ledigte die Regularien. Der Verlust von 650 000 Mk. wird auch diesmal wieder vorgetragcn (Aktienkapital 650 000 Mk.). Der Betrieb liegt nach wie vor still, so daß sich die Tätigkeit der Gesellschaft im cwge- (aufenen Geschäftsjahr aus die Verwaltung und In­standhaltung der Fabrikanlagen beschränkte.

* Geschäftsaufsicht von der Mologa beantragt. In der gestrigen AR.-Sitzung ber Mologa wurde beschlossen, die Geschäftsaufsicht zu beantragen. Der AR. hat sich zunächst nur zu die­sem Schritt entschlossen, um bie' Verhandlungsmög- lichkeiten mit den Russen aufrecht zu erhalten, da nach Ablehnung der Stützungsaktion von Seiten des Reiches eine Verständigung mit den Russen als ein­zige Lösung bestehen blieb.

Aranl^urter Börse.

Frankfurt, 31. März. Tendenz: Unein­heitlich, Siemens-Hausse. Die Ausführungen Dr. Voeglers auf der Generalversammlung der Vereinigten Stahlwerke über die Zukunfts­aussichten am deutschen Kohlenmarkte verstimm­ten die Spekulation in ihrer bisherigen Meinung für M 0 n t a n a k t i e n . so daß überwiegend Ab­gaben geroortrateii, die Kursverluste herbellühr- ten. Auch das starte Anziehen des Satzes für Lagesgeld veranlaßte zu Realisationen, bie durch den Ultimo noch verstärkt wurden. Ungünstig wurde ferner der Rückgang der I. - G. - F a r - b e n a 11 i e n aufgenommen, in denen anscheinend größere Prämienware glattzustellen ist. DaS Hauptgeschäft bestand in Elektrowerten, and hier fast ausichließlich in Siemens & Halske die einen neuen Record van 289 Proz. (plus 7,5 Proz.) auf (teilten. Daneben gewannen: Schul­tert 3, Licht und Kraft 0,75, AEG. 2 Proz. Am Montan markt verloren: Buderus 1,5, Gel­senkirchen 1,5, Mannesmann 0,4, Rhein. Braun­kohlen 1 Proz. I.-G.-Farben verloren 3,5 Prozent. Bankaktien lagen uneinheitlich. Höher wurden: Berliner Handel plus 3 Proz., Darmstädter plus 1,5 Prozent, Mitteldeutsche Credit plus 2 Prozent, schwächer dagegen: Com­merz minus 1 Prozent. Schiffahrtsaktien niedriger. Hapag minus 2 Prozent, Rordllohd minus 0,4 Prozent. Holzdestillationswerte bröckel­ten weiter ab. Holzverkohlung minus 1,9 Prozent. Scheideanstalt verloren 1L5 Prozent. Von Auto­aktien zogen Daimler auf das fällige Bezugs­recht um 1 Prozent an, dagegen Kleyer 0,5 Pro­zent schwächer. Maschinenwerte knapp behauptet. Don Einzelwerten verloren: Gebr. Iunghans 5 Prozent, Aschaffenburger Zellstoff 3.25 Prozent, Goldschmidt 1 Prozent. Don den Sanierungs­werten wurden höher: Dyckerhoff plus 0,75 Pro­zent, Bingwerke plus 2 Prozent. Der hei­mische Anleihemarkt lag zunächst außer­ordentlich freundlich, im Derlaufe aber wieder schwächer. Anleihe-Ablösung 24,5, dann 24,13. Schutzgebiet 13. Fremde Renten kaum ver­ändert und fast geschäftslos. Am Geldmarkt bestand große Rachfrage nach Tagesgeld, das wieder auf 7 Prozent anzog. Monatsgeld ohne Rachfrage 6 bis 7,5 Prozent. Privatdiskonten 4,62 bis 4,88 Prozent. Der Devisenver­kehr war ruhig. Gegen London notierten: Paris 124,03, Mailand 106, Zürich 25,25, Reuhork 4,8572. Die Reichsmark stellte sich gegen Kabel auf 4,2175, gegen London auf 20,4865. Der weitere Börsen - verlauf blieb für I. G. Farben verstimmt, wäh­rend die Haussebewegung in Siemens & Hals ke durchhielt. Die übrigen Elektroaktien wurden dadurch etwas mitgezogen.

Berliner Börse.

Berlin, 31. März. Während die Speku­lation zu Gewinnmitnahmen schritt und ein Teil der Terminmärkte kleine Kursabschwächungen zeigte, entwickelte sich am Elektromarkt eine Haussebewegung bei Steigerungen von 5 bis 11 Prozent. Im Mittelpunkte standen dabei

Siemens & Halske und AEG. Diese Bewegung konnte aber die Gesamttendenz nicht beeinflussen, da andererseits in I. -G. -Farben stärke­res Angebot herauskam, das den Anfangs­kurs von 315,5 Prozent rasch auf etwa 313 Prozent drückte Immerhin hatte die Spekulation im großen und ganzen eine feste Einstellung, wozu der glatte Verlauf des Ultimos und die um die Mittagsstunde eingetretene Entspan­nung des Geldmarktes wesentlich beitru­gen. Während Tagesgeld über den Ultimo läuft, und Geld für einige Tage fest über den Ultimo sich auf 7 bis 3 Prozent stellte, herrschte wäh­rend der Börsenzeit ein erhebliches Ueberan» gebot in kurzfristigen Mitteln. Im Devisen- verkehr schwächte sich der rumänische Sei gegen Zürich auf 3,32 ab, nachdem sich der spekulative Eharafter dieser Bewegung herausgestellt hat. Auch Madrid leicht ermäßigt. Die Reichsmark konnte sich gegen Kabel auf 4,2168 befestigen.

Börsenkurse.

Frankfurt a.M.

Berlin

S»(u .1 t-Uhe. fcnre 1 Aure

Scklutz. Anfang fitnr» lur-

Datum:

30 3. 31. 3.

30. 3. j 31. 3.

Anleihe-Ablösung 9k.1-30000 do. Nr. 30 001-60000 do. ohne Auslosungsrech!

Trutschc Sparprunnenauletb: Deutsche L-errb. Dollar-Aul 4°/o SoOfnrfcn.........

5% Äoldmexikaner .....

Berliner Handelsgesellschaft Commerj- und Privat-Bank. Tannft. und Narionaldank . Deutsche Bank...... . .

Diskonto Connnandit . . . Dresdner Bank.......

Metallbank...........

Miiteldeutiche (Kreditbank . . Lesle^eichischc Kreditanstalt. NeichSbank.

Bochumer Guß Buderus............

Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke . . Harpener Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . . Kaliwerke Westeregeln.....

t!nura Hütte...........

Mannesman» Mansteldtt. . .........

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Phöntr Bergbau rttbcinischc Braunkohlen . . . 9ibctn;ialil...........

Riebest Montan .

Tellus Bergbau .

Bereinigte Stahlwerke . . . . Hamburg-Amerila Paket. . . Norddeutscher Llovo.....

Zementwerk Heidelberg . .

Philipp Hol;mann Anglo (£ont Guano Goldschmidt Holzverkohlung § G Farven-Industrie. .

RutgerSwerke Scheideanstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Elektr. Lieferungen Licht und Kraft Mainlraftwerke Schustert .........

Siemens & Halske .....

«dlcrwerke Kleyer

Daimler Motoren. ...... Hcyligenstaedt Meguin......... . -

Mannheimer Motoren

Tfrrmtffiirtrr Armaturen Konserven, a wit B.ann - . Metollgejewchmt -ransturk . Pcl. Union A.-G Schobtadrtt Herz . . .... Sichel Zellstoff Aschaffenburg. . . . Zellston Waldhof

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Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M. Telegraphi s ch e Auszahlung.

30. März-

31 Mär;.

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Lissabon .

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Danzig. . .

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Banknoten.

Reichsbanldiskont 5 Prozent.

Lombardzinsfuh 7 Prozent.

Berlin, 30 Mär;

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Amerikanische 9?oien . . .

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Französische Noten ......

16.53

16.61

Holländische 'Jiotfit.....

168 13

168.97

Ztc.lienische Noten......

19.50

19,60

Norwegische Noten.....

109,55

110,07

Deutsch Lrsterr .5100 Kronen

59.11

59.41

Rumänische Noten......

2,'8

2.92

Schwedische Noten.....

112,49

113.05

Schwerer Noten .....

80,95

81.35

Spanische Noten......

75.91

76.29

Tlchechoilowokische Noten

12.445

12.505

Ungarische Noten

73.37

71.73

y vanfiurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 31. März Auftrieb: 59 Rinder, 967 Kälber, 354 Schafe, 353 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Psd. Lebendgewicht: Kalber: Beste Mast- und Saugkälber 70 bis 78. mittlere Mast- und Saugkälber 60 bis 69, geringe Kälber 50 bis 59. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthärnmel, Weidemast 50 bis 55,

mittlere Wasllämmer. ältere Masthärnmel und gut genährte Schafe 40 bis 49. fleischiges Schaf Vieh 35 bis 39 Schweine: Dollfleischige von ca. 240 bis 300 Psd. Lebendgewicht 60 bis 62. von ca. 200 bis 240 Psd. 61 bis 62. von ca. 160 bis 200 Pfd. 60 bis 62. Marktverkauf: Kälber und Schafe bei regem Handel ausverkauft, in Schweinen schleppendes Geschäft und etwas Uebcrfltanb.

Frankfurter tz>e.rctdevorfe.

Frankfurt a. M.. 31. März Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 28.75; Roggen, (inkänd.) 26.75; Sommergerste (für Drauzwecke) 25.50 bis 27.50; Hafer (inlänb.) 22.25 bis 22.75; Mais (gelb) 18.. Weizenmehl (inlär.ö ) Epez. 0 39.75 .bis 40,25; Roggenmehl 36.50 bis 36.75; Weizenkleie 14; Roggenkleie 14.50 bis 14.75; Tendenz: stetig.

Berliner B rod u t te n vsc.

Berlin. 30. März. Bei etwas festeren Getreidepreisen in Nordamerika und damit hö­herer Cifofferten war die Tendenz für Sie- ferungsweizen mit Ausnahme des März all­gemein fester. Roggen wurde in guter inlän­discher Ware zu Mischungszwecken lebhaft ge­fragt und bis zu 2 Mc. höher bezahlt. Außer­dem wirkt hier die anhaltend polnische Frage preissteigernd. Gerste in bestes' Brau- und Futterware gefragt, aber knapp angeboten. Hafer im Inland wie auch am Berliner Platz zu höhe­ren Preisen gehandelt. Mehl mit Ausnahme des lebhafteren Roggenmehlgeschäftes ruhig. Kleie» artikel und sonstige Hilfsfutterstoffe ohne größere Preisänderung. Es notierten pro 1000 Kilo­gramm: Weizen (märt.) 267 bis 270; Roggen 250 bis 255; Sommergerste 214 bis 242; Winter­gerste 192 bis 205; Hafer (märk.) 202 bis 210; Mais (loko Berlin) 178 dis 180; für je 100 Kilo­gramm: Weizenmehl 34.75 bis 36.50; Roggen­mehl 34 bis 35.75; Weizenlleie 15; Roggen­kleie 15; Diktoriaerbsen 42 bis 59; Futtererbsen 22 bis 23; Peluschken 20 bis 22; Ackerbohnen 20 bis 22; Wicken 22. bis 24; Lupinen (blau) 14 bis 14.75; Lupinen (gelb) 16 bis 17: Serra­delle (neu) 22.50 bis 25; Rapskuchen 15.40 bis 15.60; Leinkuchen 19.70 bis 20: Trockenschnitzel 12.10 bis 12.30; Soya-Echrot 19 bis 19 40; Kar­toffelflocken 30 bis 30.30.

Buntes «Derlei.

Don Krokodilen belagert.

Sin ausregendes Abenteuer wird von einem Mitglied der englischen südafrikanischen Polizei im »Wide World Magazine" geschildert. Der Erzähler toarmit einem and ren Schuhmann namens Lawrence und einem eingeborenen Polizisten namens Ums- lanji auf einem einsamen Posten zu Odzt in Ma- schona-Land stationiert. Sie badeten regelmäßig in dem Odzi-Fluß, einem tiefen, breiten Strom, in dessen Mitte sich eine Sandbank b.fand. .An einem Morgen um 5 Uhr nahmen Lawrence und ich unser gewöhnliches Bad." schreibt er. .Wir trugen unsere breiten Polizeihelme, denn selbst in dieser frühen Tagesstunde ist die Sonne recht warm in Rhodonsia. Wir schwammen bis zu der Sandbank und als ich wieder ins Wasser geben wollte, um zurückzuschwimmen, bemerkte ich plötzlich einen Gegenstand, den ich zunächst für einen großen Holzpkghl oder ein umgedrehtes ©ingeborenen- Kanu hielt, das stromabwärts schamm. Lawrence watete unterdessen ins Wasser, und es schien mir. wie wenn sich der .Pfahl" nach ihm hinwendete Indem ich meine Augen beschattete und angestrengt hinsah, erlannte ich, daß der Pfahl tatsächlich das größte Krokodil war. das ich je gesehen hatte. Ich stieß einen gellenden Warnruf aus, und Lawrence, der schon bis zur Brust im Fluh war. kam zurück. Es war die höchste Zeit, denn die Krokodile näherten sich und eines kletterte aus dem Wasser heraus; seinen gewaltigen Rachen öffnend wobei, die furcht­baren Zähne im Sonnenlicht leuchteten. Wir waren unbewaffnet und schienen den Untieren ohne Gnade ausgeliefert Aber Vater?nee nahm eine Handvoll Sand und Steinchen und toarf sie dem Krokodil, das bereits mit dem halben Körper auf der Sand­bank war, in die Augen. Durch den Sand zeit­weilig blind gemacht, fuhr die Bestie mit einem wilden Schnappen ihrer Kiefer zurück, drehte sich um und tauchte mit dem Kopf zuerst ins Wasser. Die drei Krokodile versuchten aber immer wieder, die Bank an verschiedenen Stellen zu erflettern, und wir hatten viel zu tun, um sie mit Sand und Steinen immer wieder zu vertreiben. Um 8 Uhr wurde Lawrence durch die Hitze und den Durst ohnmächtig, und die Aufgabe, die Krokodile fern­zuhalten, lag mir allein ob; außerdem deckte ich meinen ohnmächtigen Freund, so gut ich konnte, mit Sand zu. Es muß etwa 9 Uhr gewesen lein, als Umslanji am Flußufer erschien. Ich konnte nicht einmal mehr rufen; meine Zunge war ge­schwollen und steif, und Blut floh aus meinen gesprungenen Lippen. Ich hatte nur noch die Kraft, die Arme verzweifelt in die Höhe zu werfen. UmS- lanji begriff rasch die Lage, verschwand und kehrte solort mit einem alten Karabiner wieder. Sein erster Schuh traf glücklich in den aufgesperrten Aachen des größten unserer Quälgeister, der gerade seinen Kopf nach dieser Richtung drehte. Dann ruderte Umslanji in dem kleinen Boot unS zu Hille. Wir gruben den armen Lawrence aus dem Sande aus, legten ihn ins Boot und kehrten zur Station zurück. Dann brach auch ich bewußtlos zusammen und erwachte erst im Hospital "

Rundfunk-Programm.

Freitag, 1. April:

1 bis 2: Reue Schallplatten. 3,30 bis 4: Die Stunde der Jugend. '4,30 bis 5,45: Hausfrau en» Rachrnittag. 5,45 bis 6,05: Die Lesestunde. 6,15 bis 6.45: Funkhochschule:Theodor Fontane". Dortrag von Prof. Dr. Schultz. 6,45 bis 7,15: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfän­ger und Fortgeschrittene. 7,15 bis 7,35: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Tech­nik. 7,35 bis 7,45: Film-Wochenschau. 7,45 bis 8,15:Der Himmel im Aprll Der Ofiertcrmin 1927, Ddrtrag von Prof. Sittig. 8,15 bis 10,15: Drei Jahre Frankfurter Rundfunk. Anschließend bis 12,30: Übertragung von Kassel. Tanzmusik.

WWW. 1 Fleischbrühwürfel

geben

in kochendem Wasser

aufgelöst vorzügliche

Fleischbrühe; sie ersparen

das Auskochen von teurem

Suppenfleisch.