Ausgabe 
31.1.1927
 
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Nr. 25 Dritter Blaff

Eiehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

391,0

300,1

461,1

461,6

1924

1925

1925

1926

November Dezember Dum Dezember 9uni

Dezember

in Mill. Rm.

332.2

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796,1

1096,2

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Zunahme im Halbjahr

Wirtschaft.

Die preusti'chen Spareinlagen im Jahre 1926.

Skchdem auch die Ziffern für Dezember 1926 Borlitgtn, ist es möglich, einen Ueberblick über die Entwicklung der Einlagen bei den preußischen Sparkassen im Jahre 1926 zu yroinnen. Die omb liche etatiffir für Preußen beginnt im November 1924 unb ergibt folgendes Bild:

Lus diefer Aufstellung ergibt sich für die Zeit fett der etabiltfierung bis Unbe 1924, allo im wesent­lichen für das Hahr 1924, ein Zuwachs von rund 400 Millionen, für das Jahr 1925 ein solcher von rund 700; im Jahre 1926 Ist der Zuwachs noch er­heblich größer, er beträgt 920 Millionen. Der Yoh- reszuwochk der letzten Borkriegsjahre stellte sich ver­gleichsweise auf 6700 Millionen, dabei bleibt aber zu berück,ichligen, daß ein sehr erheblicher Teil der Zunahme auf die Zinszuschreibung entfällt, die bei dem vorhandenen großen (finlagefapital sehr oiel größer waren als bei den jetzigen Ziffern. Do- nach ist also die Spartätigkeit in den Jahren 1925 und 1926 erheblich höher gewesen'als in der Vor­kriegszeit.

Die Ziffer van etwa 2 Milliarden Spareinlagen entspricht ungefäbf~b>m Stand der preußischen Spartätigkeit im Jahre 1885, sie ist der sechste Teil des Sparkapitals von 1913.

Auf den flopf der Bevölkerung entfielen In Preußen im Jahre 1913: 327 Mark, Ende 1926 53 Mark. Die gleichmäßige stetige Zunahme der Spareinlagen, die auffallende Verringerung Ihrer Fluktuation und der Rückgang der sog. Festlegungs- gelber deuten darauf hin, daß es sich um echte Spar­einlagen handelt.

Verfügung des Frankfurter Dörfenvorstandes.

Frankfurt a. W., 29. San. (DTB.) Für di« Dotierung und Lieferung von Papiermark- anlelhen bei Reiches und der Länker. soweit sie Aum Umtausche gegen Anleihe-Ablösung-« schuld de- Deutschen Reiches aufgerufen sind mit Ausnahme von deutscher Sparprämien- anleibe, sowie 1923er und 1924erK"-Schatz- antocifungen, sowie von AnleiheAblösungs- schuld de- Deutschen Reiches wird folgende- feftgefeht:

Dom 11. bis einschließlich 14. Februar 1927 findet eine amtlidx .Kursfestsetzung nur noch für 5prozentige Reichs» (Papiermari--) An­leihe statt. Die Rotierung aller übrigen An­leihen des Reiches und der Länder, soweit sie .<um Umtausche gegen Ablbfung-fchuld beS Deut- Ichen Reiche- aufgerufen find, mit Ausnahme von Deutscher Sparprämienanleihe und 1923er und 1924er .K"-Echahanweisungen, fällt fort; vorliegende Limite in den Anleihen, deren Do- licrung fortfällt, gelten mit Ablauf des 10. Fe­bruar 1927 als erloschen. Dom 15. Februar 1927 ab erfolgt an Stelle der Dotierung sämtlicher vorerwähnter Papieemarkanleihen einschließlich der 5prozentigen Reichs- (Papiermark--) An- nur noch eine Dotierung von Anleibe-Ab- löfungsschuld des Deutschen Reicyrs (ohne ^luslosungsrecht), und zwar sowohl zum Gin- l eitskurse, wie auch im fortlaufenden Verkehr. ' Aei der Kursfestsetzung für dir Ablöfungsschuld lahne Auslosungsrecht- yaben nur Beträge von 100 Rm. und dem mehrfachen von 100 Rm. An- 'vruch auf Berücksichtigung. Als Mindestbetrag |».r die variable Dotiz werden 10 030 Rm. und ' öhere durch 5000 Rm. teilbare Beträge be- s immt. Die GrjüIIung von Geschäften in Anleihe-Ablöfungsfchuld des Deut­schen Reiches (ohne Auslosungsrecht) kann vom 15. Februar 1927 ab auch durch Lieferung der vorerwähnten Papiermarianleihen des Reiches unb der Länder, soweit sie zum Umtausche in Anleihe-Ablösungsschuld des Deutschen Reiches aufgerufen sind mit Ausnahme der deutschen Sparprämienanleihe sowie 1923er und 1924er . 5k"-Schatzanweisungen, im vierzigfachen Be­trage des in Anleihe-Ablösungsschuld gehan­delten "Nennwertes erfolgen. Bei allen bis ein­schließlich 10. Februar 1927 abgeschlossenen Ge­schäften in Papiermartanleihen des Reiches und der Länder kann der Käufer die Lieferung in derjenigen Anleihegattung verlangen, über die der Abschluß erfolgt ist, sofern er diesen An­spruch bis einschließlich 14. Februar 1927 den, Verkäufer gegenüber schriftlich zum Ausdruck bringt. Bei allen nach dem 12. Februar 1927 fälligen Geschäften In Papiermarkanleihen des Reiches und der Länder mit Ausnahme der­jenigen In Deutscher Sparprämienanleihe und 1923er und 1921er ,K'-Schahanweisungen -i- fann der Verkäufer statt der gehandel.en Wert- Papiere ganz oder teilweise jede ander.' Gattung der ausgerusenen Anleihen liefern; die Liefe­rung kann auch erfolgen in je 53 Rm. deutscher Ablösungsschuld (ohne Auslosungsrecht) für je 2000 Rm. der alten Papiermarkanleihen. Die Dotierung von deutscher Sparprämienanleihe und 1923er und 192-1 er . K"-Schahanweisungen wird vom 1. März 1927 ab eingestellt.

Süddeutscher ProduKtenmarKt.

fwd. Die Tendenz der abgelaufencn Be- rlcht^wvche gestaltete sich durch die erhöhten Fordern.'.gen des Auslandes, hauptsächlich Dord- ainerilas. wesentlich sesier. Auch Plataweizen war erhöht. Inso.gedefien nahmen die Mühlen des Kontinents Cryöhungen vor. Auch die süd­deutschen Mäcitr neunen vorläufig einen festerer Verlaus und war das Getreide, Weizen sowie das Meizenmehlgcschäst Lütoeife sehr lebhaft. Auch Roggen liegt weiterhin sehr fest und konn­ten die Inlands- Wie Auslandspreise sich bes­sern. Deutscher Roggen hat infolge der Lohn­forderungen nicht so sehr das Interesse wie Auslandsroggen und wird hauptsächlich von frachtgünstig gelegenen Kleinmühlen ausgenom­men. Roggenmehl wurde zu Anfang der Woche verschieden umgeseht, doch ist man bedeutend zu­rückhaltender geworden. Die Preise bester Rog­genmehle erreichen nun nahezu die Weizenmehle. Die allgemeinen Forderungen tonten: Denen (ausl.) 31 25 bis 32.50 iPtata April Mai 29.75), Weizen (inst) 29.75 bis 33.25. Roggen (ausl.) 27.25 bis 27.75, inl. 27 Infolge der aufgehobe­

nen Preisbindung der süddeutschen Mehlvereini­gung waren die Preise der füdoeut'chen Mühlen teilweise sehr rer'chieden. S'.e pari e.ten zwischen 39.75 und 40.50 für Weizenmehl Je nach Termin. Roggenmehl 37 dis 39 je nach Ausmahlung Wei-enbrotmehl 29 bis 33. Braugerste In guten Qualitäten weiterhin gefragt. Man verlangte hierfür je nach Provenienz unb Qualität 25 bis 31. nordbad 25.50 bis 23.50. Pfälzer 23 bi- 31, und rhrin hessischer 26 bis 29 Frank scher 26 bis 27. Fu;ter«rste 21.50 bi- 22. Auch Inlands- Hafer war lebhaft gesucht und wurde überall mit 20.50 bis 21.50, MaiS (Plata mit Sack) dispo- nible 19 bis 19.25, Virginia Saatmais März- Avril-lNeserung 3232.75 m. 6. angeboten Im Fu.termi telgeschä t kauert iie rute Dechsrage nsch an. Insbesondere Kleie aus nahe Lieferung sehr gesucht, konnten Ihren Preisstand weiter erhöhen. Auch die übrigen Mühlennachprodulte erfreuen sich guter Dachfrage. Qi wurden be- zahlt für Wei-enmrhl 22 bi« 22/0. Wnzensi t er- mehl 15 bi- 15.50. Wclzrnklcie fein 12.50 bis 13. grob 13.50 bis 13.75, Erdnu'gkuchen 20.75 bis 21. Rapskuchen 16.75 bis 17. Biertreber 16 25 bis 16.75. Malzkeime 16.50 bis 17

Die Zeichnung auf die bprozen- 04 Reichsanleihe. Am Donnerstag be­ginnt die Zeichnung auf die fünfprozentige a.s- losbare Reichsanleihe, von der 333 Millionen Reichsmark von e nem Danklonsortium fest über­nommen find und die zum K.'.rfe von 92 v. H aufgelegt werden.' Für die restl.chen 203 Milst Reichsmark, die für den dau rnden Besitz von Reichsstellen vorgesehen s.nd. ist, wie das WTB. ersährt. eine Sperrverpflichtung von 9 Monaten übernommen worden, fo daß die zur öffentlichen Zeichnung kommenden 303 M Ulanen RM. Den ganzen, zunächst auf den Markt kommenden De- tag barftellen. Mit der Ausgabe einer weiteren Reichsanleihe auf Grund b:r Haushai sgefetze ist im laufenden Kalenderjahr nicht zu rechnen. Die ©tüdelung der nach § 1807 6:5 BG. münbcl- ficheren Schuldverschreibungen zeigt Stücke von 100 200. 500, 1000. 2000, 5000. 10 000 und 20 0C0 Reichsmark.

D ie GroßhandelSinderziffer. Die auf den Stichtag de« 23. Januar berechnete GrohhandeUiinde^i.ser des Statistifchen Reichs- amtes beträgt 133.9 und ist gegenüber der Bor­woche um 0,1 Prozent zurülgegangen. Die In­dexziffer der Agrarstofie hat b:t gestiegenen Ge- treidepreifen und teilweise läufigen D eh- Prelfen um 0.2 Prozent auf 139 9 nachgegeoen. 2n der Indexziffer der industriellen Rohstoffe und Halbwaren glichen die Bewegungen der Einzelgruppen sich gegenseitig aus. während die Inderziffer der industriellen Fert gwaren um 0,1 Prozent auf 141.5 nachgeg^ben hat.

Reichsbankkredlt. Die Aufsicht^ Ratssitzung der Reichskreditiiank gcnehmigtr den Abschluß für das Geschäftsjahr 1926 mit einem Reingewinn von 6 257 295 RM gegen 5 4.0 357 RM in 1925 und den Dividendenoorschlag mit 8 Prozent gegen 6 Prozent im Vorjahre Der Gesamtumsatz beträgt 45.2 Milliarden gegen 28.6 Milliarden in 1925. die Liquidität 68 4 Prozent gegen 76'/.. Prozent.

Erwerb der Aga-Anlagen durch den Richard Kahn-Konzern. Die Ver­handlungen über den Berkaus des Lichtenberger Grundstücks der AG.. für Automobilbau (Aga) in Konkurs in Berlin wurden jetzt zum Abschluß gebracht. Käufer ist lautF. Z." ein Konsor­tium unter Führung der AWG.. allgemeine Werkzeugmaschinen AG. in Berlin (Richard Kahn-Konzern) Das Verlaussabkommen lieht vor. daß die AWG. 1,6 Mill. RM. an die Hypothekengläubiger bezahlt. Diese verzichten auf den Rest, so daß die Masse keinen Rest erhält, aber auch keine zusätzliche Belastung er­fährt. .

frankfurter Börse.

(Eigener Dtahtberichi desGießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M., 31. Jan. Tendenz fest. Der Wochenbeginn zeigte eine durchaus feste ©runbftlmmung, die zeknch insofern geteilt war. als in den bisherigen Spezialitäten des Mvn° tanmarktes anscheinend größere Prä­mien abgaben erfolgten. Auch Eleltroaktien lagen Überwiegend etwas schwächer, während Bankaktien stärker in den Vorder­grund traten, Da man glaubt, daß Bankaktien in erster Linie an den internationalen Märkten eingesührt werden. Sodann regte der günstige Abtchluß der Reichs'Kredit-Gesellfchaft stärker an. Besonderes Interesse bean pruchlen Deutsch: Bank, die 8 Prozent anzogen. Braubant plus 6.5 Proz.. Dresdner plus 1.5 Proz. Der Ausgang deS Haager Schiedsgerichtes brachte für ^Schiff - fahrtsaklien eine Befestigung von etwa drei Prozent, während Kolonialtoertewesent- l i ch f ch w ä ch e r e n'e kn S_,c n urgbahn gingen von 14 auf 8 und Schutzgebiet von 17,5 auf 15 nach 14 zurück. Am heimischen An- leihem a rl t waren Kriegsan.eihe crhoit. Vom fremden Renten tonn.en sich Türken um etwa O.5 Pzt. besestigen. Am Chemie markt büßten I.-G.-Farben 1,5Pzt. ein. Von Elek­troaktien Lahmeher minus 0,75 Pzt. Cic- menS minus 1 Pzt. dagegen Bergmann. Licht und Kraft, sowie Voigt u. Häffner je plus 2 Pzt. Von den o a r i ab len Werten waren Bau­aktien gut gehalten. Hoch u. Tief vluS 5 Pzt., Wayß u. Fren.ag plus 2,75 Pzt. Zell .offatt.en höher. Aschas,e.wurg plus 5 Pzt., Waldhos plus 1 Pzt. Don Mo.orenwer en Daim.er plus 3Pzt. Am Geldmarkt zeig.e'sich erhöh te Dach­frage für Tagesge.d infolge der Ultimoabwick­lung. Tagesge.d 5 Pzt., Monatsgeld 4,75 bis 6 Pzt. Im Devisen verkehr lag Pa.is mit 123,10 gegen London schwächer. Die Reichsmark steckte sich gegen Kaoei auf 422. gegen London auf 20,4713.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtberichi des ..Gießener Anzeigers"^

Berlin, 31.Ian. An der heutigen Ultiinobörse kam nach Beginn auf den Hauptmärkten einiges Prämienmaterial heraus, das ein leichtes A b» bröckeln der Kurse veranlaßte, wahrend das große Gebiet der Nebenrnörtie freundliche Haltung zeigte. Die Spekulation verhielt sich zunächst ab­wartend, wozu eine st orte Anspannung der Geldsätze Deranlasiung gab. Tagesgeld blieb in großen Summen gefragt und wurde nur zu 6 bis 7 Prozent abgegeben. Diese Sä,o gelten auch für Gelder auf einige Tage über den Ultimo Reportgeld stellte sich unverändert auf 6,75 bis 7,25 Prozent. Monotsgeld 5,5 bis 6,5 Prozent. Eine ftarie Eni- täufchung stellte die Entscheidung des

Haager Schiedsgericht» dar, durch das die nnaerechte Entschädigung der KolonialgeseUjchaflen jetzt endgültig besiegelt wird. Bekanntlich hat man allgemein em objektive» unb den Rechtegrundsätzen der Böller entsprechende» Urteil erwartet In den beirofsenen Werten kam daher heute starkes Angebot heraus, so daß X.B. ^chutzanleihe von 17.4 auf 14,5 nach 13,5 zurückgingen. Schantungdahn gingen von 13 auf 7,5 zuruck. Im Deoisenverkehr lag Norwegen mit 18.75 gegen London lehr fest. Die übrigen Hauptoaluten waren nur wenig verändert. Die Reichsmark stellte sich gegen Röbel auf 4.2197.

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Berliner Produktenbörse.

Berlin, 29. Jan. Die Ruhe im Berliner l'robulter.fjanöcl pält im großen und ganzen an. Lediglich für Wetzen scheint wieder bri Wochen- schluh größere Frage herauszutommen, besonder« bevorzugt wird seilens der Müble^i Termin- Ware. Hinzu kommen höhere Forderungen Ar­gentiniens. Für Lieferung wurden die ersten Dotierungen durchweg 2 Mark über gestern. Dog­gen dagegen ruhiger. Hier bleibt dir Material- cnkuhr klein, aber auch der Bedarf nicht allzu dringend und wenig geneigt, die hoch gehalten n Forderungen zu bewilligen. Tecminwa.e wurde nur etwa 1 . Mark fester. Roggen behält stcklen Geschäftsgang. Hafer stieg bei knappen An­geboteri. Bon sonstigen Futterstoffen Kleie gut behauptet, im übrigen ruhig. Es wurde notiert für je 1000 Kilo: Weizen, rnärk. 268 biS 272.

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Montag, ?l. Januar 1927

Roggen 253 biS 256. Sommergerste 217 bis 245, Wintergerste 194 dis 237. Ha er. märt. 190 bis 192. Mais, loko Berlin 193 bis 192. für je 100 Kilo Weizenmehl 33.25 bis 33. RoggenNeie 35.25 biS 3i,Ä. Wetzenklei» 15,25. Roagenkleie 15.5. Diktvriaerbfen 51 biS 63.

frankfurter Vrtrewcbörse.

Frankfurt o. SR., 51. Jan. Es wurden no­tiert: Weizen Wetierauer, 29.75 bl» 30 Mark; Rog­gen. Inländischer. 21 bi» 25; Sommergerste für 8 rau wette 26 bi» 27^>; Hafer inländischer. 21.25 bl» 22; Mais (gelb) 18.75 bis 19; Weizenmehl, in ländisches (Spezial 0) 40,25 bis 40.75; Roagenmcbl 38.25 bi» 38,76; Wcizenkleie 13,50, Rogsenlleie 13,10; Erbsen 35 bl» 66; Linsen 50 bl» 95; Heu. süddeut­sches, aut, trocken 9 bl» 10,25; Weizen- unb.Hagarn- (trob. drahtgepreßl 4,25 bis 5, gcbunbelt 3,75; Ire« ber, getrocknet, 16,50 dis 16,76 Mark

frankfurter Lchtachiviehmarkt.

(Ölgcner Drahtberich! des .Gießener An^eigsr»".)

Franksurt a. TI.. 31. Jan Austrieb: 1870 Rinder, darunter 222 Ochsen, 67 Bullen. 644 Kuh«, 312 Färsen, 429 Kälber, 161 Schase, 4703 Schweine. C» notierten Rinder: Ochsen: voUjleischige, aus- aemästele höchsten Schlachtwerts: jüngere 58 bis 61 Mark, ältere ö2 bis 67; sonstige voUsleischlge 47 bi» 61; fleischige 43 bis 46. Bullen jüngere. voUsleischiae höchsten Echlachtwerts 52 bis 54; sonstige Dollflet- schige oder au:gemästete 47 bi» 51 Kühe: jüngere, voUfleischtge höchsten bchlachtwen» 47 dl» 52; Ion- ftige vollsleischig» oder ausgeinäskele 38 bis 46; flci- schige 31 bis 37; gering genährte 23 bi« 30. Färsen (fialblnnen, 9ungnnber): ooUjlelschige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts 57 bis 63: vollfleischlae 50 bis 56; sleischige 42 bis 49. Kälber: beste Mast- unb Saugkälber 70 bis 76; mittlere Mast- unb Saugkälber 60 bis 69; geringe Kälber 60 bis 69. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmei (Weidemast) 45 bis 50; mittlere Mastlämmer, ältere Masthärnmcl und gut genährte Schafe 40 bis 44. Schweine: Fetisch weine uber 300 Pfund Lebend­gewicht 61 bis 61; vollfleischige Schweine vvn ca. 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 61 bi« 64; oon ca. 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 62 bis 64; non ca. 160 bi» 200 Pfund Lebendgewicht 63 bis 66; flei­schige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebend gewicht 56 bi» 60; Sauen 50 bis 58 Mark. Markt, verlauf: Rinder werden bei ruhigem, Kälber bei schleppendem und Schas» bei lebljaitem Handel au» verkauft. In Schweinen verblieb bei gedrückten Preisen Ueberftanb.

Vücherllsch.

Europäische Gesoräche. Hamburger Monatshefte für auswärtige Politik. Herausgegeb«>' von Professor 21. Mcndeiv>ohn Bartholdi). Verlag» buchhanblung Dr. Walther Roihschlld, Berlin-Grüne roalb. 5. Jahrgang, Hest 1, Januar 1927. Die Europäischen Gespräche" haben schsn viele wert­volle Beitrags zur Dorgeschtchle bes Weltkrieges ge­liefert, mit einer- zujammenjosienden Urteil aber haben sie weislich zurückgehalten, bis nunmehr wenigsten, bl« heuttoen Elften Dollffflnblg norllrgen unb man ber üblichen Propagandaliteratur bübev und drüben auch etwas müde geworden ist. Wo» in diesem Hefte, mit dem dieEuropäischen Gespräche" ihren fünften Jahrgang eröffnen, ihr Heraususster und zugleich Mitherausgeber der deutschen Akten- vublikation, A. Mendelssohn Bartholdy, auf Grund ber gesamten Urkunden und Tlcmoirenpublifatio- nen, aber ohne ermüdende Akteneinzelyeiten, in freier Darstellung und packend in elf Punkte ge­gliedert, als seine Erkenntnis von den Urjprünacn des Krieges vorlegt, da- bedeutet tatsächlich den ersten Versuch, über alle kleinlichen und persönlichen Streiterein hinweg an die eigene Argumentation der anderen appellierend, dieses allbewegende Problem auf eine Ebene zu führen, auf der eine Inlernatlo nale Diskussion möglich unb fruchtbar sein müßte, unb die deutsche Sache hat dabei nur zu gewinnen. An diesen dominierenden Aussatz reiht sich eine Untersuchung des Leipziger Historiker» der Vor­kriegsgeschichte. Proseswr Brandenburg, über die zweideutige Haltung Englands in der Marokkokrise von 1905 und der gegen die Tirpitzsche Darstellung gerichtete Bericht des sruheren Botschalters in Lon­don, Grasen Metternich, über den entscheidenden Äa- binettsrat vom 19. Oktober 1918, In dem der 23er- zicht auf den U Boot Krieg beschlossen wurde. Als Doluineni bringt das Heft die erste vollständige deutsche Uebersetzung des von der Britischen Reich»- konferenz erstatteten Berichts über die Reuordnung der Beziehungen zwischen den verschiedenen Reichs­tellen, eine magna charta des Britischen Weltreichs, die man noch oft Anlaß haben wird nachzulefen.

..Die Kunst", Monatshefte für freie und angewandte Kunst, Verlag F. Bruckmann A.-G.. München. Januar- und Februarheft. Vierteljährttch 6 Mk. Die zwei neuen Hefte weifen wiederum wertvollen Inhalt, geboten in schönster illustrierter Fornf, auf und zeigen die Zeitschrckkt. die feit langen Jahren als fiihrend auf ihrem Gebiete gilt, auf voller Höhe. An Ma­lerei bringen die Hefte Aussätze über den inter- essanten sranzölischen Meister Henry Rous eau, bann einen solchen mit köstlichen Illustrationen über den Düsseldorfer Maler Champion mit ausgezeichnetem Text Herbert Eulenbergs, dis Fresken brS Wiener Meisters Anton Faistauer im umgebauten Salzburger Festspielhaus, die Deucrwerbungen der Oesterreichischen Galerie in Wien mit einigen herrlichen Vildern von Wald- müller. Caspar David Friedrich, Romaco, einige Proben des Pariser Malers Utrillo, und zum Fest der heiligen drei Könige einen Auf­satz über den wundervollen Zug der hei­ligen drei Könige von Venozz, ®o- zoll tm Medici-Palait in Florenz. An Plastiken kommt der Dresdner .Karl Albiker zu Wort, bann herrliche Porzellanplastik ber berühmten konialichen Manusak.ur Kopenhagen. Aus dem Gebiete bet Wohnungsausstat^ung. aus bem bie Zeitschrift so außerorbentlich förbernb und an­regend wirkt, erscheinen Öiefe5mal Wecke b:s Stuttgarter Acchitetten Schmitlhenner. Sehr zeit- aemäß ist ein zweiter Auslaß aus diesem Ge­biete .Eine billige Wohnung" von Karl Bertsch ausgefuhrt von den Deutschen Werkstätten.

LetzteJtacnrid)ten.

Schulterst qeTtätihla.

Frankfurt a. M., 31. Jan. (WSN. Drahl Meldung.) Der in der Raubmordioche Grebenau festgenommene Friedrich Schultheiß aus Wii'elsheim bei Bad-Rauheim hat ein umfassen des Geständnis cbgclect. (Vgl. den Bericht auf der dritten Seite des Hauptbiaites dieser 2l,isanbe. D. Red.)