Ausgabe 
31.1.1927
 
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mehr seine nur im deutschen Schrifttum der Gegenwart. Dies finb. zwei Dinge, die nur äußerlich miteinander in Be^

Hessens verwendet wurde, fand er hauptsächlich 100 und 150 Am., Grumpen zwischen 36 und in Baden und der Pfalz Absatz. Die Preise für 50 Am. Zum eigenen Hausbedarf hatten 95 Öen Doppelzentner bewegten sich für Obergut Pflanzer Tabak angepflanzt. Die Anbauflache zwischen 40 und 80 Am., Sandblatt zwischen betrug 30,38 Ar. Die Zahl der Pflanzer von

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IGruppe A>. in zweiter Linie Altbesiyer. im Kj. 1926 ein Einkommen zwischen SCO 1500 Mark 'alten (Gruppe ö). Unter dreien wieder drei Untergruppen zu entscheiden.

Die erste Untergruppe sind die Besitzer

Werkes, das langsame Entschleiern eines inneren Bildes von Menschen und Dingen, die sehr sparsam verteilten Ausblicke in die großen Zusammenhänge eines straff gegliederten Ganzen.

Biele, vielleicht die meisten, werden (obwohl der Dichter ein sehr guter Interpret ist) nicht recht zum Bewußtsein oorgedrungen sein, von wie starkem künstlerischen Gewicht dieser Vortrags­abend war. Oder werden sich lieber an die lyrische Umrahmung der großen Romanszene gehalten haben, ciwa an die glänzend sich anfügenden und abrundenden Verse desGebets", mit denen Molo

Akademiezugehörigkeit im Äuge zu haben, als viel- auf das Werk gegründete Stellung

Berlin W 50. Nürnberger Straße 9/10, einzu- fenöen. Gleichzeitig finb das Kennwort, sowie Name und Anschrift des Berfassers, ferner die. Versicherung, daß der Autor zur Zeit der Ein­reichung das 35. Lebensjahr nicht überschritten hat. in einem geschlossenen Umschläge, ebenfalls mit Dem Kennwort versehen, dem Notar Dr. Wenzel Goldbaum. Berlin W 65, Wilhelmstraße 52, mit­zuteilen. Die Preiserteilung des Ausschreibens 1927 erfolgt am 2. Oktober d. 3. Alle wei­teren Bedingungen find vom Bureau des Ver­bandes Deutscher Erzähler einzufordern.

Den Preis des Jahres 1926 erhielt Juliane Kay. Wien, für chren AomanQfijenicuer im Sommer".

ziehung stehen.)

Rtolo begann mit einem kurzen, aber eindring­lichen lyrischen Prolog: mit den schlichten, klaren, erkenntnisschweren, bekenntnisstolzen Versen aus denSprüchen der Seele". Ein guter Auftakt zum Hauptstück des 'Abends, der großen nchwurgerichts- szene aus dem letzten Teil derLobenmatz" Trilogie, dem RomanIm ewigen Licht". (Die inneren Zu­sammenhänge dieses Werkes kann man hier nicht darlegen: wir verweisen auf die Einführung in das Buch, die wir am Freitag brachten.) Es war schon nach den ersten zehn Minuten klar, daß Molo sich seine Sache mit diesem Programm durchaus nicht leicht gemacht hatte, daß er einen für den Vor­tragssaal harten und spröden Stoff unter den Händen hatte, und daß es dankbarer und_be­quemer* gewesen wäre, ein Stück aus demFride- ricus" oder dem Schillerroman vorzulesen. Hier muß der Dichter Zeit haben und aufbauen können. Man freut sich, wenn man Molos Art kennt, an dem sofort Der* trauten, sehr geistigen und durchdachten Stil, der hier in dieser Gerichtsverhandlung Stimmen und Menschen mit dramatischer Dialektik gegeneinander führt. Aber man spürt auch stärker und aus­geprägter noch, als in früheren Dichtungen Molos die leidenschaftliche Hingegebenheit an ein objek­tives Weltbild, eine Art neuester Sachlichkeit: und gerade hierin und deswegen erscheint der Roman, von dem wir hörten, am allerwenigsten ein be­quemes, wirksames Vortragsstück. Don außerordsnt- lichem Reiz wiederum war Die Entwicklung der ausgesprochen analytischen Komposition des epischen

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Vortragsabend Walter von Molo

Der große Saal hätte, um dies oorwegzu- nehmen, einen stärkeren Besuch aufweisen tonnen; es geschieht ja in Gießen immerhin nicht alle Tage, daß ein Dichter von der repräsentativen Geltung Molos am Vortragstisch erscheint, um persönlich Einblick in sein Werk zu geben. (Wir sind uns be­wußt, mitrepräsentativer Geltung" minder die Tatsache von Molos gewissermaßen abstempelnder

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werden die gezahlten Renten auf die Ablösungs­summe angerechnet. Nach Zahlung der A lofurgS- summe kann d r Anleihegläubig r trei ere Recht? aus den abgelöften Anleihen nicht me)r geltend machen. Bei abgclchnt.m Anträgen Dcr'cix den Anleihegläubigern, sofern es sich um Allbesitz- anleihen handelt, und ihr Nennbetrag min­destens 500 Ml. und weniger als 1003 Ml. be­trägt, Anleiheaölö'ungsfchuid und Auslosungs- rechte über 12.50 Mk. ,'ugesprochrn.

Den Anleihefteinbesitzern b eibt es nun nach Einführung der Barablösung überlassen, den für den einzelnen vorteilhaftesten Weg zu beschreiten. Um ihnen diese Aleber'.egung zu erlei.ötern, sol­len die einzelnen Möglichkeiten einer kurzen Be­trachtung unterzogen werden.

Für die Darablösung scheiden, wie wir be­reits gesehen haben, alle Neubesitzer und alle Altbesitzer, die im Kj. 1926 ein Einkommen von mehr als 1500 Mark hat.en, aus.

Ablösungsb?rcchttgt sind nut Altbesitzer von weniger als 1000 Mark Anleihen, die im Kj. 1926 weniger als 800 Mark Einkommen hatten

Was die Japaner lesen.

Das Buch hat in Japan, wie im ganzen Orient, stets eine große Ehrfurcht genossen, aber in neuester Zeit hat sich der 2 feeifer der Haler* tonen des Mikado außerordentlich geseigert, und es wird heute kaum in einem andern Laiü) so viel gedruckt und so viel gelesen wie in Japan. Die eigentümlichen Derhä.rniss? auf ie.n jgpanifchen Büchermarkt werden von dem (Japaner QL Dana-

Er. PH. C. Köhler.

Aon 3. Februar 1927 sind es hundert Jahre her, daß der Buchhändler und Aquarellist Chri­stian Philipp Carl Köhler, der, völlig erblindet, am 3. März 1890 in feiner Geburts- und Vater­stadt Darmstadt fein Leben beschloß, das Licht der Welt erblickte. Das hessische Landesmufeum wird aus diesen! Anlaß voraussichtlich am 1. Fe­bruar eine Eondercuckstellung von Landschafts­aquarellen Köhlers veranstalten, der sich gerade auf diesem Gebiete einen Namen gemacht hat. Etwa dreißig bis vierzig Blätter, größtenteils aus dem Besitze des Museums «und andrer Darm­städter Behörden werden den Gegenstand der Ausstellung bilden. Wir werden in einer der folgenden Nummern derHeimat im Bild" auf des Künstlers Leben und Schaffen eingehend zurückkommen.

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gugenbpreis Deutscher Erzähler 1927.

Der Iugendprers Deutscher Er­zähler. der dem Verbände Deutscher Erzähler von der Deutschen,Buch-Gem:inschaft Berlin als jährlich wiederkehrender Preis von 10 000 Mk. gestiftet worden ist. und den der Verband im Einverständnis und unter Mitwirkung des Preu­ßischen Kultusministeriuins nach treuem Ermessen einer hierfür gewählten Kommission unter allen Um Künden und ungeteilt für den jeweilig besten, bisher unveröffentlichten Nomon junger deutscher Erzähler zu vergeben hat. wird für das Jahr 1'9 2 c neu ausgeschrieben. Das W:rk muß in der deutschen Muttersprache abgefatzt fein. Der Autor darf zur .Zeit der Einreichung das 35. Lebensjahr nicht beendet haben. Das durch den Preis ausgezeichnete Werk wird von der Deut­schen Buch-Gemeinschaft in einer garantierten Srstauflage von 10 000 Exemplaren verlegt, wo­für das Honorar zugleich mit dem Preise sofort zahlbar ist. Das Preisrichterkollegium fetzt sich zusammen aus den Herren. Georg Engel, als Vorsitzender. Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Wilhelm W a e tz o l d t für das Preußische Kultusmini- f'erimn. Dr. Hanns Mursin Elster. Oskar Loerke, älniversitätsprosessor Dr. Julius Pe­tersen, Salod Schaffner, Hermann Stehr.

Die Manuskript» find anonym, mit einem Kennwort versehen, bis zum 1. April 1927 an das Bureau des Verbandes Deutscher Erzähler,

weniger a.3 500 Wall Anleihe. Sie wären ohne die Ablösung überhaupt ausgefallen. Ihnen steht nur der Weg der Barablöfung offen. Ein Kleinbesitzer der Gruppe A erhält z. B. durch Ablösung bei einem Besitz von 400 Mark An­leihe 60 Mark; bei Gruppe B 32 Mark.

Die zweite Alntergruppe find diejenigen, die gerade 500 Marl Anleihe besitzen. Sie konnten ihre Anleihen zum Almtaufch in Reichsablö­sungsschuld anmelden und ein Auslösungsrecht beantragen und erhalten, bei dessen Einlösung fünf mal 12,50 Mark gleich 62,50 Mark und Zinsen vom 1. Januar 1926. Soweit sie der Gruppe A angehören, konnten und können sie auch die Dorzugsrente beantragen, die als ein­fache in diesem Fall pro Jahr 10 Mark, als erhöhte 12,50 Mark und als erhöhte bei einem Alter von über 60 Jahren, 15 Mark beträgt Sie können aber auch die Barablösung beantragen und erhalten bann in Gruppe A 5 mal 15 gleich 75 Mark, in Gruppe B 5 mal 3 gleich 40 Mark. Ferner haben sie die Möglichkeit, ihre Anleihe- ablösungsschuld einschließlich Auslösungsrecht zu verkaufen. Don dieser Möglichkeit werden viele um deswillen Gebrauch machen, tc/r der Börsen­kurs z. Zt höher ist als die Ablösungssumme.

Zur dritten Alntergruppe gehören diejenigen, die 600. 700, 800 oder 900 Mark Anleche be­sitzen. Sie konnten bzw.brüten bzgl. 500 Mark die bei der 2. Alntergruppe angegebenen Wege gehen und für den Mehrbetrag, der ohne die Ablösung ausgefallen wäre, die Ablösung wie bei der ersten Untergruppe beantragen. Sie können aber auch Ablösung bzgl. des ganzen Be­trages wählen. Die Wahl unter den möglichen Wegen muß der Prüfung des einzelnen Klein­besitzers überlassen bleiben. Emern Dorzugsrentn- besihers überlassen bleiben. Einem Dorzugsrenten­rechnen kann, dürfte aber zu empfehlen fein, die Rente beizubehalten, es sei denn, daß er den Ablösungsbetrag bzw. den Erlös aus Derkauf im Augenblick dringend benötigt.

Zum Schlüsse sei noch erwähnt, daß die Darablösung der Auleihefteinbeträge bereits Ge­genstand der Kritik vor allem von feiten Fi­nanzsachverständiger geworden ist, die darauf Hin­weisen, daß der Börsenkurs für An leihe ablö- sungsschuld einschl. Auslosungsrecht höher sei, als der Kurs, den Das Angebot des Reiches in der Barc.vchsung darsteift, und die sicy deshalb nur einen geringen Erfolg der ganzen Maßnahmen versprechen, der in keinem 'Verhältnis steht zu den Derwaltungskosten und der Derwaftungs- arbeit.

Diese Kritik hqt zweifellos chre Berechtigung vor allem im Hinblick auf die .große Zahl der­jenigen Bescher, die gerade 500 Mart Anleihe besitzen. Die Kleinbesitzer aber mit unter und über 500 Mark Anleihebesch werden die Ab­lösung begrüßen, auch wenn sie ihnen nur ver­hältnismäßig kleine Beträge bringt.

gida in einem Aufsatz geschildert. Die Ge- schmacksrichtungen des Lesepublikums wechseln sehr schnell, da es bei der Auswahl der Lektüre ziem­lich unselbständig ist und sich stark von Reklame beeinflussen läßt. Die altjapanische klassische Lite­ratur wird ganz vernachlässigt! diese Werke des japanischen Schrifttums bis in die letzten Jahr­zehnte hinein sind noch in der alten Schrift ge­druckt. die die jüngeren Leute, die sich an Öie westlichen Typen gewöhnt haben, nur mit großer Schwierigkeit lesen können. 3nfotgedeffen küm­mert man sich wenig um die heimische Literatur, sondern alles stürzt sich auf die ilebetie.jungen. Die Derleger haben denn auch eine Unmenge von fremden Schriftstellern in großen Auflagen herausgebracht, so von Engländern Dickens und Thackeray, von lebenden Galsworthy, von den Deutschen u. a. Goethe und Wedekind. Besonders weit verbreitet find die russischen Dichter, wie Tolstoi und Dostojewski, Gorki, Andrejew. Ssvlo- gub. Die Bücher von Karl Marx und Lenin fanden .zahllose Leser. Hunderte von Schrift­stellern des 'Westens sind auf diese Weife in Japan bekannt geworden, fast nur durch Ueber- fetzungen. Die Werk? in der Origincilfprache finden nur in geringem Maße Eingang und Nachfrage, denn die japanischen Schriftsteller suchen diese Bücher auf Gescyä'llsinteresfe vom Markt fern* zuhalten. Dies geschieht auf eine recht bedenk­liche Weise. Wie 23inagida ausführt, muhen sich häufig ein paar Kritiker über ein neues Buch, das aus dem neuen Westen eingeführt wird, her, beurteilen es abfällig und heben demgegenüber ihre eigenen W?rks hervor Nicht lange danach erscheint dann ein neues We - des Rezensenten, bas eine weitgehende Aehnlichkeit mit dem von ihm beurteilten ausländischen Buch aufwrist. Dor allem Dramen und Novellen w rden auf diese Weise im Japanischenumgedichtrt", und so be­findet sich die japanische Literatur der jüngsten Zeit in einer starken Abhängigkeit vom Westen: man kann nicht selten mit mehr oder weniger Recht von einem direkten Plagiat sprechen Novellen und kurze Geschichten haben beim japanischen Seiet stark an Reiz verloren: dagegen sind die klassischen Schrill' ller der west.i '.ei Kulturen sehr beliebt und werden stark verlangt.

Nach den Bestimmungen des Anleiheablö- sungsgeseyes vom 16. Juli 1925 besteht ein An­spruch auf llmtauich von Reichsanleihen in An- leiheablösungsschull) nur, soweit Anleihe- ablösungsschull) im Nennbetrag von 12,50 Mk. oder einem Dielfachen davon zu gewähren ist, das heißte der Anleihegläubiger muß mindestens über 500 Mk. Markanleihe (z. B. SCO Mk. Kriegs­anleihe ober 750 Mk. Sparprämienanluhe) ver­fügen. Diese CBeftimmung gilt gleichermaßen für Allbesihonleihen, wie für Anleihen, die nicht Altbesitz sind, wobei bemerkt wird, daß der 11m- tausch der Altbesitzanleihen in der vom Reichs­minister der Finanzen gefetzten Ausschluhfrist vom 5. Oktober 1925 bis 28. Februar 1923 bei den Anmeldungsstellen (Banken usw.) zu beantragen war. Eine Frist zur Anmeldung der Anleihen, die nicht Altbesitz find, auf Umtausch in An- leiheablösungs'chuld ist noch nicht bestimmt.

Bei dieser Sachlage wären also alle Anleihe- altbesitzer, die weniger als 500 Ml. Markanleihe bzw. 750 Mk. Cparprämienanleihe besitzen, aus­gefallen, toenii nicht der Reichsminister der Fi­nanzen die Ermächtigung erhalten Halle, aus Mitteln (150 Millionen Mark), die ihm zu diesem Zweck zur Verfügung stehen, diesen Kleinbesitzern eine Barablöfung zu gewähren.

Zn der Dritten Verordnung zur Durchführung des Gesetzes üb^r die Ablösung öffentlicher An­leihen vom 4. Dezember 1926 find nunmehr die hieraus bezüglichen Ausführungsbestimmungen er­lassen worden. _

Danach können deutsche Reichsangehörige, die im Inland wohnen und bedürftig find, oder im Kalenderjahr 1928 ein Einkommen von nicht mehr als 1500 Mk. halten, auf Antrag für ihre Alt- besitzanleihen des Reiches im Gesamtbetrag von | weniger als 1000 Mk. eine Barablösung erhalten, sofern sie nicht Rechte der Anleihealtbesitzer (Aus­losungsrechte usw.) für weitere Markanleihen gel­tend machen oder zuerkannt erhalten haben, deren Nennbetrag zusammen mit dem ihrer barabzu- lösenden Markanleihen 1000 Mk. erreicht ober überschreitet.

Die Ablösungssumme beträgt 15 Mk. für je 100 Mk. Nennbetrag der barabzulösenden Mark­anleihen, wenn der Anleihealtbesiher bedürftig ist, b. h. wenn fein Einkommen im Kj. 1926 800 Mk. nicht überstieg ibic gleiche Doraussetzung wie für die Gewährung her Dorzugsrente). Sie be­trägt nur 8 Mk. für je 100 Mk. Nennbetrag, wenn der Anleihegläubiger im Kj. 1926 ein Ein­kommen von nicht mehr als 1500 Ml. hatte, und nicht bedürftig war (b. h. also ein Einkommen in 1926 zwischen 800 und 1500 Mk. hatte).

Anleiheablösungsschuld und Auslofungsrechte über je 12,50 Mt.. die der Anleihegläubiger bereits als Anleihealtbefth erhalten hat, stehen hierbei Altbefitzanleihen des Reiches im Nenn­betrag von 500 Mk. gleich.

Der Antrag auf Barablöfung ist von den Gläubigern in der Zeit vom 1. F e b r. bis 31. März 1927 an die Anleihealtbesitz­stelle bei dem zuständigen Finanzamt zu richten. Der Antrag, der auf amtlichem Vordruck zu stellen ist, hat bestimmte Angaben zu enthaften, die die Berechtigung zur Barablöfung ergeben. Dem Antrag sind die Beweisurkunden beizu- fügen und die Schuldurkunden, deren Barablösung beantragt wirb. An die Stelle von angemeldeten Schuldurkunden im Gesamtbetrag von weniger als 500 Mk., die in dem Verfahren für die Ge­währung von Auslosungsrechten durch eine Be­sch e/.igung als Altbefitzanleihen anerkannt find, tritt diese Bescheinigung.

Heber den Antrag entscheidet die Anleihe- altbesihstelle. Gegen eine abfthnenbe Entscheidung derselben steht dem Antragsteller das Recht der Beschwerde binnen einer Frist von zwei Wochen nach Zustellung der Entscheidung zu. Die Be­schwerde ist bei der Anleihen!tbesitzstelle einzu­legen. lieber sie entscheidet der Reichskonunisfar für die Ablösung der Reichsanleihen alten Be­sitzes endgültig. Die Ablüsungsftmime wird von dem Finanzamt, bei dem Öie Aulsihcaltbefitzstelle errichtet ist, gegen Ablieferung der abzulösenden Schuldurkunden ausgezahlL. Anleihegläubigern, die auf Grund eines barabzulösenden Auslofungs- rechtes bereits eine Dorzugsrente erhallen haben,

Die Barablösung der Anleihekleinbeträge

Don Dr- jur. Hugo Loh ° Büdingen.

Tabakbau und Tabakernte in Hessen.

Die Ergebnisse des Tabakbaues und der Tabakernte in Hessen für das Jahr 1925 werden jetzt in den Mitteilungen der Hessischen Zentral­stelle für die Landesltatistik veröffentlicht.

Hiernach betrug 1925 die Zahl ber 2 a b a t - Pflanzer 957 (1924: 1565), davon hatten mit Tabak bepflanzt 98 bis einschließlich 2 Ar (1924: 491), 4 bis ausschließlich 4 Ar. 73 von 4 Ar bis 10 Ar ausschließlich (1924: 133), 411 von 10 Ar bis 25 Ar ausschließlich (1924: 518), 361 von 25 Ar bis 1 Hektar ausschließlich (1924 : 401), 10 von 1 Hektar und darüber (1924 : 20). 1925 war die mit Tabak bepflanzte Fläche 24770 Ar groß (1924 : 29 977 Ar): die Menge des in dach- reifem Zustand geernteten Tabaks betrug 467 873 Kilo (1924: 522 363 Kilo) im Gesamtwert (ohne Steuern) von 299 941 Rm. (1924 : 446 342 Rm.). Der Tabakbau hat gegenüber dem Vorjahre (1924) abgenommen. Die Zahl der Pflanzer hat sich um 608, oder rund 40 v. H., der Flächeninhalt der mit Tabak bepflanzten Grundstücke um 5207,42 Ar. oder rund 17 v. H. vermindert. Die Ab- -nähme des Tabakbaues hat wohl chre Ursache darin, daß die Tabakpreise in den letzten beiden Jahren immer mehr zurückgingen, der Tabak­anbau keinen großen Gewinn mehr abwirft, daß r wieder sehr viele Pflanzer. die Tabak für ihren eigenen Hausbedarf anpflanzten, den Anbau voll­ständig eingestellt haben und ihren Bedarf an Pfeifentabak wieder beim Takabwarenkleinhäird- ler decken. Airgebaut wurden, wie in den vor­hergehenden Jahren, meist Pfälzer- und Gundi­tabak, in geringem Umfange auch Amersforster. Der Ausfall der Ernte 1925 ist hinsichtlich der Ertragsmenge als gut zu bezeichnen. Die Güte der Erzeugnisse wurde jedoch vielfach von den Händlern beanstandet. Soweit der gewerbsmäßig angebaute Tabak nicht in Herstellungsbetrieben

Tabak für den eigenen Hausbedarf betrug im Hauptamtsbezirk Darmstadt 79, Gießen 6, Mainz 10, zusammen 95 Pflanzer. Die Anbau­fläche betrug im Hauptamtsbezirk Darmstadt 26,75 Ar. Gießen 1,55 Ar, Mainz 2,03 Ar, zusammen 30,38 Ar. Im Vorjahr betrug die Zahl der Pflanzer 39-1, und die Anbaufläche 146,33 Ar.

Die Lage des Tabakgewerbes im Rechrmngä,ahr 1925 war dem allgemeinen wirt­schaftlichen Tiefstand angepaf-,t. Der Absatz an tabaksteuerpflia).igen Erzeugnissen war bis in den Monat August 1925 hinein zufriedenstellend, ging jedoch von September ab erheblich zurück, so daß Ende 1925 nur noch ein geringer Teil der Herstellungsberriebe voll arbeiten tonnte; Ar­beitseinschränkungen bis au" eine 21 stündige Ar­beitszeit in der Woche bildeten teiiu Seltenheit. Die von Großfirmen unterhaltenen Zweigbetriebe liegen zur Zeit größtenteils full. Der Aosah von hochwertigen Zigarren stockte infolge der all-e- meinen Geldknappheit fast vollständig, fo daß eine cklmstellung auf die Herstellung Don kleineren und billigeren Zigarren notwendig wurde. Eine durchgängige Herabsetzung derKleinverkaufspreise wird von Fachleuten nicht siir tragbar gehalten, da die Aohtabatpreise gegen den Vorkriegsstand um rund 200 v. H. gestregen feien und die hohe steuerliche 'Belastung auf die gesamte Tabak- industrie drücke. An Niederlagen waren vor­handen: a) 46 Privatlager für ausländische Ta­bake, b) 14 Privatlager für inländische Tabake, c) 5 Dergärungslager für inftindllche Tabake, d) 6 öffentliche Niederlagen. Die Niederlagen wurden zumeist von Her steuern und nur vereinzelt von Händlern benutzt. Tabakersatzstoffe wurden nur in geringem Almfange bei ber Herstellung von Feinschnitt» und Pfeifentabak verwandt. Zur Verwendung kamen Danilleroots im Mischunas- verhältnis von 1 Prozent und 5 Prozent. Die Ausfuhr von Tabakerzeugniffen hat im Berichts­jahr zwar etwas zugenommen, sie blieb aber den­noch im Verhältnis zur Vorkriegszeit gering. Infolge der hohen Preise für gute Erzeugnisse und wegen ber von den einzelnen Ländern ein» geführten hohen Zölle sind brutsche Erzeugnisse auf den ausländischen Märkten nur wenig ge­sucht. Vergütungen für ausgeführte TabakerzeuA' nisfe wurden insgesamt an 26 Verarbeiter ge­zahlt. Eine beträchlliche Anzahl reiner Zigarren­hersteller ist zur gleichzeitigen Herstellung von Rauchtabak übergegangen. Es handelt sich jedoch vorwiegend um kleinere Betriebe, die infolge des verschärften Wirtschastskampses gezwungen sind, die bei der Zigarrenherstellung entfaflenben Rip­pen usw. selbst zu verwerten. Der Almsatz an Zigarren hat sich ungefähr auf ber Höhe des Vorjahres gehalten. Sine Absatzsteigerung konnte nicht erzielt werben, da von vielen Rauchern in­folge der hohen Preise für gute Zigarren ber Feinschnitt- und Pfeifentabak bevorzugt wird. Die Herstellung von Zigaretten hat mit Einführung der Materialsteuer erheblich cbgenommen. da die Nachfrage, die anfänglich noch leidlich zu nennen war, beträchtlich nachgelassen hat. Zur Zett be­wegt sich das ganze Geschäft auf ber 5-Pf.-Ziga- retie, während vor der Einführung der Material- fteuer die 3-Pf.-Zigarette den größten Almfah aufzuweisen hatte.

Geheimrat Prof. Berndt.

Darmstadt, 29. San. Geheimer Baurat Prof. Berndt von der Technischen Hochschule in Darmstadt, der zugleich Vorstand der OHa- terialprüsu^gsanstalt der Technischen Hochschule ist, beging heute feinen 7 0. Geburtstag. Er stammt aus Neu-Ruppin in Brandenburg, war zunächst im Lokomotivbau der preußischen Staatsbahn tätig und wurde 1892 als Professor rur Maschinenbau an die Technische Hochschule in Darmstadt berufen. Während ber Jahre 1896 dis 1898 beeidete er die Würde eines Rritors. Als -Hochschullehrer ist er bei der Studenten­schaft fthr geschätzt. Geheimrat Berndt hat sich grobe Verdienste um den Ausbau ber Technischen Hochschule erworben: namenllich in ber Infla­tionszeit. die für viele Institute große Schwierig­keiten brächte, hat Berndt für sie gewirkt. Er verstand es, in Fabrikantenkreisen für sie zu wer­ben- Aus fein Wirken ist es hauptsächlich zu- rückzuführen, daß sogar neue Institut.-, insbeson­dere für Gerbereichemie. Cellulofenchemie und für Hochspannungstechntt ins Leben gerufen wer­ben konnten. Stattliche Gebäude samt Innen­ausstattung wurden so der Hochschule angeglie­dert, wozu die .Mittel aus freiwilligen Spen­den aufgebracht worden sind. Er hat noch da- besondere Verdienst, ber Hochschule zu einer prachtvollen Festhalle, die über 1000 Personen

ist durch die Wahlen vas andere große Pro­blem, von dem die Lösung der indischen Frage in gleich starkem Maße abhängt, das Problem des Religionsgegensatzeses, urge.öä geblieben. Ja, man kann sogar in den Ergebnissen ber Wahlen eine Derschär ung ber Schwierig­ketten dieser Frage sehen. Denn die Tatsache, baß die Swarajisten überall da geschlagen wor­den sind, wo die Re i'ionssrage im Vordergründe : stand, und die bedeutende Verstärkung des Moslem - Elementes gegenüber dem Hinbuelernent im Parlament, sprechen dafür, daß die Re.igionssrage ein politisches Aufsehen gewonnen hat, das sie sobald nicht wieder ber- neren wird. Alnd damit ist qezabe bas Kern­problem der Politik dec Swarajisten äußerst empsindlich getrof en, da sie nicht zu f'.egcn ver­mögen, wenn d e große Gemeinde der Mohamme­daner ihnen aus die Dauer entfremdet wird, und in ihren eigenen Reihen ber Religionszwie» spalt die Schärse behält, die er augenblicklich hat. Wobei es weiter als bezeichnend hervor­gehoben zu werden verdient, daß zwar die Füh­rer durchaus die Einsicht in die Bedeutung dieses Problemes haben, daß aber die Massen sich in dieser Beziehung nicht fo lenken Iwfen, wie diese es hoffen. Bedauerliche Zwischenfälle, wie die Ermordung des Swami Shradhanand, des Führers der Hindu Mahasabha (der extremen Hindubewegung) durch einen Mohammedaner, sind böse Vorzeichen für die Versuche, zwischen Hindus und Moslems Frieden zu fttften.

Somit sind die Stimmen der angto-indifchen Presse die mit beißender Ironie den Aus^ll der Wahlen a.s Beweis dafür bezeichnen, daß die Eng.änder richtig daran getan hätten, über den Willen derParlamente" hinweg nach ihrem Ermessen zu regieren, tatsächlich kennzeichnend für die Lage. Obwohl die Engländer mit den von chnen favorisierten Kandidaten unterlegen sind, sind sie eben immer noch so sehr Herren der Lage, daß sie sich derartige Bemerkungen ge­statten können. Sie sind zwar neugierig, wie die Dinge sich weiter entwickeln werden, aber sie find nicht mehr besorgt darüber, wie ba& Ganze wohl auslaufen könnte. Sie haben die Zuversicht, daß es ihnen möglich fein wird, im letzten Moment doch noch einen sie befrie­digenden Kompromiß mit den Indern schließen zu können, weil sie, vielleicht nicht mit Alnrecht, feststellen zu können glauben, bah die Swaraj- Dewegung, je länger, je mehr an intensiver Feindschaft gegen die Engländer verliert und zu einer gemäßigten Bewegung wird wofür als Beweis auch die letzten indischen Wahlen zitiert werden!